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Nr. 150. 33. Jahrgang.

alento

2. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt.

Des Himmelfahrtstages wegen er scheint die nächste Nummer unseres Blattes Sonnabend früh.

Die Organisation

Donnerstag 1. Juni 1916.

Lohnerhöhung die Möglichkeit gegeben werden, sich das ihnen zuständige Schiedsgericht des Kreises handelte. Erwähnt sei, daß § 11 unseres Kreisstatuts ausdrücklich vorschreibt:

geteilte Quantum von Nahrungsmitteln zu beschaffen.

sehen werde, um auf dem Gebiete der Nahrungsversorgung, ins

" Der Vorstand und die Kreisfonferenzen sind verpflichtet, die Bezirke nach Möglichkeit in der Durchführung ihrer gemein­jamen Zwecke zu unterstützen. Insbesondere liegt ihnen auch die Beilegung etwaiger Zwistigkeiten an den einzelnen Orten und die Einsetzung von Kreis- Schiedsgerichten zu diesem Zwecke ob."

Dr. Helfferich erklärte, daß er seine ganze Kraft ein­besondere für die Schwerindustriearbeiter das zu erreichen, was mit den vorhandenen Mitteln heute zu ermöglichen sei. An der Tatsache, daß wir zwei schlechte Ernten hinter uns hätten, sei ja nicht zu rütteln, und der beste Verteilungsmodus fönne feine größere Nahrungsmittelmenge schaffen. Die Preisentwickelung und daß dementsprechend ein ständiges Schiedsgericht in unserem hänge natürlich auch ab von der Menge der vorhandenen Nahrungs- wie in anderen Kreisen gewählt ist. Genosse Legien erklärte mittel. darauf, ein Schiedsgericht, auf dessen Zusammensetzung weder Die Hauptverhandlungen wurden mit dem Präsidenten des Kläger noch Belagter Einfluß hat, scheint eine organisatorische Neu­daß er es als seine Aufgabe betrachte, einmal eine gerechte Ratio- Parteimitglied ausreichendes Verständnis haben kann". Das Im Anschluß an die auch von uns wiedergegebenen Ernte- nierung der vorhandenen Lebensmittel durchzuführen, der Wucherei Schiedsgericht feste hierauf zur Erledigung seines Auftrages Ter­und Bestandsziffern für das ablaufende Erntejahr schreibt die mit Lebensmitteln zu steuern und den besonders schwer arbeiten min auf den 7. September fest und lud zu demselben den Genossen Nordd. Allg. 3tg.": 16 den Leuten größere als die Normalrationen zuführen zu lassen. Legien mit der Bitte, Entlastungszeugen selbst zur Stelle bringen Ist die Periode, während deren wir mit den Restbeständen" Hinsichtlich der fetthaltigen Nahrungsmittel fönne eine erau wollen. Genosse Legien schickte diese Einladung mit dem er­haushalten müssen, vorüber, so beginnt eine neue Rechnung mit hebliche Besserung einstweilen nicht in Aussicht gebenen Bemerken" zurück, daß er sich an organisationswidrigen neuen Größen. Wir kennen diese Größen noch nicht gestellt werden, da die Viehbestände nicht ausreichten und Veranstaltungen" nicht beteilige. Im Termin erschien Genosse und wir haben keine Macht, fie grundlegend zu beeinflussen. Geber erhebliche Mangel in Futtermitteln infolge der schlechten Ernte Legien nicht, Drei Genossen bekundeten übereinstimmend, dar rade die wichtigsten unter ihnen, die Erträgnisse an Brot- und zu einer Reduzierung der Viehbestände geführt habe, die nun ihre Genosse Legien habe anläßlich der Berichterstattung, daß der Ge­Futtergetreide und an Heu, Stroh und Sackfrüchten sind durch die Folgen zeige. Es könne aber in Aussicht gestellt werden, daß nosse Oerter während der Ferien des Kreissekretärs dessen Stell­Höre ich recht? Dieser tatsächlich angebauten Flächen festgelegt, in ihrem endgültigen in einigen Monaten, wenn bis dahin mit der Fleischnahrung vertretung übernehme, gesagt: Was? Umfang von natürlichen, vor allem von Witterungsumständen ab- nach Möglichkeit gespart werbe, ein weit stärkerer Auftrieb von Polizeispiel? Dieser Anarchist? Trop des sofortigen Hinweises, hängig, die sich menschlicher Einwirkung entziehen. Es wäre Schlachtvieh eintreten und dann die allergrößten Schwierigkeiten daß man auch von demjenigen, der solche Beschuldigungen aus­töricht, von der neuen Zentralorganisation zu erwarten, daß behoben würden. Mit großer Sorgfalt will sich Herr v. Batocti spreche, Beweise erwarten müsse, wiederholte Legien diese An­sie imstande sei, die Mengen der uns im neuen der Ernährung der Berg- und Hüttenarbeiter annehmen. Er schuldigungen und lehnte es ab, Beweise anzuführen. Auch bei der Erntejahre zur Verfügung stehenden Nahrungs- hofft, daß die allergrößten Schwierigkeiten in den großen In- Berichterstattung bei dem Juli- Zahlabend hat der Genoffe diese mittel im ganzen wesentlich zu vermehren... dustriegebieten noch bis Pfingsten gemildert werden könnten. Aeußerung wiederholt. Gin vierter Genosse erklärte, er habe die Der Gedanke, die landwirtschaftliche Produktion durch Anbau­Worte nicht genau gehört, das könne daran liegen, daß es an diesent zwang zu regeln, ist theoretisch sehr verlockend, praktisch- technisch Berichtigung. In der gestrigen Mitteilung über die Sigung Bahlabend sehr stürmisch zugegangen sei. Auf dem Nachhausemege und organisatorisch ist er aber bei den Millionen deutscher des Vorstandes des Kriegsernährungsamtes muß es im vierten Sag sei er von seinem Schwiegervater auf die Aeußerung Legiens auf­merksam gemacht. Landwirtschaftsbetriebe im wesentlichen undurchführbar. Höchstens Städten und Industriegemeinden"( nicht Staaten) heißen. kann der Anbau fleiner Teile der Aderfläche mit besonders nötigen Früchten( Delfrucht, Faserstoff) gefördert werden, soweit das mit Rücksicht auf den Getreidebedarf angeht.

