Nr. 192. 32 Jahrgang.
Mittwoch, 14. Juli 1915.
Heute Mittwoch, den 14. Juli: Zahlabend in Groß- Berlin.
Verlustlisten.
Die Verlustliste Nr. 273 der preußischen Armee enthält
Verluste folgender Truppen:
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der Spitze ist eine wahre Augenweide. Ein alter Arbeiter und Polzin, die schon oft bestraft sind. Mit dem entkonunene belehrt mich mit stolzem Aufleuchten der stahlharten grau- Spicßgesellen hatten sie in der Hauptstraße zu Schöneberg einen blauen Augen:" Viele davon sind unsere Mädels. Ja, die Laden der Lederwarenfabrik von Jordan u. Ko. geräumt und die fönnen noch mehr als in der Fabrik an der Maschine stehen. reiche Beute erst nach dem Schillerpart geschleppt, um von dort sich Immer neue wenden sich dem Rudersport zu. Früher, da war nach Abnehmern umzusehen. das nicht so leicht mit dem Anschaffen eines Bootes. Lange Die Einweihung der Moschee im Zossener Halbmondlager" hat Infanterie uſw.: Garde: 2. und 4. Garde- Regiment 3. F.; muß gespart werden, bis der hölzerne Schwimmvogel bereit am gestrigen Dienstag mittag in Gegenwart zahlreicher höherer2. Garde- Rej.- Reg.; Grenadier- Regimenter Alerander und Elisabeth ist. Jetzt sind schr viele von unseren alten Ruder- Difiziere stattgefunden. Bei der Feier war der türkische Botschafter: ( letzteres. auch Garde- Füs.- Reg.); Garde- Füs.- Reg. Garde- Jäg.- u. Mahmud Mukhtar Pascha mit dem Botschaftsrat Menemenli zade Garde- Rej.- Jäger- Bataillon; Garde- Schüßen- Bat.( i. auch Garde- mannschaften im Felde. Die verlassenen Boote sehnen sich Edhem Bey und dem Militärattaché Oberstleutnant Djénril Bey anFüs.- Reg.). Grenadier- bzw. Infanterie- bzw. Füsilier- Regimenter nach dem Wasser. Da haben die Mädels nach den Riemen wesend. Ferner waren der Inspekteur der Gefangenenlager, General Nr. 1( s. Ers.- Inf.- Reg. Königsberg II), 3, 4, 7, 11, 15, 16, 18, gegriffen und neues Leben in den Rudersport gebracht. So v. Strubberg , General Schneider sowie mehrere Vertreter des 22, 26, 29 bis einschl. 37, 39, 40, 44, 46, 49, 55, 57, 58, 59, 62, fräftig wie unsere Jungens ziehen die Mädels nicht. Ist nicht Generalstabes, des Kriegsministeriums und des Militär- Bauamtes IV 66, 68, 70, 72, 76, 77, 79, 84 bis einschl. 88, 91, 112, 113, 117, trozdem schon das Zuschauen ein Genuß?" Begeistert stimme erschienen. 118, 129, 130, 132, 143, 146, 154( 1. Inf.- Reg. Nr. 331), 157, 160, ich zu... und zähle. Einundzwanzig in einer einzigen Stunde 165, 168, 171 bis einschl. 175, 331, 332, 333, 336. Res. Inf.- Regi- fligen vorüber, einundzwanzig mit Frauen und Mädchen Ladenkassendieb in Charlottenburg . Nach der Flucht durch den Verbindungskanal ergriffen wurde ein Ein Mann namens Stants menter Nr. 1, 2, 3, 5, 6, 7, 11, 15, 18, 20, 21, 22, 25, 26, 27, besetzte Sportboote. Sie alle sind ja wohl von dem Gedanken schlich sich in eine Wirtschaft der Straße 12 und leerte die Laden35, 40, 48, 61, 65, 71, 79, 81, 88, 90, 91, 93, 99, 111, 201, 205, 217, 218, 219, 223, 227, 229, 234, 236, 239, 253, 260, 261, 264, beseelt, daß der Rudersport nicht nur der Männerwelt ge- fasse. In diesem Augenblid tam die Wirtin aus dem Nebenraunt, 265, 267, 269, 270. Eri.- Inf.- Reg. Königsberg II. Res.- Ers.- Inf.