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Der Teil der deutschen Abgeordneten, der dieses Er­gebnis mit herbeigeführt hat, sind die radikalen Natio. nalisten, die durch Quertreiberei gegen die Wiedereinbe­rufung des Parlaments und übertriebene. Forderungen nach ,, realen Garantien" im Innern die Stellung Desterreichs gegenüber Ungarn schwächten.

hoffen, daß dieses den Anfang zum Ende des furchtbaren, zer­störenden Krieges ist. Das Blatt meint, daß man in den Entente ländern es der Mühe wert halten werde, zu hören, was die Mittelmächte wollen, und sei erst einmal der erste Schritt auf dem Wege der Verhandlungen getan, so lasse sich die Bewegung zum Frieden nicht mehr aufhalten.

Schweden und Norwegen .

Ein Teil der englischen Sehpresse fährt in der bereits berichteten Tonart fort, Deutschland zu schmähen und her­unterzureißen." Morning Post" spricht von einem schlauen und verzweifelten Versuch, der Strafe für den militärischen Bankrott auszuweichen"." Daily Telegraph " gibt zu, daß Deutschland den Höhepunkt seiner Macht erreicht hat, um daraus den logischen Schluß" zu ziehen, daß jetzt der unver­meidliche Rückgang folgen muß. Das haben wir schon 1915

Das Echo des Friedensangebots. mächte einen guten Eindrud gemacht, die liberale wie fon- gehört.

Die Neutralen.

Das Aufsehen, das das deutsche Friedensangebot bei den Neutralen macht, die teils unter dem Kriege mitleiden( das betrifft namentlich Arbeiter und Mittelstand), teils unge­heure Profite aus ihm ziehen, ist natürlich ungeheuer. Die Preffeäußerungen liegen bisher erst in telegraphischen Aus­zügen vor, die naturgemäß kein völlig treues Bild bieten. Dennoch läßt sich mit Sicherheit sagen, daß der Eindruck des deutschen Schrittes ganz überwiegend ein vorzüglicher ist; er löst, wenn nicht Jubel und Freude, zum mindesten Hoffnung und günstige Erwartung aus. Der Eindruck, daß die deut­ schen Sympathien seit dem 12. Dezember stark gestiegen sind, ist unverrückbar.

Die Schweiz .

Die Schweiz ist wohl der neutrale Staat, deffen Leiden am meisten die Gewinne überwiegen. Entsprechend ist die Freude hier am stärksten.

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Das Berner Intelligenzblatt" mißt dem deutschen Schritt eine überragende Bedeutung" bei. Niemand könne die gewaltige Erschütterung der Ententestaaten leugnen, eben­sowenig den ungeheuren Vorsprung der deutschen Waffen vor den Alliierten. Weiter heißt es:

Die glatte Ablehnung des Vorschlages wäre das größte Ver­brechen, welches die Geschichte aufzuweisen hat, da es sich hier nicht um unbewußte Entwicklung oder ein Spiel des grausamen Zufalls, sondern um den auszusprechenden klaren Willen zum Guten oder Bösen handelt.

Den Eindruck, den das Friedensangebot in Bern gemacht hat, bezeichnet der Bund" als außergewöhnlich tiefgehend". Die Optimisten sehen schon den Friedensengel am Himmel schweben, aber selbst die Pessimisten könnten ein freudiges Gefühl nicht ganz unterdrücken". Der bekannte Militär­fritiker des Berner Bundes" betrachtet den deutschen Schritt im Lichte der Kriegslage und kommt zu folgendem Schluß: Er ist nicht in einem Augenblick vorübergehender Erfolge, sondern in einem Zeitpunkt erfolgt, da die strategische Entwid lung sich zu kristallisieren beginnt, obwohl bei einer Nichtannahme noch unendlich riesenhafte Kämpfe Plak greifen müssen, um ihn in allgemeiner Zerrüttung ersterben zu lassen. Das Berner Tageblatt" schreibt:

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Wenn nicht, dann laden sie eine unfühnbare Schuld auf sich, ohne darum die Entschließung der Vierbundsstaaten wirkungslos zu machen, denn der bisher schüchtern gehegte Friedensgedanke ist nicht mehr umzubringen.

Auch in Schweden hat das Friedensangebot der Mittel­servative Presse begrüßt den 12. Dezember einstimmig als einen Markstein in der Geschichte des Weltkrieges". Stocholm&" Tidningen " schreibt: der Kämpfenden hat gesagt: Ich bin bereit aufzuhören. Millionen Menschen warten in Spannung auf die Antwort.

