2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt.
Nr. 61.
Parlamentsberichte.
Abgeordnetenhaus.
35. Sigung vom 13. März. 11 Uhr. Am Regierungstische: Bosse.
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Die zweite Berathung des Kultus Etats" wird beim Kapitel Kultus und Unterricht gemeinsam" fortgesetzt. Zur Verbesserung der äußeren Lage der Geistlichen aller Befenntnisse werden 5 474 300 M. gefordert.
Nach einem Vermerk im Etat ist dieser Fonds bestimmt, das Jahreseinkommen der bereits fünf Jahre in einem firchlichen Amt in Preußen befindlichen evangelischen Geistlichen auf 2400 M. und der katholischen auf 1800 m. zu erhöhen, sodann Alterszulagen an Pfarrer zu gewähren, und zwar so, daß das Eintommen der evangelischen Geistlichen nach je weiteren 5 Dienst jahren um je 300 m. bis zum Höchstbetrage von 3600 m., der fatholischen Geistlichen um je 150 m., bis höchstens 2400 M. fteigt. Die Dienstzeit in einem öffentlichen Schulamt in Preußen soll der Dienstzeit im kirchlichen Amt gleich geachtet Die Abgg. v. d. Acht( 3.) u. Genossen beantragen, die gesperrt gedruckten Worte zu ersetzen durch die Worte: um je 225 M. bis höchstens 2700 M.", und ferner hinzuzufügen, daß auch die in allen anderen deutschen Bundesstaaten im Schuloder Kirchenamt zugebrachte Dienstzeit angerechnet wird.
werden.
Nach längerer, für unsere Leser nicht erheblichen Debatte, erhält das Wort
Abg. Dasbach( 3.): Redner beschwert sich über einzelne Fälle, in welchen Geistliche wegen ihrer Opposition bei Wahlen u. f. w. feine Unterstützung erhalten hätten, wie aus einer Ver fügung der Regierung von Roblenz hervorgehe.
Mittwoch, den 14. März 1894.
Lokales.
In dem Rechtsstreit der Hilfskaffen und ihrer Aerzte erhalten wir folgende Erklärung:
11. Jahrg.
den Sprüchlein; alsdann das Gesangbuch, dessen öde Verse gleichfalls eingepauft werden müssen, damit nur ja kein Play für ein wirklich erhebendes Gedicht von Schiller oder Goethe übrig bleibe, und zur Krönung des Ganzen kommt dann noch der zweijährige Konfirmandenunterricht beim Pastor, der den In Erwiderung auf die unter dem 11. März 1894 von dem Funfen eigenen fündigen" Feuers in der Kinderfeele völlig auszu Vorstande des Vereins der Berliner Hilfskaffen- Aerzte im Vor- löschen bestimmt ist. Kann die patentirte Frömmigkeit mehr thun? wärts" auf den Artikel vom 10. März 1894 des Vorstandes der Könnte sie es, sie würde gemäß ihres Einflusses auf die, welche Vereinigung erlassene Erklärung erlaubt sich unterzeichneter Vor- leider über den Schulunterricht zu bestimmen haben, gewiß nicht stand der Vereinigung zunächst zu bemerken, daß der Artikel von verfehlen, dahin zu wirken, daß ihr Bereich noch größer werde. dem Vorstande der Vereinigung, im Auftrage der gesammten Aber im Verein mit der heiligen Ordnung von heute hat sie Kassenvertreter erlassen ist, und zwar als Antwort auf den im gerade schon saftige Früchte genug gezeitigt, denn man höre z. B. nur, Vorwärts" vom 7. Februar 1894 vom Herrn Dr. Christeller was, der gutbeschlagenen Kreuz- Zeitung " zufolge, Herr Stöcker verfaßten Angriffsartikel auf die Vereinigung. Zunächst diene auf dem letzten Jahresfest der Berliner Stadtmission u. a. verzur Aufklärung, daß der am 10. d. Mts. veröffentlichte Artikel kündet hat. vor mehr als zwei Wochen erscheinen sollte. Die Redaktion lehnte den Artikel Raummangels wegen ab, so daß eine Berufung an die Preßkommission, welche erst am 6. d. Mts. zu sammentrat, nöthig wurde, um die Aufnahme zu erwirken. Hierdurch wird die von den Herren Aerzten aufgestellte Behauptung, daß der Artikel vom 10. März eine Herausforderung nach eben hergestelltem Friedensschluß darstellen soll, hinfällig. Der unterzeichnete Vorstand appellirt desgleichen an die Mitglieder, ob die Herren Aerzte nach obiger Auseinandersetzung berechtigt waren, gegen den Vorsitzenden der Vereinigung, welcher nichts als die von der Vereinigung gefaßten Beschlüsse zur Ausführung bringt, in solcher unerhörten Weise vorzugehen. Der tooptirte Vorstand der Vereinigung freier eingeschriebener Silfstassen von Berlin und Umgegend. Christians. Geiling. Hartmann. Jäckel. Lehmann. Röhn. Rühl. P. Schneider. Schubert. Wilkens.
