fr. 263-1917
Unterhaltungsblatt des Vorwärts
Nach vier Monaten.
Eine wahre Begebenheit, erzählt von Otto Basfarge. ( im Felde).
-
weil
- im
Es war dies eine jener Gegenden, die die Franzosen fie in die Gefahr gekommen waren, eingeschlossen zu werden schnellsten Rückzüge berlassen hatten. Biederen Landstürmern war die Pflicht auferlegt worden, dieses Gebiet zu bewachen, denn es hatte eine große Anzahl Schlupfwinkel. Da hieß es: Auf der Hut fein. So waren drei Monate vergangen und nichts, was von Beang wäre, hatte sich ereignet.
Wir wollen nun den Pfad verfolgen, den der Obergendarm Liedte einschlug.
Liedte war ein in seinem Fach durchaus erfahrener Mann. Kein Wunder, daß seine beiden Begleiter schon viel von ihm gelernt hatten, so daß die drei sich immer mehr einander näher tamen und Sand in hand arbeiteten. Das sollte auch hier wieder zum Erfolg führen.
-
-
-
Dienstag, 25. September
Drei Tage nun unterwegs und kein Ergebnis. Liedke wurde von Ungeduld geplagt, denn er war in seiner Pragis gewohnt, daß der Erfolg ihm sicher war. Er fluchte anf die Landstürmer, die immer aus einer Mücke einen Elefanten machten und ihm diese gewaltige Arbeit aufgehalst hatten. ( z)
( Schluß folgt.)
Eine neue Schwangerschaftsreaktion.
teils gelaufen und abgesehen von einigen unsicheren Kantonisten Zwei Tage waren sie nun bereits durch den Wald geritten, ihnen Zweifel auf, ob sie überhaupt etwas finden würden, was von war ihnen nichts in den Weg gekommen und so langsam stiegen Belang für ihre Sache wäre. Nach ihren Begriffen war es auch Aufsehen mit seiner Entdeckung, daß man das Vorhandensein einer Schon vor mehreren Jahren erregte Professor Abderhalden faum denkbar, daß sich, nach fast vier Monaten, solange war cs Schwangerschaft schon in den ersten Tagen durch eine chemisch- bioher, seitdem hier die Schlacht geschlagen wurde und der Feind logische Reaktion feststellen könne. Das Blut Schwangerer, und nur fich im schnellsten Tempo zurückgezogen hatte noch dieser, hat nämlich die Eigenschaft, Plazentar( Mutterkuchen) Menschen aufhalten sollten, die unheilbringend wirken fönnten. Sie eiweiß abzubauen. Es ist dies eine Abwehreinrichtung des hatten aber nun einmal Befehl. Es war ihr Dienst und weiter Körpers, die auf ähnlichen Gesezen beruht, wie die Bildung von ging der Marsch. Wie oft hatte nicht schon der Zufall Unvorher Gegengiften im Körper bei der Impfung zu dem Extrakt oder den gesehenes aufgedeckt. Stoffwechselprodukten von Typhus -, Lubertelbazillen usw. Die Abderhaldensche Reaktion, der unter Umständen eine zivil- oder strafrechtliche Bedeutung zukommen fann, wurde in vielen Kliniken angewandt, doch war der Erfolg zweifelhaft, was offenbar in unzulänglichen Methoden der Anwendung begründet war.
Ihr Weg führte über eine große Lichtung, die nur mit dürrem Gras bedeckt war. Liedte dachte an den großen Grerzierplatz in der Heimat, wo jahrein jabraus die Infanterie den Krieg martierte und die Artillerie mit ihren Manöverfartätschen die Umgebung der qualmte.
