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Nr. 167. 32. Jahrgang.

2. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt.

Sonnabend, 19. Juni 1915.

58( f. Bef.- Regt. Nr. 3 Posen), 59, 63, 65, 66, 69, 70, 75 bis ausgabung dieser 100 Millionen Mark unter feinen Umständen 80 85,

Englands Wirtschaftslage und 87, 90, 92, 94, 95, 97, 98, 10, 111, 114, 117, 118, 128, 144, 146, in Betracht. Zudem hat die Erfahrung längst gelehrt, daß

Kriegsführung.

Uns wird geschrieben:

3

Land­

Des

Die

erklären deutschen Landesversicherungsanstalten wiederholt ihre bereits auf der Konferenz in Erfurt am 9. April 1915 einstimmig zum Ausdrud gebrachte Bereitwilligkeit, sich an der Kriegsbeschädigtenfürsorge in größtmöglichem Umfange zu beteiligen, und zwar nicht nur auf dem Gebiete der ärzt­lichen Fürsorge( Heilverfahren), sondern auch auf wirtschaft­lichem Gebiete( Berufsberatung, Berufsumschulung, Arbeits­vermittlung usw.).

99, Ausgaben für eine planmäßige Schadenverhütung, und um 149, 150, 151, 154( s. Bes.- Regt. Nr. 3 Posen), 155( s. Ers- Inf.­Regt. Keller), 156 bis einschl. 160, 163, 169, 171, 172, 175, 184, 186. folche handelt es sich auch bei der Kriegswohlfahrtspflege, im Reserve- Infanterie- Regimenter Nr. 2, 3, 5( s. Ers- Inf.- Regt. Rahmen des§ 1274 der Reichsversicherungsordnung, werbende Keller), 7( f. auch Ers.- Inf.- Regt. Keller), 12, 19, 20, 21( f. auch sind, die durch Verringerung der Lasten, insbesondere der Es ist ohne weiteres klar, daß wir bei der Beurteilung der Ers- Inf.- Regt. Keller), 25, 27, 28, 29, 30, 32, 34, 35, 48, 49( 1. fchadenausgleichenden Rentengewähr reichlich wieder ein­wirtschaftlicher Lage unserer Gegner äußerst vorsichtig sein müssen. auch Grs.- Inf- Regt. Steller), 51, 52, 56, 61, 64, 65, 66, 72, 75, gebracht werden. Eine Konferenz von Vertretern der Landesversicherungs­Hebertreibungen und voreilige Schlußfolgerungen sind hier ebenso- 76, 81, 84, 86, 91, 93, 99, 110, 201, 202, 204, 206, 208, 210, 212, wenig angebracht wie bei irgendwelchen anderen mit dem Krieg 214, 220, 222, 223, 227, 228, 229, 231, 233, 260, 267, 269, 270, 271. ämter, Landesversicherungsanstalten und Sonderanstalten, die zusammenhängenden Fragen. Um so wichtiger aber ist es, wenn Ersatz- Infanterie- Regimenter Nr. 29, Jacobi und Seller. wir aus den Darlegungen unserer Feinde selbst die wehr- Infanterie- Regimenter Nr. 1( f. Regiment v. Kurnatowski), gestern im Reichsversicherungsamt unter Vorsitz seines Brä­3, 8( f. auch Grs.- Inf.- Regt. Keller), 10( f. Landw.- Ers.- Inf.- Regt.| sidenten Dr. Kaufmann tagte, einigte sich dahin, daß die Wahrheit über ihre wirtschaftliche Lage erfahren können. Als seit dem Beginn der letzten Maiwoche die Weizen­Als seit dem Beginn der letzten Maiwoche die Weizen Nr. 9), 12( ſ. Ers. Inf- Regt. Keller), 13, 15, 16, 17, 19( f. Regt. Landesversicherungsanstalten sich mit der Kriegsbeschädigten­preise in England sich nach einer Zeit langer Anspannung preise in England sich nach einer Zeit langer Anspannung b. Kurnatowski), 22, 23, 24, 27, 30, 31, 61, 66, 74, 75, 76, 80, 81, fürsorge weitgehend befassen wollen, daß aber hierdurch die wieder etwas sent ten, war anzunehmen, daß man in England 99, 109, 118 und v. Gundlach. Landwehr- Ersatz- Infanterie- Regi- Tätigkeit der anderen Beteiligten( Reich, Bundesstaaten, erleichtert aufatmen würde. Dies scheint aber nach dem Economist " menter Nr. 1, 2, 7, 9. Beſazungs- Regiment Nr. 3 Posen. Regi- Provinzen, Gemeinden) nur ergänzt und verstärkt werden soll. bom 5. Juni nicht der Fall gewesen zu sein. Es zeigt sich dort, ment v. Kurnatowski. Kombiniertes Ersatz- Bataillon der Infans Es wurde folgende Entschließung einstimmig angenommen: daß der Rückgang der Getreidepreise zu Ende Mai reichlich auf- terie- Regimenter Nr. 23 und 63( j. Landw.