- hören soll, und tüchtigere Frauen, kräftigere Nerven, höhere in dem sie sich aufgehalten hatte, durch ein verdächtiges Geräusch Reg. Nr. 2. Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 2, 3, 4, 21, 25, 28, Arbeitsfreudigkeit, gesünderen Nachwuchs schafft als beim aufmerksam gemacht. St. ergriff die Flucht. Von der Wirtin und 37, 40, 49, 53, 55, 80, 87. Brig.- Ers.- Bataillone Nr. 15, 37, 38, Durchschwärmen der halben Nacht in dem durch den Krieg ja anderen Leuten verfolgt, sprang er ohne weiteres in den Verbindungs 49, 80. Landst.- Inf.- Bataillone 2. Aachen( s. Inf.- Reg. Nr. 332), auf Wartezeit gesetzten Tanzsaal. fanal und schwamm hindurch. Dort waren aber Leute schon auf2. Beuthen i. Ob.- Schles., 2. I Breslau( j. Juf.- Reg. Nr. 333), merksam geworden und nahmen ihn fest. Koblenz ( 5. Inf. Reg. Nr. 336), 3. Koblenz ( s. Inf.- Reg. Nr. 332), 1. Küstrin , III und V Darmstadt, Göttingen , II Liegniß, Lim burg a. 2., I Löten, Marienburg, Mühlhausen i. Th., III Münster,
Ein internationaler Taschendieb wurde gestern in einem WarenPferdegespa nne dürfen ohne Beleuchtung fahren! haus am Aleranderplay verhaftet. Er entpuppte sich als der von Der Oberbefehlshaber in den Marken erläßt unter dem den deutschen Polizeibehörden schon seit Jahren gesuchte 34 Jahre I Münsterberg. I Neustrelit, 3. Potsdam. 9. Landst.- Inf.- Ersatz- 13. Juli nachstehende alte Händler Josef Mausch, der seine Spezialität früher nicht nur Bat. des 7. Armeeforps. Jäger- Bataillone Nr. 1( s. Ers.- Inf.- Reg. Bekanntmachung. in Berlin , sondern auch in der Provinz und im Auslande betrieb. Sönigsberg II) und Nr. 5; Res.- Bataillone Nr. 5, 7, 20. Maschinengewehr- Komp. Posen Nr. 5( s. Inf.- Reg. Nr. 332); Maschinengew.meinden im Kreise Teltow : Berlin- Treptow, Berlin - ernährte. Da er sich aber dort jedenfalls nicht sicher fühlte, lehrte Für den Landespolizeibezirk Berlin und für die Ge- or Ausbruch des Krieges befand er sich in Paris , wo er unter dem holländischen Namen Vanderbilt lebte und sich vom Zeitungshandel Bug Nr. 120( j. Juf.- Reg. Nr. 79); Feld- Maschinengew.- 3ug Nr. 86 Füj.- Reg. Nr. 86); Festungs- Maschinengew.- Zug Nr. 131( s. Inf.- Briz, Berlin- Dahlem , Beriin- Friedenau, Berlin- Grunewald, er über die Schweiz nach Deutschland zurück und begann in Berlin Reg. Nr. 72); Festungs- Maschinengew.- Abteilungen Nr. 1( zugeteilt Berlin- Johannisthal , Berlin Lankwiz, Berlin- Lichterfelde , wieder seine alte Liebhaberei. Gleich beim ersten Versuch ereilte der 79. Res.- Div.) und Köln Nr. 8b. Berlin- Mariendorf , Berlin- Niederschöneweide , Berlin - Schmargen ihn aber das Pech, auf frischer Tat ertappt zu werden. dorf, Berlin - Steglit , Berlin- Tempelhof, im Kreise Nieder barnim : Berlin Pankow , Berlin- Reinickendorf, Berlin Weißensee bestimme ich hiermit:
Kavallerie: Regiment der Gardes du Corps. Kürassiere Nr. 1, 2; Rej- Dragoner Nr. 1; Husaren Nr. 7; Res.- Dusaren Nr. 5; lilaren Nr. 1, 11; Res.- Ullanen Nr. 5; Jäger zu Pferde Nr. 7, 13; 2. Landw.- Est. des 9. Armeeforps; Res.- Abteilungen Nr. 76 und 78. Feldartillerie: Regimenter Nr. 23, 35, 36, 46, 47, 50, 53, 57, 59, 63, 69, 74, 75, 81, 104, 112, 201, 213, 237; Rej.- Regimenter Rr. 17, 18, 22; 1. Landw.- Batt. des 9. Armeekorps.