Der, bon dem ich jetzt erzähle, war ein strammer Norddeutscher und nannte sich Schmidt. Gerade gebaut, der Flachsbart etwas berwildert, die Pfeife, die ihm nie ausging, stets im Mundwinkel. Tabei war sein Scharfblick ein besonders guter. So stand nun der biedere Mann auf dem alten Fleck und plagte sich mit der Langes weile. Kein Wunder, daß er sich für alles interessierte was auch nur vor seine Augen fam, denn er hatte Zeit, alles geistig durchs zuarbeiten und wie ein Berufsdetektiv wußte er hinter allem etwas zu finden. Der alte Schmidt batte heute den zweiten Boften, und zwar an einer Bahnstrecke. Vor ihm, hinter ihm, wo er nur hinschaute, war Wald und es schien, als ob dieser überhaupt kein Ende hätte; Endlich faben sie auch ein Haus. Sie ritten näher. Ein Staunen hieß es doch, daß man fieben Stunden brauchte, um ihn einmal zu überfam sie. Dieses im reinsten Barockstil gehaltene Gebäude ver durchqueren. Eichen mit riesigem Durchmesser und Buchen von nicht riet einigen Wohlstand, und da alle drei auch mächtigen Durst ber minderer Stärke standen hier zu Tausenden. Von Häusern und spürten und sie aus Erfahrung wußten, daß fast jedes Kleine HäusLichtungen war nichts zu sehen, denn die hohen Baumkronen deckten chen schon einen guten Wein hatte, so machte Liedke kurzerhand den alles mit ihrem Schirm, so daß das Ganze manchmal recht un- Borschlag, hinein zu gehen und nach einem fühlen Trunt Umschau Heimlich wirkte. Schmidt patrouillierte seine Strede ab, denn er zu halten. wußte, fein Revier hatte zweihundertfünfzehn Schritte und wenn'er Gesagt, getan! Das Haus war von einem hohen Gitter ummit einigen Pausen biermal seinen Weg gemacht hatte, war seine geben und die eiserne Pforte, die den Eingang versperrte, war Zeit um. Darauf kam es ihm doch in der Hauptsache an. Er noch um ein Stüd höher. Liedle wollte sie aufmachen, aber wie ertappte sich nun dabei, daß er plöglich in Gedanken an seine Heimat bernietet blieb dieselbe fest und rührte sich nicht. Nun legten sich dastand. Mit Mißmut stellte er fest, daß feine Pfeife inzwischen alle drei dagegen. Aber es mußte nichts. Das war auch weiter nicht gestreift hatte. Dann nahm er feinen Tabaksbeutel aus der Tasche, auffällig, denn man war schon gewohnt, daß sich die zurück stopfte, steckte an, ließ seinen Blick noch einmal umberschweifen, ob gebliebenen Bewohner immer schon aus Angst, daß ihnen etwas auch noch alles in Ordnung war denn seine Beit ging zur Neige- gefchehen könnte, eingeschlossen hatten. Blöglich gudte ein geradezu und wollte sich seine Ablösung holen. häßliches, bon Sommersprossen belegtes Geficht um die hintere Hausecke. Auf einen Zuruf, das Tor zu öffnen, kam dann das flägliche Männlein näher, schob die hohe Pforte in zwei Hälften nach links und rechts auseinander und mit angeborener Höflich feit bat er einzutreten. Der Mann band selbst die Pferde fest und führte die brei durch den vor dem Hause liegenden Garten. Der Garten fonnte Liedle gefallen. Große Beete mit den wunderbarsten Blumen waren hier angelegt. In der Mitte ein großes massives Bassin mit Wasserrosen, Muscheln, imitierten Korallenstücken und eine Menge große und fleine Goldfische schwammen drin herum. Auf einem besonderen, aus einem Rasenstück ansgeschnittenen Streis stand ein ziemlich dicker Pfahl und an ihm war eine große Glode befestigt mit einem langen Strick. Liedte besah sich dieses Monstrum und ihr Begleiter zog fräftig einige Male an diesem Strict, als wenn er zeigen wollte, wie dieser Apparat funktionierte. Die Glocke fing an zu schwingen und gab Töne von sich, als wenn eine Dorfglode zum Kirchgang rief.
-
Aber was mochte denn wohl immer dahinten in dem Busch, rechts von dem schiefen Baum herumkrabbeln? Worhin hatte er es schon bemerkt und nun wieder, Jezt meinte er, sogar etwas Notes zu sehen. Nun war es wieder weg. Sollte denn nicht gar...? " Ach, das ist ja Unsinn," dachte er bei sich. Wo sollte denn, jezt noch, jest nach bier Monaten... Unsinn", gestand er sich wieder. Seine Kameraden würden ihn ja auslachen, wenn er davon erzählte. Er würde sich nur lächerlich machen?" Nein, das litt sein Ehrgeiz nicht!
"
"
So ging denn Schmidt seiner Hütte zu, und da ihm schon seine Ablösung entgegentam und Bosten nichts Neues," legte er sich auf die Britiche und schnarchte bald so laut, als ob eine ganze Armee beim Holzfägen wäre.
Die Geschichte von gestern abend wollte ihm aber doch nicht so recht aus dem Kopf und jetzt fette er sich auf einen Baumstumpf und ließ den Blid nicht von dem Busch, der ihm doch gestern so merkwürdig vorgekommen war. Nichts war zu sehen und er war eigentlich doch froh, daß er nichts zu seinen Kameraden gesagt hatte. Er kam jetzt doch bald zu der Ueberzeugung, daß er Gespenster ge sehen. Vielmehr suchte er sich einen fleinen Stock, schnigte ihn zurecht und fing an, seine Pfeife von innen und außen zu reinigen, denn sie war immer sein Zeitvertreib. Da! Er sprang plöglich auf. War es da nicht wieder? Und jetzt, jest fab er ganz deutlich. Gang gewiß, ganz deutlich hatte er es jest geiehen, wieder das Rote wie gestern auch. Nun bernahm er auch leichten Rauch. Da mußte doch etwas sein, das nicht seine Richtig feit hatte.
-
-
"
Eine weitere Ausbildung hat die Methode nun durch Dr. R. Rohmann erfahren, der Verbindungen aus Mutterkucheneiweiß und Metallen hergestellt hat. Er nennt solche Verbindungen Sorcyme" und die zur Diagnose der Schwangerschaft berwendete Verbindung Dia- Sorcym- Plazentae. Es handelt sich um eine Verbindung von Plazentareiweiß mit Eisen. Läßt man das Serum Schwangerer auf diese Verbindung wirken, so wird das Eiweiß abgebaut; das Eisen wird fret und fann durch andere chemische Mittel nachgewiesen werden. Bei Einwirkung der Sera anderer gesunder oder kranker Menschen bleibt die Berbindung völlig ungelöst. Auch mit anderen Metallen( Nickel, Kobalt, Radium) hat Dr. Kochmann solche Verbindungen hergestellt, die die gleichen Eigenschaften aufweisen. Es scheint damit ein sicheres Mittel für die Frühdiagnose der Schwangerschaft gefunden worden zu sein, denn nach der„ Münchener Wedia. Wochenschrift" tommen bei 100 Untersuchungen nur drei bis vier Fehlresultate vor.
Schokolade- Ersatz.
