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Mittwoch, den 1. Tovember: Extra- Zahlabend in Groß- Berlin.

Vom Gesundheitszustand in Berlin während des Krieges.

Ob während des Krieges die daheimgebliebene Bevölkerung bis her eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes gehabt hat, dar­über gehen die Meinungen auseinander. Ursachen einer Minderung der Gesundheit könnten sein die seelischen Erregungen dieser Zeit, die tiefgreifenden Aenderungen der Ernährungsweise und die starke Be­teiligung der Frauen, der Jugendlichen und der nicht mehr voll ar­beitsfähigen Männer an Arbeiten, von denen sie sonst ferngehalten wurden. Einen Versuch zur Beantwortung der Frage, welchen Ein­fluß die Kriegszeit auf den Gesundheitszustand der Bevölkerung Ber­line ausgeübt hat, macht in der Berliner Klinischen Wochenschrift"( 1916, Nr. 41, auch als Sonderabdruck er­schienen) der Arzt Prof. Dr. Magnus- Levy. Er benutzt als Maßstab die Sterblichkeitsziffern und kommt dabei zu fol­gendem von ihm an die Spitze seines Auffazes gestellten Ergebnis: Der Gesundheitszustand der Stadt Berlin , gemessen an der absoluten Bahl der Sterbefälle wie an der Sterblichkeitsziffer, ist in den drei bisherigen Kriegsjahren 1914, 1915 und 1916 verhältnismäßig sehr gut geblieben. Die Zahl der Todesfälle und die Sterblichkeitsziffer übersteigt nur unwesentlich die des Vorjahres 1913 mit seinen un­gewöhnlich günstigen Verhältnissen. Sie bleibt zurüd hinter dem Durchschnitt der dreijährigen Perioden 1908 und 1910 und 1911

bis 1913."

blieben."

bon 281 auf 340, im Auguft von 283 auf 844, im September von 276 auf 351.

=

Diese Zahlen sehen nicht nach einem günstigen Gesundheits­zustand aus, mindestens nicht nach einer Besserung in 1916 gegen­über 1915. Daß allerdings auch aus ihnen nur bedingte Schlüffe gezogen werden können, wissen wir. Es ist bekannt, wie sehr die Krankenkassenziffern unter dem Einfluß von 3u- und Ab­nahme der Arbeitsgelegenheit stehen. So lange loh nende Beschäftigung zu haben ist, wird Gesundheit simuliert", um möglichst die gute Zeit mitzunehmen". Kommt dann wieder Be­schäftigungsmangel und Arbeitslosigkeit, dann mehren sich die Krankmeldungen, weil viele sich jetzt erst Zeit laſſen, frank zu sein. Wit solchen Erwägungen kann aber bei der Vergleichung zwischen 1915 und 1916 die starke Zunahme der Krankenziffern doch wohl

nicht erklärt werden.

Aus Groß- Berlin.

Die Tauentzienstraße.

dings nichts zu tun, und scheidet, wie der Verbandsdirektor selbst in seiner Denkschrift betont hat, aus dem Bereich der Erwägungen überhaupt aus..

Es bliebe nur noch das Erwerbsrecht auf Grund des Vertrages der Großen Berliner Straßenbahn mit Lichtenberg . Um dieses aus, zuüben, hat man bis zum 31. Dezember 1918 Beit, also noch mehr als zwei Jahre. Auch der Lichtenberger Vertrag fann somit in feiner Weise für eine eilfertige Behandlung während des Krieges für die schwere Belastung des Groß- Berliner Kredits und der Groß­Berliner Bevölkerung herangezogen werden.

Die Tariferhöhung nach dem Berliner Vertrage würde auch dann, wenn der Verband bis zum Jahre 1920 feinen Finger rührte, nicht zur Wirksamkeit kommen. Dafür würden und könnten zunächst schon die Vororte, welche wie Charlottenburg , Schöneberg , Neuköln, Reinickendorf , Niederschönhausen , Brizz sich einen Zehnpfennigtarif auf die ganze Vertragsdauer ausbedungen haben, mit entscheidendem Erfolg sorgen, indem sie dem neuen Staffeltarif sein Geltungsgebiet einfach bermauerten.

