Luise Ebert1873-1955Am 18. Januar starb Luise Ebert. Die Tatsache,Lebens getährt indass sie die des ersten Reichspräsi-denten gewesen ist, gibt uns Veranlassung sie be=sonders zu würdigen. Aber auch ohne diesen Grundwurden wir ihrer gedenken, als einer der vielen
Frauen, die ein langes Leben hindurch aus Überzeu-hatganz und Treue zur Arbeiterbewegang gehörte undin allen Situationen zu ihr hielt.In dem internen Zirkeln der sozialistischen Frauenkritischerbewegung war es früher oft ein Gegenstand der Debattendass manche Frauen, deren Männer im Vordergrundder Arbeiterbewegung standen, nicht – oder nichteifrig genug – an dieser Bewegung teil-nahmen. Das geschak oft, ohne dass diekritiker bedachten, dass dieses Teilnehmen
aus einem inneren Bedürfnis kommen muss unddass die Beweggründe und Ziele einer"Bewegung" von ihren Trägern aus Überzen-gung bejaht werden müssen. Nicht jederunserer Genossen hatte eine Befallertindie im gleichen Schritt neben ihm herging.diesem Allem innerlich teilnahme was ihn be-wegte, innerlich teilnahme, auch nicht irresi ewurde, wenn die unvermeidlichen Zeitenwirtschaftlicher Not mit ihm teilen.musste. Eine Gefährtin, die mit ihm hinein-