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Tokales.

Der heutigen Nummer des Vorwärts" liegt die Nr. 17 ber Neuen Welt" bei, welche bekanntlich am 28. April wegen vorgeblicher Religionsschmähung konfiszirt worden ist. Die inkriminirten Stellen haben selbstredend beim Neudruck der Nummer ausgemerzt werden müssen.

Der gestrigen Lokalliste ist hinzuzufügen, daß der Volt 3- garten, Stöpnickerstraße 108 in Grünau ebenfalls für Ver­fammlungen zu haben und daher nicht als gesperrt zu be trachten ist. Bei Ausflügen wolle man diese Mittheilung berück­fichtigen.

Ferner ist nachzutragen, daß es in der gestrigen Liste unter Weißensee G. Ehrhardts( nicht Gerhardts), Elysium, Langhansstr. 24-26, heißen muß.

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regelung bie einzelnen Arbeiter heraus, was hindert dann die Arbeiterschaft, fich unter den 82 toalirten Brauern auch einen heraus zu holen!

Das überlegen Sie sich einmal, Herr Röside. Parteigenossen darauf aufmerksam, daß bei etwaigen Ausflügen Achtung, Charlottenburg. Nochmals machen wir die an den Pfingstfeiertagen strengstens auf unsere in fast allen Lokalen ausgehängte rothe Lokalliste zu achten ist. Unter allen Umständen sind die Lokale: Großjean, Klubhaus Westend, Triefethau's Salon, Sophie- Charlottenstr. 94, und Paprik Salon, Berlinerstr. 89 zu meiden.

regelungen gekommen sei. Die Böttcher der Bergschloß- Brauerei haben gleich ihren Kollegen in den übrigen Brauereien am 1. Mai gefeiert und fie sollten gleich diesen durch Aussehung der Arbeit bis zum 7. Mai bestraft werden. Aus diesem Grunde hat, die Versammlung in Rigdorf auch über die Bergschloß- Brauerei den Boykott verhängt.

Die Gewerbe- Deputation des Magistrats fordert hiesige Gewerbegehilfen zu Bewerbungen für die aus dem Friedrichs­Gewerbe- Stipendium zur Berloofung gelangenden Unterstützungen auf, die in Beträgen von 150 bis 300 M. gewährt werden. Die Bewerber müssen in Berlin ortsangehörig sein, und einen auf Vervollkommmung in ihrem Handwerk gerichteten Lernbetrieb an Der Kapitalisten und Grundeigenthümer Streit über den Tag gelegt, auch eine hiesige gewerbliche und technische Fort­Die Frage, ob izleben oder Treptow als Ort der bildungsanstalt mit Fleiß und Erfolg mindestens ein Jahr lang Berliner Gewerbe- Ausstellung gewählt werden soll, muß uns besucht haben. Gesuche, denen die Bescheinigungen über das felbstredend kalt laffen. Uns fann es gleichgiltig bleiben, ob die Borhandensein der oben erwähnten Vorausseßungen beigefügt Charlottenburger oder ob die Berliner Häuserspekulanten ihren sein müssen, können bis Ende Juni dem Magistrat eingereicht Rebbes machen, wissen wir doch, daß die Arbeiter, die etwa bei werden. Den Bauten Verwendung finden, sich in jedem Fall für einen

