Einzelbild herunterladen
 

gez. von Michaelis, Stadtkommandant für Spandau.

ondern auch für andere Beamte und für die Fabrikarbeiter. Johne Verzug zu melden, damit die nöthige Aufklärung bezw. Be- I troffen, daß er in die Redaktion nichts hineinzureden habe, ez Der Abg. Gröber wirft uns vor, daß wir für den Mittelstand strafung erfolgen kann. ist ihm auch nicht nachgewiesen, daß der hier in Frage stehende tein Interesse hätten. Wir sind nach unserer ehrlichsten Ueber­Aufruf mit seiner Kenntniß oder auf seine direkte Anordnung zeugung nicht des Glaubens, daß die Mittel, die das Zentrum in der Zeitung Aufnahme gefunden hat. Der Gerichtshof hat zur Hebung des Handwerkerstandes vorgeschlagen hat, demselben( Artillerie- Werkstatt.) ihn daher nicht als Mitthäter angesehen, wohl aber ihn der Bei­irgendwie nüßen können, vielmehr daß er dadurch vielfach ge Wir treiben feine nachträgliche Fastnachtsfopperei; der hilfe für schuldig erachtet. Werner ist der Begründer und Leiter schädigt wird. Und nicht blos den Handwerkern schaden fie, Erlaß ist echt. Seine Wirksamkeit erstreckt sich auf die der Partei der" Unabhängigen", ihm war es durchaus und deren Verlobte; ob für bekannt, daß der Sozialist" eine revolutionäre Tendenz hatte wickelung, die wir allerdings in feiner Weise aufhalten wollen. Die Dingen Unteroffen Bräute im gleichen Fall die und die ganze Bropaganda darauf hingeht, die öffentliche Ord­Daß wir für die unteren Boltsklassen mehr eintreten wie das felben oder ähnliche Bestimmungen gelten, wissen wir nicht. nung zu verlegen und zum Widerstande gegen die Staatsgewalt Bentrum, beweist unser Gintreten gegen die indirekten Steuern Wie in Zweifelsfällen die Konstatirung der Jungfraufchaft geübt aufzufordern. Jede Propaganda dieser Art hat dieses Biel , fo­und Zölle auf Lebensmittel. Diese Fragen intereffiren den Hand wird, ist uns ebenfalls unbekannt. bald sie sich nicht auf wissenschaftliche, theoretische Erörterungen werkerstand ebenso wie den Arbeiterstand. Ein großer Theil des Leider werden die heirathenden Soldaten sich dem Zwange beschränkt. Davon fann hier gar feine Rede fein. Indem der Partei feine Druderei vorbehaltlos zur Handwerkerstandes steht sich schlechter als ein gut bezahlter der tirchlichen Trauung unterziehen müssen und es mag daher Werner Arbeiter. Ueber derartige Anklagen können wir ruhig hinweg- bei den rückständigen Anschauungen, die meistens noch in höheren Verfügung stellte, war er sich voll bewußt, daß nur bei den Maffen Erfolg haben gehen. Draußen im Lande weiß man es besser.( Beifall bei den militärischen Kreisen maßgebend sind, in der Führungsliste, die diejenige Propaganda Er konnte die das theoretische Gebiet verläßt. Sozialdemokraten.) über Braut und Bräutigam etwa geführt wird, die Frage der tönne, deshalb eine fachliche, theoretische, vorbedachte Propaganda in Jungfrauschaft nicht ohne Bedeutung sein. Bei alledem hoffen wir, daß auch in der Soldatenehe die dem Blatte nicht erwarten, eine solche würde auch seinem am Traualtar fehlende Jungfrauschaft nicht allzu tragische Folgen eigenen Willen gar nicht entsprochen haben. Er wollte sich selbst baben wird. Bum Troste seien den nicht mehr jungfräulichen von jeder Verantwortlichkeit befreien, aber alle die umstürz Brautleuten die schönen Heine'schen Verse in einer kleinen Ab- lerischen Zwecke, denen das Blatt dient, alle die Kundgebungen weichung zum Glückwunsch dargebracht: der Aufreizung, welche beinahe jede Nummer des Blattes ent­hält, fördern. Aus diesen Gesichtspunkten heraus hat ihn der Gerichtshof der Beihilfe für schuldig erachtet. Da es sich hier um eine gefahrlose Aufreizung einer urtheilslosen, zu Grzessen geneigten Menge handelt, hat der Gerichtshof den Angeklagten Ellendt zu vier Monaten, Brandt und Werner su je sechs Monaten Gefängniß verurtheilt.