Außerdem aber, und das glauben wir hier mit aller Ent­schiedenheit aussprechen zu dürfen, wird Berlin sicherlich

Dieser im letzten Jahrzehnt vielgenannten und weit über nicht daran denken, eine Entwidlung zu be die Grenzen Berlins , ja selbst Deutschlands , bekannten Straße günstigen, welche feinem einseitigen Vorteil ergeht es wie vielem anderen in der Welt: sie ist besser als diente und die Interessen der übrigen Groß­ihr Ruf. Man kann sie als die jüngere und vornehmere Berliner Gemeinden schädigte. Die wenig freundlichen Schwester der Friedrichstraße bezeichnen, und doch stellt Andeutungen einzelner Vertreter von Berliner Vororten, als ob sie einen anderen Typus dar, weist sie ein grundverschiedenes Berlin mit seinem Widerstande gegen ein übereiltes Verfahren seinem Gepräge auf. eigenen Nugen nachginge, fallen damit vollständig in sich zusammen. und Berlin bleibt nach wie vor zu der Mahnung und Forderung berechtigt, nicht die Kriegszeit zu so schwerwiegenden Entschließungen auszuersehen." Unsere Ansicht über die Angelegenheit haben wir fürzlich ein­gehend dargelegt.

Auch viele Verwundete sieht man hier an schönen Tagen gemächlich dahinschlendern. Oft fchart sich eine ganze Gruppe um eine Schwester, wie die Küchlein um die Henne.

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Nachträgliche Eintragungen sollen nur erfolgen, wenn die be­treffende Person verhindert war, fich eintragen zu lassen. Zu jeder Eintragung ist ein Kopfstück der bis zum 31. Oktober giltigen Buder­larte in den Geschäftsräumen der Buderversorgungsstelle, Komman bantenftr. 80/81 III. Stod, vorzulegen. Ohne dieses Kopfstüd kanu Buzug von außerhalb vorgelegt wird. eine Eintragung nur erfolgen, wenn die polizeiliche Anmeldung über Die Zuckerversorgungsstelle befindet sich jetzt Kommandanten­