- Ers.- Inf.- Regt. Nr. 7). gewogen worden ist durch das Steigen der Fleischpreise, ueberplanmäßiges Landwehr- Infanterie- Bataillon Nr. so daß die Inder- Nummer für Getreide und Fleisch von 847 im 4. Armeekorps( 1. Landw.- Inf.- Regt. v. Gundlach), Nr. 5 des 4. Armeekorps( s. Landw.- Inf.- Regt. Nr. 17). Brigade - Ersatz­April auf 893 im Mai steigen konnte( Basis im Durchschnitt der Bataillone Nr. 10, 13, 14, 25, 28, 40, 42, 82( f. Ers.- Inf.- Regt. Jahre 1901 bis 1905: 500). Dazu macht der Economist " an Nr. 29). Landwehr- Brigade - Ersatz- Bataillone Nr. 14( s. Landw.­Hand ihm zugegangener sachverständiger Aeußerungen die Be­merkung, daß die Menge Weizen, die in der zweiten Hälfte Mai Ers- Inf.- Regt. Nr. 2), 25 und 27( lektere beiden f. Landw.- Ers.­Landsturm- Infanterie- Bataillone I Bitsch, Inf.- Negt. Nr. 1). nach dem Kontinent und außereuropäischen Staaten verschifft III Darmstadt, II Deutsch- Eylau , I Insterburg. 1. Karlsruhe , worden sei, fast doppelt so groß sei als die Menge, die nach dem III Königsberg, Landsberg a. W., II Löhen, Marienwerder( f. Bereinigten Königreich versandt worden wäre, so daß wenig Regt. v. Sturnatowski), IV Münster, Neusalz a. D., III Posen. Aussicht für ein befriedigendes Anwachsen 3. Rastatt, Rastenburg ( s. auch Regt. v. Kurnatowski), I Saarlouis der Bestände des Vereinigten Königreiches in naher Zukunft( f. Regt. v. Kurnatowski), Schneidemühl , Bataillon Graf vom vorhanden sei". Auf dem Fleischmarkt säbe es böse aus, und die Sagen( f. Regt. v. Kurnatowski). Landsturm- Infanterie- Ersatz­Knappheit der Zufuhren sei die Hauptursache für die Preissteige- Bataillone Hardershof und 7. des 7. Armeekorps Münster . Jäger­rung, aber auch der Mangel an Futtermitteln habe zu der Preis- Bataillone Nr. 1, 2, 5; Reserve- Jäger- Bataillone Nr. 15, 18, 23. steigerung beigetragen. Während auf der einen Seite eine 1. Radfahrer- Kompagnie der Truppen- Abteilung Esebeck, Radfahrer­ enorme Nachfrage für die Armee" beſtünde, und zwar sowohl Kompagnie Königeberg i. Pr.( f. Regt. v. Kurnatowski) und daheim wie in Frankreich ", bestünde andererseits eine außer 1. Radfahrer- Kompagnie Kulm. Garde- Maschinengewehr- Abteilung ordentliche Knappheit an Tonnage für die Zufuhr von Nr. 1; Maschinengewehr- Abteilungen Nr. 5 und 7; Reserve­gefrorenem Fleisch." Die Situation", so schreibt der Economist ", Maschinengewehr- Abteilung Nr. 5; Festungs- Maschinengewehr- Ab­ berursacht viel Elend bei den Armen und viele der teilung Nr. 6 Cöln( f. Jnf.- Regt. Nr. 156); Maschinengewehr- Ab­fleinen Schlächterläden haben sich gezwungen gesehen, ihre Ge- teilungen Teichert und Reichert( f. Regt. v. Kurnatowski); schäfte zu schließen oder dieselben nur dreimal in der Woche auf- Festungs- Maschinengewehr- Abteilung Nr. 13 Posen; Festungs­zumaden". Maschinengewehr- Trupp Nr. 20 des 16. Armeekorps; Feld= Die Lage des industriellen Marktes zeigt nach dem Maschinengewehr- Büge Nr. 84( f. Res.- Inf.- Regt. Nr. 84), 120 Economist " ebenfalls keine erfreulichen Symptome. So( f. Inf.- Regt. Nr. 79); Maschinengewehr- Bug Nr. 144( f. Landw. Inf.- Regt. Nr. 27).

