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Täuschung des Publikums

Aus der Partei.

Stellungnahme zur Fraktionshaltung.

Teure Butter in Dosen.

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In der letzten Sigung des Fachausschusses c der Preisprüfungs­stelle Groß- Berlin( Milch und ihre Produkte) fami zur Sprache, daß beim Verkauf von Butter in Dofen vielfach übermäßige Preise gefordert werden. Der Fachausschuß war der Ansicht, daß eine be­sondere Berechnung der Dosen nur soweit zulässig ist, als sie deren tatsächlichen Wert entspricht. Dagegen wurde es unter allen Um­ständen für unzulässig gehalten, einen Aufschlag für Verluste beim nehmen und so den Preis der Dofenbutter selbst über den Höchst­preis zu bringen. Ob die Butterdofen zur Versendung ins Feld bestimmt sind oder nicht, spielt bei der Beurteilung der Preisfrage teine Rolle. Ferner wurde darüber lage geführt, daß der Milchgroßhandel feine Preisforderungen an den Kleinhandel in letzter Zeit wieder er= höht. Der Fachausschuß wird die ihm mitgeteilten Fälle eingehend dahin prüfen, ob die Großhändler ihrerseits den Produzenten tat­sächlich mehr zahlen mußten als früher, oder ob lediglich eine Preis­erhöhung durch den Großhändler vorliegt. Sollte sich herausstellen, daß, wie vor einigen Monaten, die Preiserhöhungen durch den Groß­handel in einer Preiserhöhung der Milchproduzenten ihre Ursache haben, so wird der Fachausschuß nicht verfehlen, über die einzelnen Fälle hinaus allgemeine Schritte zu tun.

Der Roman eines Morphinisten.

