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Br. 194. 31. Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt.

Parteiangelegenheiten.

Zur Lokalliste.

In Tempelhof ist das Lokal Tempelhofer Tivoli", Jnh. A. Hoff­mann, Berliner Str. 97, von der Lokalliste zu streichen und für die organisierte Arbeiterschaft als gesperrt zu betrachten. Die Lokalfommission.

Sechster Wahlkreis.

Am Mittwoch, den 22. Juli, abends 8 Uhr, finden die Ver­sammlungen unserer jugendlichen Mitglieder von 18 bis 21 Jahren in folgenden vier Lokalen statt: Strad, Schönhauser Allee 134, Kaczerowski, Ravenestraße 6, Franke, Badstraße 19 und Schröder, Stromstraße 36. Wir ersuchen die Bezirksführer, unsere jugendlichen Mitglieder ganz besonders auf diese Versammlungen aufmerksam zu machen

und einzuladen.

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Freiwillige Arbeit.

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Sonntag, 19. Juli 1914.

Todessturz zweier Bauarbeiter.

Eine Liebestragödie, der zwei junge Menschenleben zum Opfer

Es war an einem Julifonntage, frühmorgens und doch schon Ein verhängnisvoller Unglücksfall hat sich in der Sophie- Char­drückend heiß. Das Thermometer zeigte beinahe 30 Grad. Ich lotte- Straße in Charlottenburg ereignet, to gegenwärtig ein Neu­hatte einen Spaziergang nach einem südlichen Berliner Vorort ge- bau für das Säuglingsheim errichtet wird. Bei dem Bau waren Die dort errichtete Arbeiter- Villenkolonie" einer Bau- auch die Arbeiter Paul Büttner aus der Wallstr. 84 und Karl macht. Schreiber aus der Nehringstraße als Steinträger beschäftigt. Als genossenschaft wollte ich mir einmal näher ansehen. Die schon fertiggestellten einfach- schmucken Häuser gefielen mir die beiden mit einer Last Steine eine an dem Baugerüst hinauf­sehr gut und noch besser die hübschen fleinen Gärten, mein Junge führende Leiter erstiegen, brachen plötzlich in der Höhe des zweiten aber war entzückt von dem großen Spielplatz, den er schon von Stockwerkes unter ihren Füßen die Stiegen und beide Arbeiter Bierter Wahlkreis. Die Genoffinnen der 40. Abteilung verweitem entdeckt hatte. Ich mußte also hin. Da waren alle mög- stürzten mit der schweren Last rückwärts in die Tiefe. Sie schlugen anstalten am Montag einen Ausflug nach Sadowa, Restaurant lichen Spielgeräte für kleine und große Kinder. An einer Stelle mit den Köpfen auf Steinhaufen und erlitten außer Schädel­Waldschänke. Treffpunkt: Bahnhof Landsberger Allee 12 Uhr. Gajie willkommen! des Spielplages arbeiteten im Schweiße ihres Angesichts eine Anzahl brüchen schwere innere Verlegungen und Arm- und Beinbrüche. Beide Männer mit Spaten, Karre und anderem Handwerkszeug und starben nach wenigen Minuten, ehe ein hinzugerufener Arzt zur machten Erdarbeiten. Während mein Junge die Turngeräte auf Stelle sein konnte. Die Leichen wurden polizeilich beschlagnahmt ihre Brauchbarkeit und Dauerhaftigkeit untersuchte( er ist Kenner solcher und nach dem Schauhause gebracht. Die Verunglückten waren ver­Sachen), trat ich etwas näher an die Arbeitsstätte heran. Man heiratet und hinterlassen vier und sechs unmündige Kinder. erzählte mir, daß eine Planschwiese für die Kinder der Baugenoffen eingerichtet werden solle und da die Genossenschaft Eine Liebestragödie. augenblidlich nicht über allzuviel flüssiges Geld verfügt, so hatten sich die Baugenossen entschlossen, sich selber dabei zu machen und fielen, hat sich in der Innsbruder Straße 3 in Schöneberg ab­die den Kindern ersehnte Planschgelegenheit fertigzustellen. Schon gespielt. Dort