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NEUE VOLKSZEITUNG

Sonnabend, den 26. Januar 1946

Arbeiter- Hilfsorganisation

Gründung einer" Union der Arbeiterwohlfahrts-Ausschüsse in U.S.A. "

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Die von der deutschen Sprachgruppe der SDF gegrün-dete Hilfsorganisation" Relief for the German Victims ofNazism( Arbeiter- Wohlfahrts- Ausschuss, New York )" hatbeschlossen, die Initiative zur Organisierung einer" Unionder Arbeiter- Wohlfahrts- Ausschüsse in U.S.A. " zu ergrei-fen und die ersten Schritte dazu unternommen. In einerAnzahl von Städten haben sich inmehr oder weniger fester FormKomitees mit ähnlicher Ziel-setzung wie der des New YorkerAusschusses gebildet, oder sindin Bildung begriffen. Da zur Zeitauf dem Gebiet der organnisato-rischen Vorbereitung einer Hilfs-tätigkeit nach Deutschland einegrosse Verwirrung herrscht, be-steht die Gefahr, dass die Aktivi-tät der der Arbeiterschaft nahe-stehenden Gruppen sich in relativwirkungslosen Einzelmassnahmenzersplittert. Das würde sich letz-ten Endes zum Schaden der durchdie Arbeiterwohlfahrt betreutendeutschen Arbeiter auswirken.Wir sind es der deutschen Arbei-terbewegung, die jetzt unterdenkbar schwierigsten Bedingun-gen ihre Wohlfahrtsorganisationwieder aufbaut, schuldig, auchhier alle Kräfte in der zweck-mässigsten Form zu organisieren.

Bisher befinden sich alle Orga-nisationen, die eine Hilfstätigkeitfür Deutschland beabsichtigen,noch im Vorbereitungsstadium.Der zuständige" President's WarRelief Control Board" hat nochkeiner Organisation die Erlaubniszur Aufnahme der Hilfstätigkeiterteilt. Das darf uns jedoch nichtdazu verleiten, nun mit dem Aus-bau der Organisation zu warten,bis der Board seinen endgültigenBeschluss fasst. Im Gegenteil, esist umso notwendiger, alle Vor-bereitungen, die jetzt getroffenwerden können, zu erledigen, da-mit nicht noch weiterer Zeitver-lust eintritt, wenn endlich nach

Eröffnung des Post- und Paket-dienstes der Weg zur grosszügi-gen Hilfe frei wird. Eine" Unionder Arbeiterwohlfahrts Aus-schüsse" muss sich in kurzer Zeitauf ein Netz von Komitees undHelfern in allen Orten vom At-lantik bis zum Pazifik stützenkönnen, in denen Amerikanerdeutscher Abstammung, in demBewusstsein ihrer Verpflichtunggegenüber den deutschen Opferndes Nazismus, entschlossen sind,ihren Anteil an der notwendigenHilfe zu übernehmen. Die Be-richte aus Deutschland beweisenmit erschütternder Eindringlich-keit, dass die deutsche demokra-tische Arbeiterschaft vor einerElendskatastrophe in einem der-artigen Ausmass steht, dass dem-gegenüber aller Wiederaufbau-wille versagen muss, wenn nichtauch die Solidarität der Arbeiter-bewegung des Auslandes sich inaktiver Hilfe bewährt. Dabeimüssen selbstverständlich diedeutschstämmigen Arbeiter imAusland an erster Stelle stehen.Es darf sich auch niemand derIllusion hingeben, dass es sichnur um eine kurzfristige Hilfs-aktion handelt, für die schnelléImprovisationen ausreichen könn-ten. Wir wissen heute bereits,dass unsere Hilfe auf Jahre hin-aus erforderlich sein wird, undzwar in einem Umfange, zu demmöglicherweise auch unsere Krä-te allein nicht einmal voll aus-reichen werden.

Es ist zu hoffen, dass aufdem Gebiete dieser Hilfstätigkeitalle karitativen Organisationenschliesslich zu irgend einer Formder Zusammenarbeit gelangenwerden. Vielleicht würde dadurchauch die Erlaubnis zur Aufnahmeder Hilfstätigkeit beschleunigtwerden. Ob und in welcher Formsie sich verwirklichen lassen,steht noch dahin. Wir fördern sieaber am besten, wenn wir zu-nächst einmal unsere eigenenKräfte voll einsetzen und jeden

zur Mitarbeit heranziehen, der zuuns gehört und helfen will. Unddas sind Zehntausende, ja Hun-derttausende hier im Lande.

Alle Anfragen, Nachrichtenund Beiträge sind zu richten andie Adresse:" Relief for the Ger-man Victims of Nazism", 227 E.84th Street, New York 28, N. Y.

umseitig

29. Dez. 45

Frau Culver tritt für Hilfe

für deutsche Kinder ein

Frau

Die Redaktions- Sekretärin desKirchen- Komitees für Übersee-und Wiederaufbau,Elsie Thomas Culver, erklärte,daß die Kirche im gegenwärtigenDeutschland die einzige demo-kratische Einrichtung sei.Hilfe

Frau Culver kehrte jüngst vonreiner viermonatigen Studienreisee aus Europa zurück. Die Studien-Kirchentreise war im Auftrage der prote-hunternommen worden.stantischen

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Amerikas

Auf einer Pressekonferenz sagteFrau Culver:" Die deutsche Kir-che steht nicht außerhalb desVolkslebens. Wenn wir den Kir-chen für Verteilung in Deutsch­ land Lebensmittel und anderenotwendige Dinge geben können,würden wir das Beste für denAufbau eines künftigen Friedenstun."

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seinFriedenSie gab als ihre Überzeugungkund, daß die Vereinigten Staa­ ten die deutschen Kinder mitLebensmitteln versorgen sollten,weil eine unterernährte europäi­ sche Jugend" eine Gefahr fürkünftigenwürde."den