Die Lebensmittelfrage
vor dem Haushalts- Ausschuß des Reichstags. allentin( Sibung vom 4. Dezember.)
Kritik.
# 1
Verlustlisten.
als
CI
Die Verlustliste Nr. 396 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen:
Das preußische Landwirtschaftsministerium ist mindestens mit- Durch Vertrag vom 9. Juli 1913 hat die Allgemeine schuldig daran, wenn die Versorgung des Volkes mit landwirt- Orttrantentasse Breslau den praktischen Arzt Sanitätsrat schaftlichen Produkten in nicht genügendem Maße ermöglicht Dr. S. auf die Zeit vom 1. Januar 1914 bis Ende 1923 als Kassenwurde. Dort fehlt es ganz offenfundig an sozialem Verständnis. arzt mit einem Gehalt von 8000, später 10 000 Mart angestellt. Die Einführung von Butter- und Fettkarten ist erwünscht, Vor- Dr. S. hat einen verkrüppelten rechten Arm. Vor seiner Anstellung aussetzung ist aber, daß die entsprechende Menge Fett vorhanden ist. Hat er den Vorstand der Kasse hierauf hingewiesen und Abg. Colshorn( Welfe) bespricht die schlechten Erfahrungen, Redner schließt sich der Beurteilung der Rentabilität der Land- erklärt, daß er, weil seine rechte Hand nicht voll gebrauchsdie mit dem Einkauf in Rumänien gemacht worden sind. Den wirtschaft durch den Abg. Dr. Wendorff völlig an. Die günstige fähig sei, Geburtshilfe nicht leisten könne. Am 21. Juni Optimismus vermöge er nicht zu teilen, der in manchen Reden zum Lage der Landwirtschaft ist selbst von Großgrundbesitzern anerkannt 1914 ist Dr. S., nachdem er schon ab 1. April 1914 vom Ausbruck tam. Die Futterversorgung gibt zu Bedenken Anlaß. worden. Dienst suspendiert war, von der Kasse entlassen worden, und zwar Die Statistik bietet nicht selten ein schiefes Bild. Beim Vergleich Abg. Dr. Roeside( Bund der Landwirte): Daß der En auf Verlangen der Aufsichtsbehörde, die annahm, daß des jezigen Schweinebestandes mit dem früherer Jahre darf man thusiasmus der ersten Kriegszeit heute nicht besteht, ist richtig und er wegen seines Armleidens zur vollen Ausübung seiner ärztlichen nicht bloß die Zahl, sondern man muß auch die Qualität der begreiflich. Das ist aber nicht zurückzuführen auf einen wirtschaft- Praxis nicht imstande sei. Die Kasse ficht den Vertrag mit Dr. E. Schweine in Betracht ziehen. Hier ergibt sich ein nicht uner- lichen Notstand. Das Brot ist nicht teurer als in Friedenszeiten, wegen Irrtums an, indem sie geltend macht, es habe sich erst im hebliches Mindergewicht. Am besten liegen die Ver- die Kartoffeln sind sogar billiger, im allgemeinen stehen die Preise Laufe der Zeit herausgestellt, daß er seine ärztlichen Funktionen hältnisse bei den Rindern. Der Vorwurf, daß die Landwirte ihre unter den Friedenspreisen. Der Nährwert von Kar - nicht voll leisten fönne; eventuell liege darin ein wichtiger Gruns Borräte zurückhalten, ist in dieser Verallgemeinerung nicht zu- toffelbrot ist derselbe wie von Roggen oder Weizenbrot. In Eng - zur Entlassung des Dr. S. Dieser erhob darauf gegen die treffend. Die Verordnungen des Bundesrats verdienen scharfe land ist das Brot viel teurer. Die Preise für Rinder sind gegen- erantenfaise lage auf Feststellung, daß der Vertrag zu über den Produktionskosten nicht genügend gestiegen. Nur das Recht besteht; er sei, abgesehen von Geburtshilfe und Operatione, Staatssekretär Delbrück