Magnus- Levy gibt Tabellen über Sterbefälle und Sterblichkeits­giffern für die Gesamtbevölkerung, im besonderen für die an Zahl Das K. d. W. am Untergrundbahnhof leitet sie ein und fast unverändert gebliebene weibliche Bevölkerung, schließlich auch für die Kaiser- Wilhelm- Gedächtnis- Kirche schließt den Straßenzug. die weibliche Bevölkerung unter Aussonderung der Säuglinge und Die Seite des K. d. W. ist die belebtere, hier fulminiert sich der Greiſinnen. Es starben in den acht Jahren 1908 bis 1915 von das Getriebe, und die Auslagen in den Schaufenstern wie die der Gesamtbevölkerung auf je 10 000 Personen 157, 155, 146, 156, Bierlofale und Restaurants locken den Strom von Passanten 144, 135, 146, 152, von der weiblichen Bevölkerung auf je 10 000 in ewigem Wechsel heran. Zwischen 3 und 7 Uhr nachmittags weibliche Personen 146, 143, 137, 147, 137, 128, 135, 133. Aus diesen ist hier auch der Treffpunkt der Flirtbeflissenen, und die Back­Die Zuckerportion. Reihen hebt sich das Jahr 1911 mit höheren Sterblichkeitsziffern fische trippeln auf und ab, bleiben vor den Auslagen stehen Nachdem von der Reichszuckerstelle der Bedarfsanteil für die ein­heraus, die aus der damaligen, durch ungewöhnliche Hitze der Som- oder fangen prüfend ihr Bild in den hohen Spiegelscheiben zelnen Bersonen vom 1. November 1916 ab bekanntgegeben und die mermonate bedingten Mehrung der Säuglingssterbefälle zu erklären auf, ohne dabei die mehr oder weniger jungen Herren aus Berteilung des Buckers vorgenommen worden ist, erläßt der Magistrat find. Sieht man von 1911 ab, so zeigen die obigen Sterblichkeits- den Augen zu verlieren. eine Verordnung, in welcher die Menge, die von den einzelnen Ein­ziffern eine sehr deutliche Abwärtsbewegung bis zu dem Tiefstand Ebenso ist diese Zeit den Hausfrauen bon WW paßrecht, wohnern bezogen werden fann, angegeben ist. bon 1913, dem dann wieder eine Aufwärtsbewegung folgte. Magnus- die dann ihre Einkäufe erledigen und im Erfrischungsraum 21. bis Ende Ottober nur 250 Gramm bezogen werden konnten, Während mit dem letzten Zuckerkartenabschnitt für die Zeit vom Levy weist darauf hin, daß bei den Einberufungen zum Heeresdienst des Warenhauses mit Bekannten ein Stündchen verplaudern. steht es jetzt, vom 1. November ab den Einwohnern frei, für einen die männliche Bevölkerung viele der Gesundesten abgegeben hat, so Jedenfalls flutet um diese Nachmittagszeit ein ewiger Strom halben Monat 375 Gramm Zucker zu beziehen, und zwar nach Maß­daß für die Daheimgebliebenen die Sterblichkeitsziffer ohnedies von Menschen diesen Straßenzug auf und ab, und selbst der gabe der aufgedruckten Bestimmungen und gemäß der Kundenliste. ungünstiger werden mußte. Eine Berechnung der Sterbeziffern der Krieg hat hierin nicht allzu viel Wandel schaffen können. Die Die Anfuhr von den entfernteren Raffinerien ist etwas verzögert ersten Halbjahre von 1914, 1915, 1916 ergibt als Sterblichkeitsziffern Zahl der eleganten Herren mit Monofel und neuester Kra- werden, so daß manche Geschäfte erst in einigen Tagen in der Lage für die Gesamtbevölkerung 146, 156, 158 auf je 10 000, für die weib- watte ist allerdings erheblich zusammengeschrumpft, dafür aber sein werden, die Kunden zu befriedigen. Doch konnte im ganzen liche Bevölkerung 136, 142, 137 auf je 10 000. Wir fönnen dem nicht behauptet sich Feldgrau äußerst start unter den Vorüber- der Buder aus der neuen Ernte rechtzeitig nach Berlin gelangen. zustimmen, daß diese Ziffern auf einen sehr guten" Gesund- fommenden. Vom einfachen Soldaten bis hinauf zum hohen Eintragung in die Kundenliste häufig falsch verstanden worden ist. Hierbei wird noch bemerkt, daß die Bekanntmachung über die heitszustand schließen lassen. Aber Magnus- Levy macht selber Offizier sind die Soldaten vertreten. Die belebteste Straße Wer auf Grund des Zuderkartentopfes in die Kundenlifte einmal ein­die Einschränkung, nur von einem berhältnismäßig sehr des neuen Westens zieht sie in reicher Anzahl an. guten" Gesundheitszustand zu reden. Die Gruppierung der Gestor­getragen worden ist, braucht mit Ausgabe einer neuen Buderkarte nicht erneut eingetragen werden; die Weiterlieferung erfolgt ohne benen aus der weiblichen Bevölkerung nach Altersklassen zeigt neben weiteres auf Grund der bisherigen Eintragung. starker Minderung der Säuglingssterbefälle, die sich hauptsächlich aus dem Geburtenrüdgang erklärt, eine beträchtliche Zunahme der Und während an den Seiten der Straße das Leben pulft Sterbefälle von Greiſinnen. Bei diesem ältesten und schwächsten Teil und