Nr. 269. 31. Jahrgang.
Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt.
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In Ergänzung unserer Notiz in Nr. 239 vom 2. September weisen wir unsere Leser darauf hin, daß unsere jämtlichen Filialspeditionen wie die Hauptexpedition Feldpost- Abonnements auf den„ Vorwärts" zum Preise von
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freitag, 2. Oktober 1914.
Vorortgemeinden Berlins wohnhaften Mit- männischen Beruf zu ergreifen beabsichtigen, Gelegenheit zu einer gliedern weiter Unterstützung aus den Mitteln der Organisation zuteil werden kann. Die Gewerkschaftskommission wurde beauftragt, den in Frage tommenden Kommunen diese Resolution zur Kenntnis zu bringen. Das ist inzwischen geschehen.
Aus Groß- Berlin.
Die Bürgerspeisehallen.
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gründlichen theoretischen Ausbildung geben. In den Selekten der Schulen werden Absolventinnen höherer Mädchenschulen für den Beruf vorbereitet. Um auch den schon tätigen kaufmännischen Angestellten Gelegenheit zur Weiterbildung zu geben, sind Fortbildungskurse eingerichtet worden. Auf die Schreibmaschinenschule und die neuerdings eingerichteten Verkäuferinnenkurse sei noch bc= sonders hingewiesen.
Der Besuch der Mädchenhandelsschule der Korporation der Kaufmannschaft befreit vom dreijährigen Pflichtschulbesuch. Weitere Auskunft wird erteilt im Amtszimmer der Schulen und im Bureau, Börse, Burgstr. 25, zwischen 9-3 Uhr.
Als in der ersten Zeit des Kriegszustandes das„ Rote Kreuz" an die Errichtung von Bürgerspeisehallen" héranging, um der notleidenden Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, gegen geringe Bezahlung sich ein nahrhaftes Mittagbrot zu Bei Bestellung des Abonnements ist genau anzugeben, beschaffen, waren bei Eröffnung der Hallen die Besucher des monatlich 1082 M., die Zuschüsse für Arbeitslose 385 M., hierzu welchem Armeekorps, Division, Brigade, Regiment, Bataillon, Lobes voll über diese Einrichtung. Nach ganz furzer Zeit Kompagnie usw. der Empfänger angehört. wurden aber gegen dir Gesellschaft, der die Lieferung des Essens übertragen wurde, Klagen laut, daß das Essen an Qualität zu wünschen übrig lasse und daß die Quantität unzureichend sei. Persönliche Prüfung überzeugte mich- so schreibt man uns aus Gewerkschaftskreisen бав die Klagen nicht
Arbeitslosenfürsorge
und Vorortgemeinden. on an vier verschiedenen Lagen entnommenen Speisen soll in Form eines Gutscheins gewährt werden, ben der be
Mit dieser Frage beschäftigte sich eine von der Berliner Gewerkschaftskommission einberufene Versammlung der Vorstände der freien, Hirsch Dunderschen und christlichen Gewerkschaften, zu der auch Vertreter der verschiedenen Angestelltenverbände erschienen waren. Im Auftrage des Ausschusses referierte der Stadtverordnete Brüd ner. Er wies auf die am 24. September auf Veranlassung des Oberbürgermeisters Wermuth abgehaltene Konferenz von Vertretern der Vorortgemeinden hin, die zu der einheitlichen Durchführung der Arbeitslosenfürsorge Stellung nahm.( Siche Bericht Nr. 259/262, vom 25. September 1914.) Vom Redner wurde der Beschluß einer Reihe Vorortgemeinden, die ein Zusammenwirken mit den Gewerkschaften ablehnten und sich vorbehielten, in jedem Einzelfall die Bedürfnisfrage zu prüfen, scharf kritisiert. Während vom Reichsamt des Innern der Beschluß der Stadt Berlin allen Bundesstaaten zur Nachahmung empfohlen wird, sehen sich die Vorortgemeinden direkt zu dem Gegenteil veranlaßt. Die Gewerkschaften, die alle verfügbaren Mittel für die Arbeitslosenunterstüßung aufwenden, sollen hier völlig ausgeschaltet werden. Als unhaltbar wurde es bezeichnet, daß die Kommunen die von den Gewerkschaften gezahlten Unterstübungen zum Teil oder voll in Anrechnung bringen wollen, da durch diese Maßnahmen der organisierte Arbeiter wegen seiner Zugehörigkeit zur Organisation bestraft werden würde.
