Gewerkschaftliches.
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vom
finnig. Wer ganz arbeitslos iff, fann 3,60 m." Inter- bewegung in der Defaturbranche enbete zur allseitigen Zufriedenheit; ftüßung bekommen, wer aber noch zwei oder drei Tage arbeitet fämtliche Einstellungslöhne werden ab 1. Januar 1916 um je brei und dabei nicht ganz 3 M. verdient die Fälle sind durch. Mark erhöht. Die Seiler und Spleißer erreichten teils Lohn tells Die Not der Textilarbeiter. aus nicht selten, der bekommt nichts. Die Sorauer Unter- Teppich- und Plüschbranche hat immer noch schlechten Geschäftsgang, Teuerungszulagen in einer Höhe von 2 bis 5 M. wöchentlich. Die Reichstag und Reichsregierung haben sich bekanntlich ſtützungsfähe, und mit wenigen Ausnahmen die im ganzen benjo die Stickerbranche. Die Bundesratsverordnung einmütig dahin ausgesprochen, daß die durch die Kriegsmaß- Reiche, find durchaus ungenügend. Diese Säße entsprechen 12. Auguft d. J. hat in den Betrieben, wo noch boll gearbeitet nahmen arbeitslos werdenden Tertilarbeiter in ausreichender auch nicht im geringsten den berechtigten Anforderungen. werden konnte, durch die Verkürzung der Arbeitszeit auch entsprechende nahmen arbeitslos werdenden Tertilarbeiter in ausreichender elbit dort, wo man das Doppelte und Dreifache dieser Säße minderverdienste im Gefolge gehabt. Birka 1000 Personen sind hier Weise unterstügt werden müssen. Schon am 20. August gab im Auftrage der Reichs. bezahlt, ist die Unterstüßung als unzureichend zu bezeichnen. von betroffen, was bei den enorm teuren Lebensmitteln doppelt zu regierung der Staatssekretär Dr. Helfferich die Erklärung: Man greift sich an den Kopf und fragt: Wie bringen die Leute bedauern ist. Die Geschäftsleitung bat Schritte unternommen, um ... aus den neuen Kriegskrediten werden weitere 200 miles fertig, mit solchen winzigen Einnahmen durchzukommen? das Augenmerk der Staats- und Gemeindebehörden auf die daraus lionen Mark den Gemeinden und Gemeindeverbänden zu Die Leute gehen förperlich und geistig zugrunde, wenn nicht Aber hier darf es bei Fragen und Staunen nicht bleiben! entstehende Not zu lenken und Vorbeugungsmaßregeln zu ver Unterstützungszwecken zur Verfügung gestellt." Auf dem Gebiete der Striegsbeschädigtenfürsorge ist von der Der Reichstag felbft stärkte den Willen der Regierung da- unverzüglich Silfe geschaffen wird. Geschäftsleitung eine rege Tätigkeit entfaltet worden. Es wurden durch, daß er am 26. August beschloß: Hier haben die obersten Behörden, hier hat die Reichs- aus den verschiedenen Branchen 7 Berufsberater gewählt, die festzu„ Es ist Pflicht des Reiches, die durch das Herstellungsverbot regierung die Pflicht, ihren Willen die als Kriegsopfer stellen haben, wie weit die in den Lazaretten liegenden Kriegsver für Baumwollstoffe, die damit zusammenhängenden Verord- arbeitslos gewordenen Tertilarbeiter ausreichend zu unter- legten nach ihrer Entlassung ihrem ursprünglichen Berufe wieder zu nungen und infolge des Mangels geeigneter Rohstoffe arbeitslos stüßen auch in die Tat umzusetzen. Sie muß gegebenen geführt werden fönnen. Leider haben die von der Behörde be werdenden Tertilarbeiter und Arbeiterinnen, soweit ihnen ander falls auf die bundesstaatlichen Regierungen einwirken, daß stimmten Aufsichtsstellen bis jezt sehr wenig Tätigkeit entwickelt. weite geeignete Arbeit nicht beschafft werden kann, ausreichend diese in Gemeinschaft mit den Gemeinden und Unternehmern um dieser ganzen Frage mehr realen Wert zu verleihen, ist die zu unterstützen; ihre volle Pflicht tun, wenn nicht die Erklärungen der Regie- Filialleitung mit den Arbeitgeberorganisationen der Textilindustrie allein nur schöne Worte bleiben sollen. rungsvertreter und die Beschlüsse des Reichstages einzig und in Verbindung getreten zwecks Bildung einer Arbeitsgemeinſchaft
aus den für 3wede der Kriegswohlfahrtspflege bereitgestellten ber Herr Reichskanzler wird ersucht, die erforderlichen Mittel 200 Millionen Mart bereitzustellen."
anlassen.
genommen
zur Arbeitsbeschaffung für die Kriegsbeschädigten, die in den Groß- Berliner Lertilbetrieben vorher beschäftigt waren. Die Verhandlungen haben bis jetzt einen guten Verlauf Der Wille der höchsten Instanzen zu ausreichender UnterBerlin und Umgegend. und da ein stützung der Kriegsopfer ist also vorhanden. Desto grö beiderseitiges Interesse vorliegt, Beres Befremden erregt es in den betroffe In einer Branchenversammlung der Maschinenschlosser wurde haben sich die beteiligten Drganisationen mit dem von Vertretung der Arbeiterichaft gemachten Vorschlage einverstanden ernen Arbeiterfreisen, daß die Umsetzung der folgender Borfall aus Spandau berichtet. Die Kollegen in der flärt. Wenn auf diesem Gebiete von beiden Seiten( Arbeitgeber Beschlüsse in die pragis eine so mangelhafte versucht, eine Aufbesserung des Stundenlohns zu erlangen, der jegt arbeitet wird, fann es eintreten, daß bei der Zahl der Kriegsver föniglichen Gewehrfabrik zu Spandau hätten durch eine Petition und Arbeitnehmer) nicht mit der größten Gewissenhaftigkeit gei ft. Nur in einem wahren Schneckentempo wird die Frage- 86 Bf. betrage. Darauf habe der zuständige Betriebschef eine ab- arbeitet wird, kann es eintreten, daß bei der Zahl der Kriegsver aber nicht einmal überall ihrer Erledigung entgegenge lehnende Antwort erteilt. Er habe die Forderung nach mehr Zohn legten einzelne Betriebe mit Krüppeln beiegt werden zum Schaden bracht. Es hat den Anschein, als ob man gar nicht weiß, wie für ungehörig erklärt und gesagt, die Kollegen sollten fünftig fein der Induſtrie und der Gesamtheit. Einer etwa auf der Beschäfti groß die Not und das Elend in den betroffenen Arbeiter Schweinefleisch mehr effen und weniger für Bigarren ausgeben, dann ebenso vorgebengt werden, wie der Ansnutzung der armen Kriegsgung von Striegsverlegten aufgebauten Schmuzkonkurrenz muß freisen ist, sonst wäre so eine zögernde, tastende Regelung der würden sie auskommen. Ferner hätte der Herr geäußert, folange invaliden durch Anrechnung der Stente bei der Rohnzahlung. notwendigen Maßnahmen überhaupt nicht zu verstehen. die Arbeiterinnen noch Lackstiefel und seidene Blusen trügen, fei unter den Arbeitern noch keine Not vorhanden. Man wird sich nunmehr in der Sache an die höhere militärische Instanz, eventuell an den Kriegsminister wenden.
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Wie groß die Not in Wirklichkeit ist, zeigt eine Schilderung der Lohnverhältnisse in Sorau . In Sorau hat man den Verdienst von mehr als 500 Tertilarbeitern und Arbeiterinnen in der Zeit vom 6. September bis 9. Oktober zusammengestellt. Aus Raumgründen geben wir hier nur die legten zwei Wochen bekannt:
Beruf
Zahl
Woche vom 27. 9. Durch
bis 2. 10.
schnitts
Zahl
über 15, 16,61 3
Woche vom 4. 10. Durch bis 9. 10. schnitts perdienst
berdient
M.
902.
verdient
2. M.
berdienst 90%.
