Nr. 118 34. Jahrgang
Beilage des Vorwärts
Dienstag, 1. Mai 1917
Der Bezirkstag der Groß- Berliner sozialdemokratischen Organisation.
Eröffnungsansprache
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eine gemeinsame Abwehr fordert. An Stelle der gegensätzlichen Interessen, die das politische Parteigetriebe beherrschten, trat das Gesamtinteresse des Wolfes, dem fich niemand verschließen founte, dem die Selbständigkeit und die Erhaltung der Nation am Herzen hervortraten, und nirgends ist das in höherem Maße geschehen als lag. Aber was hier im Intereffenausgleich in die Erscheinung trat, verhinderte nicht, daß die Gegensäge auf innerpolitischem Gebiet in der Nahrungsmittelversorgung.
Jm großen Saale des Gewerkschaftshauses wurde am Sonntag| Die Breßkommission lehnte das ab. Das Blatt Tonnte nicht er unter zahlreicher Beteiligung der Vertreter der Groß- Berliner scheinen. In dieser Zwangslaae mußte der Parteivorstand felbParteiorganisationen die neue Bezirksorganisation ständig entscheiden; er rettete den Verliner Arbeitern das Organ Groß- Berlin der Sozialdemokratischen Partei zur Vertretung ihrer Interessen. Aber in sinnloser Wut Deutschlands gegründet. Auch die unserer Partei angehörenden Reichstags- und Landtagsabgeordneten des Bezirks, sowie zahlreiche das einzige Arbeiterblatt Berlins , und trieb den bürger boykottierte die Berliner Parteileitung den Vorwärts", Gemeindevertreter hatten sich eingefunden. Dem bereits gestern ge- lichen Blättern die Refer zu.( hört! hört!) Eine Anzahl brachten furgen Bericht laffen wir heute ausführliche Mitteilungen Genoffen, die dieses wahnsinnige Treiben nicht mitmachen wollten, erfolgen. In der hob Protest und gründete den Verein Vorwärts", um unser Drgan zu schüßen. Darauf wurde beschlossen, daß wir feine Ehrenämter Es find Gegensätze, die ganz von selbst die kapitalistische Wirt mehr in der Partei bekleiden dürften. Jeder Lefer der Morgen- fchaftsordnung hervorbringt. Wir bemühen uns, das engherzige, post", des Lokalanzeigers" uſtv. konnte also in der Berliner Partei- egoistische Treiben durch Zwangsmaßnahmen einzudämmen. Es ist Wenn wir in früheren Jahren im Bezirk Groß- Berlin zu radikal gebärden. Wer aber als Cozialdemokrat das Zentral- viel zu stark. Bei der Beurteilung der Nahrungsmittelversorgung bewegung die höchsten Ehrenposten bekleiden, er mußte fich nur uns restlos nicht gelungen, denn die widerstrebenden Tendenzen sind sammentamen, so konnten wir fast immer eine neue Festigung unferer Diganisation verzeichnen. Die Mitgliederzahl wuchs, die organ der Partei abonniert, dem durften keine Funktionärposten dürfen wir die Schwierigkeiten nicht verkennen. Es ist ein größer Zahl der Abonnenten des Vorwärts" vermehrte sich. Alle hatten innerhalb der Verbandsorganisation übertragen werden. Schon Fehler, wenn vielfach in der Bevölkerung angenommen wird, es sei wir die Hoffnung, daß die Organisation der Berliner Sozialdemo- vorher war uns gedroht, daß wir uns durch unser Verhalten, genügend vorhanden. Die Fehler unserer Nahrungsmittelversorgung fratie in den Herzen und Köpfen der Berkiner Arbeiter so fest ver- Soweit ging die Intoleranz, daß man uns lediglich wegen Art, wie die Beschlagnahme der vorhandenen Produkte auf dem als außerhalb der Organisation gestellt“ betrachten müßten. liegen mehr in der mangelhaften Verteilung und in der zögernden anfert sei, daß fein Unwetter sie zerstören könne.