bann die große Beute, mit der fie verschwanden, ohne eine Spur an hinterlassen.
Lebensmittelverkauf in Steglik.
apfer einer Gasvergiftung ift der 85 gabre alte gärtner Die Rebensmittelitele der Gemeinde berfauft zurzeit folgende
Stadtverordnetenversammlung.
22. Sigung vom Donnerstag, den 14. Oktober 1915,
nachmittags 5 Uhr.
enutio
Für die deutschen Gefangenen in Rußland. erfahrer Sex für die beutichen in Bizien Bu der Hilfsaktion für die deutschen Gefangenen in Rußland , Das Opfer einer Gasvergiftung ist der 65 Jahre alte Pförtner Waren: Dauerwurst 2,20 M., Leberwurst 1,10 M., Rotwurst 1,20 M., allein beschränkt ist, sondern bei der Verteilung der Pakete auch Ludwig Müller vom Tempelhofer Ufer 6a geworden. Der bejahrte Schinken, gekocht 2,20 M. das Pfund. Erbsen 53 Pf., Bohnen 60 Pf., nach Möglichkeit die Gefangenenlager von ganz Rußland be- Mann wollte den Gasofen in seiner Pförtnerstube anzünden, um Rindfleisch in Brühe 1,30 M., Rindsgulasch 1,30 M., Rinderschmorrücksichtigt werden sollen. felbstverständlich auch die österreichischen Gefangenen Berücksichtigung gerade aufgedreht hatte, wurde er an die Haustür gerufen, weil Pfund. Not- und Leberwurst wird nur Donnerstags und SonnAuf Grund vielfacher Anfragen wird uns ferner mitgeteilt, daß dann auf dem Ruhebett etwas zu schlafen. Nachdem er den Hahn fleisch 1,30 M., Büchsenfleisch 1,30 W., Kürbis 5 Pf., Mohrrüben 7 Pf., Rotkohl 8 Pf., Wirsingkobl 7 Pf. und Weißfohl 7 Pf. das finden, da das Deutsche Komitee Hand in Hand mit einer öfter iemand kam und sich nach einem Mieter erfundigte. Darüber ver- abends abgegeben. reichisch- ungarischen Organisation arbeitet, welche über Wladiwostod gaß er, daß er den Hahn zwar aufgedreht, das Gas aber noch nicht die österreichischen und deutschen Gefangenen mit Liebesgabenpaketen angezündet hatte, und legte sich zur Ruhe hin. Ein starker Gasversorgen wird. Von besonderer Wichtigkeit ist es, daß die Pakete geruch machte Hausbetoohner auf die Pförtnerstube aufmerksam, und unpersönlich zur Versendung gelangen, da die russische Re- jetzt fand Frau Müller, die aus ihrer im Hinterhause gelegenen gierung feinerlei Aufschrift gestattet. Die in Aussicht genommene Wohnung herbeigerufen wurde, ihren Mann besinnungslos daliegen. Bahl der Pakete ist aber eine so große, daß zweifellos alle unserer Ein Arzt von der nahen Unfallstation erkannte, daß die Herzgefangenen Landsleute und Bundesgenossen in den Besitz eines Pakets gelangen werden, um so mehr als durch die dankenswerte Mitwirkung tätigkeit noch nicht ganz erloschen war. Er und Samariter der des schwedischen Roten Kreuzes die Gewähr dafür geboten ist, Feuerwehr bemühten sich deshalb drei Stunden lang mit dem daß die Pakete auch wirklich in die Hände der Gefangenen ge- Sauerstoffapparat, den Verunglückten ins Leben zurüd zu rufen, es langen. gelang ihnen aber nicht mehr. Jm Interesse der guten Sache sind Geldspenden dringend erwünscht. Gegenstände, die zur Versendung bestimmt sind und