Minister Bosse: Diese Verfügung ist nicht von mir ver- Zu dieser Einsendung gestattet sich die Redaktion die kurze anlaßt. Wir geben die Unterstützung nicht nach politischen Richtigstellung, daß die Preßkommission in diesem Fall nichts Gründen, sondern nach der Bedürftigkeit. Einige Geistliche anderes bewirkt hat, als bas, um was der Vorstand der Verhaben aber gegen die Regierung eine fo ungehörige Agitation einigung freier eingeschriebener Hilfstassen schon bei der ersten getrieben, daß wir uns an die Bischöfe gewandt haben. Wenn Ginreichung des Artikels nothgedrungen redaktionell ersucht ein Geistlicher 14 Tage danach die Unbefangenheit befißt, wieder werden mußte. um eine Unterstützung zu einer Badereise einzukommen, so ist das allerdings zu viel, jedes Ding hat doch seine Grenze.( Beifall rechts.)
Abg. Dasbach: Wenn der Minister die Verfügung nicht veranlaßt hat, sollte er Remedur schaffen, damit die Koblenzer Regierung weiß, daß solcher Unfug nicht gestattet ist.
Auf Einreden der Preßkommission wurde nämlich diesem Artitel die Kürze verliehen, die erforderlich war, um ihn überhaupt im Blatt zu placiren.
Die Stadtmissionare haben bei ihren Besuchen Familien gefunden, wo z. B. der Mann täglich für 1 m. 50 Pfg. Branntwein trant, während die Frau wöchentlich dieselbe Summe für Schauerromane ausgab. Ein 20jähriger Ehemann hatte schon 4 Kinder zu ernähren; ein 28jähriger hatte schon einen 11jährigen Sohn. Thörichte Kinder reichen sich auf dem Standesamt die Hand und laufen nach wenigen Monaten wieder auseinander. Die Jugend nimmt in erschreckender Weise theil an der Verderbniß. Ein Geistlicher mußte seinen Konfirmanden den Besuch seiner Kirche verbieten, weil die Störungen durch sie unerträglich wurden. Die Eltern wissen oft nicht, wo und von wem ihre Kinder tonEin 14 jähriger Knabe erklärte, daß er nach firmirt werden. der Konfirmation Buhälter" werden wolle, und die Mutter hatte Dieser Junge wurde trotzdem wenig dagegen einzuwenden. tonfirmirt. Wir wollen heute davon ablassen, das Vorgebrachte einzeln zu zergliedern. Es ist auch kaum nöthig.
Herr Stöcker empfiehlt gegen derartige Zustände, blind wie er in diesem Punkte ist, furioserweise noch mehr Religion. Diskutiren läßt sich mit einem Gottesstreiter seines Kalibers über diesen Punkt ja nicht; es bleibt angesichts der Erfolge, den das positive Christenthum bis zum heutigen Tage errungen hat, nichts anderes übrig, als, sagen wir, den Muth zu bewundern, den der Mann, der Ewald nie gesehen, hier wieder bekundet.