Sie
Durch die Absperrung von den Heimatländern des Kalaobaums das beliebte, wohlschmeckende und nahrhafte Getränk aus der Kakaobohne, die Schokolade, selten und teuer geworden. Aber auch für dieses Tropengewächs gibt es in unserer heimatlichen Pflanzenwelt einen Erfaß. Zur Herstellung eines der Schokolade an Geruch und Geschmack fast gleichen und auch sehr nahrhaften Getränkes können die Beeren des roten Hartriegels( Cornus sanguinea) berwandt werden. Der rote Hartriegel hat seinen Namen von den während des Winters sich blutrot färbenden Zweigen. Er ist als Unterholz in Laubwäldern und Hecken häufig. Seine weißen Blüteu stehen in zusammengefegten, schirmförmigen Trugdolden. geitigen eine schwarze, Aus den Früchten wird durch eine verdickte Abkochung ein schokoladeweißpunktierte Steinfrucht. ähnliches Getränk gewonnen. Nicht bloß der Geruch, der sollte denn schließlich dabei sein. Vor allen Dingen mußten sie jezt Mährkraft hat die Abkochung der Hartriegelbeeren von der echten Die Geschichte mutete doch etwas eigentümlich an, aber was nebenbei dem Vanillegeruch ähnelt, den Geschmack und die erst mal ihren Durst stillen. Die vier stiegen die Steintreppe hinauf, Schokolade, sondern auch die Nebenwirkungen auf die Verdauungsgingen ins Haus und ihr Führer ließ sie in ein Zimmer eintreten, organe. Bei dem massenhaften Vorkommen des Hartriegels fönnen das von Lugus geradezu sirozte. Sie machten es sich auf einem die Hartriegelfrüchte, die auch in anderer Zubereitung genießbar Sofa bequem und eine alte dicke Mamsell brachte Gläser und Wein sind, zur Stredung unserer Inappen Nährmittel recht gute Dienste auf einem hochnoblen Tablett. Obgleich Liedke Feinschmecker war und leisten. Wenn ihre Nährkraft erst algemein bekannt ist, wird sich merkte, daß man ihnen nicht gerade vom Besten gegeben hatte, fog ihre Verwertung wahrscheinlich auch in ben wiederkommenden besseren er doch mit Wohlbehagen an feinem Glas, denn der Durst ließ alles Beiten erhalten. gut schmeden... Vollbefriedigt wischte Liedke seinen Bart ab. Endlich doch einmal eine Labung. Auch das Unbehagen war schon von ihnen gelvichen.
"
Notizen.
Schmidt ging schnurstracks nach seinem Wachhabenden hin, um ihm hiervon Mitteilung zu machen und niemand wagte an der - Jn Sachen Dyderpotts Erben schreibt uns Pflichtgemäß durchsuchte Lieble noch das Haus ab, ob es auch Robert Grözich: Wie ich aus dem Berliner Tageblatt" eriebe, Richtigkeit feiner Beobachtungen zu zweifeln, denn fie fannten ihren fauber war. Er ging nach oben und seine Begleiter schidte er nach behauptet ein Herr Henry Wenden, die Grundidee meines Dreialten Schmidt viel zu genau, um nicht zu wissen, daß er viel zu unten in den Keller. Sie fanden nichts, woran sie Anstoß nehmen afters Dyckerpotts Erben" entstamme einer von ihm 1912 bergewissenhaft war, um auf solche Weise seine Possen zu treiben. follten. Nur in dem Gemüsegarten hinter dem Hause fanden sie öffentlichten Geschichte. Bis heute wußte ich weber etwas von Herrn Die Meldung wurde weiter gegeben und ging bis zur Etappen noch zwei harmlose Männer, die mit dem Spaten tätig waren und Wenden, noch von seiner Hundenovelle, und sie fönnte mich höch inspektion. Der Apparat war in Bewegung. Lieble hielt sie für die hier waltenden Gärtner, fragte sie etwas stens deswegen interessieren, weil ich im Jahre 1907 eine als Rittmeister Edert ein etwas nervöser, aber bienfteifriger und nahm weiter teine Notiz von ihnen. Ihm fiel nur auf, daß Beitungsabdruck und als Beitrag eines Märchenbuches erschienene Mann faß gerade beim Frühstück, als die Ordonnang ins Zimmer von dem Besizer dieses Brachthauses gar nichts zu sehen war. Erbschaftsgeschichte eines Katers schrieb: sie heißt: Murr trat und