Bewußtsein zu bringen, eine Ungeheuerlichkeit, eine Bevormum- baß die Behauptung bes bgeordneten Stull unwahr ist und auf dung, die sich keine mündige und auf Selbstachtung haltende große eine Partei ohne schärfsten Protest gefallen lassen kann.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Daher verlangen wir dies ausgeht.( Unruhe.) Wenn ein klares Bild gegeben würde, so sofortige Aufhebung des Belagerungszustandes und der Zensur. würde das Volk fordern, daß der Krieg entweder mit einer Ver­Die sozialdemokratische Presse wird auch bei schrankenlosester Preß- ständigung und Versöhnung unter den Nationen beendet werden freiheit sicher nichts bringen, was irgendwie als Verrat militäri- müsse oder( Präsident: Sie gehen wieder auf die Kriegsziele scher Geheimnisse gedeutet werden könnte. Das ganze Sturmlaufen ein. Abg. Ströbel: Das war nur ein Friedensvorschlag! in der Kommission gegen die Zensur verfolgte freilich nur den Heiterkeit. Präsident: Das darf ich nicht zulassen. Ich rufe Sie Einwiegen sowie für allgemeine Handelsuntosten und Aehnliches zu Zweck, daß die ausgesprochensten Annexionisten sich noch mehr zum zweiten Male zur Sache und mache Sie auf die Folgen auf­Ellenbogenfreiheit erringen könnten. Sie wollen mit noch größerer merksam.) Zwischen Sieg und Niederlage gibt es noch ein Drittes, Strupellosigkeit als bisher ihre zügellose Annexions- und Scharf- nämlich: vernünftige Verständigung. Jedenfalls ist das einem macherpolitik betreiben.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Krieg vorzuziehen, der mit dem Weißbluten und dem Ruin Um dies zu bemänteln, hat man in der Kommission Töne von Europas enden würde und enden muß.( Die letzten Worte des wahrhaft rührender Naivität angeschlagen, hat sich selbst als ver- Redners werden unter lebhaftem Klingeln des Präsidenten ge­folgte Unschuld aufgespielt. Herr v. Heydebrand behauptete ja schon sprochen.)( Beifall bei den Sozialdemokraten.) vor einem Jahre, daß die Flaumacher weit größere Freiheit ge= Das Haus vertagt die Weiterberatung auf Mittwoch 11 Uhr. nießen als die Scharfmacher.( Sehr richtig! rechts.) Wie man Auf Antrag v. Pappenheim ( f.) wird das Eisenbahnanleihe­das nach dem, was ich bis jetzt ausgeführt habe, noch behaupten gesez ohne erste Lesung der Staatshaushaltstkommission überwiesen. fann, wird außerhalb dieses Hauses niemand begreifen.( Sehr Schluß gegen 6 Uhr. wahr! bei den Sozialdemokraten.) Die Schreibweise der Deut­schen Tageszeitung" ist ja taum noch zu überbieten. Was müssen das für geradezu unmögliche Artikel gewesen sein, die die Zensur bei ihr zum Einschreiten veranlaßt haben. Hat sie sich doch erlaubt, den Botschafter einer großen neutralen Macht durch wenig ver­schleierte Verbalinjurien in einem kritischen Augenblick zu be­Eine Parteifonferenz des 11. badischen Reichstags­Am gestrigen Dienstag nachmittag wurde von der Schöneberger leidigen, so daß die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" sich scharf wahl freifes( Mannheim ) beschäftigte sich mit der gegen Kriminalpolizei der 53jährige Dr. phil. Oskar Block verhaftet, dagegen wenden mußte, auch deshalb, weil der Regierung wärtigen Lage der Partei. Der Abgeordnete des Streifes, der zulezt in Berlin- Schöneberg , Neue Winterfeldtstraße 17, unter selbst Schlappheit und Rückenmärkerei von der Deutschen Genosse Ged, vertrat den Standpunkt der Fraktionsmehrbeit, dem Namen Dr. med. Erich Edgar Reinide gewohnt hat. Bei Tageszeitung" vorgeworfen worden war.( Hört! hört! bei den Genosse Lehmann den der Minderheit. In der vom besten partei- der Schöneberger Kriminalpolizei gingen in lezter Beit mehrfach Sozialdemokraten.) Tem Vorwärts" dagegen werden alle Augen- genössischen Geist getragenen, durchaus rubigen und fachlichen Dis- Anzeigen von Logiswirten und Vermieterinnen ein, die von blick Artikel verstümmelt oder gestrichen, die ganz nüchtern und fussion stellte sich nach der Mannheimer Volksstimme der weit Dr. Nein de durch mehr oder minder bobe Beträge geschädigt trocken sachlich geschrieben sind. Dafür könnten wir einen ganzen aus überwiegende Teil der Redner auf die Seite Berg von Beweisen erbringen. Die Behauptung, daß die Scharf- des Abgeordneten Geck Eine Beschlußfassung unterblieb, worden sind. R., der erst nach Kriegsausbruch in Berlin auf­macher ungünstiger dastanden als die sogenannten Flaumacher, kann fie foll später eventuell durch Urabstimmung herbeigeführt werden. getaucht ist, hat es