Für uns Sozialdemokraten haben die von Herrn Stöcker ver tündeten Erfolge des auf die Religion gegründeten VolksschulAus dem Städtischen Obdach in der Fröbelstraße sind unterrichts ja nichts Ueberraschendes an sich, und wir brauchen in der letzten Zeit vielfach Klagen zu uns gedrungen, die, wenn wohl kaum an das klassische Beispiel Höder's zu erinnern, der sie sich bestätigen, die Humanität, die von den Beamten dieses stolz war auf die vielen Bibelsprüche, die er auswendig konnte. Abg. Hansen( frt.) erklärt, daß seine Partei auf demselben Instituts geübt werden soll, theilweise in einem eigenthümlichen Es liegt zu Tage, wer noch sittliche Kraft genug in sich fühlt, Boden wie Herr v. Buch( f.) stehe und die Anträge ablehne. Nach weiteren Bemerkungen der Abg. Schmidt- Warburg, Licht erscheinen läßt. Im städtischen Obdach( Baracke 28) find schüttelt die von Herrn Stöcker klassisch geschilderten Erziehungseinige Krante , gegenwärtig etwa 13 Mann untergebracht, die resultate der Volksschule mit Eifer von sich ab und wird Dasbach und Imwalle( 3.) werden sämmtliche Anträge gegen meistens fußleidend find, und auch von einem Arzt, der sie in Sozialdemokrat. Wenn es aber an der nöthigen Energie und die Stimmen des Zentrums und der Polen abgelehnt. Der Titel früher Morgenstunde besucht, behandelt werden. Ueber die Art an der oft erforderlichen Anleitung, diesen guten Weg zu be und der Vermerk werden unverändert bewilligt, ebenso der Rest der ärztlichen Behandlung läßt sich nichts Schlimmes sagen, schreiten, gebricht, der muß dank der Zustände, welche die des Kapitels. wenn man nicht in Betracht ziehen will, daß die Patienten, wenn sogenannte Jugenderziehung von heute ermöglichen, mehr oder Beim Kapitel Medizinalwesen" tritt Abg: Olzem( natl.) für eine reichsgefehliche Regelung der sie den Heildiener in Anspruch nehmen, über den Hof ins weniger auf den Weg des jittlichen Verderbens gelangen. Lazareth marschiren müssen, eine Aufgabe, die von einem Fuß- Glücklicherweise sorgt die Sozialdemokratie mit einem von Frage des Geheimmittelwesens ein. Die Regierung habe wieder leidenden, namentlich bei faltem und nassem Wetter nur unter Tag zu Tag steigenden Erfolge dafür, daß die fittliche Kraft holt versprochen, Maßregeln zum Schuße des Publikums gegen großen Schmerzen ausgeführt werden kann. An die Holzpritsche, dem arbeitenden Wolfe troß alledem nicht verloren gehe. Ihre das betrügerische Geheimmittelwesen zu ergreifen. Ministerialdirektor v. Bartsch: Die Reichsregierung ist noch auf welcher der Kranke des Nachts und auch des Tags über sein Früchte zeugen für sie. Lager hat, kommt der Arzt und der Heildiener nicht. Doch lassen mit dieser Frage beschäftigt, die aber schwierig durch Reichsgesetz die franken Obdachlosen, die ja Kummer in Hülle und Fülle ge auftehen hat, ben die Desinfektoren bei Ausübung ihres Amtes Die Frage, ob die Stadt Berlin für den Schaden einzu lösen ist. Bis dahin will man versuchen, durch Erlaß ein- wohnt geworden sind, darüber gar nicht so erhebliche zustehen hat, den die Desinfektoren bei Ausübung ihres Amtes heitlicher Polizeiverordnungen im ganzen Reich vorläufig abzu- Klagen laut werden. Mit Ausdrücken tiefster Empörung versehentlich anrichten, hat kürzlich das Kammergericht beschäftigt. helfen. Dazu hat der Reichskanzler jetzt bei den Bundesstaaten sprechen diese Patienten sich dagegen über die Manier Die Stadt war auf Zahlung von 400 m. wegen fahrlässiger Bedie Anregung gegeben. aus, mit der der Inspektor und seine Untergebenen schädigung verschiedener Möbel verklagt worden, die Klage Abg. Jerufalem( 3) fragt an, wie es um die Reform des ihnen gegenüber