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Nr. 133 34. Jahrgang

2. Beilage des Vorwärts

Groß- Berlin

Um die Englischen Gaswerke.

Mittwoch, 16. Mai 1917

jugendausschusses auf paritätischer Grundlage einverstanden und Gestern nachmittag hielt diese durch mehrere Beamte plötzlich eine erwartet dessen recht baldige Konstituierung." Razzia ab, die zur Beschlagnahme von großen Vorräten an Lebens­Zum Borsißenden für den Bezirksjugendausschuß wird Genoffe mitteln, Hülsenfrüchten, Grüße, Graupen, Zuder usw. führten, die eimann einstimmig gewählt. Ferner werden Genosse Domnic aus Galizien stammende Händler aufgekauft und zum Teil schon als Vertreter Groß- Berlins zur vorgesehenen Reichskonferenz der wieder weiterverkauft hatten. Die Lebensmittel, die die Händler Bezirksleitungen, sowie Lange, Meschut, Lewandowsky in Säcke, die ringsherum und obenauf mit Lumpen gefüllt waren, als Jugendvertreter in die Zentralstelle gewählt.

Sodann sprach Genosse Meschut über die Arbeit der Jugend- versteckt hatten, wurden beschlagnahmt und zwei der Händler ver­ausschüsse und entwarf Richtlinien für unsere weitere Jugendarbeit haftet, während es dem dritten gelang, sich durch eilige Flucht der unter Wahrung der Einheit der Bewegung. Nach einer lebhaften Festnahme zu entziehen. Aussprache, an der sich auch Vertreter der Sportvereine beteiligten, schloß der Vorsitzende die gutbesuchte Konferenz mit der Aufforde­rung an die Teilnehmer, trotz der schwierigen Verhältnisse eine rege Tätigkeit im Interesse der arbeitenden Jugend zu entfalten.