Zum Kampf der Brauereien gegen ihre Arbeiter. Eine eigenartige Reklame veranstalten die artigen Kinder Sündenlohn plagen und schinden müssen. Und was wäre An- Für den Pfingstverkehr haben die Betriebsämter schon pardon, die Mitglieder des Vereins der Berliner Brauergesellen deres für die Arbeiterschaft zu erwarten? Wenn wir daher, alle Vorkehrungen getroffen. Welcher Art dieselben sein werden, für die Arbeiterfreundlichkeit" des Herrn Brauereidirektors man verzeihe den gebräuchlichen, aber in diesem Fall doch nicht geht aus folgender Meldung aus Gotha hervor: In der hiesigen Röfice. Wir hätten, nebenbei gefagt, ihnen auch geglaubt, daß ganz zutreffenden Ausdruck- als lachende Dritte ein Stim- Königlichen Eisenbahn- Hauptwerkstatt werden jetzt wieder eine fie nicht zu ben Unzufriedenen" gehören, ohne daß sie die so mungsbild wiedergeben, das ein Berliner Korrespondent der größere Anzahl Gepäckwagen mit Bänken versehen, um menschenfreundlichen Einrichtungen in dem Eldorado des Herrn" Frankfurter Beitung" abfonterfeit hat, so thun wir es nur, um dieselben für Personentransporte zum Pfingstverkehr zu benutzen. Rösicke an den Fingern herzählen. unseren Lesern zu zeigen, wie der Berliner Philister sich benimmt, Infolge dieser vermehrten Arbeitsgelegenheit arbeiten einzelne Die Freitagsnummer des Berliner Lokal- Anzeigers", der ja wenn er sich über eine ihn berührende Sache erhitzt. Die Bweige 12 Stunden täglich. Das sind ja ganz liebliche Aus­auch jedenfalls das Partei- Organ dieser Herren ist, bringt offenbar Chronik in der Frankfurter Beitung" besagt u. a.: sichten für die Pfingstreifenden: dritter Klasse bezahlen und vierter aus einer inspirirten Feder im Anzeigentheil folgende Erklärung: Der ruhige Bürger greift zur Wehr, indem er bei Buggen fahren zu dürfen! Der plöblich ausgebrochene Streit der Böttchergesellen und hagen oder im Konzerthaus ein Glas Helles trinkt, während eine Deren Vorgehen gegen die Schultheiß' Brauerei A.-G., hier, ver- Bersammlung abgehalten wird. Eine Versammlung? Blos eine Lichterfelde das Nachstehende berichtet: Seit dem 1. Mai war Ueber eine verunglückte Nachttvandlerin wird aus Groß­anlaßt die Unterzeichneten zu folgender energischer Erklärung: Bersammlung? Nein, eine Protestversammlung, die sich zu das 15 jährige Mädchen Martha Lulinski bei dem Bauunter­Die Böttchergesellen der Schultheiß' Brauerei A.-G. haben teinen einer Demonstration von geradezu elementarer Gewalt geftaltete". nehmer Torgus in der Schillerstr. 10 in Gesindedienst getreten. stichhaltigen Grund zum Streit, denn ihre Lohn- und sonstigen Die Bürger von Berlin O. werden elementar. Die Zeitungen Am Mittwoch Abend gegen 10 Uhr suchte es seine zwei Treppen Verhältnisse sind derart, daß sie die jetzt aufgestellten Forderungen melden es, und die Ausdrücke, die bei den elementaren Demons hoch belegene Mansardenstube auf, enttleidete sich und suchte, weit übertreffen. Bei nur 91/ 2ftündiger Arbeitszeit, 29 M. Wochen- ftrationen fallen, zeigen, daß das füdliche Temperament, das nachdem es als gute Katholikin das Abendgebet gesprochen hatte, lohn, 4-5 Liter Freibier täglich, haben, wie alle Arbeitnehmer Diese Berliner bisher immer so geschickt zu verheimlichen wußten, das Bett auf. Um 10%/ 4 wurde die im Kellergeschoß des Hauses der Schultheiß' Brauerei A.-G., auch die Böttcher für sich und nur künstlich und gewaltsam zurückgedrängt war. ihre Familien Arzt und Medizin frei, können die Bade- Einrich- Neapolitaner, die in der Köpnickerstraße wohnen. Es giebt nichts Aufschrei und darauf folgendes Stöhnen aufgeschreckt. Sie fand G3 find wohnende Bortosthändlerin, Frau Schwadler, durch einen lurzen tung benutzen, verfügen über eine von der Brauerei dotirte anderes als stürmischen Beifall und stürmische Heiterkeit und die entkleidete Lulinski auf zwei Spigen des den Zugang zuin Unterstügungstaffe, tönnen ihre Kinder in das Familienbaus zur stürmische Entrüftung. Man darf am Morigplatz sprechen von Hause nach dem Borgarten abschließenden eisernen Gitters Spiels und Arbeitsschule unentgeltlich schicken, folche im Sommer allen Schrecken des Gewissens, nur von Wigleben nicht. Fünf aufgespießt in halbfigender, halb liegender Stellung vor. Dhne halbjahr auf vier Wochen nach dem Kinderheim in Pankow bei zehn anwesende Charlottenburger liefen Gefahr, gelyncht zu in dem Schrecken an die Rettung zu denten, rief sie durch gellen­freier Berpflegung bringen und bekommen für ihre Ersparnisse in werden. Daß die Stadt Berlin den Treptower Bart hergeben will, des Geschrei die Nachbarschaft herbei, aber auch die zuerst Der Sparkasse der Brauerei denselben Binsfuß wie die Aktionäre, ist ein hochherziger Entschluß". Die Kommission, die für ein Männer eintreffenden wagten nämlich 15 bezw. 