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Aus aller Welt.

Handlung und kommen dann erst nach Friedrichshagen , wo 12 Stüd zu 18 Pf. abgegeben. Außerdem werben noch Heringe, I fungen und Zeitschriften auf, die infolge der Kriegszeitläufte ihr fie vier Jahre bleiben. Innerhalb dieser Zeit geschieht alles, fondensierte Milch und einige andere Artikel an die Einwohnerschaft Erscheinen einstellen mußten. Die Gesamtzahl der seit Kriegs­um eine vollständige Ausheilung zu ermöglichen. Je nach der abgegeben. beginn eingegangenen deutschen Beitungen und Zeitschriften ist da mit auf 3000 gestiegen. Art der Einzelfälle im besonderen wird der Aufenthalt aber vielfach über dieses Alter hinaus, jedoch nicht länger als bis zum sechsten Lebensjahr, ausgedehnt. Geheilte Kinder ent­läßt die Anstalt. Während der Behandlung in der Anstalt werden sie zu Besuchen oder zeitweiligem Aufenthalt bei Ver­wandten nicht herausgegeben. Letztere dürfen mit den Kleinen bloß während bestimmter Stunden in der Anstalt selbst zu­fammentreffen. Vorwiegend handelt es sich hier um uneheliche, unter jammervollen Verhältnissen zur Welt gekommene Wesen, nach denen kaum jemand fragt. Sie fallen meistens der Armen­pflege anheim und werden, nach ihrer Entlassung aus der unmittelbaren Obhut der Anstalt, gleichsam in deren mittel­barer stehend, bei geeigneten Familien untergebracht. Bis weilen fommt es wohl vor, daß unter gewissen Bedingungen gleichzeitig mit dem Kinde die Mutter, besonders wenn sie bas Kind stillen kann, Aufnahme findet.

Der beim Einzuge ins Pflegeheim erbärmliche Zustand der Kinder verkehrt sich unter dem Einfluß der neuen Um­gebung und mustergültigen Pflege bald mehr und mehr in das gänzliche Gegenteil. Die älteren" Kleinen sehen wenigstens für den Laien so frisch, munter, lebensvoll aus, wie dies jedem Kinde aufs innigste zu wünschen ist.

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Das Pflegeheim steht in einem nach dem Müggelsee hin­laufenden Garten. Es macht schon in seinem Aeußeren einen sehr ansprechenden Eindruck und nimmt sich im Innern wie ein Ideal der Sauberkeit und gesundheitsgemäßen Einrich­tung aus. Seine Räume gewähren 40 Kindern Unterkunft. Der dem Hause vorstehenden Oberin stehen bei ihrem mühe­vollen Wirken geschulte Kräfte zur Seite. Die angegebene Zahl der Pfleglinge wird nicht überschritten, um jedem ein zelnen Kinde die seiner Natur nach notwendige Behand­lung zuteil werden zu lassen.

Backverbot von Osterkuchen.

Die größte Farbenfabrik Italiens , die Colorificio Veneziano in Venedig , ist ein Raub der Flammen geworden. Da die Bootsunglück. Dienstagabend unternahmen in der Nähe von Speicher mit großen Vorräten an Rohmaterial angefüllt waren, ist Sangerhausen auf der Unstrut fünf Schüler des Sanger- der Schaden sehr bedeutend. häuser Gymnasiums eine Kahnfahrt, wobei zwei von ihnen, der Fliegerunglück in Frankreich . Bei Nancy fing ein Flugzeug 13jährige Sohn des Arztes Dr. Ponto w und der gleichaltrige in der Luft Feuer. Beide Insassen, darunter ein Sohn des Genc­Sohn des Zimmermeisters Schirmer, beide aus Artern bei rals der Artillerie Malcor, verbrannten. Sangerhausen , den Tod fanden, während die drei anderen sich Wie das Unglück sich durch Schwimmen zu retten vermochten. ereignet hat, hat sich bis jetzt nicht feststellen lassen. Wieder ein Frauenmord. Wie das Anhaltische Tageblatt" aus Ballenstedt am Harz meldet, ist die dort wohnhafte allein­lebende Witwe Baumeister in ihrer Wohnung in ihrem Kleider schrank, der verschlossen war, tot aufgefunden worden. Die Leiche zeigt Bürgespuren am Halse und wurde von der Gerichtsbehörde beschlagnahmt.

