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Hr. 3.

34. Jahrgang.

Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Bonnerstag, 4. Januar 1917.

Aus Groß- Berlin.

eine Verteidigung führte, gab es daher auch keine Sensations Schweiz der Meistbetrag des Jnbalis der Briefe und der Batete prozesse, teine Zusammenstöße mit den Gerichten, feine un- mit Bertangabe, die Banknoten, Auszahlungen, Schede oder Wechsel fachliche Bloßstellung von Zeugen und manches andere nicht, enthalten, auf 500 M. Die Verkehrserdroffelung. das weder dem Ansehen der Justiz noch dem der Verteidigung pakete mit Banknoten usw., die von der Reichsbank und den zur Die Beschränkung unter 2. gilt nicht für Wertbriefe und Berta Der Berliner Magistrat hat im Einklang mit dient. Dafür aber fonnte der von ihm verteidigte Angeklagte Bermittlung des Handels mit ausländischen Zahlungsmitteln zu dem kürzlichen Beschluß der Stadtverordneten- Versammlung sicher sein, daß feine für seine Rechte wertvolle Tatsache un gelassenen Personen und Firmen abgesandt werden. Ferner gilt die an den Polizeipräsidenten von Berlin Berlin das beachtet, feine zugunsten des Angeklagten verwertbare Ent Beschränkung nicht für Wertbriefe und Wertpakete mit Banknoten usw. dringende Ersuchen gerichtet, die Einschränkung der Straßen- scheidung der höchsten Gerichte und feine Rechtsansicht hervor von sonstigen Personen und Firmen, die überzeugend nachweisen, bahn- Fahrpläne den berechtigten Bedürfnissen des Nachtragender juristischer Schriftsteller unerwähnt blieb. Die daß die Sendungen sich auf die Abwicklung einwandfreier Gc­verkehrs anzupassen. Der Magistrat erklärt, daß die Er ruhige, streng wissenschaftliche, und für die Sache fämpfende schäfte usw. beziehen. fahrungen bereits jest gezeigt haben, wie schwere Unzuträg- Art der Verteidigung Friedmanns machte ihn besonders geeignet lichkeiten eine Regelung herbeiführen müsse, die sich einseitig zu Vertretungen vor dem Reichsgericht.

Gegen den Preiswucher im Kohlenhandel richtet sich eine Ver

von dem Wunsche nach einer übrigens recht geringfügigen. Auch unserer Partei stand er stets bereitwilligst zur Verfügung des Handelsministers an die Regierungspräsidenten Kohlenersparnis leiten laffe. Der Magistrat hat daher ein- fügung. In den Landfriedesbruchsprozessen, die sich an die und den Oberpräsidenten in Potsdam . Es bestehe, ſagt der Minister. dringlich gebeten, daß die vor kurzem in Kraft getretenen Wahlrechtsdemonstrationen knüpften, und im Moabiter Krawall- die Gefahr, daß besonders der Kleinhandel zu einer Breiserhöhung Menderungen eine Abmilderung erführen. prozeß vor dem Schwurgericht leistete er als Mitverteidiger hreitet, die zu der Kohlenindustrie in feinem angemessenen Ber

Die Empörung über die bureaukratische Eisenbarthur an der Angeklagten der Partei wertvolle Dienste. Als die bältnis steht. Die Erhöhung des Bezugspreises um 1 M. für die dem Berliner Spätverkehr ist, wie ein Blick in die gesamte Strafprozeßreform in Aussicht stand und der Ber- Tonne bedingt nur einen Aufschlag von Pfennig Tagespresse der Weltstadt zeigt, einmütig. Alle Blätter. be- liner Anwaltverein einen später bei Karl Heymann( Berlin ) für den Zentner. Größere Preissteigerungen sollen deshalb ftätigen in einer Schreibweise, wie man sie in dieser Schärfe veröffentlichten Gegenentwurf ausarbeitete und diefen forgfältig auf ihre fachliche Berechtigung nachgeprüft werden. Die