16 pet. Außerdem bekommt Jeber, welcher anderes" Terrain stimmte, scheint die Gegend vom Luftballon liche an sich bie Unglück­Erft nicht hinan. als der Maurermeister Knauff drei Jahre im Geschäft thätig ist, 100 m. Alterszulage in viertel- betrachtet zu haben. Lächerlich ungeeignet ist der Moderpfuhl am erschien, wurde das Mädchen mit Hilfe zweier anderer Männer jährlichen Raten. Solche Vortheile über den Lohn hinaus sind Liegensee". So entwickeln sich in dem Streit ungeahnte Reime aus seiner entsetzlichen Lage befreit. Nach Feststellung des Dr. Röhl faum in irgend einem anderen Etablissement dem Arbeiter ge- rhetorischer Veranlagung, selbst Stadtverordnete lassen den hat es außer den tiefen Wunden am linken Gesäß eine Ver­boten. Das ungerechtfertigte Vorgehen der Böttchergesellen ganzen lyrischen Zauber, der in ihnen geschlummert hat, zu geftauchung der Beine und innere Verletzungen davongetragen, so fchädigt aber zweifellos alle übrigen Arbeitnehmer der Schultheiß meinnütziger Entfaltung gelangen; denn in Geldsachen hört die daß der Leib gestern start geschwollen war. Die bei vollem Ver­Brauerei, welche den Segen der vorhandenen Wohlfahrtseinrich Temperamentlosigkeit auf. Alle, welche als Grundstücksbefizer oder stande befindliche Lulinsti gab der Polizei gegenüber an, daß sie tungen voll und ganz zu würdigen wiffen. Die Unterzeichneten Gastwirthe in der Nähe von Treptow ansässig sind, kennzeichnen gleich nach dem Schlafengehen von Betlemmungen befallen, auf­fehen es durchaus nicht ein, weshalb sie sich durch die Launen mit Empörung das Treiben Derer, die als Grundstücksbesitzer gestanden und an das Fenster getreten sei. Was weiter vor­einer Hand voll Böttchergesellen Schaden zufügen lassen sollen; oder Gastwirthe in der Nähe von Wigleben ansässig sind. Beide gegangen sei, wisse sie nicht, bis sie auf dem Gitter hängend zum fie wollen sich unbedingt im Genusse der großartigen und haben das Interesse der Allgemeinheit im Auge, das Intereffe Bewußtsein gekommen sei. Da nun aber das Fenster des Zimmers fegensreichen Wohlfahrtseinrichtungen der Schultheiß' Brauerei der Ausstellung und der Berliner Bürgerschaft. Es giebt aber nur 45 Bentimeter breit, 60 Bentimeter hoch ist und eine Brüstung erhalten und erklären daher hiermit öffentlich, daß fie mit dem wirklich noch ein sozusagen ideales Nebenmotiv, das mit der in Höhe von 85 Zentimetern hat, so ist nach Ansicht der Behörde Streit ber Böttchergesellen nicht einverstanden sind, solchen viel brünftigen finanziellen Interesfirtheit parallel läuft; das ist der an einen Sturz aus dem Fenster nicht zu denken. Es wird viel mehr als frivol und unbegründet aufs schärfste verurtheilen. alte Neid auf den Westen, den alle Stadttheile haben und der mehr angenommen, daß das Mädchen im Schlafe nächtliche Berlin, den 10. Mai 1894. bei so guter Gelegenheit diesmal vom Osten zum Ausdruck ge- Wanderungen unternimmt, aus dem Fenster geflettert, über die Die Mitglieder des Vereins der Berliner Brauergesellen, bracht wird. Der Weften ist der schönste Stadttheil; der gleich darunter befindliche Dachrinne geftrauchelt und infolge fowie der Zimmerleute, Maurer, Seniede, Stellmacher, Sattler, nobelste Stadttheil; der asphaltirtefte Stadttheil; der be deffen abgestürzt ist. Die hier in Berlin in der Friedenstraße Schloffer, Maler, Glaser und Klempner in der Schultheiß- Brauerei, pflanzteste Stadttheil, der elektrisch beleuchtetste Stadt- wohnenden Eltern haben die Verunglückte gestern nach einem Abtheilung I. J. A.: Dillmann und Döhring. theil; der gebildette Stadttheil; der reichste Stadt Krankenhause abgeholt. Eo, Ihr streifluftigen Böttchergesellen, nun habt Ihr Euer theil. Das, was einigermaßen repräsentativ ist, wohnt Fett weg! Denn wenn der Verein der Berliner Brauergesellen im Westen. Ein hervorragender Schriftsteller oder Künstler, Verschwunden ist seit Mittwoch Abend um 6 Uhr die oder die Mitglieder deffelben Euch so etwas sagen und die der im Osten logirte, würde als Sehenswürdigkeit an- 3/2 Jahre alte Tochter Jla der Schildhornstr. 74 zu Steglit übrigen 6 unorganisirten Bimmerleute, 8 unorganisirten Maurer, gestaunt werden, oder man würde ihn für ein Genie halten: wohnenden Wittwe Maeder. Das Kind hatte vor dem Hauſe 2 dito Schmiede, 3 dito Stellmacher, 3 dito Sattler, ca. 6 un- furzweg wegen dieser unerhörten Selbständigkeit. Und auch die umbergespielt. Die geängstigte Mutter hat bereits alle um= organisirte Schloffer und je 1 unorganisirter Maler, Glaser und Großindustriellen und Großkavitalisten, die im Often oder liegenden Ortschaften abgesucht, ohne eine Spur von der Ver­Klempner, ebenfalls in diesen Lobgefang einstimmen, dann kann Norden wohnen, tommen hauptsächlich nur in Fontane'schen mißten zu entdecken.

