Akte 
Korrespondenz
Entstehung
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Blatt 2.

22.Febr.1946

tun wollen, muessen wir bei jeder oeffentlichen Aufforderung bekanntgeben,fuer welche der Amerikanischen Organisationen wir sammeln. Das heisst, nicht aals Organisation, aber in dieser Sammelaktion, muessen wir uns fuer das Zusammengehen mit einer der Organisationen entscheiden.-- Diese Entscheidung istnoch nicht endgueltig gefallen, ist aber fuer diesen Brief nicht interessant.----- Wenn wir uns z.B.dem IRRC anschliessen sollten, dann koennen wir daswas wir sammeln, fuer die AW designieren lassen. Auf Örte oder Personen habenwir dabei keinen Einfluss.---- Das alles ist fuer die Am.Zone gesagt, wie esin der englichen Z.MAX vereinbar wurde oder ausgefuehrt wirdmoechte ich sehr gerne wissen, aber Du wirst wohl kaum jemand finden, der mirdas organisatorische Bild zeichnen kann.---- Wenn Du nun mit den Genossen inMAXX Essen oder sonstwo sprichst, dann sage ihnen, dass sie unterscheidenmuessen, zwischen der generellen Hilfsaktion, die jetzt erst gestartet wird,und der Adressen- Aktion, ueber die ich soviel zusammengeschrieben habe, unter-scheiden muessen.Bei der generellen Aktion kommt es ganz, aber wirklich ganzdarauf an, was sie selber daraus machen, wie sie sich selber den kirchlichenOrganisationen gegenueber durchsetzen und behaupten, bei der Vorbereitungund bei der Durchfuehrung. Unser Teil kann hier nur getan werden bei derSammlung und das soll geschehen.-------- Jetzt fuer Deine und Guenthers In-formation noch etwas ueber das" Innerorganisatorische".Darueber soll er Aaber von sich aus nicht zum Genossen Weissmann oder Fabian oder sonst je-mand sprechen. Es wird dorthin ordnungsgemaess mitgeteilt, nachdem hier nocheinige Modalitaeten erledigt sind.: Der Solidaritaetsausschuss hat-nachVerhandlungen- beschlossen, sich dem Ausschuss" Relief for German Victims ofNazism"( Hilfsausschuss fuer deutsche Opfer des Nazismus( Arbeiter- Wohlfahrt)anzuschliessen. Damit trete ich in dânsen Ausschuss ein- nicht ich allein, na-tuerlich.Es wird noch manches wegzurauemen sein, aber die Zersplitterung undihre Gefahren fuer des Erstrebte Resultat unsrer Arbeit duerfte beseitigtsein.------ Noch ein paar Worte zu der Adressenfuægge.Die Genossen in Essen und sonstwo, auch Guenther, haben ganz recht, wenn sie sagen, dass man auf derallgemeinen Basis arbeiten muss. Das wir hier danach gestrebt haben und esfuer das vordringliche halten, siehst Du und sieht G.aus dem vorangehenden.Im Augenblick ist das Strohfeuer fuer die individuelle Halfe dieser Art,soweit Frankreich , Belgien Holland in Frage kommt, auch niedergebrannt undwir werden Muehe haben da- unserem Versprechen gemaess- noch etwas heraus-zuholen. Daran soll es nicht fehlen.--- Nun folgt eine kleine Geschichte, dieich nicht erzaehle- um bei einzelnen( aus denen viele werden koennen) himmelhoheHoffnungen zu erwecken, die sich vielleicht nicht erfuellen lassen, zu erweckensondern ich will nur illustrieren: Hier bahnt sich muehsam eine internati-onale Organisation der Emigranten aus allen Laendern Europas an.Die By- Laws und Rules( Statuten und Regeln) sind bereits beschlossen. Wenn diese Organisa-tion funktionieren soll, Braucht sie Adressen. Die Russen! Sie haben ihreEmigranten- Kollegen in der ganzen Welt verstreut. Jede Gruppe steht mit ihrenFreunden irgendwo in Verbindung.Die Spanier im Auslande zaehlen nach vielenTausendenDie Polen haben ihre Freunde in Polen und ausserhalb-- Ich konntemehr aufzaehlen. Man denkt dort nur an alte Kaempfer und Familien, auch zurueck-gebliebene Ww usw.Wie es mit uns Deutschen steht, brauche ich nicht zu sagen.Zweck soll grade sein, auch an die zu schicken, die heute vielleicht als Mit-verteiler leer ausgehen- aus irgend welchen Gruenden mit knurrendem Magen mit-verteilen helfen und selbst nichts zu nehmen- auch um sich vor uebeler Nach-rede zu schuetzen usw. Macht Euch einen Vers.Gestern rief der Manager desGanzen- ein sehr feiner und kluger russischer Genosse bei mir an: Bitteschicke mir Deine Adressen, sie sollen die Unterlage abgeben fuer die Summen,die von unseren Spendern ausgeworfen werden. Die Post fuer Deutschland istzwar noch niet auf, aber man kann darauf nicht warten, wir wollen bereit sein,wenn Sie geoeffnet wird.--- Daneben bleibt alles fuer eine spaetere, ploetz-lich kommende Entwicklung bestehen, was ich in frueheren Briefen zur Begruen-dung gesagt habe. Damit will ich meinen Bericht schliessen.

Schoene Gruesse von uns zu Euch Eure