Geld- Kleine Nachrichten. Beim Spiel verunglückt ist Mittwoch der spenden werden in der Sammelstelle für Berlin und die Provinz 5jährige Walter Fisch aus Steglitz . Er lief vor dem Hause SchloßBrandenburg, der Geschäftsstelle des Roten Kreuzes in Berlin , Mart- Straße 126 gegen einen in der Richtung nach Berlin fahrenden im Stadtgebiet ist vom Stadtv. Prof. Landau ( Fr. Fr.) erstattet. grafenstraße 40( nicht Markgrafendamm, wie es in der Notiz in Straßenbahnwagen der Linie W und wurde umgestoßen. Der Der Ausschuß hat sich mit den vom Magistrat in dieser Beziehung unferer Dienstagnummer fälschlich hieß) angenommen. Kleine schlug mit dem Kopf heftig auf das Straßenpflaster auf und getanen Schritten einverstanden erklärt und ferner mit Befriedierlitt eine flaffende Kopfwunde. Der Verunglückte fand im Kreis- gung von dem Magistratsbeschlusse betr. die Einstellung von frankenhause in Lichterfelde Aufnahme. Erhängt hat sich der vorläufig fünf Fürsorgeschwestern Kenntnis genommen. Die zeitliche Beschränkung der Erleichterung der Aufnahme auch der Leichterkrankten in die städtischen Krankenhäuser ( ohne vorherige Prüfung der Kostenfrage) auf zwei Monate soll indes in Fortfall fommen, andererseits soll der Magistrat die Armenärzte, ersuchen, fich auch in den Privat- und Kaſſen= Se pun asiatiqnsprechstunden den an Diphtherie erkrankten Familienmitgliedern der Kriegsteilnehmer zur Verfügung zu stellen, er soll auch die ebentuelle zuziehung der Schulärzte erwägen; den Patienten soll unter den Armenärzten ihres Armenkreises freie Wahl zugestanden werden.
Pferdegespanne ohne Beleuchtung.
Das Oberkommando in den Marken eriäßt folgende Bekanntmachung: Für den Landespolizeibezir! Berlin und für die Gemeinden im Kreise Teltow Berlin- Treptow, Berlin - Briß, Berlin- Dahlem, Berlin- Friedenau, Berlin- Grunewald, Berlin Johannisthal , Berlin - Lantwig, Berlin- Lichterfelde, Berlin- Mariendorf, Berlin- Niederschöneweide, Berlin- Schmargendorf, BerlinStegliz, Berlin- Tempelhof, im Kreise Niederbarnim Berlin Bankow , Berlin- Reinickendorf, Berlin- Weißensee bestimme ich hiermit im Anschluß an meine Bekanntmachungen vom 13. Juli O No. 34 458 und vom 6. September 1915
1914
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Weihnachtspakete nach überfeeischen Ländern.
Es empfiehlt sich, die Weihnachtspakete nach den überseeischen Ländern, mit denen ein Paketverkehr zurzeit möglich ist, namentlich nach den Vereinigten Staaten von Amerika , schon Anfang November bei der Post einzuliefern, damit die rechtzeitige Aushändigung dieser Sendungen an die Empfänger gesichert ist.
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45 Jahre alte Tapezierer Franz Gries in der Weißenburger Str. 6. Am 15. v. m. verließen seine Frau und Kinder die Wohnung und bezogen eine neue. Er selbst blieb mit wenigen Habseligkeiten noch zurüd. Ale seine Frau ihm Mittwoch ein Balet bringen wollte, er gab sich, daß er sich am Türdrücker erhängt hatte.
Aus den Gemeinden.
