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fationen zu stärterem Zusammenschluß und größerer Festig- ftehende Drahtanwort an die ruffische Oberfte Seeresleitung. Die Gardisten hätten durchführen können, aber die vielen in Südfinn­feit gelangen oder ob die Aussicht, daß auch fleine Gruppen Einstellung der Feindseligkeiten war deutscherseits für den 3. März, land verübten Gewalttaten und die Lebensmittelnot der Bevölke­infolge der Verhältniswahl zur Geltung kommen fönnen, zu 1 hr nachmittags, befohlen. Wenn es trotzdem am 4. März zu rung, sowie die täglich aus. Rußland eintreffenden Bolschewitihaufen einer Bersplitterung der Parteien führen wird". Das geht, vereinzelten Kämpfen gekommen ist, so wird dies deutscher­

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mit Verlaub, die Regierung gar nichts an. Sie hat sich nicht seits bedauert. Nach den hier vorliegenden Meldungen war die Ur- veranlaßten die Regierung, sich zum Wohle des Landes eines mit Berlaub, die Regierung gar nichts an. Sie hat sich nicht fache einerseits der Widerstand, der in Estland und in der handkräftigen Freundes zu bedienen. In Deutschlands den Kopf der Wähler oder den der Fraktionen zu zerbrechen. ukraine dem rechtmäßigen Vormarsch der deutschen Friedensbedingungen für Rußland steht auch die Bestimmung, daß Sie hat ein anständiges, den Zeitverhältnissen entsprechendes Truppen durch ruffische Truppen an einigen Stellen noch entgegen- die russischen Truppen und Bolschewiki aus Finnland ent­Wahlsystem vorzuschlagen und damit basta. Von einem gesetzt wurde. Andererseits haben leider auf großrussischem Gebiet fernt werden müssen. Diese Räumung will Deutschland , gestützt Sprung ins Dunkle fann allerwege nicht die Rede sein. Und einige kämpfe mit wenigen unorganisierten Ban- auf seine nach Finnland entsandten Truppen, überwachen. da das Wahlkreis- Mehrheitssystem überlebt und überholt ist, den stattfinden müssen, die fich feindlich gegen deutsche Truppen be- Deutschland gestattet nicht, daß russische Soldaten als 8ivilper­hätte sie zu den allgemeinen Verhältniswahlen greifen nahmen. sollen. Das hätte geschehen können, ohne daß, wie die Re- Es ist der lebhafte Wunsch der Obersten Heeresleitung, daß auch ionen berkleidet in Finnland kämpfen und durch Unter­gierungsvorlage es tut, auf die Haarspaltereien, ob die diese Kämpfe bald völlig aufhören und daß andererseits die ftübung der roten Banditenhorden den deutsch - russischen Friedens­vertrag betrügerisch umgehen. Mandatszuteilung an die Parteien nach dem System Hase, dazu erforderlichen Anordnungen getroffen werden. dem von Hagenbach- Bischoff, dem von d'Hondt oder einem verbreiteten Nachrichten. Damit erledigen sich die tendenziös in der ausländischen Breffe anderen erfolgen solle, hätte eingegangen werden müssen.

Es gibt beim Proporz keine Kompliziertheiten, wenn sie nicht absichtlich beigemischt werden. Und schon jetzt ließe sich dem Wahlgeset ein Zuschnitt geben, der auf alle Zeit hinaus genügt. Nicht die Mandats vermehrung ist die Haupt­

jache, sondern eine gerechte Mandats verteilung. Neben bei: Wo der Naum für die 44 Sitzpläge für den Mandats­zuwachs im Reichstags saale hergenommen werden soll, ist ein noch ungelöstes Geheimnis.

Glaubt die Regierung nicht von der Einteilung in Wahl­freise absehen zu fönnen, so fann trotz dieser Erschwerung der Proporz leicht und befriedigend für das ganze Steich einge­führt werden, etwa auf folgender Grundlage:

Jeder gibt wie bisher einen Stimmzettel ab, der auf eine

bestimmte Person lautet. In Wahlkreisen, in denen ein Kan­didat für die Partei des Wählers nicht aufgestellt ist, genügt ein Zettel mit Bezeichnung der Partei, für die der Wähler feine Stimme abgeben will.