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es nicht ausbleiben, daß Ihr Euch bald nach den so schnöde Romanen vor. Selbst ein Kaufmann von so gewollt bürger­verlaffenen Fleischtöpfen der Schultheiß'schen Brauerei zurückfehnt. lichem Anstrich wie der verstorbene Rudolph Herzog, der einer Hause Französischestraße 44 ein Kaufmann durch einen Schlächters Polizeibericht. Am 10. d. M. Vormittags wurde vor dem Zur Klarstellung wollen wir jedoch mittheilen, daß der Ber der bedeutendsten Annoncenbezahler war und daher die aufrich- Hause Französischestraße 44 ein Kaufmann durch einen Schlächters ein der Berliner Brauevgesellen nicht mit dem Zentralverband tigsten Nekrologe bekam, wohnte dem Thiergarten gegenüber, auf dem Neubau Dresdenerstr. 109 fiel ein Dachdecker vom Dache Berber überfahren und an beiden Füßen erheblich verletzt.­ deutscher Brauer und verwandter Berufsgenossen identisch ist. dicht beim Brandenburger Thor.... Treptow oder Wigleben! des dreistöckigen Seitenflügels auf den Hof hinab und erlitt schwere Der Verein besteht zum größten Theil aus Leuten, die es noch wenn man die Motive Derer betrachtet, die für den einen oder Verlegungen am ganzen Körper. Vor dem Haufe Dresdenerstr. 27 zu Borderviechern", wie der klassische Ausdruck lautet, bringen für den andern Ort eintreten, stellt man sich vielleicht auf die wollen, aus Kellermeistern, Braumeistern und ähnlichen bevor Seite der Donna Blanca in Heine's Disputation, welche ein gerieth eine 72 Jahre alte Frau unter die Räder einer Droschke und wurde am Arme und an der Hand schwer verletzt.- Gin zugten Herren. Selbstverständlich nehmen diese Leutchen Partei durchaus neutrales Urtheil fällte. für Herrn Rösicke und den Bestrebungen des Bierrings, wozu eines Hauses der Bautstraße belegenen Wohnung feiner Groß­sechsjähriger Knabe stürzte vom Balkon der im dritten Stoc wäre denn der Verein sonst das? mutter auf die Straße herab und starb auf der Stelle.- Im mittags die bereits start verweste Leiche einer etwa 40 Jahre Luisenstädtischen Kanal, an der Adalbertbrücke, wurde Nachs alten Frau angeschwemmt. Vor dem Haufe Alte Jakobstr. 8 fiel ein 12jähriger Knabe beim Spielen an einem Leitergerüst hin und erlitt einen Schädelbruch. Abends fand im Hause Tress dowstr. 87 ein Dachstuhlbrand statt.

