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9. Januar, 1945

Liebe Genossin Juchacz :

Wie ich Ihnen bereits telefonisch mitteilte, hat unserAusschuss nach laengerer Diskussion gestern zur Frage desgemeinsamen Aufrufs fuer das Schweizer Hilfswerk folgendenBeschluss gefasst:

Der Ausschuss nimmt mit Dank Kenntnis von denDemuehungen des Schweizer Hilfswerkes fuer Beutsch-land und beschliesst, einen entsprechenden Geldbe-

trag direkt an die Schweizer Genossen abgehen zu

lassen."

Vielleicht ist es fuer unsere weitere Unterhaltung zweck-dienlich, wenn ich Ihnen meinen persoenlichen Eindruck von derStimmung

gestrigen Sitzung wiedergebe. Die xiizung/ war stark beeinflusstvon der Tatsache, dass unsere Unterhaltung mit den vier Genossender" Solidarity" ohne greifbare* rage Resultate gebäieben warund dass von Eurer Seite keine positiven Vorschlaege fuer eingemeinsames organisatorisches Zusammengehen vorlagen. De meinVorschlag( die acht Genossen als einen gemeinsamen vorbereitenaeneAusschuss anzusehen und je einen von Euch x in unseren Ausschuss aufzunehmen und je einen von uns in Euren Ausschuss zudelegieren) von Euch nicht akzeptiert wurde, betrachtet unserAuschuss diesen Vorschlag als erledigt.

Genossin Eva Lewinski trat fuer die rationalste Form einerZusammenarbeit ein, naemlich fuer die Verschmelzung. Unser Ausschusshat viel Symapathie fier diese Loesung; er naeit ausserdem nunmenreine Entscheidung fuer wuenschenswert und erachtet es fuer zweck-maessig, wenn uns die" Solidarity nun Vorschlaege fuer eineVerschmelzung machen wollte. Fuer ein Zusammengehen von Fall zu