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fante Friedenstundgebung, die der ganzen Stadt ihr Gepräge auf­drückte.

Königsberg i. Pr.

Die Vermittelungsaktion.

Botschafter Freiherrn von Schoen konferiert. Die in über­aus höflicher Form verlaufene Unterredung habe sich auf den englischen Vermittlungsvorschlag fowie auf die Brüfung der geeigneten Mittel zur Berhinderung jeder bezogen. Angesichts der

Die Protestversammlung gegen den Krieg war trok polizeilicher Db der Vorschlag Sir Edward Greys, einer Botschafter Maßnahmen von 5000 Personen besucht. Die Versammlung konferenz die Entspannung der internationalen Situation an- Ausdehnung des Konflikts war eine machtvolle Rundgebung für den Frieden. zubertrauen, Erfolg haben wird, muß mehr als zweifelhaft zwischen den Mächten bezüglich des englischen Vermittlungs­erscheinen. Halle a. S. Aus Defterreich vorschlages angekündigten Besprechung wäre die Einbe­In Halle fanden nach einem Privattelegramm drei Bolfs­rufung des Parlaments ohne Nußen, da die Regie­versammlungen statt, die von über 6000 Personen besucht waren. liegt eine offiziöfe Meldung vor, die zwar allerlei süße Höfrung nicht in der Lage wäre, ihm eine Mitteilung zu machen. Unter den Besuchern befanden sich auch zahlreiche Angehörige des lichkeiten vor dem englischen Staatsmann ausbreitet, aber in Bürgertums und viele Studenten. Es sprachen die Reichstags- dem wichtigsten Punkte, in der Frage der Ein­abgeordneten se unert und Albrecht sowie Redakteur Hennig. Ihre Aufforderung zur Einberufung des Reichstages zur Ent­scheidung des Volkswillens fand stürmischen Beifall.- Gine vierte Bersammlung im Vorort Ammendorf war gleichfalls überfüllt. Der Saal fonnte nicht den dritten Teil der Demonstranten faffen. Zu Straßendemonstrationen, auf die sich die Polizei eingerichtet zu haben schien, kam es nicht.

Kiel .

In Kiel war nach einem Privattelegramm trotz des strömen­den Regens die für Dienstagabend anberaumte Protestversamm­lung gegen den Krieg in dem größten Saal der Stadt überfüllt. Auch Angehörige der bürgerlichen Kreise waren stark vertreten. Es waren wohl an 6000 Personen anwesend. Nach einem prächtigen Referat des Genossen Adler beschloß die Versammlung einstimmig eine Resolution, die scharf gegen den Krieg protestiert, die öster­reichische Gewaltpolitik verurteilt, von der deutschen Regierung Nichteinmischung verlangt und zum Ausdruck bringt, daß das deut­sche Proletariat seine ganzen Kräfte zur Erhaltung des Welt­friedens einsehen wird.

Görlik.

Aus Görli meldet ein Privattelegramm des Vorwärts" vom 28. Juli: In der heutigen Protestversammlung gegen den Krieg referierte Reichstagsabgeordneter Taubabel. Die Ber­jammlung, die von über 2000 Personen besucht war, nahm eine Resolution an, in der die deutsche Regierung zur Aufrechterhaltung des Friedens gemahnt wird. Die Polizei war zahlreich erschienen, fand aber feinen Anlaß zum Einschreiten.

Hagen - Schwelm .

In Langerfeld im Streise Hagen- Schwelm fand am Sonn­tag eine Boltsversammlung statt, in der Reichstagsabg. König­Dortmund unter stürmischem Beifall gegen den Krieg sprach. Eine scharfe Resolution im Sinne des Vortrages fand einstimmige An­

nahme.

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In der Stadt Hagen i.. selbst beschloß auf Antrag des nationalliberalen Landtagsabgeordneten Dr. Cremer Vertreter von Dortmund die Stadtverwaltung, den zur Abhaltung einer Protestversammlung schon genehmigten städtischen Emilienplay, auf dem Genosse Grumbach- Paris sprechen sollte, zu verweigern. die Freifinnigen stimmten für den Antrag!

Wanne,

uch

Eine gestern in anne abgehaltene Konferenz von Vertretern der Nationalpolen von Rheinland- Westfalen bezeichnete das Vorgehen Desterreichs als einen Ueberfall auf Serbien , der von Deutschland nicht unterſtügt werden dürfe.