der Lebensmittelversorgung. Siegernährungsamts, Heren v. Bat ocki, geführt. Er erflärte, beit im Streife Wiederbarnim zu fein, für das jedoch nicht jedes

Trotzdem wird natürlich im einzelnen für die Förderung der Produktion mancherlei Wirksames geschehen können und geschehen. Die Aufgabe besteht darin, er wünschte Produktion mit allen Mitteln zu erleichtern. Dazu gehört, daß man in der

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"

Aus der Partei.

Generalversamlung des 6. Berliner Wahlkreises.

zu

Die

In der Kreisfonferenz vom 18. September wurde nach dem Bericht des Kreisschiedsgerichts von der Kreiskonferens einstimmig beschlossen, bei Groß- Berlin den Antrag auf Ausschluß aus der Partei gegen den Genossen Legien zu stellen. Schiedsgerichtskommission des Verbandes der sozialdemokratischen Wahlvereine Groß- Berlins beschäftigte sich am 20. Oktober mit Die Generalversammlung des Wahlvereins beschäftigte sich in dieser Angelegenheit. Sie bemängelte, daß der Genosse Legien Beurlaubung und Bereitstellung von Arbeitskräften voriger Woche mit inneren Vereinsangelegenheiten. Es war die der Kreiskonferens, die den Ausschlußantrag gestellt hatte, nicht eingeladen war und wies aus diesem formellen Grunde den Aus­so weit geht, als sich mit den militärischen Bedürfnissen irgend erste Generalversammlung nach Ausbruch des Krieges. Die letzte schlußantrag an den Wahlverein Niederbarnim zurüd. Der vereinigen läßt, daß man in möglichst ausgedehnter Weise für hatte am 28. Mai 1914, also vor zwei Jahren, stattgefunden. 3entralvorstand trat diesem Vorschlag der Schiedsgerichts­Beratung und Unterweisung der daheimgebliebenen landwirt. Die Versammlung war bon 612 Delegierten einschließlich fommission bei. schaftlichen Betriebsleiter und-leiterinnen sorgt, daß man Trans. der Vorstandsmitglieder besucht; 73 fehlten. Gs handelte Genosse Legien wurde hierauf zu der am 11. Dezember statt­portschwierigkeiten aller Art aus dem Wege räumt, daß man die nur sich darum, den Mitgliedern Rechenschaft zu geben über die Kaffen - gefundenen Kreisfonferenz geladen. Er erklärte in einem in knapper Menge verfügbaren Erzeugungsmittel nicht nur gleich verhältnisse und den Vorstand, der zum Teil interimistisch versehen längeren Schreiben u. a.: Die Organisation der sozialdemokra mäßig verteilt, sondern vor allem auch denen zukommen läßt, bei wurde, zu wählen. denen die beste Verwertung verbürgt ist. In dieser Hinsicht wird tischen Partei ist keine militärische Organisation. Ihre Mitglieder Vor Eintritt in die Tagesordnung wies der Vorsitzende auf die find nicht verpflichtet, bedingungslos der Anforderung eines Borge beispielsweise der Gedanke erwogen, durch Bereitstellung schweren Verluste hin, die der Wahlverein durch den Tod von jetzten oder einer vorgesetzten Behörde zu folgen. Sie haben das von Futtermitteln au mäßigem, unter den Selbstkosten 645 Mitgliedern erlitten habe. Die Versammlung ehrte das An- Recht, zu prüfen, ob die an sie gestellte Anforderung berechtigt oder liegendem Preise( der Unterschied wird aus öffentlichen Zuschüssen denken dieser Genossen. Einen Bericht über das, was geschehen sei unberechtigt ist und danach ihren Bescheid zu