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2.

den 27.November 1945

Zusammengehen etwas zu erreichen. Wieviel notwendiger waere das hier beiden viel reicheren Moeglichkeiten in diesem Lande.Und wie gross istist unsere Gewissenspflicht.

Ich schicke Buch zwei unserer Rundbriefe.Das mittlere fehlt, ich habe keinsmehr.Es war aber auch nur so eine Art von Zwischenbescheid mit Bestaeti-gung fuer gezahlte Betraege.

Bis jetzt haben wir zweimal je 80 Pakete mit mit je 14 Pfund hochwertigenLebensmitteln nach Frankreich gehen lassen. Die zweite Sendung wurde leiderdurch Dockarbeiterstreiks empfindlich verzoegort.Zu diesen Sendungen kamen noch Einzelpakete nach Belgien und Holland . Jetzt geht eine te weitereSendung heraus.Es werden 100 Pakete a 17 Pfund sein, wovon ein gutes Teilin das franzoesisch besetzte Cebiet gehen wird, Genossen haben die Erlaub-nia zur Einfuhr erwirkt.-- Und ueber die Schweiz werden wir jetzt eine Sen-dung kleinerer Colis( 250) fuer Kinder gehen lassen.-- Auch amerikanischesozialistische Kreise machen Paketsendungen und bedienen sich dabei un-serer Adressen. Das alles haben wir in der Stille fertig gebracht.

Es wird mir der Vorwurf gemacht, dass ich mich ja auch nicht auf deranderen Seite gemeldet haette, als diese Sache gestartet wurde. Dagegen kannich mich nur mit Erfolg verteidigen, wenn der Gegenpartner sich Muehe gibt,die Situation von der psychologischen Seite zu verstehen. Das ist mir z.B.beiStampfer glaenzend vorbei gelungen.:

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Hier gab es eine Gruppe von Genossen- die- weil sie seit Beginn ihres Hier-seins guten Verdienst hatten- es sich zur Pflicht machten, davon regelmaesigetwas abzugeben. Das taten sie aus Solidaritaet fuer solche Genossen, denenes wegen Alter, Krankheit, Sprachschwierigkeiten usw 16K nicht moeglichwar, sich in diesem grossen, fremden/ trotz aller liebnsquerdiger Hilfabe-reitschaft mancher amerikanischer I Kreise) und harten Land zu" setteln".Ich kenne diese Cenossen garnicht alle, aber es waren durchausnicht alle ehemalige Sozialdemokraten, es waren SAP, ISK, vielleicht KPO Iter ks und andere Schattierungen.------ Von hier aus schickte men einige der Ge-nossen zum Workmen'scircle, Branch 424B," Solidaritaet".---- Ich hatte schonfrueher- als Chairman- in einer Versammlung gesagt, dass es jetzt Zeit soifuer eine Hilfsaktion fuer deutsche Genossen in Frankreich.Es war unsdoch nur zu bewusst, dass wir eine grosse Zahl auesserst gefaehrdeter Leutehatten zurueck lassen muessen, um deren Schicksal vir waehrend unsererSicherheit bangten.---- Die Augabe der oben erwaehnten Gruppe war hierziemlich geloesst, durch andere glueckliche Umstaende, die zu erzaehlen zuweit fuehren wuerde.Und die Genossen, die als Freunde zum Verhandeln zuuns kamen, boten uns ihre Hilfe dafuer an, So waren wir so gluecklich miteinem Stamm regelmaessiger Zahler beginnen zu koennen.Die grosse Organi-sation des Wokman's- Circle- die eine Licence fuer Sammlungen hat, gab unsihr schuetzendes Dech.Wir brauchten nur der Leitung unsere Absicht mit-zuteilen baten sie ausserdem noch uns den Kassierer zu stellen, was eben-falls geschah.So waren wir- was in USA sehr wichtig ist- den gesetzlichenSchwierigkeiten enthoben und konnten gleich mit der Arbeit beginnen.----- Dass ich aber nicht, wie mir jetzt vorgeworfen wird, mit" meinem" Vor-haben,( was ja garnicht das Meine ist, siehe oben) zur Socialdemocratic Fede-ration( Deutsche Sprachgruppe) oder zur German Labor Delegation gehen konnte,hatte vor allem seine Gruende in der Psychologischen Situation. Ich habemit den Genossen niemals politisch diskutiert.Aber mein Gefuehl sagte mir,dass hier auf dieser Seite und bei der Mentalitaet auf der anderen Seite--im Augenblick noch keine Bruecke zu schlagen ist.Sollte ich nun das Ver-trauen, das man in mich als Mensch( nicht als Sozialdemokrat) setzte, durchplumpes Vorgehen aufs Spiel setzen zum Schaden der bedraengten Leute inFrankreich ?