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Keine Extra- Würste!

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Brandt Selbstmord verübt, doch ist es auch jetzt noch ein Rätsel, was sie in den Tod getrieben hat. Am 3. Januar, dem Tage thres Verschwindens, hatte die B. eine kleine Auseinandersetzung mit ihrem Geliebten, doch ist nicht anzunehmen, daß bei dem Charakter der B. diese geringfügige Meinungsverschiedenheit den Anlaß zu dem Selbstmord gegeben haben tönnte.

festgeftelt hat, um dann fpornstreichs dem mittlerweile zusammen- 1 Der Vater geht. Der Sohn bestellt sich noch ein Glas Weißen See ans Land gespült worden. Zweifellos hat Bally getretenen Aftionsausschuß Meldung zu machen. Der Attionsausschuß Bier. Er bläst Rauchwolken vor sich hin und scheint sehr Hat dann, zweifellos nach einer gehörig zugespizten Schilderung nachdenklich geworden zu sein. meiner schwarzen Absichten durch Fröhlich, feierlich beschlossen, mich zu der Versammlung nicht zuzulassen. Ich hatte von dem allem feine Ahnung; im Hotel bekam ich zuerst die letzten Nummern der Volkszeitung" zu Gesicht. Die Annonce sprach von einer Aus­sprache über die Referate Ledebours und Legiens. Aus dem Tert der Zeitung erfah ich, daß die legte Zeit hindurch fortgesetzt durch Lange Buschriften gegen die Opposition und gegen mich persönlich Stimmung gemacht war.

Als ich den Versammlungiaal betreten wollte, wurde mir in fchroffer Weise der Zutritt verweigert. Ich erfuhr jetzt erft, daß Legien auch nicht eingeladen sei. Ich erklärte, daß das unter diesen Umständen doch unmöglich gegen mich ausgenügt werden dürfe, um mir als Referenten den Eintritt zu verweigern. Es fönne ja, um beiden Seiten gerecht zu werden, irgend ein anderer Genosse, zum Beispiel der sehr redegewandte Redakteur Adler, mit den Rechten bes Korreferenten betraut werden. Einige Genossen der Oppofition, die sich unterdes eingefunden hatten, betraten den Saal, um meine Zu­laffung zu beantragen. Während ich im Borzimmer den Ausgang dieser Geschäftsordnungsdebatte abwartete, haben eine Anzahl Leute, deren Ramen der Versammlungsbericht der Volkszeitung" triumphierend berzeichnet, mich mit persönlichen Schmähungen behelligt. Durch be sondere Roheit zeichnete fich dabei der Geschäftsführer des Gewerk­schaftshauses aus, der bei dieser wohlvorbereiteten Szene eigens den Bosten eines Türbüters übernommen hatte. Einem jener Leute ent­schlüpfte dabei das Eingeständnis des wahren Grundes für diese un­erhörte Mache: So einen Kerl laffen wir hier nicht mehr reden, der macht uns ja die Parteigenossen verrückt!

Lönnen.

Steglig, 16. Februar 1916.

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G. Ledebour.

Aus der Partei.

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Verunglückte Schaffnerin.

Die Feinkost( auf deutsch : Delikateffen-) Händler haben sich mit einer Eingabe an den Magistrat gewandt, in der sie ersuchen, die Beschränkung der Wurstarten aufzuheben, damit sie die Streise mit Feinwurst versorgen können, bei denen die Wohlgeschmacks-, nicht aber die Preisfrage eine Rolle spiele. Die 25jährige Schaffnerin Haman wollte in Spandau einen in anlaffung vor. Die Vermehrung der Wurstsorten um angeblich Straßenbahnwagen besteigen. Hierbei glitt sie vom Trittbrett ab, Dazu liegt gar keine Ver­ziemlich schneller Fahrt die Pichelsdorfer Straße passierenden wertvollere würde nur das Verschwinden der billigeren Sorten bei fiel und geriet mit den Beinen unter den Beiwagen, dessen Räder Verwendung derselben Grundstoffe unter Buhilfenahme anderer Ge- über sie hinweggingen. Mit schweren Verlegungen wurde die Ver­würze bewirken. Die angesezten Preise sind Höchst preise nur für unglückte nach dem städtischen Krankenhause gebracht; der linke Fuß beste Ware, die auch für Feinschmecker gut genug sein muß. Ge- ist vollständig abgetrennt worden, der rechte Unterschenkel schwer ringere Qualitäten sollen billiger sein. verlegt und es ist fraglich, ob er nicht wird abgenommen werden müssen.