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Bei den Bemühungen, die jetzt zum Verkauf gestellten Englischen Gaswerke den daran interessierten Gemeinden zu sichern, ist noch in legter Stunde eine Uebereinstimmung zwischen Berlin und den südwestlichen Vorortgemeinden erzielt worden. Nachdem anfänglich Neukölln. Keine Acnderung im Fleischbezug. Die Lebens­Berlin, Schöneberg und Wilmersdorf mit den Streifen Teltow und Niederbarnim hatten gemeinschaftlich vorgeben wollen, haben mittelfommission beschäftigte sich in ihrer gestrigen Sitzung mit einer eventuellen Neuregelung des Fleischbezuges für die Einwoh­fchließlich Friedenau , Stegliz , Lankwiz, Lichterfelde , Zehlendorf ; Mariendorf , Marienfelde sich mit In letzter Zeit war aus den Kreisen der Schlächtermeister Berlin , Schöneberg und Wilmersdorf zusammengetan. und auch der Verbraucher, der Wunsch laut geworden, die gebun­In dem Gebiete dieser Ge­,, Schreibbedürfnis" der Berliner Stadtverwaltung. dene Kundenliste und die Verkaufstage am Mittwoch und Sonn­meinden werden sieben Achtel der von den Englischen Gaswerken Wie viel Papier, Federn, Tinte, Federhalter, Bleistifte, Aften abend aufzuheben und dafür die freie Schlächterwahl und die erzeugten Gasmenge verbraucht, so daß ihr Interesse an der deckel, Heftzwirn usw. bei der Berliner Stadtverwaltung verbraucht Fleischentnahme an mehreren Tagen der Woche einzuführen. Nach Erwerbung der Werte begreiflich ist. Reben ihnen werden werden, erfahren wir alljährlich aus dem Verwaltungsbericht der eingehenden Beratungen tam die Kommission fast einstimmig zu auch der Rest des Kreises Teltow und der Kreis Niederbarnim noch Deputation zur Beschaffung von Schreibmaterialien". In dem der Auffassung, das jetzige System der gebundenen Kundenliste, ein Angebot, das auf Kauf abzielt, gemacht haben. Sollte eine neuesten Verwaltungsbericht, der aus dem Jahre 1915/16 vorliegt, wobei die Käufer nach Häusern geordnet einem bestimmten Schläch Gesellschaft privater Unternehmer sich etwa mit einem höchsten An- unterzeichnet sich diese Körperschaft als Deputation zur Beschaffung ter überwiesen werden, beizubehalten. Maßgebend war für diesen gebot beteiligt haben, so braucht die Regierung ihr deshalb noch der Schreib bedürfnisse". Die Verdeutschungsbestrebungen Beschluß, daß es bei diesem System dem Schlächter nicht möglich nicht den Zuschlag zu geben. Wir haben gestern, an dem Tage des des Berliner Magistrats, die schon bor einer Reihe von ist, seine alte Kundschaft zu bevorzugen und ferner, daß nur die Endtermins für die Angebote, uns dahin ausgesprochen, daß wir Jahren begannen, haben durch den Krieg einen neuen Anstoß erhalten. Aufstellung einer nach Häusern geordneten Kundenliste der Stadt einen Zuschlag an eine private Erwerbsgefell- Ins will aber scheinen, daß bei den Schreibmaterialien die eine Kontrollmöglichkeit bietet, um die Zahl der Käufer mit den in fchaft für ganz unmöglich halten müssen. Die Be- Berdeutschung doch wohl vorbeigelungen ist. Bei dem Wort Umlauf befindlichen Karten der verschiedensten Sorten zu ver­leuchtungsanstalten gehören in die Hände der Gemeinden, das ist Schreibedürfnis" dachte man bisher an ein Bedürfnis, gleichen. Auch über die Aenderung der Verkaufstage hielt die Kom­einfach selbstverständlich. Ebenso selbstverständlich erscheint uns die sich schriftlich mitzuteilen. Daß dieses Bedürfnis in den Schreib- mission an der bisherigen Regelung fest. Sie ging dabei von der Ueberlassung der Englischen Gaswerte an diejenige Gemeinde- stuben unseres Magistrats nicht gering ist, zeigt der große Be Erwägung aus, daß eine erhebliche Erweiterung der Verkaufstage gruppe, die an ihnen mit dem weitaus stärksten Verbrauch be- darf an Papier, Tinte, Federn und allem, was sonst noch zur die Aufhebung der in jedem Schlächterladen ehrenamtlich tätigen teiligt ist. Schreibarbeit nötig ist. Im letzten Jahre wurden unter anderem Kontrollen zur Voraussetzung habe. In Anbetracht des Umstandes, berbraucht: 438 599 Bogen Schreibpapier, 1090 975 Bogen Kon- daß aus vielen anderen Gemeinden Klagen laut würden, wonach zeptpapier"( für das die Verdeutscher des Magistrats wohl noch die Bevölkerung nicht immer in den Genuß des billigen Fleisches Tinte usw. usw. Der Bedarf an Federhaltern war mit 12 110 Stüd faufstage Mittwoch und Sonnabend als das kleinere Uebel be­feinen Ersatz gefunden haben), 53511, Gros Stahlfedern, 3938 Liter fommt, glaubte die Kommission die Beschränkung auf die zwei Ver­wieder merkwürdig hoch. trachten zu müssen. Für den Fall, daß der Mittwoch nicht aus­reicht zur ordnungsmäßigen Belieferung des Publikums, sollen die ersten Vormittagsstunden des Donnerstag mit hinzugenommen werden. Da in letter Zeit auch verschiedene Klagen über unhöfliche Behandlung des Publikums durch einzelne Schlächtermeister er­hoben wurden, so sollen die Schlächtermeister durch Zirkular zu einer höflichen Behandlung aufgefordert werden.

Die Milchversorgung Berlins .

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Die Fettstelle Groß- Berlin hat, wie schon im Januar, den zu­ständigen Reichs- und Staatsstellen eine Denkschrift über die groß städtische Milchversorgung überreicht. Es wurde bereits im Januar der Vermutung Ausdrud gegeben, daß, wenn nicht für Abhilfe ge­ Zur Kohlenfrage . Der Reichskommissar für die Verteilung von ſorgt werde, die nach Groß- Berlin gelangende Milch bis zu Kohlen hat für nächste Woche eine Sigung anberaumt, zu der die 50 Proz in saurem Zustande hier ankommen Vertreter von Groß- Berliner Gemeinden geladen sind und in der fönnte. Daran war der Borschlag geknüpft, auf dem Lande die Versorgung der Groß- Berliner Bevölkerung mit dem Winter­eine verantwortliche Stelle für Reinigung und Kühlung bedarf an Kohlen beraten werden soll. zu schaffen. Bis heute, beim Beginn der warmen Jahreszeit, hat

Wilmersdorf . Abgabe sterilisierter Vollmilch. Für jeden Ein­wohner im Alter von 65 Jahren und darüber gelangt demnächst eine Dose sterilisierter Vollmilch( ungefähr 1 Liter) zum Preise von 1,10 Mt. zur Ausgabe. Die Vordrucke zur Anmeldung wer­den von 18. bis 21. Mai von den Brotkommissionen ausgehändigt.