bespricht die Kaufmöglichkeiten in Schweinefleisch ist etwas teurer geworden. Die Fasanen z. B. sind zur Ausübung ärztlicher Tätigkeit durchaus imstande. den Balkanstaaten, die eine Einschränkung nur in der Transport in Frankreich viel teurer. Man hat in Deutschland nicht den Das Oberlandesgericht Breslau hat der lage stattmöglichkeit finden könnten; Redner wiederholt, daß an Getreide, geringsten Anlaß über besondere Teuerung zu klagen. Die Sozial- gegeben und festgestellt, daß der Vertrag fort. Kartoffeln und Fleisch von einem Mangel keine Rede sein kann. Semokraten scheinen in der Beurteilung dieser Dinge nicht einig besteht. In seinen Entscheidungsgründen führt es aus: Es ma Abg. Gothein( Vp.) fordert Erhöhung der Brot zu sein. Sind denn nicht aber auch alle anderen Artikel teurer sein, daß der Beklagten auf Grund des§ 119 Abs. 2 B. G. B. do= rationen, ganz besonders für die Bergarbeiter. Die Statistik geworden? Welch enorme Profite haben die Lederfabriken ge- Recht zugestanden hätte, den Vertrag anzufechten, wenn die Verberuht auf derart schwankenden Unterlagen, daß sie fast absolut macht! Darüber hat man eigentlich wenig Klagen gehört, nur früppelung des rechten Armes den Kläger außerstand geſetzt hätte. wertlos ist. Das tatsächliche Ernteresultat wird erheblich höher der Landwirtschaft hat man alle mögliche Schuld beigemessen. Die seiner ärztlichen Verpflichtung nachzukommen, und wenn Beklagte sein, als jezt angenommen wird. Die Einfuhr aus dem Balkan Kritik ist nicht unterbunden worden; die sozialdemokratische Kritik hiervon bei Abschluß des Vertrages teine Kenntnis gehabt hätte. tann gefördert werden, wenn es gelingt, die Leistungsfähigkeit des ist der beste Beweis dafür. Die Mißstimmung im Volke Aber beides trifft nicht zu. Die Beklagte gibt selbst zu, daß der Kläger Eisernen Tores" zu heben, eine Schwierigkeit, die überwunden ist nur durch die verhebende Wirksamkeit der sie vor Vertragsabschluß darauf hingewiesen hat, daß seine rechte werden kann. Die ungarischen Bahnen könnten ebenfalls recht Presse hervorgerufen worden. An der mangelhaften Hand nicht voll gebrauchsfähig sei und daß er deshalb keine Geburtsrasch leistungsfähiger gemacht werden. Für die Zufuhr von Versorgung mit Kartoffeln trägt die Landwirtschaft keine Schuld; hilfe leisten könne. Unter diesen Umständen kann die Beklagte den Futtermitteln ist das sogar von ausschlaggebender Bedeutung. Die diese liegt vielmehr in der mangelhaften Organisation. Die Kom- Vertrag nicht wegen Irrtums anfechten. Der Kläger kann aber Hebung unseres Schweinebestandes ist von ungeheurer Wichtigkeit. munen waren außerdem viel zu wählerisch in der Auswahl der auch seinen vertraglichen Pflichten als Arzt trop seines Leidens nachDer Bundesrat mag mitunter rasch gearbeitet haben, eine zen- Kartoffeln. Die Butterproduktion ist zurückgegangen, aber wir kommen. Sein Arm hat Kraft, seine Hand ist imſtande zuzugreifen. tralistische Verwaltung hätte sicher mehr geleistet. Der haben pro Kopf der Bevölkerung trotzdem mehr Butter als wie allerdings nur unvollkommen, aber doch so, daß der Kläger die große Mangel ist, daß stets umfassende Vorverhandlungen mit im Jahre 1872. Eine Einschränkung bedeutet noch keine Unterer ärztlichen Instrumente sicher halten kann. Für