=

Die für die Zwede der Kriegsbeschädigtenfürsorge aufge­wendeten Mittel müssen sich einschließlich aller für sonstige Kriegszwecke bereits verausgabten oder noch zu verausgabenden Beträge innerhalb der auf der Konferenz in Berlin am 31. August 1914 mit dem Reichsversicherungsamt vereinbarten Höchstgrenze von 5 Proz. des Buchwerts des Gesamtvermögens der einzelnen Versicherungsanstalten am 31. Dezember 1913 halten.

Auch ist darauf zu achten, daß die Aufwendungen für die Kriegsbeschädigtenfürsorge bei jeder einzelnen Versicherungs­anstalt in einem angemessenen Verhältnis zu ihrem eigenen Ver­mögen, ihren bisherigen Ausgaben für Kriegswohlfahrtspflege und den Leistungen der in erster Linie hierzu berufenen Stellen ( Reich, Staat, preußische Provinzialverbände, Gemeindeverbände) stehen. Es ist ferner erwünscht, daß unter Beobachtung dieses Grundsazes die Leistungen namentlich benachbarter Versiche­rungsanstalten möglichst gleichartig und gleichmäßig bemessen werden.

Endlich erklären sich die deutschen Landesversicherungs­anstalten bereit, den durch den Krieg unmittelbar betroffenen Anstalten, Ostpreußen, Elsaß- Lothringen , auf Anfordern die zur Fortführung ihrer Aufgaben einschließlich des Heilverfahrens und der wirtschaftlichen Fürsorge für die Kriegsbeschädigten er­forderlichen Geldbeträge zu einem Zinsfuße von Proz. dar­Lehnsweise vorzustrecken. Ferner erklären sie sich zur Hingabe bon Schenkungen oder unverzinslichen Darlehen an jene Ver­sicherungsanstalten bereit, unter Bedingungen und Grenzen, die bei Zugrundelegung der Vermögenslage mit dem Reichsver­sicherungsamt vereinbart werden."

