Verlustlisten.
Die Verlust liste Nr. 141 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: Generalkommando des VII. Armeekorps, Feldgendarmeries Stab der Garde- Ers.- Div. und der 99. Inf.- Brigade. 1. und 3. Garde- Reg. und 2. Garde- Res.- Reg. Lehr- Inf.- Reg.
Trupp.
Philharmonisches Konzert.
nisse der in der weiten Umgebung Berlins verstreuten Gärt- jekt leidet das Gastwirtsgewerbe besonders schwer; der nereien. Dazwischen rattern die Handkarren der Käufer, Hufe Konsum ist stark zurückgegangen, viele fleine Restaurateure flappern, Menschen wimmeln, und im Schein der Laternen haben ihre Läden schließen müssen und haben ihre sauer entwickelt sich ein lebhaftes Kommen und Gehen. Kränze ersparten Groschen verloren, viele andere vegetieren nur und werden abgeladen, um vielleicht noch am selben Tage den Sarg sind mit ihren Mieten start im Rückstande. Eine Bierpreiseines entschlafenen Erdenbewohners zu schmücken. Kasten und erhöhung würde den Konsum weiter verringern und weitere Körbe mit Topfblumen und Gewächsen wandern in die Halle. Existenzen fordern. Es sind Protestversammlungen der GastDort harren fie tagsüber des Käufers. Alpenveilchen schließen wirte in Aussicht genommen. mit der bescheidenen Erika enge Freundschaft, das Immergrün Grenadier- bezw. Infanterie- bezw. Füsilier- Regimenter Nr. 1, läßt seine frischen Triebe wie Frauenhaar über den Topf 2, 3, 4, 6, 7, 9, 10, 11, 12, 23( fiche Komb. Ers.- Bat. d. Inf.- Reg. herabhängen, Farnkräuter suchen es in Stolz und Würde den Mr. 23/63), 24, 35, 37, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 46, 49, 51, 55, 60, Palmen gleichzutun, die in den verschiedensten Artgenossen findet am Freitag, den 12. Februar, abends 8 Uhr, in den Das nächste Volkskonzert des Philharmonischen Orchesters 62, 63, 64, 65, 66, 71, 75, 78, 79, 80, 84, 85, 87, 88, 93, 95, 97, 99, vertreten sind. Der Gummibaum rect sich wie ein preußischer Stammersälen, Teltower Str. 1-4, statt. Der Eintrittspreis 110, 111, 112, 114, 115, 117, 128, 129, 132, 135, 145, 147, 148, Flügelmann empor und zwischen diesen großen Brüdern und zu den sehr empfehlenswerten Konzerten ist auf nur 30 Pf. 149, 150, 151, 152, 154, 156, 158, 166, 167, 170, 176; Inf- Reg. Nr. 1 und 2 der Brigade Doussin; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 1, 2, Schweſtern verkrümeln sich die kleinen Kaktusse mit ihrem festgesetzt und werden Interessenten darauf aufmerksam ge5, 18, 23, 27, 28, 30, 31, 32, 36, 39, 40, 46, 48, 61, 63( siehe auch feindseligen Stachelkleid. Komb. Ers.- Bat. d. Inf.- Reg. Nr. 23/63), 64, 65, 66, 72, 80, 82, Daneben aber taucht, vom grellen Schein der elektrischen macht, sich baldigst mit Billetts zu versehen. Solche sind zu 83, 86, 91, 93, 94, 99, 130, 201, 205, 207, 214, 215, 217, 218, 219, Birnen übergossen, ein Meer von Blumen auf, ein entzücken- Zimmer 13, ebenso im Zigarrenladen bei Horsch, Engelufer 15. haben bei der Gewerkschaftskommission, Engeluser 15 I, 222, 227, 229, 230, 231, 232, 233, 234, 236; Rei- Inf.