den PflichtenBreußen gepflogen werden müssen. Kein Zweifel, die Wider- nährung. Es ist eine Verkennung der Verhältnisse, zu behaupten, freis des Klägers reichte das um so mehr aus, stände sind im preußischen Landwirtschafts- daß die Molkereien die Butter zurückhalten. Der Landwirtschaft von der Mitwirkung bei Geburtshilfen nach den mündlichen ministerium zu suchen, das vielfach bestrebt ist, die Ent- diftiert man die Preise, ohne zu bedenken, wie eine Verbitterung Abreden mit der Beklagten befreit war und für größere Operationen scheidung hinauszuziehen. Es ist nicht nötig, je de Vorlage der ländlichen Bevölkerung wirken muß. Die Regierung war bei genügend Spezialärzte vorhanden waren. Daß der Kläger erst an die preußischen Instanzen zu geben.( Graf Westarp : Erlaß ihrer Verordnungen offenbar nicht auch von landwirtschaft- den Aufgaben eines Staffenarztes nicht gewachsen sei, ist hiernad Preußen, muß überhaupt zertrümmert werden!) Nein, das ver- lichen Sachverständigen beraten. Unter den Landwirten gibt es nicht bewiesen. Die Anfechtungserklärung der Beklagten vom langt niemand, aber die preußischen Widerstände müssen beseitigt leider viele, die nicht entsprechend rechnen können und die dann 21. Juni 1914 ist aber auch verspätet, da sie schon bei der werden. Redner kritisiert die Regelung der Kartoffelversorgung. ein ganz schiefes Bild von den Verhältnissen in der Landwirtschaft Suspendierung des Klägers am 1. April 1914 Kenntnis von dem Auch hier ist die Verzögerung auf das preußische Landwirtschafts- aufkommen lassen. Demgegenüber ist Herr Calwer ein glänzen- Anfechtungsgrunde hatte. Nach dem Obigen fällt auch der von der ministerium zurückzuführen. Die Kartoffelnot ist groß. Um die der Beurteiler der Verhältnisse. Die Vermögenssubstanz in der Beklagten behauptete Grund zur fristlosen Kündigung. Butter- und Fetttarten wird man nicht herumkommen, Landwirtschaft geht unstreitig zurück. Der Regierung ist der Vor- kann auch nicht darin gefunden werden, daß die Aufsichtsbehörde dagegen erscheint eine Fleischkarte nicht zweckmäßig. An der Hand wurf zu machen, daß sie es nicht verstanden hat, die Interessen der die Entlassung des Klägers verlangt hatte. Denn ihre Anordnungen von Beispielen zeigt Redner, daß sich die 3entraleinkaufs- Konsumenten mit denen der Produzenten in Ginklang zu bringen. traf die Behörde unbeschadet der privatrechtlichen Verhältnisse der gesellschaft für Vermittlung 50 Proz. des Wertes der Waren Die Landwirte wollen nicht höhere Einnahmen, um sich zu be- Parteien. berechnen ließ. Erst auf dringende Vorstellungen ist dieser Saz reichern, sondern nur, um die Landwirtschaft zu heben. Das Reichsgericht hat das Urteil des Oberermäßigt worden. Bei der Beschlagnahme ist diese Gesellschaft in Redner schloß mit einem begeisterten Lob für den preußischen Landesgerichts bestätigt und die Revision zurückgewiesen. der rücksichtslosesten Weise vorgegangen. Die zu niedrigen Landwirtschaftsminister, dessen Bestrebungen leider nicht genügend Preisen beschlagnahmten Waren sind dann teuer weiterverkauft berücksichtigt wurden. worden. Man wäre besser gefahren, wenn man den Großhandel Staatssekretär Helfferich behandelt die Anträge der Konorganisiert hätte. Jezt haben die Städte das ganze Risiko zu servativen, die vom Reich die Mittel verlangen, die eine billige tragen. Wer gute Beziehungen zur Zentraleinfaufsgesellschaft hat, Abgabe von Lebensmitteln ermöglichen. Die finanzielle Leistungsder wird bei der Abgabe von Waren bevorzugt. Der fähigkeit des Reiches ist aber begrenzt. 