Zu Punkt 2 der Tagesordnung wurden folgende Zeit­fäße gebilligt:

1. Die großen Opfer des Krieges legen der Invaliden- und Hinterbliebenenversicherung mehr als je die Aufgabe nahe, für die Erhaltung der Volkskraft einzutreten.

heißt es über die Gebiete der Tertilindustrie:" Die gegen­wärtige Lage der Industriellen ist keineswegs beneidenswert und Kavallerie: 1. Garde- Dragoner; 2. Garde- lllanen; Kürassiere Aufträge werden in den meisten Zweigen des Handels dringend Nr. 2, 3, 5; Dragoner Nr. 15, 19; Reserve- Dragoner Nr. 8; Husaren benötigt". Ueber den Holzmarkt berichtet eine Firma: Während Nr. 1; Ulanen Nr. 2( s. Kürassiere Nr. 5), 9, 11; Reserve- lllanen des Monats Mai ging das Geschäft zurück, infolge der geringen Nr. 2; Ersatz- Regiment des 6. und 1. Landwehr- Eskadron des Borräte. Während diese Tatsache den Markt außerordentlich be- 7. Armeekorps . festigte, haben die Händler nicht nur durch das Nachlassen des Feldartillerie: 1. Garde- Regiment; Regimenter Nr. 10, 24, 34, Geschäftsumfanges gelitten, sondern auch durch die außergewöhn- 39, 50, 60, 69, 111, 201; Reserve- Regimenter Nr. 3, 7, 20, 47, 64; lichen Verhältnisse der noch nie dagewesenen hohen Ueberplanmäßige 2. Landwehr- Batterie des 11. Armeekorps. Frachtraten und die enormen Schwierigkeiten Fußartillerie: Regimenter Nr. 2, 3, 4, 10, 14; Reserve- Regi­einen einigermaßen sicheren Schiffsraum inner- ment Nr. 11 und Regiment des 27. Reservekorps; Reserve- Bataillon halb eines vernünftigen Termins zu erhalten." Das Steigen der Nr. 40; Schwere Feld- Haubib- Batterie Nr. 225 des 5. Reserve­Versicherungsraten, die Ueberfüllung der Häfen, die Erhöhung der korps; Mörser- Batterie Nr. 201 des 27. Reservekorps. Marine­Matrosenlöhne und andere Umstände spielen hierbei eine be- Batterie Eples( s. Fußart.- Regt. Nr. 2). sondere Rolle. Die schlechte Geschäftslage, vor allem aber die Pioniere: I. Garde- Bataillon; Regimenter Nr. 23( s. Regt. schlechte Lage des Außenhandels, ist von dem Economist " schon v. Kurnatowski), 24, 25; Bataillone: I. Nr. 7, I. Nr. 9, I. und II. 2. Insbesondere bedarf die Jugend, deren gesundheitliche feit längerer Zeit mit Besorgnis erörtert worden. Auch in dieser Nr. 11, I. Nr. 15, I. Nr. 16, I. Nr. 21, I. Nr. 28; Versuchs- Kom­Entwickelung durch Kriegsnot und ungünstige Lebensbedingungen, Nummer hebt er wieder hervor, daß der Ueberschuß des Wertes pagnie; Kompagnien Nr. 225, 229; 2. Landwehr- Kompagnie des oft auch durch vorzeitigen Verlust des Ernährers gefährdet ist, der englischen Einfuhr über den Wert der englischen Aus- 9. Armeekorps. Minenwerfer- Abteilung des 7. Armeekorps; Mitt­einer gesteigerten Fürsorge der Versicherungsanstalten. fuhr von 110 Millionen Pfund in der Zeit vom August 1913 bis lere Minenwerfer- Abteilung Nr. 130; Schwere Minenwerfer- Ab­Hinsichtlich der Anteilnahme der Versicherungsanstalten April 1914 auf 237 Millionen Pfund in der Zeit vom August 1914 teilung Nr. 