auftreten. Bekanntlich wird den Obdachlosen, wurde jedoch mit der Begründung abgewiesen, daß die Stadt Apothekenwesens bestellt sei. Minifter Boffe: Obwohl unsere Arzneimittel in den nachdem sie genächtigt haben, in früher Stunde eine Mehl für die Desinfektoren nicht einzustehen habe. Aus der Konfektionsbrauche. Die erbärmlichsten LohnApotheken einen vorzüglichen Zustand aufweisen, sind doch durchsuppe verabreicht; wenn sie diese ausgelöffelt haben, müssen fie den Apothekenschacher so große Uebelstände entstanden, daß ich ich entfernen, um sich auf die, selbstredend aussichtslose, Arbeit- und Arbeitsverhältnisse, die überhaupt denfbar sind, herrschen suche zu begeben. Diese des Morgens etwa um 1/26 ühr verein neues Apothekengeſeh habe ausarbeiten lassen auf dem Grund- abreichte Suppe bildet aber auch für die im Obdach verbleiben wohl in der Konfektion und speziell in der Trikotbranche. Jemand, faze der Personalkonzession, aber mit ausgiebigen Uebergangs den Kranken, der Schilderung unserer Gewährsmänner zufolge, berart gestellt, daß der ärinlichste Straßenfeger oder Erdarbeiter der mit Taillennähen sein Dasein zu fristen verdammt ist, ist bestimmungen, um die augenblicklich in Apotheken angelegten von Rechts wegen bis zum Abend die einzige Nahrung, die Werthe nicht plötzlich zu entwerthen. Der Entwurf hat die zu ihnen zu theil wird. Tags über erhalten die Kranken weder sich ihm gegenüber noch als einen Krösus, als einen sozial bevorzugten Menschen betrachten kann. Für den Taillenarbeiter Reichskanzler den Bundesregierungen zur Aeußerung zugesandt. Frühstück und Mittagessen, noch Vesperbrot verabreicht, es sei find noch die bescheidensten Freuden, welche die Welt selbst dem Abg. Krufe( natl.) betont die Nothwendigkeit der Medizinal bei der Arbeit eine Handreichung leisten zu können. In diesem in sich ersticken. Arbeiten, arbeiten und hungern heißt es für ihn Armen bietet, nicht vorhanden, jedes Denken und Hoffen muß er Abg. Kruse( natl.) betont die Nothwendigkeit der Medizinal- denn, fie befänden sich in der glücklichen Lage, den Kalfaktoren find noch die bescheidensten Freuden, welche die Welt selbst dem reform. Reformbedürftig sei die Stellung der Kreisphysici. Die öffentliche Gesundheitspflege sei eine noch neue Aufgabe, die Fall bekommen sie Mittags eine Schüssel Erbsen oder Linsen, von der frühesten Morgenstunde bis in die sinkende Nacht, arbeiten in wissenschaftlichen Erfahrungen der Hygiene müssen möglichst ins eine Speise, die für Kranke nicht immer die geeignete Nahrung enger Höhle, in Staub und Dunst und bei der elendesten Nahrung, ist, und in der verabreichten Qualität die Patienten auch praktische Leben übertragen werden, in Schulen, Betrieben, bei feineswegs völlig sättigen kann, aber sie doch einigermaßen Schicksal verfallen ist, kümmert sich nicht um die Welt und um die nur aufzutreiben ist. Die Sorte Menschen, die diesem Seuchen 2c. Die Kreisphysici müßten sich deshalb eingehender vor dem wüthendsten Hunger schützt. Wie die Kranken die Vorgänge in ihr, fie hört und sieht nichts von allem, was mit der Hygiene beschäftigen können und müßten viel besser über die sanitären Zustände ihres Bezirks informirt werden. Die einstimmig behaupten, hat der Inspektor ausdrücklich verboten, für das Herz des klassenbewußten Proletariers höher schlagen macht; Kreisphysici müßten ja mit allen medizinischen Gebieten Bescheid wissen, aber auf die Privatpraxis dürfen sie nicht angewiesen sein als Organe der öffentlichen Wohlfahrt. Ministerialdirektor v. Bartsch: Die Stellung der Kreisphysici ift reformbedürftig, läßt sich aber nur im Zusammenhang mit
und sie als reine Staatsbeamte anstellen.