3weimal ist bereits ein ganze Geschäftsgang ist umständlich und teuer. Dadurch wird eine Fonds von 200 Millionen Mark zur Verfügung gestellt worden, um Unsumme von Mißbergnügen erzeugt. Warum geht es denn mit wirtschaftliche Schäden zu mildern. Das Reich noch mehr zu beInfanterie usw.: Stab der 1. Inf.- Div. 66. Inf.- Brig. siehe den Kohlen? Einige Großfirmen regelten den ganzen Verkehr lasten, ist nicht gut möglich. Der Redner macht zum Beweis dafür Res.- Inf.- Reg. Nr. 83); 4. Garde- Reg. 3. F.; 2. Rekrutendepot der Stollenbau- Komando. Garde: Garde- Gren.- Reg. Alerander( siehe zur vollsten Zufriedenheit. Ein Fehler ist es, daß unbedingt not- eine Reihe vertraulicher Mitteilungen. Zwischen die beiden Mühl- Garde- Ers.- Brig.; Garde- Jäger- Bat. Gren. bzw. Inf- bzw. Füs. wendigen Betrieben zuviel Arbeitskräfte weggenommen werden. steine Produktion und Konsum darf das Reich nicht komStaatssekretär Selfferich legt Verwahrung dagegen ein, men. Die Unterstützung der Landwirtschaft mit Futtermitteln ist Regimenter Nr. 1, 2( f. auch Gren.- Reg. Nr. 1), 3, 4, 7, 17, 25, wenn versucht wird, die preußischen Instanzen verantwortlich zu eigentlich nur eine Transportfrage. Die Preise in Rumänien find 39, 41, 42, 43, 49, 53, 54, 59, 62, 63, 64, 66, 67, 69, 70, 72, 73. machen dafür, daß manche Verordnungen nicht rasch genug erledigt durch Spekulation in die Höhe getrieben worden. Jetzt sind die und 252), 84, 86, 88, 93, 99, 111 bis einschl. 114( lekteres s. aud 75 bis einschl. 79, 81, 82, 83( 1. auch Res.- Inf.- Regimenter Nr. 8 Preise niedriger, freilich immer noch hoch genug. Sache der Ben- Res.- Inf.- Reg. Nr. 83), 118, 128, 130( f. auch Stollenbau- Kommando Ein Vertreter der Regierung verteidigt das Geschäftsgebaren tral- Einkaufsgesellschaft wird es sein, die Wünsche der Landwirt- der 66. Inf.- Brig.), 131, 143, 144( f. Inf.- Reg. Nr. 130), 146, 147, der Zentraleinkaufsgesellschaft, die die Gewinne der Allgemeinheit schaft möglichst zu erfüllen. Zuschüsse zum Bezug von Futter- 151 bis einschl. 154, 156( 5. auch Stab der 1. Inf.- Div.), 157, 158 zuführen will. Mit den Gemeinden habe man die besten Er- mitteln zu leisten, ist Sache der Einzelstaaten. Zu bestreiten ist( s. auch Res.- Inf.- Reg. Nr. 83), 160, 161, 165 bis einschl. 168, 170, fahrungen gemacht; dagegen sind die Versuche, sich des Handels jedenfalls nicht, daß die Kosten der Lebenshaltung im feindlichen 173, 176, 352, 369, 371, 375, 376, 378. Ref.- Juf.- Regimenter Nr. 1, zu bedienen, fehlgeschlagen. Ausland sich mehr verteuert haben, als wie bei uns. Die LandAbg. v. Gamp( ft.) teilt die Ansichten des Abg. Gothein. wirte treiben nicht Wucher, im Gegenteil waren es die landwirt- 76, 77, 78, 81, 82, 83( 1. auch Inf. Reg. Nr. 83), 84, 113( f. Inf 2, 3, 7, 22, 23, 30, 34, 55, 67, 68, 72( f. Jnf.