erschoß ein Fräulein Elisabeth Pokorny den Die 2. Abteilung veranstaltet am Dienstag den 21. Juli eine am Abend vorher hatten sie bis tief in die Nacht hinein gearbeitet 26 jährigen Redakteur Ernst Wundermann und tötete sich selbst. Dampferpartie nach Voigts Krampenburg. Abfahrt morgens und Sonntags früh um 5 Uhr waren die ersten schon wieder zur Wir erfahren darüber folgendes: Der 26 jährige Redakteur 128 Uhr vom Brandenburger Ufer. Stelle. Ernst Wundermann, der an dem im Verlage seines Vaters er Ob denn alle die fleißigen Leute Erd- oder Bauarbeiter wären, scheinenden Deutschen Familienblatt" tätig war, unterhielt feit Lichtenberg . Dienstag, den 21. Juli, abends 8 Uhr, Generalversammlung im Schwarzen Adler, Frankfurter fragte ich. Nur einer, hieß es, alle anderen gehören zu den Buch- geraumer Zeit mit der 26 jährigen Elisabeth Pokorny aus der Chauffee. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zum Parteitag. Referent: druckern, Lithographen und ähnlichen schweren" Berufen. Und Holsteinischen Straße 58 in Wilmersdorf ein Liebesverhältnis, Reichstagsabgeordneter Artur Stadthagen. 2. Diskussion. trotzdem diesen Fleiß! Allen ohne Ausnahme rann der Schweiß das vor kurzem auf Drängen des Mädchens zur Verlobung - 3. Aufstellung der Kandidaten. - 4. Anträge. fast in Strömen vom Körper. Nur mit Hemd und Hose bekleidet geführt hatte. Die Angehörigen des Wundermann waren Tegel . Die Mitgliederversammlung findet am Dienstag, den wurde gearbeitet. Es sah fast aus wie in einem Hochofenwert, mit der Verlobung nicht recht einverstanden und auch der Redakteur 21. Juli, abends 8%, Uhr, im Gesellschaftshause Tegel , Schloßstraße, Die Planschwiese sollte bis Mittag noch fertig sein. Darum gab selbst scheint sich mit der Absicht getragen zu haben, das Verhältnis statt. Tagesordnung: 1. Bericht von der Generalversammlung von es bei den Arbeitern, die sonst auf Einhaltung der Pausen mit zu lösen. Davon wollte jedoch die Braut nichts wissen und es ist Groß- Berlin. 2. Vorschläge zur Delegiertenwahl zum Parteitage. Recht eifersüchtig wachen, heute nicht mehr zum Einnehmen des deshalb in der letzten Zeit zwischen den Verlobten wiederholt zu 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Frühstücs eine rechte Pause. Es mußte eben durchgearbeitet werden. Heftigen Auseinandersetzungen gekommen, bei denen Fräulein P. stets Als ich nach etwa vier Stunden wieder dorthin zurückkehrte, in hochgradige Aufregung geriet. Vor etwa 14 Tagen verreisten arbeiteten alle( es waren sogar ein paar mehr geworden), noch mit die Eltern des W. und der junge Mann zog aus der elterlichen demselben Eifer an der Fertigstellung ihrer Planschwiese. Wohnung Hallesches Ufer 3/4 nach der Innsbrucker Straße 3 Als ich dem Ort den Rücken kehrte, stellte ich meine Betrach in Schöneberg , wo er in der zweiten Etage bei einer Frau tungen an über den Unterschied zwischen der heute üblichen Zwangs- Rehmann zwei möblierte Zimmer mietete. Am Freitag nachmittag arbeit und einer freiwilligen, im Interesse des Gemeinwohls gelei- empfing Wundermann dort den Besuch seiner Braut. Das junge steten Arbeit, Alle diese Leute hatten von Sonnabend Fis Sonntag Baar befand sich anscheinend zunächst in bester Stimmung schwerer gearbeitet, als sie es in der Woche tun mußten. Und doch, und ließ sich von der Wirtin auf dem Balkon Kaffee ich habe nur vergnügte, ja fogar freuzbergnügte Gesichter gesehen. ferbieren. Später ging Frau Lehmann fort und ließ die bei Unter Lachen und Scherzen trieben sie sich gegenseitig zu immer den