Akte 
Korrespondenz
Entstehung
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Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands

Hauptvorstand

An den

Parteivorstand der

Sozialdemokratischen Partei

Deutschlands

Bonn

Friedrich Ebert Allee 170

den 30. 1. 1956

EING

31. JAN.

Erledigt:

Liebe Genossen!

Die Nachricht vom Tode unserer lieben Genossin Maria Juchacz haben wir mit tiefem Bedauern zur Kenntnis genommen. Zu die-sem schweren Verlust, der unsere Partei, die Arbeiter- Wohl-fahrt und damit die gesamte deutsche und internationale Ar-beiterbewegung betroffen hat, übermitteln wir unser herzlich-stes Beileid.

Mit Maria Juchacz ist die Vorkämpferin der sozialistischen Wohlfahrtsarbeit dahingegangen, die sich mit ihrer unermüd-lichen Arbeit unvergängliche Verdienste erworben hat. Seitfrühester Jugend war ihre Arbeit Dienst für Sozialismus undDemokratie. Selbstlos stellte sie sich in guten und bösen Ta-gen unserer gemeinsamen grossen Sache zur Verfügung. Sie leg-te den Grundstein zu der heute so bedeutenden Arbeiter- Wohl-fahrtsorganisation, und mit diesem Werk hat sie ein Denkmalgeschaffen, das immer mit ihrem Namen verbunden sein wird.Wir alle, die wir Maria Juchacz kannten, werden ihr gütigesWesen, ihre lautere Persönlichkeit nie vergessen. Wir sindgewiss, in ihrem Geiste zu handeln, wenn wir das von ihr be-gründete Werk ausbauen und damit die Arbeit in ihrem Sinnefortführen.

Frankfurt am Main

In Anteilnahme

Ham Falen

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