- Reg. des Farbenspiel, prangend und lockend in seltsamer Buntheit. Der Verkauf in der Gewerkschaftskommission findet vormittags Zimmer 13, ebenso im Zigarrenladen bei Horsch, Engelufer 15. Nr. 2; Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 2, 3, 4, 5, 10, 13, 24, 26, 27, Neben dem blaßbläulichen Flieder die sensible Mimose, hier Der Verkauf in der Gewerkschaftskommission findet vormittags Inf.- Regimenter Nr. 23/63; Brig.- Erf.- Bataillone Nr. 26, 34, 43, riten und brennende Amarillen, und weiterhin in fröhlicher 39, 40, 46, 48, 61, 62, 65, 66, 83, 110, 116; Stomb. Ers.- Bat. der ein violetter Teppich von Veilchen , dort gelbherzige Margue- bon 9-12 Uhr und nachmittags von 4-7 Uhr, außer Sonnabends nachmittags statt. 83; Landw.- Brig.- Ers.- Bat. Nr. 47; Landsturm- Bataillone Allen stein I ( siehe Landsturm- Halb- Bataillon Wehlau), Gera , II. Neu- Abwechselung leuchtende Narzissen, rote Kamelien, die Dumas streliß, Samter, Schrimm 1; Halb- Bataillon Wehlau; Jäger- rührselige Kokotte so sehr geliebt, Nelken, rot wie Blut und Bataillone Nr. 4, 5, 6, 10; Res- Jäger- Bataillone Nr. 5, 11, 15, 18 weiß wie Schnee, glühende Tulpen in friedlicher Eintracht mit ( siehe Festungs- Maschinengewehrzug Nr. 35 und Feldluftschiffer- blauen Hyazinthen, schneeige Azaleen neben zarten Vergiß Abteilung des XXIII. Reserveforps), 22; Garde- Maschinengew.- meinnicht und lieblichen Maiglöckchen. Alle überragend aber Abteilung Nr. 1; Reserve Festungs- Maschinengewehr- Abteilung an Wuchs und Duft und Schönheit die königliche Rose! Rosen Nr. 2; Festungs- Maschinengewehrzug Nr. 35. wie Herzblut, Rosen im keuschesten Weiß, Rosen, so gelb wie der Neid, Rosen so rot wie die Biese einer Generalshose. Und Blumen und Rosen und Laub und Grün hier in der weiten, dämmerigen Halle, zwischen Gemüse und Kartoffeln und Fisch und Fleisch und Gott weiß was noch allem im grau- trüben Wintermorgen, mutet wie ein wundersam traumhaftes Märchen an.
3. Garde- Ulanen; Kürassiere Nr. 7; Dragoner Nr. 4, 6( siehe Nav.- Reg. v. Günther und v. Bettendorff), 17, 24; Qusaren Nr. 15, 16; Ulanen Nr. 5, 6( siehe Kav.- Neg. v. Günther), 11, 16; Jäger zu Pferde Nr. 13; Regimenter v. Bettendorff und v. Günfher.
1. Garde- Reserve- und 6. Garde- Feldart.- Reg.; Feldart.- Regimenter Nr. 2, 5, 10, 14, 15, 16, 20, 36, 38, 42, 45, 46, 50, 52, 57, 69; Nes.- Feldart.- Regimenter Nr. 11, 14, 43; 2. überplanmäßige Landwehr- Batterie des XI. Armeekorps.
2. Garde- Fußart.- Reg.; Fußart.- Regimenter Nr. 3, 13; Ref.
Fußart.- Reg. Nr. 11; Mörser- Reg. Nr. 12.
Bion.- Regimenter Nr. 19, 23, 25, 29; Pion .- Bataillone: I. Garde, Garde- Erjak; II. Nr. 1, 1. Nr. 2, II. Nr. 3, 1. Mr. 6, I. Garde, Garde- Erjak; II. Nr. 1, 1. Nr. 2, II. Nr. 3, 1. Nr. 6, I. Nr. 8, I. Nr. 14, II. Nr. 16, I. Nr. 17, I. Nr. 21. I. Nr. 27,
I. Nr. 28; Pion.- Grs.- Bataillone Nr. 5, 21, und III. Nr. 28; PionAbteilung der 2. Kav.- Div.
Feldluftschiffer- Abteilung bes XXIII. Reserveforps; Feld
fliegertruppe.
Stuhm.
3. Park- Komp. des Abschnitts III der Festung Breslau ; Armierungsfolonne Nr. 47. Feldlazarett Nr. 12 des Garde- Reservekorps; geldlazarett Nr. 1 der Garde- Ers.- Div.; Res- Lazarette Frankenstein und Train- Abt. Nr. 9; Proviant- Kolonne Nr. 6 des XI. Armeekorps; Fuhrpark- Kolonne Nr. 13 des XVII. Armeekorps; GhappenFuhrpark- Kolonne Nr. 8; Feldbäckerei- Kolonne Nr. 25. des XXV. Reserveforps.