treffen, ob sie ihr zu decken sein) die Beteiligung an der Viehmast auch den finanziell und vielmehr über das, was nicht geschehen ist und warum das so Folge leisten können oder wollen." Der Kreiskonferenz werde er schwächeren, fleinen Betrieben in größerem Umfange als bisher jei, glaubte der Vorstand sich schenken zu sollen. Für die Genossen sich nicht stellen. Nach seiner Ansicht hätte gegen den von ihm ver­zu ermöglichen gegen die Verpflichtung, das Vich zu festgesetzten fomme es in jebiger Zeit nicht so sehr darauf an, wieviel Sigungen dächtigen Genossen, nicht aber gegen ihn ein Verfahren eingeleitet Preisen abzuliefern.... und Versammlungen abgehalten oder nicht abgehalten seien, son- werden müssen. Irgendeine Angabe, welcher Grund ihn zu seiner Neben der Produktionsförderung steht als zweite Sauptauf- dern auf die Tatsache, was unsere Partei in der Kriegszeit getan Berdächtigung veranlaßt habe, machte Genoffe Legien nicht. Die gabe die Verteilungs- und Versorgungsregelung. Auch hier muß hat und was sie hätte tun sollen. Der Belagerungszustand verhin- Streiskonferens lehnte das Anfinnen ab, von dem ohne irgendeine man vor der theoretischen Anschauung warnen, daß es denkbar sei, dert, vor der Versammlung gerade die Folgen so uneingeschränkt zu Unterlage verdächtigten Genossen den Beweis seiner Unschuld zu die jeweilig vorhandenen Vorräte mit gewissermaßen mathemati- erörtern, wie das eigentlich notwendig sei. Und so sei nur darauf scher Genauigkeit auf alle Gegenden, alle Märkte, alle Haushal- hingewiesen, daß die Kreiskonferenz wiederholt zu verschiedenen verlangen und beschloß, dem Genossen Legien noch einmal Gelegen­tungen des Deutschen Reiches gleichmäßig zu verteilen. Weder die Parteifragen Stellung genommen habe und das Resultat auch ver- heit zu geben, das von ihm als Parteigenossen zu erwartende zu Menschen noch die Vorräte sind Schachfiguren, die man nach Be öffentlicht worden sei. Im Kreise habe diese Stellung überall zu erfüllen, und deshalb noch nicht die im Interesse der Einheit der Partei und der Organisation notwendigen Folgerungen gegen den lieben hin und herschieben kann. Glaubt jemand im Ernst, stimmung gefunden. daß es möglich wäre Der erstattete Kaffenbericht für das letzte Geschäftsjahr, vom Genossen Legien zu ziehen, sondern der Schiedsgerichtskommission Ausführungsbehörden mit erheblich vermindertem Personal arbei- 32 701,98 Mi., dem eine Ausgabe von 44 189,07 M. entgegensteht. Genossen Legien zu übertragen. Genosse Legien sollte darauf hin­zumal jetzt im Striege, wo alle unsere 1. April 1915 bis 30. Mära 1916 ergibt eine Ginnahme von noch einmal die weitere Untersuchung des Falles unter Ladung des ten, die Nahrungsmittelerzeugung im ganzen solchem Zwange Am 30. März war ein Kassenbestand von 8562,86 m. vorhanden. Der gewiesen werden, daß er wie jedes andere Mitglied der Bartel zu zu unterwerfen, in den Millionen von Erzeugungsstätten vom fich Großgut bis zum Stall und Ader des Kätners oder Landarbeiters? Mitgliederstand ist folgender: Männliche Mitglieder am 31. März Erfüllung der aus der Organisationszugehörigkeit folgenden Pflich 1914: 24 707, weibliche Mitglieder 4752. Am 31. März 1916 waren ten