Vorsteher Michelet eröffnet die Sigung nach 5% Uhr. Der Ausschuß für die Vorlage betr. den Schullastenvergleich mit Neukölln ist gewählt; ihm gehört von der sozialdemokratischen Fraktion u. a. Stadtv. Stadthagen an. Der Ausschußbericht über die Vorlage betr. die Bekämpfung der Diphtheric
Inzwischen ist die schon bekannte Eingabe des AerzteausDie Gewährung von Lernmitteln an Schulkinder. schusses von Groß- Berlin eingegangen, worin gegen die BeschränO No. 40 656-: von Beleu Zur Ersparung von Beleuchtungsstoffen wird die Fort des Winterhalbjahres nicht rechtzeitig Vorsorge getroffen zu haben, der unentgeltlichkeit Einspruch erhoben und die Bereinbarung einer In Neukölln scheint die Gemeindeschulverwaltung zu Beginn fung der Behandlung auf die Armenärzte und gegen das Prinzip lassung der Beleuchtung an allen mit Pferden bedes ipannten Fuhrwerten bis auf weiteres gestattet. daß jeder hinreichend begründete Anspruch auf unentgeltliche Hergabe Bergütung mit der Vertretung der Berliner Aerzteschaft sowie Die bestehenden polizeilichen Vorschriften treten insoweit außer bon Lernmitteln für bedürftige Schulkinder rasch genug erfüllt die Zulassung sämtlicher Aerzte gefordert wird. Praft. werden kann. Wenn man die Lernmittelgewährung, statt sie für Stadtv. Galland( Linke) beantragt mit Rücksicht auf diese EinDer Oberbefehlshaber in den Marken. alle Kinder der Boltsschule ohne weiteres als eine selbstverständliche gabe und auf mehrere andere feit der Ausschußberatung eingevon Kessel, Beigabe der Unterrichtsgewährung anzusehen und einzuführen, leider tretene Umstände Zurüdverweisung an den Ausschußz. Verzögert Generaloberst. nur auf die bedürftigen Kinder beschränkt, so sollte wenigstens die Lösung werde dadurch nichts. dieser kleineren Aufgabe sich ohne Stockungen vollziehen. Wir erfahren Stadtv. Dr. Wehl( Soz.): Wir schließen uns diesem Antrag aus einer Gemeindeschule Neuköllns, daß gegenüber einem sogleich Jm Ausschusse hatten wir ausdrücklich beantragt, den MagiRektor zunächst nur Versprechungen geben konnte und schließlich noch durch freien Aufruf heranzuziehen, die zur Behandlung von Fa= am ersten Schultage gestellten Antrag auf Barmittelgewährung der strat zu ersuchen, außer den Armenärzten auch andere Aerzte am fünften Schultage erklären mußte, das gewünschte Buch würde milien der Kriegsteilnehmer bei ansteckenden oder bei allen Krankerst geliefert werden. Inzwischen wartet der Schüler und mit ihm beiten bereit sind". Diesen Antrag, den der Ausschuß mit allen noch ein paar andere aus derselben Klasse auf das unentbehrliche Lernmittel, woraus sich für den Unterricht und mehr noch für die gegen unsere Stimmen leider abgelehnt hat, haben wir heute wieder Anfertigung von Hausaufgaben allerlei Unbequemlichkeiten und eingebracht und bitten, ihn dem Ausschuß mit zu überweisen; er Störungen ergeben, weil die betreffenden Kinder auf den Notbehelf entspricht ungefähr dem, was der Aerzteausschuß will. Die ärztBostamt in der Potsdamer Straße . Das Postamt Berlin der Mitbenußung von Büchern ihrer Mitschüler angewiesen sind. Liche