flutet, gleitet ein Straßenbahnwagen nach dem andern der Bevölkerung nimmt Magnus- Levy einen schädigenden Einfluß über grüne Rasenstreifen und bringt und holt wieder neue des Krieges an. Nach Abzug der Säuglinge und der Greifinnen er- Scharen von Passanten. In Friedenszeiten war das Publikum hält man auch für die Sterbefälle der 1 bis 70 Jahre alten weiblichen hierselbst in allen Zungen und Trachten vertreten, der Krieg Personen noch ein Mehr in 1914 und 1915 gegenüber 1913, ein hat damit, wie mit so vielem anderen, aufgeräumt. Nur Weniger aber gegenüber den früheren Jahren. Die Vergleichung der selten flingen noch fremde Sprachen an unser Dhr. Die ftraße 80/81. ersten Halbjahre von 1914, 1915, 1916 ergibt für die weibliche Be Mitte der Straße, die schöne, breite Promenade, ist die bölferung und bei den Säuglingssterbefällen die aus dem Geburten- Domäne der Kinder und alten Personen. Hier spielen die Kleinhandelspreise für frische Seefische befter Qualität rückgang erklärbare Minderung, dagegen bei den Sterbefällen aller Kleinen unter der Obhut der Mütter oder Erzieherinnen und für Dienstag, den 31. Dttober 1916. anderen Altersklassen eine Mehrung. Schließlich faßt Magnus- die Großpapas und Großmamas sigen auf den Bänken und Schellfische, flein( bis 4 Pfund) 1,70 m., mittel( von 8 bis Lebh sein Urteil noch einmal in die folgenden Sätze zusammen, die freuen sich der milden Wärme der Herbstsonne. 1 Pfund) 1,90 M., großmittel( von 1 bis 11, Pfund) 2,05 m., borsichtiger als die an die Spike gestellte Bemerkung flingen:" Die Früh senkt sich die Dämmerung hernieder. Schön ge- große( von Pfund und mehr) 2,15 M.; Kabeljau, flein ( bis brei Striegsjahre haben uns bisher eine geringfügige Verschlechterung gliedert hebt sich die Silhouette der Gedächtniskirche vom 1 Pfund) 1,25 M., mittel( von 1 bis 4 Pfund) 1,45 M., große gegenüber dem ungewöhnlich günstigen Jahr 1913 gebracht. Fast alle Abendhimmel ab. Und nun heben auch die Glocken an zu( von 4 Pfund und mehr) 1,65 M., ohne Kopf( im Ausschnitt) 2,25 M.; 1/2 Verhältnisse sind noch immer beffer als in 1908 bis 1912. Nach läuten schwer und dumpf rollen die Klänge die Straße Schollen, fleine( bis zu Pfund) 1,00 m.( Bufuhr knapp.) dieser Richtung hin ist also der Krieg bis her fast ohne Einfluß ge- hin, die nach und nach im elektrischen Licht erstrahlt. Die neuen Fleischpreise. Der Magistrat hat, nachdem die Stall­höchstpreise für Rinder um ein geringes ermäßigt worden sind, die Im ganzen geben diese Zahlen doch keine ausreichende Antwort Ein Wahlkampf in der Zeit des Burgfriedens fand gestern unter dem 22. September 1916 erlassenen Kleinhandelspreise für auf die Frage, um die es sich handelt. Aus dem Auf oder Ab der im 11. Kommunalwahlbezirk der 2. Abteilung statt. Dort frisches( rohes) Rindfleisch außer Kraft gefeßt. An ihre Stelle treten Sterblichkeitsziffern kann nicht mit voller Sicherheit geschlossen kämpften zwei bürgerliche Kandidaten die neuen Preise der Verordnung vom 25. Oftober 1916. Es find bürgerliche Kandidaten um das Stadt- folgende Ermäßigungen eingetreten: Es tostet 1 Bfund Schmorfleisch werden, wie weit der allgemeine Gesundheitszustand sich verschlech- verordnetenmandat. Die Hausbesizer hatten gegen den von ohne eingewachsene Knochen und ohne Knochenbeilage( Keule und tert oder gebessert hat. Auch bei Verschlechterung des allgemeinen den freisinnigen Vereinen aufgestellten Fabritbesizer Stein Bug) 2,90 M.( bisher 3 M.), 1 Pfund der übrigen Teile 2,30 M. Gesundheitszustandes können zufällig die tödlich endenden Ent- den Reichsbankkalkulator Ladendorf aufgestellt. Ersterer( bisher 2,40 M.), 1 fund Gehacktes 2,40 M.( bisher 2,50 m.). bindungen seltener sein, wie andererseits bei einer Mehrung gerade siegte mit 481 Stimmen gegen 330 Stimmen, die auf Laden- Leere Röhrenteile der Knochen dürfen als Suppenknochen oder als dieser Erkrankungen doch eine Besserung des allgemeinen Gesund- dorf entfielen. Beilage zum Fleisch nicht verkauft werden. heitszustandes denkbar wäre. Magnus- Levy sagt übrigens selber, daß die Zahl der Todesfälle nur einer der Faktoren zur Beurtei lung des allgemeinen Gesundheitszustandes" ist. Er fügt hinzu: Aus dem Rathause wird zu der von Vertretern der Landkreise Aber auch die anderen zeigen ein ähnlich zufriedenstellendes Er- und weniger Vororte verfaßten Erklärung geschrieben: gebnis", und weist darauf hin, daß wir von Kriegsfeuchen voll- Die Gegenerklärung, die von mehreren Mitgliedern des Ver­kommen verschont geblieben" find. Für die dann von ihm ausge- bandes