Türkei - Kaukasusrepublik.

Stockholm , 10. März. Nach offiziellen Mitteilungen aus Finn land versuchen die russischen Soldaten und Rotgardisten die Bedingungen bes deutsch russischen Friedensvertrages durch massenweise ungesehliche Einbürgerung als finnis sche Staatsbürger zu umgehen.

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Robert Cecil über Japan und Oftfrieden.

Noch eine Friedensverhandlung. Konstantinopel , 9. März. Die Delegierten der Türkei für die Friedensverhandlungen mit der provi­sorischen Regierung des Kaukasus , der Chef des Admiralstabes Reuf Bei und der Direktor des Bureaus der Robert Cecil bei einer Unterredung: Rechtsbeiräte im Ministerium des Aeußern Nusret Bei sind Als unabhängiger souveräner Staat wird Japan jeden gestern an Bord des Dampfers Ardenis abgereift.

London , 9. März. Nach einer Reutermeldung erklärte Lord

Konstantinopel, 9. März. Die Kammer hat das Budget end- Schritt unternehmen, den es für richtig hält. Ich persönlich gültig mit allen Stimmen der anwesenden 170 Abgeordneten tragter der Alliierten handeln würde. Man hat teine richtige würde dies will tommen heißen, wenn Japan als Beauf bei einer Stimmenthaltung angenommen. Vorstellung davon, wie furchtbar ernst die Durchdringung Ruß­ lands durch Deutschland gemeint ist. Seine Politif ist nichts weni­

Der Petersburger Sowjet für den Frieden. ger, als ber riesenhafte Plan einer Welteroberung

Eine Bestätigung dieser Meldung liegt noch nicht vor. Der Petersburger Sowjet vertritt nur die Stadt Petersburg , seine Ab­stimmung ist daher nicht entscheidend, aber doch nicht ohne symp­tomatische Bedeutung. Die endgültige Entscheidung soll be fanntlich vor einem allrussischen Kongreß der Sowjets gefällt werden.

Lugano , 10. März. Secolo" veröffentlicht ein Telegramm Es hat die baltischen Provinzen fast bis nach Petersburg hinauf feines Petersburger Korrespondenten, wonach der Sowjet mit genommen. Was Finnland anbetrifft, so hat es Truppen nach den großer Mehrheit gegen die Stimmen der Sozialrevolutionäre Alandsinseln geschickt und mit den Finnen eine Art Abkommen ge den Brest - Litowsker Frieden angenommen hat. troffen, daß die auswärtige Politik Finnlands zu seiner Verfügung steht. Das gibt ihm tatsächlich die gesamten russischen Küsten an der Ostsee und läßt Rußland nur noch in Archangelsk und an der Murmantüfte einen Zugang zum Meere. Deutschland hat Odessa besetzt oder ist wenigstens im Begriff, es zu besetzen, und gleich­zeitig hat es auf der Rückgabe der Häfen im Osten und int Schwarzen Meere an die Türkei bestanden. Deutschlands Absicht hierbei ist, die Bagdadeisenbahn durch eine neue Linie nach Often über den Kaukasus und durch Nordwestpersien zu ersehen, und hier­bei hat es, bewußt oder unbewußt, den tätigen Beistand der ört­lichen Bolschewiki gehabt. Auch die Armenier, erflärte Lord Robert Cecil , an denen England und Amerika das tiefste Interesse hätten, seien durch den deutschen Vertrag den Türken wieder aus­geliefert worden.

Geringe Neigung für die rote Garde.

