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Nr. 28.- 32. Jahrg.

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Polegram- preffe: Sozialdemokrat Berlin ".

Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands .

Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplas, Nr. 151 90-151 97.

Donnerstag, den 28. Januar 1915.

Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplay, Nr. 151 90-151 97.

Der Uzjoter Baß von den Desterreichern wiedergewonnen.

Erfolg der Sachsen bei Craonne .

Westlicher Kriegsschauplah.

Der französische Tagesbericht.

Baris, 27. Januar. ( W. Z. B.) Der gestern nachmittag ut 3 Uhr ausgegebene amtliche Kriegsbericht lautet: Auf der ferfront find die belgischen Truppen im Gebiet von Bervise Borgerückt. Bei Tagesgrauen haben die Deutschen gegen unsere

Die Meldung des Großen Hauptquartiers. Die Zensur in Oesterreich .

Amtlich.

Großzes Hauptquartier, den 27. Januar 1915.( W. I. B.)

Weftlicher Kriegsschauplatz.

Ernste Beschwerden auch der bürgerlichen Areije.

Bei Nieuport und Ypern fand nur Artil- ichon ett langem einen nachdrüdlichen Stampf um das

Schüßengräben östlich vern einen Angriff mit einem Bataillon leriekampf statt.

unternommen, der sofort aufgehalten wurde. 300 Zote, darunter

Dieser Angriff sollte von Kompagnien der zweiten Linie unterstützt

nim auch den bürgerlichen Kreisen mitgeteilt und die So erschien in dieser Bochic beim Ministerpräsidenten dent und zwei Vizepräsidenten des Abecordnetenhauses, un

Mus Wien wird uns vont 22. Januar geschrieben: Rochdem die sozialdemokratische Breffe in Oesterreich seit bißchen Menuungsfreiheit führt, das der Kriegszustand Bei Cuinchy südwestlich La Bassee versuchte überhaupt übriggelassen hat denn vorweg ist sie durch der Führer der Spitzenkompagnie, ſind auf dem Kampfplatz geblieben. der Feind gestern abend die ihm am 25. Januar die Militärzentjur auf das stärkste cingeengt worden werden, aber diese konnten unter dem sehr genauen Feuer unserer entrissene Stellung zurückzuerobern. Das Be- bat sich der Unwille über den berühmten weißen Fled" Artillerie aus ihren Unterständen nicht herauskommen. Bei La mühen war vergeblich, der Angriff brach in Regierung vernimmt nun auch von ihnen bittere Worte. Bassée, in Givenchy und Guinch richtete der Feind fünf unserem Feuer zusammen. Augriffe gegen die englischen Linien. Nachdem fic leicht vorgerüdt waren, wurden die Deutschen zurüdgeworfen. Sie ließen zahlreiche Die schon gestern gemeldeten Kämpfe auf zuerst eine parlamentarische Deputation, nämlich der Präfi­Tate und 60 Gefangene, darunter 2 Offiziere, auf dem Stampsplay. den Höhen von Craonne hatten vollen Erfolg. in, unter Hinweis auf die Seltianfetten der Zenfurvraris, Ter Angriff war von einem Diversionsversuche auf mehreren Stellen Die Franzosen wurden aus ihrer Höhenstellung zu erfuchen, feinen Einfluß dahin geltend zu machen, daß unserer Front begleitet gewesen. Zwischen den Straßen Béthune - westlich La Creute Fme. und östlich Surfebise ge- die zeniur. jongit nicht zwingende militärische Rücken Feind aus den Schühengrüben hervorzukommen. Er wurde aber worfen und auf den Südhang des Höhengeländes entgegenstehen, in einer den Bedürfnissen des Leſepublikums entgegenkommenden Weise gehandhabt merde". durch das Feuer unserer Artillerie und Infanterie augenblicklich angedrängt. Mehrere Stüßpunkte auf einer Der Präsident des Abgeordnetenhauses, Dr. Syl schalten. Auf dem Rest der Front zwischen 2ys und Dise Ar- Breite von 1400 Meter wurden von den Sachsen veiter, batte zur Beschwerde einen versönlichen Aulos: cr Beim ersten wurde er im Sturm genommen, 865 unverwundete Fran- erörtert nämlich derzeit die Notwendiafeit einer innigeren 30sen gefangen, acht Maschinengewehre erobert, Deutschen Reich, und seine Erörterungen werden beharrlich ein Pionierdepot und viel sonstiges Material fonftssiert Roch ernster ist die Dentfchrift zu erten; die dem Ministerpräsidenten über Initiative des Herrenhaus­erbeutet. Niederösterreichischen Gewerbeverein, einer alten, foliden