sich hieran wenig geändert. Es zeigt sich auch hier, daß der Mindestruhezeit und Mittagspause. Der Polizeipräsident hat Charlottenburg . Erhebung der Wohnungsverhältnisse der Krieger­Unterbau der Gesamtversorgung in den ländlichen Produktions- für den Ortspolizeibeziri Berlin die Bestimmungen des frauen. Am 21. d. Mts. findet neben der Aufnahme der leerstehenden bezirken nicht hinreichend ausgebildet worden ist. Wenn der Mangel§ 1390 der Gewerbeordnung über die den Schilfen, Lehrlingen Wohnungen eine Erhebung über die Wohnungsverhältnisse der an Seiftüchern, Soda und ähnlichem beklagt wird, so ist die Frage und Arbeitern in offenen Verkaufsstellen und den dazu gehörigen Kriegerfrauen statt. Den Ehefrauen der zum Heeresdienst ein­nicht abzuweisen, ob hier nicht eine zweckmäßige Organisanisation Schreibstuben( Kontoren) und Lagerräumen zu gewährende gezogenen Männer, die eine Striegsunterstützung erhalten und in zugunsten eines der wichtigsten Nahrungsmittel Abhilfe zu schaffen Mindestrubezeit und Mittagspause für folgende Tage Charlottenburg wohnen, werden zu diesem Zwed bei Gelegenheit vermag. Für die Milch ist die Verhütung der Bearbeitungs- des Jahres 1917 außer Anwendung gesetzt: 1. Bei den der Auszahlung der Unterstügung am 16. und 18. Mai in den Zahl­mängel eine Lebensfrage. Was bei der Milchgewinnung auf Blumenhandlungen für den 20., 22.- 24. November und stellen Wohnungsfarten behändigt werden, die genau beantwortet bei dem Lande versäumt ist, läßt sich nie wieder einholen. 31. Dezember; 2. bei den Spielwaren handlungen für der nächsten Zahlung am 1., 2. und 4. Juni zurückzugeben sind. Wollte man auch die gesamte, in das Konsumgebiet den 5.- 8., 10-15., 17.- 22. Dezember; 3. bei den Buch­gelangende Milch sofort in städtische Meiereien leiten und hier handlungen für den 13.- 15., 17.- 22. Dezember; 4. bei reinigen, pasteurifieren und tief tühlen, so würde dies nichts daran allen übrigen offenen Bertaufsstellen für den 17. ändern, daß die sauer antommende Milch für die Ver- bis 22. Dezember. sorgung der Bevölkerung mit Frischmilch ausscheidet. Die Dent­schrift legt weiter dar, daß eine Durchleitung der gesamten Milch durch die drei Berliner Großmeiereien, zu denen eine fleinere vierte binzutritt, unmöglich ist, weil dies die technische Leistungsfähigkeit der Meiereien weit übersteigen würde, wie praktische Erfahrungen zweifelsfrei ergeben haben. Vom wirtschaftlichen und ärztlichen Stand punkt aus sei es im Gegenteil in hohem Maße wünschenswert, daß die in gutem Zujiamo antommende Milch so schleunig wie möglich nach der nächtlichen Ankunft zum Kleinhändler ausgefahren werde. Die Dent schrift verspricht sich Abhilfe nur von einer behördlichen Organisation, die auf der unmittelbaren Berbindung mit den Behörden der Pro, duktionsstätten ruht. Der Umweg über verschiedene Zwischeninstanzen habe sich dem empfindlichsten Nahrungsmittel gegenüber nicht förder­lich erwiesen. Bei einem engen Zusammenarbeiten, der in der an­gegebenen Richtung organisierenden und kontrollierenden Behörde der Produktionsbezirke und der entsprechend organisierenden und kontrollierenden Behörde des Konsumtionsgebietes rüde die Mög lichkeit, daß im Sommer die Milchversorgung Groß- Berlins gefährdet Brand gelöscht. Der Dachstuhl des Verwaltungsgebäudes ist voll eingetragen ist, auf Abschnitt 24 125 Gramm Teigwaren. Der

werde, in weite Ferne.

Berliner Lebensmittelnachrichten.