Die bayerische Verlustliste Nr. 148 meldet Verluste des 3., 9., 12., 17., 20., 21., 22. Inf.- Reg.; Res.- Inf.- Regimenter Nr. 7, 10, 11, 12, 14, 15; Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 1, 3, 12; Ers.- Inf.- Reg. Nr. 1; 2. Chevaurlegers- Reg. Regensburg; Res.Kav.- Reg. Nr. 1; Res.- Fußart.- Reg. Nr. 1; Pion.- Reg.; 1. Pion.Bataillon, 2., 3. Pion .- Bat.; 2. Landw.- Pion.- Komp. des I. Armeeforps; 2. Landw.- Pion.- Komp. des II. Armeekorps; Ersatz- SanitätsKompagnie.
Berichtigungen früherer Verlustlisten.
Aber wie es so ist im Leben: auch die schönsten Träume werden grausam zerstört. Rauhe Hände greifen in den Blumentraum, mit brutaler Geschäftsmäßigkeit wird gefeilscht und gehandelt um die süßen Kinder Floras, viele nehmen ihren Weg in Körbe und erwachen im Laden oder auf der Straße wieder. Dann allerdings sind sie so weit, daß sie aus Objekten des Geschäfts Subjekte der Freude werden!
Undurchdringlicher Nebel.
Ermission einer Kriegerwitwe. Kriegerfrauen wegen Mieteschulden zu ermittieren, ist unzulässig. Dieser Schuh hört leider auf, wenn der Mann fällt und die Kriegerfrau zur Kriegerwitwe wird. Allen Kriegerwitwen, die Miete schuldig bleiben, kann der folgende vor dem Amtsgericht Berlin- Mitte zur Entscheidung gebrachte Fall als Lehre dienen. Rooke wurde im August als Landwehrmann eingezogen. Seine Der im Hause Demminer Str. 26 wohnende Brauer Paul Frau zahlte- anders als viele Kriegerfrauen für Auguſt, September, Oktober die Miete voll mit je 27 M. Für November gab sie zunächst nur 20 M., und sie stellte dann bei der Steuertasse einen Antrag auf Mieteunterstüßung. Diese Beihilfe wurde der kinderlosen Frau von der Unterstüßungskommission versagt. Ueber den Grund steht in dem ablehnenden Bescheid nichts. Die Sauseigentümerin, Frau Lanner, hatte sich geweigert, in die gewünschte Mieteermäßigung zu willigen. Die Mieterin sei in der Lage, den vollen Betrag herzugeben, meinte sie. Frau Looke blieb wieder nur 20 M. Als dann ihr Mann im Felde erkrankte und weiter die restierenden 7.M. schuldig und zahlte auch im Dezember nach Jnsterburg ins Lazarett gebracht wurde, fuhr sie dorthin. Da sie lange als Krankenpflegerin tätig gewesen war, gestattete man ihr, sich an der Pflege ihres Mannes zu beteiligen. Am WeihGestern morgen legte sich ein undurchdringlicher Nebel in nachtsheiligabend starb er. Sie ließ auf ihre Kosten die Leiche die Straßen der Stadt. Man konnte buchstäblich kaum die nach Berlin bringen. Am Tage nach der Beerdigung ersuchte die Hand vor den Augen sehen. Die Ueberschreitung des Fahr- Hauswirtin die Witwe, zu ihr zu kommen. Frau Looke lehnte dammes war mit Lebensgefahr verbunden, da die ankommen- ab, sie sei jetzt nicht imstande, die Mieteangelegenheit zu besprechen. den Fuhrwerke nicht zu sehen waren. Die Straßenbahnführer Am 2. Januar übersandte sie der Wirtin wieder nur 20 M. für flingelten fortgesetzt, um Unglück zu verhüten, kamen aber Miete. Am Abend desselben Tages kam von dem Rechtsanwalt auch nur langsam vorwärts. Die Witterung war so recht zu der Hauswirtin ein Brief, der sofortige Zahlung der restierenden Hals- und Nasenkrankheiten angetan. Erst gegen 10 Uhr, als 3 x7= 21 M., sowie für die Zukunft pünktliche Mietezahlung die Sonne höher stieg, wichen langsam die Nebelschwaden und forderte. Anderenfalls sei, so wurde gedroht, Räumungsflage zu mittags herrschte das schönste Wetter. gewärtigen. Weil Frau Looke die 21 M. nicht sofort zahlte, wurde am 7. Januar Klage auf Zahlung dieses Mietsrestes und auf Räumung der Wohnung eingereicht. Im Termin am 15. Januar entschied das Gericht, die 21 M. seien in drei Raten von je 7 M. am 1. Februar, am 1. März und am 1. April zu zahlen, die Wohnung aber sei am 1. Februar zu räumen. Frau 2. sah sich nach einem anderen Quartier um und bereitete den Umzug vor tam am 29. Januar ein Brief, durch den die Hauseigentümerin wegen des Mietsrestes ihr Pfandrecht geltend machte. Auftrage" der Eigentümerin schrieb ihr Rechtsanwalt, daß die Mieterin auf Grund des Vermieterpfandrechtes die Mitnahme eines Kleiderspindes sowie des Teppichs und der Wanduhr untersagt werde und daß Zuwiderhandlung strafbar sei. Infolgedessen verzichtete die Mieteschuldnerin auf die ihr vom Gericht bewilligten Zahlungsfristen für die zweite und dritte Rate des Mietsrestes und bezahlte am 31. Januar sogleich alle drei Raten. Gegen die Mitnahme aller Sachen wurde dann nichts mehr eingewendet.