Nach der Wahl wird das Abstimmungsergebnis aus jedem Wahlkreise an die Reichszentrale gesandt. Hier wird er­mittelt, wieviel Stimmen insgesamt und wieviel für jeden einzelnen Kandidaten bzw. für jede Partei abgegeben worden sind. Waren 14 Millionen Einzelstimmen in die Urne ge­Tegt und beträgt die Gesamtzahl der Mandate 400, so ent­fallen auf je 35 000 Stimmen ein Mandat. Wer diese Stim­menzahl erreicht oder überschritten hat, gilt ohne weiteres als gewählt. Die anderen Mandate werden jeder Partei nach der Summe der auf sie entfallenden Stimmen zugeteilt, und zwar von der größten Stimmenzahl fortschreitend bis zu den kleineren, bis jede Partei die ihr zukommende Man oatszahl erlangt hat. Um die kleineren Streise nicht von den großen erdrücken zu lassen, fann die Mandatszuteilung auch nach dem Prozentiaß an Stimmen in den einzelnen Wahlkreisen, nicht nach menge erfolgen. Daß jede Partei vor der Wahl eine Lifte gefähr 2700 Freiwillige für die rote Armee nichten, ist fehlgeschlagen, aber sie hatten stets noch den Plan von

ist selbstverständlich.

ihrer kandidierenden Anhänger der Zentrale einzureichen hat, Ein auf diesen einfachen und festen Linien aufgebautes Verhältniswahlsystem hat alle Vorteile für sich und zeitigt feinen Nachteil, der nicht auch bei dem gegenwärtigen Syſtem oder bei anderen Proporzarten in die Erscheinung tritt. Jeden­falls ist es geeignet, für eine gerechte Mandatsverteilung die größte Sicherheit zu bieten. Eine oberflächliche Berechnung hat ergeben, daß sogar in den gewählten Personen gegenüber den gegenwärtigen Mandatsinhabern in der Hauptsache nur die Veränderungen eintreten würden, die durch eine gerechte Mandatsverteilung bedingt sind. Es gilt demnach nicht einen Sprung ins Dunkle zu imternehmen, sondern lediglich einer dringenden Forderung der veränderten Verhältnisse gerecht zu werden und die Ver­hältniswahlen zu allen gesetzgebenden Körperschaften im Reiche wie in den Einzelstaaten einzuführen.

Einstellung der Feindseligkeiten im Osten.

London , 9. März.( Neuter.) Die Daily Mail" be. richtet aus Petersburg vom 7., daß durch den Einfluß Lenins die Kampflust der Bolsche wifi sich vermindert hat. Die Blätter von heute sehen die Unmöglichkeit, den Strieg fortzusetzen, ein. Daß die Kriegsbegeisterung im Abnehmen begriffen ift, kann man daraus ersehen, daß Moskau nur un

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nicht von revolutionärer

plan die Preußen noch hegen. Ihr Plan, Frankreich zu ver De Karte zeigt, welchen furchtbaren Eroberungs­

hatte. Die Ergebnisse der Werbung in Petersburg wurden wroberungen im Often in Reserve. Alles Gerede von einer Bes nicht bekanntgemacht, waren aber wahrscheinlich noch glaubwürdig. Gegenwärtig ist die militärische Herrschaft über das wegung in Deutschland in demokratischer Nichtung ist ganz un­geringer. Die Räumung Petersburgs macht rasche deutsche Volk noch unerschüttert. Gibt es irgendeinen Grund, wes ortichritte. Die Bevölkerung ist noch immer fest über- halb Deutschland nicht versuchen sollte, in Sibirien einzubringen, zeugt, daß die Deutschen in die Stadt einrücken werden. Die Meldung bestätigt, daß die bolschewistischen Massen die deutschen Gefangenen in Sibirien organisiert werden und daß wie es das anderswo getan hat? Wir haben eine Meldung, daß im Gegensatz zu ihren Führern Energie, sondern von apathischer Kriegsmüdigkeit geleitet werden. auszuführen. Selbst wenn diese Nachricht unrichtig ist, so ist sie ein preußischer General dorthin geschickt worden ist, um die Arbeit vertreter Krylentos, Oberst Miasnikow, in dem Zentral- den im höchsten Grade töricht und verbrecherisch handeln, wenn Stockholm , 10. März. In einer langen Rede, die der Stell- doch nur eine verständige Vorwegnahme der Ereignisse. Wir wür­erefutivausschuß der Arbeiter- und Soldatendelegierten hielt und mit nicht jeden möglichen Schritt verfuchten, um diesen deutschen in der er Beschlüsse und Berordnungen des Sowjets einer scharfen Kritif unterzog, erklärte er, daß er die Reorganisation der Armee Plan zu vereiteln. Ich denke, wir würden gut beraten jein, wenn für ein Ding der Unmöglichkeit halte und eine Berantwortung für wir den Beist and unferes japanischen Verbünbeten die Neubildung der roten Armee nicht übernehme. Aus bei einer Sache suchten, in der er und er allein wirksame Dienste diesem Grunde ist er bereit, dem obersten Heerführer Krylenko leisten kann. zu folgen und hat sein Rücktrittsgefuch bereits eingereicht.

