Nr. 263. 33. Jahrgang.
Sonntag, 24. September 1916.
Montag, den 25. September: Frauen- Cefeabend für Groß- Berlin.
Der Verkauf
des Weißenseer Elektrizitätswerks.
Zu dem Artikel Die Elektrizitätsversorgung der Broving Brandenburg" schreibt uns Genosse Taubmann- Weißensee folgendes:
I nichts lange liegen bleibt. Noch an demselben Tage, wo die ia auch die Bost eingeführt hat, soll dadurch dargestellt werden, daß Butterversorgungsstelle von der Zentraleinkaufsgesellschaft eine handliche, metallene 2½- Pf.- Münze ausgegeben wird, die der die Lieferscheine erhält, wird die Butter bei den angebenen Schaffner jederzeit wieder in Gegenzahlung annimmt. Die Münze Molfereien abgerufen. Anfangs stand die Versorgungs- hat etwa die Größe eines 10- Pf.- Stückes und auf der Vorder- und stelle mit über 700 Molkereien in Verbindung, jezt aber ist Nüdseite folgendes Aussehen: die Zahl der liefernden Stellen geringer, weil inzwischen die Molkereien sich in Sammelstellen zusammengeschlossen haben. Wenn diese Stellen nicht sogleich nach Abruf liefern, wird schleunigst gemahnt. Also auch der Vorwurf, daß die Verforgungsstelle die Butter zu lange bei den Molkereien liegen läßt, trifft nicht zu. liegen läßt, trifft nicht zu.
-
mauny
Berliner
22
Aft.Ges.
+212
ABO AG
Die künftige Wochenration.
" In diesem Artikel wird unter anderem den sozialdemokrati schen Gemeindevertretern in Weißensee der Vorwurf gemacht, daß diefe der Veräußerung ihres eigenen Werkes keinen Widerstand entgegengesetzt haben und zum Schluß die warnende Stimme er hoben, diesem Beispiele nicht nachzuahmen. Zur Rechtfertigung gegen die vermeintliche Nichtachtung des fommunalen Programms muß Die gelieferte Butter wird sofort in Stichproben unter- Schwierigkeiten im Zahlungsverkehr bleiben auch bei so einfachem folgendes gesagt werden: Vor ungefähr Jahresfrist wurde im sucht, durch Sachverständige begutachtet und danach ein Verfahren nicht ganz aus, sollten sich aber bei gutem Willen Provinziallandtag befchloffen, durch ein eigenes Elettrizitätswert geteilt in Butter erster, zweiter, dritter und manchmal auch auf beiden Seiten erledigen lassen, wie das Beispiel bei der Post die Provinz Brandenburg mit elektrischem Strom zu versorgen und vierter Qualität. Als wievielte Qualität die Ware an den lehrt. Attien einiger bestehender Werke zu erwerben und vorerst in solcher Verbraucher gelangt, hängt ab vom Händler. Leider fehlt Höhe, daß die Probing die Mehrheit der Berwaltung hat, um be- bei uns eine staatliche Kontrolle der Butter, wie Dänemark ftimmend einzuwirken. Dem haben unsere Vertreter im Pro- fie hat. Die Prüfung des Wassergehalts usw. gibt bei der Die Wochenfleismenge beträgt für die kommende vinzialandtag thre Sanktion gegeben. Die angeschlossenen Gemeinden sind am Gewinn beteiligt. Obiger Beschluß ließ feinen Zweifel deutschen Butter nicht selten recht beträchtliche Ueberschrei- Woche, alio für die Beit vom 25. September bis 1. Ditober 1916 250 Gramm. Auf einen Vollabschnitt der Fleischtarte entfallen darüber, daß auch dieses Unternehmen, wenn auch tein fommunales, tungen der geseßlich zugelassenen Höchstgrenze, die für geso doch ein staatliches oder Provinzunternehmen ist, deren Ver- falzene Butter bei 16 Proz., für ungesalzene bei 18 Proz. somit 50 Gramm, auf einen Teilabschnitt 25 Gramm. wirklichung ebenfalls unser Programm vorschlägt. Was die Auf- liegt. Wassergehalt von mehr als 20 Broz., ja