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Mr. 56. 32. Jahrgang.

2. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt. Donnerstag, 25. Februar 1915.

folonisten umfaßt. Seine Aufgabe ist eine doppelte. Er ist der Die vielfach geltend gemachte Erschwerung der Zufuhr ist Genossenschaft bei der Heranholung von Brachgelände behilflich und nicht der ausschließliche Grund der Kartoffelknappheit. Ber

Die Verstadtlichung der B. E. W. fich, der Geiſſenſchaft die nötigen Wächter zu verschaffen. ſchiedene Produzenten und Großhändler haben einige Tage ht

Einen für die Berliner Gemeinde weittragenden Beschluß hat Außerdem liegt ihm aber noch eine zweite ſehr wesentliche Aufgabe vor dem Erlaß der neuen Höchstpreise derart hohe Preise für ob. Eine Reihe von Grundstücken eignet sich wegen ihrer Kartoffeln gefordert, daß dem Händler mit Einrechnung der Magistrat gefaßt. Er hat beschlossen, die Berliner Elektrizitäts­sverke zu verstadtlichen. Für diesen Beschluß war, wie aus dem Beschaffenheit oder Größe nicht zur Bestellung im Großbetriebe. der Fracht und Abfuhr vom Bahnhof der Zentner 5,50 Di. Rathause berichtet wird, in Rücksicht auf die inzwischen erfolgte Außerdem befindet sich in der Nähe der bestehenden Laubenkolonjen selbst gekostet hätte. Jekt bekommen viele Kleinhändler beint Rathause berichtet wird, in Rücksicht auf die inzwischen erfolgte altes Kulturland, das von den Laubenkolonisten durch Spatenkultur besten Willen keine Startoffeln; nicht selten erklären ihnen Gestaltung der Verhältnisse für einen Widerstreit der Meinungen für den Gemüse- und Kartoffelbau nugbar gemacht werden kann. ihre bisherigen Lieferanten, sie rechneten mit einer weiteren umerhalb des Magistrats und für die Entscheidung einer Mehrheit Grfahrene Laubenkolonisten werden dieses Rohland, das sie unent- Herauffeßung der Höchstpreise. Will die Regierung diesen Nahrungsmittelwucher ruhig

gegen eine Minderheit kein Raum mehr. Die Braunkohlenfelder in Golpa- Jeniz, von denen aus durch eine der A. E. G. nahestehende Fernkraftgesellschaft die Versorgung Berlins mit Strom in Aussicht genommen war, sind jetzt im allgemeinen Interesse für andere Zwede beſtimmt. Aus diesem Grunde kam daher für den Magistrat eine andere, Lösung der Angelegenheit als die llebernahme der Werke in städtische Verwaltung nicht mehr in Frage.