- Reg. Nr. 72), 71, Die Ausdehnung der Brotration darf nicht mehr schaftlichen Organisationen, die zuerst eine Festsetzung von Höchst- Reg. Nr. 113), 118, 130, 202, 208, 217, 223, 224, 226, 227, 229, Iänger hinausgeschoben werden. Wir haben so viel Brotgetreide, daß ein erheblicher Teil davon verfüttert werden 230, 232, 240, 249, 251, 252, 256, 257, 260, 266. Grs.- Inf.- Reg. fann. Goweit Die Statiſtik ſich auf Schäßungen ſtüßt, mag sie Königsberg Nr. 3( f. Inf.- Reg. Nr. 378). Ref.- Ers.- Inf.- Reg. Nr. 1. ungenau sein, bei der Viehzählung können aber kaum große UnLandw.- Inf.- Regimenter Nr. 2, 3, 4, 5, 18, 33, 46, 57, 66, 74 bis genauigkeiten zu verzeichnen sein. Unsere Schweinebestände haben einschl. 78. Landw.- Grs.- Inf.- Reg. Nr. 1. Landft.- Inf.- Regimenter fich ganz überraschend vermehrt. Bei der Verteilung der Nr. 8, 9( 5. auch Feld- Maschinengew.- 3ug Nr. 241) und 17. Brig.Lebensmittel soll man den Großhandel nicht ausschalten. Wozu Erf.- Bat. Nr. 34( f. Inf.- Reg. 362). Landst.- Inf.- Bataillone: haben wir denn in Preußen ein Landwirtschaftsministerium, 3. Allenstein , 3. Mez, Mustau, 2. und 3. Posen, 1. Schlawe , Wehlau . wenn es nicht die Interessen der Landwirtschaft vertritt. Jeden5. Landst.- Inf.- Ers.- Bat. Saarbrücken. Garnison - Bat. Soldan. falls kann die Ernährung des deutschen Volkes als gesichert gelten. In der Mannheimer Volksstimme", der Frankfurter Bolts- Rekruten- Formationen: 1. Bat. des 7. und Bat. des 16. Armeekorps. Die einzige Kalamität liegt in dem Mangel an Fett. Diesen stimme" und anderen Parteiblättern werden von bürgerlichen Blättern Depot des 8. Armeekorps, des 27. und des 40. Reservekorps, 7. der Mangel zu beheben, hat die preußische Regierung den richtigen nachgedruckte Ginzelheiten über die Beratungen unserer Reichstags- 29. Juf.- Div., das der 13. Landw.- Div. sowie der 29. Inf.- Brig. Der größte Uebelstand ist aber, daß weite fraktion mitgeteilt. Diese Mitteilungen entsprechen dem wirklichen Jäger- Bataillone Nr. 4, 5( s. Res.- Inf.- Reg. Nr. 83), 11( f. Inf. Kreise des Volkes die Preise für Lebensmittel nicht erschwingen Verlauf der Beratungen nicht. Da wir auf die Einzelheiten nicht Reg. Nr. 53); Ref.- Bataillone Nr. 3, 8, 20, 23. Feld- Maschinengew. fönnen. Hier muß die Hilfe einsehen, indem das Reich den Ge- eingehen können, beschränken wir uns auf folgende tatsächliche Fest- Bug Nr. 241; Res. Festungs- Maschinenget.- Abt. Nr. 4( Metz ). meinden Mittel zur Verfügung stellt, damit die Lebensmittel billig stellungen: Kavallerie: Kürassiere Nr. 2, 4, 8; Dragoner Nr. 1, 18, 23; abgegeben werden können. Redner polemisiert schließlich gegen Entsprechend der seit 1907 geübten Fraktionspraxis( wonach zu Res.- Drag. Nr. 1; Jäger zu Pferde Nr. 6 und 10. das Verhalten der Reichsgetreidegesellschaft gegenüber den Mühlen. Fragen, bei denen mehrere Frattionsredner gestellt wurden, je ein Feldartillerie: 3. und 4. Garde- Regiment. Regimenter Nr. 3, Abg. Dr. Wendorff( Bp.) wendet sich gegen die agrarische Genosse der linken und der rechten Richtung bestimmt wurde), wurde 7, 9, 10, 14, 18, 23, 35, 57( 1. auch Landw.- Feldart.- Abt. der Presse, die durch völlig unberechtigte Alagen Un- auch diesmal in der Fraktion verlangt, einen Befürworter der abge- 4. Landw.- Div.), 73, 74, 101, 223; Ref.- Regimenter Nr. 3, 7, 18, zufriedenheit in das Volk getragen hat. Das Verlangen lehnten Interpellation zum Redner für das Plenum zu bestellen. 33, 63; Landw.