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Abschrift
and unter Sander- Londonzu finden.
Wilhelm Sander,
33 Fernside Ave.London N.W.727.Mai 1946
Schweizerisches Arbeiter- Hilfswerk
Zuerich 5,1.1mmatstr 25
Liebe Genossin Haegi Fuchsmann, fuer Ihren Brief vom 4.April 1946 habe ichIhnen noch herzlich zu danken.Wir haben, wie Sie vielleicht bereits erfahrenhaben, in der Zwischenzeit mit der Genissin Else Rosenfeld persoenliohanKontakt aufgenommen und haben sie auf unserer gemeinsamen KKH Maifeier mitunseren sudentendeutschen Genossen ein kurzes Referat halten lassen. Sie hatsich mit grossem Geschick und viel Sachkunde der Aufgabe gewidmet und wirhoffen auf ein weiteres engeres Zusammenarbeiten mit ihr,
In den naechsten Tagen wird Frau Charlotte Haber, die Ww des bekannten Nobel-preistraegers Professor Haber, in Privatangelegenheiten in der Schweiz seinund wird sich auch bei Ihnen vorstellen.frau haber ist eine fleissige undselbstlose Mitarbeiterin in unserer Deutschlandhilfe( sie kommt von der Be-kenntniskirche) und will auch fuer diese Hilfsarbeit in der Schweiz Erkundi-gungen einholen, Verbindungen knuepfen usw.Wir wuerden uns sehr freuen, wennSie ihr vertrauensvoll entgegenkommen und ihr jede Hilfe zuteil werden las-sen.-------- XXXXXXXXXXXXXXXXWWXHXXNXXX
Von Fritz Heine , den sie ja aus seiner selbstlosen und umfassenden Hilfs-arbeit aus Marseille konnen, erhielt ich vor einiger Zeit einen Brief, derallerdings hier eintraf, waehrend ich mich grade auf der Fahrt nach Deutsch land befand.In diesem Brief heisst es u, a." Heute hat Freund S.eine Anwei-sung von Colis Suise erhalten, sich drei Lebensmittelpakete von einerhiesigen Stelle abzuholen, die von Marie Juehacz in a New York ange-wiesen und offenbar mit je 20 Schweizer Franken bezahlt worden waren.--- Koenntest Du nicht die Freunde in der Schweiz und in Amerika bit-ten, dass auch fuer SPD - Spitzenfunktionaere, die von Morgen bis zumAbend in der Politischen unsd sozialen Arbeit stehen, solche Pakete ge-sandt werden? Unsere Leute Hier im Buro - es sind jetzt ueber 23 Per-sonen, muessen mit einer Intensitaet arbeiten, wie es wohl in ganz Deut schland in einem anderen Euro nich wieder geschieht.Sie brauchen dazubessere Ernaehrung.Sie haben ein wenig bessere Ernaehrung durch einenmarkenfreien Mittagstisch( was bedeutet, dass wir z.B.letzte Woche hin-tereinander Graupenauppe als Mittag hatten) Deshalb solltest Du einmalnach der Schweiz und USA schreiben, damit ColisSuisse KaraNXWEIEI auch fuer unsere Leute etwas tut.Schliesslich ist es doch eineGroteske: Ausser einem Paket fuer Kurt Schumacher ,( der schwer magen-krank ist, zehn Jahre lang in verschiedenen Z's war) dass Du gesandthast und einem Paket von Erwin Schoettle , hat er ueberhaupt noch keineLiebesgabe aus dem Ausland erhalten, von den anderen Kollegen und Kol-leginnen ganz zu schweigen.....
Liebe Genossin Kaegi, ich habe mich einige Tage lang in Hannover am Graupe-Suppen- Essen beteiligt und kenne den ungeheuben Arbeitsfleiss aller Genos-sinnen und Genossen und glaube auch, deren Lebensmittellage und wirtschqaft-liche Situation richtig einschsetzen zu koennen.Ich moechte Ihnen deshalbdie herzliche und dringende Bitte unterbreiten, Ihren Einfluss geltend zumachen, damit auch fuer unsere Parteigenossen in Hannover Hilfe zuteil wird.Ich werde an Fritz Heine schreiben und ihn bitten, mir eine genaue Namens-und Adressenliste zu senden, weil das vermutlich die Zuteilung von Paketenerleichtert. Ich werde einen Durchschlag dieses Schreibens an die Genossin