jelten erlebt hat, daß sich die behördliche Verordnung unter dem Regierungsentwurf entgegenstellte, tourde Fried Preisprüfungsstellen find unverzüglich mit Nachdrud auf diese Auf­feinen Umständen aufrecht erhalten läßt, es sei denn, daß mann in die für sie eingesetzte Anwaltskommiffion gewählt. gabe hingewiesen worden. Es sollen auch frühere Preissteigerungen man das gewerbliche Leben bis ins Mark treffen und ver- Er hat an der vortrefflichen Arbeit, die später einmal, wenn nachgeprüft und Hebertretung unnachsichtlich geahndet werden. Iegen wolle. Und das möchten wir wenigstens hinsichtlich wieder Zeit ist, an die Reform des Gesezes heranzutreten, Beschwerden über den Berliner Magistrat wegen ungerecht der außerordentlich umfangreichen und sich bekanntlich all- von großer Bedeutung werden wird, lebhaften Anteil genug bem elbe zu. Jest schreibt uns ein im Besten stehender fertigter Steuerveranlagungen gehen uns fortgesett gemein bis in die Tiefe der Nacht ausdehnenden Kriegs nommen. Das Reichsjuftizamt berief Friedmann in die zur Ranonier, ber seit etwa einem halben Jahre draußen ist und in industrie zunächst nicht annehmen. Wie uns indes berichtet Ausarbeitung eines neuen Strafgesehbuchs eingesetzte dieser Zeit ganze 102,30 m. Löhnung erhalten hat, er fei zum wird, haben bereits zahlreiche Arbeiter dieser Industrie sich Kommission. Leider gelang es ihm hier nicht, brauchbare Weihnachtsfeit durch die Aufforderung überrascht worden, fofort geweigert, in der bisherigen Weise zu arbeiten, um dann in Vorschläge durchzufezen. Man geht gewiß in der Annahme nicht seine Steuern für April- Dezember in Höhe von 142,80 M. zu später Nacht die ermüdeten Glieder zu Fuß nach Hause zu fehl, daß dieser Entwurf, der wohl das trübste Bild deutscher zahlen. Er hat sich damit begnügt, der Obrigkeit seiner geliebten schleppen. Mit Recht! legislativer Arbeit der letzten Jahrzehnte ist, mit Friedmanns Seimatstadt einen humoristischen Bescheid zugehen zu lassen; wir aber rechtlichen und sozialen Auffassungen in den wesentlichsten find der Meinung, daß es wirklich nichts schaden würde, wenn die Fragen nicht übereinstimmt. Die Lücke, die Friedmanns Tod betreffenden Behörden bei der Prüfung der Steuerpflichtigen etwas in die Berliner Anwaltschaft gerissen hat, ist nicht ausfüllbar. mehr Sorgfalt und Sachkenntnis walten tießen. Er ist als prattischer Verteidiger wie als Mann, der die Er Die Reichsbekleidungsstelle weist erneut darauf hin, daß gebnisse der Praxis für die Bissenschaft und die Fortbildung die Bekanntmachungen über die Bezugscheinpflicht: der Gesetzgebung zu verwerten weiß, nur sehr schwer zu für Schuhe und die Regelung des Alttleider­erfegen. handels mit dem 27. Dezember 1916 in Kraft getreten find. Jeder Verstoß gegen die einschlägigen Bestimmungen ist strafbar. Einer Entschuldigung mit dem Hinweise, daß die Bekanntmachungen noch nicht in den örtlichen Zeitungen veröffentlicht worden seien, kann nicht stattgegeben werden. Bustsendungen an Kriegsgefangene in Frankreich .

Zur Entlastung einer weltfremden Bureaukratie hat man gesagt, der erste Tag des Infrafttretens der Verkehrs. einschränkung sei nicht als typisch anzusehen, weil es sich um einen Feiertag handelte. Wie fonnte man dann die Ver­ordnung an einem Feiertag in Straft treten laffen! Aber es ſtimmt auch gar nicht, daß es mit den Werktagen erträglicher geworden fei. Denn am Dienstag waren die Vorgänge genau so standalös, und sie begannen auf den. be­Iafteten Strecken gar nicht erst mit der elften Stunde, sondern schon erheblich früher.