Der Provinziallandtag, der einstimmig beschlossen habe, 50 Proz. der von den Gemeinden aufgewendeten Mittel als Bufchuß zu zahlen, hat diesen Zuschuß nicht von der Bedürfnisfrage abhängig gemacht und auch nicht zur Bedingung gestellt, daß die Vororte nicht mit den Gewerkschaften gemeinsam im Sinne des Beschlusses der Stadt Berlin die Unterstüßung regeln dürfen. Erst dem Ausschuß des Provinziallandtages blieb es vorbehalten, in den Ausführungsbestimmungen eine Ginengung vorzunehmen, die die Ausschaltung der Gewerkschaften bedeutete.
TOVAISTA
Redner ist der Ansicht, daß die Kommunen sich nicht hieran zu fehren brauchen, da diese Bestimmungen nicht im Einklang mit dem Beschluß des Provinziallandtages stehen.
In der sich an diese Darlegungen anschließenden lebhaften Disfussion äußerte sich der Vertreter der Hirsch- Dunderfchen Gewerkschaften, Herr Neustatt, in gleichem Sinne und verwahrte sich entschieden gegen die Absicht einzelner Kommunen, die Gewerkschaftsmitglieder schlechter stellen zu wollen, als die Unorganisierten.
Kriegs- und Notstandsbeihilfen in Tegel . Ueber die Höhe der Kriegsunterſtüßung in Tegel lagen der Dem lebten Gemeindevertretersizung vorläufige Angaben vor. nach betragen die Mietszuschüsse für Kriegsteilnehmer bis jetzt zuschuß bis zum sogenannten Gristenzminimum von 25 resp. 35 M. kommen noch zirka 900 M. für unerledigte Anträge. Für Familiensind 114 M., für reine Arbeitslosenunterstüßung 856 M. ausge geben. Der Gemeindevorstand schäßt hiernach den monatlichen Bedarf auf rund 5000 M., während einige Vertreter gar 10-15.000 Mark erwarten. Die Vertretung beschloß, einen Ueberschuß über jene 35 M. Eristenzminimum nicht auf den Mietszuschuß von 50 Proz.( bis höchstens 30 M.) anzurechnen. Der Mietszuschuß treffende Hausbesitzer später bei Berichtigung seiner eigenen Steuern der Gemeindekasse vorlegen kann. Bei dieser Gelegenheit betonten unsere Genossen mit Nachdruck, daß die von der Gemeinde gewährte Teilmiete die Hauswirte veranlassen müßte, nun ihrerfeits gegen etwaige weitere Mietsschuldner nicht etwa mit Repres salien vorzugehen; in diesem Falle würden sie beantragen, feine Standpunti veranlagte die Hausbefizer zu heftigem Proteft, fie Mietsbeihilfen mehr zu gewähren. Dieser selbstverständliche fonnten indes nicht verhindern, daß sich außer dem Gemeindevorstand noch eine Mehrheit fand, die gleichfalls der Ansicht unserer Genossen war. Als Gegenantrag glaubte ein Hausbesitzer sogar 5 Proz. Erlaß bei der Grundsteuer fordern zu können, natürlich ohne Erfolg. Der ferneren Gewährung von Arbeitslojenunterftübung wurde ebenfalls zugestimmt mit dem Vorbehalt der eventuellen Rüdforderung. Anträge auf Mietszuschuß für Oktober sollen ohne erneuten Antrag behandelt werden. Unterstüßung an Arbeitslose wird nur dann gewährt, wenn diese seit 1. Juni in 1. April. Ein Einschreiten gegen Mietsrestanten, für die die Ges Tegel ansässig sind, nicht wie in voriger Sizung beschlossen, seit meinde Zuschuß geleistet hat, soll nur unter Zustimmung der Gemeindebehörde ermöglicht werden. Zur Regelung der Arbeitslosenunterstübung ähnlich wie in Berlin unter Berücksichtigung gewerfschaftlicher Beihilfen usw. wurde eine Kommission eingefeßt. Vorläufig werden hier 50 Proz. der Gewerkschaftsunterstützung mit