fräftig genug ist, sich bei den Ralfattoren die erwähnte Schüssel denn die Zeit fehlt ja, um auch nur einen Augenblick die Gedanten auf etwas anderes zu konzentriren, als auf die für einen Linsen durch seiner Hände Arbeit verdienen zu können, der er hält, wie uns bestimmt versichert wird, den ganzen Tag überhaupt Schandlohn verrichtete Arbeit. In dem durchschnittlichen Konfeine Zwecke gefunden, der Konfektionsarbeiter hat keine Be der Medizinalreform ändern, die im Werke, aber noch nicht ab. richtet, unter anderen ein Mann hoch in den Fünfzigern, den sein dürfnisse, sein Hirn ist zu ausgemergelt, als daß er sich zu einer nichts zu essen. Unter den Kranken befindet sich, so wird uns be- fektionsarbeiter hat der Kapitalist das Ideal eines Menschen für Fußleiden bereits fieben Wochen im Obdach festhält. Der Arzt, ernsthaften Opposition aufraffen könnte; Dinge, wie Organisation geschlossen ist, der auch die Finanzlage jezt nicht gerade günstig bei dem er in Behandlung ist, läßt an ihn jeden Tag die strenge und Solidarität fennt er kaum dem Namen nach, kurzum, alle ist. Die Reform liegt aber dem Medizinalminister fortgesetzt weisung ergehen, nicht sein Lager zu verlassen. Was soll der Eigenschaften, die sich ein Musterausbeuter nur am Arbeiter am Herzen. Nicht nur die Gehälter der Kreisphysici müssen ge- Hermste aber machen? Der quälende Hunger zwingt ihn, sich, wünschen kann, und die von den professionellen Vertretern der bessert werden, ihre ganze Beamtenqualität muß geändert werden, entgegen dem ausdrücklichen ärztlichen Berbot, von der Holzder Minister will sie von der Privatpraxis unabhängig machen pritsche aufzufrabbeln und um der armseligen Schüssel Linsen heutigen Ordnung und der Religion der Reichen dem Volk als finden. Abg. v. Schenckendorff ( natl.) wünscht eine bessere staat- willen, seine Leiden möglicher Weise ins Endlose zu verlängern. erstrebenswerth angepriesen werden, sind in diesem Arbeiter zu Empörend müssen solche Zustände namentlich angesichts der Thatliche Organisation der Voltshygiene. Wochen vergehen, ehe die jache wirken, daß Essen genug im Asyl vorhanden ist, denn all- Und dennoch ist einem Konfektionär am Sonnabend etwas Kreisphysici eine Seuche eindämmen können. Der Thierarzt hat bei abendlich sieht man die kalfaktoren in den Sälen herumgehen gelungen, was bisher für unmöglich gehalten wurde. Ein UnterViehseuchen viel größere Befugniffe. Man gebe den Kreisphyfici und dort das falte, vom Mittag übriggebliebene Effen sowohl nehmer dieser Branche hat es vermocht, den Bogen so straff zu diejenige Befugniß, welche sie bei der Cholera bereits mit Erfolg als auch Butterftullen pro Portion für 10 Pfennig an die spannen, daß, freilich anscheinend nur in einem gelinden Fall, die Saite gesprungen ist. Eine Konfektionsfirma in der Ritterstraße gehabt haben, dann verbessere man auch ihre Gehaltsverhältnisse. Asyliſten ausbieten. Abg. v. Unruh- Bromberg( frk.): Die Holzflößer, welche von Troydem das hier Mitgetheilte uns nicht nur von einem fertigt als Spezialität Trikottaillen an. Für 1 Dhd. Taillen nicht ganz Rußland kommen, haben während der Cholerazeit Beiträge zu Betheiligten, sondern schon verschiedentlich berichtet worden ist, exquisiter Art giebt es 1,60 M. bis zu 2,50 M. hinauf. Die Arbeit den Kosten der Ueberwachung und Desinfektion bezahlen müssen, fönnen wir immer noch nicht im Ernste glauben, daß die wird, wie dies meistens in der Konfektion der Fall, aus dem und zwar höher als in anderen Landestheilen. Diese Suminen Kranken, welche im städtischen Obdach liegen, Tag für Tag 14 Hause gegeben, ein Schachzug, der sich aus sehr vielen Gründen find nicht aufgebraucht und der Verein der Flößer bittet durch Stunden lang ohne Nahrung bleiben. Es sollte uns daher freuen, spart der Unternehmer Licht, Feuerung, Arbeitsraum, Kranken-, für den Kapitalisten