verbunden sei, und daß sein Verhalten die Einheit der Partei Die Schieds­Einiges ist durch kräftigen Zugriff auf die noch in spekulativen männliche Mitglieder einschließlich der Eingezogenen vorhanden und die Interessen der Organisation gefährde. Händen und im Handel angehäuften Lebensmittelvorräte zu er 18 071, weibliche Mitglieder 3076. Die Gesamtmitgliederzahl am gerichtskommission übermittelte hierauf dem Genoffen Legien fol­reichen; einges auch durch die Niederlegung mancher zwischen ein- 31. März 1916 betrug 21 149. zelnen Reichs- und Landesteilen aufgerichteten Verkehrsschranken. Zu den Vorstandswahlen bemerkte der Vorsißende, daß diese Besonders wichtig ist dann aber die möglichste Beseitigung der Wahlen nur für die Kriegszeit gelten sollten. Nach Beendigung des Störungen auf der untersten Stufe der Versorgung, also beim Arieges und nach Rückkehr unserer Genossen, von denen wir hoffen Erwerb der Lebensmittel durch die Verbraucher selbst.... it wollen, daß recht viele und daß sie recht bald zurückkehren möchten, der Zuteilung der Gesamtmengen an die Verbrauchszentren ist sollen alle Genossen in die Lage versetzt werden, ihr Wahlrecht zum indes das Problem nicht gelöst. Gerade bei der Unterverteilung Borstand auszuüben und sich auch selber aktiv zu betätigen. Die an die Verbraucher selbst haben sich sehr oft Mighelligkeiten und Wahlen erfolgten auf Grund einer von der Kreiskonferenz vorge­Stockungen ergeben. Sie fönnen durch aivedmäßige Organisationen legten Vorschlagsliste; es bleibe unbenommen, neue Vorschläge zu beseitigt werden. Am vollständigsten sind sie zu beheben, wenn den machen. Gegen vereinzelte Stimmen wurde der Vorstand wie folgt Verbrauchern, die diese Erleichterung wünschen, zusammengesetzt: Leid, 1. Vorsitzender, Herbst, 2. Vorsitzender; der Einkauf der einzelnen Lebensmittel und ihre Bereitung ganz abgenommen und die fer tigen Mahlzeiten verabreicht werden. Dadurch ver­schwinden alle Reibungen, die sich auf dem Wege von den örtlichen Verteilungsstellen bis in die Küche des Einzelhaushalts einstellen. Dadurch wird es möglich, die Gestaltung der Mahlzeiten dem gerade vorhandenen Lebensmittelangebot in der rationeusten Weise anzu passen und dieses Angebot vollkommener als sonst für die Versor- Die Schiedskommission des Kreises besteht aus den Genossen: gung auszunüßen. Dadurch kann endlich die Wirkung der Teuc- Ruß, Hempel, Seelbinder, Eckert, John, Baum und Klaß. Die rung gemildert, fann was innerhalb des Einzelhaushalts kaum Stellungnahme zur Verbandsversammlung Groß- Berlin und die crreichbar ist kräftige Nahrung zu billigem Preise geboten wer- Erledigung einiger Anträge soll einer besonderen im Juni statt­den. Das Kriegsernährungsamt wird es den Stadtverwaltungen, findenden Generalversammlung des Kreises vorbehalten bleiben. namentlich den industriellen Zentren erleichtern, die Maffenspeisung, Eine Debatte fand nicht statt, Beschlüsse wurden nicht gefaßt. Ein die in einigen Gemeinden bereits mit großem Erfolge durchgeführt Antrag, dem Genoffen Liebknecht für sein mutiges Berhalten die Die Schiedsgerichtskommission lud hierauf den Genoffen Legien zu wird, auf möglichst breiter Grundlage zu organisieren."