vereinzelt bis gabe der Selbstverwaltung anbetrifft, so kann das nur auf die zu 30 Proz. und darüber ist durch die Versorgungsstelle schon vom 25. September bis 1. Oktober 1916 auf jeden der drei AbNach einer Verordnung des Magistrats dürfen in der Woche Produzierung des Stromes angewendet werden. Denn das Pro- festgestellt worden. Die Fälle viel zu hohen Wassergehalts schnitte 22 der Kartoffellarte je 3 Bfund Kartoffeln, auvinzunternehmen kommt nur als Lieferant des Stromes in Frage, haben sich in letzter Beit stark gemehrt, so daß fünftig alle sammen also höchstens 9 Pfund Kartoffeln abgegeben und entwährend die Tarifierung und die Weiterabgabe an die Konsumenten Butter aufs schärfste geprüft werden soll. Sehr wasserreiche nommen werden. mit Kraft- und Lichtstrom Sache der Gemeindeverwaltung in Butter wird übrigens, ehe die Versorgungsstelle sie weiter. Weißensee ist und dort lönnen unsere Gmeindevertreter ihren Ein- gibt, nochmals durchgearbeitet, um den Wassergehalt zu verfluß geltend machen. Auch dem Vorwurf muß begegnet werden, baß unsere Genossen ihren Einfluß versagen, sich nicht einem be- ringern. stehenden anderen fommunalen Werke anzuschließen. Hierbei war Ueber die Größe des Betriebes der Butterverentscheidend die reine wirtschaftliche Seite. Das Provinzunter- forgungsstelle Groß- Berlin macht man sich in der Bevölkenehmen bot günstigere Vorteile als die Verhandlungen mit der rung schwerlich eine zutreffende Vorstellung. Sie hat MilStadt Berlin , und da die Gemeinde infolge der sich entwickelnden lionenumsäße, obwohl die dem einzelnen Verbraucher zugeIndustrialisterung sich in gewiffer Notlage befand, war bei den teilte Buttermenge doch wahrlich gering ist. Mehr als 100 Berhandlungen mit Berlin eins störend, daß alle Abmachungen Gemeinden und Gutsbezirke umfaßt ihr Versorgungsgebiet, erst voraussichtlich der Zustimmung des Magistrats und der bas z. B. im Norden bis Oranienburg , Mühlenbeck und Stadtverordnetenversammlung" getroffen werden sollten. Diese Wandliz; int Süden bis Königswusterhausen , Bossen, Potsebentuellen langwierigen Magistrats, Stadtverordneten- und eben- bamt und Stahnsdorf reicht. Zunächst sollte es auf die In- wird nochmals auf Ermächtigung zur Freilassung gemäß§ 3 tuell mehreren Deputations- uno Ausschußverhandlungen konnte die Gemeinde in ihrer Bedrängnis nicht erst abwarten, da einzelne dustrieorte Groß- Berlins beschränkt bleiben, aber allmählich der Verordnung vom 16. 9. 160. Nr. 113 411- hingeIndustrielle der Gemeinde schon eine Klage androhten, wenn diese mußten dann immer mehr auch die abgelegenen Orte auf wiesen, um Verderben von Obst infolge Beschlagnahme zu nicht innerhalb einer kurzen Frist mit dem versprochenen Strom genommen werden. Man kann die Butterbersorgungsstelle verhindern. bersorgt waren. Unsere Genossen haben ihre Entscheidung in dieser Groß- Berlin wohl als eine der größten Butterhandlungen" Für diese Ermächtigung sind die Landräte, in Stadtwichtigen Angelegenheit durch eifrige Mitarbeit bei den Verhand- der Welt bezeichnen. Das Bureau beschäftigt jett 120 Ber- freisen die Magistrate, zuständig. lungen selbst, als auch durch weitere Aussprache der beteiligten In- fonen, größtenteils Frauen. Es nimmt einen beträchtlichen ftanzen am Orbe mit boller Ueberlegung zugunsten der Gemeinde Teil der Räume des Hauses Poststr. 16 ein. Berlin , den 23. September 1916. wie auch der Allgemeinheit getroffen."