( Sehr wahr 1) Es ist anders gekommen. Aber klagen wäre finnlos. Jetzt heißt es Gesinnung außerhalb der Organisation" stellte, Lande durchgeführt wird. Hart hat uns die herabfehung der wieder aufbauen, und alle ohne Unterschied müssen mithelfen, und diese Leute greinen jezt heuchlerisch über die brutalen niffen, wo wir mit Sicherheit die vorhandenen Bestände übersehen, wir nach wie vor unsere Parteipflicht erfüllten, Brotration getroffen, aber unter den gegenwärtigen Verhält die Partei wieder macht und kraftvoll zu gestalten. Als am 17. Dezember 1905 die Groß- Berliner Parteiorganisation ge- die durch eine gefchloffene Sonderorganisation die Partei mit den die Frage, ob sie vermieden werden konnte, went, wie wir Gewaltakte des Parteivorstandes", weil er Leuten die Tür wies, tvar die Minderung eine Notwendigkeit geworden. Anders ist gründet wurde, konnte ich unter allgemeiner Zustimmung schmutzigsten Mitteln der Verleumdung bekämpfen. ausführen, daß die Berliner Genossen sich nur als ein Glied ( Lebhafte Zu- es gefordert haben, zeitig die Beschlagnahme durch, der deutschen Sozialdemokratie fühlen und feinen anderen Wunsch gesetzt und mit mehr Eifer die Herstellung von Nährmitteln behaben, als sie zu fördern. Das war auch jahrelang das Leitmotiv völkerung steigerte sich durch die Bekanntgabe der ungeheueren trieben worden wäre.( Sehr richtig!) Die Erbitterung in der Beder Berliner Organisation. Aber fchon 1914 machten sich Bestrebungen geltend, zwischen Berlin und die Gesamtpartei einen Steil Unterschleife, die bei der Gerstenlieferung, bei der Getreideabnahme zu treiben. Das miglang zuerst. Dann aber ergriff die durch den und in der Mühlenfabrikation zur Stenntnis gekommen find. Nicht minder trägt der Schleich handel dazu bei, große Erwerbs. schichten ungünstiger zu stellen in der Nahrungsmittelversorgung, Die jetzige Kontrolle hat leider viel zu spät eingefest, weil andere, Kaufträftigere, einen größeren Anteil ertverben können. fie hätte, früher unternommen, uns vor vielen Enttäuschungen be bahrt. Es war verständlich, wenn im Hinblick auf diese Zustände der Unwille sich impulsiv Luft machte und es zu Arbeitseinstellungen gekommen
unserer obwohl
stimmung.)
tion. Was man immer noch geleugnet hatte, trat nunmehr flar zuDann ging es schnell bergab mit der Berliner Parteiorganisatage: am 29. Oktober 1916 wurde ein Aktionsausschuß für Deutschland gewählt, dann kam die Reichskonferenz der Opposition. Diesem fyftematischen Spaltungstreiben
Krieg hervorgerufene Nervosität auch unsere Parteidebatten. Es erschienen anonyme Flugblätter, in denen hysterisch gekreischt wurde ilber Parteiverrat und Aufgeben des Klaffenkampfes. Jede ver- mußte sich jeder entgegenstellen, der nicht wollte, daß die Arbeiter fannte Grüße sonnte sich in der Anerkennung eines ge- bewegung infolge innerer Zwistigleiten zur Ohnmacht verdammt beimen Klubs. Endlich gelang es diefen Leutchen, die werde. Eine große Anzahl Barteigenossen legie am 26. Januar 1917 Berliner Organisation für ihre Zwede zu mißbrauchen. Nun dem Barteivorstand dar, weshalb ihnen das Barteigefühl verbiete, Tonnien fie offent borgehen. Die Opposition organisierte noch länger in der Berliner Organisation zu bleiben, die doch nur fich über Deutschland , fie organisierte den Kampf gegen Graftion, aus Gründen des Mitgliederfanges sich als zur Partei gehörig beParteivorstand und Barteiausschuß. Der Vorwärts" stellte sich zeichne. Der Parteivorstand erkannte unsere Gründe als berechtigt ist. Wir können es aber nicht billigen, wenn diese Ausstände zu ausschließlich in den Dienst dieser Sonderorganisation. Wer nicht an und beauftragte mich, im Einverständnis mit ihm die Partei- dem Zwed propagiert werden, die Rüstungserzeugung zu schädigen. fritillos alles hinnahm, was die Redaktion ihm als unumstößlich organisation für Groß- Berlin aufzubauen. Der Verband fozial- ut Frankreich , England und Deutschland hat die Arbeiterschaft gewahres Ergebnis ihres Forschergeistes bot, wurde begeifert.