waren zwei Gerichte in bezug auf Geschmack und Zubereitung tadellos. Zwei andere Gerichte waren aber nichts weniger als gut. Von Kohlrüben mit Schweinefleisch war das Fleisch gut, die Rüben alle hart, resp. holzig. Wohl weiß jede Hausfrau, daß Rüben einmal holzig ausfallen. Wenn aber ein Quantum Rüben, wie es zur Herstellung von 12 000 Portionen Essen notwendig ist, durchweg holzig ist, so ist wohl anzunehmen, daß minderwertige Ware gekauft wurde. Das zweite zu beanstandende Gericht war Reissuppe, wozu fein voller guter Reis, sondern Reisbruch verwendet war. Die Klage der sich dort Verpflegenden richtet sich aber ganz allgemein gegen die Quantität. Die Zubereitung der Speisen und ihre Schmackhaftigkeit ist in der Tat weniger zu beanstanden. Wenn die Portion, zu der eine Scheibe Brot gereicht wird, mit den vom Verzehrer bezahlten 10 Bf. überHaupt bezahlt wäre, so könnte billigerweise niemand etwas dagegen einwenden. Das„ Rote Kreuz" zahlt aber zu jeder Portion 15 Pf. zu. Wenn man bedenkt, daß bei einer Massenherstellung von fäglich 12000 Portionen sich der Preis für die einzelne Portion erheblich reduziert, wenn man weiter bedenkt, daß an den Verpflegungsstellen Damen in freier Liebestätigkeit das Ausgeben der Speisen( die sich die Gäste selbst holen) und angerechnet. das Abräumen des Geschirrs besorgen, so muß doch die Möglichkeit bestehen, die Portionen so zu bemessen, daß ein normaler Esser auch satt wird. Bei einer Herstellung von 12 000 Portionen täglich, à Portion mit 0,25 M. bezahlt, ist das sehr wohl möglich.
Zur Wohnungskalamität.
Volkskunstabende.
Am 27. d. Mts. führten wir unter dieser Ueberschrift zur Erhärtung der Tatsache, daß das Zurüdbehaltungsrecht des Vermieters zu bekämpfen ist, an, daß einer Witwe Dombrowski gegenüber, deren drei Söhne im Felde stehen und die sich durch Vermieten zu Auf eine Interpellation an einflußreicher Stelle wurde ernähren suchte, das Retentionsrecht für alles, was sie in die Wohversichert, das Rote Kreuz habe die Erklärung abgegeben, daß nung eingebracht hat, geltend gemacht ist und schilderten kurz den die Aschinger- Gesellschaft ein größeres Quantum verabfolgen gegen die Witwe geführten Räumungsprozeß. Der Hauseigentümer wolle. Der Zustand ist aber immer noch der gleiche. Nach Apotheker Pollack schickte uns eine längere, diefe Angelegenheit bewie vor wird ein Suppenteller kleinen Formats knapp gefüllt mietern seines Hauses freiwillig Räumung gewährt hat, weil er sich treffende Mitteilung. Ihr entnehmen wir, daß Herr Bollad sieben berausgabt. Die Frequenz scheint deshalb nachzulassen, so bon ibrer Notlage überzeugt hatte, während er gegen Frau Domdaß, da das Uebrigbleibende doch verwendet werden muß, browsti am 16. September die Klage erheben zu müssen glaubte, auch einmal Speisenauswahl zu verzeichnen ist. An dem weil er annahm, die Frau habe alle Räumlichkeiten an Aftermieter Tage, als holzige Kohlrüben Tagesgericht waren, wurde da- vermietet und sei auch in der Lage, die Miete zu zahlen und habe neben noch vom vorigen Tage Lungenhaschee verkauft. Drohungen gegen ihn ausgestoßen. Unser Artifel