Behandlung Kranker ist doch schließlich tatsächlich VertrauensW 71 wird aus dem Hause Schöneberger Ufer 25 nach den Daß dies auch für einen Lehrer ein unerfreulicher Zustand ist, läßt sache und der erzwungene Verzicht auf den Haus- oder Familienarzt unter Umständen recht mißlich. Aehnliches wie in Schöneneuen Diensträumen im Hause Potsdamer Straße 31 verlegt. fich denken und verstehen. Kann es denn so sehr schwer sein, berg , Neukölln, Charlottenburg zu schaffen, muß auch in Berlin Die Verlegung erfolgt am 16. Oktober nach Schluß des rechtzeitig die erforderliche Menge von Bernberg , Dienstes. Die Potsdamer Straße erhält damit wieder ein mitteln herbeizuschaffen, damit solchen Verzögerungen möglich sein. Hoffentlich wird unser Antrag im Ausschuß jetzt vorgebeugt wird? Der Rektor soll sogar die Befürchtung aus mehr Zustimmung finden. Seit der Magistrat die Maßnahmen zur Postamt, wie dies vor vielen Jahren der Fall war, ehe das gesprochen haben, daß bis zur Lieferung des Buches vielleicht noch radikaleren Bekämpfung der Diphtherie durchgeführt hat, find be Bostamt 35 nach der Lützow - und später nach der Körner- Wochen hingehen könnten, aber hoffentlich ist er in diesem Punkte reits Mißstände eingetreten, deren Beseitigung erforderlich ist. Körner- Wochen straße verlegt wurde. nur falsch verstanden worden. Man hat die Kriegsteilnehmerfrauen veran= laßt, bevor sie einen Arzt in Anspruch nehmen, Weiter soll dieser Gemeindeschulrektor zu der Mutter fie ist Berliner Straßenreiniger als Schöneberger Nothelfer. eine Kriegerfrau, die für ihren Sohn zum ersten Male um Lern- um Bezirksvorsteher zu gehen. Diese sind jetzt schon mittelgewährung bat gesagt haben, sie wisse doch, daß die überlastet; andererseits genügt doch der Unterstübungsbogen auch Auf Grund angestellter Erhebungen konnte bereits Ende August Stadt Neukölln nicht soviel Geld habe. Die Aeußerung wäre, beim Arzt als Legitimation. Sodann hat der Magistrat wissen feſtgeſtellt werden, daß an der Sollſtärke der im Stat vorgesehenen wenn sie etwa wirklich so gelautet hat und nicht gleichfalls nur ein laſſen, daß er nicht darauf eingehen könne, die Maßnahmen als 57 Burschen fehlen. Troyden müssen die zurückgebliebenen Mann- Mißverständnis vorliegt, mindestens sehr überflüssig. Jeder weiß bauernde einzuführen, fie feien nur getroffen für die Dauer der schaften, die naturgemäß in hohem Maße ältere Leute in sich bergen, ia, daß jetzt auch manche Mutter nicht soviel Geld hat, ihrem Kinde gegenwärtigen Epidemie". Der Stadtmedizinalrat seinerseits erdie Arbeiten in gewohnter Weise zu bewältigen versuchen. Daß die ein teures Buch zu kaufen. Im Hinblick auf die Zeitverhältnisse klärt, von einer Epidemie sei noch keine Rede; hier liegt also ein Widerspruch vor. Wir werden vor dem Magistrat in diesem Punkte Reinigungsarbeiten selbst bei größter Anstrengung namentlich in den und besonders auf die allgemeine Teuerung muß man auch erNebenstraßen manches zu wünschen übrig lassen, wird hiernach durchaus warten und fordern, daß die Stadt Neukölln mehr Geld als bisher nicht fapitulieren. Endlich