Ein schwerer Betriebsunfall ereignete sich gestern vormittag gegen 10 Uhr bei der Firma Drenstein u. Koppel in Spandau . Der aus dem Felde reklamierte 20jährige Schloffer Start Gebauer aus Warmbrunn war dort mit Schleiferarbeiten beschäftigt, als plöglich die große Schmirgelscheibe zersprang und G. schwere innere und Stopfverletzungen zufügte, denen der Ver unglückte nachmittags im städtischen Strankenhaus zu Spandau er legen ist.

Großfener in der Irrenanstalt Dalldorf entstand, wahrscheinlich durch Blizschlag, in der Nacht zu Dienstag. Das mitten im Garten liegende Berwaltungsgebäude stand gegen 2 Uhr nachts in Flammen. Angeblich waren durch den Blizz sämtliche Meldeanlagen und Fern­prechleitungen zerstört, so daß die Feuerwehren erst eine Stunde päter alarmiert werden konnien. Von den Gebäuden, in denen die Frren und Idioten untergebracht sind, ist keines in Meitleiden­haft gezogen worden. Die Kranken konnten ruhig in ihren Räumen bleiben. Erst nach siebenstündiger Arbeit der Wehren wurde der ständig eingeäschert, die oberen Geschosse haben durch Wasser sehr gelitten. Personen sind nicht ernstlich zu Schaden gekommen.

Als er draußen

Spandau . Städtische Lebensmittel. In dieser Woche können auf die städtische Fleischkarte wieder 250 Gramm mit oder 200 Gramm ohne Knochen und auf die Reichsfleischkarte 200 Gramm mit oder 160 Gramm ohne Knochen entnommen werden. Ferner gibt es auf Abschnitt 9 der Vollkarte 50 Gramm Blut- oder Leber­wurst. Auf jedes Feld der Kartoffellarte Tönnen 125 Gramm Kar toffeln( auf die ganzen Felder also 5 Pfund) entnommen werden. Sauerkohl ist noch auf Feld 6 der Lebensmittelfarte in einer größeren Anzahl Geschäfte erhältlich, ebenso Speisesirup auf Feld 12 und Butter auf Feld 1 der Butterkarte. Auf Feld 1 der neuen Eierkarte gibt es ein Ei zinn Preise von 33 Pf.

Friedrichsfelde . Lebensmittelnachrichten. Jeder Einwohner erhält in den durch Plakate kenntlich gemachten Geschäften auf Abschnitt 25 der Lebensmittelkarte 50 Gramm Dörrgemüse für 26 Bf. und in dem Geschäft, in welchem er in die Zuckerfundenliste Preis pro Pfund beträgt 51 Pf.

Soziales.

Reichswohnversicherung.