Abg. von Kardorff( R.-P.): Die Sozialdemokraten thun geradefo, als wenn sie das System der Dienstalterszulagen er funden hätten.( Sehr richtig! rechts.) Die Mehrausgaben dafür müßten auf irgend eine Weise beschafft werden, und daran hätten die Arbeiter auch mitzutragen, selbst wenn man eine Ver­mögenssteuer einführte.( Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) Wissen Sie denn nicht, daß bei Einführung der Vermögenssteuer in Frankreich Handel, Wandel und Verkehr darniederlagen, sodaß die Arbeiter geschädigt wurden. Die Einnahme der Post­verwaltung geben allerdings einen Ueberschuß, aber wenn diese nicht für die Deckung der Reichsausgaben verwendet werden, dann muß man dazu andere Steuern erfinden.

Auf eine Anfrage des Abg. Müller: Sagan erklärte der Kommiffarius Geh. Rath Wittkow, daß nicht blos nach einer älteren Statistit von 1891, sondern auch nach einer neueren die Beamten durch die Dienstaltersstufen geschädigt werden.

Abg. Gröber führte aus, daß die Sozialdemokraten alles gethan hätten, um den Mittelstand zu ruiniren, indem sie für Gewerbefreiheit eingetreten feien.

Und fehlt auch Schleier und Myrthenkranz, Die Ehe sei glücklich nicht minder. Es lebe Bräutigam und Braut Und ihre zukünftigen Kinder!

von einem Abonnenten erhalten.

"

Die Winkelfonfulenten. Für nur eine Mark erbietet sich ein Herr Pollack, Blumenftr. 19, in einer auch im Vorwärts" enthalten gewefen Anzeige zur Anfertigung von Klagen, Ein- leber einige Vorgänge aus dem Omladina Prozeß gaben und Reklamationen, sowie zur Ertheilung von Rath in bringt eine Wolff'sche Depesche vom 10. Februar folgende be Bivil- und Strafprozeß. Wie es mit der Billigkeit dieser Art zeichnende Mittheilungen: Im Omladina- Prozeß wurde hente Rechtsbeistände zum Theil aussieht, lehrt eine Buschrift, die wir Mittag das Beweisverfahren gefchloffen. Die in Haft befind­lichen Angeklagten weigerten fich, den Saal zu verlassen, ehe Eine mit mir verwandte Frau", so berichtet unser Gewährs- nicht das Verbot des Empfanges von Besuchen an Sonntagen mann, bedurfte des Rathes in einer Bivilprozeßfache und ging wieder aufgehoben werde. Troß der Aufforderung des Präsi­Abg. Hammacher( natl.) stellt fest, daß die erste Anregung zu Bollack in der Annahme, daß nach dessen Annonce im denten blieben die Angeklagten auf den Plägen. Als sie später zum System der Dienstalterszulagen von ihm ausgegangen ist. Vorwärts" fie der Rath nur 1 M. fosten würde, also jeden sich zurückzogen, veranlaßten sie Tumulte in den Korridoren, so Abg. Bebel: Keinem von uns ist es eingefallen zu befalls billiger sein werde, als bei einem Rechtsanwalt. Nach daß die bewaffnete Gefängnißwache die Ruhe herstellen mußte. haupten, daß die Einführung der Dienstalterszulagen für die beendeter Konsultation, die nebenbei gesagt noch nicht einmal Den Bertheidigern, welche sich zum Präsidenten des Straf­Postbeamten von uns angeregt sei. Auf die beplacirte Aeußerung 1/4 Stunde dauerte, verlangte Pollak für den ertheilten Rath gerichts begaben, wurde bedeutet, daß die Besuche an Sonn­des Herrn Gröber will ich nicht näher eingehen, zumal der 3 M. Auf den Vorhalt der Frau, daß sie nach der Aunonze er- tagen nicht mehr gestattet werden, weil Mißbräuche stattgefunden Präsident sie gerügt hat. Ich bebe gegenüber dem Regierungs- warten mußte, es werde der Rath nur 1 M. tosten, erwiderte hätten. fommissar nur hervor, daß von feiner Seite im Hause beabsichtigt ihr Bollat, daß sie in dieser Sache verschiedene Fragen an ihn wird, daß bei den Dienstaltersstufen eine Schädigung für die gerichtet habe und daß die Beantwortung jeder Frage 1 M. Pofibeamten heraustomne, auch nicht von unserer Seite. Im fojte. Es fann feinem Zweifel unterliegen, daß die Fassung Gegentheil, den Unterbeamten soll nicht ein Pfennig ihres Ge- des Inserates darauf berechnet ist, Leute, die in Rechtssachen halts genommen werden. eines Bescheides bedürfen, anzuloden, um felben dann unter Hierauf wird der Titel genehmigt und die Resolution ein- allerlei Fluntereien um Beträge zu bringen, die bedeutend zu stimmig angenommen. Die übrigen Ausgaben für die Zentralverivaltung werden nennen sind, wenn man die wohl meistens gedrückte Lage der ebenfalls bewilligt und um 3/45 Uhr die Fortsetzung der Be- jenigen Leute in Betracht zieht, aus denen sich der Kundenkreis rathung auf Montag 1 Uhr vertagt.