betraf nicht die Hier tut Abhilfe dringend not. Jetzt gewinnt bei jedem, der Berion des Hauseigentümers, sondern die Wirkung des Zurüdsehen will, die Ueberzeugung Raum, daß die Arbeiter und Arbeibehaltungsrechts. Tatsächlich befand sich die Frau D. in mißlicherer terinnen, die dort speisen, tatsächlich nicht viel mehr bekommen als age, als der Eigentümer annahm. Tatsächlich hat sie auch Sachen aus der Wohnung entfernt. sie mit 10 Pf. bezahlen und die 15 Pf. des Noten Streuzes" fallen der Aschinger- Gesellschaft als Geschäftsgewinn zu. Zu erwägen Im Auftrage der christlichen Gewerkschaften erklärte wäre, ob denn nur die Aschinger- Gesellschaft oder nicht auch Charlottenburg . Sonnabend. 3. Dftober, abends 8 1hr, findet in Herr Becker seine Zustimmung mit den Ausführungen des Refe- andere derartige Betriebe mit der Herstellung der Speisen der Aula des Schiller Realgymnasiums, Schillerstr. 26, der renten. Besonders scharf wurde die Rede Brückners noch von dem beauftragt werden können. Der Wettbewerb hat noch nie zweite Boltstunstabend des Verbandes der Volksbühnen statt. Bertreter des Verbandes der technisch- indu- zum Schaden der Leistungsfähigkeit gewirkt. Dringend müßte sonjumgenossenschaft und den anderen mit Blafaten belegten Stellen, sowie Breis 10 Bi werden in den Berkaufsstellen der striellen Beamten unterstrichen. aber davor gewarnt werden, etwa die Qualität der Speisen von 18 Uhr ab an der Saallaffe ausgegeben. Cohen, der Vertreter des Metallarbeiterverbandes, wies an mit Rücksicht auf die zu erhöhende Quantität herabzusetzen. Neukölln. Sonnabend, 3. Oftober, abends 8 Uhr, findet in der Aula der einigen Beispielen nach, in welch hohem Maße die Gewerkschaften Das Volk hat ein Recht zu verlangen, daß in dieser schweren mit ihren Unterstübungen die Kommunen entlasten. So erhalten Zeit die ihm im Wege der Massenherstellung zu billigen nach seiner Aufstellung zum Beispiel 12 Organisierte vom Preisen verabfolgten Speisen von solcher Beschaffenheit sind, Verbande eine Unterstützung pro Woche von 85,50 M., der Zuschuß daß durch diese Ernährung die Erhaltung seiner Arbeitskraft der Gemeinde beträgt hierfür 27,25 M., entsprechend den von Berlin gesichert ist. Es ist nur ein Gebot der Zeit, wenn die gezahlten Säßen. Für 12 Unorganisierte hätte die Ge- liefernde Gesellschaft verpflichtet wird, nach diesem Grundsay meinde jedoch 54 M. unter den gleichen Bedingungen zu zahlen, zu handeln. so daß sie an den organisierten Unterstüßungsbedürftigen 26,25 M. sparen würde. Bei der großen Zahl der arbeitslosen Organifierten und den großen Summen, welche die Gewerkschaften für sie zahlen, bedeutet das aber eine sehr starke Entlastung für die ein zelnen Kommunen.
Als Ergebnis der Versammlung gelangte folgende Resolution zur einstimmigen Annahme:
Einigungsämter in Mietsfragen.
Eintrittskarten
Die
Realschule in der Boddin straße der nächste Kunſtabend des Verbandes der Freien Volfsbühnen statt. Die Eintrittskarten kosten 10 Pf. Außer in den Bablabendstellen ersichtlich sind, werden auch Starten im Rathause und beim bisher bekanntgegebenen Verkaufsstellen, die auf allen Blakaten in den Buchhändler Bergwald, Berliner Str. 56, verkauft.