Die von der sozialdemokratischen Fraktion der Berliner Stadtverordnetenversammlung unterbreiteten und heute zur Beratung stehenden Richtlinien für die Organisation der Lebens­mittelversorgung haben folgenden Wortlaut:

D

Es wird

in Kriegsgefangenschaft haben, Briefe den Postsendungen( Liebes­gaben) an ihre Angehörigen beizulegen. Angeblich wollen sie das durch dem friegsgefangenen Deutschen sein Los erleichtern helfen. Darin liegt aber eine große Gefahr; denn die meisten Angehörigen können die in fremder Sprache geschriebenen Briefe nicht lesen und müssen sich auf die Angaben des Kriegsgefangenen verlassen. Aber auch selbst wenn einzelne imftande sind, die Briefe zu lesen, vera mögen die Kriegsgefangenen durch geheime Zeichen( unsichtbare Schrift usw.) Nachrichten zu geben und dadurch der Landessicherheit zu schaden. Wer folcher Nachrichtenvermittelung Vorschub leistet, macht sich unter Umständen der Beihilfe zum Landes­berrat schuldig und wird schwer, gegebenenfalls mit Buchthaus, bestraft.

Ein Landrat gegen die Hamster. Der Landrat v. Achenbach im Kreise Teltom wendet Im übrigen scheint man hinterher doch einzusehen, sich in einer sehr energischen Weise gegen die städtischen Nahrungs­was man angerichtet hat. Wie zur Ausflärung und Be- mittelhamster. In seinem Aufrufe heißt es: Kürzlich ist an die Landbevölkerung der Ruf ergangen, für die ruhigung" mitgeteilt wird, beobachten(!) die zuständigen Arbeiter der Rüstungsindustrie Opfer zu bringen, Sped und Schmalz darauf aufmertiam gemacht, daß auf Boftfarten, Briefen und Stellen den Spätbetrieb und die Bedienung des nächtlichen für die Hindenburgipende abzugeben. Heute wende ich mich vor Baketen an die in der Heereszone untergebrachten deutschen Berufsverkehrs mit aller jegt möglichen Sorgfalt". Das hätte zugsweise an die in städtischen Verhältnissen lebende Bebölfe- Striegsgefangenen( d. h wenn der Gefangene mitgeteilt hat, man man, so meinen wir mit unserem beschränkten Untertanen rung. Es gibt unter diefer manche Personen, die dem Ernst ber möge ihm durch das Bureau de Renseignements[ Rachweisebureau] verstand, eigentlich vorher tun müssen. Am Mittwoch Beit immer noch eigenfüchtig gegenüber stehen und fich fein Ge- des franzöfifchen Striegsministeriums fchreiben) in der Adresse die sollen fünfzig höhere und Aufsichtsbeamte der Polizei, des wissen daraus machen, rüdsichtslos für ihr eigenes Wohlleben folgenden Angaben enthalten sein müssen: 1. Familienname und Verbandes Groß- Berlin und der Straßenbahnen unterwegs Sorge zu tragen. Niemand wird es berargt werden fönnen, Borname, 2. Dienstgrad, 3. Regiment und Kompagnie( die höheren gewesen sein, um den Verkehr zu beobachten. Hoffentlich be- wenn er selbst erhebliche Kosten aufwendet, um sich von den noch Einheiten dürfen nicht angegeben werden). 4. Bureau de Renseigne­halten die Herren das Ergebnis ihrer verspäteten Forscher wissenlos bandein aber diejenigen, die sich unter Umgebung der fangenen- Kompagnie. Bon Wichtigkeit ist besonders die legterwähnte nicht fontingentierten Lebensmitteln Borräte zu beschaffen. Gements sur les Prisonniers de Guerre, Paris . 5. Nummer der Ge­tätigkeit nicht für sich. Vorläufig sind sogar schon einige erfaffenen Vorschriften zu unerhörten Breisen und durch Hinter- Angabe, die vonieiten des Gefangenen oftmals in der abgekürzten winzige Berbefferungen eingetreten, und es wird in dem halb türen auch von den lontingentierten Lebensmitteln, wie ieiic, Form: C. P. G. Nr..."