Abgeordnetenhaus.
Höheren Lehranstalter:
Aber wir fühlen auch mit denen, gegen die Herr Gamy, no| Was würde Herr Stresemann sagen, ive it if unsere Gewert- J fchärfere Grauiamteiten verlangt. Hüben wie drüben sind schaften einige Unternehmer fauften, von diesen es Proletarier, die darunter zu leiden haben. Ausgehen solche Bar- eine Unternehmerorganisation schaffen lassen würden und dann bareien von den Sachwaltern der herrschenden Stlaffen, sie haben die verlangten, daß diese Unternehmerorganisation als Vertreter 71. Sigung, Freitag, 2. März, bormittags 11 Uhr. Am Ministertische: v. Trott zu Solz. Verantwortung dafür vor der Geschichte zu tragen.( Sehr der Unternehmer im öffentlichen Leben gelten solle. Genau wahr! bei der Soz. Arbg.) Das Verbot der Arbeiterausfo liegt es mit den Gelben. Sie sind zum größten Teil von den Ein von allen bürgerlichen Barieien unterstüßter Antrag schüsse der feindlichen Gefangenen beweist das Gegenteil von Unternehmern gegründet und werden dauernd aus deren Mitteln v. Heydebrand, tronach die Staatsregierung dem Hauptaussozialem Verständnis. Dem Protest des Auslandes gegen die unterhalten.( Schr, wahr! bei den Sozialdemokraten.) Meist schuß Ausfunft über die Tätigkeit der ZentraleinkaufsVerschleppung von Belgiern nach Deutschland schließen wir uns an. wurden sie von den Unternehmern in solche Organisationen hinein gesellschaft geben soll, wird angenommen. Darauf wird die Abg. Keil bat gestern geistloje, plumpe Angriffe gegen die fein poin- gezwungen. Ich verweise nur auf die A.E.G. in Berlin , die feiner zweite Lesung des Kultusetats bei den tierten Ausführungen Ledebours( Heiterkeit) gerichtet.( Präsident zeit sogar versuchte, die Beiträge für diesen gelben Gewerkverein Kaempf rügt den Ausbruck, plumpe Angriffe".) Wenn Ledebour zweimal ben Arbeitern vom Rohn abzuziehen, was dann das Gefür die Stredite geftimmt bat, so desbalb, weil er die Fraftions- werbegericht für unzulässig erklärt hat. Auf der Generalversamm fortgejekt. Abg. Caffel( Bp.): Wir wünschen volle Gleichberechti disziplin über seine Bedenken stellte. Den Strahlenglang des Tung des Berbandes der Textilindustriellen hat der Vorsitzende gePatriotismus gönnen wir Herrn Keil und seinen Freunden. Der fagt: Eigentlich haben wir für diese Gelben Beiträge nicht zu gung aller höheren Schulen für alle weiteren Studien. Die Vorwärts" hat der Regierung den Uebergang zum verschärften leisten, aber es liegt im Interesse der Unternehmer, daß diese Or- schwierige Berechtigungsfrage würde durch eine etwaige Beseiti= 1- Boot- Krieg erleichtert. Sie( zu den Sozialdemokraten) werden die ganisationen aufrechterhalten werden.( Sört! hört! bei den Sozial- gung des Ginjährigen privilegs wesentlich vereinfacht Werantwortung für den Bruch mit Amerila nicht demokraten.) Wir werden uns mit aller Energie dagegen wenden, werden. Der griechische Philosoph Plato hat über die Kämpfer Ios. Man muß ichon ganz verteilt fein( Heiterfeiteruie: Au! au!). daß Vertreter solcher Organisationen in Körperschaften kommen, gegen die gewaltige persische Uebermacht bei Marathon gejagt: heute noch anzunehmen, daß der Krieg nur zur Berteidigung ge- die über Interessen der Arbeiterschaft zu entscheiden Noch so großer Reichtum der Heeresrüstung und noch so gewaltige führt werde, nachdem alle Parteien hreineritagelüfte befundet haben, wie die Arbeiterausschüsse des Hilfsdienstgefches. Das lehnen Heeresmacht müssen weichen der Tapferfeit und der Tüchtigkeit." haben. Der Ansicht, daß die Entlassung des Landwirtschafts - die Gewerkschaften aller Richtungen glattweg ab. Jch erinnere Dieses Wort gilt für uns, wie jetzt im Strieg, so