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Aufgabe der zunächst abwartenden, auf Erfolge Yauernden unsere Dinien im Walde von Ailly, am Wald Mort- Mare; nördlich| ,, Vanilla" wurde in Stücke gerissen und fant sofort. Der Dampfer Haltung geführt. Und diese Stimmung der mohammedani- Regnieville- Fey- en- Haye und im westlichen Priesterwald.

schen Volkselemente Westasiens und Aegyptens ist durch die Meldung der Niederlage der englisch - französischen Flotte vor den Dardanellen noch verstärkt worden. West England diese Scharte nicht aus, so hat es bei den Orientalen viel von seinem Ansehen verloren und begegnet in Aegypten wie Nord­indien einem immer mehr zunehmenden Widerstand der Mohammedaner.

Das alles ist den englischen Staatsmännern, die den Orient fennen, nur zu wohlbekannt. Sie wissen, daß für England, um mit den Times" zu sprechen, ein Fehlschlag an den Dardanellen viel, viel nachteiliger ist, als Rückschläge in Flandern und Nordwestfrankreich und deshalb wird sicherlich die Dardanellenaktion eine Fortsetzung finden, eine Fortsetzung mit enorm verstärkten Mitteln. Damit ist nicht gesagt, daß diese neue Dardanellenaktion schon morgen erfolgen wird. Die Ententemächte werden nach den Erfah­rungen vom 18. März kaum eher damit beginnen, als bis sie sich des Erfolges ziemlich sicher glauben; aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Auch auf türkischer Seite rechnet man mit Sicherheit auf neue Vorstöße gegen die Dardanellen, wie die Tatsache beweist, daß die Befestigungen auf der Gallipoli­Halbinsel nach Konstantinopeler Meldungen teilweise mit neuen Geschüßen ausgerüstet werden.

Es ist demnach mit neuen Rämpfen an den Dardanellen zu rechnen. Welchen Erfolg fie haben werden, läßt sich natürlich nicht voraussagen. Werden die Angriffe wieder von den Türken mit großen Verlusten für die englisch - französische Flotte zurückgewiesen, jo kann nur eine starke Erschütterung der englischen Machtstellung im ganzen Orient die Folge sein.

Die Kämpfe zwischen Maas und Mosel. and Quim

Berlin, 20. April 1915..( W. T. B.) Aus dem Großen Hauptquartier wird uns geschrieben:

" Fermo ", der sich dreihundert Yards entfernt befand, eilte zur Hilfe, um die Besatzung des Dampfers Vanilla" zu retten. Das Unter­feeboot hinderte ihn jedoch daran, Beistand zu leisten, indem es einen Torpedo abfeuerte, der aber fehl ging. Fermo dampfte dann mit voller Straft heimwärts.

Anmerkung des W. T. B.:

In der Nacht vom 14. zum 15. April zeichneten sich die Feuer­überfälle auf die Combreshöhe durch besondere Heftigkeit aus. Hier wandte der Gegner auch Nebel- und Stinkbomben an, die den Zweck haben, einen Schleier von Rauch und unerträglichen Gasen vor und in unsere Stellungen zu legen, um den Ginblid gegen den Feind Selbstverständlich sind die Tatsachen hier wieder nach der bei zu verhindern und unseren Truppen den Aufenthalt in den Gräben den Engländern geübten Praris vollständig verdreht worden. Der zu erschweren. Ein Vorstoß im Priesterwald setzte in derselben richtige Hergang ist aber trotzdem deutlich erkennbar; denn die Lüge Nacht unsere Truppen in Besitz eines Teiles der französischen ist außerordentlich plump gemacht. In Wahrheit hat natürlich der Fischdampfer das Unterseeboot rammen wollen, und so war es ein Sauptstellung, die hier mit einem stark ausgebauten Stützpunkt Gebot der Selbſterhaltung, daß es dem Angriff zuvorkam. Nachdem gegen unsern vordersten Graben vorspringt. Der mit diesem dem Fermo " seine Absicht mißlungen ist, wird sie jetzt scheinheilig Erfolge eingeleitete Nahkampf im westlichen Priesterwald dauerte als verhindertes Rettungswerk dargestellt.) die folgenden Tage und Nächte ohne Unterbrechung an. Er schreitet

Katwyk".

langsam, aber für uns günstig fort. In den Vormittagsstunden zur Versenkung des holländischen Dampfers des 19. gelang es hier unseren Truppen, 2 Blockhäuser und die anschließenden Grabenstücke in die Luft zu sprengen, wodurch unsere Stellung weiter vorgeschoben werden konnte. Hierbei erlitten die Franzosen nicht unbeträchtliche Verluste, während uns der ge­wonnene Erfolg keinen einzigen Mann kostete.