Ankunft des Wolf in Lübeck .

2bed, 10. März. Der Hilfsfreuzer Wo I f" langte heute nachmittag 3% Uhr vor Travemünde an und erreichte in eineinhalbstündiger Fahrt den bekanntlich für große, tiefgehende Schiffe geeigneten 2übeder Hafen, um hier einen Teil seiner Radung zu löschen.

Zur Besetzung der Aalandsinseln. Stockholm , 9. März. Wie Dagens Nyheter aus Wafa er fahren, hat die dortige finnische Regierung aus Anlaß Eine Anfrage Krylenkos.ber deutschen Alandsexpedition folgende Brolla­Berlin, 10. März. Amtlich. Am 5. März hat der Ober- mation erlassen: befehlshaber Krylenko einen Funkspruch an den Oberbefehls­Die Landung der Deutschen auf Aland geschieht ebenso wie ihre Bei der Einfahrt in den Innenhafen wurde das Schiff bom haber Oft gerichtet, in dem er auf die Bedingung des Friedensver: Operationen im Ginverständnis mit der finnischen Regierung. Der Hafenmeister, von dem Ortskommandanten und Senatsmitgliedern trages hinwies, nach der die Feindseligkeiten der Front einzustellen wären, in dem er ferner anfragt, ob alle Anord- Oberbefehlshaber der Truppen der Finnischen Republik hat der Re- sowie von der Bevölkerung lebhaft begrüßt, was die Besatzung nungen getroffen sind, daß die Feindseligkeiten eingestellt werden. gierung mitgeteilt, daß wir, seitdem wir Waffen erhalten haben, mit dreifachem Hurra auf die Stadt Lübed erwiderte. Daraufhin erfolgte am 6. März vom Oberbefehlshaber Oft nach imit eigener Kraft den Kampf gegen die Russen und Rotenj Unter Glockengeläut legte das Schiff am Hafenkai an.

Strindberg: Nach Damaskus".( Teil II und III.)

( Leffing- Theater.)

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bas Wunderwerk gelungen. Auf einem nächtlichen Bankett die gefekt, am Schluß mit starkem Beifall.

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dt.

Als er die Frau verläßt, rühmt er sich im Größenivahn, ihm sei gewöhnliche Regiefunst und Energie für dieses neue Wagnis ein Bühne bot da bei gedämpftem Licht in vagen Umrissen ein wunder­bolles Traumbild wird er als großer Mann gefeiert, bis dann von allen Seiten her der böhnisch schadenfrohe Spott hervorbricht. Ein Bekannter sagte mir, der volksbildnerische und Kunst­Selbst das Gefängnis bleibt ihm nicht erspart.

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Einer von Hundert.