Fußartillerie: Regimenter Nr. 4, 6, 7, 10; Rej.- Regimenter Mr. 6, 8, 9, 10; Bataillon Nr. 56; Rej.- Bataillon Nr. 21; Batterie Nr. 240.
Aufgewärmte Oberverwaltungsgerichtsentscheide. In letzter Zeit gingen durch die Blätter Entscheidungen des Zur Ersparung von Beleuchtungsstoffen wird für die Zeit Oberverwaltungsgerichts, bei denen es sich um Entscheidungen vom 15. Juli bis einschließlich 31. August 1915 neueren Datums nicht handelt. Anscheinend sucht eine Kor die Fortlassung der Beleuchtung an allen mit respondenz alte Urteile des Oberverwaltungsgerichts aufzuwärmen Pferden bespannten Fuhrwerten gestattet. und bürgerlichen Blättern zu servieren. Um eine solche aufgewärmte Die bestehenden polizeilichen Vorschriften treten insoweit recht alte Entscheidung handelt es sich bei der gestern von einigen außer Kraft. Berliner Blättern wiedergegebenen, betreffend. Rußentwicklung und Der Oberbefehlshaber in den Marten. Wohnviertel usw. Wir möchten feststellen, daß dieselbe bereits über gez. von Ressel, Generaloberst. ein Jahr alt ist.
Pioniere: Regimenter Nr. 18, 19, 23, 25, 29, 36; Bataillone Nr. 1( f. Pionier- Begleitfommando des Div.- Brückentrains Nr. 1), II. Nr. 6, I. Nr. 7, I. Nr. 8, II. Mr. 27, III. Nr. 28; Erj.- Bat. Nr. 1; Ref.- Kompagnien Nr. 76 und 90; Pionier- Begleitkommando des Div. Brückentrains Nr. 1. Mittlere Minenwerfer- Abt. Nr. 118. Verkehrstruppen: Eisenbahn- Betriebskomp. Nr. 10. Be- nachdem die Beseitigung der Betriebsstörungen erfolgt ist, am Jagerungs- Telegraphen- Abt. Nr. 4 der 5. Armee. Res.- Fernsprech- Donnerstag, den 15. Juli, morgens 7 11hr, wieder aufgenommen. Abt. Nr. 24. Feldluftschiffer- und Fliegertruppe.
Train: Train- Abt. Nr. 6; Pionier- Belagerungs- Train Nr. 11. Etappen- Fuhrparkfolonne Nr. 81 des 20. Armeekorps. ZentralPferdedepot Nr. 3; Ersatz- Pferdedepot des 10. Armeekorps. Munitionsfolonnen: Rej- Inf.- Munitionsfolonne Nr. 39; Art.Munitionsfolonne Nr. 1 des 6. Reserveforps; Etappen- MunitionsSanitäts- Formationen: Sanitäts- Kompagnie Nr. 1 des 3., Nr. 1 des 5., Nr. 3 des 6. Armeekorps und Nr. 111 und 113; Res.Sanitäts- Komp. Nr. 49. Feldlazarett Nr. 8 des 20. Armeekorps und Nr. 111. Freiwillige Krankenpflege.
folonne Nr. 47.
Fortifikationen, Armierungs- und Arbeiter Formationen: Fortifikation Köln. Arbeitskommando der 66. Inf.- Brigade. Armierungs- Bataillone. Arbeiter- Komp. Nr. 3 Antwerpen. Bezirkskommando III Hamburg.
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Der Schwimmhallenbetrieb beim Volfsbade Gerichtstraße wird,
Ein Brandunglück, dem ein Kindesleben zum Opfer fiel, hat sich vorgestern in Lichtenberg ereignet. Die dort wohnende Frau Bouvain hatte, während sie die Hausreinigung besorgte, ihren vierjährigen Sohn Kurt allein schlafend in der Wohnung zurüdgelassen. Wäh
Der Fortbildungsschulunterricht während des Krieges. rend der Abwesenheit der Mutter erwachte der kleine, fletterie aus
Aufnahme.
