Nr. 41 35. Jahrgang
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1. Beilage des Vorwärts
Keine wesentliche Mitwirkung des Unfalls für die Erkrankung des Klägers.
So hat vor kurzem das Reichsversicherungsamt in einer Un fallrentenfache entschieden. Der Sachverhalt ist furz folgender: Gin Schmiedelehrling hatte Anfangs Dezember 1918 mit einem anderen Kollegen ein Pferd zu beschlagen; während der Aeltere das Pferd beschlug, hatte der Jüngere das Pferd aufzuhalten". Plözlich ruckte das störrische Tier an, schlug zurück und dabei traf es den Lehrling an den linken Oberschenkel. Der Behrling arbeitete, trotzdem er starte Schmerzen hatte, zunächst noch weiter. Indessen nach einigen Tagen mußte er ärztliche Hilfe aufsuchen. Der Arzt stellte an der berlebten Stelle des linken Oberschenkels ein en ftarten Bluterguß fest. Auf Befragen des Arztes sagte der
mascal data o
Sonntag, 10. Februar 1918
Nichtig ist, daß der Kläger auch schon vor dem Unfall beim da sie nichts hat; denn das vorgeschriebene Wochenquantum Pferdebefchlagen helfen mußte. Er hat jedoch niemals im Ober- ist schon verbraucht. Ein junger, fahl aussehender Mann, der schentel Schmerzen gehabt, niemals hat er über eine Verlegung seiner Musterung entgegenfieht, erzählt von seiner Mutter, getlagt. Erst nach dem Unfall haben sich die Schmerzen eingestellt. Die trant in der talten Stube ans Bett gefeffelt ist. Der Gs ist gar nicht zu verstehen, wenn gejagt wird, es ist nicht feftzustellen, ob der Bluterguß, den der Arzt im Dezember 1913 beob
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darf es für
Behrling, beim Aufhalten des Pferdes sei er von diesem gegen allen Goldschmuck nur noch
den linten Oberschenkel geschlagen worden. Im Februar 1914 g h mußte er die Arbeit aufgeben und wurde in das Krankenhaus in B. gebracht Im März 1914 wurde der Berlebte dann in die Rgl. chirurgische Universitätsklinik in Berlin gebracht.
einen Weg
Arzt hat ihm gesagt, daß er sie aufgibt, wenn ihr nicht eine fräftige Pflege auteil werden kann. Wo soll er nun die Lebensmittel hernehmen? Denn feire ihm über alles gehende Mutter will er doch nicht auch noch verlieren, nachdem sein Vater im Felde gefallen ist! Solche Gespräche hört man in Menge.
Zwölf Stunden später! Die Menschen kehren, fast durchweg mit Kartoffeln und sonstigen Lebensmitteln beladen, zu 15 ihrer Ausgangsstation zurück. Hier angekommen, werden ihnen die Lebensmittel, die ihnen die Bauern, teilweise von Mitgefühl bewegt, von ihrem eigeneu Bestande gegeben haben, von Wachtposten beschlagnahmt. Widerliche Szenen spielen fich ab. Teilweise mit Gewalt wird den Frauen, Männern und Kindern das Wenige fortgenommen. Erstere und legtere schluchzen, bitten und weinen, daß es einen Stein erweichen tönnte. Die Männer stehen mit geballten Fäusten da und fönnen doch nichts ändern.
im Commer 1914 wurde der Anspruch gemeldet, der sowohl geben: fofort mit ihm zur
Goldankaufstelle, die den vollen Wert dafür bezahlt.
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Vielleicht wird mancher, der dies gelesen hat und der
noch eine volle Speisekammer besikt, sein Vorurteil gegen dic Hamster" aufgeben.
Gegen Kurpfuscherei und Abtreibemittel.
