Nr. 22-2335. Jahrgang
Beilage des Vorwärts
gegen die Verschleppungsmanöver der Wahlrechtsfeinde im preußischen Abgeordnetenhause gestalteten sich die Volksversammlungen in Harburg, Wilhelmsburg und Staßfurt , in denen Genosse Otto Braun Berlin vorige Woche über: Frieden, Wirtschaftliche Ausschußberatungen Das Ergebnis Freiheit und gleiches Recht sprach. Ueberall gaben die der Verhandlungen mit der Ukraine Eine zweite überaus zahlreich erschienenen Männer und Frauen durch stürmischen ukrainische Delegation. Beifall ihr Einverständnis mit dem Redner fund, der das Treiben Brest- Litowsk , 21. Januar. Die deutsche Kom- jener reaktionären Kreise scharf geißelte, die durch die Vaterlandsmission für wirtschaftliche Angelegenheiten partei gegen den Verständigungsfrieden wüten, das Volk der Aushat ihre gestern begonnenen Besprechungen mit den beutnng durch die Lebensmittelwucherer preisgeben und ihm das russischen Vertretern heute fortgesezt. Die Vorarbeiten gleiche Wahlrecht berfagen.
für die weiteren wirtschaftlichen Kommissionsberatungen wurden Obwohl freie Aussprache zugesichert war, traten nirgends Gegner einer Subtommission überwiesen, die bereits auf. Der Mut der Heimtrieger erschöpft sich eben nur in der heute nachmittag ihre Arbeiten aufgenommen hat. Gestern Verprügelung wehrloser Kriegsinvaliden. und heute haben auch die ersten offiziellen Beratungen der deutsch - russischen Rechtskommission stattgefunden. Es wurden im einzelnen behandelt und formuliert: Die Beendigung des Kriegszustandes sowie die Wiederherstellung der diplomatischen und konsularischen Beziehungen, die Entschädigungsfrage und die Wiederherstellung der Staatsverträge. Gegenwärtig wird über die Wiederherstellung der Privatrechte verhandelt.
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Wien , 21. Januar. Das K. und K. Telegraphen- Korrespondenz bureau meldet unterm 20. Januar aus Brest - Litowst. Die Deles gationen Desterreich- Ungarns , Deutschlands und der Ukraine haben heute beschlossen, mit Abschluß der geführten Verhandlungen folgende Verlautbarung auszugeben:
begründete Hoffnung besteht, über die Grundlagen eines abzuschließenden Friedensvertrages Einigung zu erzielen.
Alle Delegationen sind darüber einig, daß die hierdurch notwendig werdende Aussehung der Verhandlungen so furz als möglich bemessen sein soll. Sie haben sich daher zugesagt, sofort nach Abschluß ihrer Besprechung in der Heimat, wieber in Brest - Litowet ausammen zu treten. Die Vertreter der Ukraine begeben sich heute Nacht nach Kieto, um ihrer Regierung Bericht zu erstatten. Der deutsche Staatssekretär v. Kühlmann reist aus demfelben Grunde heute nach Berlin . Db der Minister des Aeußern Graf Czernin in Anbetracht seines leidenden Zustandes in der Lage sein wird, nach Wien zu reisen, ist noch unbestimmt. Inzwischen ist bereits die Meldung eingetroffen, daß Graf Czernin in Wien eingetroffen ist.
Förderung des Lehrlingswesens durch Versicherung.
Man schreibt ums:
Mittwoch, 23. Januar 1918
Groß- Berlin
Wahlrechtskommission.
Der Weisheit letzter Schluß, mein Sohn, heißt hierzulande Kommission". Darin wird peinlich durchgefletichert, was irgendwo als Meinung plätschert. Die Kommission ist voll und ganz zu Fleisch gewordne Toleranz; das heißt: sie sucht die Antithefen zu Kuddelmuddel aufzulösen. Jhr guter Zwed ist letzten Ends
die Illusion der Konsequenz. Auf Deutsch geiagt: die Trostgebärden
für jene, die nicht alle werden!
Baulchen.
Die„ Mitgliederversammlung"
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der Vaterlandspartei.