Tokales.

Achtung, zweiter Wahlkreis! Wegen der am Dienstag, den 13. d. Wis., stattfindenden Parteiversammlung fällt die für diesen Tag angekündigte Bersaminlung des Wahlvereins aus.

Der Vorstand.

Der Feldzug gegen die Obdachlosen wird munter fort gefekt. In dem neuesten antisemitischen Moniteur lobert der Fugrimm eines Philisters auf, weil in den Blättern über eine Unmenge" von Gaben für Besucher der Wärmehalle quittirt

wird.

Es ist selbstverständlich, daß wir, nachdem uns von dem Ge­schäftsgebahren des Herrn Pollak Kenntniß gegeben, diesem Herrn den Juferatentheil unseres Blattes verschlossen haben. Bei dieser Gelegenheit wiederholen wir den schon oft ge­gebenen Rath, sich in Rechtssachen lieber an einen Rechtsanwalt zu wenden, als an einen Winkeladvokaten, dessen vielfach recht zweifelhafter Beisland gewöhnlich noch theurer tommt, als der eines wirklichen Juristen.

15 000 M.

d

Versammlungen.

und

Der Mit­

Die Arbeiter der chirurgischen Branche waren am 8. d. Mts. bei Seefeldt versammelt, um über die bei der Firma Schmidt, Ziegelstraße 3, entstandenen Differenzen zu be­rathen. Durch die rigorose Behandlung von seiten des Herrn Schmidt und weil ihnen außerdem für den Neujahrstag der Wochenlohn um zehn Stunden gekürzt wurde, fahen sich vier Bandagisten veranlaßt, die Arbeit niederzulegen. inhaber der Firma, Herr Baruch, welcher in der Versammlung anwesend war, hatte nachträglich gegenüber zwei Kollegen, welche dieserhalb mit ihm Rücksprache genommen, sich verpflichtet, zwei dieser Entlassenen wieder aufzunehmen; bezüglich der beiden anderen, von denen einer ein fiebzigjähriger Mann und feit zwanzig Jahren dort beschäftigt ist, war keine Eini­In der sehr ausführlichen Debatte, an der sich Eine nette Pflanze. Großes Auffehen erregt unter feines gung erzielt.- gleichen das Verschwinden des Hauseigenthümers und Sports Herr Baruch zu wiederholten Malen betheiligte, wurde festgestellt, man Paasche. P., der in der Oberbergerstraße ein Haus und daß die genannte Werkstatt seit Langem in schlechtem Rufe die Arbeiter berechtigt waren, auf Grund einzustellen. Da der Vorkommnisse die Arbeit bei Müggelsheim ein werthvolles Grundstück besaß, hat sich vor steht Vertreter der Firma sich zu feiner bindenden Er furzem seines Grundbesitzes und seiner Sportsyacht entäußert der und ist in der vergangenen Woche mit Hinterlassung einer be­Wenn diefe mildthätigen Personen, so schreibt der satte deutenden Schuldenlast plöglich aus Berlin verschwunden. Seine flärung herbeiließ, wurde einstimmig die Sperre beschlossen. Philifter, fich nur einmal davon überzeugen möchten, welch Frau und eine zwanzigjährige Tochter, welche beide fräntlich Interessant war die Mittheilung eines Redners, daß an Stelle arbeitsscheues Gesindel die Wärmehalle am Alexanderplatz be- find, hat er hier in dürftigen Verhältniffen zurückgelaffen, fich der Ausgesperrten sich noch Niemand gefunden hat, als ein völfert, so glaube ich, würden die Gaken lange nicht so reichlich Rellnerin mitgenommen. Man ninunt an, daß P. sich nach engagirt wurde; aber selbst dieser hat sich, nachdem ihm Auf­dagegen zur Gesellschafterin eine nicht im besten Ruf stehende junger Mann, der mit fünfzehn Mark Wochenlohn fließen. Ich bin überzeugt, daß unter den taufenden von Be­fuchern der Wärmehalle nicht ein einziger sich befindet, der, Amerifa begeben habe, wo er sich früher schon mehrere Jahre flärung gegeben war, mit feinen Kollegen solidarisch erklärt. fuchern der Wärmehalle nicht ein einziger sich befindet, der, aufgehalten hat. Man schäßt in seinen Bekanntenkreisen die Es ist Sorge getragen, daß die Nachricht von der Sperre weiteste wenn ihm Arbeit angeboten, dieselbe annehmen würde." Als Beweis" führt der Satte an, daß ein Geschäftsmann Summe, die er mit hinübergenommen hat, auf etwa 12. bis Verbreitung erlangt, ebenso werden die Gemaßregelten aus­reichende