Das Mädchen ist bereits in der Nacht zum Sonnabend ermordet, Der Mädchenmord bei Chemnis ist jetzt aufgeflärt worden. und zwar erschossen worden Bisher sind zwei Männer fe genommen worden, ein 27jähriger Bursche und ein Soldat, der sich als Verwundeter in der Heimat befand und mit der Ermordeten Beziehungen hatte.

Eine Schülertragödie hat sich in Cöthen( Anhalt ) abgespielt. Auf dem Gleise der Magdeburg- Leipziger Bahn in der Nähe des dortigen Güterbahnhofes wurde die gerstückelte Leiche des 19jäh­rigen Sohnes Kurt des Kriegsgerichtsrats Arnold- Königsberg i. Pr. aufgefunden. Arnold, der die Sekunda des dortigen Gymna­fiums besuchte, sollte nicht versezt werden, was ihn derartig schwer­mütig machte, daß er seinem Leben freiwillig ein Biel jette.

Bei einem Brande verunglückt. Jn Kolberg wurde das Wirtschafts- und Spielwarenlager von Tannenberg von einem Feuer heimgesucht und brannte vollständig nieder. Der Feldwebel Serupte, der sich an den Löscharbeiten beteiligte, wurde durch ein herabfallendes Mauerfrück getroffen und starb bald darauf im Garnisonlazarett.

Nach fieben Jahren als Leiche aufgefunden. Im Jädkemühler Aus dem Rathause wird geschrieben: Die Neigung, fich in der Kriegszeit, besonders in den Festtagen, reichlich mit Kuchen zu ver- Forste( Kreis Ueckermünde , Pommern ), an einer Stelle, die felten forgen, hat die begründete Besorgnis hervorgerufen, daß erhebliche eines Menschen Fuß betritt, wurde in einem Tannendidicht die Mengen von dem, für die Herstellung des Brotes notwendigen Leiche des seit 1909 vermißten Böttchers Greinert aus Tor­Woggen- und Weizenmehl für jene Lurusgebäde Verwendung finden gelo ip aufgefuden. Daneben lag ein Gewehr mit Patronen. önnten. Die Groß- Berliner Gemeinden haben es daher im Interesse Schon seinerzeit ging das Gerücht, daß Greinert Selbstmord ver­ber ungestörten Brotversorgung ihrer Bevölkerung für notwendig übt habe, die Sache konnte aber bisher nicht aufgeklärt werden. gehalten, das Backen von Kuchen, soweit er mit Roggen oder Späte Sühne. In Schlotheim wurde wie der V. 8." Weizenmehl hergestellt wird, in der Zeit von Montag vor Ditern, aus Pößned gedrahtet wird unter dem Verdacht, vor zwölf bis einschließlich Mittwoch nach Ostern zu untersagen. Es gilt dies Jahren die Wirtseheleute Schmidt in Mehrstede ermordet zu auch für die Haushaltungen, denen übrigens auch vor einem Jahre haben, die Tischlersfrau Hoffmeister verhaftet. die Herstellung von Osterfuchen verboten worden ist.

Der Magistrat veröffentlicht eine dementsprechende Verordnung.

Das Opfer eines schweren Straßenunfalles ist ein Unter­offizier vom 8. Pionierbataillon in Epandan geworden. Er fuhr auf einem Zweirade die Neuendorfer Straße entlang und wurde, als er furz vor einem Straßenbahnwagen das Gleis überqueren wollte, erfaßt und umgestoßen. Der Unteroffizier geriet unter den Borderperron und wurde so einige Meter mit fortgeichleift. Durch hinzugerufene Feuerwehrleute wurde der Verunglückte aus seiner entiezlichen Lage befreit und nach dem Reservelazarett am Askanier­ring gebracht. Dort wurde festgestellt, daß der Soldat Bruch sämt licher lintsseitiger Nippen, eine schwere Verlegung des linken Ober­armes und des Schultergelentes sowie zwei flaffende Kopfwunden erlitten hatte.