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Die durch den Strieg bewirkte starte Berminderung der Zahl der Lehrlinge hat bei den Gewerbetreibenden ernste Bedenken wach Ein Feldgrauer, der die Tirpitversammlung der Vatergerufen. Diefe Bedenken sind nicht unbegründet. Wenn auch in landspartei besucht hat, schreibt uns: Eine Stunde vor Bemanchen Berufen eine recht ungesunde Lehrlingszüchtung betrieben ginn der Mitgliederversammlung" stand ich inmitten des läßt, so läßt doch das rapide Sinten der Zahl der Lehrlinge be- Muze, mit den Mitwartenden zu plaudern. Mich interessierte wurde, die eine Eindämmung des Zuflusses wünschenswert erscheinen Andranges vor der Philharmonie und hatte nun Zeit und fürchten, daß darunter die Qualität unseres Gewerbestandes schwer die Frage, woher wohl die vielen, bielen jungen Mädchen, Die bisherigen Verhandlungen, die zwischen den Delegationen leiden tönnte. Bei dem Aufbau unserer Volkswirtschaft und der die zahlreichen Bennäler, Jungburschen, Pfad. der Mittelmächte einerseits und der ukrainischen Volksrepublik Wiedereroberung der verloren gegangenen Absazmärkte wird andererseits geführt worden sind, haben das Ergebnis ge- die Qualität der Arbeit eine große Rolle spielen. Unter diesem finder usw. die Einlaßkarten zu dieser Mitgliederzeitigt, daß Gesichtspunkt betrachtet, ist das Lehrlingsproblem eine Angelegen bersammlung" haben mochten. Da erhielt ich nun auf meine heit, die ernste Aufmerksamkeit erfordert. In manchen Gewerbe- Fragen rechts und links folgende Auskünfte: Ein junger zweigen, so zum Beispiel im Malergewerbe, in der Holzindustrie, Mann bon 17 Jahren Jahren antwortet:" Ich habe zwei im Hutmachergewerbe usw. haben sich bereits die Organi starten geschenkt bekommen"; ein paar Krankenschwestern: sationen der Unternehmer und der Arbeiter in Uns hat der Oberst absarzt N. N.( fie nannten mir auch Mit Feststellung der wesentlichen Grundzüge des Friedensvertrages sind auch bereits Richtlinien für eine gemeinsame orde den Namen) Karten geschenkt"; ein paar Knaben im Alter find die Verhandlungen an einem Puntte angelangt, der es den rung des Lehrlingswefens aufgestellt worden. In anderen von etwa 15-17 Jahren lachen und erzählen, daß ihr Vatrr Delegationen zur Pflicht macht, mit den heimischen verantwortlichen Berufen, so zum Beispiel im Baugewerbe haben die Unternehmer Mitglied sei und deshalb" 6 Karten gekriegt hätte; ein Stellen in Fühlung zu treten. Ein Teil der bevollmächtigten Ver- das Angebot der Arbeiterorganisation, das Problem gemeinsam zu älterer Herr sagt mir, daß er gur Schellingstraße gegangen treter sieht sich veranlaßt, diesen Stellen persönlich über den Gang erörtern, abgelehnt, weil sie das Lehrlingswesen als eine Angelegen sei und dort gesagt habe, er wolle in der Versammlung Mitder Verhandlungen Bericht zu erstatten und deren Zustimmung zu beit betrachten, in welcher fie allein und ohne Mitwirkung der glied werden, daraufhin habe er 2 Starten bekommen. Ein dem Vereinbarten einzuholen. Arbeiter zu entscheiden haben. Darüber ist aber das legte Wort Dienstmädchen erzähst mir allerlei von ihrer Herrschaft, unter noch nicht gesprochen. anderem: Gestern hätte die Gnädige zu ihr gesagt: Berta, die Anziehungskraft, welche die Löhne in der Striegsindustrie auf als sie ja gesagt, habe ihr die Gnädige" 2 Starten geschenkt; Ein wichtiger Grund für den Nüdgang des Lehrlingswesens ist wollen Sie mit Ihrem Soldaten morgen in den Zirkus gehen?" ben schulentlassenen Nachwuchs und auf die Eltern ausübt. Bei der Schwierigkeit der Lebensverhältnisse ist es begreiflich, daß etwa die sie habe geglaubt, es sei Vorstellung. Zwei blut Kriegerfrau mit Sehnsucht des Augenblic's harrt, wo der Sohn aus junge Bürschchen, die echt Berliner Wise riffen, antworten Der Schule entlassen wird, um ihn in die Fabrit zu schicken, damit mir, daß sie die Karten jeschenkt jefriecht hätten.