von der Berufsgenossenschaft als auch vom Oberversicherungsam: s abgewiesen wurde. Von lezterem, weil sein Vertrauensarzt. Ges heimrat 23., das Leiden für eine Gewerbefrankheit hielt. Wahrscheinlich handle es sich um eine Selbstinfektion, da der Verletzte früher an einer eiterigen Blinddarmentzündung gelitten hat. Der Berletzte rief dann das Reichsversicherungsamt an. Dieses befragte nochmals den behandelnden Arzt, der bestätigte, daß ihm der Berlebte von dem Unfall Mitteilung gemacht habe. Der Arzt war für den Zusammenhang. Darauf wurde ein ärstliches Gutachtet hat, gerade auf jenem bestimmt bezeichneten Vorgang zurüd achten von Oberstabsarzt Dr. St. aus dem Lazarett in St. beige- zuführen ist. Für unzulässig hielt es der Senat, ein bestimmtes zogen. Auch dieser war für den ursächlichen Zusammenhang der Ereignis zuungunsten der beklagten Genossenschaft herauszugreifen, Erkrankung mit dem Betriebsunfall vom Dezember 1913. Anders Möglichkeiten brachten den Anspruch zu Fall. Aus jeder Beile des das Reichsversicherungsamt. Es wies den Rekurs zurück.( la Urteils starrt das Eifige, weht die Kühle dem Unfallverletzten ent- Menschen befaffen, ohne die entsprechende staatliche Jm Urteil wird darauf hingewiesen, daß die Krankheit es gegen. Es ist ein Fehlurteil schlimmster Art. handelte sich um Knochenmartentzündung gerade bei jugendlichen Personen häufig ohne äußere Veranlassung von selbst auftrete. Es femme allerdings auch vor, daß eine Verletzung die Ge Iegenheitsursache für die Erkrankung abgegeben habe, wie das s Reichsversicherungsamt wiederholt anerkannt habe. Dent Kläger förme geglaubt werden, daß er in der Tat beim Beschlagen des Pferdes einen stärkeren Drud oder Schlag erlitten habe, zumal dies der Arzt bestätige. Mit Rücksicht auf das Gutachten des Ge
5688/15. 14 B.)
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heimrat W. müſſe aber trotz der entgegenstehenden beiden anderen
Gutachten der Zusammenhang verneint werden.
ein
Groß- Berlin
„ Hamster".
Der Oberbefehlshaber in den Marken hat für das Gebiet der Stadt Berlin und der Provinz Brandenburg eine Verordnung erlaffen, nach der es den Personen, die fich gewerbs. mäßig mit der Behandlung von Krankheiten an Anerkennung( Approbation) zu besigen, verboten ist, ihren Gewerbebetrieb anders als durch Bekanntgabe am Wohnhaus, int Adreß oder Fernsprechbuch anzufündigen. Zahntechniler, Bandagiften und Hühneraugenoperateure sowie Perionen, die Zurn und Gymnaftifuntenicht erteilen, werden von diesem Verbot nicht betroffen.
Gegenstände, Mittel oder Verfahren, die zur Berhütung der Empfängnis oder zur Beseitigung der Schwangerschaft oder von Menstruationsstörungen usw. befiimant find, öffentlich auszustellen, anzufündigen, zu beschreiben ſowie im timberziehen anzubieten oder Bestellungen darauf zu fammeln, ist ebenfalls verboten.
Man schreibt uns: Jeber aus den ärmeren und mittleren Schichten der großstädtischen Bevölkerung, den die Not der heutigen Lebensmittellage dazu treibt, aufs flache Land hinausGestattet ist die Anfündigung usw. von Arzneien, Apparaten zufahren, um für schwer verdientes Geld etwas Eßbares zu ufw sofern tas betreffende Mittei nicht in der unter Mit erbetteln, wird furzweg Hamster" genannt und von gewissen wirkung der Oberzensurftelle aufgestellten iste der allgemein Kreisen berurteilt. Wissen diese Kreise, wie Hunger tut, welche verbotenen Heilmittel uiw. enthalten ist. Für Mittel, sonstigen Umstände zum Hamstern zwingen und was der deren öffentliche Anfündigung vor dem Erlaß diefer Verfügung nod Hamster" zu erbulben hat? Nein und nochmals nein! nicht erfolgt ist, ist die Erlaubnis hierzu bei der Oberzenfurstelle Wirkliche Knappheit an Lebensmitteln ist ihnen so unbekannt, nachzusuchen. wie der großen Maffe der heutigen Bevölkerung ein sättigendes, menschenwürdiges Mahl. Die Leiden solcher ,, Hamster " zu schildern, foll der Zweck dieser Zeilen sein.
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Auf die medizinische afto. Fachpresse finden diese Bestimmungen teine Anwendung.
Ferner find den oben genannten Personen verboten: Fern behandlung, Behandlung gemeingefährlicher Krankheiten und Ge fchlechtsfrankheiten, Behandlung unter Anivendung von nicht rein örtlichen Betäubungsmitteln u. a. Die Berordnung tritt mit dem 15. Februar in Kraft.
Die Höchstpreise" für Brot.