jungen Leuten allein in der Wohnung zurück. Als die Ver­größerem Eifer an. Und doch war das Gemeinwesen, wofür sie mieterin gegen 211 Uhr abends nach Hause kam, sah sie durch die ihre Kräfte und ihre ganze Ausdauer einsetten, nur ein fleines Glasscheiben der Tür hindurch aus dem Zimmer des W. Licht Gemeinwesen. schimmern und begab sich beruhigt zu Bett. Als gestern früh die Wirtin ihrem Mieter den Kaffee bringen wollte, bemerkte sie zu ihrer Verwunderung noch immer Licht in dem Zimmer. Da sich auf Wer sich den Lurus einer Sommerreise leisten kann, ist Die Krankenkasse der A. E.-G. schickt ihre Nervertranten durch- wiederholtes Klopfen niemand meldete, schöpfte die Frau Verdacht, stolz darauf, sich nach der Rückkehr seinen Freunden und Be- weg nach dem Krankenhaus an der Hasenheide. Dagegen haben sich benachrichtigte den Haus: virt und dieser ließ die Tür durch einen fannten braungebrannt wie ein Rubier präsentieren zu die Kranten wiederholt schon gewandt, ohne jedoch eine Aenderung Schlosser öffnen. Den Eintretenden bot sich ein schrecklicher fönnen. Die Glücklichen, die an der See waren und sich die erreicht zu haben. Warum ausgerechnet diese Anstalt für Nerven Anblick dar. Vor dem Spiegel des Wohnzimmers lag auf Haut bis zum Platen verbrennen ließen, werden in der Groß- frante bestimmt wird, ist nicht recht einzusehen. Gegenüber dem dem Rücken tot der Redakteur, in der Nähe des Dfens lag stadt, wo die fable, aschgraue Proletarierfarbe das Vor- Krankenhaus befinden sich mehrere große Sommerlokale, in denen die Leiche seiner Geliebten, deren rechte Hand noch krampfhaft herrschende ist, ganz besonders angestaunt. 3war stimmt's bis weit in die Nacht hinein fonzertiert wird. An die Hinterfront einen Revolver umflammert hielt. Wundermann zeigte eine Schuß­nicht immer mit der Reiserenommiſterei. Man kann sich auch der Anstalt stoßen die Militärschießstände, in denen täglich und auch verlegung im Hinterkopf, die B. eine Wunde in der rechten Schläfe. cm grünen Strand der Spree , wenn man die nötige Zeit nachts fast ohne Unterbrechung geschossen wird. Hierzu kommt Nach dem Befunde hat Fräulein Bokorny ihren Bräutigam, während hat, im Hochsommer recht hübsch von der Sonne einbrennen" schließlich noch das ebenfalls taum ruhende Getöse der Straßen- dieser vor dem Spiegel stand und sich zum Ausgehen fertig machte, Lassen. Unsere Ruderer, die in der Feriensaison von früh bis bahnen und Autobusse. Alles in allem genommen Umstände, die von hinten erschossen und sich dann selbst eine Kugel in die rechte spät auf den Groß- Berliner Gewässern liegen, stroben jetzt man beim besten Willen nicht wird als Heilfaktoren für Nerven- Schläfe gejagt. Während bei W. der Tod auf der Stelle eingetreten äußerlich von Gesundheit, und den gewohnheitsmäßigen Frei- frante ansprechen können. Aber auch für sonstige Kranke dürfte der zu sein scheint, hat sich die P. noch einige Schritte weit zum Dfcn badbesuchern merkt man es auch an, daß Wasser, Luft und fortgesetzte Lärm taum von wohltuendem Einflusse sein. Da es geschleppt und ist dort zusammengebrochen. Sonne drei Elemente sind, die sich in richtiger Ausnutzung nun schwer möglich sein wird, die störenden Geräusche zu verhindern, Arzt stellte fest, daß bei beiden der Tod schon Freitagabend eins ihrer Heilfraft innig zum Wohle der Menschheit vereinen. müßten die Kassen zumindest für ihre Nervenkranten andere getreten sein muß. Den Vogel schießen aber doch die Stammgäste der Sonne ab, Heilstätten bestimmen. Das liegt eben so sehr im Interesse der