die Meldung von dem Vorfommnis in dem geheimnisvollen Aber die dicke Mamsell gab Auskunft und erzählte, daß der Monsieur Dyderpott", enthält die Grundidee zu Dycerpotts Erben" Wald brachte. Er sprang auf, ließ seinen Adjutanten rufen und im Striege sei und die Madame einige Stunden von hier in einem und erschien fünf Jahre vor Herrn Wendens Geschichte. Wenn in nun berieten beide, was da zu machen sei. anderen Dorf wohne. diesem Fall also ein Plagiat vorliegt, so kann unmöglich ich es verNoch am selben Tage sandte er in mehreren Retten seine Gen- Unsere drei Patrouillenreiter mußten sich aber auch wieder übt haben." barmeriepatrouillen zu uns. Je drei Mann, denn der gewaltige auf den Weg machen, denn die Sonne ging bereits unter und ihr Ein Revolver, der mit Gaspatronen geladen Wald hatte hatte unzählige ege Wege und C& war nicht leicht, Weg sollte noch bis zur nächsten Wegegabel führen. Bis dorthin ist, wird von der nordamerikanischen Geheimpolizei verwendet. Durch ihn so ohne weiteres zu umschließen. Dazu gab es Sumpf, war es immer noch eine gute Strecke und vor Nachtanbruch wollten die Gaspatronen wird der Verbrecher nicht getötet oder verlegt, breite Wassergräben und undurchdringliche Flächen von Schling- fie auch noch im nächsten Dorf sein, um von da aus ihren Rapport sondern nur augenblicklich geblendet, so daß er sich nicht zur Wehr gewächsen. zu melden. setzen kann.
68]
Anders Hjarmsted.
-
gegangen, aber sie könnte leicht aufwachen," sagte der Pfarrer.
,, Dann könnten Sie sie doch wohl bitten, sich wieder schlafen zu legen," sagte Anders.
-
-
,, Sünde? es kann doch wohl keine Sünde sein, solche Ungerechtigkeit aus der Welt zu schaffen?" „ Aber wissen Sie denn nicht, Anders, daß, wer mit dem Schwert tötet, durch das Schwert umkommen soll?" Vielleicht dünft Dich nun, Gjatrid, daß es keinen ,, D, es kann doch auch sein, daß sie nichts hört. Na, ,, Gewiß, das ist recht vernünftig. In allem muß ja DrdZweck hat, Hochzeit zu halten, oder daß Du nicht das ist aber merkwürdig ja, das kommt wirklich über- nung sein. Sonst fingen die Leute eben an, totzuschlagen, ob willst. Ich denke aber nicht, in Arrest gebracht raschend mit euch, daß ihr hierherkommt!"- Der Pfarrer es nun recht wäre oder nicht. Aber was denn, fic zu werden; denn kann ich es fertig bekommen, so erschlag rieb die Handflächen gegen einander und lachte verlegen kommen ja auch und holen mich morgen." ich auch den Gefangenwärter morgen, wenn sie da sind und oder ängstlich. ,, Ach, Sie müssen ja verrückt sein, Sie müssen ja vermich holen wollen, und dann werd ich bei der Gelegenheit rückt sein, Mensch!" wohl mein Leben los." Der Pfarrer lief jammernd in der Stube umher. Wenn Sie Ihre entsetzliche Sünde nicht fühlen!" ,, Nein! ich glaube, daß, wenn jemand von Zeit zu den ungerechten Beamten so eine geftion erteilte, die angeit andern dann im ganzen besser würden."
Gjatrid vermochte nichts zu sagen.
" Ja, ich hab den Heiratsschein bei mir; wir wollten Sie bitten, uns auf der Stelle zu trauen," sagte Anders.
-
,, Aber ich möchte doch am liebsten", fuhr Anders fort, Pastor Steffensen blickte sich eifrig um, gleich als fuche er „ daß Du jezt mit mir zum Pfarrhof kämst, so daß wir heut nach etwas:„ Dazu- dazu bin ich eigentlich nicht der rechte nacht bei einander sein könnten, wenn er uns getraut hat. Mann, zu so etwas. Ich finde, wir sollten damit warten. -Dann wirds nur Nachred sein, alles was die Leute über Ich kann ja so gut verstehen, daß ihr nicht mit Gjatrids Eltern uns zwei dann sagen können." davon gesprochen habt-"
-
-
"
., Willst
Nein, aber wir halten heute nacht Hochzeit, ob Sie uns trauen oder nicht. Sehn Sie, da tönnen Sie es nun machen, wie es Ihnen am besten scheint."