*
Zu der Tariferhöhungsfrage der Großen Berliner
Straßenbahn.
Zu dieser Frage hat auch der Striegsausschuß für Konsumentenintereffen Stellung genommen. In einer Eingabe bittet er den Magistrat Berlin im Namen der minderbemittelten Bevölkerung Groß- Berlins dringend, von der bisherigen Haltung betreffend Tariferhöhung nicht abzugehen“.
Bekanntmachung.
Auf Ersuchen des Präsidenten des Kriegsernährungsamts
Oberkommando in den Marken.
Dieser ganze aus der Kriegsnot herausgewachsene BeDaß unsere Weißenseer Genossen ihre Entscheidung zugunsten trieb hat lediglich die Aufgabe, die Butter entgegenzunehmen, Ein gewerbsmäßiger Heiratsschwindler wurde gestern bei einem der Gemeinde wie auch der Allgemeinheit getroffen zu haben zu lagern und weiterzugeben. Auf Menge und Be. Stelldichein überrascht und verhaftet. Gin 36 Jahre alter verglauben, nehmen wir ohne weiteres an. Das ist auch von teiner fchaffenheit der Butter hat die Versorgungsbeirateter, aber wohnungsloser Arbeiter Gerhard Vehlmann schwin Seite bezweifelt worden. Aber nicht das ist der Kern der Sache. ftelle feinen Einfluß; fie muß nehmen, was man ihr belte Heiratslustigen Mädchen, denen er bald die Ehe versprach, vor, Gs handelt sich vielmehr um die grundsäßliche Frage, ob eine Ge- liefert und wie man es liefert. Die wiederholten Bemühun- daß er ein Geschäft einrichten wolle und betörte sie durch sein meinde mit sicheres und gewandtes Auftreten, ihm ihre Ersparnisse dazu herzumeinde mit eigenen Werken diese veräußern, d. h. ob sie das Kom- gen der Versorgungsstelle, eine Ausdehnung der Be- geben. Anderen schwindelte er das Geld mit der Vorspiegelung ab, munalprinzip dem Prinzip des gemischtwirtschaftlichen Unterneh mens opfern soll. Die Glektrifierung der Proving Brandenburg mängelungsfrist zu erreichen, sind bisher erfolglos baß er die Einrichtung für das neue Seim laufen wolle. Gestern wird nicht etwa von den Provinzialverwaltungen in eigener Regie geblieben. Eine Ausdehnung auf mehr als 24 Stunden ist traf er sich während der Vorstellung des„ Hias" mit einem neuen betrieben, sondern man hat ein gemischtwirtschaftliches Unternehmen dringend nötig; anders fönnen die Interessen Groß- Berlins Opfer im Zirtustunnel. Hier fab ihn ein anderes Mädchen, das er gewählt. Gegenüber dem früheren Zustand bedeutet das für alle gegenüber den Produzenten nicht hinreichend gewahrt werden. fürzlich betrogen hatte und ließ ihn festnehmen. Der Verhaftete ist die Gemeinden, die über eigene Elektrizitätswerte nicht verfügen, Eine längere Bemängelungsfrist würde auch auf die Produ- nur in diesem Falle geständig. Er fonnte aber schon in vier Fällen zweifellos einen Fortschritt, und aus diesem Grunde fonnten die zenten erzieherisch wirken, weil sie dann wüßten, daß sie leich- überführt werden und hat nach Briefen, die man bei ihm fand, noch jozialdemokratischen Mitglieder des Provinziallandtages dem Pro- ter gefaßt werden können. mehr