( Gefangenen Stompagnie Nr...) mita offiziösen Artikel jogar eingestanden, daß es richtiger gewesen Eiern, Mehl, mehr beschaffen, ale jie zu beanspruchen haben. Sie geteilt wird, Sendungen an Gefangene, die sich in einem Lager im wäre, die Verfürzung der Spätfahrpläne nicht plöglich und erschweren dadurch nicht nur die Kontrolle und die Berteilung, nnern Frankreichs befinden, müssen in der Adresse außer unbermittelt am 1. Januar in Straft zu fehen, fonderit erit ihr eigennügiges Vorgehen bewirft auch regelmäßig, baß den vorfiehend unter 1-3 erwähnten Angaben den genauen Namens nach einigen Tagen, etwa am 6. Januar, zusammen mit andere, die ehrlicher sind und felbftlofer empfinden, weniger des Lagers möglichst unter Beifügung des betreffenden Arrondisses der verkürzten Polizeistunde für die Theater und Rinos ein- erhalten, als ihnen zusteht, oder gar leer ausgehen. Manche ments enthalten. zuführen. Händler fördern leider dieses Verfahren, weil sie gut zahlende Bei dieser Gelegenheit sei augleich darauf hingewiesen, daß Dieses Selbstbekenntnis möchten wir nicht abschwächen. Kundschaft nicht verlieren wollen. Strafandrohungen belfen Kriegsgefangene, die zu Arbeitsstoecken überwiesen sind, wiederholt nicht viel, denn nur die wenigsten Verstöße werden befannt. Helfen versucht haben, verbotene Nachrichten nach ihrer Lebensmittelmittelanträge an die Stadtverordneten­fann nur das Gefühl der Verantwortlichkeit, und an dies wende ich ei mat zu senden. Sie bitten Mitbewohner, die Verwandte mich. Beweiset eure vaterländische Gesinnung nicht nur durch Versammlung. Worte, jondern durch die Tat. Die Zeit verlangt von jedem äußerste Einschränkung und Bescheidung. Grichweret die Arbeit der Behörden nicht durch übertriebene Sorge für eigenes Wohlleben! Denkt an die Entbehrungen der Millionen draußen an den Fronten! Jeder fann und soll sich mit seinen Rationen begnügen!" Zum Zwed der gleichmäßigen Versorgung mit Was nügen alle noch so energischen Worte? Hier helfen nur Lebensmitteln in Stadt und Land ist gefeßlich festzulegen: Taten der zuständigen Stellen! Im übrigen teilen wir die milde 1. Alle Verbraucher, auch die Selbstversorger, haben nur auf die Auffassung des Landrats hinsichtlich des Hamsterns nichtkontingen gleide Menge Nahrungsmittel Anspruch. Abstufungen find tierter Lebensmittel feineswegs. Auch hierdurch wird die nicht nur nach Art und Dauer der Arbeit, nach Alter und Gesundheits- befizende, schwverarbeitende Bevölkerung zugunsten zahlungsfähiger zustand der Berbraucher zulässig. 2. Die Zuführung der Nahrungs- Egoisten aufs schwerste gefährdet, mittel nach dei Bedarfsgemeinden ist durch Vereinigung der Er­zeuger zu örtlichen Zwangsverbänden sicherzustellen. Diese Ver­bände find verpflichtet, die von ihnen erzeugten Nahrungsmittel Der Magiftrat Berlin wird einen größeren Boften unft Honig, Speisesirup und Rübensaft von Mitte Januar nach Abzug des geseglich zulässigen Eigenverbrauchs nur. an ab auf Zuckerfarten zur Verteilung bringen, und zwar so, daß statt die Bedarfsgemeinden unter den vom Striegsernährungsamt feft- Pfund Buder 2 Pfund eines dieser Aufstrichmittel gegeben zusetzenden Bedingungen zu liefern. 