Schöneberg . Der zweite Kunstabend findet am Sonnabend, den 3. Oftober, abends 8 Uhr, in der Aula der Hohenzollernschule, Belziger Straße( Ece Eisenacher Straße) statt. Eintrittstarten pro Stüd 10 Pf. werden verausgabt in der Spedition, Martin- Luther- Str. 69; Restaurant Jürgens, Barbarossastr. 5a; Konsumgenossenjchaft, Apostel Paulus- Str. 40, und Herter, Grunewaldstr. 30. Ebenfalls bei dem Schuldiener.
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Wir haben gestern mitgeteilt, daß der Magistrat bestimmte Grundsäge aufgestellt hat, nad) denen Frauen von Kriegsteilnehmern Mietsbeihilfen gewährt werden sollen. Schulentlassungsfeier in Adlershof . Sonntag, den 4. Oktober, nachmittags 5 Uhr, findet im Arbeiter Jugendheim, Bismardstr. 31, eine Ueber die Fälle der Fürsorge für die Striegerfamilien Schulentlassungsfeier, bestehend aus Gesangsvorträgen, Rezitationen und hinausgehend, beabsichtigt nun der Wagistrat eine gene- Feitrede statt, hierzu sind die Eltern mit ihren schulentlassenen Stindern Die am 28. September 1914 tagende Versammlung der Vor- relle Regelung in der Frage der Mietsins- reunimit einem Mittwoch, den 7. Dttober, ein Mädchenabend statt. freundlichst eingeladen. stände der freien, christlichen und Hirsch- under- zahlung. In erster Linie sollen Einigungsämter Die jugendlichen Mädchen werden ersucht, sich daran zu beteiligen. findet am ichen Gewerkschaften, sowie die der Angestelltenverbände Ber - eingerichtet werden, die berufen sind, zwischen dem Vermieter fins und Umgegend, nehmen von den Verhandlungen der Vor- und Mieter zu vermitteln und eine Grundlage zu schaffen, die ortsvertreter in der Konferenz am 24. September im Berliner den Interessen beider Teile gerecht wird. Rathause Kenntnis.
der Vorortvertreter, in der Arbeitslosenfürsorge mit den Arbeiter
wollen.
liste!
Eine Familientragödie ereignete sich in der Nacht zum Donnerstag in der Grunewaldstraße 86. Dort wohnt der 48 Jahre alte Maurer Reinhold Selle mit seiner Frau Emma und einem vier jährigen Enfeltinde. Die Frau war in der letzten Zeit sehr niederdiente, gefallen ist. Dazu kam, daß ihr Mann sie schlecht behandelte. geschlagen, weil ihr 22 Jahre alter Sohn, der bei den Franzern Nach einer erneuten Mißhandlung beschloß die Frau ihrem Leben ein Ende zu bereiten und das Entelkind mit in den Tod zu nehmen. Sie öffnete in der Küche die Gashähne und erwartete, mit dem Kinde auf dem Sofa ſizend, den Tod. Gestern früh fiel Nachbarn der starte Gasgeruch auf. Beim Oeffnen der Tür wurden Mutter und Enkelkind bereits besinnungslos aufgefunden. Den Bemühungen der Feuerwehr gelang es jedoch, die Frau wieder ins Leben Krankenhaus gebracht. Das Kind war bereits gestorben, die Leiche wurde beschlagnahmi.