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Selbst gestellt hat sich der nach Unterschlagung amtlicher Gelder geflüchtete Vollziehungsbeamte Karl Kristan aus der Giefelerftr. 8/9 in Wilmersdorf . Nachdem seine Bemühungen, die veruntreute Summe mehrere tausend Mark mit Hilfe wohlhabender Ver wandter nachträglich zu decken, vergeblich geblieben waren, ist St. nach Berlin zurückgekehrt und hat sich bei der Staatsanwaltschaft des Landgerichts III Berlin gestellt. Er hat ein offenes Geständnis abgelegt und ist, da er eine feste Wohnung hat und feine Mittel befißt, die einen Fluchtversuch ermöglichen fönnten, nach seiner Ver­nehmung entlassen worden.

Leichtsinniger Umgang mit Schußwaffen hat schon des öfteren zu den schlimmsten Folgen geführt. Einigermaßen glücklich verlief noch ein Vorgang, der sich am Dienstag in der Restauration von Wilhelm Grull, Scharrenstraße 19, abspielte. Wie uns berichtet wird, erschien dort gegen 11 Uhr abends ein Schußmann, der dem Wirt seinen neuen Revolver zeigte. Beide hantierten nun damit herum, als plöglich ein Schuß losging, der den Wirt ziemlich schwer, wenn auch nicht lebensgefährlich verlegte. Nach Anlegung eines Notverbandes auf der Unfallstation wurde der Getroffene nach einem Krantenbause gebracht. Der große Unfug, an einem besuchten Ort mit Schuß­waffen zu spielen, hätte aber leicht größeren Schaben anrichten tönnen, denn in dem Lokal befanden sich mehrere Gäste, die glück­licherweise mit dem Schreck davonkamen.

Das nächste Volkskonzert des Philharmonischen Orchesters findet am Freitag, den 14. April, in den Germania - Prachtsälen, Chauffee-. straße 110, statt. Beginn des Konzerts 8 Uhr.

Der Vorverkauf zu den Volkstonzerten findet statt in der Berliner Gewerkschaftskommission, Engelufer 15, 8immer 13, außer Sonnabends nachmittags, und in den betreffenden Konzert­fälen. Die im Vorverkauf nicht untergebrachten Starten werden abends an der Stasse verkauft. Der Eintrittspreis beträgt 30 Bf., Stasseneröffnung 7 Uhr.

Aus den Gemeinden.

Die Speckpreise in Neukölln .

Vom Neuköllner Magistrat erhalten wir nachstehende Buschrift: In unserer Bevölkerung wird vielfach über die festgefesten Preise für den jetzt in den städtischen Verkaufsstellen zum Verkauf fommenden Spec geflagt und teilweise auch die Vermutung ausgesprochen, die Stadt babe den Spec vor längerer Zeit zu billigen Preisen gekauft und wolle ihn jetzt unter Ausnutzung der Verhältnisse zu einem ver­hältnismäßig hohen Verkaufspreis verfaufen. Wir können im Gegens faz hierzu mitteilen, daß die früheren Speckvorräte der Stadt­verwaltung gänzlich verkauft sind und es sich hier um erst bor wenigen Wochen angetaufte Mengen handelt, die aus dem Auslande zu einem erheblich teueren Preise eingeführt sind. Es ist als selbst­verständlich zu betrachten, daß seitens der städtischen Verwaltung bei der Festsetzung der Verkaufspreise in erster Linie nur auf die Deckung der Selbstkosten geachtet wird und beim Verkauf von Lebensmitteln die Erzielung eines Gewinnes gar nicht in Frage kommt.

Lebensmittelverkauf der Gemeinde Treptowo.