Frankfurt am Main .

Bier überfüllte Protestversammlungen fanden statt. Tausende Lonnten feinen Blak finden, die vor den Versammlungslokalen ftür­mische Friedenstundgebungen veranstalteten. Die Polizei hatte um­faffende Vorkehrungen getroffen, trotzdem ruhiger Verlauf.

München .

Vor ungefähr 5000 Arbeitern und Bürgern Münchens sprach am Montagabend Genosse Eisner über Gewissensfreiheit und Kriegsgefahr. Die Versammlung folgte den Ausführungen in der größten Stille und mit heiligem Ernft. Wiederholt wurde der Referent von Zustimmungskundgebungen der Versammlung unter­brochen. Die Bersammlung nahm eine Resolution im Sinne des Vortrags an.

Stuttgart und Cannstatt.

In Stuttgart und Cannstatt demonstrierten, wie uns ein Privattelegramm vom 28. d. M. meldet, in drei überfüllten Ber sammlungen die Arbeiter gegen den Krieg. Die Referenten, Reichstagsabgeordneter Simon, Westmeyer und Genoffin 3ettin, fanden mit ihren zündenden Reden begeisterten Beifall. Nach den Bersammlungen fam es in Stuttgart und Cannstatt spon tan zu Straßendemonstrationen. Unter Absingen frei­heitlicher Lieder durchzogen die Massen die Hauptstraßen Stutt garts. Das Schloß und seine Umgebung waten polizeilich ab­gesperrt. Die militärische Schloßwache wurde verstärkt. Bürger­liche Patrioten suchten die Demonstration zu stören, was ihnen aber nicht gelang. Zum Schluß zog die Masse vor das Gebäude des Stuttgarter Tagblatts", ein patriotisches Hezblatt schlimmster Sorte. Das Gebäude war von Polizei umgeben.

In Cannstatt zogen Tausende durch die Straßen unter dem Gesang der Marseillaise und des Sozialistenmarsches. Auf dem Marktplaß hielt Genosse Crispien eine Ansprache. Die Demon­stration schloß mit brausenden Hochrufen auf den Völkerfrieden und die internationale Sozialdemokratie. Zu Zusammenstößen war es nicht gekommen. Die Botschaften in Stuttgart waren polizeilich bewacht.

An der

Die militärischen Operationen. tionen bis zur Entscheidung der Konferenz, eine Absage ftellung aller ferneren militärischen Opera­Die bürgerliche Presse hat mancherlei Alarmnachrichten tionen bis zur Entscheidung der Konferenz, eine Absage über Gefechte und Zusammenstöße gebracht; sie scheinen nicht erteilt. Das Wolffsche Bureau meldet aus Wien : Die Erklärung Sir Edward Greys im den Tatsachen zu entsprechen. Ueber die militärischen Unterhause findet hier, wie in unterrichteten Streisen ver- Operationen der Serben meldet die Wiener Militärische lautet, günstige Aufnahme, wie alle bisherigen Aeußerungen Rundschau" nach einem Telegramme: dieses Desterreich- Ungarn sehr gut gesinnten Staatsmannes. Die im Lager bei Semendria versammelt gewesenen serbischen Es sei logisch, daß in einer Frage, welche Europa so Truppenteile find in füblicher Richtung im Morawatal vermutlich start bewege, alle Mächte daran dächten, den Weltfrieden gegen Svilajnaz abmarschiert. Unmittelbar an der Donau stehen Die Truppen zu erhalten. Diesen Zweck verfolge die Rede Greys nur schwächere Sträfte, darunter der Landsturm. und da sein Vorschlag auch dahin aufzufassen sei, daß eine ansammlungen bei Valjevo und Uzice dauern fort. Lotalisierung der Angelegenheit zwischen Desterreich- Drina werden bei Leschnica und füblich bei Bajina Baschta starte Freiwilligenabteilungen, auch reguläre Truppen, ge Ungarn und Serbien erreicht werden solle, so könne man meldet. In der Gegend von Prjepolje steht eine monte dies hier nur mit Genugtuung begrüßen. Hinsichtlich negrinische Brigabe mit Gebirgsartillerie. Ueber weitere des Passus in der Rede Greys betreffend die Ein- Truppenbewegungen Montenegros ist nichts Authentisches stellung aller attiven militärischen Ope- betannt. An einigen Orten errichten die Montenegriner Ver rationen bis zur Beendigung der vorgefchanzungen. Bei dieser Arbeit helfen Hunderte von Frauen mit. schlagenen Konferenz gilt es als wahrscheinlich, Die Truppen, die in Neu Serbien bei stip nächst der bulgarischen daß der englische Vertreter mit diesem Ersuchen an die öster- Grenze gestanden hatten, sind mit der Bahn nach Norden gebracht reichisch- ungarische Regierung herantritt, doch fürchtet man, daß worden. Einige serbische Flußdampfer und requirierte Handels­die Sache viel zu weit vorgeschritten ist, als daß versucht, an gewissen Bunkten der Donau und der Save Flußminen schiffe, die in Eile als Minenleger eingerichtet worden sind, haben die Operationen noch eingestellt werden zu legen. Diese Versuche sind bisher völlig gescheitert. Einzelne ferbische tönnten. Greys Ueberzeugung, daß die deutsche Militärflieger unternehmen Erkundigungsflüge längs der Grenze. Regierung der Idee einer Vermittelung zwischen Defter- In Podgorica ist ein hoher serbischer Generalstabsoffizier an reich- Ungarn und Rußland im Prinzip günstig sei, bewege gekommen; er hatte mit dem montenegrinischen Kriegsminister eine sich ganz auf der Linie, welche Deutschland verfolge, Besprechung. Das serbische Armeeoberfommando ist bereits gebildet nämlich die Lokalisierung des Streites zwischen Oesterreich - worden; als Oberbefehlshaber fungiert der Kronprinz- Regent, als Ungarn und Serbien zu erreichen. Es sei übrigens vor- militärischer Berater des Kronprinzen und Chef des Generalstabes läufig fein Grund, anzunehmen, daß die 20. der Operationsarmee wird General Butnit fungieren. talisierung nicht gelingen sollte."