geltlich vom Kriegsausschuß erhalten, unter voller Ausnutzung ihrer Arbeitskraft selbst umgraben, düngen und mit Gemüse oder Kar- dulden? toffeln nach näherer Anweisung des Kriegsausschusses bestellen. Dem Striegsausschuß steht natürlicher Dünger zur Verfügung. Auch die Beschlagnahme der Kartoffeln- der einzige Ausweg. Beschaffung von fünstlichem Dünger und der Ankauf von Saatgut Die Nuglosigkeit der Startoffelvertenerung dürfte wie der Striegs­ist in die Wege geleitet worden. Schließlich werden infolge groß ausschuß für Konsumenteninteressen mitteilt allen Kreisen des Der Magistratsbeschluß macht endlich allem Zweifel und aller sügiger Maßnahmen der Gartenbaudirektion Berlin Pflanzlinge für Bolles nunmehr offenbar fein. Ein Blick in unsere Markthallen Der Magistratsbeschluß macht endlich allem Zweifel und aller den Gemüseanbau zur Verfügung gestellt werden können. Der Kriegs- und sonstigen Verkaufsstände zeigt besser als alle wissen­Unsicherheit in der Frage der B. E. W. ein Ende. Lange hat man ausichus gibt sich der festen Erwartung hin, daß die Lauben schaftlichen Belehrungen, daß trotz der von der Reichs. geschwankt, ehe dieser Entschluß zustande fam. Sehr lebhaft ist tolonisten aus patriotischem Pflichtgefühl und auch im regierung in guter Absicht leider ohne vorherige Bestands gekämpft worden, ob man nicht den gemischt- wirtschaftlichen Betrieb eigensten Interesse sich an der Bestellung dieser Ländereien aufnahme erlassenen Verordnung nach wie vor eine riesige cinführen sollte. Zulegt entstanden neue Komplikationen dadurch, beteiligen werden. Sowohl die Genossenschaft wie der Kriegs Startoffelnot besteht. Der Verfütterung der Kartoffeln ist aber auch ob man nicht mit dem Staat zusammengehen könne. Schließlich ausschuß der Laubenkolonien haben eine Reihe von Unter- jetzt noch kein Einhalt getan, da sie bei dem Fehlen der Viehhöchst­tauchten auch Bedenken auf über die Aufbringung der Mittel in der ausschüssen lokaler Natur eingerichtet, deren weiterer Ausbau zur preise immer noch rentabler erscheint, als der Verkauf an Händler. jezigen schwierigen Zeit, die die lebernahme erfordert. Aber alle zeit erfolgt. An Stellen, die noch bekannt gemacht werden, sollen Der Kriegsausschuß erblickt daher in einer Beschlagnahme diese Bedenken und Schwierigkeiten sind zu überwinden, wenn der Zeitpunkt der liebernahme der Werke in den Betrieb der Stadt Pläne aushängen, aus denen die Lage der einzelnen Grundstücke zu der Kartoffelbestände den einzigen Ausweg aus den ersehen ist. An diese Stellen, denen zugleich die sachverständige Be- Schwierigkeiten, die außer auf die Lebenshaltung der ärmeren nicht auf Jahre hinaus, vielleicht für immer vervaßt werden sollte. ratung obliegen wird, wird sich der Bewerber im Land zu wenden Volksschichten auch auf den Geist unserer Truppen vor dem Feinde Was für hunderte anderer Städte Deutschlands seit Jahren möglich einen überaus ungünstigen Einfluß auszuüben geeignet sind. ist, durfte auch für Berlin nicht unmöglich sein. Es konnte nicht an­Wer noch Land besitzt, das sich zur Bestellung durch Lauben. Denn es wird sich schwerlich vermeiden lassen, daß zahlreiche gehen, auf die Dauer die Erzeugung von Kraft und Licht in den kolonisten eignet, wolle dies schleunigst für die Dauer des Strieges, Kriegerfrauen in den Briefen an ihre Männer über die un­Händen einer Privatgesellschaft zu lassen. Mit vollem Recht sagt die auf jeden Fall für das Jahr 1915 unentgeltlich dem Kriegsausschuß würdigen und beunruhigenden Zustände beim Kartoffelverkauf be Deutsche Tageszeitung" mit der wir sonst nicht übereinstimmen: für Laubenkolonien zu Händern seines Vorsitzenden, Regierungsrats richten. Das kann nur vermieden werden, wenn die Bevölkerung Dr. Schulz, Berlin W. 10, Stönigin- Augusta- Str. 26 Telephon weiß, daß bei der Verteilung ihres wichtigsten Nahrungsmittels jede zur Verfügung stellen. Begünstigung bestimmter Erwerbszweige ausgeschaltet und die Ver Jedermann beteilige sich mit seiner Familie an dem großen forgung durch die städtische oder staatliche Besizergreifung von den Werke, indem er ein Stück Land übernimmt. Wer schon im Gemüse- Kartoffelbeständen wirklich sichergestellt ist. Damit der Reichsleiting anbau erfahren ist, wende sich zum Anbau von Gemüse an den Kriegs der von militärischen Kreisen nicht ungern gesehene Schritt zur Be ausschuß Groß- Berliner Laubenkolonien oder die Genossenschaft schlagnahme erleichtert wird, bittet der Kriegsausschuß( Berlin W 35, Charlottenstr. 60, um entweder geeignetes Brachland oder von der Potsdamer Straße 56) um Mitteilung aller beim Kartoffelverkauf Genossenschaft gepflügtes und gedüngtes Land zu übernehmen. zutage tretenden Mißstände, über die er der Regierung fofort einen Ueberblick zu geben gedenkt.

haben.