( Sehr demokratischer Wahlvercine ging zu den Unabhängigen" über, wir waltige Anstrengungen gemacht zu höheren Leistungen in der richtig!) Was hat man uns auf diesem Gebiet zugemutet! Jm aber blieben Mitglieder der Gesamtpartei in alter Treue.( Stürmischer Rüstungsindustrie. In Amerika sind Hunderttausende in die Juli 1914 wurde Wilhelm II. im Vorwärts" als der Friedens Beifall.) Rüstungsindustrie gewandert, ohne irgendwelche Bedenken, ob damit first gepriesen, nachher aber sollten wir glauben, daß Deutschland Die Unabhängigen", die sich darüber entrüsten, wenn sie von die Schredknisse des Krieges gesteigert werden. In Rußland hat der die Hauptschuld am Kriege trage. Am 6. Oftober 1914 erklärte Bürgerlichen als Agenten auswärtiger Regierungen bezeichnet werden, Soldaten und Arbeiterrat einen feiner ersten Beschlüsse mit der der Vorwärts", daß Deutschland nur einen ehrenvollen Frieden nennen uns Regierungsfozialisten".( Heiterkeit.) Wir hatten Aufforderung verknüpst, daß die Arbeiterschaft wieder schließen könne, und unsere braven Soldaten solange aushalten schon einmal eine unabhängigen"-Bewegung, Arbeit in den Munitionswerkstätten zurückkehren soll. Unerschöpflich ist müßten, bis der Sieg endgültig unser sei. Am 2. September 1914 in der die Anarchisten die Oberhand bekamen und die schließlich von der Geschoßhagel, den unsere Braven im Westen ausgesezt sind, denen gelobte Stadthagen als Vertreter der Vorwärts"-Redaktion der Bildfläche verschwand. Nur ein Häuflein Wirrköpfe und wir das Mitgefühl für die furchtbaren Leiden, die sie zu ertragen dem Oberkommando: Krakeeler blieb übrig. Ein böses Omen für die neue Partei, die haben, hier zum Ausdrud bringen.( Lebhafte Zustimmung.) Wie Ich kann versichern, daß ich dem Wunsch des Ober- nach meiner festen Ueberzeugung schnell denselben Weg gehen wird. fann man in einer solchen Situation, wo fo gewaltige Juteressen kommandierenden, daß die Einheitlichkeit der patriotischen Be- wir aber bleiben, was wir waren: Sozialdemokraten! Sozia- des Landes auf dem Epiele stehen, zu dem frevelhaften Beginnen geisterung nicht gestört werde, nachkommen werde und glaube, erkannt haben und gerade jetzt am besten beobachten fönnen, schwächen! Ebenso verkehrt ist es, zur Erreichung politischer For Listen, weil wir die Schäden der heutigen Gesellschaftsordnung greifen, direkt oder indirekt die Verteidigung des Landes, zu bisher schon alles getan zu haben, um die patriotische Begeisterung Demokraten , weil wir in der Demokratie die beste Sicherung berungen gegenwärtig den Streit als Pressionsmittel zu benutzen. nicht nur nicht zu stören, sondern zu beleben. Ströbel aber bat ben Barteivorstand noch im Frühjahr 1915, minbeste und zur Bielen und Bestrebungen brete, für die wir für Glück Wohlfahrt des dafür einzutreten, daß Italien österreichische Gebiete annettieren unser ganzes Leben lang getämpft haben.( Stürmische Zustimmung.) dürfe. Das alles sollten wir als wissenschaftlichen, revolutionären Einig sind wir darin, daß die Meinungsdifferenzen innerhalb der Sozialismus gläubig hinnehmen! Als der Borwärts" am Partei ausgetragen werden, 21. September 1914 trop ausdrüdlichen Verbots des Obertommandos einen Artikel veröffentlichte, wurde er verboten. Und
Inzwischen gestaltete fich das Berliner Barteileben immer verbitterter. Wer nicht an dem Stannpf gegen den Parteivorstand teilnahm, wurde in jeder Weise heruntergerissen. Ganz unverhüllt benugte man die Parteiorganisation
aber im Geifte der Kameradschaftlichkeit
nicht Die
zur
au greifen, bai folche Bewegungen ſich nut zum Schaben der Arbeiter der Lage, zu so drakonischen Mittein entwideln fönnen. Wir können nur auf dem von uns bisher be schrittenen Wege den Einfluß der Arbeiter innerhalb und außerhalb des Betriebes sichern.