verstanden, unter der falschen Angabe, er sei man nur noch humoristisch nennen. Sogar in die Grörterung Auch der Korreferent Lehmann sprach sich gegen sofortige Beschluß- ein deutscher Flüchtling aus Brüssel , das Mitleid feiner Logiswirte der Fragen der Höchstpreise, der Verteilung der Produkte fassung aus. zu erregen, sodaß sie ihm nicht allein bares Geld gaben, sondern usw., also wirtschaftspolitische Fragen, bei denen die weitestgehende auch die Zahlung der Miete stundeten. Er verstand es in wahrhaft Meinungsfreiheit geboten wäre, hat die Zensur eingegriffen. Es dramatischer Schilderung den einfachen Leuten, mit denen er es zu dürfte nicht gesagt werden, daß der Patriotismus für gewisse Kreise tun hatte, zu erzählen, wie bei Ausbruch des Krieges seine Frau, ein einträgliches Geschäft ist, und daß sie deshalb geradezu vier Kinder und seine Schwiegermutter von dem entmenschten Böbel in Brüssel vor seinen Augen niedergemezelt worden seien. Er selbst fei mit knapper Not mit seinem jüngsten Kinde dem Tode entgangen. mit Hilfe der Berliner Kriminalpolizei gelang es der Schöneberger Behörde, die Identität und den wahren Namen des Schwindlers fest­ Die Zensur nimmt auch in scheinbar militärischen Fragen ganz zustellen. Bei der gestrigen Verbaitung stellte es sich im Verhör entschieden politischen Charakter an. Im Auslande wird vielfach heraus, daß man es mit einem hochbegabten, leider durch Morphi­in viel höherem Maße Kritik angewendet, als in Deutschland und nismus auf Abwege geratenen Manne zu tun hat. Block ist der fogar an militärischen Dingen. Kann das als ein Zeichen von Sohn eines russischen Musikprofessors in Petersburg und hat in Schwäche gedeutet werden? Ich glaube, daß diese Kritik schließlich jungen Jahren die Bühnenlaufbahn betreten. Vor einer Reihe von sogar der Heeresleitung in den betreffenden Ländern gute Dienste Vor einem Menschenalter lebte in Berlin ein Gastwirt, Jahren spielte er u. a. am töniglichen Schauspielhaus in Berlin und geleistet hat. Daß diese Mängel der Zenjur bei uns in den weitesten der sich im Umgang mit seinen Gästen einer hervorragenden gastierte dann auf einer großen Bahl erster deuticher und öfter­Kreisen empfunden werden, beweist der lebte Sonntagsartikel des Unhöflichkeit befleißigte. Man nannte ihn deshalb den groben reichlicher Bühnen, so in Wien , Leipzig , Mannheim . Seine schau­Berliner Tageblatts". In der letzten Zeit ist im Aus- Gottlieb". Uebrigens soll die Grobheit des Wirtes einen spielerische Tätigkeit mußte er abbrechen, da er auf offener Bühne, lande wieder eine ganze Anzahl von Broschüren erschienen, in denen die zum Teil amerikanischen Verfasser ihrer Verwunderung darüber starken Einschlag von derbem Humor gehabt haben und des- vom Morphiumgift überwältigt, zusammenbrach. Nebenbei aber Ausdruck geben, was man in Deutschland alles von Ereignissen in halb von den Gästen nicht als Beleidigung empfunden sein. hatte der geistig franke Mann sein Staatseraamen als Philologe den Ländern, mit denen es Krieg führt, erwartet hat: Revolution Jedenfalls störten die Umgangsformen des groben Gottlieb gemacht und außerdem mehrere Semester Medizin studiert. Nun hielt in Aegypten , in Indien , Erhebung der Buren, Revolution in Ruß - sein Geschäft nicht. Er setzte den Gästen für billige Preise sich Block unter den verschiedensten Namen er hat sich deren gegen land usw. Diese phantastischen Illusionen müssen natürlich bedenk- reichliche Portionen vor. Deshalb war das Kellerlokal des 50 beigelegt in allen Erdteilen auf, wo er zumeist als Dolmetscher, liche Folgen haben. Es wird aber verhindert, gegen diese Illusionen groben Gottlieb stets gut besucht. Die Gäste ließen sich das Frauenarzt, Schiffsarzt tätig war. Auch in mehreren Kliniken war aufzutreten. Aus solchen Phantasien ergeben sich dann Essen schmecken und nahmen die Grobheiten des Wirtes als B. als Assistenzarzt kurze Zeit tätig. Bei Striegsbeginn hielt sich B. unvermeidliche Zugabe mit in Kauf. 3u jener Zeit war in den westlichen Vororten Berlins auf, wo er Frauen in ärztliche übrigens der Ton des groben Gottlieb, wenn auch in etwas Behandlung nahm. B. ist übrigens schon mehrfach wegen Kredit­milderer Form feine Seltenheit bei Geschäftsleuten, die sich schwindeleien vorbestraft und hatte mehrere Jahrr in Gefängnissen eines starten Andranges von Kunden erfreuten. zugebracht. Von seiner geistigen Begabung zeugt der Umstand, daß Block sechzehn lebende Sprachen spricht.

ein Interesse an der Verlängerung des Krieges

haben. Der Bresse wurde befohlen, künftig maßvoll zu sein in

der Kritik wirtschaftlicher Maßnahmen. Ein solches Verbot liegt lediglich im Interesse gewisser Produzentenschichten.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.)

auch

ein

phantastisch- kindische Ansichten über die Kriegsziele.

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Ein Parteiveteran gestorben.

Im Alter von 75 Jahren starb in Verden der Tabalarbeiter Genosse Heinrich Leßmann. 1878 beim Inkrafttreten des Sozialistengefezes wurde 2. aus dem Hamburger Belagerungs­gebiete ausgewiesen. Der Ausgewiefene fam nach Verden , wo er bis in sein hohes Alter hinein eifrig für die Arbeiterbewegung

tätig war.

Aus Groß- Berlin.

Vom Umgang mit Menschen.

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Ein Parteiveteran.

Dilettantismus breits

Ich kann auf den Inhalt dieser Ansichten nicht eingehen, weil Sie es ja verstanden haben, diese Debatte auf die Formalien der Zenjur zu beschränken, trotzdem das Volk den dringenden Wunsch hat, daß Inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Der Typus hier auch über andere politische Dinge gesprochen werde. Uebrigens des groben Gottlieb starb aus. Höflichkeit im geschäftlichen brauche ich über die Ariensziele selbst gar nicht zu sprechen, denn Zersplitterung der Wohlfahrtspflege. wir fennen ja die Denkschrift der 6. Verbände und die Dentschrift der Verkehr wurde zur Selbstverständlichkeit. Wer es daran fehlen Gegen die Beriplitterung der Striegswohlfahrtspflege wenden fich Professoren, die nach Ansicht der Kommission über das hinausgeht, ließ, der würde schlechte Geschäfte gemacht haben. So war was die Denkschrift der 6 Verbände enthält; wir wissen, daß diese es bis jetzt. Doch in allerneuester Zeit macht sich hier und die Zentralstelle für Vokswoolfahrt und die Zentrale für private Denkschriften draußen kursieren, und es ist ganz interessant, daß da bei manchen Geschäftsleuten ein Rückfall in die Um- Fürsorge Berlin , unter Beteiligung einer Anzahl der von Alters her fogar in Berliner Professorentreifen erst in den letzten Tagen wieder gangsformen des groben Gottlieb bemerkbar. Allerdings nicht bestehenden großen zentralen Wohlfahrtsorganisationen. Es wird im Gastwirtsgewerbe. Hier gehen die Geschäfte nicht so gut, darauf hingewiesen, daß sich allmählich auf vielen Gebieten der neues Manifest über den U- Bootkrieg ein Uebereifer, daß sich ein Wirt erlauben könnte, die schuldige Rücksicht Wohlfahrtspflege ein herausgekommen ist. Auf der einen Seite Propaganda, auf der an gegen seine Gäste außer acht zu lassen. Aber in manchen Ge- gemacht habe, der zu den ernstesten Besorgnissen Anlaß deren keine Aussprachemöglichkeit!( Sört! hött!) Während ein Buch schäften der Lebensmittelbranche geht der Geist des groben gebe. Während der Kriegszeit sind in Groß- Berlin allein des Reichstagsabgeordneten Eduard Bernstein nicht einmal als Ma- Gottlieb um. 276 neue Kriegsorganisationen und Einrichtungen ins Leben nuskript verbreitet werden darf, können diese Herren ihre für das Hausfrauen, die ihre Einkäufe in Butterhandlungen, in gerufen. Auf dem Gebiete der Fürsorge für in Not deutsche Volt so sehr bedenkliche Tätigkeit ruhig fortsetzen. Der Steg- Fleischerläden, in Grünframgeschäften machen, klagen geratene Künstler entstanden z. B. allein 22, für gebildete Frauen 5 lizer Ausschuß für Verständigung über Kriegsziele", dem Profeffor jetzt viel über das pakige, jeder Höflichkeit bare Verhalten der neue Bereine. Geradezu bedenklich erscheint die große Zahl der zus Dietrich Schäfer , die Abgeordneten Fuhrmann und Bacmeister u. a. angehören, verschickt eine Eingabe an ihre Gesinnungsgenossen, die Verkäufer und Verkäuferinnen. Diese Wandlung findet ihre gunsten der Kriegsinvaliden sowie der Kriegsblinden gegründeten Es wird befürchtet, aus der letzten Zeit stammen muß, und worin angegeben wird, daß Ursache, aber feineswegs ihre Rechtfertigung, in den der Einrichtungen, deren Gesamtzabl 23 beträgt. zu Werbezweden Abdrücke zur Verfügung stehen.