- Abt. der 4. Landw.- Div. Ballon- Abwehrkanonennach noch höheren Preisen ist völlig ungerechtfertigt. Dem wurde widersprochen. Es erfolgte darauf Bettelwahl. Bei Bug Nr. 29( 1. Feldart.- Reg. Nr. 14). Die heutigen Preise sind sehr hoch, von einer Gefährdung der dieser entfielen auf den von der linken Seite vorgeschlagenen Ge- Fußartillerie: 1. Garde- Reg. Regimenter Nr. 3, 4, 6, 14. Landwirtschaft kann gar keine Rede sein. Mit der gegenteiligen nossen 47, auf die von der anderen Seite vorgeschlagenen Genossen 15; Ref.- Regimenter Nr. 4, 7, 14; Landw.- Bat. Nr. 1. Fußart.Behauptung ermuntert man das Ausland zum Aushalten gegen 62 bez. 75 Stimmen. Diese beiden waren mithin gewählt. Ein Batt. Nr. 117. uns. Bei Roggen ist der Preis um 40 Proz., bei Hafer und Gerste Antrag, der Minderheit in dieser Frage Aktionsfreiheit zu geben, Pioniere: Regimenter Nr. 18 und 23; Bataillone: II. Nr. 5. um 93 Proz. gegenüber den letzten zehn Friedensjahren gestiegen. Damit sie im stande ist, ihre Auffassung im Reichstag zum Ausdruck I. Nr. 8, I. Nr. 9, I. Nr. 17; Pionier- Kompagnien Nr. 99 und 249; Aehnlich steht es mit einer ganzen Reihe anderer landwirtschaftEin ent- Res.- Komp. Nr. 87. licher Produkte. Butter ist um 100 Proz. gestiegen. Der Butter- 3u bringen, wurde mit 68 gegen 29 Stimmen abgelehnt. preis kann ohne jede Gefährdung der Landwirtschaft erheblich heit bei der Einbringung der Interpellation für unzulässig erklärt gegengesetter Antrag, der ein selbständiges Auftreten der Minderherabgesetzt foerden. Der Landwirtschaft geht es gegen und jedem Fraktionsmitglied die Pflicht auferlegte, sich dem Bewärtig sehr gut. Die Preise für Mastschweine haben sich seit schluß der Mehrheit zu fügen, wurde mit 70 gegen 27 Stimmen anJahresfrist verdoppelt. Trotzdem haben einige Landwirte die Schweinemästerei eingestellt Das ist um so bedauerlicher, als die Teckung des Fettbedarfs eine zwingende Notwendigkeit ist. Bu bedauern ist, daß man sich noch immer nicht entschlossen hat, Fettfarten einzuführen. Bei der Verteilung der Futtermittel steht fest, daß Landwirte, die gute Beziehungen haben, die Futtermittel waggonweise erhielten, andere Landwirte, so auch der Redner selbst, haben nicht erhalten. Die Regelung der Kartoffelber forgung ist ungenügend, weil das preußische Landwirtschaftsministerium hindernd eingriff. Der offiziöse Nachrichten dienst für Ernährungsfragen" stehe offenbar im Dienste völlig einseitig agrarischer Interessen. Herausgegeben wird diese Zeit schrift vom preußischen Minister des Innern, der ja schon mehrfach durch seine Versuche, die Presse zu beeinflussen, wenig angenehm aufgefallen ist.
worden sind.
Abg. Dr. Böhme( natl.) beklagt die mißliche Lage der
preisen forderten. Man müßte die Bevölkerung darüber aufklären, daß in Deutschland alles geschieht, was geschehen kann, um einen Notstand nicht aufkommen zu lassen. Die Beratung wird Montag fortgesezt.
genommen.
Aus der Partei.
Aus der Reichstagsfraktion.
Zum Tode Lomtatidses.
Die sozialdemokratische Dumafraktion erhält von Arbeitern, Verbannten usw. zahlreiche Beileidstelegramme zu dem Tode des früheren Mitgliedes der zweiten Duma, Genosse 2omtatiose, der, wie wir berichteten, in der Verbannung in Saratoto an der Schwindsucht gestorben ist.
Feldfliegertruppe.