auch nachher im ministers irgend etwas an der Ernährungsfrage bessern würde, auch daran, daß der ehemalige Sekretär des Reichsverbandes gegen Frieden. Wenn wir bei der kommenden Ausgestaltung des Untermüssen wir widersprechen. Nicht einzelne Personen tragen die die Sozialdemokratie, der Bater dieser vaterländischen Arbeiter richtswesens jedem Befähigten den Weg zur Bildung erschließen, Schuld an den Mißständen, sondern das System, gegen dieses muß vereine, jest in einem Buche erklärt hat, daß er mit dieser Grün- dann wird auch die Anhänglichkeit an Staat und Vaterland immer der Klassenkampf geführt werden. Auch das Wahlrecht ist nur dung einen schweren Fehler begangen habe, weil diefe mehr wachsen und überall wird aus voller Brust der Ruf ertönen: auf diesem Wege zu erreichen. Ganz anders als beim Wahlrecht Gründung dazu beigetragen habe, die Gewerkschaften, deren große Das Vaterland, Deutschland , Deutschland über alles!( Rebhafter wissen Sie sich der Massen zu erinnern, wenn es sich handelt um Bedeutung sich jetzt im Striege gezeigt habe, nicht zur vollen Beifall.) die Verteidigung des jogenannten Vaterlandes. Entfaltung tommen zu lassen. Wer diesen Organi( Große Unruhe und Pfuirufe.) sationen das Wort redet, der dient nicht den Interessen des Baterlandes.( Bravo ! bei den Sozialdemokraten.)
Präsident Kaempf: Wegen dieser Beleidigung der Gefühle des ganzen Hauses rufe ich Sie zur Ordnung!
Abg. Henke( fortfahrend):
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Kultusminister Dr. v. Trott zu Solz: Neben dem Lehrermangel haben u. a. auch die Kälteferien den Schulbetrieb erschwert. An eine Aufrechnung der Kälteferien gegen andere Ferien wird nicht gedacht.( Beifall.) Alle Reformideen werden sorgfältig geprüft und das Gute daraus entnommen; sie waren zu Striegsbeginn revolutionär, jezt sind sie rubiger, konservativer Der Uebergang von den Volksschulen zu den höheren muß erleichtert sein, möglich war er in Breußen immer. Schon jest kann man die Vorschule nicht als„ Sperrschule" bezeichnen. Dem Gedanken der Einberufung einer allgemeinen Schulkonferenz steht die Regierung wohlwollend gegenüber.
Das Volksschulwesen.
Abg. Delze( f.): 11 000 Wolfsschullehrer und Seminaristen sind bisher gefallen. Die Hauptsache ist der Geist in den Schulen. Ohne die Religion wäre unsere Volksschule nicht mehr das Auch bei uns sollten reiche Privatleute mehr was fie ift. für Bildungszwede hergeben. Gegen eine zu scharfe Heranziehung der Lehrerinnen sprechen zahlreiche Gründe. Die förperliche Er tüchtigung darf nicht zum raftmeiertum führen.
Abg. Hausmann( Vp.): Ich begrüße es, daß sich niemand in diesem Hause zu dem Treiben des Grafen Hoensbroech bekennt. Es ist mir nicht eingefallen, die Gefühle des Hauses zu be- Den Abg. Graf Weftarp erinnere ich nur noch daran, daß er selbst Teidigen.( Unruhe. Abg. Graf Westarp : Lesen Sie ruhig weiter den Abg. b. Gräfe, der diesen Bestrebungen nahesteht, als eine vor!) Ich kann das Manuskript auch Ihnen übergeben.( Abg. der wertvollsten Stüßen der konservativen Partei bezeichnet hat. Ruf link3: Das war nur Höflichkeit! ( Buruf rechts. Große Graf Westarp: Ich habe von einem vaterlandslosen Ge= Und ich nichts von einem Seiterfeit.) Je mehr Sie( nach rechts) sich von dem Grafen Hoensfellen nichts entgegenzunehmen!) Grafen.( Stürmische Seiterkeit.) Redner wendet sich nun den broech abwenden, desto größer ist der Wert dieser Aussprache. Abg. Dr. Arendt( D. Fraktion): Der Abg. Regien hat die wirtSteuerfragen zu. Wir fordern einen Ausbau der direkten Steuern in ganz anderem Umfang als bisher. Alle in- schaftsfriedlichen Arbeiter in den Schmuß gezogen.