Nieder- Schöneweide. Dienstag, den 21. Juli, abends 8%, Uhr, findet bei Bock, Rest. Waldhaus", eine außerordentliche General bersammlung statt. Tagesordnung: Vortrag. Neue Bezirks­abgrenzung.

Rosenthal. Am Dienstag, den 21. Juli, abends 81, Uhr im Lokal von Gustav Wilbrodt, Waldersee- Straße 5, Mitglieder­Tagesordnung: 1. Bericht von der Vorstands­versammlung. Generalversammlung( Fortsetzung). 2. Wahl den 2. Vorsitzenden und der Beisigerin der Frauen. 3. Parteiangelegenheiten.

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Berliner Nachrichten.

Im Luft- und Sonnenbad.

Nervenkranke in der Hasenheide.

Batienten, wie auch der Kasse selbst, denn ein Patient, der keine Heilung findet, liegt der Kasse immer wieder zur Laft.

fonnten. abholen

Eine Verzweiflungstat.

die

nur widers

Ein hinzugerufener

Wieder zwei Kindesleichen.

Gestern nachmittag wurde aus dem Stichkanal, der durch das Gelände der Gasanstait geht, in der Nähe der Sellerbrüde die Leiche eines neugeborenen Kindes gelandet und von der Polizei zur, Obduktion beschlagnahmt. Sie war schon start in Verwesung über­gegangen. Ebenso eine kleine Leiche, die auf dem Grundstück Stöthener Str. 36 von dem Hausverwalter in einem Rinnstein auf­gefunden wurde. Sie war in gelbes Padpapier eingewickelt. Auch dieser Fund wurde der Polizei übergeben und zur Feststellung der Todesursache beschlagnahmt.

Er er.