"
-
Er stand da und lauschte über ihrem Kopfe. Du das, Gjatrid?" " Ja, ja, ja!"- Sie schlang plötzlich ihre Arme um ihn und füßte ihn auf den Mund. Dann liefen sie über.Ah liebste Kinder!" sagte der Pfarrer und schlug mit die Aecker hin, auf den Weg hinaus, nach Harreby hinab, zum den Fingern in die Luft, als habe er sich verbrannt, warum Pfarrhofe..habt ihr's denn nur so eilig, wir wollen, wir wollen Nein, das können wir nicht; denn morgen früh, dent kommen sie vom Thinghof und holen mich." „ Und holen Sie, aber was sagen Sie denn?" Ja, denn ich hab soeben den Anjunkt in seinem Kontor erschlagen, und sie werden ja schon bald herausbringen, wo ich geblieben bin--"
Es war etwas später als elf Uhr. Doch Pastor uns Zeit lassen--" Steffensen pflegte erst nach Mitternacht zu Bett zu gehen. Dagegen hofften sie sicher, daß Madam Balling jetzt schlafen ich,
würde.
Anders pochte an das Fenster zur Studierstube des Pfarrers, wo sich in der Tat Licht zeigte.
Mit der Lampe in der Hand kam der Pfarrer ans Fenster.
,, Aber was ist denn das!" sagte er und schob das Kinn mit seiner gewohnten Kopfbewegung nach vorn, als er die beiden Gesichter draußen im Haldunkel sah. Da hab ich doch nie in meinem Leben hörten sie ihn sagen, indem er mit der Lampe zurückging und sie auf den Tisch sette. Er lief aus seiner Stube in der Richtung nach der Gangtür hin, wohin sie sich gleichfalls begaben.
Sie grüßten.
Der Pfarrer wurde bleich.
-
Der Pfarrer legte die Hände vors Gesicht und schluchate: Ach, Anders, Anders!- so ein Unglück! so ein Unglüc!- o Herrgott!"
"
" Ja, ich kann nicht sehen, für wen es ein Unglückt sein sollte, abgesehen vom Adjunkten, und er hat es sich doch selber zuzuschreiben."
Der Pfarrer stierte mit verwirrten, tränenden Augen vor sich hin, sagte aber nichts.
tun," Günde ist," fuhr Anders fort. Dann ist das hier wohl " Ja, Sie sagen doch, daß alles, was wir Menschen auch Sünde. Aber sollen wir denn die Ungerechtigkeit nicht überwinden?"
" Wir sollen die Ungerechtigkeit in uns selber überwinden. wir sollen uns selbst überwinden. Nach innen zu, nach innen au! ach, Anders!"
,, Nach innen zu!- ja, wenn unser Herrgott gesagt hat, daß es das Allerbeste ist, dann muß es ja auch so sein. Aber nach außen zu, das ist dann eben das Zweitbeste.- Und ich weiß nun wirklich nicht, ob Sie um soviel besser sind als als ich. Aber ich bin ein Mann, und das sind Sie nicht, soviel weiß ich!"--
fagte sich an die Stirne. " Ist der Adjunkt wirklich tot?" sagte der Pfarrer und " Ja, ja, das ist er. Und zwar mausetot. Und nun möcht ich Sie bitten, uns zu trauen. Denn sonst gehen wir wieder unsere Wege."
-
-
-
-
" Ja ich kann ja- Wenn Sie einen Heiratsschein haben! Aber Gottes Segen über Ihre Ehe sprechen, das fann ich nicht, wenn ich auch möchte, ich habe euch Forts. folgt.)
Der Pfarrer nahm die Hände vom Gesicht und blickte Anders erschrocken an, aber bereuen Sie denn Ihre grauenhafte beide so sehr gern."
Pst, pst, seid stille!- Madam Balling ist zu Bett Sünde nicht?"