ist folgendes zu beanstanden: Die nachbegreiflich erscheinen. Unbegreiflich aber erscheint, daß troß dieser ver- für die Gewährung von Lehrmitteln hergibt. Viel hat sie niemals trägliche Kostendedung wird jezt jo gehandhabt, daß die Frauen für die Lernmittelgewährung übrig gehabt und auch der wenige Tage nach der Aufnahme ihrer kranken Kinder ein Schreiminderten Arbeiterzahl noch immer Leute übrig sind für Zwecke, für die sie nicht bestimmt sind. Am Mittwoch, den 6. Oktober, hatte das Krieg ist ihr kein Anlaß gewesen, erheblich mehr bereitzustellen. ben ins Haus geschickt erhalten, welches sie auffordert, 90 Mart Personal( Kutscher und Mitfahrer) der Wirtschaftsgenossenschaft der zur Gewährung von Lernmitteln für bedürftige Schulkinder 3u zahlen, widrigenfalls die Sache an die Arme n= Grundbefizer in Schöneberg wegen Lohndifferenzen die Arbeit wurde, nachdem im Jahre 1913 der mäßige Betrag von 8474 m. verwaltung abgegeben wird. Das ist un sozial und niedergelegt. Sofort wurden auf Veranlassung des Direktors der ausgegeben und für das Jahr 1914 der um ein Geringes höhere unangemessen und geeignet, Erbitterung heraufzubeschwören. So Berliner Straßenreinigung 37 Mann der Straßenreinigung ab- Betrag von 9000 M. bewilligt worden war, für das Jahr 1915 haben wir uns die Maßnahme des Magistrats nicht gedacht; hier tommandiert, um in Schöneberg Rausreißerdienste zu leisten. Wie wieder nur ein geringes Mehr bewilligt und nur 9500 M. in den muß dem bureaukratisch einhertrottenden Amtsschimmel etwas in gesagt, handelt es sich in der Mehrzahl um ältere Leute, die diese Etat eingesetzt. Die Erläuterungen zum Etat begründen das mit die Zügel gefallen werden. ihnen zugemutete schwere Arbeit gar nicht bewältigen können, ganz größerer Inanspruchnahme durch den Kriegszustand" abgesehen von der Berwerflichkeit dieses Verfahrens überhaupt; sie für die voraussichtlichen Mehransprüche der Kriegszeit eine Ausgabelehnten deshalb die Aufnahme der Arbeit ab. erhöhung um nur 500 M. etwas bedeuten könnte.
Mannschaften nicht weniger als 15 Vorarbeiter, 608 Arbeiter und
Einige der in Frage kommenden Arbeiter ließ sich der Herr Direktor nun vorführen und machte ihnen den Vorwurf der Arbeitsverweigerung.
Was, Sie sind zu schwach?! Sind Sie Soldat gewesen?" ,, Nein, Herr Direktor!" dist
" So, wie kommen Sie denn überhaupt zu uns? Wie lange find Sie schon bei der Straßenreinigung?" " Siebzehn Jahre, Herr Direktor!"
„ Ach so, damals war ich noch nicht hier; ich nehme nur Soldaten an!" So der Dialog zwischen Direktor und Arbeiter.
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Stadtv. Dr. Ifaac( Linke): Um eine Epidemie wirksam zu bekämpfen, muß man sich alle Faktoren zunuze machen, also auch nicht die einzelnen Aerzte, sondern ihre Allgemeinheit. Darum bedauere ich die Beschränkung auf die Armenärzte. Ganz unabhängig von der Eingabe bitte ich deshalb dringend, diese Frage zur Prüfung dem Ausschuß zurückzugeben. Auch die Frage, ob vielleicht die Behandlung nicht ganz fostenlos erfolgen sollte, scheint eventuell der Erörterung wert.
