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Recht

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Aus Groß- Berlin.

Burgfrieden.

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..Wer den Pfennig nicht chrt-". laffen. Dürfen wir jeht beim Trinkgeld den Pfennig höher oder Die Preisprüfungsstelle Groß- Berlin zählt zu den Heinen gar mehr als gebührend hoch" bewerten, während doch gerade jetzt Mitteln der Käuferüberteuerung auch die in Berlin verbreitete dem Trinkgeldempfänger ebenso wie uns allen in den Lebensmittel­Scheu vor der Pfennigrechnung. Die kaufende Bevölkerung hat preisen der Pfennig so sehr viel niedriger als sonst bewertet wird? Allenthalben erflingen jegt mit mehr oder weniger hier sich daran gewöhnt, daß in vielen Geschäften die Kaufpreise er den Pfennig ehren will, fange gerade jezt nicht beim Trink Klagen, daß Zucht und Gehorsam aus der Jugend unter möglichster Vermeidung von Kupfergeld auf einen in Nickel geld damit an. entschwänden und da Väter und Lehrer meist im Felde ständen, au zahlenden Betrag abgerundet werden. Es ist wohl nicht daran Sittlichkeitsvergehen. Wegen eines schweren Verbrechens an die Verrohung des Nachwuchses zunehme. Wer aufmerksam au aweifeln, daß der Verkäufer fast immer nach oben abrunden ins Leben schaut, dem erscheint manches an diesen Klagen be- wird, woraus sich für ihn auf Kosten des Käufers im Laufe des einem Kinde wird der 54 Jahre alte Kutscher Gustav Franz von Jahres ein ganz hübscher Abrundungsprofit zusammenläppern der Kriminalpolizei gesucht. Franz wohnte in der Gartenstraße bei rechtigt, wenngleich man nicht gleich mit dem Bade auch das kann. Die Preisprüfungsstelle ist bemüht, dieser Unfitte entgegen einer Witwe in Schlafstelle und loďte in deren Abwesenheit ihre Kind ausschütten soll. Gerauft hat die Jugend wohl solange zutreten und die Pfennigrechnung auch in Berlin 11 Jahre alte Tochter, die auf dem Hofe spielte, mit Süßigkeiten die Welt steht; es soll das ja zuweilen unter Erwachsenen wieder mehr in Aufnahme zu bringen. Das Nach- in die Wohnung und vergewaltigte sie. Aus Furcht vor dem Un­Erst eine vorkommen, daß sie sich an den Kragen gehen. Solange es richtenamt des Magistrats gibt jest bekannt, daß bereits Erfolge holde wagte das Mädchen nicht, um Hilfe zu rufen. gesunde Jungen gibt, werden sie auch mal aneinander geraten. zu merken sind. Auf diesem Wege können," fagt eine in der Stunde später, als die Mutter zurüdkehrte, erzählte sie dieser, was Aufgabe der Großen ist, vermittelnd einzugreifen, die Kampf- Sonntagsnummer schon abgedruckte Mitteilung des Nachrichten vorgefallen war. Unterdessen war Franz verschwunden. Das Kind hähnchen auseinanderzubringen und Unheil zu verhüten. Da- amts, den Konsumenten Millionen erspart werden. Das Publi- liegt zu Hause frank darnieder. tum wird dazu mithelfen müssen, indem es bei seinen Einkäufen, mit kann man die Sache meist bewenden lassen. wie auch bei Trinkgeldern, den einzelnen Pfennig mehr als ge- Wer sind die Toten? Im Schloßpark von Babelsberg aus der Stürzlich aber war ich Zeuge eines Vorgangs, den ich bührend hoch bewertet." Die Bemühungen der Preisprüfungs- Havel gelandet wurde die Leiche eines unbekannten Mannes, der nicht unerwähnt lassen will. Standen sich da wieoer einmal ftelle, darauf hinzuwirken. daß in den Kaufpreisberechnungen der schon lange im Wasser gelegen hat. Das Alter läßt sich nicht mehr zwei Buben mit roten Köpfen und losen Zungen gegenüber. Pfennig wieder zu Ehren kommt, verdienen Dant. In der jeßigen schäßen. Der Mann hat einen Vollbart und trug einen dunklen Es ist ein Glück, daß die Zungen immer loser sind als die Beit allgemeiner Teuerung ist die Rüdkehr zur Pfennigrechnung Ueberzieher, ein blauweiß gestreiftes Vorhemd mit goldener Nadel, Fäuste. Ringsum hatte sich ein Kreis von Altersgenossen nötiger als je, und man begreift ohne weiteres, warum gerade Schaftstiefel und einen Kneifer. Die Nadel ist mit einem braunen Stein geschmückt. In Treptow wurde eine etwa 25 Jahre alte gebildet, der in zwei Parteien gespalten war und durch auf- jest rasche Erfolge gemeldet werden können. Wunderlich klingt die Mahnung, bei Einkäufen und auch bei Frau als Leiche in der Spree gefunden. Sie ist etwa 1,70 Meter reizende Zurufe das Feuer schüren half. Die beiden Streiter standen sich bereits beänstigend nahe. Ich fürchtete schon das Trinkgeldzahlungen den einzelnen Pfennig fogar mehr groß und dunkelblond und trug eine gestreifte grüne Seidenbluse als gebührend hoch" zu bewerten. Den Pfennig höher zu bewerten, mit weißen Knöpfen, einen blauen Rod, schwarze, wollene Strümpfe, schlimmste und war bereit, mit der ganzen Wucht meiner als ihm gebührt", nein, das soll man mindestens da, wo man schwarze Schuhe und weiße Wäsche ohne Zeichen. Autorität als Erwachsener zu intervenieren. Stoch war es als Trinkgeldgeber in die Tasche faßt, für über Gebühr genau" Die Situation halten. Wir wünschten, daß jeder für seine Arbeit auskömmlich Kleine Nachrichten. Drei Wochen tot in seiner Wohnung ge nicht so weit, aber die Spannung wuchs. wurde kritisch. Mit Todesverachtung starrten sich die entlohnt würde und niemand auf Trinkgelder zu rechnen brauchte. hangen hat der 60 Jahre alte Schuhmacher Otto Schlottermüller, Kämpfer( fie fämpften allerdings noch nicht) in die Pupillen, Aber sehr viele Erwerbstätige, wie z. B. die meisten Kellner und der in der Neuen Königstraße 32 für sich allein Stube und Küche im als die gewitterschwüle Situation plöglich eine unerwartete auch viele Angestellte von Verkehrsunternehmungen, find leider noch Dachgeschoß des Vorderhauses inne hatte. Schlottermüller verlor vor Wendung nahm. Der eine riß die Faust aus der Tasche, hielt immer mehr oder minder auf Trinkgelder angewiesen. Wie einem Jahre durch den Tod seine Frau und wurde seitdem schwer­mancher von ihnen empfindet es schon jest bitter genug, daß die mütig. Auf der Straße vom Tode überrascht wurde Sonnabend­sie dem andern unter die Nase und schrie: Trinkgeldgeber, jeden Pfennig höher als sonst bewertend, fargere nachmittag der 56 Jahre alte Rechnungsrat a. D. Gustav Beier aus Spenden als sonst für die Trinkgeldempfänger übrig haben. Wo der Spenerstraße 6. Beier wollte zu einem Spaziergang den Tier­das Trinkgeld den ganzen Lohn oder einen Teil des notwendigen garten aufsuchen. Auf dem Wege dorthin brach er plöblich zu­Einkommens darstellt, wäre es härte und ein Unrecht, unsere sammen. Ein Arzt konnte nur noch feststellen, daß ein Herzschlag Ehrung des Pfennigs anderen an ihrem Geldbeutel fühlen zu einem Leben ein Ende gemacht hatte.