Unterstüßung erhalten. Die nächste öffentliche Ver­in der Wärmehalle Arbeiter zum Entladen von Eisenbahnwagen sammlung wird sich mit der Stellungnahme zum 1. Mai be gesucht, aber leine Leute gefunden haben soll, die für zwei Mart Ein Kampf mit Zuhältern. Mit der blanken Waffe" faffen. pro Tag zu arbeiten bereit waren. Der Satte folgert aus diesem mußte sich Donnerstag Abend gegen 8 Uhr ein Schuhmann an Im Verein der Bureau- Angestellten und verwandten angeblichen Vorkommniß natürlich, daß ein richtiger arbeitsloser der Ecke der Linien- und Koblautstraße gegen Zuhälter verthei Arbeiter überhaupt noch nicht in der Wärmehalle gefunden digen. Um diese Zeit passirten zwei Beamte der Reichsbank mit Berufsgenoffen hielt am 6. Februar Kollege Scheib einen worden sei, sondern nur wohnungslose, arbeitsscheue, vollständig ihren Frauen die Linienstraße an jener Stelle, als zwei Louis Vortrag über: Die Schule". An der Diskussion über den Vor­verkommene Gefellen", welche, da sie wissen, daß sie in Berlin des Scheunenviertels " plößlich herantraten und die einige Schritt trag beteiligten sich die Kollegen Kunkel und Walter. Dem­gehegt und gepflegt werden, erst einige Tage vorher zu- vorausgehenden Damen ohne weiteres ins Gesicht schlugen; die nächst erstattete Kollege Schulz Bericht über die vorgenommene so Rassenrevision. Dem Ersuchen desselben, dem Kassirer Decharge gereist waren. Diefelben führen, fo berichtet der Satte weiter, Rowdies gingen alsdann den beiden Beamten, die vor Schreck und zu ertheilen, wurde durch Erheben von den Plätzen stattgegeben. nicht selten sozialdemokratische Schriften bei sich. Auf dem Titel Wuth über die unererhörte Frechheit kein Wort hervorbringen Ein Antrag des Kollegen Runtel, eine Deputation zur Ueber­blatt des Taschenbuches eines dieser- Aermisten der Armen fonnten, zu Leibe, und als auf die Hilferufe der letteren ein bringung des Kranzes am 18. März auf den Friedhof der habe gestanden: Mein Wahlspruch ist: Gut leben- wenig thun. Schuhmann hinzukam, griffen die Zuhälter auch diesen an und Märzgefallenen zu wählen wurde angenommen. Die Mitglieder­Selbstrebend lautet die Nukanwendung bei dem Satten: Es ist packten ihn an der Brust, um den Beamten zu Boden zu werfen. Versammlungen des Vereins finden jekt jeden Dienstag nach die höchste Zeit, daß dieser falschen Menschlichkeit endlich einmal Erst als Bublifum hinzufam, ergriff der eine Strolch die Flucht, dem 1. und 15. des Monats in der Lothringerstraße 63 bei Einhalt geboten werde, sonst finden sich noch sämmtliche Strolche während der zweite wie ein Rafender gegen den Schuhmann Golisch statt. aus Deutschland hier zusammen. weiter fämpfte. Der Beamte zog schließlich blant und machte Die Angaben, die der Satte in seinem neuen, antisemi­tischen Leibblatt macht, sind natürlich nicht zu kontrolliren. Aber angenommen, es stimmte, was er von den Obdachlosen berichtet, so verdiente ihre ablehnende Stellung zu dem Angebot von 2 M. Tagelohn für eine schwere Arbeit wahrlich den Dank und die Polizeibericht. Am 9. d. Mt. tödtete sich ein Arbeiter in Achtung aller ehrliebenden Arbeiter. Für zwei Mark pro Tag Menschen ist es unmöglich, sich dafür in Berlin auch nur einiger- ein Mädchen in seiner Wohnung, in der Luisenstraße, durch mag man irgendwo einen Hund in Koft geben können, aber einem feiner Wohnung, in der Schönhauser Allee , durch Erhängen, und Gift. Im Laufe des Tages fanten fünf Feuer statt, darunter maßen erträglich zu ernähren. Die Sache wird daher wohl so liegen, daß dem edlen Menschenfreund um recht billige Arbeits in der Lynarstraße 2 ein Dachstuhlbrand. fräfte zu thun war, die feinen Konkurrenten aus dem Sattel heben und daher in letter Linie die Löhne der in Arbeit befindlichen Leute noch mehr als bisher drücken sollten. Soviel Slaffenbewußtsein ift auch noch bei den meisten Obdachlosen vorhanden, daß sie nicht an

