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Aus den Gemeinden.

Stadtverordnetenerfahwahl in Spandan. Montag, den 9. August, von vormittags 10 bis 1 und von 4 bis 8 Uhr nachmittags findet in der Schankwirtschaft von Mahn­kopf, Schönwalder Str. 37, für die 3. Wählerabteilung des 4. Be zirks eine Erjazwahl für den zum Stadtrat gewählten Stadtv. Werner statt. Wahlberechtigt sind diejenigen Einwohner, die das 24. Lebensjahr vollendet haben und am 1. Oktober 1912 in einer der zum 4. Bezirk gehörenden Straßen: Ackerstraße, Bergstraße, Neue Bergstraße, Birkenstraße, Eiswerder, Falkenhagener Straße, Fehrbelliner Straße, Hedwigstraße, Heidestraße, Körnerstraße, Luther­plaz, Mittelstraße, Kleine Mittelstraße, Neuendorfer Str. 1-37, Pionierstraße, Schülerbergstraße, Schülerberge, Städt. Friedhof, Städt. Wasserwert, Triftstraße, Waldstraße, Wröhmännerstraße ge­wohnt haben und damals mit einem Steuerfaße bis zu 90 Mart jährlich veranlagt waren. Alle wahlberechtigten aufgeflärten Ar­beiter werden aufgefordert, dem vom Wahlverein aufgestellten Kan­didaten Genoffen Robert Pieser zum Siege zu verhelfen. Alle Barteigenossen werden ersucht, zu der heute früh 7 Uhr statt­findenden Flugblattverbreitung bei Guttkowski, Bismardstr. 6, zu erscheinen.

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Ein sehr trauriges Kapitel.