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Sie der Magistrat mitteilt, fann ein Umtausch von Der Mörder der Frau Jaehnichen aus der Liebenwalder Straße, Fleischkarten gegen Bezugsscheine auf Graupen, Grieß oder der 17jährige Drogist Erwin Krüger, bleibt bei der Versicherung, Teigwaren durch diejenigen Einwohner, die sich bisher noch nicht daß er nicht die Absicht gehabt habe, die Greifin zu töten. Wie er gemeldet hatten, für die jetzt laufende Fleischkartenperiode nicht fagt, lief er mit dem Hammer, den er in der Laube fand, umber, Der Profeffor der Sozialpolitik an der Handelshochschule in Köln mehr erfolgen. Von der Umtauschmöglichkeit ist bisher schon in so um sich irgendwo mit Gewalt Geld zu verschaffen. Das Geschäft Dr. Schmittmann, der schon seit Jahr und Tag für einen ausgedehntem Maße Gebrauch gemacht worden, daß die zur Ver- der Witwe Jaehnichen kannte er vorher nicht. Beim Suchen nach Ausbau der Sozialversicherung in Gestalt der Gewährung von fügung stehenden Vorräte die Ausgabe weiterer Umtauschkarten für einer Gelegenheit stieß er auf den Laden der alten Frau. Er hielt Kinderrenten eingetreten ist, entwickelt in dem eben erschienenen diese Periode nicht mehr zulassen. sich dort solange auf, um auszulundschaften, ob er hier zu seinem ersten Heft der Schriften der Deutschen Gesellschaft für soziales Die Frist zur Eintragung in die neue Kundenliste Ziele kommen fönne. Wie er behauptet, schlug er zuerst im Laden Recht seinen Plan in allen Einzelheiten. Ausgehend von der An­für Kartoffeln läuft heute ab. Fristversäumnis hat den vor- auf die Frau ein. Nachdem diese in das Schlafzimmer geflüchtet sicht, daß das Bevölkerungsproblem nur in Verbindung mit dem läufigen Ausschluß vom Kartoffelbezuge zur Folge. Sollte jemand war, beraubte er die Ladenkasse und ging weg." berhindert geweſen ſein, rechtzeitig seine Anmeldung zu bewerk- fah, daß er nur wenig erbeutet hatte, lehrte er zurüd, um mehr Wohnungsproblem gelöst werden kann, daß aber ein die Mindeſt­ſtelligen, so tann er schriftlich unter Angabe der Hinderungs- Geld zu holen. Jetzt zertrümmerte er die Scheibe der Schlaf- Wohnungsgesetz ein Unding ist, wenn nicht gleichzeitig dem ein­gründe um nachträgliche Zulassung bei der Abteilung für Kartoffel- zimmertür, drang ein und fiel von neuem über die Frau her. versorgung des Berliner Magistrats, Schicklerstraße 5, nachsuchen. Hierzu wird uns noch gemeldet: Krüger ist sich erst nach und zelnen Mittel und Wege geboten werden, bessere Wohnungen zu nach der ganzen Schwere seiner Tat bewußt geworden, und bereut bezahlen, schlägt er einen entsprechenden Ausbau der Invaliden­ste aufrichtig. Den Anstoß zu dem Verbrechen gab, wie er jagte, die Versicherten auf eine Kinderrente und Angestelltenversicherung vor, zur Erwerbung des Anrechts für Eine Konferenz der Jugendausschüsse Groß- Berlins bom vierten Rinde unter jeine Entfernung aus der elterlichen Wohnung. Er verdiente den fand am Sonntag, den 13. Mai, statt, die zu den neuerlichen Monat 180 M. und gab davon regelmäßig 40 M. seinem Stiefvater In der Zeit reichlichen Verdienstes bei fehlenden oder noch geringen 14 Jahren ab progressiv mit jedent weiteren Kinde steigend. Spaltungsversuchen in der Jugendbewegung Stellung nahm. In ab. Dieser legte das Geld für sich zurück und bewahrte es in der Familienlasten soll der Arbeiter und Privatbeamte Beiträge auf feinem einleitenden Referat betonte Genosse Weimann, daß es wohnung auf. Es hatten sich 150 M. angesammelt. Nach seiner Ent- bringen für die Zeit, in der die Familienlasten weiter steigen, und jetzt darauf ankomme, die Einheit der Bewegung hochzuhalten und lassung aus der Drogerie verkaufte Krüger für einen anderen Drogisten Lohn oder Gehalt nicht mehr steigen oder gar sinken. An Stelle zu bekräftigen, daß wir nach wie vor fest auf dem Boden der für im Hausierhandel Saugpfropfen. Den Erlös verbrauchte er für sich. Um der von anderer Seite vorgeschlagenen einmaligen Geburten­die Jugendbewegung geltenden Beschlüsse des Nürnberger Parteitages nun seinem Auftraggeber den Kaufpreis zahlen zu können, ents und Hamburger Gewerkschaftskongresses stehen, die dort festgelegten wendete er seinem Stiefvater die 150 M. Als der Bestohlene den prämie soll eine regelmäßige, von Monat zu Monat wiederkehrende Richtlinien seien für uns bindend. Die jetzt eingetretene Spaltung Diebstahl entdeckte, sezte er den Stiefsohn ohne weiteres vor die Kinder so lange bezahlt wird, bis diese zu ihrem Unterhalt ſelbſt Zulage treten, die als Zuschuß während des Aufwachsens der sei von Anhängern der Unabh. Soz. Partei bewußt herbeigeführt Tür. Krüger irrte nun, ohne Geld und ohne