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Amfterdam, 20. April. ( W. T. B.) Der Nieuwe Courant" im

Nieder­

es sich in der

Haag schreibt über den Katwyt"-Bwischenfall: Die von der deutschen Regierung aus eigenem Antrieb vier Tage nach der Versenkung der Katwht" dem niederländischen Gesandten in Berlin gegebene Er Der 15. April brachte zwei am Abend unternommene franzö- flärung wirkt beruhigend. Sie befestigt das Vertrauen in die Ver­fische Angriffe im Aillywalde, die beide der zweite bereits wäh- ficherung Deutschlands , die vor dem Vorfall mit der Katwyk" dem rend der Entwicklung in unserem Feuer zusammenbrachen. niederländischen Gesandten gegeben worden war, daß die bisher Ebenso wurden zwei Vorstöße des Gegners nördlich Flireh in der vorgekommenen Vorfälle zur See nicht als ein Zeichen der Nacht vom 16. zum 17. April abgewiesen. Wiederholt wurde in Veränderung der deutschen Politik gegenüber den Wenn landen ausgelegt werden dürften. diesen Tagen an verschiedenen Stellen, so an der Combreshöhe, von der deutschen Regierung zugesagten Untersuchung heraus­bei Flirey und gegenüber dem Walde Mort- Mare, beobachtet, daß stellt, daß die Statwyt" infolge cines unglücklichen Zufalls die Franzosen Truppen in den vordersten Graben bereitstellten; von einem deutschen Unterseeboot in den Grund gebohrt wurde, zu Angriffen tam es nicht. Der Artillerie fiel auf beiden Seiten darf man außer der loyal versprochenen Genugtuung noch erwarten, in den Tagen vom 14. bis 19. April die Haupttätigkeit zu. daß vom Marineamt den Seestreitkräften die Instruktion mit Nach­druck in Erinnerung gebracht wird, Gewalttätigkeiten gegen neutrale Schiffe, soweit sie als solche erkennbar sind, zu unterlassen. Nur so vermag sich die Besorgnis zu vermindern, daß wir binnen kurzem von einem Unheil gleicher Art betroffen werden könnten. Der als befriedigend erachtet werden.

Gestlicher Kriegsschauplah. Russische Darstellung der Karpathenkämpfe.

Berlin , 20. April. ( W. T. B.) Aus Stockholm wird

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Amſterdamer Telegraaf ſchreibt: Die Antwort Deutschlands tönne

halten.

Zum Untergang der Vanilla".

Der türkische Krieg.