die dem Schatten ängstlich aus dem Wege gehen und sich nie­mals wohler fühlen, als wenn sie in sengender Hize, auf glühendem Sand wie auf dem Rost schmoren können. Sie befolgen systematisch den jahrtausendealten Erfahrungssak, daß die Sonne heilt, und erhoffen von ihr nicht nur allge­meine Stärkung, sondern auch die Vertreibung der verschieden- Ein schweres Verbrechen wurde Freitagabend gegen 7 Uhr in sten menschlichen Gebrechen, insbesondere rheumatischer Leiden, Dranienburg im Hause Lehnigstraße 21c entbedt. Dort hat im von denen heutzutage, zum großen Teil unter dem Einfluß Laufe des Tages oder in der vorhergegangenen Nacht der Pensionär sozialer Mißverhältnisse, Zehntausende geplagt werden. Franz Collin seine Wirtschafterin ermordet und sich selbst gegen Aber unser verehrter Herr von Jagow, der im treuen Ver- 7 Uhr zu töten versucht. Im Hause Lehnißstraße 21c wohnt seit ein mit seinen konservativ- firchlichen Unsittlichkeitsriechern am April d. J. der frühere Kanzlist bei der Staatsanwaltschaft in Bochum Ein Abonnentensammler auf ein Blättchen: Unser Sonntag" liebsten jeden badenden Menschen in einen bis zum Halse fest Franz Collin, der im Alter von 50 Jahren steht. Er lebt seit acht trieb dieser Tage auf dem Gesundbrunnen sein Unwesen. zugeschnürten Sad stecken möchte, würde wohl auch den Jahren von seiner Frau geschieden. Die Wirtschaft wurde ihm von zählte den Leuten einen Schwindel, daß eine Frau eines fürz Sonnenbrüdern und Sonnenschwestern auf das Dach steigen, einem in der Mitte der dreißiger Jahre stehenden Fräulein Linte lich auf der Straßenbahn Verlegten und Gestorbenen 1300 M. er wenn sie ihren hygienischen Sonnenfreuden allzu öffentlich geführt. Da Collin von seiner Pension noch seine Frau unterhalten halten habe aus einer Versicherung am Schiffbauerdamm, weil sie Ausdruck geben wollten. Ob ihm nicht auch schon der Bubi- mußte, geriet er in finanzielle Schwierigkeiten, so daß die Möbel, das Blättchen gehalten habe. Die Erzählung war blanker Schwindel, Kragen ein Gegenstand sittlichen Aergernisses ist? Bei uns die er für seine neue Wohnung bezogen hatte, nicht bezahlt geeignet, die Leute auf diese Weise zu Übonnenten zu machen. wird ja die Kleiderfreiheit, von der in mondänen Weltbädern werden Als Freitagabend der Möbelhändler Auf ehrliche Weise dürfte der Schwindler faum zum Ziele kommen. Einen guten ungeniert Gebrauch gemacht wird, mit der bureaukratischen Möbel wollte, öffnete ihm Collin Verhaftung dreier Kollidiebe und ihres Hehlers. Fang hat die Schöneberger Kriminalpolizei gemacht; sie fonnte Elle gemessen. Es wäre gar nicht so überraschend, wenn Herr willig die Tür und begab sich sofort in ein abgelegenes Freitag drei Stollidiebe und einen Hehler festnehmen. Die Verhafteten von Jagow mit einer seiner zur Weltberühmtheit avancierten Zimmer. Während der Möbelhändler die Möbel der Küche zu find die Kutscher Paul Dumte und Friedrich Wenzel aus Schöneberg , Polizeiverordnungen auch verbieten würde, in Hemdsärmeln sammenpadte, hörte er einen dumpfen Fall und lautes Röcheln. der Arbeiter Hermann Schulzte aus Schöneberg und der Kaufmann über die Straße zu gehen. Also müssen die Sonnenliebhaber, als man in das Zimmer eindrang, in dem sich C. befand, fand Schuster aus Berlin . Bei dem letzteren wurde ein ganzes Lager wenn sie nicht den Berliner Staub von ihren Füßen schütteln man ihn mit einem Hirschfänger in der Hand auf seinem Bett gestohlener Waren vorgefunden und beschlagnahmt. Unter der und sich von der Vorortssonne an Wald und Seen durch- liegen. Er hat sich einen tiefen Stich in der Herzgegend beigebracht, Diebesbeute befinden sich viele Säde mit Kaffee, meterhohe Kisten Ieuchten lassen wollen, eins der eingezäunten Luft- und lebte aber noch. Dem hinzugeeilten Hauswirt gelang es, dem Collin mit Schokolade, Statao, Bucker usw. Die Kollidiebe, die besonders Sonnenbäder ohne Astlöcher!