Also bitte: Keine Ertra- Würste während der Kriegszeit!

Der kommende Wohnungswechsel.

Das Polizeipräsidium teilt mit:

Gemäß polizeilicher Anordnung sind beim nächsten Vierteljahrs­ohnungswechsel im Stadtbezirk Berlin zu räumen: 1. tleine, aus höchstens zwei Wohnzimmern und Zubehör bestehende Wohnungen bis zum 4. April 1916, abends, 2. mittlere, aus drei oder vier Wohnzimmern und Zubehör bestehende Wohnungen bis zum 7. April 1916, abends, 3. große, mehr als vier Wohnzimmer umfassende Wohnungen bis zum 12. April 1916, abends.

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nach der Charité gebracht, während Heinze nach dem Garnison­lazarett übergeführt wurde. Der Grund zur Tat ist Eifersucht.

Einbrecher auf Reisen.

Leichenfund. Aus der Havel wurde in der Nähe von Lindwerder die Leiche einer Frau gelandet. In der Toten wurde die 30jährige Ehefrau Gambruza aus Berlin festgestellt, die seit einigen Tagen vermigt wurde. Allem Anscheine nach hat Frau G. Selbstmord ver übt, und zwar vermutlich in einem Schwermutsanfalle.

Aus den Gemeinden.

Hülsenfrüchte sollen tosten pro Pfund: grüne kleine Erbsen gesch. 45 Bf., gelbe Vittoria- Erbfen I 45 Pf., fleine gesch. gelbe Erbien 45 Bf., gelbe fleine Erbsen II 35 Pf., weiße Mittelbohnen II 40 Bf., braune Bohnen 50 Pf.

