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Aus der Partei.

Werfahren eingestellt.

Durch Beschluß des Reichsgerichts in Leipzig wurde das Ver­fahren wegen Landesverrats gegen den Genossen Hermann Weber aus Solingen eingestellt. Weber hatte angeblich anonyme Flugblätter ins Fel gesandt und einen falschen Namen als Ab­fender angegeben. Es besteht allerdings die Möglichkeit, daß das Strafverfahren wegen Vergehens gegen§ 110 Str.G.B. fortgeführt

wird.

Aus Industrie und Handel.

Zar Erhöhung der Kohlenpreise.

Verbandsausschuß und Straßenbahnfrage.| Gewerbekammertag will dieserhalb bei dem Reichsamt des Junern Unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Wermuth tagte gestern und bei dem Kriegsernährungsamt vorstellig werden. Eine Runds im Rathause der Verbandsausschuß des Verbandes Groß- Berlin. frage des Fleischerverbandes hat ergeben, daß u. a. in Düsseldorf , wohnte zu Beginn auch Oberpräsident v. d. Schulenburg bei. Ferner ausgeübt wird. In einer Reihe anderer Städte ist die Wurst­Die Tagesordnung war sehr umfangreich. Saarlouis , Halberstadt , Dhligs, im Kreise Mörs , Rothenburg a. D., Den Verhandlungen Tilsit usw. die Wurstfabrikation bereits durch die Stadtverwaltung waren zahlreiche Oberbürgermeister, Bürgermeister Dr. Reicke, die fabrikation in einzelnen Fleischereibetrieben zentralisiert, so un Landräte v. Achenbach und Dr. Busch erschienen. Den ersten Punkt Magdeburg , Barmen, Münster i. W., Nürnberg , Königstein a. E., der Tagesordnung bildeten Verkehrsangelegenheiten, insbesondere die Coldig, Ragnit , Müllrose und Ingolstadt . Tariferhöhung im Groß- Berliner Verkehrswesen und die Verhand­lungen des Verbandes über den Eriverb der Groß- Berliner Straßen. Die starke Zufuhr von Schlachthühnern nach Berlin bahn. Die Verhandlungen gestalteten sich recht lebhaft, aber gibt zu großen Bedenken Anlaß. Die Zufuhr begann in erheblichem doch im Sinne der öffentlichen Meinung von Groß- Berlin. Man Umfange, als die Legezeit vorbei war. Für sehr hohe Preise finden tam zu feinem positiven Beschluß. Es wurde vielmehr be- die Hühner reißenden Absatz, weil sie ebenso wie die Gänie nicht schlossen, der einberufenen Verbandsversammlung am Montag, den unter den Zwang der Reichsfleischkarte fallen. Es besteht also eine ähnliche Gefahr, wie sie im ersten Kriegsjahre aus dem massen­27. d. M. Senntnis von den Vorgängen zu geben und haften Abschlachten der Schweine entstanden ist. Wir werden vor­deren Beschlüsse abzuwarten. Die Berliner Vertreter betonten, daß aussichtlich im Frühjahr wenig Hühner und dann natürlich auch sehr fie in der Zukunft wie in der Gegenwart für einen Staffel wenig Gier zur Verfügung haben, was die Eierpreise zu noch tarif nicht zu haben seien, daß sie aber auch die Einführung märchenhafterer Höhe treiben müßte. Hier kann nur das Ein­des völlig aussichtslosen Staffeltarifs nicht als Vorwand benutzen beziehen der Hühner in die Reichsfleischfarie helfen, wenn nicht schon wollen für eine andere enorme Belastung des Verkehrs oder die wieder der richtige Zeitpunkt verpakt ist. enorme Erhöhung des Einheitstarifes oder gar den Erwerb des Straßenbahnunternehmens in der jetzigen Zeit.

Ganze Arbeit!

Aus unserem Leferkreise wird uns geschrieben:

In bezug auf die geplante Kohlenpreiserhöhung schreibt das Organ der Zechenbesizer, die Bergwerks- Zeitung": Während des laufenden Jahres hat bekanntlich das Kohlen­syndikat bereits zweimal Beschlüsse über die Preisstellung gefaßt, deren Ergebnis war, daß Kohlen( mit Ausnahme von Koks­kohlen) während des ganzen Jahres 1916 unverändert im Preise geblieben und nur für Koks und Briketts Preiserhöhungen von 1,50 M. un 50 Pf. eingetreten sind. Die Stetigkeit der Kohlen­Die hohen Preise für Tomaten. preise in diesem Jahre, wo alle Massenbedarfsartikel ohne Aus­Eindringlich wurde bei Frühjahrsbeginn gepredigt: Pflanzet nahme ganz gewaltige Preissteigerungen aufzuweisen haben, ist Tomaten! Sie haben zwar nur einen sehr geringen Nährwert, sind eine außerordentlich beachtenswerte Erscheinung, die für unsere in der Hauptsache ein Genußmittel und waren vor dem Kriege wenig gesamte Bolkswirtschaft von ungeheuer günstigem Einfluß ge= auf Märkten oder in Ladengeschäften zu sehen, aber man konnte sich wesen ist. Man stelle sich die Folgen für unser gewerbliches Leben Der Reichstag hat seine Arbeit etwas überstürzend schnell ge- mit ihnen zur Geschmacksverbesserung bescheiden helfen. Was auf bor , die eingetreten wären, wenn die Preisbildung für Brenn- endet, nachdem er über die Ernährungsfragen ausgiebig und lange Balkonen und vor Fenstern an Tomaten gezogen wurde, konnte noch stoffe eine ähnliche Entwickelung wie in England und Frankreich sich unterhalten hat. Eine Lösung der Schwierigkeiten hat er nicht nicht für den Eigenbedarf genügen und reifte meiste nicht aus. Auch in oder gqc in Italien genommen hätte: In England und Frank- gefunden. Auch das Kriegsernährungsamt kann, wie die Dinge den Berliner Laubenkolonien hat man in diesem Jahre eine wenig reich betragen die Kohlenpreise das Doppelte und Dreifache und jetzt liegen, die nicht herbeiführen. Wir wären mit seiner Hilfe sonst günstige Tomatenernte erzielt. Die Früchte sind vorwiegend grün in Italien sogar das Zehnfache der Friedenspreise, während im schon weiter, als wir es sind. geblieben. Dagegen war die Ernte auf dem platten Land in ganz Inlande die ganze 24jährige Kriegsdauer hindurch nur be= Was uns not tut, um den drohenden Schwierigkeiten endgültig Deutschland immerhin noch so günstig, daß die jetzigen hohen Preise scheidene Erhöhungen der Verkaufspreise des Kohlensyndikats zu begegnen, ist eine Mitarbeit möglichst des ganzen nicht gerechtfertigt erscheinen. Vor sechs Wochen fostete ein Pfund. borgenommen worden sind. Nach Lage der Sache ist es aber Volfes. Praktisch läßt sich diese gestalten, wenn in jeder Tomaten, was verhältnismäßig nicht zu teuer war, 30-45 Pfennig. faum, möglich, eine Preiserhöhung für Kohlen zu vermeiden. Die Gemeinde Wirtschaftsämter als Grundlage solcher organis Dann aber schnellten die Preise so in die Höhe, daß augenblicklich Arbeitslöhne find im laufenden Jahre von Monat zu Monat fierten Mithilfe errichtet werden. Diese sind durch Ver- das Pfund 1,35-1,50 M. fostet. Das sind diese Früchte in keinem Falle gestiegen, und da die Preissteigerung für alle Lebensmittel noch braucherorganisationen zu ergänzen. Zwischen beide sind wert. Anscheinend hat auch hier wieder die künstliche Preistreiberei lange nicht zur Ruhe gekommen ist, kann man auch noch kein Verteilstellen einzubauen, die von den bisherigen Klein- eingesetzt. Ende der Zunahme der Arbeiterlöhne absehen. Soll die Unzu- händlern zu übernehmen sind. fridenheit unter den Arbeitern nicht noch weiter wachsen, so Legt man diese auf den Bedarf zugeschnittene Organisation zu­müssen sich die Zechen zu neuen Lohnerhöhungen verstehen. Daß grunde, so werden alle Erhebungen, die jetzt nötig sind: also Bes sie hierzu und zur Aufbringung der durch ungeheure Material- standsaufnahme, Bedarfsfeststellungen usw., so erfolgen können, daß preise erhöhten Selbstkosten nur imstande sind, wenn die Kohlen- fie auch rasch wirksam werden. Man hat übrigens diese preise eine Erhöhung erfahren, läßt sich nicht von der Hand Erhebungen von privater Seite schon längst vorgeschlagen, weisen." schon vor Jahr und Tag, ohne daß die Behörde dieser An- Kleinhandelspreise für frische Seefische bester Qualität Die Begründung der Kohlenpreiserhöhung mit neuen regung gefolgt wäre. Erst neuerdings wurde damit begonnen für Dienstag, den 14. November 1916. Erhöhungen der Arbeiterlöhne und mit den teuren Material- und erst am 1. Dezember findet die Volkszählung statt, die zur Feststellung der Bedarfsmengen nötig ist. Es fehlt diesen Schellfische, flein( bis 34 Pfund) 2,10 M., mittel( von 3 bis preisen sind nicht stichhaltig. Denn die Gewinne der Zechen Feststellungen nur eins, nämlich die Heranziehung der Verbraucher 1 Pfund) 2,40 M., großmittel( von 1 bis Pfund) 2,50 M., sind, wie aus den Abschlüssen hervorgeht, so hohe, daß die selbst zur Mitwirkung. Wir fämen damit schneller vom Fled als große( von Pfund und mehr) 2,70 M.; Kabeljau, klein( bis Löhne auch ohne Warenpreiserhöhung aufgebessert werden mit dem langsameren amtlichen Apparat allein. Denn auch die 12 Pfund) 2,10 m., mittel( von 1½½, bis 4 Pfund) 2,30 M.. große können. Das Bedenklichste bei der Kohlenpreiserhöhung ist, kontrolle über alle Sonderbezüge, über die Ver-( von 4 Pfund und mehr) 2,40 M., ohne Kopf( im Ausschnitt) 3,25 B.; daß in der Folge auch die großen Abnehmer der Kohle- be- teurung, über die Preise schlechthin würde nun sozu- Schollen, kleine( bis zu 2 Pfund) 1,25 M.( Zufuhr ungenügend.) sonders die Werke, die für den Heeresbedarf arbeiten ihre sagen in Selbstverwaltung genommen werden und der rein bureau­Warenpreise erhöhen werden. Das ist nicht nur eine leere fratischen Behandlung entrückt. Sie würde weit unmittelbarer aus Die Berliner Einheitswurst. Die städtische Wurst war Montag Vermutung, sondern von der Eisen- und Stahlindustrie be- der Praris für die Praris arbeiten, als es der der Bragis fern- noch nicht zu haben und ist voraussichtlich erst Mittwoch aber reits als greifbar in Aussicht gestellt worden. Die Berg- Verbrauchern das Gefühl der Solidarität des ganzen Volkes geweckt farten die doppelte Wenge des Nennbetrages der Teilabschnitte. Die stehende Statistiker fann. Und nicht zuletzt würde gerade bei den Donnerstag zu bekommen. Die Käufer erhalten auf die Flekich werfs- Zeitung" schrieb darüber am 26. Oktober: und gesteigert werden. Preise sind: frische Blutwurst mit Semmelzusatz 1,20 M., arbere Blutwurst 1,60 M., frische Leberwurst mit Senimelzusatz 1,20 M., ohne Semmelzusaz 1,60 M. das Pfund.

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wir

Neuanmeldung für Butter! Von Mittwoch, den 15. d. M., His zum darauffolgenden Sonntag hat jedermann in Groß- Berlin sich neu zur Kundenliste für Butter- und Margarinebezug anzumelden. Keine Nachanmeldung, also Frist nicht versäumen!

Die Kohlenversorgung stockt.

Wenn die von seiten der Zechen angebahnte Erhöhung der Um diese Behauptungen zu erhärten, weisen wir darauf hin, Brennmaterialpreise zur Tatsache werden sollte und die Erz- daß schon im Winter 1914 aus Verbraucherkreisen die Not­gruben mit einem weiteren Aufschlag auf die Preise heraus- wendigkeit eines sparsamen Fettverbrauches betont wurde, und daß kommen werden, dann ist auch ein allgemeines Anziehen der gleichzeitig entsprechende Vorschläge vorgelegt wurden. Sie blieben Preise sicher zu erwarten. Die Verhandlungen hierüber werden unbeachtet. Ebenso war es 1915 mit dem aus Verbraucher­augenblicklich noch zwischen den einzelnen Werkgruppen und den freisen stammenden Hinweis auf die Verschwendung von Fleisch Aus Kohlenhändlerkreisen wird uns geidurieben: Es nimmt in Betracht kommenden Regierungsstellen geführt. Nach dem, bei der privatwirtschaftlichen Gulaschfabrikation; erst ein halbes Jahr ich wunderlich aus, wenn man in allen Tagesblättern die. Auf­was bisher bekannt geworden ist, wird die Hinaufsehung der später erfolgte die Abhilfe. Bei den Fischen erleben forderung liest, sich zeitig mit Wintervorrat in Sohlen zu versehen. Preise für Industriekohle in einem den gesteigerten Selbstkosten 1916 dasselbe. Das bezieht sich auch auf die vom Ab- Kein Kohlenhändler, selbst große Firmen, ist in der Lage, die Lund­angepaßten Ausmaße, wie schon gemeldet, voraussichtlich die Zu- geordneten Hoff erwähnte Thesaurierungswirtschaft unferer Vieh- schaft mit laufender Ware, geichweige mit Winter vorrat zu bedienen. stimmung des Handelsministers finden." erzeugung. Das Kriegsernährungsamt tann tatsächlich mit diesen Mindestens die Hälfte der Berliner Kohlenhändler ist wochenlang Hier wäre es Sache des Staates also des Handels- Fragen nicht allein fertig werden.( Warum fehlt es uns übrigens ohne Ware; ich selbst, der ich pünktlich zahle, bin seit vier Wochen statt seine Zustimmung zu geben, von io sehr an Milch bei so großen Viehbeständen?) Es muß also ge- fich gehen, so ist an einen geregelten Kohlenhandel gar nicht zu ministers ohne Kohlen. Sollten die Lieferungen in dieser Weise weier vor dem Vetorecht Gebrauch zu machen. Denn schließlich ist bei fordert werden, daß die weitesten Streise zur Kontrolle bei Erzeugung denken, und wir würden zu den andern Entbehrungen eins der den Preiserhöhungen der Steuerzahler der Leidtragende. und Verteilung herangezogen werden. Auch sollten die Volksmassen als Verbraucher von Hausbrand­größten Uebel, die kalte Wohnung, hinzubekommen. Dies zur fohle vor weiterer Belastung geschützt werden. Bei der Ge­legenheit müßte es sich zeigen, wie das Verhältnis zwischen dem Staat und den Zechenherren im neugeschaffenen Syndikat bestellt ist. Eine solche Klärung wäre im Interesse der weite ren Entwickelung der Dinge dringend erwünscht.

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Nun kommt die Meldung, daß der Aufsichtsrat des Syn­difats sich in einer Sigung vom 7. November mit der Preis­erhöhung beschäftigt hat und daß nach dem Ergebnis der Be­sprechung das Syndikat unter Zustimmung des preußischen Bergfiskus eine Erhöhung der Kohlen­und Kokspreise vornehmen wird.

Nachdem die Preiserhöhung als feststehend gelten kann- aber auch sonstigen volkswirtschaftlichen wie politischen Grün­den- wird im preußischen Landtage Anlaß genommen werden müssen, die gesamte Materie zur Sprache zu bringen.

Aus Groß- Berlin.

Hier will ja nun Groß- Berlin vorgehen, indem es den Kleinhandel organisiert. Es fehlt aber dabei noch die ergänzende Organisation der Verbraucher. Der Vorschlag vom vorigen Jahr, beide zu organisieren, wird also nur halb erfüllt. Mit diesem ſpät und All halb", an das sich nachgerade gewöhnt hat, müßte aber endlich gebrochen werden. Denn das eine dürfen wir doch nicht ver­gessen, daß mit der Beendigung des Krieges noch lange keine Zu­stände Platz greifen werden, die eine Regelung und Ordnung unnötig machen werden.

man

Weihnachtsgaben für Gefangene. Postpakete und Bädchen mit Weihnachtsgaben für unsere Striegs- und Zivilgefangenen im Aus­lande müssen so frühzeitig wie irgend möglich aufgeliefert werden, wenn sie bis zum Weihnachtsfeste die Empfänger erreichen sollen. Bei Sendungen, die erst in den letzten 14 Tagen vor dem Fest zur Bost gegeben werden, würde auf pünktliche Ankunft nicht mehr zu rechnen sein. Von den Postanstalten werden daher, um nicht bei dem empfindlichen Mangel an Fachbeamten und Beförderungsmitteln die rechtzeitige Abwicklung des innerdeutschen Weihnachtspaketverkehrs zu gefährden, in der Zeit vom 10. bis 25. Dezember Pakete und Bäckchen für Kriegs- und Zivilgefangene im Auslande überhaupt nicht zur Beförderung angenommen werden. Ebenso wird die deutsche Post in der Zeit des stärksten Weihnachts aus den nicht­berkehrs auch aus den feindlichen Ländern und

Die Gültigkeit der Reichsfleischkarte. Der Bayrische Kurier" schreibt in seiner Nummer vom 13. November: Die Ansicht und auch in München bisher feindlichen Vermittelungsländern( Schweiz , Holland , Schweden ) keine gehandhabte Praris, daß die Marken der neuen Reichsfleisch- Pakete und Bädchen für die im Lande befindlichen feindlichen Ge­zur Beförderung übernehmen. farten nur jeweils für die der einzelnen Marke aufgedruckte fangenen zur Beförderung übernehmen. Woche Gültigkeit haben, ist nicht richtig, denn laut neuer­licher Entscheidung der Bayerischen Fleisch­

bember

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1916."

Die Karte

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Kenntnis.

Mindestruhezeit und Mittagspause.

Der Polizeipräsident von Berlin bringt erneut zur öffentlichen Kenntnis, daß gemäß der Bekanntmachung vom 11. Dezember 1915 für den Rest des Jahres 1916 im Ortspolizeibezirk Berlin die Bestimmungen der Gewerbeordnung über die den Gehilfen, Lehr­ingen und Arbeitern in offenen Verkaufsstellen und den dazu ge­hörenden Schreibstuben( Kontoren) nnd Lagerräumen zu gre wäb- renden Mindestrubezeit und Mittagspause für fol­gende Tage des Jahres 1916 außer Anwendung gesetzt sind:

1. Bei den Blumenhandlungen für den 21, 23. bis 25. November, 23. und 30. Dezember 1916.

2. Bei den Spielwaren handlungen für den 5. bis 9., 11. bis 16., 18. bis 23. Dezember 1916.

3. Bei den Buchhandlungen für den 13. bis 16., 18. bis 23. Dezember 1916.

4. Bei allen übrigen offenen Verkaufsstellen für den 18. bis 23. Dezember 1916. Abgesehen von dem für alle Sonnabende bestehenden Neun Uhr- Ladenschluß dürfen außerdem im Ortspolizeibezirk Berlin im Jahre 1916 alle offenen Verkaufsstellen vom 19. bis 22. Dezember 1916 für den geschäftlichen Werkehr bis 9 Uhr abends geöffnet sein.

Zu dem Eisenbahnunglück bei Rahnsdorf wird mitgeteilt, daß die Angehörigen der getöteten Midchen heute aus Schlesien in Berlin eingetroffen sind. Im Laufe des Vor­mittags fuhren fie nach Rahnsdorf . Die Nachricht, auf dem Balkan­letzten Augenblick das Unglück tommen sehen, ohne es verhindern zu zug habe man das Unglück nicht gesehen und sei, ohne zu halten in boller Fahrt weitergefahren, trifft nicht zu. Der Führer hat im können. Er hat sofort gebremst und den Zug etwa 100 Meter hinter Maschine und Wagen der Unglücksstelle zuni Stehen gebracht. wurden sofort auf der Strede gereinigt, und erst darauf setzte der Bug seine Fahrt nach Breslau fort.

Neuerungen im Fernsprechverzeichnis. versorgungsstelle ist die Gültigkeit der einzelnen in Berlin und Umgegend hat die Kaiserliche Ober- Boſtdirektion eine Von dem Verzeichnis der Teilnehmer an den Fernsprechneßen Marken nicht in der erwähnten Weise beschränkt, sämtliche neue Ausgabe nach dem Stande vom Oktober 1916 hergestellt, die Marken besigen vielmehr innerhalb der vierwöchigen voraussichtlich Mitte des Monats verteilt wird. Auf 1260 Seiten Ausgabefrist Gültigkeit." verzeichnet das neue Verzeichnis gegen 190 000 Anschlüsse. Für die Die hier angedeutete Entscheidung der Bayerischen Fleisch - bargeldlose Begleichung der Fernsprech aebüh­versorgungsstelle ist durchaus sinngeniäß. Sie liegt sowohl ren treten Pemerkungen auf einem roten Bettel ein, der dem Buche Die Unglücksstelle liegt im Gutsbezirk Köpenick Forst, der zu im Interesse der Voltsernährung, wie sie dem Gedanken der vorgeheftet wird. Die Begleichung, heißt es dort, durch Scheck oder verschiedenen Kirchspielen gehört und selbst keinen Friedhof hat. gleichmäßigen Verteilung( Rationierung) gerecht wird. Sie leberweisung ist als besonders zweckmäßig zu empfehlen. Sie kann Bürgermeister Köhler stellte auf dem Friedhof ein gemeinsames entspricht auch dem Aufdruck der Reichsfleischkarte. Auf der durch Post-, Reichsbank-, Privatbankschecke oder Blazanweisungen Grab zur Verfügung. Gestern vormittag versammelte er die An­gegenwärtig in den Händen der Verbraucher befindlichen Starte bewirkt werden. Ist ein Fernsprechteilnehmer zugleich Inhaber einer gehörigen der Verunglückten im Sizungsjaal der Gemeinde­heißt es: Gültig vom 30. Oftober bis 26. No- Postscheckrechnung, so bedarf es nicht einmal der Ausfertigung eines Schecke3. Ueber die Einzelheiten des Verfahrens erteilt jedes Post- vertretung, drückte ihnen das herzlichste Beileid der Gemeinde enthält für diese amt oder Fernsprechamt auf Wunsch nähere Auskunft. zu dem schweren Unglück aus und sprach ihnen zu Herzen gehenden Trost zu. Die Angehörigen gaben hiernach Auskunft über die vier Wochen vierzig Anteile, von denen je zehn das Gleichzeitig wird mitgeteilt, daß ein neues Verfahren bei dem Dreis Datum der entsprechenden Woche tragen. Das fönnte den Anruf für bestimmte Fälle eingeführt worden ist. Zur Ver- Personen und Familienverhältnisse der getöteten Mädchen. Zweck haben, daß niemand vor Anbruch der nächsten Woche meidung von Irrtümern bei der Anmeldung und Ausführung von zehn ſtammen aus Deutsch - Rasselwig. Die Eltern sind Häusler, Halbbäusler und Arbeiter. Alle leben in dürftigen Verhältnissen. von den für die Folgezeit bestimmten Anteilen Gebrauch Verbindungen im Orts-, Nachbarorts- und Vorortsverkehr hat es Die Mädchen der Ortschaft wenden sich deshalb, soweit sie nicht in macht, damit nicht manche Fleischkarteninhaber zum Schaden sich als notwendig ergeben, daß der rufende Teilnehmer auch der später kommenden gleich im Anfang die ganze Menge dann den Namen des verlangten Amtes nennt, wenn die Verbin- Dienſtſtellen ein Unterkommen finden, der Bahnarbeit zu. Auch die Getöteten standen schon länger darin, bei der Schlesischen für vier Wochen erwerben. Es wird aber die Fleischversorgung wird. Die Vermittelungsbeamten find angewiesen, den Namen des meistereien tätig, aulegt bei dem Gleisumbau auf der Schlesischen dung mit einem Teilnehmer desselben Amte 3 gewünscht Hoch- und Tiefbau- Gesellschaft und waren bei verschiedenen Vahn­der Gesamtheit in keiner Weise beeinträchtigen, wenn ein verlangten Amtes allgemein, und zwar auch dann zu wiederholen, Bahn in Berlin . Die Strecke soll ihnen schon vertraut gewesen sein. fleiner Teil nur um einen solchen könnte es sich handeln wenn die Verbindung innerhalb des eigenen Amtes bleibt. Die anderen sechs, die getötet wurden, stammen aus Türkwiz die geringe Menge sich ansammeln läßt, um nachher statt im Kreise Groß- Wartenberg . Die Mädchen jewer Gegend pflegen eines halben Pfundes ein ganzes oder statt eines Pfundes Fleischermeister und städtische Wurstfabrikation. auf die großen Güter, auch nach Sachsen zu gehen. Die Teuerung zwei zu erwerben. Die dem einzelnen zustehende Fleischmenge Auf einer Kriegstagung des geschäftsführenden Ausschusses des der Kriegszeiten veranlaßte fie, sich der Eisenbahnarbeit zuzuwenden, ist so gering, daß die Entscheidung der Bayerischen Versor- Deutschen Fleischerverbandes wurde in Leipzig gegen die städtische die bessere Löhne bringt. Den sechs brachte sie jetzt den Tod. gungsstelle sofort im ganzen Reiche als allgemein gültig be- Wurstproduktion Stellung genommen, durch die die Fleiſchermeister Nur sechs Tote sind wenig oder gar nicht verstümmelt. Nur fanntgemacht werden sollte. vielfach ausgeschaltet würden. Der Deutsche Handwerks- und diese sechs Leichen konnten den Angehörigen gezeigt werden. Die

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