( Vizepräsidiretten Steuern lehnen wir ab, wie überhaupt jede dent Dove rügt diesen Ausdruck.) Er nannte sie gefaufte imperialistische Steuerpolitik. Die Arbeiter fönnen eine solche Be- eute. Namens der halben Million deutscher Arbeiter, die hinter lastung nicht mehr ertragen. Ich erinnere hier nebenbei mur der wirtschaftsfriedlichen Bewegung stehen, erhebe ich schärfsten baran, welche schwere Konturrenz schon heute den Wermsten der Einspruch gegen diese Beschimpfung. Entstanden ist diese BeArmen, den Heimarbeitern, durch die Maßnahmen im wegung ohne 3utun der Unternehmer, fogar im GegenInteresse der Kriegsbeschädigten erwächst. Darauf fah gegen sie. Die Entwickelung dieser Bewegung werden die Abg. Frhr. v. Zedlitz ( ft): Noch immer werden Lehrern die weist auch Prof. Frande mit Recht hin. Derselbe Herr betont auch freien Gewerkschaften mit allem Terrorismus nicht hindern.( 3uArtegszulagen vorenthalten, fo in Breslau . Die Ungewißmit Recht, daß die Unternehmer sich immer enger toalieren und ruf bei den Sozialdemokraten: Sagen Sie das Herrn Behrens!) jebes Umlernen ablehnen. Soll denn wirklich die alte Ausplünde- Abg. Dr. Stresemann( nail.): An der Adlon- Konferenz hat heit, wer diese Bulagen lebten Endes zu bezahlen hat, darf die rungspolitik fortgejekt werden? Die Kluft zwischen Kapital und meines Wissens kein Mitglied einer parlamentari- Auszahlung nicht hindern. Die Volksschule kann sehr gut die Arbeit hat sich noch vertieft. Nur der Kommunismus und schen Frattion teilgenommen. Graf Westarp ließ mir gegen- Vorschule für die höheren Schulen bilden. Die GinSozialismus, wie wir ihn erstreben, wird zur Befreiung der über schon drei bis vier Wochen vor der Konferenz teinen Zweifel heitsschule ist ein recht nebelhaftes Gebilde. Abg. Dr. v. Campe( natl.): Die Sammeltätigkeit der Arbeiterklasse führen. Wir führen den Kampf gegen die Regierung, darüber, daß er die ganze Veranstaltung aufs höchste mi B- ben Krieg gegen die Kriegführung.( Seiterfeit.) Den Kampf um billigte. Dem Abg. Legien gegenüber weise ich es zurüd, daß Rinder ist feine Spielerei, sondern eine ernste riegsdie Macht der Arbeiterklasse.( Bravo! bei der Soz. Arbg.) meine Stellung als Synditus eines Unternehmerverbandes mich tätigteit gewesen, ebenso ihre Mitwirkung bei der Kartoffelabhängig macht von Unternehmerinteressen. Die in ernte. In einer Stadt Schleswig- Holsteins müßten die Lehrer die den sogenannten gelben Organisationen organisierten vom Staat bereits ausgezahlten Zulagen abliefern, weil sie Arbeiter haben gerade vom demokratischen Standpunkt aus das Zahlungsfache der Gemeinden war! Der Aufstieg der Volks Recht zu einer ihrer Zahl entsprechenden Vertretung bei der schüler muß erleichtert und gefördert werden, kein Beruf darf einem deutschen Volksgenossen verschlossen Berhandlung über Arbeiterinteressen. fein. Der gesunde Kern der Forderung nach der Einheitsschule ist, daß eine gemeinsame nationale Grundlage In der Beseitiunseres ganzen Schulwesens gegeben werden soll. gung aller Semmnisse liegt die Zukunft unserer Volksschule. Geben wir die Schule der Schule, dann wird sie uns die reichen geistigen Schäte wiedergeben, die uns der Krieg geraubt hat.( Beifall.) Sonnabend 10 Uhr: Weiterberatung. Schluß 4 Uhr.
Reichsschatjekretär Graf Roedern:
Abg. Graf Weftary( E.) tritt ebenfalls für die Berücksichtigung der wirtschaftsfriedlichen Arbeiter in den Arbeiterausschüssen ein. Diesen 500 000 Arbeitern Käuflichkeit vorzuwerfen, sei empörend.
Abg. Prinz zu Schönaich- Carolat( natl.) dankt dem Bapst und dem dänischen und schwedischen Kreuz für ihr Eintreten und ihre Liebestätigkeit an den Kriegsgefangenen.
