H.
SCHOEMANN
2.BLATT
BRUXELLES, LE 3. JUNI 1946.
50, AVENUE EUGENE PLASKY
TELEPH. 34.22.63
Ich hoffe also recht bald von Ihnen hierueber zu hoeren, um recht-zeitig meinen Dispositionen treffen zu koennen. Im Falle einer posi-tiven Antwort, koennte der naechste Transport schon im Juli abgehen.Und das sind immer- wenn wir und auf den letzten Transport basieren-etwa fuenftausend Mahlzeiten, die den Magen fuellen, wenn leider vonhier aus" des matières grasses " nicht geschickt werden koennen.Vielleicht appellieren Sie fuer diese Aktion, da es sich insbesondereum Koeln und das Rheinland handelt, an die frueheren Abgeordneten vondie ihrerseits doch viele BeziehungenKoeln , Sollmann und Kirschmann
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dort haben und an andere Kreise sich noch richten koennen. PolitischeDifferenzen" mir hier zu helfen, werden bestimmt heute kein Hinderungs-grund mehr sein, denn bis 28 gehoerte ich zur KP und spae er zur SAPWir sind uns alle einig, dass es hier um Etwas geht, das ueber alle" Barteifragen" herausgeht!
Dass die" Pastoren" und" Abbés" xxx einen Vorsprung haben, is nichtverwunderlich. Ihre internationalen Chefs sind ohne Zweifel in einerFrage viel klueger, als die der" Sozialistischen Inernationale." Diedeutschen Bischoefe gehen nach Rom , die Tootestan en nehmen an deninternationalen Kirxchenkonferenzen teil, und die deutschen" Sozialistesind von den internationalen Konferenzen ausgeschlossen Traurig fest-zus ellen, wo sich die" Internationalisten" befinden.
Was den letzten Sa z meines Schreibens v. 6.Mai angeht, so duerf e essich hier um einen der Falle handeln, dass die betreffenden" Kannibalezu denjenigen gehoeren, die vollkommen jedes Gleichgewicht verlorenhaben und deren dueffte es manche in Deutschand geben, nach allem, waspassiert ist.
In Bezug auf die gewuensch en Informationen habe ich das Noetige ver--anlasst und hoeren Sie von mir in der Folge.
Ich moechte noch darum bitten, dass die Transporte von Belgien nichtin der Oeffentlichkeit erwaehnt werden, da" streng genommen" fuer jedesSendung" des" licences d'exportation angefordert werden muessten, waspraktisch jedoch nibht moeglich ist.
Eine Kopie dieses Schreibens sende ich unserer Genossin Evaso grosses VerstaendnisPfister, die unserer Arbeit in Belgien stelsund Hilfsbereitschaft bewiesen hat.Freundliche Gruesse vonIhren
Das habe ich in meined.Antwort an Sch. ziemlich
scharf richtig gestellt.