Das tägliche Brot.

Die Einheitsspeisekarte.

1. Schriftführer Hermann Müller ; 2. Klever; 1. Kassierer Otto grant; 2. Bieding; Beifizer: Löser, Wolgast und Arlt; Revisoren: Benthin, Hönisch, Rupprecht, Zingler und Weber; Aktionsausschuß: Leid und Frau Lohse; Preßfommission: Wader, Zander und Frau Schubert; Lokalfommission: Gößze; Revisor für Groß- Berlin: Zimmermann; Schiedsgericht Groß- Berlin: Laukant, Schiffer: Herbst. Frauen: Frau Reichert.

Sympathie auszusprechen, wurde dahin erledigt, daß der Vorsitzende mit aller Deutlichkeit den Grundsah unterstrich, daß unsere Sym­pathie allen den Männern gehöre, die mit Mut und Entschlossenheit die proletarischen Interessen vertreten. Die gegenwärtige Situation in der Partei sei keine erfreuliche. In Uebereinstimmung mit den Genossen des Kreises und unter lauter Zustimmung der anwesenden Delegierten fonnte der Vorsitzende feststellen, daß die Genossen des Kreises den größten Wert legen auf die Einheit und die Geschlossen Amtlich, Berlin , 31. Mai. ( W. T. B.) Der heit unserer Partei, daß diese Einheit aber gegründet sein müsse auf Bundesrat hat in der Sigung vom 31. Mai 1916 eine unsere Parteigrundsäße und unsere alte proletarische Taftit, die Verordnung zur Vereinfachung der Betöstigung uns groß und start gemacht habe und die allein grundlegend sein beschlossen. Danach dürfen in Gast, Schant, und Speisen- muß im Interesse der proletarischen Bewegung. wirtschaften zu einer Mahlzeit nicht mehr als zwei Fleisch­gerichte zur Auswahl gestellt werden, zu einer Mahlzeit darf jedem Gaste nur ein Fleischgericht verabfolgt werden. Feste Speisefolgen dürfen höchstens aus Suppe, zwei Gängen und Nachtisch bestehen. Auch sonst sind noch verschiedene Vereinfachungen vorgesehen. Die Verordnung tritt am 7. Juni

in Kraft.

gendes Schreiben:

" Zu der am 11. Dezember 1915 stattgefundenen Kreisver sammlung, in welcher die Angelegenheit wegen angeblicher Be­leidigung des Genossen Oerter geklärt werden sollte, find Sie troy Einladung nicht erschienen.

Auf den in Ihrem Antwortschreiben vertretenen Standpunkt, daß nicht der Beleidiger, sondern der Beleidigte seine Unschuld nachzuweisen habe, hat sich die Kreisfonferenz nicht gestellt.

Durch Beschluß dieser Konferenz ist die unterzeichnete Schiedskommission laut§ 11 unseres Kreisstatuts nochmals be auftragt, zu untersuchen und Aufklärungen darüber zu schaffen, ob Sie auf dem Juli- Zahlabend behauptet haben, Genosse Derter sei ein Spitzel und Anarchist und welche Gründe Sie zu dieser Behauptung veranlaßten. Bemerken möchte ich noch besonders. daß ich voll und ganz Ihre dahingehende Ansicht teile, unsere Einrichtungen seien feine militärische Institution, in der sich der Kommandierte den Befehlen seines Vorgesetzten unbedingt zu fügen habe. Aber trotzdem haben Sie wie jeder andere Parteigenosse im Interesse der Einheit der Partei und im Inter­effe der Organisation die Pflicht, den von der Partei einge­setzten Instanzen gegenüber Ihre Parteipflicht zu erfüllen.

Wegen der in Nieder- Schönhausen stattgefundenen Aus. sprache wollen Sie mir umgehend mitteilen, auf welchen Tag und Stunde ich die Sibung einberufen kann."

Genosse Legien ließ dies Schreiben und ein zweites unbeachtet. einer auf den 3. Januar anberaumten Sißung. In dieser Sigung, zu der Legien vergeblich geladen war, bestätigten drei Genossen die bereits am 7. September von drei anderen Genossen befundeten Aeußerungen des Genossen Legien. Ein vierter Ge­nosse erklärte, er könne zwar nicht bestreiten, daß die Worte ge= fallen feien, er nehme aber an, sie seien nicht im bösen Sinn ge­fallen. Zur Erklärung dieser Aeußerung sei angeführt, daß Ge­noffe Legien nach den Bekundungen verschiedener Genossen zu dieser Angelegenheit in Niederschönhausen träftige Worte gegen abwesende und anwesende Parteigenoffen, mit deren Ansicht er nicht übereinstimmt, gebrauchte. So habe er dort u. a. geäußert: Stadthagen ist verrückt, Schwark( Lübeck ) ist ein Idiot und ein anderes Mitglied der Fraktionsminderheit ist ein Petroleumjude. Zum Genossen Kowlofsti hat er nach Zeugenaussage geäußert: Warte man, fomm nur in den Reichstag , da werden wir Dir Dein großes Maul schon stopfen.