Ueber die Stellung der deutschen Regierung läßt sich die Kölnische Zeitung ", augenscheinlich auf Grund amtlicher Information, einem Zelegramm zufolge aus Berlin schreiben:

Aus Budapest wird vom 28. Juli gemeldet: Heute früh um 4 Uhr wollten eine Anzahl ungarischer und österreichischer Flücht­schossen auf die Boote. Das eine Boot, in dem 26 Personen jazen, linge in drei Booten über die Donau fahren. Serbische Soldaten fenterte, da die Flüchtlinge sich vor den Schüssen in Sicherheit bringen wollten und das Boot umivarfen. Nur zwei Personen fonnten gerettet werden; die übrigen ertranten.

Eine Proklamation Rußlands .

" Zahlreiche patriotische Rundgebungen der letzten Tage in ber Residenz und in anderen Städten des Reiches beweisen, daß die feste, ruhige, russische Politik in breiten Schichten der Bevölkerung sympathischen Widerball gefunden hat. Die Regierung hofft jedoch, daß dieser Ausdruck der Volksgefühle durchaus nicht eine Färbung von Mißgunft gegen Mächte an nehmen werbe, mit denen Rußland sich im Frieden zu befinden wünscht, indem die faiserliche Regierung aus dem Aufschtung des Voltsgeistes Straft schöpft und ihre Untertanen auffordert, Zurüdhaltung und Ruhe zu bewahren, verharrt fie auf der Wacht für die Würde und die Interessen Rußlands .