„ Von er zum Erwerb beitrage. Für die Erwägung, daß es für die Zu wem"? ,, Det sa' t nich!". Nach einer Viertelstunde Wartefunft des Jungen nüglicher wäre, wenn er ein Handwerk erlernen zeit stehe ich neben einem Jäger. Er sagt ungeniert: Mein würde, bleibt da kein Raum. Vielfach wurde auch davon abgefehen, Oller, bei dem ick Bursche bin, hat mir zwei Billden Sohn in eine Lehrstelle zu bringen, wenn der Vater zu Hause dem so leicht nicht zu widerstehen war. In neuerer Zeit scheint in de Philharmonie filten“ war. Der Lohn in der Rüstungsindustrie war eben ein Locmittel, jetter vorn Zirkus Busch jejeben un jesagt, daß sie ooch vor Eine Künstlerin sagt mir: ch dieser Hinsicht eine Besserung eingetreten zu fein; der Andrang zu habe einige Karten von meinem Dienstmädchen beden Lehrstellen steigt wieder. Im Bezirk der Berliner Hand- tommen, die wußte nichis damit anzufangen. Wo die sie her wertstammer find feit März vorigen Jahres 2249 Lehrlinge hat, weiß ich nicht." Ein Schülersim blauen angemeldet und 422 abgemeldet worden. Gegenwärtig sind etwa Matrosenanzug mit einem roten Winkel auf dem linken Arm 10.000 Lehrlinge vorhanden, in der Friedenszeit sind es aber 41 000 fagt mir harmlos:„ Ich habe gestern für meinen Bater 1 M. geweien. Es Es find verschiedene Mittel angewendet worden, um die in der Schellingstraße( Bureau der Vaterlandspartei?) bebolichemistischem Standpunkt steht, bestreitet nämlich, der den Lehrlingen gewährten Entschädigung ist das nächſtliegende, Das ist eine interessante Illustration zu der Beschwerde wie der„ Boff. 3tg." gemeldet wird, der Kiewer Zentralrada das es ist aber leicht begreiflich, daß damit keine großen Erfolge zu er des freitonservativen Abg. Lüdice, daß der„ Vaterland spartei Recht, im Ramen des ukrainischen Volkes zu sprechen und Friedens zielen sind. Einen eigenartigen Weg hat der Landesverband der teine öffentlichen Versammlungen gestattet würden." verhandlungen zu führen, da fie nur die bourgeoisen Elemente der badischen Gewerbe- und Handwertstammer BerUtraine repräsentiere. In Verfolg dieser Haltung hat die einigungen eingefchlagen. Er hat eine Lehrling8Charkower Rada beschlossen, zwei Delegierte zu den Berhandlungen versicherung eingeführt, die am 1. Januar 1918 in Brest Litowst zu entfenden, und zwar ist diese Aktion Kraft getreten ist. Dieser Einrichtung schwebt der Gedanke vor, in Uebereinstimmung mit der Petersburger Re- daß die Aussicht, später selbständig zu werden, einen Anreiz aur folgende Notiz enthalten: Erlernung des Gewerbes ausüben soll. Durch die Versicherung foll gierung erfolgt. Von der russischen Delegation in Brest - Litowst bemt versicherten Lehrling ein Kapital von 500, 1000, 1500 ober ist die Ankunft der ukrainischen Delegierten, die sich der russischen 2000 m. sichergestellt werden. Die Versicherungsdauer beträgt we Vertretung anschließen, den Vertretern der Vierbundmächte angezeigt nigstens 10 und höchstens 15 Jahre. Die Jahresprämie beträgt zur Erlangung eines Stapitals von 500 m. nach 10 Jahren 42,35 M., nach 15 Jahren 26,15 M. Im 2000 M. nach 10 Jahren zu ers langen, muß 169,40 m. jährlich gezahlt werden; das gleiche Kapital fann man sich nach 15 Jahren durch eine Jahresprämie von 104,50 braucht man hier nicht näher einzugehen. Das wesentlichste dabei Mark sichern. Auf die Versicherungsbedingungen im einzelnen ist, daß der Zehrmeister die Verpflichtung übernimmt, die Prämien während der Lehrzeit zu zahlen; damit foll die Gegenleistung für die Arbeit des Lehrlings ganz oder teilweise abgegolten sein.
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Daß der endgültige Abschluß der Verhandlungen mit den * Ufrainern noch nicht über alle Schwierigkeiten hinaus ist, ergibt sich aus der Meldung, daß neben der jenigen ukrainischen Delegation noch eine zweite Anspruch auf Mitberatung und Mitentscheidung in
Brest - Bitowst geltend macht. Die Raba in Charlow, die auf Neigung, ein Lehrverhältnis einzugehen, zu fördern. Die Erhöbuna 8ahlt, da befam ich mit der Quittung 3 Karten.""
worden.
Die Informationsreise der jegigen ukrainischen Delegation aus Brest - Litowst nach Nieto hat also unter diesen Umständen ihre befonders große Bedeutung. Außerdem aber geraten die Vierbundmächte nunmehr vor die wichtige Frage, ob sie auch diese zweite ukrainische Delegation, die von der Petersburger Regierung gebilligt ift, anerkennen sollen.