Im übrigen fei noch mitgetheilt, daß die in dieser Ange­legenheit beschlußfähige Kommission in der Angst über den grau­Anschließend daran tönnen wir noch mittheilen, daß die samen Kampf einen Ausweg zum Entwischen gesucht hat. Ge Maßregelungen organisirter Arbeiter fort wird nämlich gemeldet, daß man sich jetzt an den Kaiser um dauern. Es werden noch immer weitere Ar- Ueberlassung des Hippodroms wenden will. beiter aus ben dem Ring angehörenden Braue­,, leber ein Kleincs so werdet Ihr mich sehen und über ein reien wegen Verweigerung der Böttcherarbeiten Kleines so werdet Ihr mich nicht sehen." Das Berliner Tagebl." entlassen. bringt folgende Mittheilung:

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Zum Ausschluß der Böttcher. Herr Rösicke versendet Waschzettel auf Waschzettel an die ihm zugängliche Preffe und dazu zählen in erster Linie sämmtliche liberale Organe, in denen er neben dem Hinweis auf den Muthwillen der gutbezahlten Böttchereiarbeiter" den Beschluß der letzteren betreffend die Feier des 1. Mai, sowie den Beschluß der Rixdorfer Bolts versammlung in dem gegen die Vereinsbrauerei der Boykott aus gesprochen wurde, als das Werk der sozialdemokratischen Partei hinstellt. Daß weder die Parteileitung noch die Berliner Gewerkschafts­Leitung einen Einfluß auf diese Beschlüsse ausgeübt haben, weiß Herr Rösicke sehr genau, und die ihm zu Diensten stehende Presse weiß das ebenfalls aus unserem Artikel in der Nr. 106 vom letzten Donnerstag.

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Theater.

" Der Raiser hatte am Montag bei seiner Anwesenheit in Spandau zur Besichtigung des Elisabeth- Regiments seine Ver­wunderung darüber geäußert, daß er teinen von den vielen tausend Arbeitern der vielen Fabriken erblicke. Es war nämlich, vermuthlich in der Absicht, Verkehrs­it örungen zu vermeiden, angeordnet worden, daß die Abend die Strauß'sche Operette Eine Nacht in Venedig Im Theater Unter den Linden" feierte am Freitag Arbeiter zu der Zeit, in welcher der Kaiser die Straßen passiren eine Wiederauferstehung. So elend das Libretto in Text und mußte, in der Fabrit verweilten, zu welchem Zwecke die Handlung, so anmuthig ist die Musit, und es thut der Wirkung Arbeitszeit verlegt wurde. Als Se. Majestät nun Donnerstag zur Besichtigung des Königin Augusta- Regiments am nach Spandau gekommen war und von der Parade Mittags zur Stadt zurückkehrte, hatten sämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen in ihrer Arbeitskleidung am Wege Auf stellung genommen. Der Kaiser dankte freundlich auf die begeisterten Hochrufe der Leute."