Die inner politischen Verhältnisse haben uns weder während des Krieges noch vor ihm zu einer Anerkennung erst als die Redaktion gelobte, Klassenbaß und Klassenkampf im und der gemeinsamen Liebe zu der gemeinsamen Eache. Freiheit verleitet. Die sozialdemokratische Partei hat es an einer Seritif, Vorwärts" nicht mehr zu berühren, wurde er wieder freigegeben. im Denken, aber Einheit im Handeln das hat die Partei Der damalige Redakteur Däumig wurde von der Berliner Organi - groß gemacht und soll bei uns wieder zur Geltung kommen. Wie wo sie nötig war, nicht fehlen lassen; sie hat es aber abgelehnt, fation mit diftatorischer Gewalt über Form und Inhalt des Blattes wir uns auch zu den einzelnen Fragen der Politif stellen, für uns eine Politik zu betreiben, die jedes Zugeständnis ablehnt, veil ihr Aus diesem Grunde hat sie das ausgestattet; bei dem letzten Verbot aber hat man eine solche Maß- gilt der Standpunkt, den das Berliner Mitteilungsblatt im Oftober erlangen nicht ganz erfüllt ist. nahme dem Parteivorstand verweigert.( hört! hört!) 1914 im Auftrage der Organisation vertreten hat, daß wir uns Vereinsgefeß angenommen, hat sie tätig mitgearbeitet an der lar sein müssen darüber, daß eine deutsche Niederlage gleich- Nahrungsmittelversorgung, auf sozialpolitischem Gebiet die Sicherung bedeutend wäre mit einem Triumph der englischen Weltmacht für die Angehörigen der zum Heeresdienst Eingezogenen und für der Interessen der Arbeiter wahrgenommen und sich der Fürsorge politiker und Großindustrielleu, der ehrgeizigen Geschäftspolitiker und Börsianer Frankreichs , und daß die Hinterbliebenen mit Eifer gewidmet. Die innere Neugestaltung wir daher alle Ursache haben, unferen int Deutschlands wird. Felde ihre Pflicht nicht ohne schwere Kämpfe tuenden Genossen und Arbeitsbrüdern vollen Erfolg bei dem Schutz der Heimat zu wünschen.( Stürmischer Beifall.) Boll innigen Mit gefühls gedenken wir ihrer Leiden und Opfer. Aber all unser Tun ist darauf gerichtet, möglichst bald einen ehrenbollen Frieden zu erreichen, der eine Verständigung der Völker herbei führt. Darauf waren die Bestrebungen der deutschen Sozialdemofratie immer gerichtet.( Lebhafte Zustimmung.) Der Friede marschiert wir aber stehen im Bruderkampf in einer Beit, wo das ganze deutsche Wolk vertrauensvoll auf uns blickt als die Träger und Schüßer des Friedensgedankens.( Sehr wahr!)
zum Kampfe gegen die Partei.
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Statutenentwurf
vollzogen werden. Ich betrachte die Versprechungen für die Zukunft mit der nötigen Zurückhaltung, aber unmöglich kann Deutschland von Often und Westen zwischen demokratischen Staaten eingefeilt, sein altes System autoritärer Bevormundung aufrechterhalten. Je eher die Regierung der Welt den Beweis liefert, daß es ihr ernst ist mit der Neugestaltung der politischen Verhältnisse, um so besser für unsere innerpolitische Entwicklung, um so mehr gewinnt aber auch unser Ansehen im Auslande, was uns bitter not tut. Unser Sehnen und Hoffen wendet sich den Aussichten des Friedens
Gelder wurden gesammelt, deren Berbleib niemand kontrollieren fonnte, Barteimittel unter falscher Deklaration für Oppositionszwede verwendet, an die Parteikasse nichts mehr abgeführt, angeblich, weil der alte Vorstand 10 000 W. Schulden hinterlassen hatte. Das sollte eine Entschuldigung für die Berliner Organisation sein, die nach dem„ Berliner Mitteilungsblatt" vom 21. Januar 1917 in zehn Jahren etwa 1% Millionen Mark an den Parteivorstand abgeliefert hat, also jährlich 150 000 Mart. In den Zusammenfünften der Drganisation wurden Flugblätter mit den unflätigsten Anwürfen gegen die Partei verbreitet, die man nur noch vom pathologischen Standpunkt Es heißt jetzt, alle Kräfte anspannen, um