Aus den Gemeinden.
Haltet die Straßen rein.
dem Bett und begab sich nach der Küche, wo er eine Schachtel Aus dem Nachrichtenamt des Magistrats wird' olgendes ge= schrieben: In einer Tageszeitung sind in letzter Zeit Beschwerden Streichhölzer fand. Beim Spielen mit den Zündhölzern entzündeten über die Fortbildungsschule erhoben worden. Es wurde verlangt, fich diese und setzten das Nachthemd des Kindes in Brand. In in den Fortbildungsschulen für Jünglinge durch Verlegung der seiner Angst fletterte der Knabe in sein Bett zurüd. Hinzukommende jezt in Geschwister riefen die Mutter herbei, die ihr Kind mit schweren Unterrichtsstunden mehr Rücksicht darauf zu nehmen. bielen Betrieben ältere Lehrlinge die zum Heeresdienst eingezogenen Brandwunden am ganzen Körper vorfand. Im Lichtenberger ob die städtische Verwaltung die wirtschaftlichen Verhältnisse gänzlich der Gehilfen ersetzen müssen. Diese Forderung erweckt den Anschein, als Krankenhause, wohin der Kleine gebracht wurde, starb er bald nach unbeachtet gelassen und im Betriebe der Fortbildungsschulen keine Aenderungen vorgenommen habe. Tatsächlich sind schon lange vor dem Erscheinen des fraglichen Artikels die Lehrlinge und die jugendlichen Arbeiter der für die Heeresverwaltung arbeitenden Betriebe beurlaubt worden, sobald der Nachweis über die Aufträge erbracht war. Diese Maßnahme entspricht einer Die bayerische Verlustliste Nr. 201 bringt Verluste des Verfügung des Handelsministers. Außerdem ist der Unter- Vom Charlottenburger Magistrat erhalten wir folgende 2., 7., 8., 9., 10., 11., 14., 16., 17., 18., 19., 20. und 23. Inf.- Reg.; richt für die Lehrlinge bestimmter Gewerbe nach Besprechung Buſchrift: Res- Inf. Regimenter Nr. 1, 2, 6, 16, 17, 20, 21; Landw.- Inf.- mit den Beiräten von 6 auf 4 oder 3 Stunden verfürzt worden; Es gewinnt den Anschein, als ob die Einwohner der Stadt Regimenter Nr. 2, 5; Landit.- Inf.- Bat. Bamberg ; 1. 1. 2. Ulanen- in einigen Gewerben sind die Lehrlinge des 5. und 6. Schulhalb Charlottenburg während der Kriegszeit auf den Straßen Reg.; 1. Chevaulegers- Reg.; 6. und 11. Feldart.- Reg.; Res- Feldart.- jahres für die Dauer des Krieges gänzlich beurlaubt worden; das weniger achtsam sind, als früher während der Friedenszeit; Regimenter Nr. 5, 8, 9; 4. Eri.- Feldart.- Abt.; 1. und 2. Fußart.- selbe ist mit vielen älteren ungelernten Arbeitern geschehen, und wenigstens sind noch nie Papierfeßen, Obstreste und dergleichen in Reg.; 1. Mobiles Ers.- Bat.; Res- Fußart.- Reg. Nr. 1; 2. Pionier- schließlich ist jedes Gesuch um Beurlaubung von Fortbildungsschülern solchem Umfange auf die Straßen geworfen worden, wie jetzt, obBat. Speyer ; Flieger- Abt. 5; Brieftauben- Abt." O"; Res.