( Die Abgeordneten zeitigen Verhältnissen auf dem Lebensmittelmarkt. Wenn die daß auf diese Weise eine planmäßige und vor allem ökonomische b. Pappenheim und v. Zedlik rufen den Redner lebhaft zur Sache. Käufer sich in Scharen herandrängen und Waren zu hohen Arbeit nicht mehr geleistet werden lann und daß die Kriegswohl­Abg. Ad. Hoffmann: Oberpräsident! Scharfmacher!- Präsident Preisen reißenden Absatz finden, dann glaubt mancher Ge- fahrtspflege selbst dadurch empfindlichen Schaden leidet. Graf Schwerin ruft den Redner zur Sache.) Ich habe mich bisher schäftsmann und manche Geschäftsfrau, jetzt brauche man streng an die Sache gehalten.( Lachen rechts.) Ob es Ihnen paßte, auf die Kundschaft keine Rücksicht mehr zu nehmen und die ift eine andere Frage. Hier ist also eine Kriegszielschrift, die unter Stunden müßten froh sein, wenn sie überhaupt etwas be­der Duldung der Zensur herausgekommen ist.( Abg. v. Jedlib: De­Genosse Gustav Bahlke, Landsberger Straße 113, nünziant! Gegenrufe der Sozialdemokraten: Unerhört!) Wenn fämen. der älteste Funktionär des vierten reises, man Sie dem Volke denunziert, so tut man ein gutes Werk. Dieser Sonst galt es beispielsweise im Fleischerladen als selbst- begeht heute seinen 75. Geburtstag. Sein förperliches Wohl­Ausschuß für Verständigung über Kriegsziele" gibt Verbindungen in verständlich, daß die kaufende Hausfrau unter den Vorräten befinden ist verhältnismäßig noch gut. 1887 trat er der Karlsruhe , Königsberg , Düsseldorf an; es ist also eine ganz aus- im Laden nach ihrem Belieben wählen konnte und daß ihre Partei bei. Seit 23 Jahren wirft im vierten Streis für die gebreitete Propagandagesellschaft. Wir hätten das nicht vorgebracht, Wünsche bereitwillig erfüllt wurden. Das war einmal. Partei, 12 Jahre davon ist er als Funktionär tätig. Jekt aber da Sie eine öffentliche Grörterung über diese Dinge unmöglich Wenn jetzt eine Stundin dies oder jenes an dem ihr vor- befleidet er das Amt eines Abteilungsführers. Wenige Prole­gemacht haben, müssen wir diese Machenschaften aufdecken und gleiches gelegten Fleischstück auszusehen hat und statt dessen ein tarier besitzen in diesem hohen Alter noch die Kraft, ein so Recht für alle fordern. Die 6 Wirtschaftsverbände haben ja alle mög= lichen Parteien hinter sich: die Konservativen, Nationalliberalen, das anderes wünscht, oder wenn sie gar ein leiſes Mißfallen über opfervolles Amt zu bekleiden. Auch ihm bereiten die wirt­Zentrum, selbst die Freisinnigen- ja, ja.( Neue Mahnung des die hohen Preise äußert, fie erwarten, fchaftlichen Verhältnisse ein sorgenvolles Leben. Obwohl ihm Präsidenten.) Wenn Sie ein gutes Gewisses haben, dann treten Sie daß sie eine grobe Antwort, aber keine Ware bekommt. eine um viele Jahre jüngere Frau kräftig zur Seite steht, doch dafür ein, daß die Gegenseite das gleiche Recht erhalte. Wir Ebenso geht es beim Grünkrämer. Auch in Butterläden, muß er im hohen Alter noch sein schweres Tischlerhandwerk werden nichts sagen, was zum Schaden Deutschlands sein könnte. in Milchgeschäften wird der gute Ton auf seiten der Verkäufer ausüben. Sein einziger Sohn im Alter von 27 Jahren, der ( Lachen rechts.) als nicht mehr zeitgemäß empfunden. Das gilt natürlich nicht ihm eine Stüße sein sollte, befindet sich im Kriege. Solange Sie hausieren mit Feldpostbriefen als Beweise für die Volks- für alle Geschäfte, aber doch für viele. ftimmung; wir könnten für jeden solchen Brief 10 andere bringen, wie wir unseren Jubilar kennen, galt für ihn als Entschuldi­die das Gegenteil enthalten. Aber Sie werden ja selbst auch genug heit die Manieren des groben Gottlieb wieder aufgelebt. Aber heit. Viele jüngere Genossen mögen sich an ihm ein Beispiel So sind denn unter dem Einfluß der Lebensmittelfnapp- gung für das Fernbleiben von der Parteiarbeit nur Strant­Feldpostbriefe erhalten haben, nach denen ich Ihnen überlassen tann, selbst zu entscheiden, wem