Der Wunsch der Westmächte, durch rechtzeitig ver­mittelnde Einwirkung das Uebergreifen des österreichischen Streites mit Serbien auf das Verhältnis zwischen den Groß- Schon am Montag wurden Gerüchte weitergegeben, daß die mächten zu verhüten, wird von der deutschen Politik nicht Gerben die Eisenbahnbrüde zwischen Belgrad und Semlin, die eine nur in platonischer Weise gehegt, sondern das Berliner Länge von 400 Meter befißt, gesprengt hätten. Die Meldung Rabinett ist bereits in mehr als einer Hauptstadt für wutde zunächst abgestritten, scheint sich aber jetzt zu bestätigen. die Zwecke einer den europäischen Frieden sichernden Vermittelung tätig gewesen. Man begrüßt es hier, daß jetzt durch die Initiative Sir Edward Greys der Vermittelungsgedante amtliche Gestalt Die Gerüchte von einer Mobilisation Rußlands werden angenommen hat und öffentlich zur Erörterung ge- für falsch erklärt. Folgende amtliche Mitteilung ist in Peters­stelt ist. Es machen sich aber 8 weifel darüber burg veröffentlicht worden: geltend, ob als Organ für die Vermittelung eine Sonferenz von vier Großmächten das ge­eignetste Ausfunftmittel darstellt. Daß man die Einzel­heiten des österreichisch- serbischen Streites, die lediglich diese beiden Staaten angehen, nicht vor das Forum einer Konferenz ziehen kann, darüber herrscht wohl allgemein Uebereinstimmung; aber auch was die rechtzeitige Beseitigung ber zwischen Desterreich­Ungarn und Rußland etwa auftauchenden Schwierigkeiten betrifft, muß die Frage aufgeworfen werden, ob die Regierungen dieser Mächte gewillt find, eine Konferenz der vier anderen Großmächte mit einer amt­lichen Vermittelung zu betrauen. Es scheint für das Ge­Von der russischen Grenze kommen Alarmmeldungen, die lingen der Vermittelung zwed mäßiger, wenn man die freilich noch mit Vorsicht aufgenommen werden müssen. Das Hirschsche Telegraphenbureau weiß von einer fieber­Mittel dafür möglichst einfach gestaltet und sich in unhaften Tätigkeit" der russischen Behörden zu berichten. Ein russisches mittelbarem Verkehr mit den Hauptstädten Infanterieregiment, das vor zwei Monaten von Kalisch nach Lodz der beteiligten Reiche der fortlaufenden diplo- entsandt war, soll plöblich zurückgekehrt sein. Um 3 Uhr nach­matischen Erörterungen und Einwirkungen bedient, um ein mittags hätte der Oberst des Regiments nach Stupca an den Ritt­bermittelndes Vorgehen bis zu den allseitig gewünschten meister einer dort garnisonierenden Schwadron den Befehl gegeben, Ergebnis durchzuführen. Bei Benutzung dieses Weges sich marschbereit zu halten. Eine Mühle bei Kalisch, die auf einer würde Deutschland es an der den West mächten Anhöhe liegt, soll militärische Besetzung erhalten haben. Um 11 schon bewiesenen Mitwirtung auch weiter.hr vormittags jei bekannt gegeben worden, daß keine Bässe mehr hin nicht fehlen lassen. nach Deutschland ausgegeben werden. Die Nebenstelle der russischen

Damit bestätigen sich die Meldungen, daß Deutschland im Gegensatz zu Frankreich Sir Edward Grey eine Absage erteilt hat. Allerdings versichert die offiziöse Mitteilung, daß Deutschland nur eine andere, wie man liest, zweckmäßigere" Vermittelungsaktion wünscht, um wenigstens einen österreichisch russischen Konflikt zu verhüten.

Reichsbant habe Anweisung erhalten, alles verfügbare Metallgeld

unverzüglich nach Petersburg zu senden. Längs der russischen Grenze hat nach anderen Meldungen des Hirschschen Bureaus der Verkehr auf die lebten Nachrichten hin eine gewaltige Stodung erlitten. Die beunruhigenden Nach­richten verfehlen nicht ihre Wirkung auf die sonst so friedlichen Ein­wohner der Grenzbezirke. Namentlich soll es eine gewisse Besorgnis erregen, daß von den Die Meldungen des Hirschschen Bureaus, Deutschland habe die englischen Vorschläge abgelehnt, weil es den Din- Grenzgarnisonen starke Infanterieabteilungen sowie eine Ma­Witballen abgegangen gen ihren Lauf laffen wolle, werden amtlich aus- find und dort in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Quartier ge schinengewehrabteilung nach drücklich bestritten.