auf dem Kerbholz. jeft unbedingt zustimmen, ja sie hätten einen schweren Fehler geWenn bei der Butter die Unzulänglichkeit der Qualität macht, wenn sie es abgelehnt hätten. Auf die Frage der Selbst noch zunimmt, dann wird auch die Quantität schließlich eine berwaltung einzugehen, ist uns an dieser Stelle unmöglich, wenn wir uns nicht eines Vertrauensbruchs schuldig machen wollen. Ge- sehr fühlbare Beeinträchtigung erleiden. Da für ungenießnoffe Taubmann gibt übrigens selbst offen zu, daß die Gemeinde bare Butter trotz aller Mängelrügen in dieser butterarmen Weißensee sich in einer Notlage befunden habe. Gab es wirklich Reit kein Ersatz zu beschaffen ist, so würde die ganze Ver: feiney anderen Weg zur Beseitigung dieser Notlage als die Ver- forgungsregelung über den Haufen geworfen. Ohnedies ist äußerung des Wertes? Und wenn die Veräußerung schon erforder- zu befürchten, daß die pro Kopf zu gewährende Buttermenge lich war, warum hat man dann nicht den viel näher liegenden bald noch weiter herabgesetzt werden muß. Weg eingeschlagen und sich mit Berlin in Verbindung gesezt? Daß ein Abkommen mit Berlin der Zustimmung der städtischen Körperschaften bedarf, ist ganz selbstverständlich. Aber wir sind über- Vom 1. Oktober d. J. ab wird der Fahrpreis für die Teilstrecken zeugt, daß, wenn die Sache wirklich so dringend war, diese Zu- auf den Pferdeomnibuslinien von 5 Pf. auf 7% Pf. erhöht. stimmung sehr schnell erfolgt wäre. So sehr mir auch unseren Weißenseer Genossen den guten Glauben beimessen, so haben sie doch übersehen, daß es sich in der Tat darum handelt, die Provinz gegen Berlin auszuspielen. Das ist die große Bedeutung der Angelegenheit, und aus diesem Grunde haben wir es für unsere Pflicht gehalten, die öffentliche Aufmerksamkeit auf dies Vorkommnis zu lenten.
Aus Groß- Berlin.
Der Omnibus wird teurer!
Giner Zuschrift, die der Vorstand der Allgemeinen Berliner Omnibus- Aktien- Gesellchaft in dieser Angelegenheit an uns sendet, entnehmen wir folgendes:
Aus der Spree gelandet wurde am Holsteiner Ufer in der Nähe des Bahnhofs Bellevue die Leiche eines Mädchens. Die Ertrunkene ist wahrscheinlich die Pflegerin Anna Kiesel aus der Triftstr. 4 zu Wittenau , die vor acht Tagen aus Gram über den Tod ihres geworfenen Rettungsball nicht annahm und schon untergegangen Bräutigams am Reichstagsufer ins Wasser sprang, den ihr au ivar, als ein Schiffer heranfam, um sie mit seinem Stahn zu retten.
Die Ausstellung ,, Mutter und Säugling" im Herrenhause erfreut fich eines regen Beiuches, so daß ihre Berlängerung in Aussicht genommen ist. Im Anschluß an die Ausstellung findet am Montag, den 25. September, abends 8 Uhr, ein Vortrag von Schwester
"
Antonie 3 er wer mit anschließender Aussprache statt. Der Bor Mitteln." trag lautet: 3medmäßige Pflege des Säuglings mit einfachen Ein Vortrag von Herrn Professor Langstein ist für den 29. September vorgesehen. Der Eintritt ist frei.