- aufsuchen, die in den den Hirschfänger zu entreißen. Als man sich an die weitere Unter- im Westen Berlins und den Vororten arbeiteten, führten die Dieb letzten Jahren dicht bei Berlin schon recht zahlreich entstanden suchung der Wohnung machte, ergab sich, daß das Zimmer der Stähle am hellen Tage aus, wobei ihnen ihr Aussehen sehr zustatten fam. Alle drei trugen ständig Rollkutscherkleidung mit Lederschürze, sind, beispielsweise vom Verein für Körperkultur in Eich- Wirtschafterin verschlossen war. Als die Tür geöffnet wurde, fand deren Tasche leicht sichtbar Frachtzettelformulare und Notizbücher famp- Grunewald und in Treptow . man die Wirtschafterin blutüberströmt im Nachthemd in ihrem Bette barg. Ein besonderer Patrouillendienst wurde eingerichtet, auf Hier ist man gewiß unter sich", ohne die Argusaugen liegen. Es waren ihr Messerstiche in die Brust und ein schwerer Grund dessen die Verhaftung der Diebe und ihres Hehlers erfolgen der Polizei, und trotzdem gibt es nichts zu schnüffeln für die- Hieb auf den Kopf mit einem stumpfen Instrument beigebracht fonnte. Alle vier wurden am gestrigen Sonnabend in das Moabiter jenigen, welche so gern durch das Loch im Zaun sehen, Strand- worden. Der Körper war bereits erfaltet. Collin gab auf Be- Untersuchungsgefängnis eingeliefert. förbe ableuchten oder mit Fernrohren nach Menschenfleisch in fragen an, daß er die Wirtschafterin auf ihren Wunsch getötet habe. Badehosen suchen. Streng wird auf gute Sitte im Sonnen- Collin selbst ist anscheinend nicht lebensgefährlich verletzt. bad gehalten, obwohl die Abteilungen für die Geschlechter, im Gegensatz zu den Freibädern, getrennt sind. Die Einrich- Ein hölzerner Untergrundbahnhof. Die Vereine vom Ge­tungen find meist sehr einfach, ohne jeden Komfort, der hier sundbrunnen haben eine Geldsammlung veranstaltet, um ein auch gar nicht verlangt wird. Bei einem Eintrittspreise von Modell aus Holz des geplanten Hoch- und Untergrundbahn­Deffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be­30 bis 40 Pf., der noch recht hoch erscheint und Massenbesuch hofes in der Badstraße zu errichten. Die Beteiligten sind der nuhung für jedermann, SD., Adalbertstr. 41. Geöffnet wert­fernhält, könnte aber doch wohl für verschließbare Einzelzellen Ansicht, daß dieses Modell noch weit abschreckender wirken täglich von 5%-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von gesorgt werden, zumal für das Abhandenkommen von Wert- wird, als das Modell der Schwebebahn in der Brunnenstraße. 9-1 und 3-6 Uhr. In dem Lesesaal liegen zurzeit 621 Zeitungen gegenständen nicht garantiert wird. Auch der Sand, von dem Die Haltung der Grundbesitzer des Gesundbrunnens gegen und Zeitschriften jeder Art und Richtung aus. es doch in der märkischen Natur gerade genug gibt, läßt zu die Führung der Hochbahn durch die Badstraße ist geradezu.. Auf Anfragen teilen wir mit, daß zur Benutzung der Bibliother wünschen übrig. Viele Sonnenbadende liegen hier den ganzen unverständlich, wenn man erwägt, daß dieselben Hausbesitzer jede Person berechtigt ist, die das 14. Lebensjahr überschritten und oder halben Tag, machen sich zwischendurch Bewegung an beute gegen die Hochbahn wettern, die vor wenigen Jahren ihren Wohnsitz oder ihre Beschäftigung in Groß- Berlin hat. Wer Turnapparaten, benüben fleißia die Douche und den Garten- eine umfängliche Agitation entfalteten, um die Bahn als ich über Wohnung und Beruf durch Vorzeigung des Verbands­buches, Wahlvereinsbuches, Strankenkassenbuches, Mietsvertrages oder schlauch, nehmen auch ihre Mahlzeiten im modernisierten Schwebebahn durch die Badstraße zu bekommen. Sicherlich ähnliche Papiere ausweisen kann, erhält eine Lesekarte unentgeltlich Adams- und Evakostüm ein. Gesund mag das bei richtiger ist der Hochbahnhof feine Schönheit, aber auch der Unter- ousgestellt. Diese Lefekarte gilt zunächst für ein Jahr; sie wird nach Einteilung schon sein, aber wieder tritt für den Minder- grndbahnhof mit 83 Stufen ist für keinen Menschen eine An- Ablauf nach Kontrolle etwaigen Wohnungswechsels ohne weiteres begüterten die Abhängigkeit von Geld und Zeit hervor. nehmlichkeit von Jahr zu Jahr verlängert.

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Ueberfahren. Als gestern mittag der Hausdiener Theodor Steinide mit einem vollbeladenen Handwagen den Spittelmarft passierte, wurde er von einem Pferdeomnibus angefahren und über­fahren. Im schwerverletzten Zustande wurde St. zunächst zur Unfall­station und von dort nach dem Krankenhause Am Mariannenplay gebracht.