Müllkutscher gesucht!
An den Plakatsäulen prangen rote Platate, wonach die Wirt fchaftsgenossenschaft Müllkutscher und Mitfahrer sucht. Erst jetzt wird auch weiteren Kreisen flar, welch' nüßliche Tätigkeit der Mülltutscher zu verrichten hat; es zeigt sich aber auch, daß diese Arbeit durchaus verstanden sein will, wenn sie so flappen soll, wie das die Genossenschaft verlangt. Wie es ungeübten Arbeitern dabei ergehen tann, das zeigt folgende Bufchrift:
Die sächsische Verlustliste Nr. 103 enthält Verluste der Inf. Regimenter Nr. 100, 106, 107, 133, 139, 178, 181; Ref.- Inf. Regimenter Nr. 104, 241, 244, 245; Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 107, 133; Landft.- Inf.- Bataillone 1. Dresden , 2. Dresden , 1. LeipDa immer noch an den Anschlagsäulen von der Berliner Wirtschaftszig, Birna; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 63; Erf.- Bataillone, Ref.- Reg. genossenschaft Leute zum Müllfahren gesucht werden, meldete auch ich mich, Nr. 104, Landw.- Regimenter Nr. 107, 133; Ref.- Jäger- Bat. Nr. 12; und wurde auch eingestellt. Ich sowohl als auch der Kutscher waren Fußart.- Reg. Nr. 12; Res- Fußart.- Bat. Nr. 19; Pionier- Batail- neue Leute. Wir erhielten als erstes eine Tour zugewiesen, auf lone I. Nr. 12, II. Nr. 12, I. Nr. 22, II. Nr. 22; Etappen- Flug- welcher bereits seit 3-4 Wochen kein Müll abgeholt worden war, so zeugpark Nr. 3, Flieger- Bat. Nr. 1; Sanitätskomp. 1, XII. Armee- daß statt 2 vollen Kästen fast durchweg 5-6, stellenweise noch mehr forps; Sanitätstomp, 1, XIX. Armeekorps; Schwere Proviantfolonne Nr. 2, XII. Armeekorps; Feldlazarette 2, 12, XIX. ArmeeNachrichten aus unvollständigen, feindlichen Gefangenenlisten. Die württembergische Verlustliste Nr. 108 veröffent licht Verluste des Juf- und Landw.- Inf.- Reg. Nr. 120; Inf. und Res- Inf.- Reg. Nr. 121; Füs.- Reg. Nr. 122; Gren.- Reg. Nr. 123; Landw. Inf.- Reg. Nr. 125; Inf.- Reg. Nr. 127; Res.- Inf.Reg. Nr. 247; Dragoner- Reg. Nr. 25; Feldart.- Reg. Nr. 65; I. und II. Pion. Bat. Nr. 13; Etappen- Kraftwagen- Park Nr. 7. Verluste durch Krankheiten usw.
forps.
Aus Groß- Berlin.
In der Blumenhalle.