Der Reichskanzler hatte übrigens am Montagnachmittag

nommen haben.

mit dem englischen Botschafter Sir E. Goschen eine längere Ein Manifest des österreichischen Kaisers. Konferenz. Das Hirschsche Telegraphenbureau will wissen, Kaiser Franz Josef hat unmittelbar nach der Kriegs­Die Internationale gegen den Krieg. daß der Kanzler dem englischen Botschafter bei dieser Gelegen­Brüssel, 28. Juli. ( Privattelegramm des Vor- beit die deutsche Antwort auf den Greyschen Vorschlag erklärung an Serbien ein Handschreiben an den Minister­wärts".) Am Mittwoch findet hier ein großes, vom General- übermittelt habe; sie soll in sehr verbindlichem Zone gehalten präsidenten Graf Stürgth und ein Manifest erlassen, in aat einberufenes Brote it meeting gegen den Strieg statt. fein; es geht aus ihr hervor, daß Deutschland auf keinen Fall gesucht wird. In pathetisch- sentimentaler Sprache werden dem Desterreichs Vorgehen gegen Serbien zu rechtfertigen Reden werden Molkenbuhr für Deutschland , Jaurès Desterreich daran hindern wolle, diejenigen Schritte gegen für Frankreich , Kair Hardie für England, Agnini für Serbien zu unternehmen, die die verbündete Monarchie im Desterreichs Bemühungen um friedliche Verhältnisse und Serbiens verbrecherisches Treiben" geschildert; das Manifest Italien , Iglesias für Spanien , Troelstra für die Intereſſe ihres Ansehens für notwendig befinde. Andererseits schließt mit einem Appell an das Volf. Ich vertraue auf wolle Deutschland an der Vermeidung eines Uebergreifens den Allmächtigen, daß er meinen Waffen den Sieg geben Niederlande , Branting für Schweden , Stauning für Dänemark , Nilfen für Norwegen , Grimm für die des serbisch - österreichischen Konfliktes auf zunächst unbeteiligte Schweiz und Rubanowitsch für Rußland . Vander. Mächte gern mittarbeiten. belde wird den Vorsitz führen.

19 03s Ju Paris fanden wieder nach telegraphischen Meldungen mehrere Protest der britischen Sozialistischen Partei. Konferenzen des stellvertretenden Ministers des Auswärtigen London , 28. Juli. Der Vorstand der britischen Sozia- Bienvenu- Martin mit den Vertretern der anderen Mächte listischen Partei hat eine Resolution gefaßt, in der sich die statt, so mit dem deutschen Botschafter Freiherrn von Schön Partei dem Proteste der Genossen aller Länder gegen die und mit dem russischen Botschafter Jswolsti. provozierende Note Desterreichs anschießt. Die Resolution Am Dienstagnachmittag hielten die Minister eine Sigung beglüdwünscht die Sozialdemokraten in Wien , Berlin , Paris im Ministerium des Aeußern ab, um die Lage zu erörtern. und anderen Städten zu ihren träftigen Anstrengungen, den Dem Temps" zufolge tam auch der ehemalige Minister des Ausbruch des Strieges zu verhindern, und verspricht, daß die Neußern Delcaffe zu dieser Sigung und wurde von den Partei ähnlichen Anstrengungen in Großbritannien ihre Ministern mit großem Intereffe angehört. äußerste Unterstützung geben wird.

Ein Appell der Genossen in Amerika . Der Parteivorstand erhielt folgendes Telegramm: Washington, 28. Juli. Die Sozialisten Washingtons bitten Euch inständigst, im Namen der Menschlichkeit einen Krieg zu verhindern!

möge."

Technischer Schwierigkeiten wegen mußte für die heutige Nummer die Beilegung der Fortsetzung des Barlamentari­schen Berichts der Reichstagsfraktion unterbleiben.

ei

Letzte Nachrichten.

Russische Kriegsvorbereitungen. Petersburg, 28. Juli. Offiziell wird ein Verbot für Handels- und Privatschiffe, das Passieren zwischen Sel­singfors und Hangoe im Fahrwasser der Schären veröffent­Endlich meldet ein Telegramm: licht. In diesem Gebiet müssen die Schiffe auf offener See Paris , 28. Juli. Die Abordnung der sozia- fahren. Der schwimmende Leuchtturm Grobara und andere listischen Gruppen mit Jaurès an der Spitze, die der Leuchtfeuer bei Helsingfors find gelöscht worden. Regierung eine Erklärung zugunsten des Frie­dens überreichte, wurde heute nachmittag von dem stellver­Freispruch im Caillaux - Prozeß. tretenden Minister des Aeußern Bienvenu- Martin empfangen, Paris , 28. Juli. ( Telegramm des Wolff- Bureaus.) der u. a. sagte: Er habe heute vormittag mit dem deutschen Frau Caillaug wurde freigesprochen,