not
über die Fortführung der Verhandlung ermöglichen wollen, so fönnen Sie weitersprechen.
R.-A. Dr. Rosenfeld: Wir glauben, im Interesse der Angeklagten, im Interesse der Bekämpfung der Soldatenmißhandlungen und der uneingeschränkten öffentlichen Kritik am deutschen Militarismus liegt es, daß wir nicht die Hand dazu bieten, daß diese Verhandlung vor dem Kriegsgericht zu Ende geführt wird. Ich möchte daher eine definitive Erflärung darüber, ob wir unsere inzwischen auf 1013
handlungen in einem Verfahren abzuurteilen, an dem die Angeklagte nicht beteiligt ist, gegen das sie das tiefste Mißtrauen hat und dessen unzulänglichfeit und Parteilichkeit gegen die mißhandelten Soldaten nachzuweisen gerade die wesentlichste Aufgabe der Angeklagten in diesem Prozeß ist. Während gerade die friegsgerichtliche Behandlung der Mißhandlungen hier vor einem Zivilgericht von der Angeklagten beleuchtet werden sollte, läuft das Vorhaben des Kriegsministers auf das Gegenteil hinaus, daß nämlich dlie Zeugen, die in einem zibilgerichtlichen Verfahren über die Mißhandlungen aussagen angewachsene Anzahl der Zeugen weiter dem Gericht nennen, sollen, vor Kriegsgerichten zur Verantwortung davon abhängig machen, welche Behandlung gezogen werden. Zu einer solchen Unterstellung die bisher von uns namhaft gemachten Zeugen der Zivilgerichte unter die Kriegsgerichte bor den Kriegsgerichten erfahren werden. die Hand zu bieten, halten wir uns erstens im Inter - Der Vorsitzende erklärt hierauf die Verhandlung für geesse der Angeklagten... schlossen.
Borsisender: Eine derartige Stritit kann ich nicht zulassen, fie ift garnicht am Blaze, außerdem haben wir bereits Vertagung beschlossen. Es liegt in Ihrer Hand, die Verhandlung zu beschleunigen, ich fann nicht zulassen, daß noch weitere Erörterungen stattfinden.( Mehrere Bersuche des Verteidigers fortzufahren, werden vom Vorsitzenden. nicht geduldet.) Ich glaubte, Sie wollten mitteilen, in welcher Art Sie Ihr weiteres Beweismaterial vorbringen mollen und deshalb habe ich Ihnen das Wort gestattet, aber nicht zu weiteren Erklärungen.
Rechtsanwalt Dr. Rosenfeld: Das wollte ich ja nur und was ich bisher sagte, ist nur die Begründung dazu, ich bin übrigens gleich fertig.
Vorsitzender: Wenn Sie mitteilen wollen, wie Sie dem Gericht durch die Unterbreitung des Beweismaterials eine Beschlußfassung
Der Verhandlung wohnte seit Beginn des Prozesses als Vertreter des Preußischen Kriegsministeriums der Geheime Kriegstat Mörler bei, der auch bei den Verhandlungen gegen die Erfurter Reservisten anwesend war.
Jugendbewegung.
Ein Unternehmer, der nichts für die Jugendpflege" übrig hat. Die Kölnische Zeitung " regt fich darüber auf, daß ein Kaufmann folgendes Inserat veröffentlicht: „ Lehrling für das Kontor eines hiesigen Fabrifgeschäftes gesucht. Besondere Vorbildung ist nicht erforderlich; doch darf derfelbe nicht Fuß
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ballspieler sein, auch nicht der Jugendwehr oder dem Trommler forps der Fortbildungsschule angehören."
Der Mann hat vielleicht schlimme Erfahrungen mit den jungen Leuten gemacht, die von der nationalen Jugendpflege erzogen wurden. Die Kölnische Zeitung " ist ihm deshalb so gram, daß fie sogar berlangt, ehrherren, die ihre Lehrlinge an der körperlichen Entwicklung hindern, soll= ten überhaupt feine Lehrlinge halten dürfen. wir glauben, dieses Verbot würde mehr Behrherren treffen als
das kapitalistische Blatt ahnt, denn die Zahl der Unternehmer ist groß, die ihre Lehrlinge durch übermäßige Arbeitszeit in ungefunden Daran Räumen an der körperlichen Entwicklung hindern. denken freilich bürgerliche Blätter nicht. Und auch dagegen haben sie nichts einzuwenden, daß Meister den Lehrlingen die Teilnahme an den Veranstaltungen der freien Jugendbewegung verbieten. Nur das Fernhalten von der nationalen Jugendpflege ist ein unfinnia ges Verlangen."
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Arbeiter Jugend. Die soeben erschienene Nr. 14 des 6. Jahrs gangs hat u. a. folgenden Inhalt: Jeder seines Glüdes Schmied? Das Sympathiemittel. Ein Stücklein aus dem Arbeiterleben. Bon Friz Sänger.( Schluß.) Etwas über die Arbeitskraft. Von Rudolf Biffell. Merkblatt Nr. 1 über den Arbeiterschutz. Von E. Kirschbaum.. Von den Nieren.( Mit Abbildungen.) Von A. Lipschüß. Die Berliner Jugendbewegung. Von R. Weimann. Aus der Jugendbewegung. Die Gegner an der Arbeit. Vom Kriegsschauplatz. Des Lehrlings Leidenschronik uſw. Philosophie: Ethit.( Schluß.) Von Karl Schröder . Beilage: Frige, die Geschichte einer Jugend.( Fortsetzung.)- Gib mir die Hand. Gedicht von May Barthel. Die Letzten ihres Geschlechts. Bon Kurt Biging.( Mit Abbildungen.) Abhärtung. Von Karl Kautsty jr. Schlechtes Wetter. Gedicht. Der Polizeihund. Erzählung von Fr. Boutet. Spielplatz der Dresdener Arbeiterjugend. ( Bild.)
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