47. bis April 1915 gestiegen fei. Während der Wert der Einfuhr, Verkehrstruppen: Eisenbahn- Magazin- Arbeiter- Stompagnie an der planvollen Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten wenn man jene beiden Zeiträume miteinander vergleicht, an- Nr. 23 des 10. Armeekorps. Stappen- Telegraphen- Abteilung der( Punkt 3 der Tagesordnung) war die Versammlung darüber nähernd der gleiche geblieben ist, hat Großbritannien für die ein- 8. Armee. Fernsprech- Abteilung des 8. und des 16. Armeekorps einig, daß die Träger der Invaliden- und Hinterbliebenen­geführten Produkte, besonders für Nahrungsmittel, viel höhere sowie solche des 24. Reservekorps. Ersatz- Fernsprechzug Nr. 6 der versicherung, die mit so großem Erfolg in den Kampf gegen Preise bezahlen müssen. Auf der anderen Seite ist die Aus- 4. Landwehr- Division. Schwere Funkerstation Nr. 12. Feldluft- andere Volksseuchen eingegriffen haben, sowohl während der fuhr von 394 000 000 fund in dem erstgenann schiffer- und Feldfliegertruppe. Kavallerie- Kraftwagenkolonne ten Zeitraum auf 247000000 Pfund im Kriegs- Nr. 32. Etappen- Kraftwagenpart Nr. 7. RaiserL Freim. Auto- Dauer des Krieges als nach dem Friedensschluß alle Be­strebungen der Militärverwaltung wirksam unterstützen jahr zurückgegangen. Welche Bedeutung aber haben mobilkorps. diese rüdläufigen Ziffern? Der Economist " argumentiert folgender­Train: Train- Abteilungen Nr. 3 und 8; Divisions- Brüden- wollen, die der Gefahr einer weiteren Ausbreitung der Ge­maßen: Man fann nicht drei große militärische Nationen mit train Nr. 17 des 9. Armeekorps. Schwere Proviantfolonne Nr. 2 schlechtskrankheiten entgegenzutreten geeignet sind. Geld und Mitteln ausstatten und gleichzeitig eine ebenso große des 2. Armeekorps. Fuhrparkkolonne Nr. 5 des 18. Armeekorps. Darauf wurde noch über einige andere, die Kriegswohl. britische Armee erhalten und in das Feld schicken." Entweder Magazin- Fuhrparkkolonne Nr. 2 des 1. Armeekorps. Feldbäckerei- fahrtspflege der Landesversicherungsanstalten betreffenden man müsse die Engländer im Lande behalten, kolonne Nr. 1 des 11. Armeekorps. Angelegenheiten Beschluß gefaßt. den Export wieder heben und könne dann mit den wieder steigenden Einnahmen auch den berbündeten Mächten finanziell helfen. Oder aber man müsse die eigene Armee ins Feld schicken, dann dürfe man aber nicht erwarten, durch die wirtschaftliche Blüte des Landes, insbesondere durch die Ausfuhr nach wie vor große Geld mittel zu erhalten, mit denen man die Verbündeten unterstüßen könne. Mit anderen Worten, nur das eine gder andere sei möglich; entweder man gebe den Verbündeten Gelb oder man gebe ihnen Männer. Wenn die Regierung durch den Schazkanzler", so fährt der Economist " fort, die Verbündeten zu benachrichtigen sich entschlösse, daß fie sich selbst finanzieren, ausrüsten und ihre eigenen Armeen ohne unsere Hilfe erhalten müssen und daß wir die unseren erhalten, Die sächsische