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den 18.April 1946
Lieber Genosse Schoemann,
ich schreibe Ihnen heute diesen Privatbrief, weil ich hoffe, dass er nochso zeitig dort sein wird, dass Sieder Genossin Kuehn die Botschaft mitauf den Weg geben können.
Es ist den vereinten Bemuehungen von Eva Lewinsky und mir gelungen, nocheinmal 100 Dollar von der Arbeiter- Wohlfahrt zu bekommen.Fuer die Zukunftkann ich leider nichts versprechen.Ich nehme an, dass die Genossin KuehnSie unterrichtet hat, darueber naemlich, dass wir durch behoerdliche Bin-dungen verhindert sind, besondere Mittel fuer individuellere Zwecke ab-zugeben.MAM Durch Schaffung der CRALOG, das sind die 11 amerika-nischen Organisationen die die Lizenz zum Sammeln fuer Deutschland er-halten haben( die Erlaubniss zum Verschiffen ist auch damit verbunden)sind wir endlich in die lange gewuenschte Lage gekommen, auch oeffentlichsammeln zu duerfen( wenn wir uns einer der 11 Organisationen als Hilfs-kommttee anschliessen, was wir getan haben) aber zugleich ist damit dieweniger angenehme Bindung entstanden, dass wir zwar die von uns gesam-melten XXX Mittel im allgemeinen der Arbeiter- Wohlfahrt in Deutsch land dezidieren durfen( es auch tun) aber sonst keine Wuensche aeussernkoennen, die die Verteilung beeinflussen sollen.----- Diese bewilligten$ 100-- nun, sind der Restbestand aus den Sammlungen, die wir vorher unterdirekt und aufder Hand gemacht haben.----- Das Weitere hoeren Sie nochdem geschaeftlichen Weg.Es ist auch noch jemand" auf dem Trap" der ver-suchen soll, die Summe wieder zu erhoehen, in der Weise, wie es bei demFall vorher geschehen ist.Ueber den etwaigen Erfolg enthalte ich michjeder Vermutung, mach nur die Mitteilung. Sagen Sie doch bitte der Genos-sin Kuehn meinen Dank fuer Brief und Bericht aus Koeln . Die Mitteilungenwerden fuer die beteiligten Brganisationen und fuer die Propaganda ab-geschrieben und ausgenuetzt.Sie wirken in ihrer Unmittelbarkeit-vielleichtgrade, weil die Schreiber nicht an die Veroeffentlichung gedacht haben,sehr stark--- Um auch der allgemeinen Sache zu dienen, waeren mir per-soenlich solche Stimmungsbilder und Tatsachenberichte sehr ange-nehm, ich will es mir gerne angelegen sein lassen, die Sachen an die rich-tigen Stellen weiter zu geben.
Inliegend ein Artikel, der fuer Deutschland bestimmt war und auch dortverwendet wurde und der Bericht einer Versammlung, den wir hier eben-falls aus Propagandagruenden grosser aufmachtten, als es sonst ueblich ist.
Mit sozialistischen Gruessen Ihre