In den beiden Gemeindeläden Wildenbruchstr. 54 und Baum­fchulenstr. 32 wird schon seit einiger Zeit ausländisches Schweine­fleisch das Pfund zu 2,60 bis 2,80 m., Eisbein 1,40 M. und Rücken­fett 3,70 M. feilgeboten. Jetzt steht ein Bosten deutsches Schweine­fleisch zur Verfügung, das 1,50 bis 2,40 M., Dickbein 1,40 m., Epizbein 30 Pf. und Rückenfett 2,30 M. foftet. Auf jede Lebens­mittelkarte wird nur bis zu 2 Pfund abgegeben. Um das lange Warten zu vermeiden, werden zunächst vom 13. April nur die In­haber von Karten mit den Anfangsbuchstaben A bis C, am 15. April D bis E abgefertigt. Außerdem gibt es Donnerstags und Freitags frische Seefifche, und an den anderen Tagen auch Wurstfonserven zu 1,45 bis 2,30 m. das Pfund. Eier werden pro Kopf und Woche

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3000 Zeitungen und Zeitschriften eingegangen. Die Zeitungs­Tifte des Reichspostgebietes für 1916 meist neuerdings 1255 Bei­

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Fette Schnapsdividende. In Budapest machte die Schwind­sche gitör- und Rumfabrit im letzten Geschäftsjahr einen Reingewinn von 2 289 000 Kronen. Da das gesamte Aktienkapital des Unternehmens nur 1 200 000 kronen beträgt, entspricht der Ges winn einer Dividende von 190 Prozent. Da müssen selbst Kriegslieferanten neidisch werden.

Jugendveranstaltungen.

Charlottenburg . Monatsversammlung.

Arbeiter Jugendheim, Rosinenstraße 4. Heute

Arbeiter- Jugendheim,

Sitzungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Eichwalde . Freitag, den 14. April, abends 6 Uhr, im Sigungs­faale des Stathauses. Bildung eines Krankenkassenzweckverbandes und Beratung des Etats.

Steglit. Freitag, den 14. April, abends 6 Uhr. Rathause. Auf der Tagesordnung steht: Statsberatung und Festse hung Friedrichshagen. Freitag, den 14. April, nachmittags 5 Uhr, im der für das Rechnungsjahr 1916 zu erhebenden Gemeindesteuern. Diese Sigungen find öffentlich. Jeder Gemeindeaugehörige ift be. techtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen.

Briefkasten der Redaktion.

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weigert werden.- 77. III. 1. Das Beköstigungsgeld muß Ihnen gezahlt Elfe 37. Bei diesem Verdienst wird Ihnen das Armenrecht ber werden. 2. Es wird nur unterschieden zwischen Verpflegungsgeld im Striege und im Frieden. Im Kriege beträgt das Verpflegungsgeld täglich 1,20 M. pro Mann, ob an der Front oder Garnison ist gleich. 3. Das iſt eine eigenmächtige Handlungsweise der Stompagnie. 4. Legen Sie dagegen Goldap . Lands die für den Soldaten vorgeschriebene Beschwerde ein. sturmpflichtig; Strampfadern und Mißgestaltung des Beckens. 2d. 704. 1. und 2. Wenden Sie sich mit einer Anfrage an die Staatsanwaltschaft des Königl. Landgerichts I , Berlin NW , Turmstr. 91, unter genauer An­gabe Ihrer Adresse und der Personalien des Angeklagten. 3. Wenn die Frist verstrichen ist, ist eine Weiterverfolgung der Sache aussichtslos. Bur zweiten Frage: 1. Die Bundesratsverordnung erstrect sich auch auf Ihre Sache; es muß Aussetzung des Verfahrens bis nach Kriegsbeendigung bezw. bis zu Ihrem Austritt aus dem Heeresdienst erfolgen. 2. Sa. 3. Sollte eine Verurteilung erfolgen, so muß Ihnen ja das Urteil zus gestellt werden. Innerhalb vier Wochen nad Zustellung des Urteils fönnen Sie Berufung einlegen.- O.§. 55. Herzleiden; zurückgestellt. Wetteraussichten für das mittlere Freitag mittag. Ziemlich fühl. Beitweise aufklarend, jedoch sehr un­beständig. Längs der Küste und im Westen vielfach ziemlich starke, im Südosten meist schwächere Regenfälle.

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