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Trotz Streichungen und Zusammenziehungen dauerte es vier und eine halbe Stunde, bis der Zuschauer den Damastuswanderer lerische Wert der vom Goethebunde veranstalteten Hundert im Kloster endgültig verschwinden sah, wo der nach seiner Ueber­In den Szenen des dritten Teiles winkt oben von dem Gipfel frohen Abende" müsse nach den Erfahrungen der ersten Veranstal zeugung von einer ganz besonders auserlesenen Schicksalsdämonie verfolgte arme Sünder Genesung für seine Seele finden soll. Ein eines hohen Berges ein marmorweißer Bau, durch breiten Abgrund tungen start bezweifelt werden. Am Sonnabend war Gelegenheit, diese Behauptung auf Herz langer und ermüdender Weg. Was in der seltsamen Bekenntnis- bon profaner Welt geschieden. Das Kloster, wohin ein Geistlicher des Unbekannten anderes Jch, das ihm im ersten Teil als und Nieren zu prüfen. Der große Schultheiß- Saal an der Hasen­dichtung neu und eigenartig berührt, erschöpft sich wesentlich in Bettler in den Weg trat- den Lebensmüden leitet. Demütig heide war schon lange vor Beginn der Darbietungen voll, daß kein dem schon früher aufgeführten ersten Teil des Dramas. Da vadt die anggejagte zwischen dumpfem Schuldbewußtsein und lauscht er deſſen frommen Worten, nur zuweilen im Troß und Apfel zur Erde konnte. Ein Bierlokal wirkt nie ästhetisch, und von vadt die anggejagte zwischen dumpfem Schuldbewußtsein und seiner alten Zweifelsucht dagegen aufbegehrend. Noch einmal er- der improvisierten Bühne darf man das auch sagen.- Revolten hin und her geworfene Stimmung, die tiefe Sehnsucht, scheint, was ihm das Liebfte war auf Erden. Zuerst die Tochter, Für einen poetisch veranlagten Menschen kann ja schon eine bem quälenden Gebiet der Leidenschaft zu entrinnen, und der ge- von deren reiner Kinderfeele er ein herrliches Erblühen erhoffte. Stafpertheaterklingel eine Offenbarung bedeuten. Kommen hinter­auch hier schon verursacht das Fehlen einer inneren seelischen Ent- Nun ist's ein fedes selbstbewußtes Fräulein, das sehr von obenher her eine richtige Opernsängerin und ein Geigenspieler und gar ein zum Bater spricht, von ihrem Verehrer plappert und ohne Tränen Märchenerzähler, der ganz prächtig die Geschichte vom Swinegel wicklung, welche die bunte Folge der Szenen zu einem einheitlichen in den Augen Abschied nimmt. Und auch sein junges Weib, die un sin Fru" gut plattdütsch zu ſnaken versteht, so ist man eban Ganzen gliedert, nach der anfänglich äußerst starken Spannung Schmerzverklärte, die mütterlich gütig dem Einsamen Trost bringt, zufrieden. Gewiß, der Männergesangverein könnte auch beſſeres um Schluß merkliches Ermatten. Der Einfall, daß der Grlösungs- entgleitet abermals, die Hoffnung eines neuen Bundes unverbrüch- bringen als ein friegervereinsmäßig dahermarschierendes Marine­jucher den gleichen Weg, den er durchmessen, dann wieder rückwärts lich fester Liebe zerflattert in die Winde. Die unheimlichen Ab- lied, und wenn Theater gegeben werden soll, so braucht es nicht wandern muß, erhält im Stüd teine tiefere Bedeutung, stört als neigungs- und Hazinstinkte tauchen wieder auf. Allerlei Episoden gerade ein Schwank" zu sein, den vor zwanzig Jahren jede vielerische Billfür; und die Schlußpointe, daß der Büßer dann schieben sich dazwischen. So eine Gerichtsverhandlung, zu der ein Schmiere totgespielt hat. doch am Ausgangspunkte seiner Fahrt auf dem Postamt den so Fremder, den der Bettel" den Versucher" nennt, den Damaskus - Zuletzt ein heiterer Reigen: eine Humoristin guten Schlags, fange erwarteten Geldbrief des Verlegers ausgehändigt erhält und wanderer einläst. Sie variiert in umständlicher Breite den Ge- die harmlos- kecke Chansons aus Kehle und Lasten schrammt, diese angenehme Ueberraschung dankbar als Fügung Gottes an- banten, daß die Verführer in der Liebe bis zur Stammutter Eva a Sepp und a Nathl( Holdrio!"), ein Hanswurst mit einem un­rkennt, streift sogar hart ans Parodistische. Nichts deutet da, nach- rückwärts selbst stets Verführte waren. Noch unmotivierter nimmt glaublich gelehrigen Hunde und schmelzenden Nachtigallenlauten... dem der Kreis des Weges sich geschlossen, auf eine weitere Wan- fich die langgedehnte Szene aus, in der dem endlich in dem Kloster Und der ganze Saal lacht und freut sich! Denn schon! erung hin, noch führt der neue Weg zu irgendwelchen neuen Angelangten die Bildergalerie des Hauses erklärt wird. Im letzten Goethe freilich dachte über den Hund auf der Bühne anders, und Bilde, unter den aufstrebenden Säulenpfeilern des gewaltigen wäre er Vorsitzender des Goethebundes, so gäbe er heute seine