Während ich so aus dem Saale ferngehalten wurde, be­Verkauf von Reis und Hülsenfrüchten in Neukölln. schuldigte mich dort der Urheber dieser ganzen Standalszene, der Die Inhaber der aus ein, zwei oder drei Wohnzimmern und Die Stadtgemeinde wird demnächst mit dem zweiten Verkauf Wahlvereinsvorsitzende und Redakteur Fröhlich, triefend vor Ent- 8ubehör bestehenden Wohnungen müssen jedoch ein Wohnzimmer der von der Zentral- Einkaufs- Gesellschaft überwiesenen Mengen von rüstung, ich hätte es von vornherein darauf abgelegt gehabt, Legien und die Mieter von Wohnungen mit mehr als drei Wohnzimmern Reis und Hülsenfrüchten an ihre Bürgerschaft beginnen. Der Ver­auszuschalten, um ohne ihn besser die Versammlung bearbeiten zu ben 1. April 1916 und Zubehör zwei Wohnzimmer schon am Sonnabend, fauf erfolgt wiederum durch Vermittlung der Kleinhändler. Der vollständig geräumt dem fünftigen Reis besteht aus folgenden Sorten: Siam Patna turz, Rangon nor­Eigentlich follte meine gesamte politische Tätigkeit mich bin. Wohnungsinhaber zur Verfügung stellen. mal und Bruchreis I. An Hülsenfrüchten gelangen grüne und gelbe reichend gegen den Verdacht schüßen, daß ich mich je scheuen fönnte, Erbsen, weiße und braune Bohnen zum Verkauf. irgend einem Gegner entgegenzutreten. Aber nun hatte obendrein Das Gerücht von einem Verbrechen war gestern im Norden Der Verkaufspreis an die Verbraucher beträgt für Reis pro meine Auseinanderiegung mit Begien in der vorhergehenden Ver- der Stadt verbreitet worden. In dem Hause Suffitenstr. 16 batte Pfund: Siam Patna furz 55 Bf., Rangon normal 50 Pf., Bruch­sammlung für mich den denkbar günstigsten Ausgang genommen. man die 70 Jahre alte frühere Masseurin Sophie Schmidt, eine reis I 40 Bf. Und die Auseinanderseßung mit einem solchen Gegner sollte ich gefchiedene Frau, tot in ihrem Zimmer aufgefunden. Die Um­scheuen? Das ist wirklich der Gipfel einer abgeichmadten Ver- tände, unter denen dies geschah, ließen den Verdacht eines Ver­dächtigung. Ich hatte doch gerade das größte Intereffe daran, ihm brechens an der alten Frau aufkommen. Die nähere Untersuchung Auge in Auge gegenübertreten zu können, während umgekehrt den hat aber ergeben, daß die Frau an Altersschwäche gestorben ist. Im Veriammlungsveranstaltern nach den gemachten Erfahrungen daran Todestampfe ist sie dann samt den Betten aus dem Bettgestell ge­gelegen sein mußte, nicht nur mich selbst, sondern auch Legien fern- fallen. Verlegungen waren an der Leiche nicht zu entdecken. Zum städtischen Kartoffelverkauf in Spandan. zubalten, da er jedenfalls durch verschiedene Genossen in Kiel Ein blutiges Liebesdrama spielte sich gestern im Hofbräuhaus Im Gegensatz zum Vorjahre, wo der städtische Kartoffelverkauf bollauf zu ersetzen war. Aber das Fröhlichsche Manöver, Leipziger Straße 85 ab. Dort gab der 33 Jahre alte Landsturm- nur verhältnismäßig wenig in Anspruch genommen wurde und zum das ich nicht entlarven konnte, hat gewirkt; die Versammlung mann Rudolf Heinze auf die 20 Jahre alte Helene Schluß troz erheblicher Preisherabjegungen große Kartoffelvorräte lehnte zunächst mit knapper Mehrheit meine Zulaffung ab Rasprid, die dort als Dienstmädchen angestellt ist, drei Schüsse verarbeitet werden mußten, findet jegt der Verkauf städtischer Kar­und nahm später mit großer Mehrheit eine Zustimmungs- ab und schoß sich darauf selbst in den Kopf. Die Kasprit wurde toffeln vom Gute Wansdorf außerordentlich starken Zuspruch. Am ertiärung zu der Instanzenpolitik an. Triumphe, die mit solchen schäbigen Mitteln erfochten werden, Sonnabend waren etwa 1500 Personen auf dem städtischen Schlacht­hof erschienen, um Kartoffeln zu kaufen. 1300 Marken wurden aus­find aber erfahrungsgemäß furzlebig. Das haben früher zur gegeben, aber nur etwa 500 Markeninhaber fonnten Kartoffeln er­Genüge unsere bürgerlichen Gegner erfahren, so oft fie uns ge­halten. Die Glücklichen, die mit Kartoffeln und heilen Gliedern wohnbeitsgemäß zu Versammlungen den Zutritt verweigerten. Die aus dem großen Getümmel heraustamen, fonnten zufrieden sein. Methode Fröhlich übertrifft zwar die bürgerlichen Beispiele noch ers heblich. Es ist das auch ein Beweis, wie herrlich weit wir es bereits Ein großer Boſteinbruch, der am Weihnachtsheiligabend in Am Dienstag war der Kartoffelverkauf besser organisiert und ging im Parteileben gebracht haben. Jädickendorf verübt wurde, ist jetzt aufgeklärt worden. An jenem auch wesentlich besser von statten. Abende durchschnitten Einbrecher auf dem Postamt in Jädickendorf mit Lebhafte Klagen werden laut über die schlechte Beschaffenheit einem Glaserdiamanten eine Scheibe aus einem Fenster beraus, be- der Kartoffeln und darüber, daß der Verkauf nur an einer Stelle feitigten eine innere Fensterlade, riegelten das Fenster auf und ver- stattfindet. Zumindest wäre es erforderlich, in der Siemensstadt schafften sich so Eingang. In einem Dienstraume stand ein großes eine Verkaufsstelle einzurichten, da dort die Kartoffelnot sich am Regal, das zum Verteilen der Briefe und Pakete benutzt wurde. meisten fühlbar macht. Bei den schlechten Verkehrsverhältnissen mit In dieses war