-

-

Gerichts- Beitung.

verliest

nun den Rowdy durch mehrere Hiebe lampfunfähig. Der Lettere Eine öffentliche Versammlung der Bureauangestellten erlitt dadurch erhebliche Verlegungen an der rechten Hand und tagte am 7. d. Mts. bei Stein, Rosenthalerstr. 88. Bureau­erhielt deshalb auf der zuständigen Polizeiwache, wohin er nach Arbeiter Schult hielt den einleitenden Vortrag über die bei der jeiner Ueberwältigung geschafft wurde, Nothverband. Reichsregierung unternommenen Schritte zur Hegelung der Arbeitsverhältnisse der Bureau- Angestellten und über die am Konferenz. Redner giebt eine eingehende Schilderung der sozial­politischen Verhältnisse und kommt sodann auf den Werth zu 9. Januar mit dem Unterstaatssekretär von Rottenburg gehabte sprechen, den die Untersuchungen der Kommission für Arbeiter statistik für die Erkenntniß der Uebelstände in den einzelnen Be rufen haben. Auch die Bureau- Angestellten haben sich veranlaßt gesehen, an die Kommission das Ersuchen zu stellen, über die Lage dieser Berufstategorie eine Untersuchung einzuleiten. Dieses Gesuch war insofern von Erfolg begleitet, als von der Freien denen freveln, die bisher noch nicht auf das Straßenpflaster Das Urtheil im Anarchistenprozek. In dem vor einigen Bereinigung" eine Deputation mit dem Unterstaatssekretär von geworfen worden und dem namenlosen Elend überantwortet sind. Tagen vor der zweiten Straftammer verhandelten Anarchisten- Rottenburg in einer längeren Ronferenz die Verhältnisse der eingehend besprochen wurden. leber Das fehlte auch noch gerade, daß die Aermsten der Armen sich prozeß gegen den verantwortlichen Rebatteur des Sozialist" Bureau- Angestellten auch noch schimpflich entehren follten. Sind die Obdachlosen Glenbt, ben Metallarbeiter Brandt und den Drucker und den Verlauf der Konferenz ist im Vorwärts" feiner ausführlich berichtet worden. Nunmehr auch leider wehrlos jedem öden Geschimpfe irgend eines vielleicht Berleger des Sozialist" Wilhelm Werner wurde gestern ein Beit am Zuchthause vorbeigestreiften Spekulanten preisgegeben, so von der in der vorigen Versamlung eingefeßten Rom find wir doch noch nicht so weit gelommen, daß sie sich des sehr merkwürdiges Urtheil gefällt.( Siehe unfere Notiz in der Redner ein Antwortschreiben auf eine Beschwerde, die Politischen Uebersicht.) Der Staatsanwalt Dr. Benedir hatte einzigen, was sie vielleicht noch haben, ihres ehrlichen Namens, zum zweiten Male in einem derartigen Prozesse auch gegen den mission an den Justisminister und den Kammergerichts­Die Herren müssen es ab­entäußern und zu schimpflicher Lohnbrückerei und Streitbrecherei Drucker Werner eine hohe Strafe beantragt, weil er der Meinung Präsidenten gerichtet war. ſo Iautete die Antwort auf eine Ab= fich erniedrigen müßten. war, daß er die Seele des ganzen anarchistischen Getriebes, lehnen welches im Sozialist" in die Erscheinung tritt, ist und deshalb ftellung der angeregten Uebelſtände hinzuwirken. Man solle als Mitthäter betrachtet werden muß. In dem jetzt zur Anklage einzelne Fälle, in denen sich die Gerichtsvollzieher oder stehenden Falle handelte es sich bekanntlich um einen im Sozialist, Rechtsanwälte Ausschreitungen" ihren Arbeitern gegenüber zu Organ aller Revolutionäre " in der Nummer vom 28. Oftober Schulden kommen ließen, zur Anmeldung bringen, es wird dann veröffentlichten Aufruf an alle revolutionären Metallarbeiter". nicht abgelehnt werden, darauf einzugehen. Redner fordert zum Verfasser des Aufrufs war der Angeklagte Brandt. Die Ver- Schluß zur Organisation auf, durch die allein eine Abänderung handlung selbst war unter Ausschluß der Deffentlichkeit geführt wor- zu erwarten steht.( Beifall!) Als der Vorsitzende hierauf die Bersammlung auf 5 Minuten den. In dem gestern verkündeten Erkenntniß wird folgendes aus Das firchliche Aufgebot muß von dem Bräutigam persönlich geführt: Das Blatt der Sozialist" ist auf Anregung Werner's vertagt, wird aus der Versammlung lebhaft dagegen protestirt beim Garnisonpfarrer bestellt werden. Macht der Bräutigam gegründet worden, als sich die Gruppe der sogenannten Unab und eine Diskussion gewünscht. Es tommt infolge deffen zu dabei unwahre Angaben bezüglich der Jungfrauschaft hängigen" von der sozialdemokratischen Partei losgelöst hatte. einigen unerquicklichen Szenen. Zum Schluß der Versammlung der Braut, so wird er nachträglich seinem Borgesetzten wegen Das Blatt verfolgt den Zweck, die Bevölkerungstlaffen gegen wurde eine Agitations Rommission bestehend aus 9 Personen dienstlicher Lüge gemeldet. einander zu verheßen und auf Aufhebung der Staatsgewalt gewählt. Eine Braut, die nicht mehr Jungfrau ist, darf nicht und Umsturz der bestehenden Gesellschaftsordnung hinzuarbeiten. im Myrthenkranz und Schleier zur Trauung tommen. Der Zu diesem ihm vollständig bekannten und von ihm durch-( Gartenfaal), Unterhaltungsabend mit Tanz und Vorträgen. Garnisonpfarrer würde sie in diesem nur einer Jungfrau aus gebilligten Zweck hat Werner seine Druckerei zur zukommenden Schmuck nicht trauen. Die Braut Berfügung gestellt. Er erhält für den Druck von leute haben darauf zu sehen, daß die Trauung pünktlich zur einer Breßkommission Entschädigung. Die Redakteure" faft durchweg Arbeiter, nur einer festgesetzten Stunde stattfinden tann. Es ist dem Garnisonpfarrer des Blattes find nicht zuzumuthen, daß er in der Kirche eine halbe Stunde, wo- hat sich Schriftsteller genannt. Die Redakteure haben im Laufe eines einzigen Jahres sieben Mal gewechselt. Werner hat nach: möglich darüber, vergebens wartet. weislich ein schriftliches Abkommen mit der Preßkommission ges