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Melodien immer schon vorausempfindet, wie der Gedanke fich feinen Eintrag, daß man beim ersten Ton der Strauß'schen weiterspielt, und die Operette erfüllt auch heute noch ihre Auf­gabe, nach mehr als zehnjähriger Repertoirfähigkeit, beffer als manche der neuesten, die da kommen, man weiß woher, und wieder verschwinden, man weiß auch wohin. Glänzende Farben, Es charakterisirt den Macher unter den, vereinigten Brauereien" schimmerndekostüme, weniger schimmerndes, aber überreich gebotenes und die ihm dienstbare Presse, daß sie die Antwort des Leider ist die Nachricht des die Nachricht des Berliner Tageblatt" Fleisch, flottes Spiel in den Hauptrollen und fließende Strauß'sche Ausschusses der der Gewerkschafts- Rommission insoweit dunkel, als nicht aus ihr hervorgeht, ob die Walzermusik ob die Walzermufit all das machte den Abend im Lindentheater für vollständig tobt schweigen. Freilich, wenn die Leser Anordnung, daß sich während der Fahrt des Kaisers bas dortige Theaterpublikum zu einem heiterbefriedigenden. der Bossischen 3tg.", der Freis. 3tg.", des Tagebl." und der durch Spandau tein Arbeiter auf den Straßen blicken Herr Steinberger gab seinen Papacoda in bester Stimme übrigen den Brauer- Millionären zur Verfügung stehenden Blätter den lassen dürfe, in den Militär Werkstätten ergangen und Stimmung und erzielte reichlichen Beifall; Cibeletta fand wirklichen Sachverhalt tennen lernten, dann könnte die Sozial- ist, oder ob sie auf behördliche Weisung auch an die Privat in Fräulein Szroch stimmlich wie darstellerisch eine würdige Demokratie nicht mehr als das Karnickel hingestellt werden. unternehmer gerichtet wurde. In diesem Falle wäre es interessant Partnerin, Frl. André's Stimme und Gesang war viel beffer Ohne das Hereinziehen des rothen Wau Wau wäre aber der zu erfahren, wer diese für unsere heutigen Zustände bezeichnende als ihr Spiel; Herrn Schaler's Caramello harmonirte, aber Herr ganze Zwischenfall wahrscheinlich schon längst beigelegt. Berfügung hat ergehen lassen? Wie dem nun auch sei, wir denken, me yer fand für seinen Possen- Herzog nicht Operettenton. Die Im übrigen wollen wir dem doch noch eine Bemerkung an daß sich die Spandauer Arbeiter sowohl die Anordnung, die Inszenirung war ebenso hübsch wie die ganze Durchführung fügen. Wie wir bereits hervorgehoben haben, stehen wir ihnen verbot, sich vor dem Monarchen auf der Straße zu zeigen, flott. Im nachfolgenden Ballet Farfarello" aber war der Kontraft nicht auf dem Standpunkt, daß es Sache unserer Partei sei, wenn als auch die, nach welcher sie öffentlich Aufstellung zu nehmen zwischen Zänzern und Korps doch etwas gar zu augenscheinlich. in bestimmten Gewerben Bwiftigkeiten zwischen Unternehmern und hatten, um in begeisterte och rufe einzustimmen, tief, Arbeitern ausbrechen, jedes Mal zu gunsten der Arbeiter durch fief ins Herz einprägen werden. Die Melodie auf das Lied von den Boykott zu interveniren. der wegen befürchteter Verkehrsstörungen verlegten Arbeitszeit ist Wenn aber, wie es im anstehenden Falle immer mehr den so leicht zu erlernen, daß es in diesem Falle nicht einmal eines Anschein gewinnt, der Führer der Brauereibesitzer um jeden sozialdemokratischen Gesangmeisters bedarf. Preis die Partei und die mit ihr sympathisirende Gesammt Der Maler Reinhold Frih, Hagenauerstr. 10, 3 Treppen, arbeiterschaft in den Streit hineinzerren will fönnte es immerhin möglich sein, daß dem streitluftigen theilt uns mit, daß er mit dem im Annoncentheil der Nr. 103 Herrn sein Wunsch erfüllt werde. Die Tante Voß meint genannten Maler gleichen Namens, der zur Ablieferung der in einem zur Sache geschriebenen Artikel, daß die Nach- fammelten Streitbeiträge aufgefordert wird, nicht identisch ist. theile, die durch einen Boytott über einen Zum Branerei- Boykott. Am Freitag Morgen erschien in einzelnen Arbeitgeber verhängt werden, sehr unserer Redaktion ein Herr Walther von der Bergbrauerei spielhöhe erhöbe; ganz abgesehen davon, daß die Personen, groß sind, und zur Vernichtung feiner wirth in Rixdorf, um uns auf einen angeblichen Frrthum" auf welche in ihm auftreten, auch für ihre Zeit weder als fchaftlichen Existenz führen tönnen". mertfam zu machen. Der Herr erklärte, daß die in der Typen, noch als Originale gelten könnten. Sie sind von Wir sind der Meinung, daß in diesem Sage der Zante" Donnerstag- Nummer enthaltene Nachricht von dem Boykott über so ausgewischter Schablone, daß man sich fragen muß, ein Stück Wahrheit steckt, das auch Herr Röfice beherzigen die Bergbrauerei, die er vertrete, wohl eine irrthümliche fein warum dies auch für bescheidene Ansprüche bedeutungs­follte, ehe er seine durch nichts begründete Hereinziehung der müsse, denn es sei in diesem Unternehmen weder wegen der Mai- lose Opus nicht schon früher, als geschehen, zu den Werken des gesammten Sozialdemokratie weiter fortsetzt. Die Sozialdemokratie feier, noch aus sonst einem Anlaß zu Differenzen mit den Ar- braven Raupach und ähnlicher Größen in den Müllkasten ge= fönnte sonst in die Versuchung fommen, einmal dem von den beitern gekommen. worfen worden ist. Es war denn unseres Erachtens auch dem