Parteinachrichten.
Unabhängige Räpelhelden.
in
Arbeiter und Ernährungsfragen.
Jm Berliner Tageblatt" voni Sonntag, den 20. Januar, ist
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Die Arbeiter im Kriegernährungsamt. Gestern nachmittag fand im Kriegsernährungsamt die bereits angekündigte Besprechung der Arbeiter und Gewerkichaften mit den Vertretern des Amtes über Ernährungsfragen statt. Wie wir hören, haben sich die Arbeiter mit den Vereinbarungen, die kurz vorher mit den Vertretern der Großindustrie im KriegsDer ernährungsamt getroffen wurden, einverstanden erklärt. Schleichhandel soll energisch bekämpft und die Preistreibereien der Großindustrie und einzelner Kommunen nach Möglichkeit eingedämmt werden. Vom Kriegsernährungsamt wurde versprochen, daß die Arbeiter auf legalem Wege die Mengen Lebensmittel erhalten sollen, die sie zur Erhaltung ihrer Leistungsfähigkeit gebrauchen."
Hierzu wird uns von Beteiligter Seite geschrieben, daß diese Veröffentlichung durchaus nicht den Tatsachen entspricht. Es hat var eine Besprechung mit Vertretern der Arbeiter im Kriegsernährungsamt am Sonnabend stattgefunden, die etwa 4 Stunden währte, aber eine Verständigung ist noch nicht erfolgt. Bon der Lebensmittelpolitik der Kommunen war überhaupt nicht die Rede.
Ob die Einrichtung wirklich den erwarteten Erfolg zeitigen wird, muß abgewartet werden. Vermutlich werden viele Versiche rungen verfallen, weil die Weiterzahlung der Prämien nach Beendi. In einer von den Unabhängigen veranstalteten Versammlung gung der Lehrzeit früher oder später eingestellt werden wird. Aber in Nürnberg sprach dieser Tage Abg. Ledebour über den Wölfer auch, wo dieser Fall nicht eintreten wird, wird das erfparte Kapital nur in Ausnahmefällen zur Errichtung eines selbständigen Unter frieden. Seine Rede war in der Hauptsache eine Beschimpfung der nehmens Verwendung finden. Wenn den Gründern als Hinter Sozialdemokratischen Partei. Ueber die Wirkung berichtet die gedanke der Plan vorgeschwebt haben sollte, auf diesem Wege das * Fränkische Tagespost": Kleinhandwerk zu heben, dann werden sie die Erfahrung machen Der Magistrat und seine Bureauhilfsarbeiter. Einigen Erfolg hatte Ledebour! Einer feiner tapfersten An- müssen, daß einer zum Aussterben verurteilten Produktionsform Uns wird geschrieben: Von der kürzlich den Beamten und hänger ging gegen den Genossen Treu vor, nicht mehr mit dem auch durch solche Mittel fein neues Leben eingehaucht werden lann. dauernd Angestellten der Stadt Berlin bewilligten einmaligen Wort, sondern mit der Tat, nachdem der Versuch der tapferen Un- Damit soll gegen die Versicherungseinrichtung an sich nichts ge- Teuerungszulage find bekanntlich die Hilfsarbeiter und Hilfeabhängigen, die Meinungsfreiheit in der Volksversammlung zu sagt sein. Auch der Arbeiter, der den Jugendtraum von dem Selb- arbeiterinnen ausgeschlossen. Der Verband der Bureau meucheln, indem sie Treu niederzubrüllen suchten, mißlungen war. ständigtverden ausgeträumt hat, wird gegebenenfalls ein fleines angestellten hat daher an den Magistrat den Antrag gerichtet, Wenn die Unabhängigen einen Redner nicht niederschreien fönnen, Stapital ganz gut brauchen können. Um die Handwerkslehre zu auch den Hilfsarbeitern die einmalige Teuerungszulage oder eine scheint es wohl die beste Methode zu sein, ihn hinterrüds am Kragen fördern. müssen aber andere Mittel angewendet werden. Nicht durch entsprechende Erhöhung ihrer Tagegelder zu bewilligen. Die ein zu paden und so niederzureißen, daß sein blutiger Hals eine Er- das Trugbild einer späteren Selbständigkeit foll man die jungen malige Teuerungszulage der Verheirateten von 200 m. würde auf innerung an die von der Unabhängigen fozialdemokratischen Partei Leute zu loden versuchen. Man