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für Schlichtungskommissionen. Die Mitglieder der Arbeiter- geringen Zahl von Konservativen, die in ihm fiken, nicht von echt bestehende Präsentationskommission hat der Bürgerschaft drei Kan ausschüsse seien im Bergbau sehr oft gemaßregelt worden; die Ar- christlichem Geifte erfüllt sei. Wir meinen, ein Parlament solle den didaten zu präsentieren. Bei früheren Wahlen sind alle Versuche beiter wollten daher kein Amt mehr in den Ausschüssen annehmen, Streit um das echte Christentum den Theologen überlassen und be- der sozialdemokratischen Vertreter in den Präsentationskommiſſionen, ja sie beteiligten sich zum Teil gar nicht an den Wahlen. Der strebt sein, das Nübliche und Rechte für das Volk zu tun. Das auch einen Sozialdemokraten mit zu präsentieren, an dem geschlossenen wahre Grund, weshalb sich die Unternehmer so sehr gegen die tann aber am besten ein Parlament des gleichen Wahlrechts! Widerstande der bürgerlichen Stadtverordneten und der Magistrats Schlichtungskommissionen sträuben, sei ja auch vom Abg. Dr. mitglieder gescheitert. Bei den Verhandlungen in der Präsentations Herr v. Dewit polemisiert gegen einen Artikel der" Frankfurter fommission für die bevorstehenden Wahlen ist es nun den sozial­Hirsch selbst ausgesprochen worden. Die Schlichtungskommissionen tragen den Wünschen der Unternehmer nicht genügend Rechnung. Beitung", in dem daran erinnert wird, daß beispielsweise 1908 in demokratischen Vertretern gelungen, durch energische Vorstellungen Alle Versuche, die Löhne der Arbeiter als genügend für die jetzige der 3. Abteilung 82,2 v. H. der Urwähler, in der 2. Abteilung 13,9 die bürgerlichen Stadtverordneten und die Magistratsmitglieder zu Zeit hinzustellen, sei vergeblich; die Bergarbeiterlöhne seien um v. H. und in der 1. Abteilung nur 3,9 v. H. derselben die gleiche bewegen, dafür zu stimmen, daß auf die Kandidatenliste für das 20-30 Proz. gestiegen, aber die Lebensmittel feien noch mehr im Anzahl Wahlmänner wählten. Herr v. Dewit schlägt demgegenüber eine Stadtratsamt auch ein sozialdemokratischer Kandidat, der Preise gestiegen; in gleicher Weise aber auch die Ueberschüsse der auf den Geldbeutel der Besitzenden und weist darauf hin, daß noch sozialdemokratische Stadtverordnete Rindfleisch gesetzt worden Werte und Zechen, so daß die Löhne erhöht werden könnten, ohne 1904 63 v. H. der preußischen Bevölkerung überhaupt nicht, weitere ist. Die legte gutbesuchte Mitgliederversammlung des Sozialdemo daß die Kohlenpreise hinaufgeschraubt werden müßten. Man wolle 32 v. H. in den niedrigen Stufen von 900 bis 3000 M. Staats- ratischen Vereins Groß- Kiel hat daraufhin einstimmig die Betei­auch die Frauen unterirdisch beschäftigen. Er warne sehr eindring­ligung an den Stadtratswahlen beschlossen. Wenn die Kieler Arbeiter lich vor diesem Schritt, sonst würden große Nachteile für die Ge- steuern zahlten, während nur 5 v. H. der Bevölkerung 70 v. H. des auf dem Posten sind, dürfte die Wahl des sozialdemokratischen Kan­samtheit entstehen. Auch die Zechenarbeitsnachweise haben die gesamten Steuersolls aufbrachten. Herr v. Dewik weiß nicht, daß didaten sicher sein. Pläne der Werksherren nicht erfüllt. Der Belegschaftswechsel sei die 95 v. H. schlechten Steuerzahler die besten Zahler der indirekten infolge des rechtlosen Gedingesystems und der teilweise schlechten Steuern sind. Löhne noch äußerst start. Verhindert man jest zwangsweise den Arbeiterwechsel, dann würden unhaltbare Zustände eintreten. Die Schlichtungskommissionen seien, das müsse er auf Grund eigener Beobachtungen bestätigen, eine Notwendigkeit. Er bitte daher das Kriegsministerium nochmals, der Sache näherzutreten und alles

zu tun, um diese notwendige Einrichtung zu schaffen.

Abg. v. Trampczinski( Pole) wies auf die Beschwerden der polnischen Arbeiter hin. Das schlimmste sei, daß die Behörden glauben, sie fönnten alles einseitig von sich aus regeln; das sei aber falsch und führe zu schweren Härten. Es bestehen Vereine der Polen , und deren Hilfe sollte in Anspruch genommen werden; da­durch könnte vieles gebessert werden.

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Oberst v. Wrisberg: Jm allgemeinen stelle er fest, daß die Militärbehörde ein warmes Herz für die Arbeiter habe. Er müsse zugeben, daß die Schlichtungskommissionen, wo sie ein­gerichtet sind, gut gearbeitet haben. Die Angelegenheit in Rhein­ land und Westfalen sei nicht erledigt; er hoffe, daß, wenn der Reichstag im Februar wieder zusammentritt, er in der Lage sein werde, mitzuteilen, daß Maßregeln getroffen sind, die allen hier vorgebrachten Wünschen entsprechen.

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Der Lesestoff unserer Feldgranen.

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Herr v. Dewit denkt nicht daran, daß die hohen Steuerbeträge, Einige Verlagsanstalten haben es sich angelegen sein lassen, die von den 5 v. H. guten Steuerzahlern aufgebracht werden, nicht unsere Soldaten im Felde mit Lesestoff zu versehen, der zum erheb von ihnen selbst, sondern von den 95 v. H. schlechten Steuerzahlern lichen Teil als Schundliteratur bezeichnet werden muß. Diese Buch­erarbeitet sind. Herr v. Dewitz denkt nicht im entferntesten daran, händler im Felde machen dabei allerdings glänzende Geschäfte, denn daß die besten Steuerzahler der Zukunft die Kriegs gewinner und je größer der Schund, desto mehr wird daran verdient. Dieser leider zum großen Teil darunter Abg. die Kriegs teil- Mißstand bot Vertretern verschiedener Parteien die schlechtesten nehmer sein dürften. Herr v. Dewitz hat sich nicht überlegt, wie Schulz- Erfurt- Veranlassung, im Reichstag folgende Anfrage ein wenig es einer von echt christlichem Geist erfüllten" Gesetzgebung zubringen: anstünde, den Kriegsgewinnern ein besseres Wahlrecht zu geben als ,, Ueber die Feldbuchhandlungen werden fortgesetzt Klagen laut. den Kriegsteilnehmern. Die von ihnen feilgehaltenen Bücher find teilweise minderwertiger Art, in vielen Fällen ist den Soldaten offenkundige Schundliteratur verkauft worden. Eine weitere Klage geht dahin, daß die Bücherauswahl zum Teil einseitig bestimmte Verlage bevorzugt, was darauf zurüc geführt wird, daß der Feldbuchhandel in der Hauptsache in den Händen einiger weniger Buchhandlungen liegt. Bücher und Bücher­reihen, deren Feilhaltung im Interesse der Volksbildung dringend erwünscht ist, wenn sich ihr Vertrieb auch nicht so lohnt wie der Vertrieb von Sensationsliteratur, werden von den Feldbuchhandlungen nur mangelhaft oder gar nicht berücksichtigt.

Es kann aber in Zukunft keinen bevorrechteten Stand geben, wenn er nicht von denen gebildet werden soll, die draußen an der Front für die Verteidigung der Heimat ihr Leben in die Schanze schlugen. Die werden, wenn sie heimkommen, kein Vorrecht für sich verlangen, sie werden aber auch nicht dulden, daß sie ein schlechteres Bürgerrecht haben sollen als irgendein Heimkrieger, der mit Feder und Papier für preußische Grundlagen" kämpft. Das dürfte heute in Deutschland jedermann klar sein aus­genommen Herrn v. Dewit und wenige ihm Gleichgesinnte!

Ein geheimnisvoller Bethmann- Brief.

Die Zeitschrift Das größere Deutschland " veröffentlicht hinter einem Artikel des Fürsten zu Salm- Horstmar, des Ver­fassers der berühmten Immediateingabe gegen den Reichs­fanzler, eine Betrachtung des Herausgebers W. Bacmeister über Scheidemanns letzte Reichstagsrede. Darin findet sich folgende allgemein interessierende Bemerkung:

Abg. Spiegel( Soz.): Die Erklärung des Vorredners sei sehr erfreulich; es sei aber auch die höchste Zeit, daß die Reichs­leitung eingreife, um für den 7. Armeekorpsbezirk Kriegsausschüsse zu schaffen. Keine Verzögerung sollte weiter zugelassen werden. Die Verhältnisse können so nicht weitergehen. Dann wandte sich der Redner gegen die Vertröstungen des Abg. Hirsch auf die Gewerbeaufsichtsbehörden. Diese seien vollständig einflußlos ge­blieben. Auch die Beschwerden an die Behörden und an das Generalfommando feien erfolglos geblieben. Es dauere wochen-, ja monatelang, ohne daß die Beschwerden erledigt werden, und dann fallen die Antworten im ungünstigen Sinne für die Ar­beiter aus. Wenn in den Arbeiterausschüssen die Arbeiter tat­fräftig für ihr gutes Recht eintreten, werden sie gemaßregelt oder zum Heeresdienst eingezogen. Auf dem Wittener Guß stahl= werk sind die Arbeiter, die bei Differenzen verhandelt hatten, eingezogen worden. Auf demselben Werke haben in der vorigen Woche zwei der wichtigsten Abteilungen die Arbeit nieder­gelegt, weil man ihren Wünschen nicht Rechnung tragen wollte. Als wir die Arbeiter um Wiederaufnahme der Arbeit ersuchten, wurde in der Versammlung erklärt, daß die Zustände unerträglich seien.. Auch auf der Gewerkschaft ,, Deutscher Kaiser" sind Kommissionsmitglieder, nachdem sie ber­handelt hatten, eingezogen worden. Die Gewerbeaufsichtsbehörden haben ebenfalls versagt. Bei Differenzen auf den Westfälischen Stahlwerken in Bochum , bei weichen die zuständige Gewerbeinspet­tion eingriff, ist den drei Arbeilerorganisationen für die Metall­industrie überhaupt keine Mitteilung mehr zugegangen. In einem der Fälle, bei der Firma Gemdt in Lengerich , wo die Angaben der Beschwerden durch zwei Gewerberäte bestätigt wurden, hat es fo= gar 11 Wochen gedauert, bis die Angelegenheit erledigt war, und das fonnte auch nur mit Hilfe des Kriegsministeriums erreicht Wir können zur Beruhigung des Herrn Bacmeister ber­werden. Die Untersuchungen und Beschwerden sind meist erfolglos. sichern, daß der von ihm erwähnte Brief des Reichskanzlers Die Arbeiter haben fein Vertrauen mehr. Es muß unbedingt eine dem Genossen Scheidemann gänzlich unbekannt ist. Schade, Instanz geschaffen werden, die hier regelnd eingreift. Den qualifi­zierten Arbeitern werden Stundenlöhne von 45 bis 70 Pf. gezahlt; daß Herr Bacmeister diesen Brief, der nach seinen An­im Afford verdienen diese Leute 60 Pf. bis eine Mart die Stunde. deutungen ja sehr verständig zu sein scheint, nicht in seinem Es ist dies viel zu wenig für die jetzige Zeit; daher sind die Forde- Wortlaut veröffentlicht! Sollte sich der Reichskanzler darin rungen der Arbeiter auf Rohnerhöhung durchaus berechtigt. zu ähnlichen Anschauungen bekennen, wie Scheidemann , und würde dies allgemein bekannt, so wäre damit der Sache auch die Arbeiten des Ausschusses überhaupt beendigt. des Friedens ein wesentlicher Dienst geleistet.

Damit waren die Verhandlungen über diese Gegenstände und

Die Kommission für Bevölkerungspolitik

Ist der Herr Reichskanzler bereit, eine bessere Organisation des Feldbuchhandels unter Heranziehung sämtlicher für das deutsche Volksbildungswesen in Betracht kommenden Vereinigungen in die Wege zu leiten?"

Die Fragesteller begnügen sich mit einer schriftlichen Antwort, die hoffentlich nicht lange auf sich warten läßt. Hier liegt in der Tat ein Mißstand vor, dessen Beseitigung nicht auf die lange Bank geschoben werden darf.

Aus der Partei.

Stellungnahme zur Reichskonferenz.

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Schon mehrfach hat dieser Mann sich als besonders gut über die Absichten der Reichsregierung unterrichtet darzustellen gesucht, ohne daß ihn die offiziöse Presse verleugnet hätte. In manchen Kreisen hält man ihn für einen der mächtigsten Männer im Reiche. Und im Ausland meint die Eine Kreiskonferenz des 5. schleswig- Holsteinischen Presse vielfach, Scheidemann habe die Wahrheit Wahlkreises tagte in Itzehoe . Dieselbe war zusammengesett gefagt, Sie der Kanzler zu fagen noch aus Vertretern der Ortsvereine, dem gesamten Streisvorstand, der nicht für zweckmäßig, gehalten habe. Der sozia- Kontrollkommission, dem Reichstagskandidaten Genossen Winkel. listische Führer gebrauchte in seiner Rede auch den Satz: mann- Bremen, dem Genossen Kürbis Altona als Vertreter Wir haben uns nie darüber getäuscht, daß dieser Krieg, des Bezirksvorstandes und dem Genossen Fröhlich Kiel als Ver selbst wenn er von diesem oder jenem als Eroberungsfrieg ge- treter der Schleswig- Holsteinischen Volkszeitung". Genosse Alps wollt wäre, in Wirklichkeit nur als Verteidigungstrieg als Delegierter des Kreises vertrat diesen im Sinne der Mehrheits. geführt wird."( Soll heißen:... werden kann". Red. d. V.") bestrebungen und sprach sich auch in seinem Bericht für diese aus. Man darf wohl verraten, daß es einen Brief Mit allen Stimmen( bei drei Stimmenthaltungen) nahm die Kon des Reichskanzlers gibt, in dem der gleiche Geferenz folgende Resolution an: Die Konferenz der Delegierten des dantengang mit fast den gleichen Worten zum 5. schleswig- Holsteinischen Wahlkreises erklärt sich mit der Haltung Ausdruck tam. Hat Scheidemann , der ja so manchen Brief ihres Delegierten einverstanden. Sie erklärt weiterhin sich mit der kennt, auch diesen Brief gekannt...?" Haltung ihres Organs, der Schleswig- Holsteinischen Volkszeitung einverstanden und weist Angriffe gegen deren Haltung zurüd."

Anfragen im Reichstag.

Abg. Dr. Blund( Vp.) fragt:

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" Durch die Beschlüsse der Pariser Konferenz ist das Bestreben hielt am Sonnabend noch eine kurze Sibung ab. Auf Grund von unserer Feinde, auch nach dem Friedensschluß den Krieg auf wirt­Besprechungen der Unterkommission mit Regierungsvertretern schaftlichem Gebiete fortzusetzen, offenbar geworden. wurden die von der Regierung geforderten statistischen Auskünfte Jit der Herr Neichstanzler bereit, im Reichsamt des Innern betr. Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten im Heere endgültig festgestellt. Die Regierung hat zugesagt, daß die für eine Zentralstelle, etwa in Form eines besonderen Handelsamts, zu endgültig festgestellt. Die Regierung hat zugesagt, daß die für schaffen, welche Handel und Industrie in allen den Außenhandel be­Offiziere und Mannschaften getrennte eft ft el- schaffen, lung der Erkrankungsfälle, die für die Vergangenheit aber nicht treffenden Fragen wirksam unterstützt?" möglich sei, für die Zukunft durchgeführt werden soll. Die Kom- Abg. Müller- Meiningen fragt: 296 si mission wünscht durch diese Trennung eine Prüfung darüber zu er= Nach Art. II Nr. 10 Abs. 3 des Warenumsatzstempelgesetzes sind möglichen, ob und welche Wirkung die verschiedenartigen Vorschriften Lieferungen im Inlande bezogener Waren in das Ausland vom haben, die für Offiziere und Mannschaften hinsichtlich Meldung und Stempel befreit. Nach Auffassung weiter Kreise und gewisser Be­Behandlung von Geschlechtskrankheiten gelten. Der stellvertretende Vorsitzende, Abg. Size( Zentr.), teilte mit, hörden genießt derjenige Steuerfreiheit nicht, der zwar im Inlande daß die Regierung einen Gefeßentwurf zur Bekämpfung auftauft, daraus aber Fabrikate herstellt, die dann zur Ausfuhr ge­des Prostitutionswesens borbereitet. Es sei zu hoffen, daß langen also die Ausfuhrindustrie. der Entwurf bei Wiederzusammentritt des Reichstags vorliegen Ist der Herr Reichskanzler bereit, Aufklärung zu schaffen, ob die wird. Zu empfehlen sei, daß die Kommission die Absicht der Regie- Ausfuhrindustrie von dem Stempel befreit ist oder nicht?" rung stärkt, indem sie, da eine Beratung der Frage selbst jetzt nicht möglich ist, die Regierung ausdrücklich zur baldigen Vorlegung eines solchen Gefeßentwurfs auffordert. Gegen diesen Vorschlag wurde von sozialdemokratischer Seite lebhaft Einspruch erhoben: Gine solche Aufforderung sei ganz inhaltlos, könne aber sehr leicht den Anschein erwecken, als läge der Kommission vor allem daran, die Prostitution mit Polizeimitteln zu bekämpfen; die Kom­mission solle aber vielmehr die sozialen Maßnahmen gegen die Prostitution in den Bordergrund ftellen. Der Entwurf der Regie: rung verspreche nichts Gutes, und die Kommission dürfe das nicht durch eine Resolution, wie sie vom Zentrum vorgeschlagen wird, fördern. Auch ein Zentrumsredner äußerte Bedenken. Ein Red­ner der Deutschen Fraktion ersuchte, von einer Abstimmung abzu­sehen, da eine Einigkeit jetzt über diese Frage nicht zu erzielen sei. Demgemäß wurde verfahren.

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Die Mitglieder der Unterkommission beabsichtigen, in unver bindlichen Zusammenkünften während der Vertagung des Reichs­tags die Arbeiten der Kommission weiter vorzubereiten.

Politische Uebersicht.

Das Preußenwahlrecht nach dem Kriege.

Bundesratsbeschlüsse.

Das tägliche Brot.

Kartoffelhöchstpreise.

Aus dem Kriegsernährungsamt wird mitgeteilt:

Höchstpreise für Kartoffeln, die durch die Bekanntmachung des Kriegs­

Bei dem Kriegsernährungsamt mehren sich die Anfragen, ob die

ernährungsamts vom 13. Juli 1916( Reichs- Gesetzblatt S. 696) fest­gesezt worden sind, sich auf alle Kartoffeln oder nur auf solche beziehen, die auf Anweisung der Reichskartoffelstelle als Speise­fartoffeln oder als Fabrikkartoffeln geliefert werden müssen. Es wird deshalb bemerkt, daß die Anordnung vom 13. Juli 1916 fich auf alle Kartoffeln bezieht, und daß es daher insbesondere unzulässig ist, Kartoffeln zu Futterzwecken zu höheren Preisen zu ver faufen, als 4 M. für den Zentner, d. H. als zu dem jetzigen gesetz­lichen Höchstpreis für Kartoffeln aus der Ernte 1916 beim Verkauf durch den Kartoffelerzeuger.

Die Wildhöchstpreise.

Es find Zweifel entstanden, ob die durch die Bekanntmachung über die Höchstpreise für Wild vom 17. September 1916 feſtgesezten Großhandelspreise Fracht- und Transportuntosten ein­ichließen. Um in dieser Frage Klärung herbeizuführen, wird darauf hingewiesen, daß die Großhandelspreise im Sinne der ge­nannten Verordnung sowohl die Kosten der Beförderung zum Großhändler wie auch die der Beförderung bom äger oder Großhändler zum Kleinhändler ein schließen.

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Kaninchen- Fleischwurst für 5,50 M. Amtlich. Berlin , 4. November. ( W. T. B.) In der heutigen Die Notlage der Allgemeinheit will ein genialer Dresdener Sigung des Bundesrats wurde zu den vom Reichstag an- Nährmittelfabrikant durch die Fabrikation von Kaninchen- Fleisch­genommenen Entwürfen eines Gesezes betreffend en derungen wurst beseitigen. Er fündigt die Eröffnung einer Fabrikniederlage des Gerichtstoftengefeges, der Gebührenordnung für im Stadtinnern Dresdens an und will das neue Nahrungsmittel, Rechtsanwälte und der Gebührenor dnung für Gerichtsvollzieher und das im Geschmack und Aussehen der feinsten Leberwurst gleichstehen eines Gesetzes über die Fest se gung von Kursen der zum soll(?), sogar als delitaten, sparsamen Brotaufstrich" vertreiben. Börsenhandel zugelassenen Wertpapiere Stellung genommen Der Fabrikant züchtet die Kaninchen selbst, und da das letztere in Dem Entwurf einer Verordnung über die Vornahme einer seinen Futteransprüchen beanntlich das bescheidenste und billigste Viehzählung am 1. Dezember 1916 wurde zugestimmt. Schlachttier ist, so müßte man erwarten, daß auch der Preis für diese Kaninchenwurst" ein bescheidener und billiger sein würde. Aber in diesem Falle tritt der Kriegswucher in seiner frassesten Form zutage. Der Fleischermeister darf für Schweine und Kalbswurst nicht mehr als 2,50 M. für das Pfund fordern. Berlin , 4. November. ( W. T. B.) Die Bemerkung in dem Verlangt er auch nur 5 Pf. mehr, dann wird er bestraft. Kürzlich Sizungsbericht des Reichshaushaltsausschusses vom 21. Oktober wurde ein Meißener Gastwirt mit Recht angeklagt, weil über angebliche Verfehlungen in der Kriegsmetallattiengesellschaft in wucherischer Weise für 100 Gramm Leberwurst 75 f. hat durch ihre gekürzte Wiedergabe bei einzelnen Stellen zu verlangt hatte. Der Dresdener Kaninchenwurstfabritant aber darf der Aufaffung geführt, als ob in der Geschäftsführung der Ge- für das zur Wurst verarbeitete Kaninchenfleisch sage und schreibe sellschaft Ordnungswidrigkeiten vorgekommen seien. Letzteres ist nicht der Fall.

Die angeblichen Verfehlungen in der Kriegsmetall­Aktiengesellschaft.

Es hat sich um Verfehlungen zweier unterer Angestellten( Ur­fundenfälschung) gehandelt, die mit den Geschäften der Kriegs­

Sozialdemokratische Wahlbeteiligung an Stadtrats. wahlen in Kiel .

"

er

5,50 M. für das Pfund verlangen. Er gibt sogar noch bekannt, daß er, um die Spesen des Zwischenhandels im Interesse der All­gemeinheit zu sparen", nur an Selbstverbraucher verkauft. Die Spesen des Zwischenhandels gleiten somit in seine eigene Tasche. Sollte es nicht im Interesse der Allgemeinheit" liegen, daß sich einmal die amtliche Preisprüfungsstelle mit diesem neuesten Kriegs produkt des Nahrungsmittelmarktes beschäftigte?

Eingegangene Druckschriften.

Im Tag" erklärt der freikonservative Abg. v. Dewiß: Die metallattiengesellschaft in keinem Zusammenhang standen. Konservativen würden sich einer Mitarbeit an der Ausgleichung und Verbesserung gewisser Schwächen und Fehler des jetzt in Preußen bestehenden Wahlrechts nicht entziehen". Sie könnten aber nur einem Wahlrecht zustimmen, das an den idealen Grundlagen fest= Demnächst läuft in Kiel die Wahlperiode zweier unbefoldeter Die Kriegsfinanzen. Von Geh.- Rat Prof. Dr. K. Th. v. Eheberg . hält, auf denen Preußen groß geworden ist". Als solche Grundlagen Stadträte ab, die Neuwahl ist auf den 20. November angesetzt. Die - W. Scholl, Leipzig . bezeichnet Herr v. Dewiß ein starkes Königtum und eine bon echt mitglieder( einschließlich der beiden Bürgermeister) von der gesamten 60 1. schleswig- Holsteinische Städteordnung schreibt vor, daß die Magistrats­Woher kommt das Geld im Kriege? Bon Julian Borchardt. chriftlichem Geiste erfüllte" gesetzgeberische Arbeit. Herr v. Dewiß, wahlberechtigten Bürgerschaft unter demselben Wahlrecht gewählt Verlag der Leipziger Buchdruderei A. G., Leipzig . Kommentar zum Kapitalabfindungsgeseh. Herausgegeben und der ein Gegner des Reichswahlrechts für Preußen ist, meint also werden, das für die Stadtverordnetenwahlen gilt. Eine aus sämtlichen erläutert von Regierungsrat J. Krauje. Geh. 2,50 M.- 3. Heß, offenbar, daß die gesetzgeberische Arbeit des Reichstages wegen der Magistratsmitgliedern und einer gleichen Anzahl von Stadtverordneten Stuttgart .

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