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Abschrift

Brief von Schoenemann Bruessel an Juchacz

13.Oktober 1946

Original und die Anlagen( Berichte, franzoesisch ) gingen an Wickel,ebenso Durchschlag meiner Antwort., an Schoenemann

Liebe Genossin Juchacz, ich komme heute zurueck auf Ihr Schreiben vom20. Juli und meinen Brief vom 10.8. Einliegend sende ich Ihnen eine Copiemeines Berichtes an den IRRC, N.Y. ueber den am 11,9.nach Koeln abgegange-nen Lastwagen des Quaker- Reliefs, der mit 3 Tonnen Lebensmitteln und Klei-dundstuecken beladen war.Wir erwarten noch in den naechsten Tagen erneutdie Ankunft des Quakerlastwagens, der wieder volbeladen nach Koeln zu-rueckkehrt und zwar ausser den Einzelpaketen, mit 500 Kilgram Makkaronifuer die AW.Köln, die ich zu sehr guenstigen KK Bedingungen bei dersoz.Kooperative gekauft habe und etwa 1000 kg Kleidungsstuecken, die eben-falls der AW zugute kommen.Fuer meine Arbeit bin ich schon hundertfachbezahlt durch die Briefe der Genossen, die Einzelpakete von hier erhaltenhaben und die mir schreiben, in wie vorbildlicher Weise unser FreundDohrenbusch die AW- Arbeit in Koeln durchfuehrt.-- Wenn mir selbst aus derletzten Aktion noch ein Betrag von Frs.2758,50 uebrig bleibt, ueber denbereits fuer die n.Oktoberaktion disponiert ist, so besagt das nicht, dassich mich nicht sehr darueber freuen wuerde, wenn Ihr von dort zu unsérerArbeit finanziell noch beitragen wuerdet, umso mehr als wir hier dank unserer Beziehungen so gute Einkaufsmoeglichkeiten haben und der Effektsicher nicht kleiner ist, als bei der Hilfe, die von dort kommet und diemit nicht unwesentlichen Transportspesen usw belastet ist die bei unsvollkommen in Fortfall kommen.Ich moechte noch betonen, dass alle Arbeithier unentgeldlich geleistet wird und dass die eingehenden Betraegeder Aktion zu 100% ohne irgendwelche Verwaltungsspesen zugute kommen,Ich nehme an, dass Sie auch ueber die Aktion im Bilde sind, die unserFreund Karl Voelkerin Amsterdam gegenwaertig durchfuehrt und die eben-falls durch die AW Koeln laufen wird. Der Quakerlastwagen wird in Amster­ dam gegen den 22.ds erwartet--Ich moechte noch bemerken, dass ich vonLondon die Sondernummer ueber die Lage in D.erhielt. Einliegend noch ver-schiedene Zeitungsausschnitte aus Koeln , die jedoch zeitlich ueberholtsind. Ich verbleibe mit freundl.Gruessen Ihr.... gez.H.Schoenemann

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Abschrift der Antwort auf obigen Brief Juchacz an Schoenemann.26.Okt.46L.G.Sch., herzl.Dank fuer Ihren Brief vom 13.0kt.mit den Anlagen( Berichtean IRRC) Ich freue mich, dass es Ihrer Zaehigkeit und Ihrem Fleiss wieder gelungenist, einen Lastwagen mit Hilfsmitteln nach Koeln zu senden. Und wir wissen es auch zuwuerdigen, dass die belgische KOOPERATIVE durch freundl. Entgegenkommen bei der Preisfestsetzung ihre intern.Solidaritaet bekundet.--- Sie sagen mit Recht, dass Sie fuerIhre Arbeit reichlich belohnt wurden durch die Briefe, die Ihnen von den Empfaengernvon Einzelpaketen zugingen und durch die Zeugnisse ueber die vorbildliche Arbeitdes Gen.D.Ich kann ermessen, wie schwer und verantwortungsvoll die Arbeit des Gen, D.ist.Es ist leicht, Dank einzuheimsen, wenn man einer grossen Notlage in grossem Um-fange abhelfen kann. Es ist fast unmoeglich Anerkennung fuer die groesste Arbeits-leistung und Hingabe an die Aufgabe des Helfens zu finden, wenn die zur Verfuegungstehenden Mittel nicht hin und her reichen. In dieser Lage sind heute alle unsereHelfer der Arbeiter- Wohlfahrt. Umso staerker schlaegt es moralisch zu Buch, wenn demGen.D.Anerkennung gezollt wird.--- Es waere uns auch einmal sehr damit gedient ge-wesen, wenn der Gen.D.einen Augenblick Zeit gefunden haette, als Genosse, den Genossehier in diesem Lande einen kleinen Stimmungsbericht ueber die Wirkung der Sendungedie von Bruessel aus mit solcher Geschicklichkeit und ausdauerndem Fleiss zusam-mengestellt und befoerdert wurden, zugehen zu lassen. Nicht als Dank oder als Aner-kennung fuer unsere Beteiligung, sondern, weil wir zur Weiterarbeit solches Materialbrauchen und weil auch die Spender hier in diesem Land von Zeit zu Zeit und invielfaeltiger weise ueber die Verwendung der von ihnen gegebenen Mittel unterrichwerden moechten.--- Die von Ihnen dort angefuehrten Prinzipien, sind auch die un-rigen. Ich freue mich, dass wir ueberall mit den Freunden und Genossen ueberein-

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