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Korrespondenz
Entstehung
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Jola

1. Die Aktivität des Soli- Ausschusses des WC ist seit längerer Zeit durcheine Reihe objektiver und subjektiver Umstände gehemmt. Eine wesentlicheUrsache dafür ist die Gründung der sozialdemokratischen Arbeiter- ohlfahrtdurch die sich spezielle die Genossin Juchacz tangiert fühlte.

2. Eindeutige Erklärungen wichtiger Komitee- Mitglieder zeigen, dass sieauf Grund ihrer Einschätzung der Situation in D und der Möglichkeiten inUSA unter allen Umständen für ein möglichst sofortiges Aufgehen in derAW plädieren.

3. Nach Meimung dieser Gen. ist das bisherige Aufgabengebiet des WC auchinsofern überholt, als die organisierte individuelle Betreuung von Gen.zu Gen. in D unzweckmässig ist, da die Gen. der AW in Zukunft über dieVerteilung der zu sendenden Pakete und Spenden entscheiden sollen.

4. Diese Gen. sind ferner der Meinung, dass davon ausgegangen werden kann,den betreffenden Gen. der AW in D im Voraus genügend Vertrauen zu schen-ken, dass sie in der Hilfsarbeit überparteiisch vorgehen.

5. Die Gen. Juchacz hat ausdrücklich erklärt, dass sie entschlossen ist,ihre Kraft in den Dienst der grösseren Organisation zu stellen.

6. Die Gen. sind auch der Meinung, dass das Verhalten des sozialdemokra-tischen Ausschusses im ersten konkreten Fall( Schw.Hilfswerk) und die Ab-lehnung der gemeinsam fizierten Vereinbarung den WC nicht veramlassensollte, vom Kurs auf rascheste Verschmelzung Abstand zu nehmen.

7. Aus der Tatsache, dass verschiedene Komitee- Mitglieder anderer Auffas-sung sind, z.B. dass

a) das Tätigkeitsgebiet des WC weiter aktuelle Bedeutung hat,

b) keine Gewähr für dne entsprechende Berücksichtigung der sich nicht zurSP zählenden sozialistischer Genossen und Gewerkschaftler garantiertzu sein scheint,

c) ein Zusammenwirken mit der AW sich auf fallweise Vereinbarungen undeinem funktionierenden Koordinierungs- Ausschuss beschränken muss underst organisch eine Vertrauensbasis entstehen kann,

d) die jetzt gemachten Erfahrungen Beweis für die Notwendigkeit einerselbständigen Organisation sind

sind eine Reihe von Differenzen im WC- Komitee entstanden und haben zu ei-nigen Konflikten geführt, die im Rahmen eines so kleinen Forums nicht ohnepersönliche Bitterkeit abgehen konnten.

8. Ihren deutlichen Ausdruck nach aussen fanden diese Meinungsverschie-denheiten in der gemeinsamen Sitzung mit dem sozialdemokratischen Aus-schuss, in welchem die WC- Delegierten gegeneinander polemisierten. DieseTatsache wurde auch in dem Antwortschreiben von Grätzsch weidlich ausge-nützt.

9. Einige Gen. des WC- Komitees empfanden z.B. die Haltung von Eva L. beidisen Verhandlungen als ausgesprochen illoyal, da ihre Vorschläge den Ver.such, auf Grund der gemeinsam fixierten Formulierung zur gemeinsamen Hilfarbeit zu kommen, durchkreuzten.

10. Während sich unsere Hilfsarbeit in der Vergangenheit von allen poli-tischen Streifragen ferngehalten und sich nur auf das Gebiet der Solida-rität beschränkt hat, ist jetzt bei einigen Freunden der Eindruck entstanden, dass die inzwischen erfolgten Organisationsveränderungen( Neugründungder SP in D unter Einbeziehung bisher aussenstehender Zwischengruppen,Eintritt der Londoner unabhängigen Gruppen in die SF etc) sich auch in deraugenblicklich ausgebrochenen Konflikt im WC widerspiegeln.