Der Abg. Keil hat die Kohlen- und Verkehrssteuer verworfen und dafür eine Reihe anderer Steuern borgeschlagen. Er bergißt den Einfluß jeder Reichsbesiksteuer auf die Finanzen der Einzelstaaten und kommunen. Will er etwa die ganzen Lasten der Einzelstaaten und Kommunen auf das Reich übernehmen? Das wäre die unglücklichste Politik, die wir machen Fönnten. Wenn man aber den Einzelstaaten und Kommunen die 2asten läßt, muß man ihnen auch entsprechende Einnahmen Taffen. Und gerade die Einkommensteuer ist von den Kommunen schon sehr hoch in Anspruch genommen. Für die Neuerhebung des Behrbeitrages fehlt zurzeit jede Grundlage, und Abg. Behrens( Dt. Fr.) betont, daß auch den gelben Verbänden ganz ausgeschlossen ist es, jest während des Krieges eine Ausdehnung der Erbschaftssteuer vorzunehmen. Eben- die Möglichkeit zu einer Vertretung in den Ausschüssen gegeben ist. so unmöglich ist der Gedanke, jezt die Matrikularbeiträge Die Ausführungen der Abgg. Arendt, Stresemann, Westarp find, zu erhöhen. Und wenn Herr Steil schließlich die Besizsteuer zu wenn auch ungewollt, irreführend für die öffentliche Stimverdoppeln vorschlug, so übersteht er, daß die Regierung selbst mit mung. Der Kriegssteuer schon eine Berzehn und zwanzigfachung der Befizsteuer vorgenommen hat. Entschieden widersprechen muß ich dem Wort des Abg. Wiemer von den Bundesstaaten als den 26 Feinden des Reiches. Die Zundesstaaten haben im Gegenteil vielfach unter Zurüdstellung eigener Wünsche die Reichsfinanzverwaltung unter stützt.( Bravo!)
Ministerialdirektor Lewals betont gegenüber einer Bemerkung des Abg. Hente, daß bei Lohnzahlungen Militärrenten nicht abgezogen werden dürfen.
Abg. Dr. Svahn( 3.) verlangt eine Auskunft der Regierung über seine Paritätsbejd werden.
Staatsjefretär Dr. Helfferich:
Schon die geringe 3ahl der Gelben, etwa 14 Million, würde, falls sie wählen würden zu den Ausschüssen, das völlige Ausfallen der Gelben bewirken. Ber der Wahrheit die Ebre geben will, muß anerkennen, daß die gelben Verbände geschaffen find von den Unternehmern zur Wahrnehmung ihrer, der Unternehmer, Interessen.
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Abg. Legien( Soz.):
Soziales.
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Tuberkulose in der Bevölkerung und im Heere. Reine Krankheit ist so verbreitet wie die Tuberkulose und feine fordert demgemäß mehr Opfer. Der Selbsterhaltungstrieb zwang die Kulturvölker, den Stampf gegen diesen heimtüdischen Feind auf breiter Basis aufzunehmen, wobei allerdings die mißlichen Verhältnisse, in denen der größte Teil der arbeitenden Bevölkerung leben muß, sich hinderlich in den Ich bin Angestellter einer Gewerkschaft und bin in meinem Weg stellen, da sie der Ausbreitung dieses ansteckenden und Fühlen dabon durchdrungen. Daber Leidens immer von neuem Vorschub leisten. Bekannt ist, gangen Denten glaubte ich auch Herrn Stresemann nicht zu beleidigen, wenn ich daß Deutschland, namentlich seit der Einführung der InRecht eigentümlich ist es ja, daß die Herren Konservativen und validenversicherung, diesen Stampf am besten organisiert hat. Bon Interesse sind einige Zahlen, die den Erfolg Nationalliberalen jetzt plötzlich die Arbeiterinteressen verVon einem großen Teil der Arbeiterschaft kann dieses Vorgebens wiedergeben und die den Stand der TuberDie Tatsache, daß unter der Beamtenschaft des Deutschen treten wollen. Reichs das katholische Element nicht in dem Verhältnis ver- man jedenfalls bei den unter dem Druck des Unter fulofensterblichkeit in verschiedenen Ländern zeigen, wobei treten ist, wie es der Anzahl der Katholiten innerhalb der Gesamt- nehmertums zustandegekommenen Verbänden nicht reden.- vir einer größeren Aufstellung folgen, die in der Nordd. bebölferung entspricht, ist richtig. Ich bedauere das ebenso Tie wirtschaftsfriedlichen" im Wahlkreise des Abg. Arendt sind Aug. Stg." aufgemacht wurde. wie der preußische Minister des Innern und kann namens der dieselben, die unsere Versammlungen mit nütteln auseinander Reid sleitung versichern, daß wir bemüht sein werden, an der Ab- au treiben verfuchen.