,, Wenn wa nich jerade Burgfrieden hätten, dann tät id Dir eene jeben, dette in teenen Sarg mehr passen dust!" Drehte sich um und ging mit seinem Gefolge ab. Nun sage noch mal einer, daß der Burgfriede nicht segensreich wirte!

Unserem langjährigen Genossen Friedrich Luh sowie deffen Gattin, Genoffin

Berta Luz,

zum bollendeten 70. Lebensjahre bie herzlichsten Glückwünsche. Die Genossen des 115. u. 120. Bezirks, 2. Kreis.

256b

Zum Geburtstag meines lieben Sohnes und Bruders

Paul Lossack.

Gefallen am 7. August 1915. Einsam schläfft Du, geliebter Sohn und Bruder. Dein blaffes Geficht im Sterben zur Heimat gewendet. Du schläfit so stille. Du ahnst es nicht, daß Grüße die Heimat Dir sendet. Siehst nicht das gebrochene Mutterberg, nicht der Geschwistern bittern Schmerz. Ach tönnten wir zu Deiner Ruhestätte eilen, um ein mal nur an Deinem Grab zu weilen. Doch niemand weiß uns anzugeben, wo Du ruhst mein gutes Kind. Du weilst in lichten Himmelshöb'n, bald werden wir uns wiederseh'n.

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Am 11. b. Mts. verftarb unser Genosse

Adolf Mühl

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Die Einäscherung findet am Dienstag, den 15. Februar, nach­mittags 3 Uhr, im Strematorium, Gerichtsstr. 37/38 statt.

Bezirk 81.

Am selben Tage verstarb unfer Genosse

August Strauß

Gastwirt Kaplerstr . 5.

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Die Beerdigung findet Dienstag, den 15. Februar, nach mittags 3 Uhr, vom Friedhof der Luthergemeinde in Lantwig, aus statt.

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