unsere Drganisation fasser vom Wefen des Sozialismus begriffen haben: wild gewordene Mitgliederzahl von 6000 haben wir in Berlin bereits überschritten; in der Friedensfrage unsere Zustimmung geben und freuen uns, aus beurteilen fonnte und die lediglich bewiefen, wie wenig die Ver- groß und start zu machen. Arbeiten und nicht verzweifeln! Die 31. Wir werden dem Beschluß des Parteiausschusses vom 19. April Kleinbürger, die sich an der Phrase berauschten, aber ihre werte vir sind heute schon so start wie die Organisation der„ UnabPerson in Sicherheit hielten. In dem Hundeflugblatt wurde auf hängigen". Aber wir müssen mehr werden, neue Tausende müssen daß durch eine besondere Erklärung auch die österreichisch- ungarigefordert, die Führer mit der Hundepeitfche zu verprügeln. Es fich angliedern. Der schlimmste Feind der Arbeiterbewegung, der fchen Parteigenossen ihr Einverständnis bekundet haben.( Bu erschienen der durch und durch verlogene Bilderbogen, die Spartakus- Geist der Uneinigkeit und Selbstzerstörung darf nicht triumphieren. Stimmung.) Die halbamtliche Erklärung der österreichisch ungarischen briefe, die zwanglofen Blätter" und wie die Schmähschriften alle( Lebhafte Zustimmung.) Unser die Zukunft! Mit uns das Boll, Regierung und die Aeußerungen, die vor kurzent der österreichischungarische Minister des Aeußeren tat, berechtigen uns zu der Anheißen. In Niederbarnim vertrieb der sogenannte Bildungs- mit uns der Sieg!( Stürmischer, anhaltender Beifall.) nahme, daß diese Forderungen auch in den maßgebenden politischen ausichuß ein Referentenmaterial, in dem es hieß, daß die sozialdemo In das Bureau der Versammlung wurden darauf geKreisen Verständnis und Unterſtügung finden. fratische Presse und Organisation zuverlässige Instrumente der wählt: Ernst, Wels und Poetsch. Den vorliegenden Sicherlich ist auch der Vorschlag der deutschen Regierung, Regierung geworden seien. Sogar Julian Borchardt trat Friedensverhandlungen einzuleiten, durchaus auf, um für die Reinheit der Partei zu wirken. Und zum ernstlich gemeint und eine Grundlage, auf der wir zunächst der Schluß fam eine Stimme aus dem Schüßengraben, die in echt begründete Eugen Ernst . Die Trennung zwischen Vorstand und Möglichkeit nähertämen, dieſem entsetzlichen Ringen ein Ende zu revolutionärem Pathos behauptete, mindestens 70 Proz. aller Partei- Aftionsausschuß, die nur die Verantwortung untlar machte, ist be machen. Leider macht sich die Friedensstimmung im genoffen wären Halbidioten, die Führer arbeiteten zum Verderben feitigt. Damit die Leitung elastisch sei, darf sie nicht zu groß sein. Auslande nicht so impulsiv geltend. Wie peinlich empfinden wir der Masse. Die Selbständigkeit der Streise wird gesichert. In Anbetracht des es, daß erst vor furzem in London eine öffentliche Kundgebung für Die Redaktion des„ Bortvärts" fand für all das Treiben nur geringen Wertes der zahlabende werden sie beseitigt; sie den Frieden nicht möglich war, weil sie unter dem Geſchrei der Worte der Entschuldigung, die Schmähungen wären nur über- würden nur dann nicht veröden, wenn es möglich wäre, sie alle Kriegsbeger erstickt wurde.( Hört! hört!) Vielleicht dürfeit wir schüssige Begeisterung für unsere hohen Ideale! Die Redat mit Referenten zu befeßen und wirklich belehrende Diskussionen zu hoffen, daß doch endlich in Frankreich und Italien der Friedenswille tion öffnete sogar dem früheren Genossen Meher die Spalten, sichern. Das aber war nur selten der Fall, und die Nachteile über mehr Antlang findet. Ich will keine Hoffnung äußern, ob in als er die Beitragssperre propagieren wollte. So wogen die Vorteile. Wir wollen das politische Leben hinausführen Rußland die Friedensstimmung sich Erfolg verschafft. Fast wurde langsam eine Stimmung in die