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) stellung dieses Migberhältnisses zu arbeiten. Die Die Fretheit der Drganisation baben wir noch nie beeinträchtigt, aber die Gründe dieser Erscheinung liegen allerdings auf dem Gebiete der Unternehmer tun es, die die Arbeiter in die gelben Verbände hinein historischen Entwidelung und der Tradition und zuziehen suchen, und die Ehre dieser Unternehmer Lassen sich daher nicht von heute auf morgen ändern. Eine a b von ihnen vergewaltigten Arbeiter greife ich an. Man möge es sichtliche Zurüdjehung von Katholiken hat bisher nicht statt den Arbeitern felbst überlassen, ihre Interessen zu vertreten.( Bravo! gefunden( Lachen im Zentrum.) und wird auch in Zukunft nicht bei den Sozialdemokraten.) Aba. Schiele( f.): Gerade deshalb sollte man auch den Wirt stattfinden. Eine Bevorzugung auf Grund der Konfession hat auch Herr Spahn nicht verlangt, das würde auch dem Tole- fchaftsfriedlichen die Wahrung ihrer Interessen selbst überlassen. Die ranzantrag widersprechen, den die Herren selbst eingebracht jezige Praris des Waterländischen Hilfsdienstgeseges bedeutet eine haben.( Abg. Gröber: Den Sie abgelehnt haben!) Die Hauptsache Monopolisierung der Gewerkschaften und damit den ist, daß die Areise, die für die Beamtenlaufbahn in Betracht kommen, Drganisations zwang. Das halten wir für bedenklich. davon durchbrungen sind, daß es feine tonfeffionelle Burüdsegung in Deutschland gibt. Wir haben im Striege gelernt, daß wir vor allem als Deutsche und als Brüder fühlen müssen und daß alle Partei und tonfessionellen Unterschiede, um die wir uns früher geftritten haben, zurüdtreten müssen. Ich hoffe, daß diese Wirtung des Krieges nicht mit dem Kriege selbst zu Ende sein wird. Abg. Graf Westarp( f.):
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nicht die der
Abg. Jdler( nail.): Ich vertrete die stärkste Organisation der Eisenbahner, bin aber zu dem Kongres der Arbeiter, der über das Silfsdienstgefeß beriet, nicht eingeladen worden und die fatholischen Fachabteilungen des Herrn Coßmann hat man direkt zurückgewiesen.( hört! hört!)
Im Jahre 1889 betrugen die Todesfälle an Schwindsucht, auf 10 000 Lebende berechnet, in Deutschland 22,45, in Frank reich 30,23, in Rußland 39,86, in England 17,04. Damals war danach Englard der einzige der größeren Staaten mit einer geringeren Sterblichkeitsziffer als Deutschland. In Frant reich und Rußland ist in dieser Hinsicht seitdem nur eine geringe Besserung eingetreten, wohingegen Deutschland den Erfolg zu verzeichnen hat, daß seine Biffer ganz erheblich gefunten ist. In Preußen starben 1913 von 10000 Lebenden nur noch 13,59 an Tuberkulose gegen 31,1 im Jahre 1886.
Anders als bei der Gesamtbevölkerung sind naturgemäß die Zahlen im Heere. Während des Friedens spielt dabei der Umstand eine Rolle, daß nur Männer im widerstandsfähigsten Alter der Fahne zugeführt werden und daß dabei auch noch forgfältige Auslese gehalten wird. Trogdem zeigen sich dabei große Verschiedenheiten. Im Jahre 1913 betrug die TuberAbg. Bauer( Soz.): Die Einberufer jener Konferenz waren die fulofeerkrankungsziffer in Preußen 1,96, in England 3,16, in Zentralstellen der großen Arbeiter- und Angestelltenverbände. Desterreich- Ungarn 3,22, in Rußland 4,69 und in Frankreich Die Bekanntmachung, daß die Konferenz tagt. ist öffentlich erschienen. 7,30 pro 1000 Mann Kopfstärke. Die Sterblichkeit im Heere Ber daran sonst teilnehmen wollte, hätte sich melden müssen. hat sich in Preußen innerhalb der letzten zwanzig Jahre um 45 Broz. verringert, während sie in Frankreich gestiegen ist. Herr Coßmann ist nicht abgewiefen worden. Abg. Schiffer- Borfen( Str.): Wir wollen freie, selbständige Es fann dabei nicht geltend gemacht werden, daß dies vielArbeiterorganisationen, daher fann man es uns nicht übel nehmen, leicht daran liege, daß in Deutschland solche Soldaten, wenn wir mit den fogenannten Wirtschftsfriedlichen bei denen Tuberkulose festgestellt worden ist, in größerem Maße nichts zu tun haben wollen. als in Frankreich entlassen werden, denn der Durchschnitt der Entlassungen und Todesfälle infolge von Lungenschwindsucht beträgt auf 1000 Mann der Kopfstärke in Frankreich 6,80, bei uns nur 1,42.