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dann

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Im Zentral- Theater hatte sich anläßlich des Thomas­Saftspiels das uralte Töpfer'sche Original- Lustspiel" Rosenmüller und Finke am Donnerstag einer Auf­erstehung zu erfreuen. Die total verblaßten Farben, in denen das friedfertige Gemälde aus der Bürgergardistenzeit vorgeführt wurde, mußten erhebliche Zweifel daran aufkommen lassen, ob denn wirklich unsere Großväter so naive Naturen gewesen sind, daß sie an einem derartigen Zeug Gefallen fanden. Es ist in der tödtlich abgeschmackten und langweiligen Handlung dieses Stücks auch tein einziger Moment, der sich zu wirklicher Lust­

Brauereien des Herren Röside hergestellten Biere gegenüber die Dieser Mittheilung gegenüber erklärt uns jedoch die Berliner guten Thomas anzusehen, daß er sich weidlich, aber mit ver­Probe auf das von der Boffin aufgestellte Gewerkschafts- Rommiffion, die wir in Kenntniß fezten, daß es gebener Mühe abquälte, aus der Rolle des Kaufmanns Bloom Exempel zu machen. Sucht sich der Brauerring zur Maß-' in diesem Unternehmen wohl wegen der Maifeier zu Maß- etwas zu machen. Wenn das Publikum sich dennoch dem vera