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da
,, Namens und im
abzuholen waren. Es ist ohne weiteres flar, daß eine derartige Das ist mit dürren Worten der kahle Sachverhalt. Er zeigt, Tour 2-3 oder noch mehr Touren entspricht, wenn regelmäßig ab- daß dem Gesetz eine Ergänzung not tut. Sie muß gefordert wergeholt worden ist. Bei fast ununterbrochenem 12stündigem Arbeiten den, auch wenn man von dem vorliegenden Fall, in dem die Frau ( eine Pause von ca. 1 Stunde abgerechnet), schafften wir also nur diese schließlich die 21 M. aufbringen konnte, absehen will. Mit welchen eine Tour. Da dieser Tag gerade ein Sonnabend war, erhielten wir Empfindungen die um die 21 M. verklagte und zur Räumung am Abend gleich unseren Lohn und zwar der Kutscher 1,95 M. und verurteilte Kriegerwitwe aus der Wohnung schied, läßt sich denken. i 1,75 M., weil wir ja nur eine Tour geschafft hatten. Auf Ein- Am zweiten Tage nach ihrem Auszug aus dem Heim, das vor wendungen ließ man sich nicht ein, und wir verlangten beide unsere sechs Monaten der Gatte verlassen hatte, um im Dienste des Papiere, denn man kann es zwei starken Männern, welche Vaterlandes sein Leben dranzusetzen, wurde ihr noch ein Schreiben 112 Stunde schwer gearbeitet haben, nicht verargen, wenn seiner Kompagnie übersandt. Es enthielt das Eiserne Kreuz , das fie für solch einen Hungerlohn nicht weiter arbeiten wollen. Wenn die Gesellschaft auf solch billige Weise das wochenlang nicht abgeholte Müll fortschaffen läßt, ist es kein Wunder, wenn sich schwer Leute finden, die die Arbett länger machen als einen Tag. Daß dieser Fall nicht vereinzelt dasteht, dürfte der Umstand beweisen, daß wir in Straßen, die nicht zu unserer„ Tour" gehörten, von Portiers und dergl. Trinkgeld bis zu einer Mart angeboten erhielten, wenn wir die vollen Müllfästen mitnähmen, was wir jedoch ablehnten."
ihm nach seinem Tode am Geburtstag des Kaisers für sein tapferes Verhalten vor dem Feinde" verliehen worden war. Das Schreiben bedauerte, daß man dem von Vorgeseßten und Kameraden hochgeschäßten Krieger die Auszeichnung nicht mehr habe auf die Brust heften können. auf die Brust heften können.
Reklamesoldaten.
Schöne Blumen, meine Herren!" Wer kennt nicht diesen Ruf, der tagtäglich bis in die späte Nacht in den HauptverMit welcher Würdelosigkeit und Geschäftsmache sich die Reklame fehrsadern Berlins erflingt! Frauen sind es meist, die ihn ausstoßen, Frauen mit vom Wetter gebeizten Gesichern. Sie Nach dem uns vorliegenden Vertrag sollen die Leute drei Fuhren auf den Krieg gestürzt hat, ist aus den verschiedensten Anlässen schon bilden eine der charakteristischsten Noten im Weltstadtgetriebe. mit 135 Käften schaffen, wofür der tarifliche Lohn von 41 M. für wiederholt gerügt worden. Alle möglichen Handelsartikel werden Was wäre zum Beispiel der Potsdamer Plaz ohne die Stutscher und 38 M. für Schaffner gezahlt wird. Diese Leistung durch die Reklame in eine auch noch so entfernte Beziehung zum Blumenverkäufer! Prachtvoll leuchten die Kinder Floras aus wird von den eingearbeiteten Arbeitern auch gefchafft. Es zeigt sich Striegsdienst gebracht. Wo der Inseratentert zu dürftig und nicht den Körben hervor, ob es regnet, ob es schneit, ob der Himmel also, daß es durchaus nicht so leicht ist, Müllkutscher und Mitfahrer 8ugfräftig genug ist, muß ein der Phantasie entsprungenes Kriegsbild grau ist oder dunkel. Die Blumen lachen und leuchten. Sie bei der Wirtschaftsgenossenschaft zu spielen, zumal die Arbeit auch nachhelfen. Solche Kriegsbilder mit dem zugehörigen Text, auch in blühen und glühen und zwingen den Vorübergehenden erhebliche Körperkräfte erfordert. Wenn die Genossenschaft unter kommandos in den Provinzen verboten worden. Dieses Schicksal Form von Zeitungsbeilagen, sind jetzt von mehreren Generalwenn auch nicht immer zum Kauf, so doch zu einem freund- diesen Umständen nicht genügend Leute erhält, so ist das verständlich, traf auch Gesundheitsartikel, die durch Schüßengrabenbilder leichter berechtigt aber keineswegs zu der Behauptung, die Arbeiter wollten angepriesen werden sollten. nicht arbeiten.
lichen bewundernden Blick.