zurüdzurufen. Die Schwerkranke wurde nach dem Schöneberger
Die Versammlung bedauert, den ablehnenden Standpunkt Einsichtnahme in die Lichtenberger Wählerliste. Von heute Freitag, den 2. Ottober bis einschließlich und Angestelltenorganisationen Hand in Hand arbeiten zu 16. Oftober liegt die Liste der stimmfähigen Bürger im Stadthause, Ganz energisch müssen sich die Vorstände dagegen verwahren, Türrschmidtstr. 25, Zimmer 6, Erdgeschoß, aus. Die Einsichtnahme daß die Gemeinden den Betrag, den die Arbeiter- und Ange- hat während der Zeit von vormittags 8 Uhr bis nachmittags 3 Uhr stelltenorganisationen an ihre Mitglieder zahlen, beim etwaigen an den Wochentagen und vormittags 9 Uhr bis mittags 12 Uhr an Bezug einer Gemeindeunterstüßung ganz anrechnen, außerdem den Sonnagen zu erfolgen. Die Nachwahlen für das ausgeloste aber noch die Frage der Bedürftigkeit geprüft werden soll. Da- Drittel der Stadtverordnetenversammlung finden in wenigen durch würde der zu Unterstützende schlechter gestellt werden als der Unorganisierte, der den vollen Unterſtüßungssatz der Ge- Wochen statt, deshalb: Nehmt Einsicht in die Wähler meinde erhält und für den dieselbe größere Aufivendungen zu machen hätte. Die Organisationen haben bisher- teilweise ihre Die Volks- Kaffee- und Speischallen- Gesellschaft will, daß die Kräfte weit übersteigend die durch den Krieg arbeitslos Gewordenen unterstützt. Pflicht des Staates und der Kommunen hausung zugänglich gemacht werden. Zu diesem Zwecke jind„ Neu Erwacht“ und„ Männerchor Olympia" am gefochten, warmen Mahlzeiten auch Familien in ihrer Be- Gesangskonzerte bei Verwundeten hielten die Gesangbereine ist es, einzugreifen und nicht den Organisationen die Lasten wärmedichte Speiseträger beschafft worden, die gegen ein Pfand Sonntag ab. Ersterer tonzertierte unter seinem Dirigenten Chorallein tragen zu lassen. Um einen Ausgleich herbeizuführen, kann eine sozial und leibweise abgegeben werden, sofern nicht eigene Beschaffung oder meister Herrn Heinr. Bleil in der Klinit des Prof. Dr. Joseph ant Anfertigung vorgezogen wird. Vorläufig müssen die Koffer und Mariannenufer und im Krankenhaus Bethanien, letterer im Vergerecht empfindende Gemeindevertretung keinen anderen Weg Gefäße von den Abnehmern jelbst abgeholt und für die Entnahme einslazarett Siemensstadt unter Leitung des Chormeisters Herrn gehen, als er in dem Beschluß der Stadtgemeinde Berlin zum der Speisen gereinigt mitgebracht werden. Die Kober sind reich- Müller. Den Vereinen wurde allenthalben von den leitenden BerDie Bersammlung richtet daher an alle Vorottgemeinden lich groß für den Bedarf einer Familie und halten die Speisen sonen der Lazarette für ihre Mühewaltung und ihr Bestreben, den den dringenden Wunsch, sich dem Vorgehen der Stadtgemeinde längere Zeit warm, sodaß Brennmaterial und Arbeit für Her. Verwundeten einige frohe Stunden zu bereiten, herzlicher Dant Berlin anzuschließen und ein Abkommen mit den Angestellten- viele Wahlzeiten in den Speisehallen abgeholt. und Arbeiterverbänden treffen zu wollen.
Ausdrud kommt.
stellung und Wärmen der Speisen gespart wird. Bereits jetzt werden
zu teil.
bergangenen
Sollten die Gemeinden diesem berechtigten Die Mädchen- Handelsschulen der Korporation der Berliner Die Vereine Männerchor Ost" und„ Sängerchor Wedding" Verlangen nicht stattgeben, verpflichten sich Kaufmannschaft, Weinmeisterstr . 16/17, Wilhelmshavenerstr. 2/5, werden am Sonntagnachmittag 5 Uhr den Verwundeten im die Borstände, in ihren Organisationen in Gr- Schöneberg , Feurigftr. 57, beginnen am 8. Oftober ihr Winter Friedrichshain ihre Lage durch gesangliche Darbietungen vergessen. wägungen darüber einzutreten, ob den in den femefter. Die Schulen wollen Frauen und Mädchen, die den kauf- madhjen,