Einer

Svenska Dagbladet" meint: Was die Mittelmächte anbelangt, so ist die Sachlage jezt klar. Sie heißen eine Ver­mittlung willkommen. Wird man jetzt erleben, daß sich die ganzen Bemühungen der Ententemächte darauf richten, die An­nahme des Vermittlungsauftrages durch die neutralen Staaten oder durch einen Neutralen zu verhindern? Das wäre ein unzweideutiger Beweis dafür, daß man auf dieser Seite erst mit einem zu Boden geschlagenen, der Willkür des Gegners unterworfenen Deutschland verhandeln will.

Stockholms" Dagblad" bemerkt: Zweifellos wird die Ententepresse versuchen, das Angebot der Mittemächte als Zeichen der Schwäche auszulegen. Die Mittemächte können darauf mit dem einen Wort Bukarest " antworten. Noch schärfer heben " Dagens Nyheter " die starke Stellung der Mittemächte hervor.

Branting in Socialdemokraten" bermißt in der Rede des Reichskanzlers klare Bedingungen, aber selbst er muß zugeben, daß der Friedenswille der Mittemächte aufrichtig sei.

Nya Dagligt Allehanda" schreibt: Deutschland ge­bührt jetzt der Ruhm, laut der Welt fundgetan zu haben, daß es den Krieg nicht länger fortzusehen wünscht, als die harte Not­wendigkeit, für die reale Sicherheit seiner Grenzen zu kämpfen", berlangt.

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Aftonbladet" meint, man könne sich nur schwer denken, werde, wie es das Reutertelegramm mit seinem wenig passen= den höhnischen Ton tut.

In Norwegen scheint der Eindruck ähnlich au sein, doch fehlen hier einstweilen noch Einzelheiten.

Vereinigte Staaten von Amerika .

Die Stellungnahme der Vereinigten Staaten bleibt, wie bisher in ähnlichen Situationen, zunächst für uns ein un­gelöstes Problem. Da wir keine direkte Verbindung mit Amerika haben, kann das, was Reuter und Havas uns zu übermitteln für gut befinden, ebenso gut Stimmungsmache wie Wahrheit sein. Nach Stimmungsmache schmeckt es, wenn Londoner und Pariser Blätter den Versuch machen, auf Grund eines Sakes aus einer Rede Wilsons zu erklären, daß dieser sich für die Alliierten erklärt habe; ebenso, wenn Havas meldet, daß offizielle Kreise der Ansicht seien, Deutschland sei nicht in der Lage, den Frieden auf einer für die Alliierten annehm­baren Grundlage abzuschließen. Einzelne ganz kurze Blätter­

Doch beginnt sich auch in England nach den ersten Aus­brüchen hysterischer Kriegswut die Stimme der Vernunft ver­nehmbar zu machen. Namentlich die Blätter des ge­stürzten Kabinett s Asquith führen eine ruhige Sprache. So schreibt Manchester Guardian":

Es besteht durchaus keine allgemeine Neigung, Deutschland den Friedensvorschlag als Arg list auszulegen. Ebensowenig sieht man die Anerkennung seiner Niederlage in dem Vorschlag. Anscheinend bietet Deutschland keine Friedensbedingungen be= sonderer Art an, sondern schlägt einfach vor, in Friedensunter­handlungen zu treten. In diplomatischer Hinsicht und gegen­über den Neutralen ist es schwierig, das Angebot zu beantworten." An anderer Stelle fagt das Blatt:

Das Angebot ist aufrichtig. Es muß durch die Regierung und die vernünftige öffentliche Meinung nicht als Angebot zum formellen Waffenstillstand oder als Vorschlag zur Intervention einer dritten Partei behandelt werden. Aber es muß sofort ein Gedankenaustausch stattfinden. Die direkte Verweigerung würde der Entente in den Augen der Neutralen hoffnungslos Unrecht geben."

Die offiziös- liberale" We st minster Gazette" sieht zwar in dem deutschen Schritt einen Versuch, die Alliierten zu entzweien, und ein ermutigendes Zeichen in militärischer und wirtschaftlicher Hinsicht,

,, aber wir wären voreilig, wenn wir glauben würden, daß wir das ruhig damit erledigen könnten, wenn wir es einfach als einen Notschrei zurückweisen, der uns nichts angeht. Deutschland weiß, daß der Krieg große Unruhe unter den Neutralen hervorgerufen hat, und es hat seinen Appell in erster Reihe mehr an sie als an uns gerichtet. Die Alliierten dürfen sich deshalb nicht weigern, einen Vorschlag anzu­hören, der ihnen in regelrechter Weise vorgelegt wird, aber sie müssen rückhaltlos sagen, daß ihre Verpflichtung, gemeinsam zu handeln, unwiderruflich ist".