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Blumen auf der Straße, Blumen in den Läden, Blumen bei Begräbnissen, Blumen allüberall! Kennst Du das Land, wo die Blumen blühen? Dumme Frage! Bei uns werden sie gezüchtet, wo denn sonst. Ach nein, das ist ein Irrtum! Fremde sind's zumeist, um mit Heine zu reden, die uns Duft und Farbe und Freude bringen. Bis vor kurzem waren es zum großen Teil sogar Feinde, Franzosen , die uns die föstlichen Grüße Floras gleich in ganzen Waggonladungen sandten und die Regierung hat erst jest wieder Maßnahmen getroffen, um zu verhindern, daß die Franzosen uns neben Kugeln und Granaten auch noch mit Blumen beglücken. Zweimal täglich kamen in Friedenszeiten die duftenden Kinder als Expreßgut aus dem südlichen Frankreich und aus Italien . Nunmehr sind Schwierigkeiten eingetreten, da es zweifelhaft war, ob alle aus Italien bezogenen Blumen auch wirklich von dort stammten und nicht etwa von Frankreich herübergeschmuggelt wurden.
Gegen eine bedenklichere Mode, nämlich gegen die Einkleidung Schulpflichtiger Kinder in vorschriftsmäßig" gearbeitetes Feldgrau, Die Bezahlung der Backware in Gastwirtschaften. wendet sich die„ Vossische Zeitung". Es erscheine geboten, das GeDurch die neuen Bestimmungen über Einschränkung der wissen der Mütter zu schärfen und dieser wenig passenden Brotherstellung dürfte auch in den Gastwirtschaften Brot- Schaustellung ein Ende zu bereiten. Jeder Mißbrauch feldfnappheit eintreten. Verschiedene Gastwirtsvereine haben sich grauer Nachahmung stelle uns selbst nur ein schlechtes Zeugnis über entschlossen, in den nächsten Tagen ein Plakat mit folgendem die Reifheit unserer Erziehung aus. Feldgrau gehöre den Soldaten, Text auszuhängen:
,, An die Gäst e.
"
Die mit dem 1. Februar 1915 in Kraft getretene neue Verordnung, die für die Gast- und Speisewirtschaften den Verbrauch an Backware auf 34 des früheren durchschnittlichen Tagesverbrauchs festsetzt, bat die Gastwirte leider gezwungen, um dieser Bestimmung gerecht werden zu können, für alle den Gästen zu den Speisen berabfolgte Backware Bezahlung zu fordern. Wir bitten die berehrten Gäste, in Würdigung des Ernstes der Zeit diesem notwendigen Beschluffe wohlwollendes Verständnis entgegenzubringen." Vom Sonnabend, den 6. Februar, ab soll die Bezahlung gefordert werden.
Gegen die Erhöhung der Bierpreise.
aber nicht den Kindern.
Diese Betrachtungen erhalten noch dadurch eine schärfere Beleuchtung, daß Kinder mit feldgrauen Offiziersmänteln, betreßten Uniformröcken, Helmen und Ledergamaschen sogar in die Schule fommen, wo die Aufmerksamkeit der Schüler nun auch noch durch das Betrachten der bunten Uniformen abgelenkt wird.
Todessprung vom Automobil.
Chauffee abgespielt. Der Führer eines Automobils der Schwarz
Ein rätselhafter Vorgang hat sich auf der Königswusterhausener Immerhin: Blumen sind auch so noch in Hülle und Fülle borhanden, und die Stadt Berlin braucht ihre Blumenbestände fopff- Werke hatte auf der Fahrt nach Berlin den 32jährigen Kutscher nicht zu„ strecken". Nach wie vor versorgen sich Händler und Hermann Neumann, der gleichfalls in der erwähnten Fabrik beHändlerinnen mit dieser lieblichen Ware, die sie aus der schäftigt war, getroffen und ihn auf seinen Wunsch mit auf den Markthalle in der Lindenstraße beziehen. Die Brauereien gehen mit der Absicht um, in Rücksicht Kraftwagen genommen. Als das Auto in schnellem Tempo die Frühmorgens, wenn die Sterne noch am winterlichen auf die Verteuerung der Rohprodukte eine Erhöhung der Chaussee nach Wildau zu dahinraste, sprang N. in der Nähe des Himmel blinkeri, beginnt dort ein emfiges Treiben. Wagen Bierpreise vorzunehmen. Die Gastwirte regen sich und erklären Alten Schüßenhauses plötzlich während der Fahrt herunter und blieb langen nach stundenlanger Fahrt an und bringen die Erzeug- sich mit aller Entschiedenheit gegen jede Preiserhöhung. Schon tot auf dem Fahrdamm liegen. Ob der Vorgang als ein Unglücks.