Dieser weitgehende Beschluß des Magistrats ist von der Bürgerschaft mit Dank und Anerkennung zu begrüßen. Bedeutet er doch zum ersten ein Freiwerden der Stadt aus der groß- üzow 4122 Kapitalistischen Umflammering der Elektrizitätswerke, zum andern, die Vorbedingung für ein einträgliches Gemeindetverk größten Stiles und zugleich für eine Entlastung der Konsumenten. Die Stadtverordneten werden, wenn sie gut beraten sind, dem Beschlusse sicherlich beistimmen."

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Der Magistratsbeschluß dürfte auch von tiefeinschneiden der Be­deutung in finanzieller Hinsicht werden. Es ist bekannt, daß die Wer noch keine Erfahrung im Gemüseanbau hat oder nicht über Gemeinden in dieser Kriegszeit stark belastet werden; auch die Zu- so viel freie Zeit verfügt, wie es der Gemüseanbau erfordert, über­funft wird an die Gemeindefinanzen dauernd große Ansprüche nehme ein Stück bestelltes Kartoffelland allein oder mit an­stellen, zumal die den Gemeinden zugewiesenen Aufgaben sich ständig schließenden 100 Quadratmeter Gemüseland zur eigenen Verfügung. crweitern. Diese Ansprüche zu befriedigen, erfordert steigende Sachkundiger Nat für die weitere Bearbeitung wird ihm jederzeit Mittel. Die Gemeinden sind im wesentlichen auf die Gemeinde- zuteil, die aufgewandten Kosten machen sich durch das Eriragsergebnis zuschläge angewiesen, neben der Grund- und Gewerbe- und Umsatz- reichlich bezahlt, zumal der Zahlungsmodus geringe wöchentliche steuer. Lustbarkeitssteuern und andere kleine Steuern können der Abzahlungen es auch Unbemittelten ermöglicht, solches Land zu Gemeinde nicht viel helfen. übernehmen." Ein neues Werk kann aber auch den Gemeindefinanzen viel Wer kein Land zu übernehmen vermag, zeige dadurch sein nützen, wie das Beispiel aller Städte zeigt. In Berlin wird sogar Interesse, daß er der gemeinnüßigen Organisation Beiträge zu die Elektrizitätsversorgung durch die Stadt in Verbindung mit der wendet. Beiträge sind zu senden für den Kriegsausschuß Groß­Gasversorgung den Konsumenten und der Gemeindefasse gleicher Berliner Laubenkolonien an Herrn Alexander Flinsch, Berlin , Lindens weise zu statten kommen. So betrachtet, erscheint der Magistrats- straße 70, für den Gemüseanbau an Herrn Regierungsrat Höpker, beschluß als eine Tat, die der Bürgerschaft vielfachen Nutzen bringen Berlin , Charlottenftr. 60. wird, und es ist zu hoffen, daß auch die Stadtverordnetenversammlung diesen Beschluß zu den ihrigen machen wird. sale:

Die Verwertung von Brachland

Groß- Berlins .

Verlustlisten.

Die Verlustliste Nr. 158 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen:

1. Garde- Reg.; Gren.- bzw. Inf.- bzw. Füs.- Regimenter Nr. 8, 10, 16, 18, 21, 33, 39, 46, 49, 57, 59, 63, 64, 65, 77, 78, 79, 80, 81, 87, 95, 96, 99, 110, 111, 118, 136, 141, 142, 146, 151, 156, 170, 172, 176, Juf.- Reg. Keller, Inf. Reg. v. Reinhardt; Ers.- Reg. Rachstehende Darlegungen, um deren Aufnahme wir gebeten Königsberg I; Res. Inf. Regimenter Nr. 5, 8, 11, 18, 21, 30, 48, werden, fassen die Bemühungen zusammen, brachliegendes Gelände 49, 51, 56, 80, 82, 87, 88, 99, 109, 110, 214, 215, 217, 219, 221, in Groß- Berlin zum Gemüse- und Kartoffelanbau zu verwerten: 229; Res.- Ers- Reg. Nr. 3; Landw. Juf.- Regimenter Nr. 5, 33, Um den dringend notwendigen Anbau von Gemüse und Kartoffeln 51, 52; Brig.- Ers.- Reg. Nr. 30; Landit.- Bataillone Anklam , Koniz , während des Krieges auf den Groß- Berlin umgebenden brach- Solingen ; Feld- Maschinengew.- Zug 24( siehe Ref.- Juf.- Reg. Nr. 87); liegenden Ländereien herbeizuführen, haben sich in Berlin drei Maschinengew.- Truppe Nr. 9. Organisationen gebildet, welche Hand in Hand miteinander arbeitend den gleichen vaterländischen Zwecken dienen. Dreierlei ist ihre Aufgabe:

1. Heranziehung alles vorhandenen Brachlandes, soweit es sich zum Anbau von Gemüse und Startoffeln eignet, für die Dauer des Krieges.

2. Beschaffung der erforderlichen Düngemittel und des Saat­gutes.

3. Gewinnung und Organisierung der für den Anbau erforder­lichen Arbeitskräfte.

Die drei Drganisationen, die sich zu diesem Zwecke gebildet haben, sind die Genossenscaft für landwirtschaftliche Verwertung von Baugelände, der Kriegsausschuß der Groß- Berliner Lauben­kolonien und der Kriegsausschuß für Gemüseanbai.

2. Garde- Drag.; 1. Garde- lllanen; Kürassiere Nr. 4, 6; Drag. r. 23; Husaren Nr. 3, 4; lanen Nr. 2, 13; Res.- lanen Nr. 2, 5; Ers.- Kav.- Reg. der 4. Landió.- Div. 5. und 6. Garde- Feldart.- Reg., Grf.- Abt.; Feldart.- Regimenter Nr. 5, 7, 9, 11, 14, 18, 19, 35, 41, 42, 46, 47, 50, 53, 59, 61, 62, 73, 75; 1. Reg. der seldart.- Ers. Truppe Jüterbog ; Res- Feld­art. Regimenter Nr. 1, 7, 11, 12, 48.

Fußart.- Regimenter Nr. 7, 9, 10, 14.

Bion.- Regimenter Nr. 19, 20, 23, 25, 30; Pion. - Bataillone: I. Nr. 2, I. Nr. 5, I. und II. Nr. 6, II. Nr. 11, I. Nr. 17, II. Nr. 26; Pion. - Ers. Bat. Nr. 2. forps; Feldfliegertruppe. Ref.- Eisenbahn- Baukomp. Nr. 28; Fernspr.- Abt. des 16. Armee­

Der Wert der Brotmarke. Wer die amtlichen Bekanntmachungen genau verfolgt hat, mußte am 22. Februar mit dem Wesen der Brotkarte genau vertraut ſein. Sie soll nur den Zweck haben, den Verbrauch des einzelnen Indi­viduums fest zu umgrenzen. Es hat aber auch Leute gegeben, die anderer Ansicht waren, nämlich der, für die Brotmarke gäbe es Brot ohne Bezahlung. In den Bäckerläden erschienen zahlreiche Personen, die nach Empfangnahme des Gebäcks und Abgabe der Brotmarke ihrer Wege gehen wollten, daß sie von den Verkäufern um Be­zahlung ersucht werden mußten. Kaum glaublich aber klingt folgende Mitteilung:

Ein verhängnisvolles Mißverständnis sollte gestern zu einem wahren Ansturm auf einen Bäckerladen in der Königstraße führen. Die Ehefrau des Bäckermeisters war des Glaubens gewesen, daß die Brotmarken so g gut wie bares Geld seien. Sie war wohl nicht genügend orientiert über die Eigenschaft und den Wert der Brot farten und meinte, die abgetrennten Marken seien so gut wie bares Geld. Der Staat löse sie später alle gegen die entsprechenden Summen ein. Als nun vorgestern der Ehemann auf längere Zeit dem Geschäft fern war, verkaufte die Ehefrau tüchtig Brot, Gebäck, Mehl usw. gegen Brotmarken, Geld wollte sie von den etwas erstaunten Kunden nicht haben. Vielleicht war auch unter den letzteren mancher, der die Brotmarken für neue staatliche Münzen" hielt. Als dann der Bäckermeister abends heimkehrte und die Ladenkasse aufzog, um nachzusehen, wie das Geschäft tags­über gegangen sei, sah er zu seinem Schrecken nicht einen Pfennig, wohl aber einen ganzen Haufen abgetrennter Brotmarken. Ganz treuherzig erzählte ihm die Ehefrau, daß sie nicht anders habe handeln dürfen nach ihrer Ansicht. Das dicke Ende sollte aber erst gestern kommen. Es war bald bekannt geworden, daß in der betreffenden Bäckerei Brot unentgeltlich nur gegen Brotkarten abgegeben werde, und so gab es einen förmlichen Sturm auf die Bäckerei. Diesmal war aber der Bäckermeister auf dem Posten. Es dauerte nicht lange, so war der ganze Laden ausverkauft und die noch immer noch Vordrängenden mußten abgewiesen werden."