uns gemeldet: Die Ruffen verbreiten die Nachricht, daß ihre London , 20. April. ( W. T. B.) Ein Communique der Der Stillstand in den Operationen der Franzosen zwischen Erfolge in den Karpathen andauerten. Die Verluste der Ver-­Maas und Mosel, der sich nach den vorangegangenen schweren und bündeten seien ungeheuer. Sie überſtiegen bereits 100 000 Admiralität teilt mit: Das deutsche Unterseeboot, das den Fisch­füc sie verlustreichen Angriffen bereits gegen Ende der zweiten Mann und nähmen noch täglich zu. Der Zustand der ver- dampfer, Vanilla" zum Einken brachte, vertrieb den Fisch­Die Russen hätten dampfer, ermo", als er die Bemannung zu retten versuchte. Aprilwoche fühlbar gemacht hatte, dauert ohne Unterbrechung seit bündeten Truppen sei schlecht. dem 14. April, dem Tage unseres legten Berichts, bis heute, den 19., nicht die Absicht, nach Ungarn borzurüden, Die Folge davon war, daß viele von der Vanilla" ertrunken sind. en. Auf der Front der Armee herrscht Ruhe, wobei unter Ruhe" aber jeder Versuch der Desterreicher zur Wiedereroberung der Dieses Töten von Fischern ohne militärischen Grund wird unserer das Fehlen größerer zusammenhängender Angriffsunternehmungen von russischen Truppen besetzten altrussischen Gebiete werde einer Woche. Wir müssen die Ereignisse gut im Gedächtnis be­zu verstehen ist, nicht aber die Beendigung jeder Kampftätigteit. abgewiesen werden. Wenn die Russen, so bemerkt dazu das W. T. B., wirklich von Weder Tag noch Nacht verstummt der Geschüßdonner völlig, stellen­weise steigert sich das Feuer der schweren Artillerie zu größter vornherein nichts weiter beabsichtigt hätten, als die Behauptung alt­russischen Gebietes, so wäre schwer zu verstehen, weshalb sie in den Heftigkeit. Die Nahkampfmittel Minenwerfer, Handgranaten letzten Wochen bei dem Angriff auf die Karpathenpässe so gewaltige und Sprengminen betätigen sich, und das Feuer der Infanterie Anstrengungen gemacht und dabei Berluste erlitten haben, die nach Konstantinopel , 19. April .( W. T. B.) Das Große Haupt­und der Maschinengewehre erlischt nie ganz. Beide Gegner sucher zuverlässiger Schäßung das Dreifache der von den Verbündeten die Straßen und Unterkunftsräume hinter den Fronten durch gebrachten und in der russischen Darstellung weit übertriebenen quartier gibt bekannt: Die Kämpfe an der lautasischen Artilleriefeuer und Fliegerbomben zu beunruhigen. Lebhafte Be- Opfer betragen. Jedermann weiß, daß die Besetzung Ungarns in Front bauern seit drei, vier Tagen an. In der Nähe der Grenze wegung marschierender Truppen, reger Bahn- und Kraftwagen - den Plänen des ruffischen Generalstabes von jeher eine große Rolle enbeten sie in der Umgebung von Milo zu unseren Gunsten. Der Feind wurde nach der Grenze hin zurückgeworfen. Gestern versuchte verkehr im Rücken der französischen Linien, besonders am 15. und spielte. Wenn daher jetzt die Ziele der russischen Heeresleitung eine Flottille von feindlichen Torpedobooten sich den Dardanellen 16. April, weisen darauf hin, daß der gegenwärtige Zustand ber- plöglich so viel enger geſtedt werden und die Absicht weiteren Vor- eine Flottille von feindlichen Torpedobooten sich den Dardanellen gebens abgeleugnet wird, so kann man darin bei unbefangener 34 nähern. hältnismäßiger Ruhe kaum ein dauernder bleiben dürfte. ber Ohnmacht und eine Bestätigung des völligen Mißerfolges der Würdigung nichts weiter als ein schlecht verschleiertes Geständnis liche Torpedoboote russischen Karpathenoffensive sehen.

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In den Tagen vom 14. bis 19. April wirkte hauptsächlich die beiderseitige Artillerie, während die französische Infanterie wohl unter dem Eindruck der in den vorhergegangenen Kämpfen erlitte= nen außerordentlichen Verluste, sich auf vereinzelte, stets miß­glüdte Teilangriffe beschränkte, die im Rahmen der Gesamtlage ohne Bedeutung waren. Diese Unternehmungen wiederholten sich fast ausschließlich in den Abschnitten unserer Front, gegen die sich seit Beginn der Kämpfe die französische Offensive mit beson­derem Nachdruck richtet. Am Nordflügel gegen unsere Stellungen bei Marcheville- Maizerey und Combres; am Südflügel gegen

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Aus den Vogesenkämpfen.