Berliner Organisation aus der Stickluft des Bahlabends in die frische der scheint es so, als ob unter demt Einfluß unserer ausbineingetragen, die zum Bruch führen mußte. Am 31. März Vereinsversammlungen, wo auch die jungen Kräfte weit beffer ländischen Parteianhänger die Stimmung hin- und herschwanke. Uns 1916 beichloß der Zentralvorstand mit 42 gegen 28 Stimmen den berangezogen werden können. Uebrigens fönnen wir, wenn sich wird ein Friedensschluß mit fämtlichen Staaten das Willkommenste Anschluß an die„ Arbeitsgemeinschaft". Der Parteivorstand versuchte Aenderungen als notwendig erweisen, diefe immer vornehmen. sein. Aber ebenso entschieden muß die Auffassung Haafes zurüdtrotzdem noch, eine Verständigung mit den Berliner Genossen Groger beantragt, da die Kreise das Bezirks- und Kreis- gewiefen werden, daß ein Sonderfrieden mit Rußland unter allen herbeizuführen. Im Juni 1916 schlug er ihnen vor, den Vor statut bereits gründlich beraten haben, diese mit einigen vorge- Umständen abzuweisen wäre. Sollen wir das Volksganze leiden wärts zu teilen in das„ Berliner Voltsblatt" für die schlagenen Aenderungen wesentlich redaktioneller Natur en bloc lassen, weil ein unverföhnlicher Gegner England der bisher Berliner und den Vorwärts" für den Parteivorstand. Die Berliner anzunehmen. die Leiden des Krieges am leichtesten tragen konnte, ein Nachgeben bätten dann ein Blatt gehabt, über das sie ganz selbständig Dies geschieht; die Statuten werden einstimmig angeablehnt? Oder liegt es nicht im Interesse der deutschen Arbeiterverfügen konnten. Aber ohne die Parteigenossen Berlins erst zu nommen. Für die Landkreise gilt das Kreisstatut nur als klasse, unter diesen Verhältnissen, wenn kein anderer Weg offen fragen, lehnte der Zentralvorstand den versöhnenden Vorschlag ab, Norm. steht, auch dem Sonderfrieden zuzustimmen?( Sehr wahr!) und das Mitteilungsblatt" verschwieg ihn, bis es notgedrungen im Die Wahlen ergeben: als Vorsitzende Ernst und Wels, Hier wollen wir den Beschluß des internationalen Stutt als Staffierer Theodor Fischer , als Schriftführer Hugo Boeich. garter Stongreffes wahrmachen und jedes Mittel ergreifen, das Bum Bezirkssetretär wird unter Ablehnung einer Aus- uns zum Frieden führen kann. Der offene ichreibung Theodor Fischer gewählt.
November über ihn berichten mußte.
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Darauf nahm zu seinem Vortrag über Volksintereffen
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Am 8. Oftober 1916 tam das letzte Verbot des Vorwärts". Als der Parteivorstand versuchte, es rückgängig zu machen, erklärte das Oberkommando, daß es durch den groben Verstoß gegen die Zensurvorschriften das Vertrauen in die Redaktion verloren habe und das Verbot erst aufheben tönne, wenn durch andere Herren in der Re daktion Garantien für die Zukunft gegeben feien. Nach längeren Berhandlungen schlug der Parteivorstand der Breßlommission vor, daß ein Mitglied des Parteivorstandes in die Redaktion eintreten folle mit der Vollmacht, über den Inhalt des Blattes zu entfcheiben. von der Ansicht geleitet, daß die große Gefahr, die der Strieg icjuf, Geschlossenheit hielt aur ber starte bemokratische Charakter aufrecht
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Arbeiterinteressen
Reichstagsabgeordneter Robert Smidt( Berlin ) das Wort: Die fozialdemokratifche Partei ist vom Beginn des Strieges an
Bruch in der sozialdemokratischen Partei hat nunmehr zur offiziellen Gründung einer unabhängigen fozial demokratischen Bartei" geführt. Die Ereignisse von gewaltiger Be deutung, die dieser Krieg mit sich bringt, haben die Loslösung einer biffentierenden Gruppe von der Gesamtpartei zur Folge gehabt. Die Partei tar feit langem innerlich in Widerspruch geraten. Ihre