Munitionskolonne Nr. 2 des Gardekorps; Leichte Munitions - im folonne Nr. 2( ohne Angabe des Armeekorps).

Landst.- Arb.- Bat. Glogau; Arb.- Kolonne Nr. 28, Mezz.

Das Brot des Obdachlosen.

Man schreibt uns: Wie in allen städtischen Anstalten, wird auch städtischen Asyl für Obdachlose der tägliche Bedarf an Brot gegen Gesamtquittung der Anstaltsverwaltung geliefert. Die Obdach loien erhalten also nach wie vor, ohne daß etwa jeder einzelne eine 1. Die Genossenschaft, deren Mitglieder auf jeden Proviant- Kolonne Nr. 3; Res- Fuhrpark- Kolonne Nr. 58 des Brotkarte hat, am Morgen und Abend ihre Brotschnitte und ihre Gewinn verzichtet haben und deren Vorstand nur aus Ehrenbeamten 10. Armeekorps; Fuhrpark- Kolonne Nr. 7 des 17. Armeekorps; Mehlsuppe. Was machen aber nun die Obdachlosen außerhalb des besteht, hat von Gemeinden, Terraingesellschaften und einzelnen Stappen- Fuhrpark- Kolonne Nr. 74; Magazin- Fuhrpark- Kolonne Obdachs? Woher nehmen sie dann, da sie doch in Ermangelung Grundstücksbesitzern schon jetzt über 4000 Morgen Brachland unent- Nr. 9 der 6. Armee und Nr. 11 des 14. Armeekorps. einer festen Wohnung keine Brotkarte haben, ihr Brot? Die int geltlich zugewiesen erhalten. Die Genossenschaft hat Düngemittel Nachtafyl gereichte Nahrung hält für den ganzen Tag schwerlich vor. und Saatgut in ausreichender Menge zur Verfügung. Das ihr an Die sächsische Verlustliste Nr. 112 bringt Verluste der Inf.- Der Aufenthalt ist hier zur Vermeidung der Abschiebung in das vertraute Land wird, soweit es sich nach sachverständigem Urteil Regimenter Nr. 101, 102, 103, 105, 133, 177, 178, 179, 181; Res Polizeigefängnis höchstens fünf Nächte hintereinander gestattet. Nur zum Anbau von Startoffeln oder Gemüse eignet und Spaten Inf.- Regimenter Nr. 100, 241, 242, 243, 244; Landw.- Inf.- Re- einem Bruchteil der Obdachlosen gelingt es, sich nach Ablauf kultur wegen der Beschaffenheit oder der Lage des Grundstückes gimenter Nr. 101, 106; Landft.- Inf.- Bat.; Dresden , Großenhain , dieser fünf Tage eine feste Wohnung zu beschaffen; die übrigen nicht in Frage kommen fann, im Großbetriebe gepflügt und gedüngt. Birna, II. Chemnitz , Glauchau , 4. Leipzig , Wurzen ; Brig.- Ers.- gehen neben dem Nachtlager auch der notdürftigsten Beköstigung Das so bearbeitete Land, das sich zum Gemüseanbau eignet, wird Bat. Nr. 88; Grs.- Bataillone: Regimenter Nr. 177, 178, 179; verlustig. Früher fanden folche Unglücklichen ihre Nahrung einiger­Landw.- Reg. Nr. 100; Garde- Reiter; Ulanen Nr. 17, 18, 21; gegen die Geſtehungskosten, die höchstens 100 M. für den Morgen Rej- lllanen; Husaren Nr. 18, 19, 20; Felbart.- Regimenter Nr. 12, maßen durch Betteln. Der Hausbettel hat aber nie so schlechte ( 15 M. für das 20s) ausmachen werden, in fleineren 2ofen( 8 bis 28, 32, 48, 64, 68, 77; Res.- Feldart.- Regimenter Nr. 24; 53, 54; Zeiten gehabt als jetzt während des Krieges. Jeder hält sein Geld Morgen) Pächtern zum Gemüseanbau zur Verfügung gestellt. Diese können dann geeignetes Gemüse ziehen, wozu ihnen die Fußart.