Das Vorarbeiten des Landwehrbataillons Bernhard im Schufter­walde" südwestlich La Paniée in den Vogesen November 1914. In einem Vogesentale, das sich vom Fave- Grund her nach Often ins Gebirge erstreckt, liegt das saubere Dorf Lusse, von einer weithin sichtbaren Kirche überragt. Zur Gemeinde Lusse gehören noch die weiter aufwärts liegenden kleinen Ortschaften La Paniée, Les trois Maisons, Basse und Haute La Lusse. Südwestlich La Paniée springt ein bewaldeter Bergrüden ins Tal vor, der die ganze Straße Lusse- La Paniée- Les trois Maisons und einen Teil der Straße La Paniée- Basse La Lusse beherrscht. Auf den Höhen südlich und westlich dieser Straßen standen Anfang No­ventber die Franzosen , während die deutschen Stellungen zum Teil im Tale mit Stüßpunkten in Buffe und La Paniée, zum Teil auf den Höhen nördlich des Tales verliefen. Die Straße zwischen Lusse und La Paniée und La Paniée und Basse La Lusse ebenso wie die Orte Lusse und La Paniée selbst lagen vollständig im Bereich des feindlichen Infanteriefeuers.

Die Franzosen machten sich diesen Umstand ausgiebig zunuze. Ihre Schießpojten sandten den lieben langen Tag ihre Geschosse nach Lusse und La Paniée, einerlei, ob sich etwas zeigte oder nicht, mit dem einzigen Zwed, die Bejazung zu beunruhigen. Groß war der Schaden nicht, den sie unsern Soldaten verursachten; am meisten hatte die Zivilbevölkerung unter der Beschießung zu leiden. Einer der unangenehmsten Schießposten saß auf dem obenerwähnten be­waldeten Bergrücken und beschoß von dort aus besonders den Ort La Paniée. Wegen seiner emfigen Schießtätigkeit wurde er bald eine berühmte Persönlichkeit bei unseren Leuten, die ihm wegen seiner eifrigen Tätigkeit, die derjenigen eines emsig hämmernden Schusters zu vergleichen war, den Namen Schuster" beilegten. Sein Siz erhielt dementsprechend den Namen Schusterwald" und Schusterberg" und wurde unter diesen Namen bald in der ganzen Division bekannt.

Der beständigen Belästigung und Behinderung des Verkehrs konnte nur dadurch ein Ende gemacht werden, daß die Höhen südlich Lusse und südwestlich La Paniée genommen wurden. Am 5. No vember wurde das 3. Bataillon zu einer gewaltsamen Erkundung gegen den Schusterwald angesetzt. Nachdem im Morgengrauen der Wiesengrund überschritten war, drangen die 11. und 12. Kom­pagnie den steilen, mit Felsen und Steingeröll überfäten Waldhang hinauf und trieben die feindlichen Vorposten vor sich her, bis sie etwa 50 Meter unterhalb der Höhe auf ein starkes Hindernis in Ge­stalt eines Drahtverhaues stießen.

Von dort durch Felsen und Didicht vollständig berbedt, sandten die Franzosen ihre Geschoffe auf die andringenden Landwehrleute. Den stärksten Punkt der feindlichen Stellung bildete eine natürliche Steinbajtion, die vom Feinde noch besonders für die Verteidigung eingerichtet war. Der Drahtverhau wurde zerschnitten, und die Kühnsten drangen gegen den Steinwall vor. Der erste, der dort anlangte, war Unteroffizier Reder von der 11. Rompagnie. Jen feits der Bastion zeigte sich noch stärkerer Verhau, so daß ein wei teres turmartiges Vorgehen nur unter schweren Opfern auszu führen gewesen wäre. Ein Halten der Steinbastion wurde durch jartes Flankenfeuer unmöglich gemacht.

Der Seekrieg.

Ein Fischdampfer torpediert.

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Meldung des türkischen Hauptquartiers.