Erhöhte Teuerungszulagen in Charlottenburg . Seit dem 1. April d. J. zahlt die Stadt Charlottenburg ihren Beamten und Angestellten mit höchstens 2000 m. Einkommen eine und von 6 M. für jedes Kind. Die damals noch erträglichen LebensTeuerungszulage von 3 M. für Ledige und Verheiratete ohne Kinder Stadtv. Mommsen( Fr. Fr.): Diese Fragen hat der Ausschußz mittelpreise sind inzwischen erheblich gestiegen, so daß sich eine Er- schon erörtert, auch die Aerztepetition bringt nichts Neues. Wir höhung der Säße als dringend erforderlich erwies. haben nichts gegen nochmalige Ausschußberatung, machen aber Der Magistrat hat deshalb beschlossen und den Stadtverordneten vorgeschlagen darauf aufmerksam, daß es sich hier um eine Kriegsmaß mit Wirkung vom 1. Oktober ab, und zwar bei Verheirateten bei" ah me handelt, daß man nicht bei diesem Anlaß aus dem Handgelent radikale Aenderungen vornehmen darf. Eine Maßnahme Daß auch sonst in der Straßenreinigung straffe Zucht und einer erweiterten Einkommensgrenze von 2500 M., die Teuerungs wie die ärztliche Fürsorge für die Kriegerfamilien kann nicht allgezulage folgendermaßen festzusetzen: Ledige und kinderloſe Ver- mein der Aerzteschaft übertragen werden; es ist an sich nicht unOrdnung herrscht, ist ja allgemein bekannt. Für die Jugend- heiratete erhalten fortan statt 3 M. 12 M. pro Monat, Verheiratete richtig, wenn die Stadt sich dabei in erster Linie auf ihre befettion" fungiert als Drillmeister ein Herr Oberaufseher Pater mit einem Kind 18 m. statt 6 M. und für jedes weitere Kind je 6 M. amteten Aerzte beschränkt, die dafür angestellt sind. Es ist also mann. Dieser Herr hat das Schimpfen gewissermaßen vom Hand- Auch für diejenigen Angestellten, die schon seit Jahren eine Familienwerk zur Kunst erhoben. Wer's nicht glaubt, gehe aufs Tempelhofer nur zu prüfen, ob wirklich Anlaß vorliegt, hier von einer an sich Feld, ſehe, höre und staune!- Aber er meint es nicht zulage beziehen, wird der Zuschlag für jedes Kind entsprechend den bewährten Verwaltungspraxis_abzugehen. Auch ist nur bei den Durch diese Maßnahmen hofft der beamteten Aerzten eine gewisse Disziplin gewährleistet. so schlimm", versichert der Herr nachträglich! Daß die Zahl der Charlottenburger Magistrat die empfindliche Teuerung in etwas aus neuen Grundsäßen erhöht. sich zur Beschäftigung in der Straßenreinigung, drängenden" jungen zunleichen. Leute sich troßdem vermindert, ist begreiflich. Leider muß befürchtet werden, daß Berlin dabei seinen Ruf als die sauberste Stadt der Welt" einbüßt. Ob der Allgemeinheit damit geholfen ist, erscheint doch höchst fraglich. in
Stadtv. Cassel( Linke): Wir werden im Ausschusse lediglich nochmals erörtern, ob die Bekämpfung der Diphtherie sichergestellt Unzuträglichkeiten bei der Metallablieferung. ist und wieweit es etwa zweckmäßig und geboten erscheint, über den Kreis der beamteten Aerzte hinauszugehen. Durch die heutige In Treptow Baumschulen weg tam es Donnerstagbor- Diskussion lassen wir uns keineswegs festlegen, auch nicht durch mittag im Rathause zu bösen Auftritten. Wie zu erwarten, war der An- die Ausführungen des Kollegen Dr. Weyl. Wenn der Magistrat Wie manche Ganner arbeiten, dafür liefert folgende Zuschrift drang der Gemeindemitglieder, welche vor Toresschluß noch die der Be- für die Kostendeckung sorgt, tut er nur seine Pflicht. In der Uebereiner Leserin aus Lichtenberg einen neuen Beweis: Am Sonnabend schlagnahme unterworfenen Metallgegenstände freiwillig abliefern weisung der Fälle an die Armenärzte liegt absolut nichts Beerschien in meiner Wohnung ein kleiner unterſetzter Mann und bat, wollten, ein sehr starker. Die Abfertigung konnte naturgemäß nur leidigendes oder Herabwürdigendes. Nur sachliche Gründe veranihm