- Pionier- auch aus solchen Betrieben, die nicht mit Heereslieferungen bedacht wohl das Fortwerfen derartiger Dinge strafbar ist. In jeder Bat. Nr. 4; Etappen- Inspektion der 6. Armee; Berichtigungen sind, sorgfältig geprüft und in den meisten Fällen berücksichtigt Straße fieht man Obstreste liegen, die den Fußs früherer Verlustlisten. worden. Die Arbeitsverhältnisse sind in den einzelnen Gewerben fo gängern gefährlich werden und in der Nähe von Zeitungss Die württembergische Verlustliste Nr. 217 enthält Ver- verschieden, daß eine allgemeine Neuregelung der Unterrichtszeit nicht verkäufern, Zettelverteilern, Kaufhäusern, Stinotheatern und Juste des Gren.- Reg. Nr. 119; Res- Inf.- Reg. Nr. 119; Inf. Reg. notwendig war. Außerdem hat der Handelsminister verfügt, den dergleichen häuft sich achtlos fortgeworfenes Papier in Mengen, Nr. 124; Gebirgs- Komp. Nr. 1; Landw.- Feldart.- Reg. Nr. 1; Unterricht der Fortbildungsschule soweit als irgend möglich aufrecht- das die Straßen verunziert und verunreivigt und vom Winde hin Pionier- Komp. Nr. 116; Sanitäts- Komp. Nr. 2; Berichtigungen zuerhalten. und her geworfen wird. Der Mißstand hat zurzeit einen folchen früherer Verlustlisten. Umfang angenommen, daß die städtische Straßenreinigung ihn nicht mehr ordnungsmäßig beseitigen kann, da es ihr nicht möglich ist, die erforderlichen Arbeitskräfte zu beschaffen. Hier fann nur ein öffentlicher Hinweis helfen. Jedermann vermeide es, Papier und Obstreste auf die Straße zu werfen! Man nehme sie nach Hause mit und überantworte sie dem Feuer oder dem Müllfasten.
Aus Groß- Berlin. Frauen am Ruder.
Ueber die Fortbildungsschule für Mädchen, die jetzt erst im 3. Jahre besteht, werden ähnliche Stlagen erhoben wie über die Fortbildungsschule für Jünglinge in den ersten Jahren ihres Bestehens, weil sich viele Arbeitgeber noch nicht an die Schulpflicht der Mädchen gewöhnt haben und vielfach bei dem großen Andrange weiblicher Arbeitskräfte die schulpflichtigen Mädchen nicht annehmen oder bald wieder entlassen. Wenn die Fortbildungsschule infolge= dessen als„ Erwerbshindernis" bezeichnet wird, so trifft die Schuld Am frühen Sonntagmorgen size ich am Ufer der Ober- dafür nicht die Fortbildungsschule. Die Beiräte der Mädchen- Fortspree bei Treptow . Die Fabrikschornsteine ringsum ruhen bildungsschule baben sich in letzter Zeit wieder mit der Schulpflicht aus von der Wochenarbeit. Goldig glänzt die Morgensonne der Mädchen beschäftigt und sich durchaus für sie erklärt. Die Bes über den Wassern. Die Luft ist nach dem nächtlichen Regen schwerden werden wie bei der Fortbildungsschule für Jünglinge vers felten rein und klar. Scharf zeichnet sich in der Ferne jede schwinden, je mehr sich die Mädchenfortbildungsschule als eine notKirchturmspitze, jeder Hausgiebel, jede Fahnenstange der Zauben- wendige Bildungs- und Erziehungsanstalt einbürgert, als die sie folonien ab. Nur ein fauchender Schlepper stößt schwarze Rauch schon jetzt von weitblickenden Männern und Frauen aus allen Er Rauchwerbsschichten betrachtet wird. wolfen aus, stört mit heulender Sirene den herrlichen Morgenfrieden.
Es könnte unserer Auffassung nach durchaus nicht schaden, wenn auch in anderen Orten dieser Aufruf des Charlottenburger Magistrats Berücksichtigung finden würde.
Soziales.