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Durch unser Feuer wurden sicher zwei seind­getroffent. Daraufhin zog fich die fundungsfluge über Tenedos mit Erfolg Bomben auf die feinds Flottille zurüd. Ein türkischer Flieger warf bei einem Gr­lichen Schiffe und kehrte trotz des auf ihn eröffneten Feuers heil zurück. Das türkische Torpedoboot Timur Sissar" griff am 17. April mit vollem Erfolge das englische Transportschiff, Ma­nitou" im Regäischen Meer an. Die englische Admiralität gibt zu, daß hundert englische Soldaten dieses Trans­London, 20. April .( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. portes ertranten. Darauf wurde unser Torpedoboot bis nach Der Kapitän des Fischdampfers Fermo" teilte heute bei seiner An- Chios von englischen Kreuzern und Torpedobootszerstörern verfolgt. funft in Grimsby mit, daß der Fisch dampfer Vanilla" Die Besagung des Zimur Sissar" sprengte das gestern früh durch ein deutsches Unterseeboot torpediert wurde. Die Schiff, um es nicht in Feindeshand fallen zu lassen, in die Luft. Das wichtigste Ergebnis des Vorstoßes war die Erkundung der dichteres Unterholz und lockerem Boden begünstigt war. Nun be feindlichen Stellung im Schusterwalde. gann ein wahres Wettgraben. Denn wer den Stein zuerst in Der Brigadebefehl vom 10. November befahl ein feftungskriegs- sicherem Besitz hatte, war Herr der Höhe. Da mit Gewehrschüssen artiges Vorarbeiten. Demgemäß wurde am 11. November der den Arbeitenden nicht beizukommen war, wurden Handgranaten oberste, in westöstlicher Richtung verlaufende Querweg, etwa 100 bereit gelegt; aber die Franzosen kamen uns zuvor. Glücklicher­Meter vom Gipfel entfernt, von der 9. und der 12. Kompagnie erweise explodierte von den drei schlecht gezielten Granaten nur eine, reicht. Sogleich wurde unter wertvollster Mithilfe eines Buges ohne Schaden zu tun. Unsere Antwort ließ nicht auf sich warten Pioniere mit dem Ausheben eines Schüßengrabens 30 Meter süd- und wirkte besser. Die Granaten hatten gesessen; denn die Alpen­Zum Schuße der jäger rannten unter Geschrei ins Gebüsch zurück, wobei sie noch lich dieses Weges am steilen Hang begonnen. Arbeitenden wurden Schüßen hinter Stahlblenden vorgeschoben. fräftig beschossen wurden. Bis auf 9 Meter war der Graben an Aber die hinter dem Steinwall und im Tannendickicht versteckten den Stein herangediehen, als der Feind wieder mit Handgranaten Alpenjäger brachten uns trotzdem erhebliche Verluste bei. Da fie zu operieren begann. Um diese ins Ziel zu bringen, warfen die aus nächster Nähe feuerten, waren die Verwundungen fast durchweg Franzosen zunächst gleich schwere Steine herüber. Um einen dieser sehr schiver. Im Laufe des Novembers verloren vir 23 Mann, Steine war eine Nummer des Matin" vom 27. November ge darunter 12 Tote, die sämtlich durch Kopf- und Brustschüsse fielen, wickelt, die natürlich von deutschen Niederlagen und Verlusten gewiß ein Beweis für die vorzügliche Schießausbildung unserer stroßte. So brachte sie unter anderem die Einbringung von 48 Eisenbahnwagen voll deutscher Gefangener in Petersburg . Aber Gegner. Bedenkt man, daß immer höchstens 30 bis 40 Mann zu gleicher die Franzosen hatten wieder mit ihren Granaten fein Glück; diese Beit im Schüßengraben tätig waren oder als Schießposten die Ar- trepierten zum geringsten Teil, und diejenigen, bei denen es soweit beiten deckten, so sind die Verluste sicherlich schwer zu nennen. tam, platten, ohne irgend welchen Schaden anzurichten. Dagegen Nachts mußte die Stellung sehr stark und in großer Ausdehnung wirkten unsere mit großem Schneid und großer Treffsicherheit ge besetzt werden, um eine Umgehung unmöglich zu machen. Infolge- schleuderten Granaten so gut, daß den Franzosen für längere Zeit dessen tvaren natürlich die Anforderungen, die an die Mannschaften die Lust an der Weiterarbeit verging. Und so war endlich das Ziel durch Arbeits- und Wachdienst gestellt wurden, außerordentlich hoch. erreicht. Der Laufgraben war bis zum Stein vorgeführt. Mit Sandsäcken und Schießblenden, an denen die feindlichen Geschose Schlechtes Wetter trug noch zur Erschwerung des Dienstes bei. Bereits am 11. November wurde ein Schüßengraben von machtlos abprallten( unsere Geschoffe durchschlugen die feindlichen 60 Meter Länge ausgehoben und von diesem sofort am 12. Novem- Blenden glatt), wurde die Felsgruppe zu einer regelrechten Bastion ber ein Laufgraben gegen die Steinbastion vorgetrieben; denn ausgebaut und stets stark besetzt gehalten. Als nunmehr unsere diese mußte in unseren festen Bejizz kommen, wenn wir der Be- Schießposten von diesem sicheren Stand aus ihre Tätigkeit begannen schießung unserer schanzenden Wehrleute ein Ende machen wollten. und unsere wackeren Pioniere mit einigen gut gezielten Hand­Am 13. November wurde vom Laufgraben aus ein neuer Schüßen- granaten nachhalfen, ließen die Franzosen im Laufgraben alles graben ausgehoben, der der Bastion bereits 50 Meter näher tam. stehen und liegen, verschwanden im Dickicht und begannen etwa Ein weiteres Vorgehen machte zunächst der Stacheldraht unmöglich, 50 Meter weiter zurüd einen neuen Schüßengraben. Der un­Unter bollendete französische Laufgraben mit den darin zurückgelassenen der inzwischen von den Franzosen wieder hergestellt war. dem Schuße des heftigen Feuers unserer Schießposten wurde in Ausrüstungsstücken war zu verlodend für einige Wagehälfe. Wäh diesen eine Gasse geschnitten. Diese Arbeit fojtete manchem Wehr- rend unsere Schießposten den Feind möglichst in Schach hielten, mann das Leben. Im dichten feindlichen Feuer führten die Ge- holten jene nacheinander drei Gewehre, die zerschossenen Stahl­freiten Lamm und Hechert von der 9. Kompagnie ihren schwer ver- blenden, ein Käppi, das noch deutlich die Spuren der Wirkung wundeten Kameraden Pflanz aus dem Verhau zurück und ließen unserer Granaten zeigte, und anderes herbei. Auch der herüber­geworfene Matin" ließ den Ehrgeiz unserer Leute nicht ruhen. ihn auch nicht liegen, als er tot zusammenbrach. Durch den Baufgraben schlichen sich wiederholt ein paar fühne Leute bis in den französischen Schüßengraben und warfen Zeitungss bündel mit der Kunde unserer Siege den französischen Posten möglichst auf den Kopf, tamen auch, Dank der Verblüffung der feindlichen Posten, stets unversehrt zurüď.