Aehnlich schreiben Daily News":

Die Alliierten dürfen nicht den verhängnisvollen Fehler be­gehen, dem Reichskanzler von Bethmann Hollweg Anlaß zu der Erklärung zu geben, Deutschland habe seine Vorschläge gemacht, diese seien aber mit Berachtung zurückgewiesen worden, und nun müsse es bis zum bitteren Ende durchkämpfen.... Die Friedens­bedingungen könnten so hoch gegriffen werden, wie die Missetaten Deutschlands es verdienten, jedenfalls müßten sie der Erklärung Asquiths über die Kriegsziele der Alliierten Genüge tun. Ein einfaches Non possumus( unmöglich!) würde der größte diploma­tische Sieg für Deutschland sein; England dürfte ihm diesen Sieg nicht gönnen."

Das Bild in Frankreich hat sich nicht wesentlich ge­

Ebenso geben die Basler Nachrichten" zu, daß die Er- auszüge erwecken den Eindruck starker Englandfreundlichkeit, ändert. Die wichtige Erklärung Briands bringen wir an

klärung der Friedensbereitschaft im Augenblick imponieren­der Waffenerfolge etwas Großes an sich hat". Man habe den Neutralen oft Schweigen anempfohlen, aber heute sei es Menschheitspflicht, der Ablehnung des Friedensvorschlages auch mit den schwächsten Mitteln entgegenzuarbeiten.

Charakteristisch für die Stimmung der Schweiz ist schließ­lich der Umstand, daß selbst das extrem franzosenfreundliche welsch- schweizer" Journal de Genève" sich in seinem Zeit­artikel für einen Kompromißfrieden ausspricht und meint, daß man mit Unrecht in dem deutschen Schritt einen Beweis dafür sehen würde, daß sich das Deutsche Reich am Ende seiner Kräfte fühlt". Es nennt dann das deutsche Vorgehen ,, die härteste Probe für den Londoner Vertrag" und fährt fort:

Es geziemt sich für ein Organ eines neutralen Landes nicht, Wünsche für Fortsetzung des Kampfes zu äußern. Der Triumph des Unrechts und der Unterdrückung, der Verlust der Unabhängigkeit der eristenzberechtigten kleinen Völker würde uns allerdings noch ein größeres Unglück scheinen, als die Fortsetzung des Krieges, aber der Friede erscheint uns wünschenswerter als ein vollständiger Triumph für die Völker, die ihn verdienen.

Die Niederlande .

Auch in den Niederlanden ist der Ausdruck der Hoffnung und Freude ganz überwiegend. Das Allgemeen Handelsblad" meint, daß alle, die Verlangen nach dem Ende dieses schrecklichen Kampfes zeigen, Ursache zur Freude. haben. Nieuw Rotterdamsche Cou­rant" zweifelt an dem Gelingen der deutschen Initiative.

Es könne aber in England die Zeit kommen, wo die Re­gierenden, die jest vielleicht geneigt seien, die deutschen Friedens­vorschläge hoch mütig zurüdzuweisen, den Tag des Friedensschlusses und den Augenblick, wo sie ihrem Volke gegen über Rechenschaft abzulegen haben werden, scheuten. Dies würde für den Frieden die größte Gefahr sein, und es wäre gut, wenn in den Ententeländern eine Partei entstünde, die dagegen ein Gegengewicht bildete.

( Ueber die Stellung von Het Volk" siehe unsere eigene Meldung.) Eine sehr scharfe Kritik an der Haltung der französischen und englischen Presse übt Nieuws van den Dag":

Die Sprache der französischen und der engli schen Presse habe jede Befürchtung noch über­troffen. Das sei die Sprache von Beseffenen. Diese Helden der Feder begingen jeden Tag, den ihnen Gott schenkt, ein Ver­brechen an der Menschheit.

Dänemark .

Mehr als Worte spricht die Tatsache, daß die Kanzlerrede auf der Börse einen allgemeinen Kurssturz ver­ursachte, einzelne Papiere fielen gegen 100 Proz.( In Dänemark machen gewisse Kriegsindustrien geradezu phanta­stische Gewinne.) Trotzdem ist die Aufnahme des deutschen Friedensanerbietens sehr freundlich, wenn auch daran ge­zweifelt wird, daß die Ententemächte es annehmen werden. Politiken" spricht von einem ichtpunkt in de m Kriegsdunkel". Nationaltidende" führt aus, daß der Kaiser und der Reichskanzler seit langem zum Frieden bereit gewesen seien und schließt:

Werden die Ententemächte das Angebot des Deutschen Kaisers und seiner Verbündeten zu dem Versuch benutzen, den großen Weltkrieg abzuschließen, der droht, Europa für unabseh­bare Zeit zu vernichten? Das ist die wirklich weltgeschichtliche Frage, auf deren Beantwortung die ganze Welt jetzt in furcht­barer Spannung wartet.