Verlustliste Nr. 159 entfält Verluste der Jn­dann, natürlich, ist es für uns möglich, unsere Feldarmeen noch fanterie- Regimenter Nr. 104, 106, 107, 133, 179, 182; Reserve- In­beträchtlich zu verstärken. Aber auch eine Nation bon fanterie- Regimenter Nr. 102, 106, 133, 242; Landwehr- Infanterie­45 Millionen Einwohner hat einen begrenzten Regimenter Nr. 101, 104; Eriab- Infanterie- Regimenter Nr. 23, Reichtum, und wenn diese Grenzen überschritten 24, 32, 40; Ersatz- Infanterie- Regiment Nr. 9; Landwehr- Brigade Das Berliner Landgericht I kam trotz dieser Einwände zur find, so gibt es ein Naturgeseb, welches dieser Koalitions Grjazz- Bataillon Nr. 48; Landwehr- Ersatz- Regiment Nr. 5; Land- Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils. Es unterliege keinem regierung in wenigen Wochen die Richtigkeit unseres Argumentes wehr- Brigade- Ersatz- Bataillon Nr. 47; Ersaz- Bataillone: Land- Bedenken, so heißt es in der Begründung, den§ 63 des Handels­flarmachen wird. Es handelt sich um ein Argument, welches wir wehr- Infanterie- Regiment Nr. 101, Erjab- Infanterie- Regiment gesetzbuchs auch für den Fall der Einberufung zum Kriegsdienst nicht an die Masse des Volkes richten, weil diese es nicht verstehen Nr. 6, Reserve- Infanterie- Regiment Nr. 102; Reserve- Jäger- anzuwenden. Es gehe nicht an, diese Einberufung wie eine ein­tann. Aber es sollte genügend verständige Leute unter unseren Bataillon Nr. 26; Feld- Maschinengeivehr- Züge Nr. 71, 99, 101; fache militärische Friedensübung zu behandeln. Mag auch der führenden Geschäftsmännern und unter unseren führenden Ueberplanmäßige Etappen- Fuhrpark- Kolonne Nr. 3, 19. Armeekorps. Krieg an sich nicht als ein Unglück zu bezeichnen sein, so ist er Politikern geben, die es verstehen können." An Hand der oben Die Verlustliste Nr. 35 der Kaiserlichen Marine wird doch in seiner wirtschaftlichen Bedeutung einem Unglüd völlig geschilderten mißlichen Verhältnisse der englischen Handelsbilanz veröffentlicht. gleichwirkend, wenn, wie im vorliegenden Falle, der Einberufene erklärt dann der Economist " weiter:" Jeder Mann, der von Berg­eine Frau zurückläßt und eine gutbezahlte Stellung bisher inne werten und Fabriken des Landes der Armee überwiesen wird, hatte. Beruhen doch die gesetzlichen Bestimmungen auf dem Ge­steigert den Ueberschuß der Einfuhr über die Ausfuhr und er­danken, daß dem Angestellten vom Prinzipal über die erſtent schwert die Schwierigkeiten der Reichsfinanzen." Der Economist " schweren Wochen hinweggeholfen werden soll, bis andere Hilfs. übersicht freilich, daß ein großer Teil des Ervortrückganges darauf mittel, z. B. die gesetzliche Kriegsunterstützung in Kraft tritt. zurückzuführen ist, daß der Absatz Englands auf dem Weltmarkt in dem Maße leiden muß, wie England seine Exportwaren in­folge der Verteuerung der eingeführten Robmaterialien und der Erhöhung der Löhne nur zu weit höheren Preisen als im Frieden anbieten kann.