ein eiserner Schrank fest eingelassen. Nachdem Spandau fann es keiner Arbeiterfrau zugemutet werden, einen ganzen die Einbrecher vergeblich versucht hatten, mit den Werk- halben Tag zu opfern, um nur in den Besitz einiger Pfund Kar­wurde in Bremen auf Wunsch des Parteisekretärs Genoffen Well- gzeugen, die sie bei sich führten, den Schrank zu öffnen, toffeln zu gelangen. mann eingelegt, um die Beschuldigung zu untersuchen, daß er in brachen sie das ganze Regal bon der Wand los und einem Sprechiaal- Artikel eine Denunzlation" begangen habe. Das ichleppten es mit dem Geldichrant durch die die Hintertür unter dem Voisiz des Genossen Müller Berlin zusammengetretene binaus nach einem 500 Meter vom Postamt entfernten freien Felde. Schiedsgericht entschied einstimmig, daß von einer Denunziation feine Hier gelang es ihnen, mit ihren Werkzeugen und Feldsteinen den Rede sein könne. Schtant aufzubrechen. Sie fanden darin 3000 m. bares Geld und für ebensoviel Bostwertzeichen und Versicherungsmarken. Der Ver­bacht fiel zunächst auf Hilfskräfte, die auf dem Amte beschäftigt ge Reichsregierung Nachricht darüber zugehen, ob sie bereit ist, Dem Reichstage soll in seiner nächsten Tagung von der weien waren. Die Entdeckung und Festnahme der wirklichen Täter hat sie jetzt von dem Verdacht gänzlich gereinigt. Bei zwei die Altersgrenze für Empfänger der Altersrente von 70 auf anderen Einbrüchen, die lurz vorher bei einem Pastor in 65 Jahre herabzusehen. Rechtsstehende Organe machen nun der Gegend und dem Amtsvorsteher b. Grumme- Douglas jetzt wieder die Regierung gegen eine Herabsetzung der Alters­Ein Vorort im Diten. Dunkel sind die Straßen, mur berübt worden waren, stellte man Merkmale feft, die sich auch bei grenze scharf. Sie fommen wiederum mit recht fadenscheinigen wenige Laternen verbreiten ein mattes Licht. Die Frauen dem Einbruch auf dem Postamt wiederfanden. Bei den Ermittelungen Gründen. So schreibt die Post": eilen, die letzten Einfäufe noch eiligst zu erledigen, denn das nach den Personen, die in Betracht kommen konnten, stieß man auf Von versicherungstechnischer Seite wird nun auch geltend ge Geräusch beim Herablassen der Rolläden ist schon von weither die beiden Brüder Wilhelm und Baul Renzmann aus Königs - macht, daß die Durchführung diefer Maßnahme nicht unerhebliche berg i. Neumart, die sich am Heiligabend vorübergehend in Jädicken Schwierigkeiten bereiten müsse. Es sei anzunehmen, daß im ersten Die Straße herauf hört man Tritte, die von den eisen- nach dem Einbruch aus der Gegend verschwunden, um nach Berlin gehen würden, zu deren Bearbeitung zahlreiche Beamte erforderlich dorf aufgehalten batten. Beide waren schwer vorbestraft und bald Jahre gegen 200.000 Anträge auf Gewährung der Altersrente ein beschlagenen Stiefeln eines Soldaten herrühren. Es ist ein zu fahren. Hier hatten sie beide getrennt eine Wohnung ge- wären. Die in Frage kommenden Stellen hätten zurzeit schon große Landsturmmann. Von der Arbeit gebückt, gibt er sich doch nommen. Bei der Haussuchung entdeckte die Polizei bei dem einen Schwierigkeiten, die laufenden Aufgaben zu erfüllen. Es wird des die Haltung, die dem Soldaten eigen ist. Neben ihm geht auger verschiedenen Einbruchswerkzeugen einen Suchenteller aus halb der Vorschlag gemacht, das Inkrafttreten der neuen Vorschrift leichtfüßig ein junger Mensch von etwa sechzehn Jahren. Sie der Wohnung des Pastors und bei der Schwiegermutter des bis nach Friedensichluß hinauszuschieben; Benachteiligungen fönnten treten in eine Gastwirtschaft, der junge Mann zuerst, der anderen in einem Versteck. das nicht näher zu beschreiben ist. ausgeschaltet werden, indem der Maßnahme rückwirkende Kraft ver­ältere folgt. 950 M. bares Geld und einige Briefmarken. Die beiden Brüder liehen wird." Nun izen sie beim Glase Bier und erzählen ihre Er- brief führte jegt zu ihrer Verhaftung. Beide wurden auf der Flucht sind nichts weniger als überzeugend. Zur Erledigung der so batten unterdessen auch Berlin schon wieder verlassen. Ein Steck- Aehnlich schreibt die Germania". Diese Ausführungen lebnisse aus der Zeit, in der sie sich nicht gesehen. Der nach Dänemari in Sonderburg festgenommen. Bei ihnen fand man Jüngere nimmt von Zeit zu Zeit eine Zigarettentasche, ſtedt noch über 900 m. bares Geld und eine große Menge Brief- und einfachen Altersrentenanträge wäre taum die Anstellung auch sich mit gewichtiger Miene eine an und reicht seinem Nachbar die Versicherungsmarken. Auch Einbruchswerkzeuge führten sie mit fich. nur eines neuen Beamten erforderlich. Und selbst wenn dem Tasche, der das gleiche tut. Sobald sie ausgetrunken haben, wintt Die Verhafteten, die mit Browningpistolen bewaffnet waren, haben so wäre, wäre die Herabsetzung der Altersgrenze durchaus er dem Wirt, der die Gläser wieder füllt. Ueberhaupt scheint der wahrscheinlich noch mehr Einbrüche in der Mart auf dem Kerbholz. durchführbar. Hoffentlich weicht der Reichstag nicht abermals Jüngere Herr der Situation zu sein. Er ist sehr gesprächig. von seiner einstimmig gefaßten Kundgebung zurück, daß einc Herabsetzung der Altersgrenze dringend erforderlich ist.