-
hinter der Katholischen Kirche zwischen der Französischen und der Straßensperrung. Das Polizeipräsidium teilt mit: Die Straße Behrenstraße wird behufs Erneuerung von Straßenbahngleisen und Beseitigung der Unterleitungsanlagen vom 25. September ab auf die Dauer von sieben Wochen für den Durchgangs- Fahrverkehr gesperrt.
Nachdem uns bei Ausbruch des Krieges der Kraftwagenpart bis auf einen geringen Bruchteil für Heereszwede entzogen worden war, blieben wir für die Weiterführung unseres Unternehmens fast ausschließlich auf den Pferdeomnibus angewiesen. Haben wir nun auch im Frieden aus dem Pferdebetrieb je nach den Kosten der Futtermittel recht wenig Gewinn erzielt und mußten wir uns da- Verloren wurde am Freitagabend an der Ecke Acker- und InDie Butterversorgungsstelle Groß- Berlin. unwirtschaftlich werden würde, so betrachteten wir es doch als geld und Militär- sowie anderen Ausweispapieren. her von vornherein sagen, daß der Pferdebetrieb im Kriege völlig validenstraße eine schwarzlederne Brieftasche mit 225 M. Papier Es ist fest Wenig und schlecht!" lautet bei der Bevölkerung Groß- unsere Pflicht gegenüber, der Oeffentlichkeit wie unseren Angestell- gestellt, daß die Tasche von einem Vorübergehenden aufgehoben Berlins das Urteil über die Butter, mit der sie jest abgespeist ten, den Betrieb auch im Kriege fortzuführen. Wir beförderten wurde. Zeugen, die die betreffende Person fennen, werden gebeten, wird. Daß sehr viel weniger Butter als sonst verfügbar ist, denn auch im Jahre 1915 im Pferdebetrieb noch immer über sich zu melden bei W. Kroschel, Jasmunder Str. 11, II. läßt sich ohne weiteres begreifen. Warum aber die Butter 78 Millionen Fahrgäste. Aber mit welchem Verluste? Das Jahr auch schlechter als sonst sein muß, leuchtet nicht ein.
Die Verantwortung für die Mängel der Butter wird vom Verbraucher dem Kleinhändler, von diesem dem Großhändler und von dem wieder der Butterversorgungsstelle zugeschoben. Die Butterversorgungsstelle aber lehnt die Verantwortung ab, weil sie bei der Kürze der für die Mängelrüge gestellten Frist sich gegenüber den liefernden Molkereien zur Ohnmacht verurteilt fieht. Innerhalb 24 Stunden müssen Mängel gerügt sein, sonst ist nichts zu machen". Trotz aller Beschleunigung, mit der die gelieferte Butter geprüft wird und dann in den Verkehr gelangt, sind Mängel nicht immer schon in 24 Stunden festzustellen.
1915 kostete uns nahezu 800 000 Mart. Das Jahr 1916 würde nach den bisherigen Ergebnissen sogar einen Verlust von mehr als 1% Millionen Mark ergeben.
-
Aus den Gemeinden.