3. Das Kriegsernährungs- werden. Da für ein Binnd Kunsthonig etwa/ Pfund Buder ge: amt hat zur Ueberwachung und erforderlichenfalls zwangsweisen braucht werden, erhält derjenige, der von diesem Angebot Gebrauch Durchführung der Lieferungen die geeigneten' Hilfsorgane fich an- macht, 3/4 Pfund Zucker als besondere Gabe. zugliedern. Das Reich gilt dabei als einheitliches verbis zum 10. Januar bei dem Geschäft, von dem er Zucker bezieht, Wer solchen Aufstrich auf Zuderfarten beziehen will, muß sich forgungsgebiet, das durch Ausfuhrverbote einzelner in eine besondere Liste eintragen laffen. Den Abschnitt seiner Buder­Landesteile oder Gemeinden nicht getrennt werden darf. 4. Für farte läßt er durchlochen; diese Voranmeldung verpflichtet zur Ab­alle Lebensmittel müssen Ein- und Verkaufshöchstpreise nabme. Die durchlochten Abschnitte behalten ihre Gültigkeit, bis die festgesezt werden, bei denen der auch im Frieden übliche Gewinn Bare geliefert werden kann. nicht überschritten ist. 5. Das Kriegsernährungsamt hat ein Neben dieser Verteilung soll von erspartem Zuder neuer Stunst­Wirtschaftssystem aufzustellen, das den Zwangsverbänden honig für die Schwerarbeiter hergestellt werden, der diesen in den der Erzeuger den Anbau von Nahrungs- und Futtermitteln und Fabrifen übermittelt werden soll. die Aufzucht von Vieh in Art und Umfang vorschreibt." Neben diesem Antrage haben mun auch die beiden bürger lien Frattionen folgenden Dringlichkeitsantrag eingebracht: Der Magistrat erläßt eine Berordnung über östpreise Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen, den Mas für 3 wiebeln für den Stadtkreis Berlin , wonach der Groß­giftrat zu ersuchen, bei den zuständigen Reichs- und Staatsbehörden handelszuschlag von 3,50 M. für den Zentner Zwiebeln zu dem bis dahin vorstellig zu werden, daß erstens die Bestrebungen der Ge herigen Erzeugerpreise un 1 M. für den Zentner und der Preis des meindeverwaltung, durch den Anlauf einzelner Lebensmittel aus Kleinverkaufs für das Pfund Zwiebeln um 1 Pr. erhöht wird. Die fogenannter wilder Schlächter in Weißensee, der neun Schweine Neun Schweine beschlagnahmt. Einen bösen Neinfall erlebte eit hilfsweise den Bedürfnissen der Bevölkerung Genüge zu leisten, nicht Sleinhandelshöchstpreise betragen daher für 1 Pfd.: vom 15. Dezember nicht angemeldet hatte, um sie heimlich gegen einen bedeutend durch Beschlagnahme der eingekauften Baren seitens der zuständigen bis 14. Januar 1917 einfchließlich 17 r., vom 15. Januar bis höheren Preis als den geltenden Höchstpreis loszuschlagen. Durch Neichsorganisation und der Zentraleinlaufsgesellschaft zweds ander- 14. Februar 1917 einschließlich 18 Bf., vom 15. Februar bis einen Zufall oder die Anzeige eines guten Freundes" fam das Vor­weitiger Verteilung vereitelt werden, zweitens die benimmten 14. März 1917 einichließlich 19 Pf., bom 15. März bis handensein der wertvollen Borstentiere zur Kenntnis der Polizei, die Reichsstellen übertragene Fürsorge sweds Lieferung von Nahrungs- 15. April 1917 einschließlich 20 Pf., vom 15. April 1917 ab 20 Pf. fich ihrer unverzüglich liebevoll annahm, indem sie sie beschlag­mitteln an die Verbraucher nicht zum Nachteil der großen Ge­meinden dadurch beiseite geschoben wird, daß den Gemeinden der nahmte. Außerdem ist gegen den Schlächter Anzeige erstattet worden, die ihm eine empfindliche Strafe einbringen dürfte. Ankauf dieser Lebensmittel aufgegeben wird, ohne daß diese in der Lage find, auf Grund der bestehenden Verhältnisse die Lösung dieser Aufgabe betoirfen zu fönnen."

