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macht, dass wir bei einer festen Abnahme von 1000 Colis der ersten Sor-te dieses dem IRRC zu Fr.18.50, das zweite zu Fr.27.50 abgeben. Wirstellen unseren Verteilungsstellen Ihre Auftragslisten zu sowie beson-dere Quittungen, so dass der Empfänger weiss, dass er das Colis vom IHRCerhält.
Schewa glaubt, dass sie im ersten Monat schon ca. 500- 600 Coli, spater mindestens 1000 pro Monat wird bestellen können.
Das wäre nun alles recht schön, aber mir scheint diese Abmachung itdem Feststellung Ihres Briefes im Widerspruch zu stehen, indem Si jadie von Ihnen gesammelten Mittel der" Cralog" abliefern müssen; s istmir dann nicht recht verständliche, wie das IRRC die immerhin beticht-lichen Mittel für ca. 1000 Pakete pro Monat aufbringen soll. Nun, wirwarten ab und sind einfach bereit, auf Ihren Wunsch hin dann die Vr-teilung vorzunahmen.
Zur Deutschlandhilfe noch ein Wort: Es ist sicher, dass in vielen le-bieten Not herrscht, ebenso sicher aber ist, dass es nicht überall oist, und dass auch hier die Deutschen das Geschäft der Propaganda gtverstehen, und darin von gewissen Reaktionären gut unterstützt werda.Ein guter Kenner der deutschen Verhältnisse, der schon mehrmals inDeutschland war, schreibt mir darüber:
" Was ich zu sehen bekam, bestärkt mich im Eindruck, dass wir uns dunhdie Hilferufe auch aus dem Sudetenland nicht ins Bockhorn jagen lassensollen. Es ist meine feste Ueberzeugung( ich habe darüber Informatio-nen) dass in Deutschland noch versteckte Reserven vorhanden sind. DieHerrschaften sollen zuerst damit herausrücken. Dass man unserem Volkdie Rationen verkürzt, weil sie draussen Geschrei erheben, dafür binich nicht zu haben( der Schreiber ist sehr aktiv in der Auslandhilfeund einKämpfer aus der Widerstandsteit). Man lasse die Germanen ruhigzappeln und von ihren versteckten Reserven leben. Man gebe aber auchden Besatzungsbehörden nicht so ohne weiteres Gehör. Die Herren solleneinmal gründlicher nachschauen, dann stossen sie bestimmt auf allerhandKalorien. etc....."
Natürlich geht das nicht unsere Leute an und nicht das Rheinland, aberfür weite Strecken gilt das, wie ich auch von verschiedenen zuverlässi-gen und nicht bornierten Deutschen Hassern weiss. Man muss also ausser-ordentlich vorsichtig vorgehen.
Ich lasse Ihnen noch besonders einige Jahresberichte zukommen; ich kannmich nicht erinnern, es schon getan zu haben.
Mit vielen herzlichen Grüssen bleibe ich Ihre
Herzliche Grips
bes on des anon
Schweizerisches Arbeiterhilfswerk
Regina Ragi –Fuchsman
Sve
we
von lose à. Germain