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Man kann danach sagen, dass die belgischen und wenigen deutschen Ge-nossen hier unter Beruecksichtigung der gegebenen Umstaende ihr Moeglich-stes zu einem Gelingen der Aktion beigetragen haben, wobei allerdings zubemerken ist, dass mit einem solchen Sammelerfolg fuer die zweite Aktionaus privaten Mitteln nicht mehr zu rechnen ist, da" der Rahm abgesoepft"ist.So sind wir froh, doch noch ueber einen Bestand von rund Frs 13,000zu verfuegen, d.h.in Waren ausgedrueckt, ueber 1 Tonnen.( Erbsen undMaccaroni von zusammen ca.Frs 12,000--) Frs.1000-- moechte ich unterallen Umstaenden jedoch zurueck behalten fuer die Erfuellung von Spe-zialwuenschen der Koelner AW wie z.B.Werkzeug, elektr.Draht, Lampen etc.,und insbesondere zur Einloesung von Kleiderpaketen, die der Londoner AW- Ausschuss aus Sammlungen zusammen gestellt hat und, mangels andererMoeglichkeiten, nach hier zur Weiterleitung durch uns an die KoelnerAW schicken wird.Denn was an Geldsammlung hier noch einkommen wird, istnicht abzuschaetzen und muss daher vorkauefig ausserhalb der Kalkulationbleiben.
Wir haetten natuerlich Ihre gespendeten$ 400-- ganz fuer die ersteAktion verwendet- und ohne Schwierigkeiten auch gut verwenden koennen, wennsienur 2-3 Tage frueher eingetroffen waeren. Ihre Befuerchtungen, dass derzusammengekommene Dollarbetrag fuer einmal in anbetracht der hiesigenRationierungslage vielleicht zu gross sei, sind gluecklicherweise nichtzutreffend, obwohl Ihre Ansicht grundsaetzlich natuerlich richtig ist.Aber wie immen.wenn man einem Problem ernstlich zuleibe rueckt, findetsich auch ein Ausweg- zumindest hier in Belgien , und so ist nun das Le-bensmittel- Beschaffungs- problem im groesseren Masse fuer uns keins mehr;alle Welt sammelt die dazu gehoerigen Marken, und die hier inzwischen mitder hiesigen Cooperative und anderen kleinen Firmen getroffenen Verein-barungen bieten in diesem Sinn guenstige Einkaufsmoeglichkeiten, fallswir eben die noetigen Mittel dazu haben. Wir koennen die Waren teils so-gar zu Einkaufs- finanziellen preisen oder zu Preisen nur wenig da-rueber bekommen.( Zur Verdeutlichung der Preislagen der verschiedenenWaren: 1 kg.Erbsen kostet hier zwischen Frs 5-- u.5.25; 1kg.Maccaroni13--, 1Paeckchen Trockenei a 140 gr.Frs 15--, 1 kg Trockenmilch 17--,1 kg.weisse Bohnen 17--. 1 kg Buechsengemuese zw. 11-- und 13--, alsokostet z. B. eine Tonne Erbsen Frs XX 5.250-- u.s.f.
Es ist wohl zu erwarten, dass in Anbetracht des Ernstes der Ernaehrungs-lage in D.die Grenzen fuer Paketsendungen etc.aus dem Ausland, d.h.vorallem Uebersee, nun frueher geoeffnet werden.Leider kommt es nun nichtmehr darauf an, dass Lebensmittelsendungen gestattet werden, sondern dasssie schnell erfolgen.In Bezug hierauf wird dies von dort aus aberWochen, ja Monate mehr daueren als dies von hier aus geschehen kann. Diedringendst gebrauchten Nahrungsmittel aber sind in D. in Anbetracht derdort fehlenden Gemuese, Kartoffeln und Mehlwaren( Brot): Huelsenfruechte,Nudeln, Buechsengemuese, Mehl und Trockenei,-was sich hier auftreiben laesstvor allem Erbsen.- Wuerden wir nun ueber die noetigen Geldmittel verfue-gen, koennten wir in entsprechendem XXXXX Umfange einkaufen, Die Trans-portmittel stehen uns dafuer jetzt- falls sich die Transportmengen lohnen,zu jeder Zeit zur Verfuegung. Die Lebensmittel koennen also auf schnell-stem Weg herueber gebracht werden und zur Verteilung gelangen.
Ich moechte Ihnen dies zu erwaegen geben, falls Sie an eine weitere KXBeteiligung finanzieller Art an der Hilsaktion fuer die Kinder und Ka-meraden in der Heimat von dort aus denken koennen.Es ist gewiss nichtnoetig zu betonen, was eine solche Hilfe bedeutet- auch mit unseren- im dGrossen gesehen- kleinen Hilfsmoeglichkeiten. Die Not ist inzwischen rie-sengross geworden, und, um nur eins, das Schlimmste, herauszugreifen; manbraucht sich nur die armen kleinen Kindergesichter mit den grossen,grossen Augen tief in den Hoehlen- wie wir sie hier auf fotos sehen-und von denen mein Mann aus eigner Anschauung berichtete- vorzustellen,um alles in den Kraeften stehende zur Linderung zu tun. Von mancher Seitewird geholfen, tun aber alle das Ihre, wird aus dem viel Wenigen ein Wie