Also nochmals, alle Achtung vor den Männern, die trotz des äußersten Elends nicht zu Lohnbrückern geworden sind. Der Militarismus als Schutzgeist der Jungfräulichkeit giebt sich ber staunenden Welt folgendermaßen zu erkennen: Journ.- Nr. 2368. 94. Kommandantur Spandau 2./2. 94.

Journ.- Nr. 888. U. R.

Tem Garnisonpfarrer ist zur Pflicht gemacht, jeden Berstoß

Gesellschaft Here. Sonntag, den 11. Februar, bet A. Keller, Bergfir. es Berliner Naturheilverein 2, Weften. Am Sonntag, den 11. Februar, abends 7% Uhr, im Beiziger Garten, Leipzigerftr. 132, Bortrag des Herrn Bartsch über: Das Herz und feine Thätigkeit in Bestehung zu seinen Gr tranfungen und zum Blute; erläutert durch Wandbilder. Hierauf geselliges Betsammensein. Vergnügungsverein Heitere Gesellschaft. Gonntag, uhr, bei Ballar, Raupachitr. 6, Fidelitas. Sigung Theaterverein Unikum. Sonntag, den 11. Februar, Abends 5 Uhr, 68, part. eg, mit Damen, Uhr, Fidelitas. Borträge, Lang, bei Dahms, Grüner