Berliner Lebensmittelnachrichten.

Es wird erwartet, da nur begrenzte Mengen zur Verfügung arbeitenden und minderbemittelten Bevölkerung überlaffen. stehen, daß die bessergestellten Familien den Aufstrich der schwer

Keine Spekulation durch die Post!

Es

Türkische Sprachkurse. Die Deutsch- Türkische Vereinigung teilt uns mit, daß sie Mitte Januar wiederum türkische Sprach­furje eröffnen wird, zu denen Anmeldungen unter Angabe des Berufs schriftlich bis zum 7. Januar an die Geschäfts­stelle, Berlin W. 35, Schöneberger fer 36, erbeten werden. find Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene in Aussicht ge­nommen. Der Unterricht wird an wöchentlich zwei Abenden( je eine Stunde) von türkischen Herren erteilt werden. Die Untera richtsgebühr für den dreimonatlichen Kurjus beträgt 25 Mart. fchen Ausstellungen der Stadt Berlin nachgewiesen. Im Oftober Der erhöhte Verbrauch von Pferdefleisch wird durch die statisti­dieses Jahres wurden in der Berliner Zentral- Roßschlächterei 1072 Pferde gefchlachtet gegen 697 im Oftober 1915. Zum Verbrauch und zur Tierfütterung famen 1063 gegen 678 Pferde. Ferner wurden von der Neuköllner Roßichlääterei 18 gegen 10 Pferde im Ottober 1915 gefchlachtet. In den übrigen Vororten werden keine Pferde geschlachtet.

Das Ende der Hundesperre. Mit dent gestrigen Tage lief die Hundesperre für Groß- Berlin ab, und vom heutigen Donnerstag an dürfen die Hunde wieder ohne Maufforb und Leine umherlaufen. Die Hundesperre hat diesmal nicht weniger als acht Monate un­unterbrochen gedauert.

Seit einiger Zeit ist in mehreren neutralen Ländern der Kurs des deutichen Geldes niedriger als der deutsche Einzahlungskurs für Ju großer Lebensgefahr schwebten in der Nacht von Dienstag Bostanweisungen nach diesen Ländern. Dies ist unter mißbräuch zu Mittwoch Bewohner des Hauses Kastanienallee 27. Dort licher Bemuzing der Poft häufig zu Geschäften zur Erzielung von stand um 2 Uhr eine Wohnung im zweiten Stock in Flammen, Kursgewinn benutzt worden. Daher ist bereits vor einiger Zeit be- Ats die Löichzüge erschienen, hatten sich zwar die Bewohner dieses stimmt worden, daß jeder, der nach einem fremden Lande 500 W. Stodieris bereits in Eicherheit bringen können, aus dem dritten und darüber auf Postanweisungen einzahlen will, Inhalt und Zweck und vierten Stod aber mußten acht Personen, meist Frauen des Geschäfts, dem die Zahlung dient, anzugeben und durch Nach und Kinder, durch die Feuerwehr gerettet werden. Nach weise zu belegen bat. Zur weiteren Bekämpfung des Mißbrauchs anderthalb Stunden war der Brand gelöscht. ift nunmehr vorübergehend festgefegt worden:

Justizrat Leonhard Friedmann gestorben. In der Nacht zum 3. Januar ist das Mitglied des Bor standes der Berliner Anwaltsfammer Geheimer Justizrat Leonhard Friedmann gestorben. Er gehörte sowohl was Charakter als auch juristisches Wissen anbelangt, zu den besten der deutschen Anwälte. Friedmanns Tätigkeit be schränkte sich fast ausschließlich auf das Gebiet der Straf- 1. für den Verkehr aus und nach Dänemart, den Nieder- Gasvergiftung einer sechstöpfigen Familie. Eine schwere Gas­berteidigung. Hier legte er geringeres Gewicht auf eine landen, Norwegen , Schweden und der Schweiz der vergifting hat sich in dem Hauſe Gueridestraße 38 in Meistbetrag der Nachnahme auf eingeschriebenen Briefiendungen und Charlottenburg ereignet. Dort nahmen Hausbewohner äußerlich glänzende Rhetorit, die ja aud, Soweit der Meistbetrag der Postaufträge auf 100 m. bezib. den Gegenwert Whittwoch früh gegen 6 Uhr starken Gasgeruch wahr, der aus der die Verteidigung vor rechtsgelehrten Richtern in rechtsgelehrten Richtern in Be- bon 100 M., Wohnung einer Frau J. brang. Es wurde sofort die Feuerwehr be tracht fommt, wenig geeignet ist, als auf die 2. für den Verkehr nach Danemiart, 2uremburg, den nachrichtigt, die auf die Meldung Menschenleben in Gefahr" in rechtliche Durchdringung des Stoffs. Wenn Friedmann Riederlanden, Norwegen , Sweden und der wenigen Minuten mit Rettungsapparaten zur Stelle war. Die

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