Dann wird in dem Urteil behauptet, der Kläger und der Meister hätten angegeben, der Verlegte fei vor und nach dem Unfall in zahlreichen Fällen an derselben oder benachbarten Stellen des verlegten Oberschenkels äußeren Drud- oder Stoßein wirkungen beim Beschlagen von Pferden ausgefekt gewesen. Unter diesen Umständen fei nicht einmal feststellbar, ob ber Blutergus, den Dr. W. bei der Untersuchung des Klägers im Dezember 1913 beobachtet hat, gerade auf jenen bestimmt bezeichneten Borgang zurückzuführen ist. Die Möglichkeit besteht, daß dieser oder ein anderer für die Entwidlung der Krankheit günstige Ort bereits borher oder später in längerer unbemerkt gebliebener Entwicklung geschaffen worden ist. Sie ist um so näherliegend, als der Kläger Es ist ein talter, nebliger Morgen. Auf dem Briezener in den Jahren 1911 bis 1913 mehrere Krankheiten überstanden hat, Bahnsteig Lichtenberg Friedrichsfelde harren lange Reihen die auf dem Eindringen von Giftkeimen in den Körper beruhten." hungernber und frierender Menschen auf das Eintreffen des ( Gs handelt sich um eine Verbrennung des rechten Fußes Betriebsunfall, der nicht gemeldet wurde. 1911 eitrige Blind Zuges. Abgehärmte Männer, hohlwangige Frauen und aufs barmentzündung, 2. bis 8. Oftober 1918 Furunfeln an den Armen.) hotdürftigste bekleidete Sinder mit Säden und Taschen die Und dann heißt es weiter:... Bei allen diesen Erkrankungen meist zum Tragen volt Murtoffeln bestimmt find, bilden die Das Statistische Amt der Stadt Berlin hat auch int Jahre 1917 tönnen Krankheitsteine zurüdgeblieben sein, die schon vorher oder Bestandteile dieser Reihen. Der Zug trifft pünktlich ein. Jeht die Ermittelungen der Brotpreise fortgelegt. Es fauft alinionatlich nachher durch irgendeine bei der Berufstätigkeit des Klägers ge- gilt es für jeden, sich einen Platz zu erobern. Nach einigen Gebäd in 60 Bäckereien und berechnet aus dem Gewicht die Breife. schaffenen Stelle des verlegten Oberschenkels von geringerer Wi Minuten sind all diese Menschen glücklich untergebracht, aller- Immer wieder zeigt sich dabei, daß in den einzelnen derstandsfähigkeit zur weiteren Entvidlung gelangt sind. Es ist Bädereien die Preise sehr verfchieben find. Jezt unzulässig, unter der Fülle der Wöglichkeiten, die für die Entings zufammengepferdcht wie die Heringe. Niemand murrt in der Striegszeit in der Abstand zwischen den niedrigsten und den stehung der Krankheit in Betracht kommen, zuungunsten der Be- jedoch. Jeder ist zufrieden, daß er mitkommt. Auf der Fahrt höchsten Preisen, die vorkommen, nicht mehr so groß wie sonst in flagten eine einzelne Herauszugreifen und ihr wesentliche Bedeu- entspinnen sich nun Gespräche, die wert wären, von den der Friedenszeit. Der Preis schwanft aber doch noch recht erheblich, tung für die Entstehung und den Berlauf der Krankheit unter- höheren" Kreisen gehört zu werden. Hier tlagt eine Frau 3. 2. nach den Berechnungen für Dezember 1917 bei Schwarzbroi und zulegen." ihrer Nachbarin ihr Leid. Ihr Mann ist im Felde und sie zwifchen 44% Pf. un 483 Pf. pro Kilogramm, bei Möglichkeiten und immer wieder Möglichkeiten haben also zur ist gezwungen, für fich und ihre Kinder zu arbeiten. Darüber Weißbrot zwischen zwischen 47%$ 31. und 53% Pf. pro NiloZurüdweifung des Returfes geführt. Möglichkeiten, die aufein- murrt sie natürlich nicht; int Gegenteil, gern geht sie ihrem gramm. Auch die auffälligen Abweichungen bor dem andergehäuft wurden, um durch ihre Fülle zu wirken. Wenn es täglichen Erwerb nach. Aber das Darben! Auch hier will burch