La Bassée und Aig Noulette- Francion versuchte der

tillerieduell. Westlich von Craonne hat der Feind hintereinander zwei äußerst heftige Angriffe unternommen. Beim ersten wurde er

zurüdgeworfen, beim zweiten drang er in unsere Schützengräben ein. aber durch einen energischen Gegenangriff gewannen wir beinahe das gesamte verlorene Gelände wieder. Der Kampf um dic vom Feinde auch besetzten Bruchstücke der Schützengräben dauert fort. In der Champagne, in der die Artillerie des Feindes eine geringere

wirtschaftlichen Berbindung Oesterreich Unaarns tit Dent

Südöfflich St. Mihiel nahmen unsere Trup- mtaliedes, und Geheimen Rates Dr. Erner von dem tigkeit als an den vorhergegangenen Tagen zeigte, fchoffen unsere pen einen französischen Stützpunkt, Gegen- unternehmerbereinigung, dargebracht worden ist. In diefer

Batterien wirksam auf die deutschen Stellungen In den Ar­ gonnen

, im Gebiet von Saint Hubert, wehrten wir einen Angriffs.

versuch ab. Im Elsaß verwendete der Feind scine Bombenwerfer

gegen unsere Stellungen am Hartmannsweilerkopf, wo teine neuen

Kämpfe stattfanden. Der Feind hat Thann , Lembach und Sennheim beschossen.

Baris, 27. Januar. ( W. T. B.) Amtlicher Bericht vom 26. Januar, 11 Uhr abends. In der vergangenen Nacht warfen

angriffe der Franzosen blieben erfolglos.

In den Vogesen liegt hoher Schnee, der unsere Bewegungen verlangsamt.

Deftlicher Kriegsschauplah.

des

Der russische Angriff nördlich Gumbinnen die englischen Truppen einen neuen Angriff bei Givenchy und La machte keine Fortschritte, die Verlufte Sassée zurüd und beschten schließlich im Gegenangriff die Stel- Feindes waren stellenweise schwer. Iungen des vorhergehenden Tages wieder. Der Kampf an der Straße In Polen keine Veränderung.

Oberste Heeresleitung.

Der neue Generalquartiermeister. Attlich. Großes Sauptquartier, den 27. Januar 1915.( W. Z. B.):

Bethune- 2a Bassée war sehr heiß. Die Deutschen ließen bert 300 Tote zurück. Infolge des bereits gemeldeten heftigen An­griffes konnte der Feind gestern abend in unsere Schüßen­gräben zwischen Hurtebise und dem Walde von Toulon , west­lich Craonne, einbringen, nachdem die Schühengräben durch Lufttorpedos vollständig zerstört worden waren. Wir machten dort eincu Gegenangriff. Den letzten Nachrichten zufolge war ein Teil des verlorenen Geländes wiedergewonnen. In den Argonnen unternahmen unsere Truppen zwei Angriffe bei St. Hubert und Fon Zum Generalquartiermeister ift an Stelle des zum Kriege taine - Madame. Wir konnten in den kürzlich verloren gegangenen minister ernannten General Wild v. Sohenborn der General Schüßengräben wieder Fuß fassen und mehrere deutsche Sappen zer- leutnant Freiherr von Freytag- Loringhoven ernannt ftören. Der Feind unternahm einen Gegenangriff, wurde jedoch in der Nacht vom 25. zum 26. zurüdgeworfen. Bon der übrigen Front ist nichts Wichtiges zu melden.

Offiziere, über die ich aus dem Munde deutscher Offiziere oft

worden.

Der österreichische Generalstabsbericht.

dam Regierungschef persönlich unterbreiteten Denkschrift fin­

den sich Säße von einem für diese Beiten und für diese streise

ganz bemerkenswerten Freimut. Die derzeitiae Saudhabung der Benfur habe tiefe Berftinumtung hervorgerufent", habe ..beinliches Aufsehen erregt"; es liege geradezu int Intereffe der Regierung, eine zu weifgehende Beschränkung des freien Wortes zu vermeiden und die Bildung einer öffentlichen Mei. muna zu fördern, ohne welche die Funktionäre der Regierung, die berufen sind und berufen fein merden, die wirtschaftlichen nd politischen Korfequenzen aus diefem Kriege richtunggebend 3 beeinfluffen, gar nicht in der Lage sein werden, ihre Mirf­gaben in befriedigender Weise zu löfen": eine zu weitgehende Proffelung der freien Meinungsäußerung müiffe abichwächend quf die große Begeisterung wirfen, und es förutte statt deffent Berdrossenheit und Gleichgültigtcit cutreten": das alles find ficherlich sehr richtige Beobachtungen und Anschaungen, und es wäre nur zu minschen, daß die Regierung ich sie zu eigen macht. Jedenfalls beweist dieser Widersprich gegen die Benjur, daß sich auch die bürgerlichen Kreise der Gefahr der Heffelung der Preise bewust zu werden beginnen. Und schon das ist ein Fortschritt.

Es wird die Refer vielleicht interessieren, das verwidelte System der österreichischen Zensur Pennenzufernen.