sie Recht geben! In der Kom- was man dem groben Gottlieb verzieh, weil er seine Gäste nehmen. Wir wollen wünschen, daß es unserem Jubilar noch mission wünschte Herr v. Heydebrand möglichst baldige Freigabe reichlich und billig bewirtete, das kann man seinen Nachfahren viele Jahre vergönnt sein möge, als Funktionär für die Partei der Erörterung der Friedensziele; das sei ein Recht des Vol- auf dem Lebensmittelmarkt nicht verzeihen, denn sie fordern zu wirken. tes. Nun, dann hätte er die Beseitigung der ganzen Zensur und sehr hohe Preise, sie wiegen sehr genau und ihre Waren sind nicht nur die Erleichterung für seine Richtung verlangen müssen. nicht immer einwandfrei. Gewisse Nücksichtslosigkeiten mancher Eine Verwaltungsreform in der Berliner Armenpflege. Die Voltsmeinung muß ausgesprochen werden, Geschäftsleute müssen unter diesen Umständen beim Publikum Für Berlin soll die Einrichtung von Armenämtern, die damit die Kriegsführung in Uebereinstimmung gebracht wird doppelt unangenehm empfunden werden. bisher nur in einigen Stadtteilen bestand, auf das ganze mit den Friedenszielen. Beim Butterverkauf wird ja jetzt, nachdem die bekannt- Stadtgebiet ausgedehnt werden. Schon vor jest fast ( Präsident: Sie gehen hier auf die Striegsziele selbst ein, das gegebene Regelung eingeführt ist, der folossale Andrang wanzig Jahren war befchloffen worden, die Armenfommissionen dürfen Sie nicht.) Sie sind für siegreiche Beendigung des Krie- abnehmen und damit mancher Mißstand schwinden. Wenn nach und nach in Gruppen zu größeren Verwaltungstörpern unter ges eingetreten, wenn ich für seine vernünftige Verstän- andere Lebensmittelhändler dem Namen Armenämter" zusammenzufassen. Nachdem dan im noch Anlaß zu Sigung spreche, so tue ich doch das gleiche.( Erneute Mahnung über Klagen Jahre 1897 zwei Armenämter im Norden und im Nordwesten der unpassendes Benehmen geben des Präsidenten.) Ich spreche nicht mehr darüber als die anderen sollten, so Stadt eingerichtet worden waren, folgten die beiden nächsten erst Parteien. Dem Vorwärts" wurden sogar einwandfreie Artikel fann selbst zur das Publikum selbst Erziehung solcher 1909 und 1913 im Nordosten und im Süden, und 1915 wurde das eines bekannten Volkswirtschaftlers über den mitteleuropäischen Geschäftsleute beitragen, indem es sich nicht allzu eifrig nach Armenamt des Nordens in zwei fleinere zerlegt. Die an die Armen­Wirtschaftsverband berboten. Kein Mensch hat gegen einen enge- ihren Waren drängt. Wenn es durchaus sein muß, tann man ämter geknüpfte Erwartung, die Armenkommissionen und die ren wirtschaftlichen Zusammenschluß mit Desterreich etwas einzu- fchon zeitweilig auf dies und das verzichten, was man in Armendirektion zu entlasten, bat nach der Ansicht des Magistrats sich wenden( Glode), aber wenn das Hochschutzöllerische ein mittel- normalen Zeiten nicht gern entbehrt. Schließlich ist es doch erfüllt. In seinem jetzt den Stadtverordneten vorgelegten Antrag europäisches Imperium werden sollte, so erheben wir dagegen sehr fraglich, ob die gesundheitlichen Schäden, die man sich bei auf Zustimmung zur Aufteilung des ganzen Stadtgebiets in Armen­schärften Widerspruch.( Präsident: Darauf bezieht sich ämter führt er aus, daß die bisherigen Armenämter in pflegerischer diese Debatte nicht.) Herr Stull hat von der Absicht der Gegner Stundenlangem Warten in Regen und Wind, in Schnee und Beziehung sich durchaus bewährt haben, daß sie die beabsichtigte gesprochen, Deutschland zu ruinieren. Es sind Beweise in Un- Frost holt, ausgeglichen werden durch die Kräfte, die selbst Belebung und Vertiefung des Verkehrs mit den Armen und den masse dafür vorhanden, daß-( Glocke). Ich kann also den ein für unentbehrlich gehaltenes Lebensmittel dem Körper zu- Armenkommissionen vortrefflich erreichen" und daß fie die Gegenbeweis nicht antreten und will deshalb nur sagen, führen kann. recherchierende Tätigkeit der Armenkommissionen in auss

dann fann

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