M
Beberinnen
7
bts 8,-
58 bon 8,01 b. 6,-
2,26 4,75
12
bis 8,-
62 bon 8,01 b. 6,-
55
6,01 9,-
7,30 68
"
6,01 9,-
2,00 4,48 7,44
16
9,01 12,-
2
10,35 21
9,01 12,-
10.08
9
29
12,01 15,- 13,23 6
12,01 15,
13,36
"
über 15,
16,80
Spulerinnen
bis 8,- 8,01 b. 6,-
40
6,01
1,92 20 4,63 77 7,21 58
bis 8,
2,37
8,01 b. 6,-
4,76
6,01 9,-
"
"
7
9,01
10,18 8
9,01 12,
7,15 9,68
"
2
12,01
2
8,01 5. 6,- 5,50 55
6,01 9,-
"
9,01 12,-
7,21 50 10,27
5
1,79 5,01 7,26 9,89
Treiberinnen
1802 2 B12188
Sonstige Arbeiterinnen 18
Männer
"
48
73
18
"
B
"
9,- 12,-
15,12,70
bis 8,- 1,56 9
12,01 15,- 12,30 2 bis 3,- 2,84
0212
8,01 b. 6,- 5,05 17 6,019,- 7,62 17 9,01 12,- 10,33 15 12,01 15,- 12,85
12,0115,-13,40
bis 8,- 3,01 b. 6,- 6,01 9, 9,01 12,- 12,01 15,- bis 3, 2,68 8,01 5. 6,- 4,76 6,01 9,- 7,71 9,01 12, 10,22 12,01 15,13,33
B
.
Verfuch unternommen, Frauen anzulernen. Man wird dieser AnAuch in der Branche der Maschinenschlofferet wird jetzt der gelegenheit große Aufmerkiamkeit zuwenden.
Bei Beginn der Versammlung hielt Siering einen Vortrag, in dem er im Zusammenhang mit der jetzigen Gestaltung des wirtschaftlichen Lebens hauptsächlich die Frage erörterte, wie sich die Verhältnisse voraussichtlich nach dem Kriege gestalten werden.
In der Diskussion über den Vortrag wurde mehrfach das Buch der Zwanzig" als Fehler bezeichnet und auf einen Antrag aus der Versammlung beschlossen, der Branchenleitung aufzugeben, in der nächsten Branchenversammlung ein Referat und ein Korreferat über dieses Buch halten zu lassen.
70
am Schluß des Quartals auf 880 zurückgegangen war, was größten Anfang des dritten Quartals einen Mitgliederbestand von 417 ber teils auf Einberufungen zum Heeresdienst zurückzuführen ist. männliche Mitglieder waren im Laufe des Vierteljahres 785 Tage und 2 weibliche Mitglieder 45 Tage arbeitslos. - Die am Sonntag abgehaltene Mitgliederversammlung ermächtigte den Vorstand, aus der Lokalfasse die Mittel zu entnehmen, welche erforderlich find, um je 5 M. Zuichuß zu leisten zu den Weihnachtsunterstüßungen, welche der Zentralvorstand den Familien der eingezogenen Mitglieder sowie den Arbeitslosen gewährt. Für diese Unterstügung werden etwa 150 Mitglieder des Filiale in Frage kommen.
Die Filiale Berlin des Schneiderverbandes schloß das 8. Quartal - wie in der Versammlung am Sonnabend berichtet wurde mit einem Mitgliederbestande von 5607 ab. Im Laufe des Quartals wurden 454 Neuaufnahmen gemacht. Demgegenüber steht ein Abgang von 679, so daß die Mitgliederzahl um 225 zurückgegangen ist. Für Unterstügungen wurden 18 235 M. ausgegeben.