Verordnung festgefesten Höchstpreis, auf die fich einmal darum handelt, einen Anspruch auf Möglichkeit aufim Bortvärts schon hingewiesen würde, tehren immer wieder. Jm zubauen, dann eristeren fie für das Reichsversicherungsamt nicht. Die Frau nicht sich beklagen, sondern ihre Kinder. Das Jahre 1917 gingen in allen zwölf Monaten beim Schwarzbrot und pier wurden sie, trotz des flaren Sachverhalts, zur Ablehnung des Herz tann ihr brechen, wenn sie sieht, wie diese hungerit und beim Weigbrot die ermittelten tatsächlich höchsten Preise weit über Anspruchs herangezogen. Das Urteil fordert sum schärfften wie ihr feiner neunjähriger Walter fie um eine Brotfruste bie bebördlich zugelassenen Höchstpreife" hinaus. Fast in allen Widerspruch heraus. oder trockene Bellfartoffel bittet, die sie ihm nicht geben fann, Monaten waren sogar die vom Statiftlichen Amt berechneten Durch leid: der arme, dumme Junge! Komm doch nachher ein- fichten von Glück. Du stehst da" er wies in weite Fernemal zu mir," sagte sie. ,, ich hier". Staum war fie aufgestanden und im Wintergarten bei Es durchzuckte sic plöglich): ja, sie verstanden sich nicht Ein Roman aus unserer Zeit von Clara Biebig. ihren Blumen, da war er auch schon hinter ihr. Du mehr. Gin lähmender Schutera befiel sie: das war ihr Kind, Der Brief wurde lang. Ueber dem Schreiben wurde sie wünschest?" Seine Augen blickten unsicher. ihr früherer Rudolf nicht mehr. Ein Fremder war es, der ruhiger; fie beschloß. am fommenben Tag noch einmal mit Rudolf, ich möchte noch einmal mit Sir sprechen. Es da bor ihr stand mit trogiger Stirn, die Zähne so feft, Rudolf zu sprechen. Ihre Gründe würde er ja anerkennen ist jetzt wirklich feine Zeit, in der sich die Nächsten böse sein aufeinander gesetzt, daß das Stinn kantig erschien, fast brutal. müssen, einsehen, daß es nur eine Liebe, die zártlich für sein sollten. Jah habe deinen Wunsch überlegt, die ganze Nacht- Es war nicht allein die Verliebtheit, die ihn so veränderte- Lebensglüd forgte, war, die fte einem so übereilten Schritt ich habe an Vater geschrieben es ist uns unmöglich, ein- der Krieg, der Krieg! Der hatte ihn gewandelt. Dies nicht zustimmen ließ. Ihr versteht das eben nicht mehr zuwilligen, nimm doch Vernunft an! Du bist noch zu jung, Gang- auf- sich- selber gestellt- sein, dies Nach- nichts- mehr- fragen - ihr nicht mehr, das hörte fie in einemfort. Rein, so alt um dich jetzt schon fürs Leben zu binden." im rücksichtslosen Draufgehen mit roher Kraft. Ach, so war sie denn doch nicht, daß sie nicht mehr wüßte, was Liebe Aber vielleicht für den Tod." Er blickte finster. Und mußte es ja wohl sein, sonst könnten nicht Siege erfochten ist! Ein mädchenhaftes Rot stieg in ihre Wangen. Aber das dann fuhr er rasch fort:„ Glaubst du vielleicht, daß ich nicht werden. Sie durfte ihm daraus keinen Vorwurf machen. war feine Liebe, die diese beiden zusammenführte, das war fallen tönnte? Das ist sehr möglich, wahrscheinlich sogar. Wer Er hatte sich zur Tür umgewandt, noch zögerte er: nichts als eine aufflammende Leidenschaft, aus der soviele Kameraden hat fallen sehn rechts, lints, vor, hinter- wollte sie vielleicht doch noch einlenten? flammenden Beit geboren. Hunderten und Taufenden ging der weiß genau, wie nah ihm der Tod ist."
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Da waren sie, cin ungezählter Chor klagender, trauernder, gefchlagener Mütter. Sie rauften die Haare, sie schlugen die Brüste, ihr Wehgeheul stteg auf zum Himmel, gleich start, gleich furchtbar wie zu Zeiten der Hetuba.