Am 17. November wurde der Stein erreicht. Sofort wurden die aus Steinen und Erde gebildeten Schießscharten des Feindes zerstört und die Bastion unter Zuhilfenahme von Stahlblenden und Sandsäden für unsere Zwede umgebaut. Das Herankommen an den Felsen kostete aber infolge des Flankenfeuers aus dichtem Während vorn die feste Stellung geschaffen wurde, in der Tannengebüsch immer noch schwere Opfer. Nur ein tiefer Lauf­graben vom Schüßengraben zum Felsen fonnte hier helfen. Mußte die Schüßen getrost jeden Feind erwarten konnten, wuchs etwa die Arbeit in dem felfigen Boden auch außerordentlich mühselig 100 Meter weiter rückwärts ein kleines Dorf aus dem Waldboden hervor. Die aus festen Stämmen gebauten, mit Erde did bewor­werden, so wurde doch der Graben sofort in Angriff genommen. Aber die Franzosen hatten offenbar gemerkt, wie wertvoll uns fenen Unterstände bildeten bald eine kleine Straße, von der zum der Besitz des Steines war. Der tollkühn seitwärts des Steines Schüßengraben verschiedene Laufgräben als Gassen sich abzweigten. vortriechende Gefreite Schnellbäder der 11. Kompagnie fah plöglich Durch die Namen der Unterstände, Straßen und Laufgräben werden in geringer Entfernung vor sich eifrig an einem Laufgraben bekannte Persönlichkeiten, wie der berüchtigte Schufter"( Schuster­arbeitende Frangojen. Der Graben hatte ebenfalls die Richtung berg) oder der Kompagnieführer( Kreislauf) verewigt oder denk­auf den Stein. Dem Feinde waren offenbar die schwierigen bar wertvoller Mithilfe gedacht( Pionierallee). Der Laufgraben Bodenverhältnisse auf unserer Seite bekannt, während er durch zum Stein erhielt den Namen Hurragaffe, in Erinnerung an eine

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