Herr Haußmann hat sich eingebend mit der Einladung seines Parteifreundes, des Grafen Hoensbroech( Heiterfeit rechts. Widerspruch links) Graf Hoensbroech war 1912 Kandidat der Fortschrittlichen Volkspartei .( Buruf bei der Volkspartei: Er hat fich selbst gegen den Willen der Parteileitung aufgestellt!) Serr Haußmann hat mir vorgeworfen, daß ich eine Besprechung mit, dem Grafen Hoensbroech gehabt habe. Ich bin Damit schließt die Debatte. Es folgen persönliche Bemerkungen. lieber tot als unhöflich( Heiterkeit) und gehe auf eine solche EinAbg. v. Graefe( f.): Herr Haußmann hat mir feine Verlegen Tabung ein, selbst wenn sie von einem Barteifreunde des Herrn Hauzmann ausgeht. Ferner hat Herr Haußmann mein Schreiben heit bereitet. Ich habe nicht nötig, mit meinem Nachen unter Waffer Ganz selbstverständlich ist, daß der Krieg all diese Zahlen an ven Grafen Hoensbroech falsch zitiert, ich habe mich nicht für zu fahren wie diejenigen, die vertraulichen Besprechungen anderer eine Aktion des Reichstags, die ein scharfes Mißtrauensvotum nachfchnüffeln. Je habe kein Geheimnis aus meiner Teilnahme an gegen den Reichsfangler zum Ziele hätte, ausgesprochen, sondern der Bersammlung im Hotel Adlon gemacht. Das Necht der Kritit erheblich beeinflussen wird. Hier spielt schon eine Rolle, daß Leiden bei der Einziehung zum Heere Rücksicht genommen bin gerade der Meinung, daß sie vermieden werden muß. Herr an der Regierung nehme ich für alle Staatsbürger, auch für mich nicht mehr so sehr als früher auf Veranlagung zu diesem Haußmann dürfte dieser Meinung nicht sein.( Heiterkeit rechts.) in Anspruch. Abg. Dr. Stresemann( natl.): Oberst Briesberg hat meine merden fann, wozu sich noch die furchtbaren Strapazen geWas wir am 12. Dezember fagen wollten, geht aus unserer nachher veröffentlichten Frattionserklärung hervor. Irgendeine Angriffe auf General v. Loewenfeld zwar zurüdgewiefen, ohne aber fellen, denen die Armeen ausgesetzt sind. Trotzdem sind die irgendwie sachlich die von mir festgelegten Tatsachen entfräften zu Bahlen, die die Heeresverwaltung meldet, gar nicht so unKritik an dem Friedensangebot wollten wir nicht üben. Abg. Legien( Soz.): Abg. Haußmann( Vp.) stellt unter großer Seiterfeit des Hauses günstig, als sie zu erwarten find. Es betrug danach der auf Tausend Kopfstärke, im zweiten Kriegsjahre fogar Serr Stresemann hat uns vorgeworfen, daß wir unduldjam fest, daß Graf Hoensbroech 1903 Mitglied der Rationallibes Jahreszugang an Zuberkulose im ersten Kriegsjahr 2,9 gegen die Wirtschaftsfriedlichen vorgingen. Ich muß da- ralen Partei var. gegen protestieren, wenn er diefe als Arbeiterorganisationen be Der Etat und die Steuervorlagen gehen an die Budget- nur 1,7. ie der Strieg auf die Ausdehnung der Tuberzeichnet. Es ist für diese Organisationen charakteristisch, daß ein tommiffion; nächste Sigung Dienstag, den 20. März, nachmittage tulose gewirkt hat und noch wirkt, das wird sich erst nach AbIauf einer größeren Reihe von Jahren beobachten lassen. Bertreter eines Arbeitgeberverbandes so warm für fie eintritt. 1 hr.( 3weite Lesung des Etats.) Schluß 6½ Uhr.
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tönnen.