Groß- Berlin veröffentlicht wird, stellt das Vorgehen in sprochene Ansicht, daß auch die sonstigen Gesundheitsverhältnisse, Sachen der Großen Berliner Straßenbahn ganz unter den Gesichts­gemessen an der allgemeinen Arbeits- und Leistungsfähigkeit der punkt eines mitten im Ariege eröffneten Kampfes gegen Bevölkerung, teine stärkere Beeinträchtigung erfahren haben", fehlt Berlin . Einzig und allein die Besorgnis, daß im Jahre 1920 in seinem Auffah jeder Beleg. Er beschränkt sich überall auf Er- der im Berliner Vertrage vorgesehene Staffeltarif in Kraft treten örterung der Sterblichkeitsverhältnisse und macht nirgends den Ver- fönnte, wird als Grund angeführt. Dagegen wird weder die such, zur Prüfung der Gesundheitsverhältnisse die Ziffern der ungeheuere Tragweite, welche ein Ankauf der Straßenbahn mit Krantentassenstatistik heranzuziehen. Im Vorwärts" einer Summe von, wie es jetzt scheint, sogar 150 Millionen wurde ein solcher Versuch bereits gemacht und für Anfang August Mark für ganz Gruß- Berlin haben würde, und die schwere Be­dieses Jahres gezeigt, daß bei den Krankenkassen Berlins. in diesem Jahre die Anteile der Kranken an der Gesamtheit der Versicherten erheblich höher als zu demselben Zeitpunkt des vorigen Jahres waren. Daß dies kein Ginzel- und Ausnahmefall ist, lehrt die Be­trachtung des ganzen Zeitraumes vom Herbst 1916 zurück bis zum Es ist ganz besonders eigenartig, daß eine Tariferhöhung, Frühjahr 1915. Noch weiter zurückzugehen, verbietet sich, weil erst welche möglicherweise im Jahre 1920 im Höchstbetrage von 2 bis bom Februar 1915 ab die nach Kriegsausbruch ausgeschlossenen 2 Millionen Mark eintreten könnte, den Anlaß bilden soll au Hausgewerbetreibenden wieder in die Krankenversicherung einbe- einer sofort, mittelbar oder unmittelbar in Wirksamkeit tretenden zogen wurden. Nach unseren Berechnungen kamen zu Anfang der Mehrbelastung des Publikums, die sich mindestens auf das Sieben 19 Monate März 1915 bis September 1916 arbeitsunfähige bis Acht face beläuft. Aber es wird demgegenüber auch die Krante auf je 10 000 versicherte Mitglieder bei den männlichen Ver- Aufgabe Berlins sein, in den kommenden Verhandlungen eingehend sicherungspflichtigen 281, 271, 250, 235, 264, 255, 253, 255, 254, 279, nachzuweisen, einmal daß die Besorgnis vor einer staffelmäßigen 306, 334, 365, 331, 290, 284, 294, 299, 304, bei den weiblichen Ver- Tariferhöhung im Jahre 1920 überhaupt nicht begründet ist, und ficherungspflichtigen 217, 214, 213, 225, 281, 283, 276, 266, 253, ferner, daß diese Frage auf keinen Fall einer beschleunigten Behand 271, 302, 341, 352, 323, 292, 310, 340, 344, 351. Wegen der oben lung bedarf. erwähnten, erst vom Februar 1915 ab erfolgten Wiederzulassung Es muß geradezu als irreführend bezeichnet werden, wenn man Um Gold zu bekommen, hatte der Berliner Rennverein den­von Hausgewerbetreibenden werden wir vielleicht besser auch die immer wieder den Versuch macht, die Annahme zu erweden, als ob jenigen Besuchern der Pferderennen Vergünstigungen versprochen, die Frühjahrsmonate noch aus dieser Betrachtung ausschließen. Bei bis zum 31. Dezember 1917 der Verband irgendeine Entscheidung zu Gold in Zahlung geben. Und siehe da, der Erfolg war ein über­Einbeziehung des Frühjahrs würde die Vergleichung zwischen 1915 treffen hätte. Das würde nur der Fall sein, wenn der Verband be- raschender. Das Gold, das auf andere Mahnungen nicht abgeliefert und 1916 sehr zuungunsten von 1916 ausfallen. Bei Beschränkung absichtigte, die Straßenbahn im Jahre 1920 zu einem Kurswert von wurde, hier kam es zum Vorschein. Bis jetzt sind bei den Rennen auf die Zeit vom Juli ab ergibt sich, daß die 3iffer der 200 Proz. zu erwerben. Daß unter den gegenwärtigen veränderten abgesehen von der noch ausstehenden Sammlung der Trabrenn­Kranten pro 10 000 Versicherte von 1915 au 1916 ge- Verhältnissen zu einer Zeit, wo die Aktien des Unternehmens mit vereine 422 780 M. Gold abgeliefert worden, das der Reichsbank stiegen ist bei den männlichen Versicherungspflichtigen im Juli etwa 125 Proz. erhältlich sind, kein verständiger Mensch zugeführt wurde. Den Hauptteil dieser Summe brachte die Grune von 264 auf 294, im August von 255 auf 299, im September von hieran denken kann, bedarf keiner Darlegung. Die Ausübung waldbahn, wo an 16 Renntagen 197 670 M. eingingen. Karlshorst , 253 auf 304, bei den weiblichen Versicherungspflichtigen im Juli des Berliner Erwerbsrechts hat also mit der Tariffrage schlechter- das die Anregung zu der Sammlung gab, lieferte an 18 Renntagen