Verlustlisten.

Munitionskolonnen: Artillerie- Munitionstolonnen Nr. 4 des Garde- Reservekorps, Nr. 2 des 17. Armeekorps; Vandwehr- Artille­rie- Munitionskolonne der 1. Landwehr- Division. Sanitäts- Formationen: Sanitäts- Rompagnien Nr. 1 der 3. Garde- Infanterie- Division und Nr. 1 des 1. Armeekorps. Armierungs- Bataillone. Kriegsbekleidungsämter.

Der Schluß der bayerischen Verlustliste Nr. 192 bringt Verluste der Reserve- Infanterie- Regimenter Nr. 4, 10, 21; 1. Re­serve- Division; Reserve- Kavallerie- Regiment Nr. 1; Reserve- Fuß­artillerie- Regiment Nr. 3; 1. Pionier- Bataillon München ; Berich tigungen früherer Verlustlisten.

Soziales.

Kriegswohlfahrtspflege.

HO

Bis zum 1. Juni d. J. sind von den Landesversicherungs­anstalten für Kriegswohlfahrtspflege gemäß§ 1274 der Reichs­versicherungsordnung rund 13 Millionen Mark gezahlt wor­den. 56 Millionen Mark wurden als Wohlfahrtsdarlehen an Kreise, Gemeinden usw. ausgegeben. An den Kriegsanleihen haben sich die Versicherungsträger mit rund 290 Millionen

Mark beteiligt.

Die in der vorjährigen Augustkonferenz im Reichsver­Die Verlust liste Nr. 252 der preußischen Armee ficherungsamt für Kriegswohlfahrtsausgaben gemäß§ 1274 enthält Verluste folgender Truppen, der Reichsversicherungsordnung gezogenen Grenzen, nämlich Infanterie uſw.: Garde: 1., 3. und 5. Garde- Regiment 3. F.; 5 vom Hundert des über 2 Milliarden Mark betragenden Ver­1. Garde- Reserve- Regiment; Grenadier - Regimenter Franz, Elisa- mögens der Versicherungsträger, also etwa 100 Millionen beth and Augusta; Garde- Füsilier- Regiment. Lehr- Infanterie­Regiment. Grenadier- bzw. Infanterie bzw. Füsilier- Regimenter Mark als zulässiger Höchstbetrag, gewähren den Versicherungs­Nr. 1, 2, 3, 4( f. Erf- Inf- Regt. Jacobi), 5, 9 bis einschl. 13, trägern ausreichenden Spielraum, um noch weiteren An­15, 16, 17, 21( i. Er.- Inf.- Regt. Keller), 22, 23, 26, 28, 30, 31, forderungen der Kriegswohlfahrtspflege zu entsprechen. Ins­33, 34, 35, 46, 50( s. Ers.- Inf.- Regt. Steller), 51, 53, 54, 55, 57, besondere kommt eine Erhöhung der Beiträge wegen Veraus­

Der Krieg ein unverschuldetes Unglüd. Die Auffassung der deutschen Kaufmannsgerichte, ob der Arieg als unverschuldeies Unglück anzusehen sei, war bisher eine geteilte; einzelne Kaufmannsgerichte billigten dem einberufenen Hand­lungsgehilfen das Gehalt für sechs Wochen nach Austritt auf Grund des§ 63 des Handelsgesetzbuchs zu, andere versagten es ihm. Die erstere Auffassung hat jetzt die Bestätigung durch das Berliner Landgericht gefunden. Die 1. Kammer des Berliner Kaufmanns­gerichts hatte einem verheirateten Angestellten, der als Land­Sturmmann eingezogen wurde, das Gehalt für sechs Wochen zu­gebilligt, gegen welche Entscheidung die verurteilte Firma Be­rufung einlegte. Sie wies dabei besonders darauf hin, daß ja auch in Friedenszeiten der Angestellte zu militärischen Uebungen herangezogen werde; in diesen Fällen sei aber den Gehilfen gerade bei Uebungen von längerer Dauer niemals Gehalt für die Dauer des Fernbleibens zugesprochen worden.

Gerichtszeitung.

Der Schiebetanz" auf der Straße. Berlin- Tempelhof

unter Vorsitz des Amtsgerichtsrats Keßler. Eine nächtliche Szene beschäftigte gestern das Schöffengericht Die ursprünglich auf Landfriedensbruch und Aufruhr lautende Auflage, die später in Widerstand gegen die Staatsgewalt und Körperberlegung gemildert worden war, richtete sich gegen die Arbeiter Emil G., Alfred St. und Paul R., den Hilfsmonteur Willi N., den Dreher Georg Sch. und den Aebern Willi St. Die aus der Untersuchungshaft vorgeführten jugendlichen Angeklagten. beranlaßten eines Nachts im Februar auf der Straße einen Leier fastenmann, eins aufzuspielen, wozu sie mit mehreren Mädchen sog. Schiebe- und Wadeltänze ausführten. Diese Szene wurde durch das Hinzukommen des Schutzmanns Safiahn gestört, der in jener Nacht den Dienst eines Kriminalbeamten versad