außerordentlich bewährt. Bei dieser Methode mich die Regierung um Rückzahlung der nicht verbrauchten Be- wenn die obigen Mittheilungen widerlegt werden könnten. Verträge und um Aufhebung ihrer Benachtheiligung gegenüber den hielte es sich in der That so, daß franke Menschen in einem Invaliditäts- und Unfallsgeld, sowie einen Theil des Materials, städtischen Institute nur unter der Bedingung des Hungerns ein und außerdem noch ganz beträchtlich an Arbeitslohn. Denn Geheimrath Schönfeld begründet die getroffenen firengen färgliches Obdach finden, so wäre dies ein Zustand, der etwa wenn Arbeiter zu mehreren auf einer Stelle arbeiten und bis Maßnahmen damit, daß der Wasserverkehr am leichtesten zur einfach standalös genannt werden müßte. Man schaffe dann aufs Blut ausgepreßt werden, so regt sich in ihnen, der Unternehmer möge aufstellen was er wolle, früher oder Abg. v. Uurah- Bromberg( frt.) meint, daß die Eisenbahn- die hungerleidenden Kranken entweder in ein Krankenhaus, oder später doch ein Stück Menschennatur; gemeinsames Leiden passagiere viel schneller die Cholera meilenweit zu verbreiten man behandle ſie ſo, wie Stranke auch im Klassenstaat noth- weckt die Tugend der Begehrlichkeit. Anders beim Heimarbeiter. geeignet sind, ohne zu Beiträgen für Ueberwachung herangezogen gedrungen behandelt werden müssen.
anderen Landestheilen.
Dieser entmenscht in seiner Höhle, weil ihm die Anregung zum zu werden. Die Flößer fahren viel langsamer als die Eisenbahn An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen! Ist auch Guten fehlt. Der Heimarbeiter, der nur die frische Luft fennt, und tommen mit sehr wenigen Menschen in Berührung. Man nicht zu sagen, daß der Staat sich so besonders schwere Sorgen wenn der Liefertag herangerückt ist, an dem er sich von seinem will die Industrie im Osten haben, hier ist eine fleine Industie, um die Schulbildung der Kinder des Voltes mache, so muß eines Prinzipal ein paar Sündenpfennige und die gehörige Tracht Andie fich im Often entwickelt und die nun so hoch belastet ist. rückhaltlos anerkannt werden, nämlich daß in keinem anderen schnauzer zu holen hat, der muß nothgedrungen dem durch Ganz gesetzmäßig ist die Maßregel wohl nicht. Lande soviel auf die religiöse Dressur der proletarischen Jugend übermäßiges Arbeiten hervorgerufenen Lafter der morali Es ist da fein scher Selbstbefleckung verfallen, das ihn jeder Initiative, Der Titel wird nach längerer Debatte an die Budget- gegeben wird, als im begnadeten Preußen. Fähigkeit aum Handeln beraubt. Mit solchen tommission zurückgewiesen. Im übrigen wird das Kapitel be- Unterschied, soweit das Proletariat in Betracht kommt; ob man jeder eine ein oder zweiflassige Dorfschule oder die Gemeinde- Arbeitern hatte auch diese Konfektion bisher recht viel willigt, sowie der Rest des Ordinariums. schule der Weltstadt Berlin ins Auge faßt; die Religion mit Glück gehabt. Einer derselben aber, den wir ins Auge fassen, allem was drum und dran hängt wird den Kindern bis zum arbeitete mit seiner Frau Tag für Tag die übliche NormalUeberdruß eingepaukt und damit das Zeug ja festsize, muß auf Arbeitszeit von Morgens 5 Uhr bis Abends 11 Uhr hindurch, mancherlei Wegen an ihr gar foftbare Zeit verschwendet werden. und wenn Liefertag war, so hatten beide Wesen zusammen an Außer der eigentlichen Religionsstunde giebt es den Unterricht im baarem Gelde etwa 9 M. pro Woche verdient. Das heißt, wenn Katechismus, welcher auswendig gelernt werden muß; es ist dann sie Glück hatten. Oft genug tam es auch vor, daß nach ernoch da die Bibelstunde mit ebenfalls so und soviel zu memoriren- folgter Durchsicht der gelieferten Arbeit der Prinzipal plötzlich mit
Im übrigen wird das Extra- Ordinarinm ohne Debatte bewilligt. Schluß 334 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 11 Uhr. ( Kleinere Vorlagen und Petitionen.)