Train: Train- Ers.- Abt. Nr. 14. Res. Proviantkolonne Nr. 22 des 9. Reservekorps. Stollenbaus, Armierungs- u. Schanzbau- Formationen: Stollenbau- Kommando der 66. Inf.- Brig. Armierungs- Bataillone Nr. 19 ( jest Nr. 88), 39, 88, 101. Schanzbau- Komp. Nr. 2 des 9. Armecforps( s. Res.- Proviantkolonne Nr. 22 des 9. Reservekorps). Die Verlustliste Nr. 59 der Kaiserlichen Marine wird veröffentlicht.
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Die bayerische Verlustliste Nr. 239 bringt die Liste 3 der Die Arbeiter der Fabiken von Leßner, Griffen u. a. in Peters- Verluste des 1., 2., 4., 5., 9., 12., 13., 16., 17., 18., 19., 20., 21., aus Frankreich zurückgekehrten Austausch- Verwundeten und meldet burg beschlossen Abzüge von ihrem Arbeitslohn für die Ueberführung 22, 23. Inf.- Regiments; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 2, 3, 5, 6, 7. der Leiche Lomtatidjes nach dem Kaukasus und für die Errichtung 8, 10, 11, 13, 15, 16, 17, 20; Landw.nf.- Regimenter Nr. 5. 12; eines Denkmals auf seinem Grabe zur Verfügung zu stellen. Aehn- Bria.- Ers.- Bat. Nr. 2; Landst.- Bat. Augsburg III; Kavallerie: liche Sammlungen fanden in den Petersburger Hochschulen statt., Bei der Ueberführung der Leiche kam es auf dem Bahnhof in 20., 21. Reg.; Res.- Rea. Nr. 6, Landw.- Reg. Nr. 6; Pioniere: 4. Chev.- Reg.; Res.- Kav.- Reg. Nr. 1; Feldartillerie: 9., 11., 12., Saraton zu einer großartigen Manifestation, an der Arbeiter und Reg. 1., 3. Bat., Komp. Nr. 20, Mittlere Minenwerfer- Abt. Nr. 106, Studenten teilnahmen.
Soziales.
fleinbürgerlichen Besizer, die im Felde stehen, während der Betrieb durch Frau und Kinder aufrechterhalten werden muß. Dieser Umstand und die teilweise verfehlten Verordnungen der Regierung haben viel Bitterkeit erzeugt. Die Maßnahmen zur Verforgung mit Kartoffeln waren verspätet und verfehlt. Die agrari- Eine Kassenaufsichtsbehörde vor dem Reichsgericht. schen Führer haben mit ihrem Auftreten der Landwirtschaft einen Daß die Befolgung einer Anordnung einer Stassenaufsichtsschlechten Dienst erwiesen. Für fette Schweine sollte ein etwas behörde die Stasse mit erheblichen Stosten belasten fann, zeigte höherer Preis bewilligt werden. Wenn im vorigen Jahre die Profefforen falsche Schlüsse gezogen haben, dann trifft die Schuld ein am Freitag vor dem Reichsgericht verhandelter Rechtsnur die unzutreffende Statistit, die man ihnen unterbreitet hat. I streit.
1. Gebirgs- Minenwerfer- Abt. Nr. 203, Rei.- Bat. Nr. 2, Nef.- Komp. Nr. 16, 2. Landw.- Komv., 3. Armeekorps; Flieger- Abt. 5; MagazinFuhrparkfolonne 5; 1. Sanitäts- Komp., 3. Armeekorps; ArmierungsBataillone Nr. 2 und 9; Berichtigungen früherer Verlustlisten.
Die württembergische Verlustliste Nr. 314 enthält BerReg. Nr. 122; Gren.- Reg. Nr. 123; Inf.- Regimenter Nr. 124, 125, Iuste des Gren.- Reg. Nr. 119; Inf. Reg. Nr. 120; Landw.- Inf.180; Ref.- Inf- Reg. Nr. 248; Ulanen- Reg. Nr. 20: Magazin- Fuhrparkfolonne Nr. 4; Ref.- Art.- Munitionsfolonne Nr. 2. Berichtigungen früherer Verlustlisten.