Bei dem großen Einfluß der dänischen Sozialdemokratie können die Ausführungen des Sozialdemokraten" als besonders wichtig angesehen werden, der schreibt:

"

Der 12. Dezember wird sicher in der Geschichte als einer ihrer größten Marksteine eingetragen werden. Deutschland und seine Verbündeten haben die Hand dem Gegner zur Verhandlung entgegengestreďt. Sie taten damit den ersten Schritt zum Frieden, nach dem sich die ganze Menschheit sehnt. Man muß

gleicht, das Napoleon im Jahre 1812 aus Moskau an den Baren Alexander richtete. Aber schon manchmal ist der erste tut gut, das weitere abzuwarten. Eindruck der amerikanischen Stimmung falsch gewesen, man

"

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Troelstra und Het Volk".

Amsterdam , 12. Dezember.( Eigene Meldung.) Die übergroße Mehrheit der Presse begrüßt das deutsche Friedensangebot mit Aus­drücken der lebhaftesten Freude. In seltsamem Gegensatz dazu steht Het Volt", das neben der flerifalen Tijd" die skeptische Note repräsentiert. Das ist um so auffallender, als sogar der deutsch­feindliche Telegraaf" verhältnismäßig gedämpfte Töne anschlägt. " Het Volt" bemängelt vor allem das Fehlen formulierter Friedens­bedingungen. Ein großer Teil der Menschheit mißtraue dem offi­ziellen Deutschland . Einstweilen ständen die Entente und die Neutralen der Erklärung Deutschlands , seine Gegner nicht zer­schmettern zu wollen, zweifelnd gegenüber, da das offizielle Deutschland von Recht und Menschlichkeit bisweilen Auffassungen babe, die himmelweit von den normalen anderer Länder abweichen. Sei das Angebot vielleicht nur ein politischer Schachzug? Wenn die Friedensbedingungen zeigen würden, daß Deutschland die Welt­herrschaft anstrebe, werde ein Entrüstungsschrei durch die Welt gehen. gebenfalls sei die Entente verpflichtet, ange botene Unterhandlungen anzunehmen. Das deutsche Angebot beschleunige zweifellos den Frieden und stärke die Friedens­parteien.

gesonderter Stelle. Daneben liegt nur noch eine Erklärung des Petit Journal" vor, die in dem deutschen Schritt ein Manöver sieht, das darauf abziele, die Stimmung in den alliierten Ländern zu beunruhigen und die Alliierten zu ent­zweien.

Nicht direkt im Zusammenhang mit dem deutschen Friedensangebot dürfte stehen, was die Humanité" unter der Ueberschrift Moral im Lande" schreibt:

" Die französische Presse ist gespidt voll von Lügen. Die erste Pflicht der neuen Regierung wird daher sein, das Recht auf Wahrheit und Klarheit wieder herzustellen. Man darf nicht glauben, daß in der gegenwärtigen Stunde in Frankreich nicht große Aufregung herrscht. Eine solche Annahme wäre grober Selbstbetrug. Unser Land ist in Sorgen, besonders deswegen, weil es nichts weiß. Wir verstehen allerdings, daß es schwer ist, von der Zensurherrschaft zur Herrschaft der Öffenheit überzugehen. Dies muß jedoch geschehen."

Hindenburg an Bethmann .

Wie Wolff meldet, sind zwischen Hindenburg und dem Reichskanzler am 13. d. M. folgende Depeschen gewechselt worden:.

Hindenburg an den Herrn Reichskanzler.

Euer Erzellenz beglückwünsche ich zu Ihrer gestrigen Reichstagsrede. Mit tiefer Bewegung und großer Ge­nugtuung habe ich sie gelesen. Euer Exzellenz haben auf Befehl Seiner Majestät mit dieser Rede eine tiefe sittliche Kraftäußerung unseres deutschen Vaterlandes eingeleitet, die sich würdig anschließt und sich gründet auf die Stärke des deutschen Volkes daheim und im Felde.