- Regimenter Nr. 12, 19; Ref.- Fußart.- Bat. Nr. 12, 19; zufammen und rechnet infolge der ungeheueren Teuerung mit dem Ers.- Bat.; Fußart.- Reg. Nr. 12. Sechser. Brot, das nach der Brotkartenausgabe oft knapp für die Pflanzen oder das Saatgut geliefert werden. Sollten die Ge­Familie ausreicht, will man erst recht nicht an Bettler geben. Für stehungskosten geringer sein, was wahrscheinlich ist, so wird um den das durch Gelegenheitsarbeit verdiente Geld können die Obdachlosen entsprechenden Betrag der Pachtpreis gemindert. Schließlich werden Aus Groß- Berlin. Brot nicht faufen. Vielleicht könnte solchen Obdachlosen, die Brot bei geeigneten Flächen neben dem Kartoffelland noch 100 Quadrat­fordern, beim Verlassen des Asyls Brot in kleinen Mengen gegen meter Gemüseland zur freien Verfügung gegeben. Die Erträgnisse Bezahlung verabfolgt werden. Das reicht dann über den Tag Kartoffelpreise und Kartoffelknappheit. kommen den Pächtern allein zugute. Das Land, das sich zum Ge­hinweg. müseanbau nicht eignet, wird außer der Beackerung und Die Festsetzung der Höchstpreise für Kartoffeln hat un­Mehr Weizenmehl als Roggenmehl. Düngung mit Kartoffeln bestellt und dann zu Losen von erwartete Folgen gehabt, die, wie der ,, Vossischen Zeitung" aus 16 Morgen Pächtern gegen die Gestehungskosten, die höchstens den Kreisen der Kleinhändler mitgeteilt wird, geeignet ist, den Angesichts der fortdauernden Knappheit an Roggenmehl hat der 150 M. für den Morgen( 25 M. für das Los) ausmachen, über- privaten Kleinhandel vollkommen lahmzulegen. Es haben sich Handelsminister auf Antrag der Stadt Berlin gestattet. antwortet. Die Bächter werden also lediglich die Kartoffeln zu be- nämlich inzwischen Kommissionäre aus dem Rheinland und daß, vorläufig bis zum 15. März. Mühlen Weizenmehl mit einem nur 10 Prozent Roggenmehl abgeben und daß das hacken und nachher zu ernten haben. Selbstverständlich kommt auch Westfalen in der Mark eingefunden, die große Mengen Kar- Zusatz von ihnen der ganze Ertrag zugute. toffeln zu erheblich höheren Preisen anfauften, als die hiesigen Weizenmehl in dieser Mischung verwendet wird; sowie ferner, daß 2. Hand in Hand mit der Genossenschaft arbeitet der Kriegs- Händler infolge der Festsetzung der Höchstpreise zu zahlen im- bei der Bereitung von Roggenbrot das Roggenmehl bis zu 30 Ge­ausschuß Groß- Berliner Laubenkolonien. Auch ſtande waren. Landwirte und Zwischenhändler haben wichtsteilen durch Weizenmehl ersetzt wird. feine Tätigkeit erfolgt mir ehrenamtlich. Diefem Striegsausschus natürlich diese Gelegenheit mit Freuden ergriffen, um einen Diese Erlaubnis gilt für den Bezirk der Stadt Berlin und die haben sich die wesentlichsten Verbände und Organisationen der höheren Preis zu erzielen und die Vorräte aus den Kartoffel- mit Berlin zur gemeinsamen Regelung der Brotkarten zusammen­Laubenkolonisten angeschlossen, so daß er mehr als 12000 Lauben mieten los zu werden:- geschlossenen Gemeinden.