muß fie möglichst bald mit dem ein Jahr berechnet eine Erhöhung der Tagegelder um 55 Pf. rechtexemplifizierten Redefreiheit bleibt. Gedanken vertraut machen, daß der Lehrling es in der Regel nicht fertigen. Die Besoldung gerade der Bureauhilfsarbeiter ist außer Ledebour sprach nach berühmtem Dittmannschen Muster bis weiter bringt, als zum tüchtigen Arbeiter in seinem Beruf. Etwas ordentlich niedrig. Auf diese Eingabe hat nun der Magistrat folgende furz vor Beginn der Polizeistunde. Er hatte seine Zeit vor allem Tüchtiges zu lernen, um später als Arbeiter in seinem Beruf ein Antwort erteilt: ausgenügt, um der Partei, der er selbst seit seinem Austritt aus gutes Fortkommen zu finden, das muß die Aufgabe des Lehrlings „ Magistrat. den bürgerlichen Parteien durch 25 Jahre angehörte, zu be- sein. In den Berufen, in welchen dem Arbeiter günstige Arbeitsschimpfen und zu bejubeln. Als diese Partei aber verteidigt wurde, bedingungen geboten werden und vor allem dort, wo die dem ließen Ledebours Anhänger die Straft ihrer Rehlen und Fäuste Lehrling gewährte Vergütung eine entsprechende ist, ist gewöhnlich auch der stärkste Lehrlinsandrang, Bei der Förderung des Lehrlings
wirlen."
Daraus er
Zu diesem Bericht der Fränt. Tagespost" glaubt der unab- wesens muß diesem Moment die größte Bedeutung beigemeffen hängige" Abgeordnete J. Simon feststellen zu sollen, daß der Roh- werden. Eine angemessene Entlohnung des Lehrlings, die Geling, der sich an dem Genoffen Treu tätlich vergriffen hat, fein staltung der Arbeitsbedingungen und der Ausbau der Tarif Mitglied der„ Unabhängigen" ist. Mit Recht bemerkt dazu das berträge zwischen Unternehmer- und Arbeiterorganisatianen ist Nürnberger Parteiblatt, daß dies gar nicht behauptet, sondern ledig- das beste Mittel, dem Gewerbe ausreichenden Nachwuchs zu sichern, lich von einem der tapfersten Anhänger Ledebours gesprochen auf der anderen Seite aber auch der Ueberfüllung vorzubeugen; worden sei. Die Unabhängige sozialdemokratische Partei Nürn ein Moment, das jedoch gegenwärtig nicht aktuell ift. bergs stehe vor der Wahl, die Verantwortung für die Ungehörig gibt sich, daß sich die Gewerbe auf dem richtigen Wege befinden, teiten in ihren Bersammlungen entweder zu übernehmen oder abzu- die die Regelung des Lehrlingswesens in den Kreis der gemeinsam lehnen. Tut fie das lettere, so ftellt sie damit die eigene Schwäche zu lösenden Aufgaben einbezogen haben. Das Lehrlingswesen ist selbst fest. feine Aufgabe, welche die Unternehmer allein angeht; die Ge wertschaften haben dabei ein gewichtiges Wort mitzufprechen und fie müssen dieser Aufgabe die nötige Aufmerksamkeit zuwenden.
Für Frieden und Freiheit.
Zu eindrudsvollen Rundgebungen gegen das friegsberlängernde Treiben ber Baterlaubspartei gegen den Lebensmittelwucher und
Berlin C 2, den 14. Januar 1918. Auf die Eingabe vom 28. Dezember. Die vorübergehend beschäftigten Hilfskräfte haben erst vor wenigen Monaten eine Aufbesserung ihrer Bezüge mit rückwirken der Kraft vom 1. Januar 1917 ab erhalten. Schon jetzt wieder eine dauernde Erhöhung vorzunehmen, erschien nicht geboten. Diese dauernde Erhöhung des Einkommens ist zurzeit auch bei feiner der anderen Angestelltengruppen( Beamte, dauernd Angestellte) gefchehen.
Die Gewäbrung einer einmaligen Zeuerungszulage für die vorübergebend beschäftigten Hilfskräfte ist aber von beiden Gemeindebehörden abgelehnt worden. Diefe Hilfskräfte haben nur eine beschräntte Stundenzahl zu arbeiten und sind in der Lage, über die dann ver bleibende geit frei zu verfügen, während Beamte und Angestellte dauernd ihre volle Arbeitskraft der Stadt zur Verfügung zu stellen haben und deshalb unter anderem auch regelmäßig von jebem Nebenerwerb ausgeschlossen find.
gez. Hirfeforn."