Die Unrentabilität des Pferdeomnibusses liegt ursächlich in dem niedrigen Tarif von 5 Pf., der einzig auf der Welt ist. Mit den Städtischer Lebensmittelverkauf in Neukölln. Tarifherabsetzungen hat der einzelne Pferdeomnibus zwar eine sehr viel höhere Frequena, gleichwohl aber im Gegensatz zu zur Versorgung der Einwohnerschaft mit den notwendigsten LebensDie von der Stadt Neukölln eingerichteten zehn Verkaufsstellen der landläufigen Annahme eine erheblich geringere Einnahme mitteln haben sich nach den bisherigen Erfahrungen als außer erbracht. Die Pferde betamen viel mehr zu ziehen, die Schaffner ordentlich zweckmäßig und infolge der niedrig gehaltenen Preise vor weniger zu kassieren. allem als nugbringend für die Bevölkerung erwiesen. In den Die Ausgaben sind demgegenüber natürlich laufend gestiegen. Verkaufsstellen Jansastr. 4, Wildenbruchstr. 87, Herzbergstr. 7/8, Das Pferdefutter, welches den Hauptausgabeposten darstellt, ist um Nogatstr. 12, Steinntegstr. 12 und 73, Donaustr. 131, KirchhofDer Vorwurf, daß die Butterversorgunsstelle Groß- Ber- nicht weniger als rund 150 Prozent teurer geworden, auch die an- straße 45, Senesebecstr. 24 und Hermannstr. 22 fommen gegen lin ihre Buttervorräte zu lange lagern und schlecht deren Verbrauchsgegenstände sind im allgemeinen um 50 Prozent, wärtig die nachstehend aufgeführten Lebensmittel zum Verkauf: werden läßt, wäre unberechtigt. Wir hatten gestern Ge- 100 Prozent und mehr im Preise gestiegen. Dazu kommt, daß wir Holländer Fettheringe Stück 30 Pi.. Vollheringe Stück 35 Pi., legenheit, in den Betrieb der Versorgungsstelle einen Ein- unserm Betriebspersonal wegen der Kriegsverhältnisse gern eine Birfingkohl fd. 12 Pf., Weißfohl Pfd. 8 Pf., Rotkohl Pfd. 13 F., blid zu tun. Vertreter der Presse waren eingeladen worden, Teuerungszulage geben möchten, mit der wir bei unserer traurigen 18 f., Marmelade Pid. 1 M., Tomaten Pfd. 40 Bf., Sardinen in Kohlrüben Pfd. 7 Pf., Mohrrüben Pfd. 12 Pf., Zwiebeln Pfd. die Einrichtungen der Butterversogungsstelle zu besichtigen. Wirtschaftslage- wenn auch sehr gegen unsern eigenen Wunsch Del Büchse 1 M., in Tomaten oder Kraftbrühe 95 Bf., Freshheringe Die Versorgungsstelle hat in Berlin zwei große Läger, die in im Gegensatz zu anderen Berliner Verkehrsanstalten noch immer Büchse 1,25 M. und 1,65 M., Makrelen 1,25 M., Fischfülze der Dircksenstraße und in der Köpenicker Straße unter- zurückhalten mußten. 1,75 M., Fischflöße 3 M., frische Eier, auch Knickeier, je nach Preisgebracht sind. Das Lager in der Dircksenstraße, das wir sahen, Das Gegebene wäre zurzeit der Einheitstarif von 10 Pf. Um bestimmung durch die 3. G. G. Kartoffeln zum Preise von 6 Pf. machte wirklich nicht den Eindruck, wie wenn hier Ueberfluß aber den heutigen Verhältnissen unserer Fahrgäste Rechnung zu je Pfund werden in den vier lezigenannten Berkaufsstellen mit Rückan Butter herrschte. Mit dem, was da in den Kellern lag, tragen, wollen wir es mit einem 7½- Pf.- Teilstreckentarif versuchen, ficht auf die beschränkten Raumverhältnisse nicht abgegeben. Der würde so stattlich auch die Reihen der Fässer sich aus unter Aufrechterhaltung des 10- Pf.- Tarifs für die ganze Fahrt. Berkauf von Frischobst findet bis auf weiteres nur noch in geringem Umfange statt. nahmen die butterverlangende Bevölkerung Groß- Berlins Wir sind uns wohl bewußt, daß auch dann noch mit Verlust geJu der städtischen Fischhalle, Bergstr. 21, sind nach wie vor nicht weit reichen. Sobald Butter geliefert ist, wird das rechnet werden muß, erhoffen aber wenigstens, ihn so in einiger frische Seefische und Räucherwaren, sowie Konserven und Heringe Lager immer sehr rasch wieder geräumt, so daß maßen erträglichen Grenzen zu halten. Der Pfennigbruchteil, den zu billigen Preisen erhältlich.
-
-