Die neuen Verkehrspläne.

lastung des bei weitem größten Teiles der Bevölkerung von ganz Groß- Berlin, den Vororten nicht minder wie Berlin selbst, durch eine Tariferhöhung, welche sich im Jahre auf 15 bis 18 Millionen Mark belaufen würde, mit keinem Worte berührt.

Wer Gänse kaufen kann. Der Magistrat Berlin hat mehrere Tausend geschlachtete Gänse( gemästete Fettgänfe) gekauft und stellt sie in der Zentralmarkthalle zum Verkauf. Der Preis beträgt 4 M. für das Pfund. Anmeldungen Berliner Einwohner zum Bezuge, die die städtische Markthallen- Direktion, C 2, Neue Friedrichstr. 35, zu nach der Reihenfolge des Eingangs Berücksichtigung finden, sind an richten. Es ergeht darauf von der Markthallen- Direktion an die An­meldenden eine schriftliche Nachricht, wo und wann sie die von ihnen bestellten Gänse abholen fönnen.

Um schwere und fette Gänse zum Preise von 4 M. das Pfund kaufen zu können, dazu gehört heute ein kleines Kapital..

Krankenernährung. Der Magistrat teilt mit: Obwohl in der Bresse wiederholt darauf hingewiesen worden ist, daß der Verkehr mit der Zentralstelle für Krantenernährung auf schriftlichem Wege erfolgt, drängt es doch viele Kranke zur persönlichen Nachfrage ins­besondere in den Fällen, in denen den Benachrichtigungsschreiben auf eingereichte ärztliche Beugnisse nicht gleich sämtliche Starten für die ganze Bewilligungsdauer beigefügt werden konnten, weil die Bentralstelle sie selbst nur von Monat au Monat von den einzelnen Nahrungsmittelabteilungen erhält.

Um derartigen Beunruhigungen im Publikum hinsichtlich der jetzt ablaufenden Milchkarten für Oftober vorzubeugen, teilt die Bentralstelle mit, daß die Novemberkarten, soweit solche für Kranke bewilligt worden find, am 30. Oktober zur Versendung gelangt find.

Geschäftsstelle am 1. November nach dem Reichsamt des Innern, Der Hilfsausschuß der Reichsdeutschen in Frankreich verlegt seine Luisenstr. 33/34.

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Gold auf Rennplätzen.