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Die diesmalige Quartalsversammlung des Textilarbeiter- Verbandes war erfreulicherweise gut besucht. Der Kaffenbericht wies eine Einnahme von 14 176,49 M. und eine Ausgabe von 8830,90 m. Hinsichtlich der Verhandlungen über den Lohntarif für die neuen auf. In dieser Ausgabe waren für Unterstüßung enthalten: Arbeitslofen- 401,70 M., Sterbes 40 M. und Notunterstüßung 19 M. Für Offizieruniformen teilte der Vorsitzende Kunze mit, daß der BeAgitation wurden ausgegeben 231,20 m. An die Hauptkasse ichluß der Militärschneiderversammlung: Die Anfertigung der neuen fonnten 4286.29 M. abgeführt werden. Der Filialkaffenbestand Offizierbluſe zu verweigern, falls die Verhandlungen nicht in acht batte fich bon 5105.14 m. auf 5345,59 M. erhöht. Auf Tagen abgeschlossen seien, den Unternehmern übermittelt und darauf die Antwort eingegangen ist, daß die Verhandlungen zwischen den Kosten der Stadtkasse Berlin zablte die Verwaltung an beiderseitigen Hauptvorständen am 10. November beginnen. Sollte 13,10 43 Mitglieder 965,75 M. Arbeitslosenunterſtügung aus. Der Mitgliederbestand ist der Lohn höher festgelegt werden als der jetzt gezahlte, so erfolge bon 1635 auf 1479 gefunten. Da unter diesen Umständen ein Seit dem 1. August d. J. unterliegt der Arbeitsnachweis der selbstverständlich Nachzahlung. Berliner Textilarbeiter laut Ministerialerlag vom 26. Mai 1915 dem Lohnverlust nicht zu befürchten und der Zwed des Beschlusses der Stellenbermittlungsgefez, da mehr als 200 Stellenvermittelungen Militärschneider, die Verhandlungen zu beschleunigen, erreicht ist, so im Jahre vorkommen. Durch die damit verbundene Meldepflicht ist beichloß die Versammlung auf Stunzes Vorschlag. die Anfertigung der eine Mehrbelastung an Arbeit entstanden, die aber durch die hieraus Bluse nicht zu verweigern und das Ergebnis der Verhandlungen entstehenden Vorteile für die Mitglieder völlig ausgeglichen wird. abzuwarten. Durch Errichtung einer Zentralausgleichsstelle find fämliche Nachweise Groß Berlins in steter Verbindung zum Austausch freier Stellen und Arbeitsuchenden, es soll dieser Austausch sich sogar auf das ganze Reich erstreden. Wenn dieses auch nur der Anfang zum Aufbau einer geregelten Arbeitsvermittelung ist, so tönnen die Die bereinigten Tischlermeister in Zürich haben den Vorschlag ertilarbeiter boch die berechtigte Hoffnung hegen, daß durch die des Einigungsamtes, sämtlichen Arbeitern, die weniger als 86 Cts. ständige Mitarbeit der Gewerkschaften die bisherigen unhaltbaren Stundenlohn haben, eine Lohnerhöhung von 2-8 C18. per Stunde zustände auf dieſem ſo wichtigen Gebiete beseitigt werden. zu gewähren, wegen des schlechten Geschäftsganges" abgelehnt. Außerordentlich ſegensreich fann diese neue Einrichtung Fünf Möbelfabriken beschäftigten vor dem Kriege 350 Arbeiter, wirfen, wenn nach Beendigung des Krieges die Millionen gegenwärtig infolge Arbeitermangels nur noch 156, die im Streik beere wieder in das wirtschaftliche Leben zurüdfluten. Die Tarif. fieben.
Bei den geringen Beträgen sind aber auch noch für mehr als ein Drittel der Personen Kriegszulagen in Höhe von 5 bis 10 Broz. mit eingerechnet. Die Bahlen näher zu erläutern, erübrigt sich, sie sprechen für sich selbst.
Die Gemeinde Sorau zahlt ja nun auch Arbeitslofenunterſtügung, und zwar in Höhe von 60 Pf. pro Tag für männliche und 40 Bf. für weibliche Personen, ferner für jedes Kind pro Tag 30 Pf. Da aber die hier aufgeführten Arbeiter immer noch einige Groschen wöchentlich verdienen, so sind sie immer noch einige Groschen wöchentlich verdienen, so sind sie nach den Sorauer Bestimmungen nicht arbeitslos" und er halten dementsprechend auch die städtische Unterstüßung nicht. Der ganze Aufbau der städtischen Unterstüßung ist wider
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