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zwei Spatenstichen durch einen Schuß in den Kopf hingestreckt worden. Jerklären. Zum Schluß wandte sich Redner noch gegen die Miets. Bei Nacht nun werden diese einzelnen Löcher verbunden, so daß nach steigerungen, die unter allen Umständen unterbunden werden müßten, und nach ein Graben entsteht, der dann immer weiter, meist nur des was durch die Vorlage erreicht würde. Es liege keinerlei Grund Nachts, ausgearbeitet wird, was dann auch stets mit Gefahr verbunden vor, die Mietspreise jetzt zu ändern. Eigentümliche Blüten habe ist. Denn sowie der Gegner merkt, daß oben auf der Deckung ge- auch hier der Krieg gezeitigt. So sei eine Soldatenfrau gesteigert arbeitet wird, unterhält er dauernd Gewehrfeuer. Ist auf diese worden, weil sie ihre alte Mutter zu sich genommen hatte. Auch Art der Graben fertig, so werden die Drahtverhaue angebracht, hier sollte auf die Frau ein gewisser Zwang ausgeübt werden, damit auch nur des Nachts. Diese ganze Art der Arbeit gibt doch ein fie auszöge." anderes Bild als hinter der Front, wenn man dann noch in Betracht zieht, daß wir hierzu oft och hungrig und müde sind, da die Lebens­Selbsthilfe gegen Lebensmittelwucher in Weißenfels. mittel wegen der schlechten Wege nicht rechtzeitig herankommen Unser Zeiger Parteiblatt schreibt: Weißenfels . Zu recht deut­fönnen. Oft tritt auch der Fall ein, daß wir wegen zu schlechten Schußfeldes oder weiteren Vorgehens nochmals anfangen müssen lichen Auseinandersetzungen zwischen Käuferinnen und Verkäuferinnen zu graben, so daß es des öfteren passiert, daß man sich zwei- bis fam es auf dem Wochenmarkt. Eine Käuferin trat an den Stand Was kosten die Eier?", 20 Pf. das dreimal an anderer Stebe eingraben muß, unter oft sehr schwierigen einer Bäuerin und frug? na, geben Sie mir mal 4 Stüd". Bodenverhältnissen, Sand, Lehm oder Kies. Wenn es dann noch Stück", war die Antwort. So regnet, kann man sich ungefähr einen Begriff machen, wie einem da Die Bäuerin langt in den Korb und verabfolgt 4 Stück- aber im nächsten Augenblick eins, awei, drei, vier hat sie alle vier 3u Mute ist. Eier beziehungsweise den Inhalt im Gesicht der gelbe Dotter läuft ihr an den Wangen herunter.- Eine andere Verkäuferin schwapp fliegt der In der Danziger Bolts wacht" lesen wir: In der verlangt 12 Pf. für 1 Pfund Kartoffeln Behälter mit den Kartoffeln um.- An einem anderen Stand Sigung am 30. Juli bewilligte das Stadtverordnetenkollegium in wird 1,10 M. für 1 Stück Butter verlangt. The fich's die Ver­Graudenz 50 000 m. für die allgemeine Unterstützung der Krieger- täuferin versieht, hat sie eins zwei Stück ihrer Butter im Gesicht familien. Dabei stellte der Referent fest, daß in Graudenz bisher fleben und muß sich die Butter aus den Augen wischen. Wieder über 200 000 m. für diesen Zweck verwandt wären. Sie verlangt für 1 Pfund halb­In der Debatte über die künftige Regelung der Wiets- eine Verkäuferin bot Obst feil. beihilfen führte Bürgermeister Gerloff nach dem Ge- reifer unscheinbarer Birnen 15 Pf.; auch ihr Korb wurde sehr schnell, wenn auch in ihr unangehmer Weise, geleert. Solche Erzesse ſelligen" aus: Wie entsteht ein Schützengraben? " Keine Sonderaktion für die Hausbesitzer, sondern nur die machen den Marktbesuch für Verkäufer und Käufer gewiß nicht an­Sicherung und Unterstügung der Soldatenfrauen. Die Soldaten- genehm und sind bedauerlich aber begreiflich; sie sind die natür­Ein auf dem nordöstlichen Kriegsschauplage kämpfender Genoffe frauen seien nach Aufhebung des Umzugsverbots von den Haus- liche Reaktion auf die ungeheure, ungerechtfertigte Teuerung der Lebensmittel. Es wird höchste Zeit, daß die Behörde Höchstpreise befizern teilweise in unerhörter Weise drangfaliert worden. 300 Auf den Artikel vom 13. Juli des Herrn Düwell Wie entsteht bis 400 Soldatenfrauen find schon, weil sie einen einzigen Monat für alle Lebensmittel festsetzt und dabei auch den Interessen der ein Schüßengraben?" erlaube ich mir eine fleine Erwiderung. Es ihre Miete nicht bezahlen konnten, gekündigt und auf die Straße Konsumenten mehr Rechnung trägt, als das bisher geschehen ist. ist ganz gut geschildert, wie die Armierungstruppe oft Kilometer gesetzt worden. Diese Frauen haben die ganze Stadt abgelaufen weit hinter der Front einen Schüßengraben ausarbeitet. Diese Art und feine Wohnung mehr gefunden. Es war immer dasselbe Klage­Arbeit unterscheidet sich im Gegensatz zu der in vorderer Linie schon lied, wenn viel Kinder vorhanden waren, wurden die Frauen darin, daß hier alle Arten Handwerkzeug vorhanden sind, während von vornherein abgewiesen. Ein sehr trauriges Kapitel! Auch wir vorne nur auf den kleinen Handspaten angewiesen sind. Oft wurden die Frauen stets gefragt: Wo ist Ihr Mann?" und wenn nach angestrengtem Marsch stoßen wir auf den Feind, dann heißt es, es hieß:" Im Felde", wurde ihnen meistens die Türe vor der Nase so rasch wie möglich vorwärts, bis es nicht mehr weiter geht oder zugeschlagen. Die Frauen wurden exmittiert, faßen zum großen der Feind vertrieben ist. Geht es nicht mehr vorwärts, dann treten Zeil mit ihren Möbeln auf der Straße und mir haben oft hier die kleinen Spaten in Tätigkeit. Jeder einzelne Mann richtet sich abends stundenlang beraten, wo und wie wir die einzelnen Frauen so ein, daß es im ganzen eine Linie gibt, und gräbt mit ihren Kindern unterbringen konnten. Aus diesem Grunde soll sich dann auf dem Bauche liegend so gut wie möglich ein Loch in die Vorlage vor allen Dingen den Soldatenfrauen helfen... Es die Erde, so daß man nur erst eine vorläufige Dedung gegen Ge- sei schmerzlich, die zahllosen Briefe aus dem Felde zu lesen, in wehrtugeln hat, wobei auch oft noch das Schrapnellfeuer des Feindrs denen die Leute oft in recht bitterem Ausdrucke Klagen über das hinzukommt. So mancher brave Kamerad ist oft schon nach ein bis rigorose Egmittieren führen, aber diese Briefe seien psychologisch zu sprechen.