Nahrungsmittelfarten, beizutragen vermögen. Ob man einen solchen Versicherungszweig, worden. Solange noch das Jugendsekretariat für Groß- Berlin be planlos umher und sann auf Mittel und Wege, in den Besitz von der bei steigender Elternlast steigende Renten gewährt, als stand, wirkte es für die Einheit der Bewegung. Nach seiner Auf- 150 M. zu kommen, um dem Stiefvater das entwendete Geld Iternversicherung oder ob man ihn im Hinblick auf die lösung aber hat die neue Leitung den Boykott der Arbeiter- Jugend", zurückgeben zu können. die Aufhebung des Jugendausschußsystems, sowie die Loslösung von Wohnung wieder aufnehmen werde. Ohne jeden Anschluß und Wohnversicherung bezeichnen will, tut nichts zur Sache. Er hoffte, daß dieser ihn dann in die hervorstechendste Schwierigkeit für die Kinderreichen speziell als der Zentralstelle für die arbeitende Jugend vorbereitet. Da sich die Obdach nahm er in der Verzweiflung den Hammer mit, weil er Die Durchführung seines Projektes denkt sich Schmittmann so, legte Konferenz der Jugendausschüsse mit diesen Bestrebungen nicht glaubte, eine Drohung mit ihm werde an geeigneter Stelle schon daß die Wohnversicherung organisch mit der Invalidenversicherung einverstanden erklärt hat, versuchen nun jene Genossen, gemeinsam mit der Spartakusjugendbewegung, ihr Ziel zu erreichen. Auch die verbunden wird, er rechnet mit einer Jahreseinnahme aus Bei­Unabh. Soz. Partei unterstützt diese Zerstörungsarbeit in der zum Sonntag überraschten Beamte in der Wohnung einer Frau 2 300 000 Kinderberechtigten zugute kommen würde. Wieder eine fliegende Schankstätte aufgehoben! In der Nacht trägen in Höhe von 500 Millionen Mark, eine Summe, die etwa Jugendbewegung, denn in deren Groß- Berliner Mit­teilungsblatt" vom 6. Mai wird der erwachsenen Arbeiter- fogenannter besserer Kreise und Halbweltdamen, bei Sett und Mufit. bereits von verschiedenen Seiten sympathisch begrüßt ist, wieder­Schieferstein, Grunewaldstr. 55, etwa 25 Personen, Herren Wir begnügen uns damit, diesen Plan, der auch im Parlament schaft angeraten, darauf zu bringen, daß die Arbeiter- Jugend" aus Alle Anwesenden mußten sich die Feststellung ihrer Personalien ge- zugeben, ohne im Augenblick dafür oder dagegen Stellung zu dem Hause verschwindet. Es gilt daher jetzt, eine Neuwahl der fallen lassen, was manchem natürlich sehr unangenehm war. Der Bezirksleitung für Groß- Berlin vorzunehmen und alle Kräfte zu- Beranstalter der nächtlichen Vergnügung, ein Kellner, und auch die nehmen. sammenzufassen, die für die Einheit der Jugendbewegung wirken Inhaberin der Wohnung wurden festgenommen, die vorhandenen Zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. Getränke aber polizeilich beschlagnahmt. Nach kurzer Aussprache wird folgende Resolution einstimmig In seinem diesmaligen Geschäftsbericht geht das Reichs­angenommen: Eine Lebensmittel- Razzia wurde gestern nachmittag unter versicherungsamt auch auf die von den Versicherungsträgern ge­Die Konferenz stellt sich rückhaltlos auf den Boden der großem Menschenauflauf in der Grenadierstraße beran- troffenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten Arbeiterjugend" und der für die freie Jugendbewegung geltenden ftaltet. Dort waren in der letzten Zeit in verschiedenen Häusern ein. Die Landesversicherungsanstalten haben sich bei der Ein­Beschlüsse. Insbesondere hält sie die Verbindung mit der Zentral- Reute eingezogen, bei denen es lebhaft zuging. Bald tamen größere richtung der Beratungsstellen verständnisvollen Entgegenkommens stelle und damit der gesamten deutschen Jugendbewegung aufrecht. Mengen Säde und Kisten an, bald wurden solche weggeschafft. Das von seiten der ärztlichen Organisationen und der Krankenkassen­Sie fordert alle Genoffen und Genossinnen, insbesondere auch die Publikum, das früher achtlos an derartigen auffälligen Erschei- vorstände zu erfreuen gehabt. Nur in zwei Bezirken sind die Ver­Jugendlichen auf, unter Ausschaltung aller politischen und Partei­streitfragen mit allen Kräften für unsere Sache zu wirken und un- nungen vorüberging, hat jetzt dafür ein schärferes Auge. Von ver- handlungen mit der Aerzteschaft noch nicht zum Abschluß ge­ausgefeßt neue Anhänger für die Arbeiter- Jugend" zu werben. schiedenen Seiten liefen Anzeigen bei der Kriminalpolizei ein, in kommen, in Berlin und in der Rheinprovinz . In der Die Konferenz erklärt sich mit der Neueinrichtung des Bezirks- denen auf das verdächtige Treiben aufmerksam gemacht wurde. Rheinprovinz gelang schließlich im Einverständnis mit dem Vors

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genügen, ihm Geld zu verschaffen.

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