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Entstehung
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Frauenbewgung verfolgt und dabei nicht geneigt ist, nur inder Rolle des interessierten Zuschauers zu bleiben.

Unter dem Gesichtspunkt der Anbahnung internationaler Bezie-hungen war das Fernbleiben der Gewerkschaften und der SPD .CDU. und LDP. waren durch offizielle Delegationen vertreten)besonders bedauerlich. Auf längereicht könnte dieseAbstinenz die in Frankfurt / M. vertretenen Organisationenin eine Entwicklung hineindrängen, die ein Wiederaufleben des1933 aufgelösten rein bürgerlichen" Bundes deutscher Frauen-vereine" begünstigen und der bis dahin bestehenden Zusammen-arbeit aller demokratischegesinnten Frauen abträglich seinwürde.

Das unter Umständen mögliche Resultat, eine neue ausgesprochenbürgerliche Frauenbewegung im Westen und Süden Deutschlands mit Einschluss der kirchlichen erbände, würde in keiner Weisemehr den gesellschaftlichen Verhältnissen im heutigen Deutsch­ land entsprechen. Darüber hinaus würde eine soziologischeeinseitig orientierte Frauenbewegung besonders inopportun ineinem Augenblick erscheinen, wo alle freiheitlich und demo-kratisch gesinnten Frauen es als ihre Hauptarbeit betrachtensollten, einen Frieden zu mobilisieren, der auf der" arantieder Freiheit/ und der Würde der Persönlichkeit beruht.

Diese Aufgabe gilt ebenso sehr für die deutschen Frauen, wiefür die grossen internationalen demokratischen Frauenverbän-de, die sich auf dem Frauenkongress in Frankfurt / M. vertretenliessen und öffnet den Weg zu neuer fruchtbarer internatio-naler Zusammenarbeit. Die Zusammenfassung aller Kräfte zurErhaltung des riedens sollten den übergeordneten Rang habenvor Inangriffnahme parteipolitisch unterschiedlich gesehenerProbleme, deren Lösung schlisslich den rieden voraussetzt.