schreibt uns:

Aus aller Welt.

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Parteiveranstaltungen.

Lankwik. Der gemeinsame Zahlabend findet am Mittwoch, den 11. August, abends 8, Uhr, bei Giegl, Ede Seydlik- und Kaiser- Wilhelm­Straße, statt.

Niederschönhausen . Mittwoch, den 11 Auguft: Gemeinsamer Zahl­abend bei Rettig, Blankenburger Str. 4. Mitgliedsbuch mitbringen zieds Legitimation.

Nowawes . Mittwoch, den 11. August, pünktlich abends 8 1hr, findet im Lokal, Deutsche Festsale" die Bersammlung des Wahlvereins statt. Genoffe Simon Kazenstein wird über Zeit- und Streitfragen

Stiller

Für die

Schule

HR ERDT is

Knaben

Turn/ chuhe

In Freien Stunden Sozialdemokratischer Wahlverein

Die

Wochenschrift für Arbeiterfamilien Wöchentlich 1 Heft für 10 Pf.

Todes- Anzeigen

Deutscher Holzarbeiterverband.

Zahlstelle Berlin .

Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler

Fritz Litty

Sonnenburger Straße 11.

im Alter von 48 Jahren ge­storben ist.

am

Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 9. August, nach­mittags 5 Uhr, von der Leichen­halle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt.

Um rege Beteiligung ersucht 86/10 Die Ortsverwaltung.

Den Heldentod für's Vaterland starb am 31. Juli cr. unser lieber Stollege, der Schriftseher

Alexander Barowsky

aus Berlin im blühenden Alter von 21 Jahren.

Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. 21506

Die Kollegen

der Norddeutschen Buchdruckerei.

Neukölln.

Am 6. August verstarb unsere Parteigenossin

Elisabeth Bachmann

Siegfriedstr. 144, 14. Bezirk. Ehre ihrem Andenken! Die Einäscherung findet am Montag, den 9. August, nach­mittags 4 1hr, im Strematorium zu Treptow - Baumschulenweg , Stief­holzstraße, statt.

Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand.

Als Opfer des Weltkrieges fiel am 20. Juli 1915 unser lieber Sohn und Bruder, der Musketier

Wilhelm Aude Infanterie- Regiment Nr. 58,

im Alter von 22 Jahren. Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernden Eltern und Geschwister. 21426 F. Wegener, als Freund.

Sparverein Freude".

Als Opfer des Weltkrieges fiel am 26. Juli unser lieber Vereins­genosse 59A

Alfred Langer

im 28. Lebensjahre.

Ehre seinem Audenken!

u.

Mädchenftiefel

dauerhaft gearbeitet. Sandalen Hausfchuhe

Kranken- und Begräbniskasse der Seifensieder n. Berufsgenoss.

zu Berlin .

Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied

Otto Zinke

am 7. Juli auf dem Kriegsschau­plage gefallen ist.

Ehre seinem Andenken! 284/2 Der Vorstand.

In Erfüllung seiner militärischen Pflicht fiel am 27. Juli 1915, infolge Kopfschusses mein lieber Mann, der gute Sohn seiner Eltern, der Gefreite der Landwehr Joachim Burda

im 34. Lebensjahr.

2139b

Seine trauernde Frau Olga Burda.

Geliebt, beweint und unvergessen. Wer ihn gelannt, vergißt ihn nie.

Freie Turnerschaft Spandau . Dem Weltkriege zum Opfer fiel auch unser braver Turn­genosse 186/2

Walter Asmus

Ehre seinem Andenken! Der Vorstand.

Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands . Ortsverwaltung Berlin . Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied

Ludwig Tolksdorf

Görlitzer Str. 58, Bezirk 4 verstorben ist.

Ehre ihrem Andenken! Die Einäscherung findet am Dienstag, den 10. August, nach­mittags 4 Uhr, im Krematorium Gerichtstr. 37/38 statt. Um rege Beteiligung ersucht 74/3 Die Ortsverwaltung.

Wahlverein Marienfelde u. Umg. Freie Turnerschaft Marienfelde .

Bei den Kämpfen am 20. Juni fiel unser braver Parteigenoffe und unser fleißigfter Turner, der 195/20 Infanterist

Gustav Berg

im blühenden Alter von zwanzig Jahren.

Sein Andenken wird uns un­vergeßlich sein.

Der Vorstand des Wahl­vereins.

Der Vorstand der Freien Turnerschaft Marienfelde .

Heines Werke

3 Bände 4 Mart

Buchhandlung Vorwärts

Deutscher Metallarheiter- Verhand

Verwaltungsstelle Berlin.

Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, die Arbeiterin Gertrud Daskow Neukölln, Thüringer Straße 35, am 2. Auguft gestorben ist.

Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet morgen Montag, den 9. August, nach mittags 22 Uhr, von der Leichen­halle des Gemeinde- Friedhofes Mariendorfer Weg aus statt.

Rege Beteiligung erwartet 117/14 Die Ortsverwaltung.

Berliner Arbeiter- Schachkluh.

Auf dem Schlachtfelde fiel am 24. Juli unser treuer Schachfreund, der Unteroffizier der Landwehr Paul Lebock.

ein

Wir werden ihm stets freundliches Andenten bewahren. Die Schachfreunde der Abteilung Nordwest.

Als Opfer des Weltkrieges fiel am 30. Juli unser einziger, herzensguter, hoffnungsvoller Sohn, Enkel, Neffe und Better, der Pionier

Georg Böke

im 22. Lebensjahre.

22A

In tiefem Schmerz Wilhelm Böke nebst Frau, Eberswalder Straße 20.

Sozialdemokratischer Wahlverein Spandau .

Nachruf.

Wieder hat der Weltkrieg eine Lüde in die Reihen unserer Mits glieder gerissen. Im Monat Juli fiel der Weber 284/4

Richard Schubert vom Infanterieregiment Nr. 35. Wir werden dem so früh von uns Geriffenen ein ehrendes Ans denken bewahren.

Der Vorstand.

Gesangverein ,, Gesundbrunner Harmonie"

M. d. D. A.-S.-B.

Am 21. Juli fiel bei einem Sturmangriff unser lieber Sanges:

bruder

Franz Rostig.

Ehre seinem Andenken! 59/17 Der Vorstand. Stumm schläft der Sänger.

Allen Freunden, Bekannten und Kollegen die traurige Nachricht, daß unser lieber Sohn und Bruder, der Schriftfezer

Alexander Barowsky

( Must. im Juf.- Regt. Nr. 45) 21 Jahre alt am 31. Juli ge­21495 fallen ist.

Familie A. Barowsky.