bernehmbar.

Ein Partei- Schiedsgericht

D

Aus Groß- Berlin.

Vater und Sohn.

Bei allem Selbstbewußtsein aber blidt er mit Ehrfurcht zum Einen schauerlichen Fund machte der Pförtner eines Hauses in Großen hinauf und fragt ihn über das und jenes. Doch der der Berlichingenstraße. In einem Mülltasten auf dem Hofe entdeckte ift wortfarg. Tiefer Ernst liegt auf seinen Zügen und spricht er die Leiche eines neugeborenen Mädchens, die halb verkohlt war. aus seinen Worten. Er hat Pulver genug gerochen; aber das Ob man versucht hat, das Kind bei lebendigem Leibe, oder erst nach Erlebte hat ihm die Bunge nicht gelöst, wie manchem gewissen- dem Tode zu verbrennen, fonnte nicht ohne weiteres feſtgeſtellt lofen Schwäßer und Aufschneider, der seine Perion in den werden. Eist die Obduktion wird darüber Gewißheit bringen fönnen. Vordergrund drängt, sich als Held hinstellt und dabei nur Der Kopf war schon über die Hälfte verbrannt. Die Leiche tit wahr Vordergrund drängt, sich als Held hinstellt und dabei nur scheinlich von außerhalb her auf den Hof und in den Müataiten zum besten gibt, was er erst von dritten gehört hat, die es fchließlich auch nicht selbst erlebten. Er erzählt mehr von den ermittelt. hineingebracht worden. Die Mutter des Kindes ist noch nicht Sitten und Gebräuchen der Einwohner in den besetzten Ge­bieten und von dem Leben und Treiben in den Städten.

Ein Kursus für Orthopädie- Mechaniker.

Soziales.

Zur Herabsehung der Altersgrenze.