Sie sah thn an mit Augen der Liebe und des Schmerzes: es so, sie verwechselten die laute Erregtheit der Sinne, durch Sie wollte etwas dagegen fagen, aber sie brachte nichts da stand er, ein Knabe und ein Mann All die Wünsche, Kampf und Furchtbarkeit und all die Ansprüche an Mann- heraus. Das Herz stand ihr still: wenn er nun wirklich fiele, die sie für ihn gehegt hatte, all die Hoffnungen, die sie auf haftigkeit geschürt, mit der stilleren Regung des Herzens. nicht toiederkehrte? Blöglich war die Krüger, die arme Strüger ihn, gerade auf diesen Sohn gefeht hatte, auf seine vielfachen Es hatte ihr einen tiefen Eindruck gemacht, daß sie vor vor ihr. Was gäbe die jetzt dafür, könnte sie auslöschen, was Begabungen, auf seine Studien, sah sie zunichte werden. furzem eine Dame in der Bahn gesehen hatte, eine junge, zwischen ihr und ihrem Sohne stand! Hatte sie die nicht erst Wie konnte er etwas erreichen, wenn er sich jetzt schon fesselte? schöne Frau in langwallendem Kreppichleier, mit dem schwar- neulich über dem Zaun gesehen und war erschrocken gewesen, Ach, Hoffnungen! Es ging ihr wie Tausenden und aber zen weißgesäumten Schnebbenhut auf dem gewellten Haar. wie sich die Frau verändert hatte? Die starte Gestalt zu- Tausenden von Müttern. Glücklich die, die noch nicht alle Vielleicht zwanzig Jahre, und schon glänzten an ihrem Ring fammengefallen, das fleischige Gesicht gelb und ausgetrocknet Hoffnungen begraben mußten! finger zwet Trauringe. Die Witwentracht machte sie noch wie das einer Mumie. Man soll einent, der in den Strieg schöner, und sie schien das zu wissen, ihr Blick glänzte, ihre geht, die letzte Bitte nicht abschlagen, sagte die Emilie. Hatte Lippe lachte. Sie unterhielt sich lebhaft mit einem anderen das einfache Mädchen nicht eine große Weisheit aus Feldgrauen, einem noch jungen Dffizier, der nur für sie Augen gesprochen? Wenn sie daran dächte, Rudolf käme nicht hatte. Die würde nicht lange Witwe bleiben, das war ihr wieder nein, dann lieber Sie bolte tief Luft, fie faßte gleich flar geworden. Und an diese mußte sie jest wieder nach des Sohnes Hand. Warte doch wenigstens, wartet noch, benten mit einer fast quälenden Beharrlichkeit. In ihren bis der Krieg vorbei ist. Er kann nicht mehr lange dauern. durch die schlaflose Nacht überreigten Gedanken verschob sich und ihr seid ja beide noch jung!" bas Bild der idönen jungen Witwe das schwarze gewellte Gerade veil Strieg ist, derum will ich nicht warten." Haar wurde braun nun war es Annemaries strahlender Ungeduldig riß er seine Hand aus der ihren. Mit diesem Blid, thr volltönendes Lachen. erigen Barten! Ich habe keine Zeit mehr dazu." Die Zorn Es wurde Morgen, ehe Hedwig die Augen schloß. aber schwoll ihm, er wurde schon wieder heiß und rot, wie er Aber bald war sie wieder auf, die Unruhe, mit ihrem gestern gewesen war. Sohn zu sprechen, ihn von seiner Zorheit zu überzeugen, Sie strich besänftigend über seinen Uniformärmel.„ Rudolf, trieb sie. mein Kind, ich liebe dich doch!"
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Und allen voran die Krüger mit ihrem eingewordenen, vergrämten Gesicht. Die hob wie beschwörend die Hände gegen sie:„ Dann ist es am schlimmsten, wenn man böse voneinander gegangen ist."
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Nein, nein! Hedwig hätte laut aufschreien mögen: nur das nicht! Nie glaubte sie heißer geliebt zu haben, gerade ihn und gerade jegt. Sie streckte die Hände uach ihm aus, ihre Stimme zitterte:" Mein Sohn! Wir haben schon einmal miteinander gerungen du wolltest in den Krieg, ich wollte dich nicht lassen ich will nicht wieder mit dir ringen!" Beim Frühstück war Annemarie bleich und stiller als Gr lachte furg auf:" Das merkt man!" „ Das Sein Hohn tat„ Es würde dir auch nichts nügen, jeht ebenso wenig fonst; sie schien befangen. Rudolf verwandte keinen Blid ihr weh, aber sanft wiederholte fie:„ Ich liebe dich, darum will wie damals. Und wenn du's auch wieder so nennst, wie von dem Mädchen, die Wutter begrüßte er gezwungen. Sein ich dein Glück." Tro fchien gefchwunden, aber auch feine Heiterteit; er war du es gestern genannt haft: Torheit, Sindereinenne es " Ich verstehe dich nicht du verstehst mich nicht." Er auch meinetwegen Wahnsinn- ich kann nicht sein ohne niedergeschlagen, und die Mutter mertte ihm an, wie es in teilte mit der Hand die Luft, als sei da ein tiefer Schnitt. Annemarie. Ich muß, ich muß. Ich will mein Glüd." ihm brannte, nochmals mit ihr zu sprechen. Nun tat es ihr mit talten Augen maß er fie: Wir haben verschiedene An( Forti. folgt.)