Ein Miets- und Hypothekeneinigungsamt zu errichten, beschloß die Gemeindevertretung in ihrer letzten Sizung. Unsere Genossen stimmten grundsäßlich zu, machten aber ihre endgültige Zustimmung von dem vorzulegenden Ortsstatut und der vom Gemeindevorstand in Vorschlag zu bringenden Zusammensetzung abhängig. Bei der Neuwahl der Vertreter zum Kanalisationszweckverband wurden Längst bin ich nicht mehr allein auf der Nach zehn Wochen refognosziert. Am 2. Mai war in der Nähe unsere Genossen Gursch und Dalte, zu deren Stellvertretern Promenade des Plänterwaldes. Kaum sechs Uhr ist es und des Bahnhofs Friedenau ein junges Mädchen aus einem Zuge der die Genossen Höpfner und Heinrich Schulze gewählt. schon sind die Ruhebänke am Wasser besetzt. Es ist ja Sonntag. Wannseebahn gesprungen und von einem auf dem Nebengleis Unsere Genossen waren in diesem Ausschuß bisher nicht vertreten. Naturfreunde, die in der Woche faum herauskommen aus dem heransaufenden Zug überfahren und getötet worden. Bei der Toten dunstigen Berlin , find früh aufgestanden, um in satten Zügen wurden feinerlei Papiere vorgefunden, aus denen ihre Personalien Stadtrat Leydel aus Charlottenburg wurde einstimmig frische Morgenluft in die Lungen zu ziehen. Wer nicht weit weg hätten ermittelt werden können. Da die behördlichen Nachforschungen will und sich den Sonntag weise einteilt, dem ist Treptower Land erfolglos geblieben waren, wurde die Leiche der Lebensmüden zur zum zweiten Bürgermeister von alle gewählt. Beerdigung freigegeben und auf dem Schöneberger städtischen Friedmit seinen zahlreichen Jdyllen gerade recht zum Frühspazier- hof beigeießt. Jetzt nach zehn Wochen ist die Lebensmüde als das gang. In den Eierhäusern gibt es gar schon duftenden Dienstmädchen Helene Petrack. das bei einer Familie in der FregeMoffa. In föstlicher Ruhe, unbeweglich, hocken Angelbrüder straße in Schöneberg bis zum 30. April in Stellung gewesen war, in ihren an Stangen festgelegten Booten. Da von fern her festgestellt worden. Die Verwandten der P., die seit langem von schnell sich nähernde Kommandorufe, taktmäßige Schläge: dem Mädchen nichts gehört hatten, hatten vor kurzem bei der Training! Nanu? Das sind ja Blaujacken. Ueben denn früheren Dienstherrschaft angefragt und wurden dadurch auf den hier Matrosen? Die Kommandos, die Silhouetten der Ruderer Selbstmord aufmerksam. Nach den von der Behörde aufbewahrten treten schärfer hervor. Ah, Damen... in schmuckloser, aber Kleidungsstücken haben sie die Tote als die P. refognosziert. fleidsamer Tracht, Arme und Füße frei, das Haupt mit blauen Im Schillerpark verhaftet wurden zwei Einbrecher, die einen weil das nervöse Leiden bei ihm unabhängig vom Unfall entEin Kriminal- standen sei". Tüchern umwunden. Wie ein Sperber äugt die energische Beutezug nach Schöneberg unternommen hatten. Im Berufungsverfahren fam die Berufsgenossenschaft dann Schöne am Steuer. Sie ist ganz bei der Sache, läßt der Mann- beamter bemerkte, wie si drei Männer mit schweren Rucksäcken und Es gelang ihm, zwei der Männer zu doch dazu, den Anspruch des 2. auf Unfallrente anzuerkennen. Im schaft" nichts durchgehen. Die biegsamen Mädchengestalten ducken einem Reiseforb schleppten. stellen und festzuhalten. Der dritte ließ alles, was er trug im Stich weiteren Verlauf mußte für 2. ein Pfleger bestellt werden, da er sich zusammen, schnellen gleichmäßig nach rückwärts, in schönem und entfam. Die beiden Festgenommenen behaupteten, sie hätten nicht mehr imitande war, seine Angelegenheiten selbst zu regeln. Spurt fliegt das erste Boot an uns vorüber. Prachtvoll... famos. von einem unbekannten Manne Sachen zu tragen bekommen und Während seines Aufenthalts in der Anstalt wurde der Familie und der in wenigen Minuten nachfolgende Damenachter mit sich dann zufällig im Schillerpart getroffen. Auf dem Polizei die Angehörigenrente gewährt. Die Berufsgenossenschaft jezte den einem richtig gehenden Steuermann hinten und Auslug an präsidium entpuppten sie sich als zwei alte Einbrecher namens Lange Jahresarbeitsverdienst auf 1539,62 M. fest.
Altes oder neues Recht?
Der Schlosser P. 2. hat am 27. Februar 1911 duraj Betriebsunfall eine schwere Gehirnerschütterung erlitten. Der von ihm erhobene Anspruch auf Unfallrente wurde von der Straßen= und Klein Bahn- Berufsgenossenschaft abgelehnt,