Zum Ausschlußverfahren gegen Legion. Von dem Kreisvorstand des Wahlvereins Nieder­barnim werden wir um Aufnahme folgender Mitteilung ersucht: Aus Genossenkreisen wurde dem Kreisvorstand im August 1915 Der Kreiskonferenz vom 1. Januar 1916 erstattete Genosse Legien war ein­airts Niederschönhausen , als berichtet wurde, als Vertreter für den geladen, aber nicht erschienen. In der Kreiskonferenz wurde be­mitgeteilt, der Genosse Legien habe im Juli- Bahlabend des Be- die Schiedsgerichtskommission Bericht. Genossen Brühl sei für dessen Urlaubsgeit der Genosse Sepp Derter font, Genoffe Legien habe sich zur Schädigung des Parteiinteresses bestellt, behauptet, Sepp Oerter sei ein Polizeispizel. Hiergegen beharrlicher Zuwiderhandlungen gegen Beschlüsse seiner Partei­Die Ernährung der Schwerindustrie- Arbeiter. sei sofort Verwahrung eingelegt und Genosse Legien vergeblich organisation und einer ehrlosen Handlung, nämlich der grundlosen Mittwoch nachmittag fand in Berlin zwischen den Vertretern aufgefordert, seine Behauptung au beweisen. Am nächsten Zahl Verdächtigung eines Parteigenossen, schuldig gemacht. Von einer der vier Bergarbeiterverbände und den Regierungsvertretern eine abend habe Genosse Legien seine Behauptung wiederholt. Die Seite wurde deshalb beantragt, den Ausschluß des Genossen Legien mehrstündige Aussprache über Ernährungsfragen der Schwer. Kreiskonferens beauftragte hierauf am 22. August das Kreis- aus der Partei zu beantragen. Von einer anderen Seite wurde industriearbeiter statt. Die Arbeitervertreter legten eingehend schiedsgericht mit Untersuchung der Angelegenheit zur Beilegung betont, diese Folgerung zu ziehen, könne man dem Zentralvorstand dar, welche Erschwerungen die Berg- und Hüttenwerksarbeiter in der aus dieser Sache entstandenen Zwiftigkeiten. Genosse Legien Groß- Berlins überlassen, der ja auch ein Interesse daran haben ihrer Ernährung erfahren, einmal durch die außerordentlich ge- wurde vom Kreisschiedsgericht ersucht, anzugeben, an welchem Tage müsse, den Sachverhalt zu untersuchen. In der jetzigen Zeit ge­stiegenen Lebensmittelpreise, die man ruhig Wucherpreise nennen die Sigung stattfinden könne. Hierauf bat Genosse Legien um nüge es, zur Beseitigung der durch den Genossen Legien in die könne, sodann durch die ganz unzulängliche Verteilung der vor- Mitteilungen, wie die Beleidigung lautete, die er zugefügt haben Organisation hineingetragenen 3wijtigkeiten dem Genossen Legien handenen Lebensmittel. Vor allen Dingen handelt es sich um foll, ferner um Angabe, wer das Schiedsgericht eingesetzt habe und die Befähigung abzusprechen, Parteiämter im Kreis Niederbarnim eine bessere und reichlichere Beschaffung von fetthaltiger Nahrung, wie die Namen der Mitglieder des Schiedsgerichts lauten. Die zu befleiden und diesen Antrag der Organisation Groß- Berlin zu Fleisch, Wurst, Butter, Speck usw., sodann müsse den zum großen von dem Genossen Legien gestellten Fragen wurden ihm schriftlich weiteren Folgerungen zu überweisen. Die lettere Ansicht erhielt Teil noch recht schlecht entlohnten Arbeitern durch eine angemessene beantwortet und er darauf hingewiesen, daß es sich um das die Mehrheit. Die Kreistonferens stimmte folgendem Antrag zu: