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Gewerkschaftliches.

Berlin und Umgegend.

Aus dem Kriegsausschuß für die Metallbetriebe

Groß- Berlins.

Aus Industrie und Handel.

Die Schultheiß- Brauerci.

fuch hate teinen Erfolg. Das Ersuchen der Arbeiterorganisation wurde dahin beantwortet: An eine Preiserhöhung fei jezt nicht zu denken, also erübrige sich die nachgesuchte Aussprache. In­zwischen ist die Teuerung immer drückender und das Verlangen nach einer entsprechenden Lohnausbesserung immer dringender ge­Die Schultheiß- Brauerei , A.-G., hat für 1915/16 worden. Die Arbeiter haben deshalb vor einigen Wochen ihre einen für die Aktionäre durchaus befriedigenden Abschluß veröffent­Der Vorzeichner B. von der Firma B. will den Kriegsschein, Betrieben, in denen die Arbeiter mit der nötigen Entschiedenheit Mark auf 19 Mill. Mark gesunken, dafür aber auch die Aus­Forderung direkt an die einzelnen Unternehmer gestellt. In den lichen können. Die Roheinnahmen sind zwar von 22,7 Mill. weil ihm der 3ohn zu gering ist. Da jedoch festgestellt für ihre Forderung eintraten, sind Zulagen bewilligt worden. Aber gaben von 17,8 auf 13,8 Millionen Mark, so daß sich nach Ab­wird, daß zurzeit gerade wegen Lohnaufbesserung für alle im in anderen Betrieben wurde nichts erreicht. Den Arbeitern ist schreibungen in der ungefähren Höhe des Vorjahres( 2 Millionen Betrieb beschäftigten Vorzeichner Verhandlungen schweben, wird es natürlich darum zu tun, daß eine allgemeine Verständi- Mark) ein höherer Reingewinn als in Vorjahr ergibt dem Vorzeichner B. gesagt, er solle das Ergebnis der Verhand- gung über die dringend notwendige Lohnaufbesserung zustande Mart gegen 3,3 Millionen Mark, wovon 16 Proz. Dividende ge= Lungen abwarten. tommt. Diese Möglichkeit liegt jetzt vor. In den letzten Tagen schein wegen zu wenig Verdienst. Das Ergebnis der Ver- den gesamten Geschoßkorbfabrikanten geführt werden. Die Schloffer F. und H. von der Firma Fl. wollen den Kriegs- find wieder Berhandlungen angebahnt worden, die diesmal mit zahlt und 0,8 Millionen Mark vorgetragen werden. Die Dividende ist so hoch wie im Vorjahr. 16 Proz. und höher als 1913/14, handlungen, war, daß die Firma fich freiwillig bereit erklärt, beiden Branchenversammlung der Korbmacher, die sich am vorigen Mitt- wo nur 12 Proz. gezahlt wurden. Im Geschäftsbericht wird zwar Sen Kriegsschein zu geben. woch mit dieser Angelegenheit beschäftigte, beschloß: gewaltig über die Teuerung der Rohmaterialien geklagt, aber nur Der Arbeiter D. von der Firma F. will seinen Kriegsschein wegen zu wenig 2ohn O. ist als Gießereiarbeiter beschäftigt. derungen zur Durchführung zu bringen. Die Branchenkommission In allen Betrieben sind Ende der Woche die gestellten For­die Biertrinker, nicht die Aktionäre leiden darunter. Die Firma erklärt sich bereit, O. sofort 10 Pf. Zulage zu geben. wird ermächtigt, eventuelle Verhandlungen mit den Unternehmern inzwischen weiter zu führen.

Damit war die Sache erledigt.

Der Schlosser A. bei der Firma D. will einen Kriegsschein wegen zu geringem Lohn. Die Firma erklärt sich bereit, sofort eine Zulage zu geben und ist damit die Sache erledigt.

Der Bohrer B. von der Firma D. T. will einen Kriegs­ſchein, weil er sich über eine Lohnaufbesserung mit der Firma nicht verständigen kann. Eine Verhandlung über die Sache selbst erübrigt sich, da festgestellt wird, daß B. seinerzeit ohne Kriegsschein eingestellt ist. Die Firma S. hat deshalb keinen An­spruch auf einen Schuh durch den Kriegsschein, und erhält der

Mechaniker B. deshalb ohne weiteres den Schein.

Von der Firma K. in Lichtenberg erscheint eine Kommission der Werkzeugmacher und Einrichter, die den Kriegsschein mün­schen, weil sie sich mit der Firma über eine Lohnaufbeije rung nicht verständigen fönnen. Die Verhandlungen schweben bereits mehrere Wochen. Das Ergebnis der Beratung ist, daß die Firma fich bereit erklärt, 28 Mann eine Zulage von 10 Pf. zu geben, und 90 Mann erhalten 15 Pf. Zulage pro Stunde. Spit Rücksicht darauf, daß die Verhandlungen sich schon seit mehreren Wochen hinziehen, erklärt sich die Firma weiter bereit, die Lohn­erhöhung vom 1. November an zu zahlen.( Obige Abmachung ist am 9. November_getroffen)

Eine

( z) Teuerung, Stadtverwaltung und städtische Arbeiter

Neuköllns.

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Die deutsche Eisenindustrie und der Krieg.

3,6 Mill.

und von dem erzeugten Bier müssen 10 Proz. an die Heeresver­Der Malzverbrauch ist bekanntlich auf 48 Proz. eingeschränkt, waltung geliefert werden. Der Absatz an Faßbier wird nach Mög­lichkeit hochgehalten, dagegen ist der Verbrauch von Flaschenbier auf 50 Proz. verringert. Beliefert werden mit Flaschenbier besonders die Munitionsarbeiterkantinen. Die Hypotheken und Darlehen Im Frühjahr 1915 hatten die städtischen Körperschaften Neu- find von 3,46 auf 2,6 Millionen Mark gefunden, da keine neuen töllns beschlossen, den Arbeitern eine Teuerungszulage in der Weise Kunden erworben werden und die alten ihre Schulden zahlen. Die zu gewähren, daß im Mai und im Oktober je cine einmalige Zu- bedrängte Lage der Gastwirte geht daraus hervor, daß die Ein­buße zum Rohn in Höhe von 25 M. gewährt werden sollte. Die lagen der Kunden und Arbeiter von 6,97 auf 5,99 Millionen Mark, erste Bahlung ist prompt erfolgt. Im Juli und August machte sich also um eine ganze Million, gesunken ist. Der Bericht betont, daß aber die Teuerung bereits in so drückendem Maße geltend, daß die diese Abnahme auf den Verdienstrüdgang der Gastwirte und Erledigung dieser Anträge zog sich jedoch hin bis zum Oktober, Arbeiter eine Lohnerhöhung von 1 M. pro Tag beantragten. Die nicht etwa auf die Zeichnung von Kriegsanleihe zurückzuführen ist. also bis zu der Zeit, wo die zweite Teuerungszulage von 25 M. fällig war. Man bewilligte den Arbeitern ab 1. Oktober eine Teue­rungszulage von 50 Pf. pro Tag und man ihnen. Alle Vorstellungen hiergegen und auch die An­die 25 M. entzog träge, wenigstens vom 1. August ab die 50 f. pro Tag nachzuzahlen oder die 25 M. nun außerdem noch auszuzahlen, blieben fruchtlos. Seit dieser Zeit wurden die verschiedensten Versuche unternommen und entsprechende Anträge durch den Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter gestellt, die eine Besserstellung der städtischen Ar­beiter bezweckten. Alle diese Anträge wurden von der Stadtver­In den J.- Werken, Pankow , ist der Schmied G. beschäftigt waltung abgelehnt mit der Begründung, daß während des Krieges und will derselbe wegen zu wenig 2ohn den Kriegsschein. Der Schmied erhält eine fofortige Zulage und ist damit die Diffe außerdem die finanzielle Belastung der Stadt schon eine sehr er­an eine Wenderung der Löhne nicht gedacht werden kann und daß renz erledigt. Ein Kriegsschein wird nicht erteilt. Der Hilfsarbeiter St. von der Firma G. will einen Kriegs- hebliche sei. Das ist nicht zu leugnen. Aber sollen denn die Ar­schein wegen zu wenig& ohn. Mit Rücksicht darauf jedoch, beiter bei der Teuerung in diesem Maße die Leidtragenden sein? Am 20. September d. J., nachdem also die Arbeiter ein volles daß für diesen wie für alle anderen Betriebe derselben Branche erit vor wenigen Lagen eine allgemeine Regelung stattgefunden Jahr den Druck der ungeheuerlich gestiegenen Leuerung getragen hat, tann das Verlangen des Hilfsarbeiters. nicht als berechtigt hatten, richtete eine Versammlung der Arbeiter aller städtischen Betriebe an die Stadtverwaltung den Antrag, die Löhne allgemein In der Handelspolitik soll für die Zukunft eine Einigung der um 10 Pf. pro Stunde zu erhöhen. Ganz gewiß ein billiges Ver- ganzen eisenerzeugenden und verarbeitenden Induſtrie angestrebt langen; denn nicht entfernt hätte die Bewilligung dieser Forderung werden. Bekanntlich haben bisher die weiterverarbeitenden, reinen einen Ausgleich zwischen Geldlohn und Kosten für den Lebensunter- Werke darüber geklagt, daß die Großindustrie, die im Inlande, halt herbeigeführt! Aber dieser Antrag fand keine Berücksichtigung. gestützt auf die Zölle, höhere Preise verlangte, ins Ausland schlen­traut, und sie beschloß nach heftigen Debatten, nur den ver- ausländischen Wettbewerber der weiterverarbeitenden Industrie in Die Kriegs- Notstandskommission wurde mit der Erledigung be- derte, um nur die Werke in vollem Gang zu erhalten und so die heirateten Arbeitern den Krisen kräftigte.

anerkannt werden.

11 Mechanifer der Firma M. u. G. wollen einen Kriegsschein, weil sie sich über den Verdienst mit der Firma nicht ver­ständigen fönnen. Da sich herausstellt, daß die Verhandlungen im Betrieb noch gar nicht erschöpft sind, vertagt der Kriegsaus­schuß die Sache um eine Woche, um zunächst einmal das Ergebnis der endgültigen Regelung im Betrieb abzuwarten.

10 Pf. pro Tag Teuerungszulage"

pro Kind und Tag 10 Pf. bewilligt. Demnach beträgt nun die Kinderzulage pro Kopf und Tag 20 Pf. Wie wenig diese verbesserte Kinderzulage die Stadtverwaltung fostet, zeigt eine durch Frage­bogen ermittelte Feststellung. Von 366 städtischen Arbeitern hatten 204 überhaupt keine Kinder, 77 Arbeiter je 1, 47 Arbeiter je 2, 22 Arbeiter je 3, 9 Arbeiter je 4, 5 Arbeiter je 5, 1 Arbeiter 6 und 1 Arbeiter 8 Kinder im Alter von unter 16 Jahren. Also nur 38 Arbeiter hatten mehr als 2 Kinder unter 16 Jahren. Die er­drüdende Mehrzahl der Arbeiter erhält also nur zu den im vorigen Jahre bewilligten 50 Pf. pro Tag noch 10 Pf. hinzu, insgesamt also eine Teuerungszulage zu den Friedenslöhnen von 60 Pf. pro Tag. Damit vergleiche man die finanzielle Belastung der Ar­beiter durch die gestiegenen Kosten des Lebensunterhalts! Die Arbeiter waren über diese Erhöhung" ihrer Bezüge außerordentlich aufgebracht. Trotzdem unternahmen sie noch einen Verfuch zur Verständigung. Eine an die städtischen Körperschaften gerichtete Petition wurde in zwei Tagen von 447 städtischen Ar­beitern und Arbeiterinnen unterzeichnet. In der Petition heißt es unter anderem:

Auf der kürzlich abgehaltenen Mitgliederversammlung des stungsfähigkeit der Industrie für die Erzeugung von Kriegs­Vereins Deutscher Eisen- und Stahlindustrieller wurde die Lei­material gerühmt. Der Geschäftsführer Dr. Reichert führte aus, daß die Notwendigkeit, die Gise und Stahlausfuhr zu kontingen­tieren, die Bildung vieler Ausfuhrverbände angeregt habe. Die gute Konjunktur spiegelt sich darin wider, daß noch niemals so viele Konventionen zustande gekommen sind wie im laufenden Jahre. 1916 ist das Jahr der Syndizierung, das Jahr des Zusammen­schlusses!" In der Großeisenindustrie wurden gebildet Verbände gezogenen Draht, Walzdraht, Drahtseile, schmiede- und gußeiferne für Stab-, Band-, Universaleisen, Grob-, Mittel- und Feinbleche, Röhren, taltgezogenes Stangeneisen und Wellen sowie taltge­walztes Bandeisen. Mit der Ausfuhrregelung befassen sich Ver­bände für Eisenbahnwagenbestandteile, Fäffer, Feilen, Fittings, Flanschen, Herde, Defen, Schaufeln, Spaten, Schlösser, Schlüſſel, Sensen und Sicheln.

Soziales.

Die Krankenversicherungspflicht der Militärinvaliden.

W. Mit der Frage neuer Teuerungszulagen für Buchbinder und Buchbinderei- Arbeiterinnen befaßte sich am Montag wieder eine zu gewähren. Die Arbeiterinnen und die ledigen Arbeiter gingen Branchenversammlung der in Buchbindereien, vollständig leer aus. Für die Kinder hingegen wurden gleichfalls Buchdruckereien und Geschäftsbücherfabriten be­schäftigten Mitglieder der Filiale Berlin des Deutschen Buchbinder­verbandes. Sowohl an den Verein Berliner Buchdruckere befizer, Nach§ 3 des Gesetzes betreffend Erhaltung von Anwartschaft als auch an den Verein Berliner Buchbindereibefizer war von der aus der Krankenversicherung vom 4. August 1914 haben Versiche­Drganisation namens der erwähnten Arbeiterschaft die Forderung rungsberechtigte, deren Mitgliedschaft erloschen ist, weil sie die Mit­gestellt worden, eine neue Teuerungszulage zu gewähren. Sie hatte gliedschaft während der Dauer des Krieges nicht freiwillig fort 15 Proz. der bestehenden Löhne und Affordpreise betragen. Nach gesetzt haben, das Recht, binnen sechs Wochen nach ihrer Rückkehr in dem von Rüger erstatteten Bericht ist vorläufig nur zwischen der die Heimat in die Krankenversicherung wieder einzutreten, wenn Vertretung der Organisation der Buchbinder und dem Verein der sie während des gegenwärtigen Krieges Kriegs-, Sanitäts- oder Buchdruckereibefizer eine Vereinbarung zustande gekommen, die die ähnliche Dienste geleistet haben. Das gilt natürlich auch für Buchdruckereien und die Geschäftsbücherfabriken betrifft. Eine Kriegsinvaliden, und zwar sowohl für die, die gänzlich erwerbs­Anerkennung der Forderung, so wie sie gestellt ist, war allerdings unfähig infolge des Krieges geworden sind, als auch für die, die nur nicht zu erreichen. Dagegen wurde folgendes vereinbart: Die in einen Teil ihrer Arbeitskraft eingebüßt haben. Für die, die über­der Sitzung vom 12. Mai 1916 vereinbarten monatlichen Teuerungs­haupt nicht mehr arbeiten können, hat der Wiedereintritt in die zulagen der Gehilfen werden um 75 Broz. erhöht. Bei den ver­Versicherung allerdings nur einen bedingten Wert. Aber trotzdem fchiedenen Lohnstaffeln des Tarifs beträgt danach die Teuerungs­ist auch für sie empfehlenswert, von dem Recht Gebrauch zu zulage für Verheiratete monatlich 17,50 M.( bisher 10 M.), machen und wieder Mitglied ihrer Krankenkasse zu werden. In all 14 M.( bisher 8 M.), 10,50 M.( bisher 6 M.), 8,75 M.( bisher 5 M.). den Erkrankungsfällen, die mit der Ursache ihrer Invalidität zu­7 M.( bisher 4 M.). Die Ledigen erhalten jetzt an Teuerungs­fammenhängen, wird in der Folge zwar die Militärbehörde stets zulage 14 M.( bisher 8 M.), 10,50 M.( bisher 6 M.), 7 M.( bisher Wir vermögen in der gewährten Teuerungszulage eine unsere einzutreten haben. Aber auch bei diesen Leiden wird die Inan­4 M.), 5.25 M.( bisher 3 W.), 3,50 W.( bisher 2 M.) Akkordarbeiter, Notlage auch nur annähernd berücksichtigende Maßnahme nicht zu spruchnahme der Kaffe vielfach zweckmäßig sein, und dann können die im Monatsdurchschnitt, der geleisteten Arbeitszeit entsprechend, erblicken. Die vollständige Nichtberücksichtigung der Reinigungs - sich auch zahlreiche andere Krankheiten einstellen, für die diese Be­nicht mehr als 70 Pf. pro Stunde verdient haben. erhalten den frauen wie auch der ledigen Vollarbeiter und arbei- hörde nicht zu leisten braucht. In diesen Fällen muß dann die jenigen Teuerungszuschlag, der sich für die betreffende terinnen ist uns unerklärlich und daher für uns auch unan- Strantentasse, bei der sie sich wieder versichert haben, einspringen. Klasse der Lohnarbeiter bersteht. Arbeiterinnen in Wochen- nehmbar. Die Erhöhung der Teuerungszulage für berheiratete Nun hat zwar das Reichsversicherungsamt lehthin entschieden, daß bohn erhalten jest: die geübten 10,50 M., die ungeübten Arbeiter und Arbeiterinnen ohne Kinder unter 16 Jahren im Be­7 M. nronatlich. Affordarbeiterinnen, die im Monatsdurchschnitt

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trage bon 10 f. pro Tag tönnen wir unter den jetzigen Teue­rungsverhältnissen und der dadurch so ungeheuerlich gesunkenen Kaufkraft des Geldes als eine merkliche Erhöhung unseres Gin­tommens nicht bezeichnen."

nicht mehr als 2 M. über dem Minimum verdient haben, erhalten den obigen Teuerungszuschlag gleichfalls. Für Handfalzarbeiten werden Affordarbeiterinnen 10 Broz. auf die tariflichen Alfordlöhne zugeschlagen. Außerdem wird für alle Kinder unter 14 Jahren Diese Petition wurde am 3. November bem Magistrat wie eine Kinderzulage von monatlich 2 M. an Berheiratete und Ledige auch den Stadtverordneten unterbreitet. Bis jetzt hat sich unseres gezahlt, ungeachtet der Zohnhöhe und Beschäftigungsart. Lohn­erhöhungen. Die feit dem 1. April 1916 gewährt sind, ebenso die Wissens nur der Stadtverordnetenvorsteher Herr Sander zu dieser Betition, und zwar in entgegenkommendem Sinne, geäußert. Vom feit diefer Zeit gezahlten Kriegszulagen. tönnen auf den Teuerungs- Magistrat liegt eine Gegenäußerung noch nicht vor. Wir hoffen zuschlag in Anrechnung gebracht werden. Bo bisher bereits höhere, und wünschen, daß die Anträge der Arbeiter schleunigst Berücksich als die obigen Teuerungszulagen gewährt sind, dürfen diese infolge der neuen Bereinbarung nicht gekürzt werden, fönnen aber gleichfalls tigung finden werden. Sind Mittel nicht vorhanden, so müssen sie eben beschafft werden. Das ist eine bittere Notwendigkeit. Denn in Anrechnung gebracht werden. Die zugestandenen Teuerungs­auschläge gelten mit Wirkung vom 1. Oktober ab und find stets in der nach dem Kriege werden voraussichtlich die Mittel auch nicht reich ersten Woche des nächsten Monats zahlbar. In Geschäftsbücherlicher vorhanden fein als jett. Den städtischen Arbeitern aber können wir nicht dringend fabriken mit Werkstubentarifen ist es zulässig, daß die Arbeiter­ausschüsse durch besondere Verhandlungen neue Teuerungszuschläge genug ans Herz legen, weit mehr noch als bisher sich ihrer Organi­sation, dem Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter, anzus schließen. Nur eine fest und gut organisierte Arbeiterschaft wird sich Lohn- und Arbeitsbedingungen schaffen können, die ihnen eine erträgliche wirtschaftliche Gristenz gewährleisten. Das war vor dem Kriege so, das ist während des Krieges nicht anders geworden, und das wird nach dem Kriege so sein.

erwifen.

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Soweit der Verein der Berliner Buchbindereibefizer in Frage kommt, schwebt die Sache noch, da dieser Verein die An­gelegenheit nicht lofal regeln will, fondern eine zentrale Regelung für das Gebiet des sogenannten Dreiftädtetags, also für Berlin , Leipzig und Stuttgart , für erforderlich hält.

So If als erster Diskussionsredner befürworte folgenden, von einer Werkstubenberiammlung beschloffenen Antrag:

Sollten die Unternehmer den berechtigten Wünschen der Arbeiterschaft nicht entsprechen und eine den gegenwärtigen Vers hältnissen rechnungtragende Teuerungszulage ablehnen, so find bis zu einer endgültigen Regelung alle Ueberstunden zu vermeiden."

angenommen.

standen erklärte.

Aus der Partei.

Leute, die gänzlich erwerbsunfähig find, im Falle einer neuen Er­frankung, auch wenn diese sie an sich erwerbsunfähig gemacht hätte, feinen Anspruch auf Krankengeld haben. Bestehen bleibt aber der Anspruch auf ärztliche Behandlung, Medikamente usw., und das ist doch soviel wert, daß die Fortsehung der Mitgliedschaft nur anzu­raten ist, zumal sie in der niedrigsten Klasse fortgesetzt werden kann und die damit verbundene geringe Beitragsleistung an der Art der ärztlichen Behandlung usw. nichts ändert.

Halbinvalide, die eine Beschäftigung aufnehmen, werden zwar schon auf Grund dieser Beschäftigung versicherungspflichtig. Aber wenn sie in der Zwischenzeit mehr als sechs Wochen nach ihrer Rückkehr in die Heimat haben verstreichen lassen, dann leben die alten Rechte, die sie durch ihre frühere Mitgliedschaft erworben hatten, nicht wieder auf, und das kann in all den Kassen Bedeu­tung haben, in denen inzwischen über die Mindestleistungen wieder hinausgegangen ist. Es sollten deshalb die Halbinvaliden möglichst bald in die Versicherung eintreten, gleichviel, ob sie Arbeit haben oder nicht. Ihnen muß natürlich, wenn sie von neuem erkranken, die Krankenkasse in jedem Falle die vollen Kaffenleistungen zu­kommen lassen, und zwar auch da, wo eigentlich die Militärbehörde aufzukommen hat. Das hat für sie den Vorteil, daß sie sehr rasch Daneben beziehen sie auch das einen Arzt gestellt bekommen. Krankengeld, falls Arbeitsunfähigkeit eingetreten ist.

Betriebsunfall bei Verrichtung der Notdurft. Soweit der Betrieb selbst am Zustandekommen eines Betriebs­unfalles mitgewirkt hat, ist ein Betriebsunfall immer gegeben; Ein italienisches Schreckensurteil. Wie das Züricher Volts- auch bei der Verrichtung der Notdurft, die im Gefahrenbereich des Betriebes erfolgen muß. In manchen Fällen können jedoch Dieſer Antrag wurde nach furzer Diffion entgegen dem Wider- recht" berichtet, hat das Striegsgericht in Rom in dem Prozeß gegen Zweifel auftauchen, ob der Betrieb beim Zustandekommen eines spruch der Leitung, die ihn wegen des Zarifs für unstatthaft erklärte, die jugendlichen Sozialisten Toscani, Sardelli, Morara und Ma- Betriebsunfalles bei solcher Gelegenheit mitgewirkt hat. Ein rinozzi den ersten zu sechs, die übrigen zu je fünf Jahren Kerker Arbeiter war in einer Arbeiterkaserne eines größeren Werkes auf Eine Abstimmung über die Bereinbarung mit dem verurteilt. Es handelt sich um die seinerzeit beschlagnahmten einem Gang zur Verrichtung der Notdurft verunglückt. Berufs­Verein der Buchdruckereibefizer ergab, daß die Mehr- Flugblätter, die zu einer Jugendkundgebung gegen den Krieg am genossenschaft und Oberversicherungsamt hatten angenommen, daß heit der Abstimmenden sich nicht damit einver- 3. September aufforderten. Eine Verbreitung dieser Flugblätter es sich hier lediglich um einen zu rein persönlichen Zwecken unter­soll den Angeklagten gar nicht zur Last fallen, sondern lediglich der nommenen Gang gehandelt habe. Das Reichsversicherungsamt hat Besik einer Anzahl Gremplare. Gleich nach der Beschlagnahme jedoch hier einen Betriebsunfall für gegeben erachtet. Der Arbeit­Die Teuerungszulage der Geschoßkorbmacher. und Verhaftung sette eine wüste Pregheze ein, die jetzt einen so geber habe die Arbeiterkaserne im Interesse des Betriebes auf Vor einiger Zeit haben die Korbmacher eine Bewegung zur traurigen Erfolg gehabt hat. Was der" Avanti" zu dem Urteil dem Grundstück stets zur Hand haben wollen und sich dadurch, dem Fabrikgrundstück errichtet gehabt; er hatte die Arbeiter auf Erlangung einer Teuerungszulage von 25 Proz. eingeleitet. Ver­daß er den Arbeitern dort eine billige Schlafgelegenheit bot, einen suche, über diese Forderung mit dem Innungsvorstande sowie mit sagen wollte, wurde von der Zensur gestrichen. Einer aus dieser Betriebsein­der Lieferungsvereinigung selbständiger Storbmacher zu ber- Die ersten Sozialdemokraten im Neuruppiner Stadtverord. festen Arbeiterstand geschaffen. handeln, hatten keinen Erfolg. Dann wandten sich die Arbeiter netenkollegium. Bei den Stadtverordnetenwahlen in Neu- richtung erwachsenen Gefahr sei der Kläger erlegen gewesen. Die Berufsgenossenschaft hatte deshalb für die Folgen des Unfalls der einzelnen Betriebe an ihre Arbeitgeber. Nun kam es zwar ruppin, die nicht im Zeichen des Burgfriedens stattfanden, aufzukommen. Aktenzeichen: Ia 10 482/13. zu Besprechungen und Verhandlungen, die aber damit endeten, Daß die Unternehmer erklärten, es sei ihnen nicht möglich, eine haben die Sozialdemokraten einen Sieg davongetragen. Alle vier Lohnzulage zu bewilligen. Die Organisation der Arbeiter ver- sozialdemokratischen Kandidaten wurden gegen die Kandidaten der fuchte dann, die zuständige Militärbehörde als Auftraggeberin zu vereinigten bürgerlichen Parteien gewählt. Damit erhält Neu­einem vermittelnden Eingreifen zu bewegen. Auch dieser Ver- ruppin die ersten sozialdemokratischen Stadtväter. Berantw. Rebatt.: Herm. Müller, Tempelhof . Inferatenteil verantw. Th. Glode, Berlin . Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanft. Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage und Unterhaltungsbl.

Wetteraussichten

für das

mittlere Norddeutschland

bts

Tonnerstag mittag. Vorwiegend trübe mit weit verbreiteten, besonders im Nordwesten vielfach starken Regenfällen. langfame weitere Erwärmung.