In direktem Gegensatz zu diesen verdrosseuen Auslassungen stehen Troelstras gestrige Kammerworte, die wörtlich lauten: Das Angebot ist durch das ganze niederländische Volt mit tiefer Bewegung begrüßt worden. Es ist ein Lichtstrahl in der Finsternis. Ich hoffe, daß die Entente das Angebot annimmt, und Wir Soldaten wissen, daß es für uns gerade in diesem bin gewiß, daß meine Partei herzliche Sympathien dafür hat." Das steht in direktem Gegensatz zur Behauptung von Het Augenblick keine höhere und heiligere Pflicht gibt, als den Volt", daß man in den Massen feine tiefe Bewegung spüre. Die Sieg mit äußerster Tatkraft weiter zu verfolgen und für ganze Situation erinnert an den August 1914, wo die Redaktion Kaiser und Vaterland zu leben und zu sterben. im Gegensatz zu Parteivorstand und Fraktion war und desavouiert wurde. Ich weiß auch, daß im morgen erscheinenden Socialiste belge" ein mehr optimistischer Grund­ton llingen wird, als im holländischen Zentralorgan.

Unsere Gegner.

Der Reichsfanzler an Hindenburg . Euer Exzellenz danke ich aufrichtig für den mich tief be­wegenden Glückwunsch zu meiner gestrigen Rede. In den Worten des Mannes, dem unser Kaiserlicher Herr das deutsche Schwert anvertraut hat, und der es mit sieghafter Kraft führt, vernehme ich die Stimme unseres deutschen Boltsheere 3. Seine Taten zu Lande und zu Wasser haben die Bahn freigemacht für den hochherzigen Entschluß, den Seine Majestät der Kaiser mit seinen hohen Verbündeten gestern ausgeführt hat. Die todesmutige Pflichttreue und die unerschütterliche Tapferkeit der Männer, die für Deutsch­ land fechten, bürgen uns dafür, daß wir, wenn es unsren Feinden heute noch nicht gefällt, dem Kriege ein Ende zu machen, unserem Vaterlande erst recht einen starken und dauerhaften Frieden erkämpfen werden.

Die politische Bedeutung des Telegrammwechsels besteht darin, daß jeder Versuch, den Feldmarschall v. Hindenburg gegen den weichen" und" friedensseligen" Reichskanzler aus. zuspielen( wie man etwa andere Persönlichkeiten gegen ihn ausgespielt hat), erledigt ist.

Ueber die Regierungsstimmung in England verbreitet Reuter folgendes Communiqué: Die ministeriellen Kreise werden sich wahrschein­lich nicht über den deutschen Friedensvorschlag auslassen, ehe sie sich mit den Bundesgenossen beraten haben. Inzwi­schen kann wohl erklärt werden, daß die vollkommene Einheitlich­feit in allen britischen Blättern nichts anderes ist, als eine Widerspiegelung der Einheitlichkeit, welche unter den Regie­rungen der Verbündeten wie unter ihren Völkern selbst besteht. In den eingegangenen Noten werden die deutschen Vorschläge noch nicht angegeben, doch da die Mittelmächte sich als Sieger Hinstellen, so lasse sich einigermaßen vermuten, wie diese sein werden. Die deutsche Note werde, so meldet Reuter, auf den richtigen Wert untersucht und wenn die Vorschläge wirklich sein, wie man vermutete, dann seien sie zum Scheitern verurteilt. Diese Tat der Deutschen müsse man von zwei Seiten betrachten: Einmal sei sie ein Versuch, 3 wietracht unter die Ver­bündeten zu säen; ein Teil der zu stellenden Bedingungen würde den einen gut, den anderen tadelnswert erscheinen fönnen. Deutsche Versenkungsnote an Amerika . Gleichzeitig aber bestätige dieser Schritt die Tatsache, daß man auf der Gegenseite überzeugt sei, daß die Mittelmächte den Krieg Die Antwort wegen des Dampfers ,, Lanas". niemals gewinnen können, und daß sie ihre höchste Kraft bereits Washington , 13. Dezember. Deutschlands Antwort auf eingesetzt haben. An der Front der Verbündeten mögen noch die amerikanische Anfrage betreffend die Versenkung des Perioden kommen, wo große Anforderungen an ihre Kräfte ge- Dampfers Lanas" am 28. Oftober ist beim Staatsdepartement stellt werden; doch die einzige Antwort auf die zu erwartenden Friedensvorschläge könne nur die erneute Erklärung sein, daß eingegangen. Deutschland erklärt die Versenkung für gerecht­die Verbündeten den Krieg als beendet ansehen, wenn die Biele, fertigt, weil das Schiff Bannware an Bord führte, für welche sie in den Kampf gezogen sind, erreicht sind. Eine und behauptet, das Schiff sei in norwegischem Be­andere Antwort sei nicht möglich." ft gewesen.