doch eine für meine Nachbarin bestimmte Pappmappe abzu- langsam vor sich gehen, so daß die Ablieferer viele Stunden warten lassen uns zur Zurüdverweisung. mußten, ehe sie an die Reihe kamen. Eine bei Massenandrang un- Stadtv. Dr. Weyl: Das gilt genau so auch für uns. Die nehmen und ihm die zu entrichtenden 30 Pfennige zu bezahlen. In vermeidliche Erscheinung, die eben in Kauf genommen werden muß. Disziplin ist nicht im geringsten gefährdet; handelt es sich doch nur meiner Gutmütigkeit tat ich das. Die Mappe trug die Aufschrift: Was aber mit Recht höchsten Unwillen unter den Bringern des darum, die organisierte freie Arztwahl durchzuführen, die völlig Lesezirkel Gottlieb Richter, Berlin NO, Große Frankfurter Str. 50/51 Metalles hervorrief, war der Mangel jeder Ordnung in der Ab- genügende Kautelen bietet. Wer bezahlen kann, soll bezahlen, das und enthielt zwei Münchener Blätter" und ein Exemplar„ Lustiges fertigung. Wohl wurden Nummern ausgegeben, niemand aber ist auch unsere Meinung, es handelt sich bloß um die Form des Blatt". Als ich nach einiger Zeit meiner Nachbarin die Sachen forgte für Aufstellung richtigen Reihenfolge und Verfahrens. Daß ich die Armenärzte als solche in der öffentDie lichen Meinung herabdrücken wollte, davon kann gar keine Rede übergeben wollte, war sie nicht wenig erstaunt, denn sie liest die für Freihaltung der Passage zum Abfertigungsraum. war, daß fich die Masse in einen engen sein; aber die Ueberweisung in die Armensprechstunde hat etwas Zeitungen gar nicht und hat sie auch nicht bestellt. Ich war aber folge Korridor, der zum Abnahmezimmer führte, hineinpreßte und hier Odioses, und die Scheine, die die Frauen vom Bezirksvorsteher mitmeine 30 Bf. Ios. Zur Warnung für andere sei dies mitgeteilt. die Ellenbogenkraft darüber entschied, wer in die vorderste Reihe bringen müssen, tragen den Stempel der Armendirektion. Einbrecher in der Pfandleihe. Reiche Beute, deren Wert sich kam. Arme, schwächliche Frauen mit niedrigen Nummern wurden Stadtv. Cassel: Im Kostenpunkt handelt es sich eigentlich bloß noch nicht genau feststellen ließ, aber 10 000 W. sicher überschreitet, weit hinten in eine Ede gedrückt, in der sie stundenlang stehen um eine Etikettenfrage. Die Hauptsache ist, daß die Behandlung machten Einbrecher in der vergangenen Nacht in der Pfandleihe von mußten, ohne sich nur rühren zu können, während vorn hohe Num- nicht als Armenunterstüßung gilt. Lewin in der Reinickendorfer Str. 121. Neben den Räumen dieser mern zur Abfertigung gelangten. Das meiste zur Abgabe gelangende Die Vorlage geht hierauf an den Ausschuß zurück. Pfandleihe im ersten Stock steht seit einiger Zeit eine Wohnung leer, Material bestand aus Waschkesseln, aus denen am oberen Rande der die durch eine verstellte Tür mit den Geschäftsräumen verbunden Eisenring entfernt worden war, und die deshalb ringsum scharfs war. Einbrecher brachen nun die Verbindungstür auf und machten zachtige Ränder hatten. Glücklich, wer sich an diesen Baden im Gesich dann an die beiden Geldspinde, in denen die Wertsachen auf- dränge nur die Kleider zerriz und nicht schlimmere Fleischwunden bewahrt wurden. Während sie mit dem einen nicht fertig wurden, zuzog. Erst nach Stunden wurde endlich durch Polizeibeamte etwas gelang es ihnen, das andere ganz aufzulnaden hier fanden fielOrdnung in die erregte, eingeteilte Menge gebracht.
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in der
Auf den Höchstbetrag von 130 Millionen Mark für den Erwerb der B.E.W. ist am 1. Oktober d. J. eine Abschlags3hIung von 123 Millionen geleistet worden; der Restbetrag wird erst nach Feststellung der Buchwerte zu erlegen sein. Die Verfammlung nimmt davon Kenntnis.
Schluß der öffentlichen Sigung 7 Uhr.