Für die Presse in Desterreich gibt cs fett Kriegsausbruch ausnahmslos das, was man Benjur nennt; der Unter­Die Kämpfe im Sundgau. fchied gegen die leibhaftige Zensur des Bormärz ist eigentlich Wien , 27. Januar. ( W. T. B.) Amtlich wird verlautir technischer Art, Man muß sich also nicht gerade die Gr Basel , 26. Januar.( 2. T. 9.) Oberst Müller schildert bart: 27. Januar 1915. Jm oberen Ungtale wurde laubnis zur Veröffentlichung verschaffen. bevor man etwas in berenen 3üricher Zeitung die überaus wütenden gestern der Gegner aus seinen Stellungen auf den Grenz- druden läßt: aber die Behörde fann jede 3eile pou Kämpfe im Sundgau, namentlich um die Söhe 425 weich Senn höhen beiderseits des Uzsoker Passes geworfen. Einer der der Veröffentlichung an sichließen- gleichgül­heim. Er schreibt u. a.: Die Deutschen zollen namentlich den wichtigsten Karpathenpässe, um dessen Besitz im Verlauf des tig wie immer der Inhalt geartet ist, alio auch dann, wenn franzöfifchen Alpenjägern Lob. Ihrer gewandten, tapferen Haltung Feldzuges schon oftmals erbittert gefämpft wurde und der seit er einen geiezwidrigen Charakter abfolut nicht befist. Und aber fehlte die zähe Ausbauer, als der Erfolg dem Angriffsfeuer 1. Januar von den Russen befest, besonders stark befestigt und ihre Anordnung ist endgültiger Art, fie fann nirgendwie nicht fogleich enifprad), eine Erscheimmg, welche von den deutschen durch mehrere hintereinander liegende gute Steilungen zäh angefochten werden. Scheinbar find die weißen Flede", von Frontoffizieren aus anderswo festgestellt würbe. Sehr günstig verteidigt wurde, gelangte hierdurch nach dreitägigen denen die österreichischen Beitungen jest minneln". dasselbe, Tautet im allgemeinen das Urteil über die franzöfifchen ämpfen wieder in unseren Besit. Nordwestlich des was man in einigen auch früher und eben inner bemerkt genug Worte höchfter Anerkennung und Achtung hörte. Die Aus- zjoker Passes, sowie im Latorcza. und Nagyagtale dauern bildung der Truppe und die soldatische Haltung und Ausdauer feien die Kämpfe noch an. verschieben. Die aus älteren Leuten bestehenden Territorial- In Westgalizien und in Polen infolge Schnee- ger chtliche Rachsrüfung folgt: die staatsanwaltliche Stoutis­truppen, welche jetzt vielfach auch als Gefechtstruppe in der Front gestöbers nur mäßiger Artilleriekampf. verwendet werden, werden von deutscher Seite nicht besonders hoch eingeidägt. In Anbetracht der febr fchwer anzugreifenden beherrschen­den französischen Stellungen muß die Wiedergewinnung des öst lichen Teiles der Höhe 425 als schöner taktischer Erfolg und rühm­liche Waffentat bezeichnet werden. Schwierig gestalten sich für die Franzosen in diesem Gelände die rückwärtigen Verbindungen betachierten Abteilungen im Gebirge schlimm bestellt. Aber auch die und damit die Verpflegungsverhältnisse. Das Wefferlingertal bietet wifchen Thann und Sennheim stehenden franzöfifchen Truppenteile teine großen Hilfsquellen mebr. Der Transport der Lebensmittel fcheinen unter Verpflegungemangel leiden. Wenigftens faben die über die Vogesenpäfte erfordert starten Verbrauch von Sträften und bei Sennheim gefangenen Frangofen abgemagert aus und flagten Beit; insbesondere ist mit der Berpflegung der eineren über Hunger.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes.

von Hoefer, Feldmarschalleutnant.

Bat: aber das ist nur eine scheinbare Mehrlichkeit. Das be Bei lagnahme durch den Staatsanwalt, der aber dann eine

ruht sonst auf der( in Desterreich unbegrenzten) vorläufigen

tation bedarf der nachträglichen Bestätigung durch das Ge­richt, und fie fantu un dem fogenannten objektiven Berfahren auch angefichten werden was mun freilich nur sehr färgliche Schutzmaßregeln der Breßfreiheit sind, aber dem Konfiszieren doch immerhin eine Grenze jeben. Rest ist das anders, unc der Vorgang ist der folgende. Die Rettungen dürfen erit zmei Stunden nach cherreichung des Bilichteremplars verbreitet werden. Die Behörde und zwar ist es die Polizeidirektion kan wegen jedes beliebigen balts die Berbreitung Des Blattes untersagen, affo im Wesen die Verbreitung jedes thr amtößig erscheinenden Inhalts verhindern. Mio verfügt fic