Bielen .

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2. Zi

Das Strindbergsche Spezialthema, von wechselseitigem Haß Kirchenbaues, wird der Büßer in den Kreis des Ordens aufge- Demission. Ser ehelich Berbundenen, die doch nicht voneinander lassen können. nontmen. Ein äußerer und leerer Abschluß, dem auch die schönen Notizen. im ersten Teile nur gestreift, drängt sich hier wieder beherrschend Weihgefänge, welche dazu flingen, teine Stimmung geben fönnen. Der bewaffnete Friede". Bom bewaffneten in den Vordergrund, doch ohne fesselnde intimere Nüancierung. Die Rollen des Unbekannten, der Schwiegermutter, des Frieden" ist jetzt des öfteren die Rede. Dieses Wort ist uralt und 53 figuriert hauptsächlich als Gegenstand breit ausgesponnener Be- Bettler- Confefforz und der Frau lagen, wie bei der Aufführung entstand nach dem Dreißigjährigen Kriege. Friedrich von Logau war trachtung. Auch Schrullen, für Strindbergs mißtrauisch patholo- des ersten Teils, in den betwährten Händen von Theodor Loos , es, der herausfand, daß auf jenen Strieg ein gewaffneter Friede ische Erregbarkeit bezeichnend, laufen mit unter. Die Gefährtin Ita Grüning, Göt und Lina Rossen. Von dieser gefolgt sei. Und er sagt von diesem: es Unbekannten, die späterhin, nachdent der Tod thres Kindes fie eläutert, als eine Art von Himmlischer Erlöserin glorifiziert wird, die obligate Ghetveibsbosheit so weit treiben, daß fie den hnungslosen Mann, um ihn nur recht zu demütigen, durch Rügen zu bringen, den Rod ihres geschiedenen Gatten anzuziehen; als er Vorgänger dann erscheint und das fragliche Kleidungsstück er­unt, strahlt sie in infernalischen Triumph. Auch die Phan­stereien Strindbergscher Goldmacherversuche kommen da zu Worte.

gingen die stärksten Wirkungen aus. Herr 2003 hatte bei aller Krieg hat den Harnisch weggelegt, der Friede zeucht ihn an: Feinheit seines Spiels den Helden auf einen Grad schwermütiger Wir wissen, was der Krieg verübt, wer weiß, was Friede kann?" Gebrochenheit gestimmt, der, nach dem Text ja wohl berechtigt, das Jm vorigen Jahrhundert wurde dann das Wort vom bewaff Ermüdende der Szene noch mehr verstärken mußte. Abel 3 hell- neten Frieben" oft gebraucht. Karl Beck wendete es in dem Gedichte ,, Neue Götter und alte Leiden" in" Lieder vom armen Manne fröhliches Organ in der Figur des Bersuchers" mutete. Dagegen( 1846) auf die Polizei an:" Siehe, da lauert und späht ringsum wie Erholung an. Die freundlich stille Seelenruhe des Priors der bewaffnete Friede". Im Jahre 1848 reihte dann eine Schrift fam in 3 and a 3 Organ und Spiel zu würdigem Ausdrud. Das Der bewaffnete Friede" den weiteren Begriff Logaus dem Sprach Publikum dankte den Darstellern und dem Direktor, der eine un- schatz dauernd ein.