Haftung des Theaters bei Unfällen von Schauspielern. den Dienstvertrag finden auch auf das Verhältnis Die allgemeinen bürgerlich- rechtlichen Vorschriften über zwischen Theaterunternehmer und Schauspie­ler Anwendung. Danach ist der Theaterunternehmer als Dienstberechtigter verpflichtet, Räume, Vorrichtungen und Ge­rätschaften, die er zur Verrichtung der Dienste des Schau­spielers zu beschaffen hat, so einzurichten und zu unterhalten und die unter seiner Anordnung oder seiner Zeitung vorzu­Die Zeit ist vorgerückt. Der Jüngere fragt den Wirt Auf Veranlassung des Ministers für Handel und Gewerbe wird nehmenden Dienstleistungen so zu regeln, daß der Dienstver­nach dem zu zahlenden Betrage und zahlt mit einem größeren in der Zeit vom 14. bis 17. Februar d. J. ein zweiter urius pflichtete( Schauspieler) gegen Gefahr für Leben und Ge­Geldſtüd. Dieser gibt zurück und legt das Ueberfällige auf für Orthopädie Mecanifer im Dstar- Helene Heim in fundheit soweit geschützt ist, als es die Natur der Dienstlei den Tisch. Der Jüngere schiebt das Geld seinem Nachbar zu, Berlin - geblendorf. Kronprinzen- Allee 171 173, von dem Chefarzt der stung gestattet(§ 618 BGB.). Etwaige Verlegungen dieser her aber teme Notiz davon zu nehmen scheint. Anstalt, Prof. Dr. Bieialsti, und dessen Asistenten, Dr. Mollenhauer Sorgfaltspflicht durch seine Angestellten hat der " Nimm Vater," sagt jener. Der Vater errötet etwas abgehalten, in dem den Teilnehmern Gelegenheit gegeben werden Dienst herr im vollen Umfange zu vertreten. Nach diesem soll sich mit den neuzeitlichen Anforderungen an die Herstellung von rechtlichen Gesichtspunkt sind am Dienstag zwei Schadens­Eriaggliedern u. dergl., insbesondere für Kriegsinvalide, vertraut au fälle vom Reichsgericht entschieden worden. denen zwei Un­machen. An dem Kurfus nehmen 35 Personen teil. fälle im Darmstädter Hoftheater zugrunde lagen: Unfall eines Kriegsinvaliden. Von einem bedauerlichen Unfall Die Hoftänzerin Fräulein Huber nahm Eine Wirtshauspatrouille tritt ein. Der Vater blickt er- ist der Arbeiter Ludwig Genz aus der Kiautschoustraße 14 in Berlin 25. März 1914 an einer Bühnenprobe zu" Carmen" im Darm­schrocken nach der Uhr. Der Unteroffizier tritt auf ihn zu betroffen worden. G. hatte im Felde das rechte Auge verloren und städter Hoftheater teil. Bei der Ausführung eines Solotanzes mit der Frage nach dem Urlaubsschein. Er zeigt ihn vor. wurde deshalb vom Militär entlassen. Nach seiner vollständigen geriet sie mit einem Fuße in ein im Bühnenboden befindliches Nachturlaub haben Sie nicht?" Geneiung fand er in der Munitionsfabrik in der Kaiferin- Augusta- Zentimeter breites Loch, fiel hin und verletzte sich nicht uner­Allee Beschäftigung. Wäbrend Genz dort eine Fräiemaichine be- heblich. Sie nimmt das Hoftheater auf Schadensersatz in Anspruch, Gehen Sie nach Hause!" diente, fam er unvorsichtigerweise mit der Hand in das Getriebe, weil es fahrlässig gewesen sei, daß das Loch, das einige Monate Der Vater blidt den Sohn an. Ich muß nach Hause." wobei ihm drei Finger der rechten Hand abgerissen wurden. Der früher anläßlich einer Vorstellung von Hoffmanns Erzählungen Berwundete fand im Rudolf- Virchow- Krankenhause Aufnahme. zu Beleuchtungszwecken in den Bühnenboden gebohrt worden war, " Du wolltest doch Hermann noch sehen. Er hat bald nicht beseitigt worden sei. Sowohl das Landgericht als auch das Schichtwechsel." Eine traurige Aufklärung hat das Verschwinden der neunzehn Oberlandesgericht Darmstadt haben das Theater zum " Du siehst doch, Junge." Die Stimme des Vaters zittert funden. Nachdem lange Zeit alle Nachforschungen nach dem Ver- gründen führt das Oberlandesgericht aus, daß die Beklagte sich jährigen Wally Brandt aus der Bartitraße 21 in Beißeniee ge- Schadensersas verurteilt. In seinen Entscheidungs­

berlegen.

" Laß doch, Junge," sagt er und schiebt es zurüd. " Ach ja," der Junge stodt, wird selbst verlegen, nimmt das Geld und steckt es ein.

Nein."

ein wenig.

"

Dann will ich allein auf ihn warten."

Stomm' nicht zu spät heim. Gute Nacht."

am

bleib der B., die feit dem 3. Januar vermißt wurde, erfolglos ge- dadurch, daß sie das Loch unverwahrt bestehen ließ, einer fahr­blieben waren, ist jetzt die Leiche des Mädchens infolge des in borlässigen Verlegung der ihr nach§ 618 BGB. obliegenden Pflichten letter Nacht in Weißenfee wütenden heftigen Sturmes aus dem schuldig machte. Es liege auf der Hand, daß das Loch eine Gefahr